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Wie trenne ich mich nach 4 Jahren Beziehung?

28. Juni 2011 um 23:10

Ich bin unglaublich traurig und unglücklich. Seit 6 Jahren sind mein Freund und ich nun ein paar. Wir sind sehr verschieden, weshalb uns schon immer gesagt wurde "das hält eh nicht lange mit euch". Hat es aber nun doch.

Leider wird uns jetzt aber genau diese Unterschiedlichkeit zum Verhängnis. Ich bin ein Mensch, der raus muss und Spaß haben will. Er bleibt Zuhause und zockt am PC. Meine Freunde mag er nicht (mit meiner besten Freundin hat er sogar einen Hass-Streit). Wenn wir uns mal am WE sehen streiten wir uns pausenlos.

Mittlerweile bin ich jeden Tag unglücklich wenn wir uns sehen. Aber ich bin trotzdem total hin- und hergerissen. Ich will, dass er bei mir ist aber nicht seine Nähe (insb. intim). Ich möchte dass wir was mit Freunden unternehmen, schäme mich aber auch sehr für ihn, weil er ständig anteilnahmslos dabei sitzt (wenn wir mal was machen sollten).

Ich denke seit fast 2 Monaten über eine Trennung nach und ich bin auch ehrlich zu ihm, dass es nicht gut läuft. Aber ich weiß, dass er mich liebt wie ich es selten erlebt habe (ich muss schon wieder weinen). Ich bin der wichtigste Mensch für ihn. Er hat wenige Freunde und keinen zum Reden. Als wir das letzte ernste Gespräch hatten war er so fertig. Ich habe ihn danach noch eine Weile im Flur beobachten können und ich bin fast zusammengebrochen als ich ihn so einsam und zu tiefst traurig sah.

Was soll ich denn nur machen? Ich habe noch Gefühle für ihn, aber er hat auch viel zerstört in der Vergangenheit. Ich kann ihn doch nicht verlassen, wenn ich damit so viel für ihn zerstöre. Da bleibe ich doch lieber selbst "etwas" unglücklich mit ihm zusammen, als ihn so zu verletzen.

Ich weiß wirklich nicht was ich machen soll!! :'-( Hättet ihr einen Rat?

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28. Juni 2011 um 23:18

...
oh Mann... weißt Du, was traurig ist? Ich befinde mich in fast der selben Situation wie Dein Partner, ich denke meiner Frau geht es ähnlich. Ok, also - nicht ähnlich, aber die Probleme sind ähnlich... ich versuche ihr immer zu sagen, dass sie nicht aufgeben soll, aber ich werde das Gefühl nicht los, als hätte sie schon längst aufgegeben und wartet nur darauf, dass ich endlich ausziehe. Ich versuche sie zu ermutigen, dass sie weiter an uns glauben soll, aber ich schaffe es einfach nicht... sorry

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28. Juni 2011 um 23:27
In Antwort auf nussknacker1979

...
oh Mann... weißt Du, was traurig ist? Ich befinde mich in fast der selben Situation wie Dein Partner, ich denke meiner Frau geht es ähnlich. Ok, also - nicht ähnlich, aber die Probleme sind ähnlich... ich versuche ihr immer zu sagen, dass sie nicht aufgeben soll, aber ich werde das Gefühl nicht los, als hätte sie schon längst aufgegeben und wartet nur darauf, dass ich endlich ausziehe. Ich versuche sie zu ermutigen, dass sie weiter an uns glauben soll, aber ich schaffe es einfach nicht... sorry

Eine beschissene Situation irgendwie für beide Seiten
Ja, genau das passiert bei uns auch (wir sind aber noch nicht zusammen gezogen).

Er fragt, ob ich ihn noch liebe und ich sage dass ich noch starke Gefühle habe aber nicht weiß, ob das reicht. Es tut mir soooo leid für ihn (und deshalb auch für dich!). Er fragt auch, ob ich uns schon aufgegeben habe.

Wie würdest du damit klarkommen, wenn sie Schluss macht? Wie lange seit ihr zusammen?

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28. Juni 2011 um 23:58
In Antwort auf honey61286

Eine beschissene Situation irgendwie für beide Seiten
Ja, genau das passiert bei uns auch (wir sind aber noch nicht zusammen gezogen).

Er fragt, ob ich ihn noch liebe und ich sage dass ich noch starke Gefühle habe aber nicht weiß, ob das reicht. Es tut mir soooo leid für ihn (und deshalb auch für dich!). Er fragt auch, ob ich uns schon aufgegeben habe.

Wie würdest du damit klarkommen, wenn sie Schluss macht? Wie lange seit ihr zusammen?

Tja
Wir sind jetzt seit sechs Jahren zusammen, davon grade erst vier Jahre verheiratet, haben einen gerede erst vier Jahre alt gewordenen Sohn und haben letztes Jahr Haus gebaut... Tja...

Ich muss für die ganze Sache etwas weiter ausholen:
Vor knapp zwei Jahren ist ihr Vater gestorben - und für sie gleichzeitig eine Welt zusammengebrochen. In ihrer Trauer, die immer noch andauert, hatte sie ziemliche Stimmungsschwankungen, die sich natürlich auch auf mich übertragen haben. Gleichzeitig ist unser Sohn alles andere als leicht zu handhaben, er fordert einen manchmal schon ziemlich. Nun, als ihr Vater starb, waren Zärtlichkeiten von da an ziemlich passé, ich musste ständig darauf achten, in welcher Stimmung sie war - und es gab auch oft genug Streit, weil sie mir vorwarf, ich könne mich nicht in sie hineinversetzen (was vielleicht auch so war...egal) jedenfalls beschloss sie dann nach ein paar Monaten, dass sie ihr Elternhaus übernehmen möchte - ich war dagegen. Nach einem halben Jahr Diskussion haben wir uns dann doch darauf geeinigt, dass wir das Haus komplett renovieren, anbauen und dann dort einziehen. Das dauerte dann bis Oktober letzten Jahres. Das Problem war jetzt, dass wir beide ziemlich viel Energie in den Hausbau steckten und die Beziehung völlig brach lag - keiner hat sich mehr um den anderen richtig bemüht. Kurz nachdem wir eingezogen waren, sagte meine Schwiegermutter meiner Frau, dass sie eine neue Beziehung hätte; meine Frau war völlig fertig. Sie heulte an dem Tag nur, als ich von der Arbeit nach Hause kam. Nach zwei Stunden verlor ich die Geduld und brüllte sie an, sie soll mir jetzt endlich sagen was los ist, nachdem ich es auf sanfte Art und Weise nicht aus ihr rauskriegen konnte. Ich muss dazusagen, dass ich einfach völlig ausgelaugt vom Bauen war, ich eine Menge Stress in der Arbeit hatte und in Folge des Umzugs auch noch einen wesentlich weiteren Arbeitsweg zu fahren hatte und habe. Als ich sie dann anbrüllte, sagte sie mir was los war - ich fiel aus allen Wolken. Weil meine Schwiegermutter mit in dem Haus wohnt, wollten wir sie durch unseren Einzug unterstützen - dieser ganze Grund war plötzlich weggebrochen. Ich machte meiner Frau Vorwürfe, dass sie nicht auf mich gehört hat, weil ich so etwas schon ahnte. Jedenfalls ist seit dem nur noch Streit angesagt, mal läuft's besser, mal wieder mies. Ich hab' ihr vor zwei Wochen auch schon gesagt, dass ich am liebsten meine Sachen packen würde - und sie wollte mich nicht mal aufhalten! Ich weiß nicht, ob sie mich noch liebt, sie kann mir halt nicht verzeihen, weil sie sagt, sie kennt mich so nicht wieder. Immer wieder versuche ich mit ihr zu reden, aber sie gibt mir die Schuld und versucht mir nicht zu verzeihen, weil sie Angst hat, dass ich ihr wieder wehtun könnte. Ich möchte doch nur wieder glücklich sein und das alles hinter mir lassen. Gleichzeitig will ich meine kleine Familie aber auch nicht im Stich lassen; wenn ich weg wäre würde das Haus draufgehen und dass will ich auch nicht, schon mal für unseren Sohn...

Genug von mir, zu Deiner Frage: Wenn sie Schluss machen würde, würde ich weiter versuchen, sie umzustimmen. Sagen wir's so, ich würde es eine Weile versuchen - getrennte Wege, klar. Aber ich denke, wenn es so wäre, dann wäre es halt so, wenn es nicht mehr zu reparieren ist, dann muss man eben damit klarkommen. Ich würde damit klarkommen, auch wenn es eine zeitlang dauern würde. Aber das schreibe ich, nicht dein Partner, der sieht das vielleicht ganz anders. Du schreibst, dass du unglücklich bist, das glaube ich Dir, so wie Dein Freund habe ich mich auch eine zeitlang verhalten, hab aber mittlerweile gemerkt, dass das ganz fatal enden kann. Du musst einfach für Dich selbst feststellen, ob noch genug Liebe da ist um die Beziehung zu halten - nicht nur um seiner Willen, sondern auch um Deiner! Mach's nicht von ihm abhängig, bei einer Trennung sind meistens beide traurig! Aber Du musst für dich selber wissen, so blöd es klingen mag, ob Du ihn durch die Trennung nicht noch mehr verletzen magst. Denk über Deine Gefühle nach und wenn noch genug da sind - auch von seiner Seite her - dann gib ihm nochmal eine Chance, sprich aber auch darüber mit ihm. Verzeih ihm seine Fehler. Sollte sich aber nichts ändern, dann ist eine Trennung vielleicht besser. Aber denk erst mal gut darüber nach und vor allem - versuch mit ihm darüber zu reden!

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29. Juni 2011 um 12:56

Aber....
Ich weiß ja auch nicht wieso ich mich verändert habe oder war er es? Es kann daran liegen, dass ich bald meine Abschlussarbeit an der Uni abgebe und einen festen Job in der Tasche habe. Alles ändert sich, daher auch ich.... Und ja, er hat mein Vertrauen missbraucht. Er hat mich mehrmals in größerem Rahmen angelogen. (Keine schlimmen Sachen wie Fremdgehen oder so, aber Lügen sind für mich grds. ein No-Go)
Aber es waren auch andere Sachen. Er ist wie ein Hypochonder. (Bsp.: sein linker Arm hat 2 Std. lang gekribbelt. Meine Vermutung: eingeschlafener Arm. Seine Vermutung: Herzinfarkt! Mit 22? Also wir in die Notaufnahme um 22 Uhr. Diagnose: nix. Und da hätte ich auf Anhieb noch mind. 10 weitere Beispiele. Das ist wirklich anstrengend. Und wenn ich ihm dann mal nicht glaube, dann heißt es ich wäre eine schlechte Freundin).


Ich mag ihn sehr und ich meine auch sagen zu können, dass ich ihn noch liebe. Aber irgendwie nicht mehr genug. Ich habe mir versucht vorzustellen ohne ihn zu sein. Und ja, das könnte ich. Auch habe ich wenig Angst vor dem "allein sein" danach. Das haben viele, wie ich schon hier im Forum gelesen habe. Aber ich konnte mir in den letzten Monaten einen sehr soliden und wertvollen Freundeskreis aufbauen. Ich denke ich werde nicht lange in ein Loch fallen.

Aber er? Er ist ein wirklich guter Mensch. Und ich war (leider) schon immer ein Mensch der nicht "Nein-Sagen" konnte. Genau wie jetzt. Mir fällt es schwer ihn von mir zu stoßen, nachdem wir 6 Jahre (hab das in der Titelüberschrift anscheinend falsch angegeben) zusammen waren.
Dann frage ich mich: wird er jemals eine Freundin finden wo er doch so abgeschieden lebt? Ich war immer eine gute Freundin (würde ich jetzt von mir behaupten und so hat er es auch in den letzten Jahren gesagt). Wird er so jemanden wiederfinden, die ihn nicht verletzt (so wie ich es jetzt tue)?

Es klingt vielleicht komisch, aber er liebt mich so sehr. Wie kann ich ihn denn so verletzen, wenn er mir auch noch viel bedeutet?!
Aber ja, du hast Recht: ich kann meine Bedürfnisse nicht vor die eines anderen stellen. Ich muss auf mich aufpassen. Und in vielleicht 10 Jahren würde ich da sitzen und bereuen nicht nach dem Richtigen für mich gesucht zu haben.

Aber ich kann ihn irgendwie nicht verlassen.

Ach man... :'(

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29. Juni 2011 um 13:16
In Antwort auf nussknacker1979

Tja
Wir sind jetzt seit sechs Jahren zusammen, davon grade erst vier Jahre verheiratet, haben einen gerede erst vier Jahre alt gewordenen Sohn und haben letztes Jahr Haus gebaut... Tja...

Ich muss für die ganze Sache etwas weiter ausholen:
Vor knapp zwei Jahren ist ihr Vater gestorben - und für sie gleichzeitig eine Welt zusammengebrochen. In ihrer Trauer, die immer noch andauert, hatte sie ziemliche Stimmungsschwankungen, die sich natürlich auch auf mich übertragen haben. Gleichzeitig ist unser Sohn alles andere als leicht zu handhaben, er fordert einen manchmal schon ziemlich. Nun, als ihr Vater starb, waren Zärtlichkeiten von da an ziemlich passé, ich musste ständig darauf achten, in welcher Stimmung sie war - und es gab auch oft genug Streit, weil sie mir vorwarf, ich könne mich nicht in sie hineinversetzen (was vielleicht auch so war...egal) jedenfalls beschloss sie dann nach ein paar Monaten, dass sie ihr Elternhaus übernehmen möchte - ich war dagegen. Nach einem halben Jahr Diskussion haben wir uns dann doch darauf geeinigt, dass wir das Haus komplett renovieren, anbauen und dann dort einziehen. Das dauerte dann bis Oktober letzten Jahres. Das Problem war jetzt, dass wir beide ziemlich viel Energie in den Hausbau steckten und die Beziehung völlig brach lag - keiner hat sich mehr um den anderen richtig bemüht. Kurz nachdem wir eingezogen waren, sagte meine Schwiegermutter meiner Frau, dass sie eine neue Beziehung hätte; meine Frau war völlig fertig. Sie heulte an dem Tag nur, als ich von der Arbeit nach Hause kam. Nach zwei Stunden verlor ich die Geduld und brüllte sie an, sie soll mir jetzt endlich sagen was los ist, nachdem ich es auf sanfte Art und Weise nicht aus ihr rauskriegen konnte. Ich muss dazusagen, dass ich einfach völlig ausgelaugt vom Bauen war, ich eine Menge Stress in der Arbeit hatte und in Folge des Umzugs auch noch einen wesentlich weiteren Arbeitsweg zu fahren hatte und habe. Als ich sie dann anbrüllte, sagte sie mir was los war - ich fiel aus allen Wolken. Weil meine Schwiegermutter mit in dem Haus wohnt, wollten wir sie durch unseren Einzug unterstützen - dieser ganze Grund war plötzlich weggebrochen. Ich machte meiner Frau Vorwürfe, dass sie nicht auf mich gehört hat, weil ich so etwas schon ahnte. Jedenfalls ist seit dem nur noch Streit angesagt, mal läuft's besser, mal wieder mies. Ich hab' ihr vor zwei Wochen auch schon gesagt, dass ich am liebsten meine Sachen packen würde - und sie wollte mich nicht mal aufhalten! Ich weiß nicht, ob sie mich noch liebt, sie kann mir halt nicht verzeihen, weil sie sagt, sie kennt mich so nicht wieder. Immer wieder versuche ich mit ihr zu reden, aber sie gibt mir die Schuld und versucht mir nicht zu verzeihen, weil sie Angst hat, dass ich ihr wieder wehtun könnte. Ich möchte doch nur wieder glücklich sein und das alles hinter mir lassen. Gleichzeitig will ich meine kleine Familie aber auch nicht im Stich lassen; wenn ich weg wäre würde das Haus draufgehen und dass will ich auch nicht, schon mal für unseren Sohn...

Genug von mir, zu Deiner Frage: Wenn sie Schluss machen würde, würde ich weiter versuchen, sie umzustimmen. Sagen wir's so, ich würde es eine Weile versuchen - getrennte Wege, klar. Aber ich denke, wenn es so wäre, dann wäre es halt so, wenn es nicht mehr zu reparieren ist, dann muss man eben damit klarkommen. Ich würde damit klarkommen, auch wenn es eine zeitlang dauern würde. Aber das schreibe ich, nicht dein Partner, der sieht das vielleicht ganz anders. Du schreibst, dass du unglücklich bist, das glaube ich Dir, so wie Dein Freund habe ich mich auch eine zeitlang verhalten, hab aber mittlerweile gemerkt, dass das ganz fatal enden kann. Du musst einfach für Dich selbst feststellen, ob noch genug Liebe da ist um die Beziehung zu halten - nicht nur um seiner Willen, sondern auch um Deiner! Mach's nicht von ihm abhängig, bei einer Trennung sind meistens beide traurig! Aber Du musst für dich selber wissen, so blöd es klingen mag, ob Du ihn durch die Trennung nicht noch mehr verletzen magst. Denk über Deine Gefühle nach und wenn noch genug da sind - auch von seiner Seite her - dann gib ihm nochmal eine Chance, sprich aber auch darüber mit ihm. Verzeih ihm seine Fehler. Sollte sich aber nichts ändern, dann ist eine Trennung vielleicht besser. Aber denk erst mal gut darüber nach und vor allem - versuch mit ihm darüber zu reden!

Komplizierte Situation
Oh man. Bei dir hängt ja noch viel mehr von der Entscheidung ab. Ehe-Haus-Kind. Keine schöne Kombi.

Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn mein Freund zu sehr kämpft bzw. mit aller Macht versucht alles richtig zu machen, dann tut mir das nicht gut. Es ist leider schwer zu sagen was ich von ihm erwarte, aber keine übertriebene Mühe.
Aktuelles Beispiel: Gestern wollte er mich bei dem tollen Wetter vom Uni-Stress ablenken. Er wollte bei meinen Eltern (die eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben spielen und wie ich das einschätzen kann geht es deiner Frau genauso) grillen, sonnen und einen schönen Tag verbringen. Das wäre perfekt. Ich habe mich riesig drauf gefreut. Als Überraschung hat er sich gedacht einen Pool zu kaufen. Aber nicht mal eben ein Platschbecken, sondern ein 4x2m Ding. Es ging alles drunter und drüber. Da war keine Luftpumpe bei und wir haben es nicht aufstellen können. Zudem wäre es auch keine gute Idee gewesen für 2 Stunden Wasserspaß mal eben 5 m Wasser einzulassen (kostet sicher bis zu 30) und danach unseren Garten unter Wasser zu setzen.
Er war soooo schlecht gelaunt, weil sein toller Plan mich mit so etwas zu überraschen nicht funktiniert hat. Daraufhin haben wir weder gegrillt noch sonst wie die Zeit verbringen können.

Kurzum: Dieser Pool hätte mir sowieso nicht gefallen. Ich wollte die Zeit mit ihm und mehr nicht. Auch häufige Fragen nach: "liebst du mich noch?" oder "glaubst du noch an uns?" sind nicht förderlich.

Falls du etwas ändern möchtest, versuche bei deinen größten Schwächen anzufangen. Wie du z.B. geschrieben hast bist du "ausgerastet" vor ihr (das macht mein Freund auch gelegentlich). Vielleicht solltest du daran als erstes arbeiten? Aber nicht indem du sagst: ich ändere mich.
Und für den ganzen Umbaustress (daran gehen leider sehr viele Beziehungen kaputt) solltest du einen Ausgleich suchen. Wie wäre es mit Urlaub? Und zwar OHNE Sohn. Muss nicht weit sein. Vielleicht habt fahrt ihr zu einem See oder ans Meer (je nach dem wo ihr wohnt). Nicht lange. Vielleicht ein WE? Hauptsache nicht Zuhause, ohne Stress und ohne Sorgen um das Kind. Du solltest dann auch planen was ihr macht, aber nichts vorschreiben. So kommst du ihr auch wieder näher. Denn sie muss auch daran arbeiten, dass du wieder zu ihr findest.


Zu deinem Rat: Ja, ich werde mir das noch gut überlegen. Ich will nichts überstürzen. Dazu muss ich sagen, dass ich vor ca. 1/2 Jahr bereits die Beziehung beendet hatte. Aber ich habe so viel geweint und habe mir solche Sorgen um ihn gemacht, dass ich es nicht aushalten konnte. Wir haben uns getroffen und er wollte alles ändern. Vieles hat sich auch verbessert, aber eben einiges nicht. Und seine Lügerei werde ich auch nicht vergessen können. Wir waren ca. 1 Monat getrennt. In dieser Zeit hatte ich z.T. sehr viel Spaß, weil ich mich frei fühlte und weggehen konnte. Aber ich war auch sehr, sehr unglücklich. Viele haben sich schon Sorgen um mich gemacht, dabei habe ich ja die Beziehung beendet.

Es ist so schwer! Ich meine, ich habe es damals ja schon nicht geschafft, wieso sollte ich es diesmal über's Herz bringen?

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30. Juni 2011 um 0:23
In Antwort auf honey61286

Komplizierte Situation
Oh man. Bei dir hängt ja noch viel mehr von der Entscheidung ab. Ehe-Haus-Kind. Keine schöne Kombi.

Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn mein Freund zu sehr kämpft bzw. mit aller Macht versucht alles richtig zu machen, dann tut mir das nicht gut. Es ist leider schwer zu sagen was ich von ihm erwarte, aber keine übertriebene Mühe.
Aktuelles Beispiel: Gestern wollte er mich bei dem tollen Wetter vom Uni-Stress ablenken. Er wollte bei meinen Eltern (die eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben spielen und wie ich das einschätzen kann geht es deiner Frau genauso) grillen, sonnen und einen schönen Tag verbringen. Das wäre perfekt. Ich habe mich riesig drauf gefreut. Als Überraschung hat er sich gedacht einen Pool zu kaufen. Aber nicht mal eben ein Platschbecken, sondern ein 4x2m Ding. Es ging alles drunter und drüber. Da war keine Luftpumpe bei und wir haben es nicht aufstellen können. Zudem wäre es auch keine gute Idee gewesen für 2 Stunden Wasserspaß mal eben 5 m Wasser einzulassen (kostet sicher bis zu 30) und danach unseren Garten unter Wasser zu setzen.
Er war soooo schlecht gelaunt, weil sein toller Plan mich mit so etwas zu überraschen nicht funktiniert hat. Daraufhin haben wir weder gegrillt noch sonst wie die Zeit verbringen können.

Kurzum: Dieser Pool hätte mir sowieso nicht gefallen. Ich wollte die Zeit mit ihm und mehr nicht. Auch häufige Fragen nach: "liebst du mich noch?" oder "glaubst du noch an uns?" sind nicht förderlich.

Falls du etwas ändern möchtest, versuche bei deinen größten Schwächen anzufangen. Wie du z.B. geschrieben hast bist du "ausgerastet" vor ihr (das macht mein Freund auch gelegentlich). Vielleicht solltest du daran als erstes arbeiten? Aber nicht indem du sagst: ich ändere mich.
Und für den ganzen Umbaustress (daran gehen leider sehr viele Beziehungen kaputt) solltest du einen Ausgleich suchen. Wie wäre es mit Urlaub? Und zwar OHNE Sohn. Muss nicht weit sein. Vielleicht habt fahrt ihr zu einem See oder ans Meer (je nach dem wo ihr wohnt). Nicht lange. Vielleicht ein WE? Hauptsache nicht Zuhause, ohne Stress und ohne Sorgen um das Kind. Du solltest dann auch planen was ihr macht, aber nichts vorschreiben. So kommst du ihr auch wieder näher. Denn sie muss auch daran arbeiten, dass du wieder zu ihr findest.


Zu deinem Rat: Ja, ich werde mir das noch gut überlegen. Ich will nichts überstürzen. Dazu muss ich sagen, dass ich vor ca. 1/2 Jahr bereits die Beziehung beendet hatte. Aber ich habe so viel geweint und habe mir solche Sorgen um ihn gemacht, dass ich es nicht aushalten konnte. Wir haben uns getroffen und er wollte alles ändern. Vieles hat sich auch verbessert, aber eben einiges nicht. Und seine Lügerei werde ich auch nicht vergessen können. Wir waren ca. 1 Monat getrennt. In dieser Zeit hatte ich z.T. sehr viel Spaß, weil ich mich frei fühlte und weggehen konnte. Aber ich war auch sehr, sehr unglücklich. Viele haben sich schon Sorgen um mich gemacht, dabei habe ich ja die Beziehung beendet.

Es ist so schwer! Ich meine, ich habe es damals ja schon nicht geschafft, wieso sollte ich es diesmal über's Herz bringen?

Noch kompliziertere Situation
Danke, Honey, für deine Ratschläge, die helfen mir wirklich sehr, kannst du glauben!
Ich weiß, wie schwer es ist, wenn man so sehr an einem Menschen hängt... wäre einem dieser Mensch egal, wäre es ja viel leichter - ist halt bei uns leider nicht so... Ich würde dir auch raten, dass du dir die ganze Geschichte auf jeden Fall noch eine Weile beobachtest, so eine Art Bewährungszeit - auch wenn's schon mal aus war zwischen euch. Das große Problem ist halt immer, dass es so sehr weh tut, wenn man sich von einem Menschen trennt, den man ja eigentlich noch liebt. Aber ich glaube, wenn du eure Beziehung noch eine längere Zeit kritisch betrachtest, dann kommst du irgendwann zu einem Schluss. Und an diesem Punkt kannst du deine letztendliche Entscheidung für dich persönlich wesentlich besser akzeptabel machen; d.h. du brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, weil du alles versucht hast - und es dann funktioniert hat... oder auch nicht. Nutze die Zeit, lass ihm die Bewährung und warte ab, ob er gelernt hat. Du wirst ihm nie alle Dinge verzeihen können, die er getan hat oder die passiert sind, aber du hast die Möglichkeit dich mit diesen Dingen zu arrangieren, damit zu leben. Nach den ersten paar Verletzungen ist eine Liebe nun mal nicht mehr unschuldig... das hab ich leider auch schon festgestellt... ich wünsch' dir ganz viel Glück, dass das mit euch wieder wird; dass er sich zusammenreisst und etwas verändert!

Wir hatten heute wieder Streit... und einen drei-Stunden-Diskussionsmarathon. Meine Frau sagte mir, dass sie sich über ihre Gefühle zu mir absolut unsicher ist und sie am liebsten eine Auszeit möchte, nur ist das für uns finanziell überhaupt nicht drin, weil ich ja auch einen Platz zum schlafen brauche. Ausserdem sagte ich ihr, dass ich davor furchtbare Angst habe, weil ich denke, dass wir dadurch völlig auseinanderbrechen. Sie sagt, dass sie sich völlig zurückgezogen hat und mich nicht mehr ranlassen will... Wir bewegen uns schon die ganze Zeit nur noch im Kreis.
Das mit der übertriebenen Mühe musste ich leider auch schon feststellen; ich hab das am Anfang unserer Krise auch betrieben - und bin damit voll auf die Schnauze gefallen, weil's halt einfach nicht natürlich wirkte. Diesen Plan hatte ich dann aufgegeben und versuchte anschließend soviel es ging für meine Familie da zu sein und meiner Frau u.a. Arbeit abzunehmen, damit sie merkt, dass ich mich um sie bemühe, dass sie mir wichtig ist. Auch habe ich versucht uns schöne Abende zu machen, hab's aber auch oft genug versaut, weil ich einfach zu hohe Erwartungen hatte. Ich denke halt immer, dass sich das recht schnell wieder einrenken wird - aber das tut es eben nicht... Das nächste Problem war, dass ich meinen Job hatte, meine lange Fahrt nach Hause, mich dann, wenn ich zu Hause war um unseren Sohn kümmerte, der dann Abends auch gerne mal Probleme macht - und irgendwann wird's mir dann zu viel und ich platze mal wieder. Hab jetzt beschlossen mir nicht mehr so viel aufzuhalsen, hab das auch meiner Frau gesagt, es bringt ja so nix. Sie meinte auch, ich sollte mir doch einen Ausgleich suchen; ich meinte darauf, dass das bei mir so nicht funktioniert, wenn's in meinem Herzen nicht stimmt, fällt mir das nicht so leicht, mich abzulenken. Dazu kommt ja noch, dass ich nicht aus dieser Gegend komme und somit mein Freundeskreis - naja, quasi nicht besteht, meine eigentlichen Freunde sind zu weit weg. In ein paar Wochen habe ich Urlaub, ich hab beschlossen, dass ich dann einfach mal ein paar Tage alleine wegfahre, damit wir mal ein bisschen getrennt sind, vielleicht hilft's ja. Wir hatten eigentlich schon unseren Urlaub zu dritt geplant, nur will das meine Frau mittlerweile nicht mehr, weil ich für sie unberechenbar geworden bin - sagt sie. Sie vertraut mir halt nicht mehr und sie weiß auch nicht, ob sich dieses Vertrauen jemals wieder einstellen wird. Ich habe ihr gesagt, dass ich aber auf keinen Fall aufgeben will und meine beiden nicht im Stich lassen will, ich muss die ganze Sache irgendwie wieder hinbiegen, aber es ist halt so schwer und ich verzweifle langsam .
Vielleicht lässt sich's auch irgendwie einrichten, dass wir wirklich nur zu zweit sind, aber ich glaube, meine Frau will das zur Zeit wirklich nicht - auch wenn ich finde, dass uns gerade das mal gut tun würde... zusammensein, was unternehmen und mal nicht streiten... diese Streiterei geht so was von an die Substanz, ich kann nicht mehr schlafen und tagsüber bin ich fertig... aber es hilft nix, ich muss da durch, dafür sind mir meine beiden zu wichtig, ich will zu meiner Familie stehen! Ich danke Dir nochmals für deine Hilfe!

P.S.: Der Pool hätte meiner Frau auch nicht gefallen

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30. Juni 2011 um 13:36
In Antwort auf nussknacker1979

Noch kompliziertere Situation
Danke, Honey, für deine Ratschläge, die helfen mir wirklich sehr, kannst du glauben!
Ich weiß, wie schwer es ist, wenn man so sehr an einem Menschen hängt... wäre einem dieser Mensch egal, wäre es ja viel leichter - ist halt bei uns leider nicht so... Ich würde dir auch raten, dass du dir die ganze Geschichte auf jeden Fall noch eine Weile beobachtest, so eine Art Bewährungszeit - auch wenn's schon mal aus war zwischen euch. Das große Problem ist halt immer, dass es so sehr weh tut, wenn man sich von einem Menschen trennt, den man ja eigentlich noch liebt. Aber ich glaube, wenn du eure Beziehung noch eine längere Zeit kritisch betrachtest, dann kommst du irgendwann zu einem Schluss. Und an diesem Punkt kannst du deine letztendliche Entscheidung für dich persönlich wesentlich besser akzeptabel machen; d.h. du brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, weil du alles versucht hast - und es dann funktioniert hat... oder auch nicht. Nutze die Zeit, lass ihm die Bewährung und warte ab, ob er gelernt hat. Du wirst ihm nie alle Dinge verzeihen können, die er getan hat oder die passiert sind, aber du hast die Möglichkeit dich mit diesen Dingen zu arrangieren, damit zu leben. Nach den ersten paar Verletzungen ist eine Liebe nun mal nicht mehr unschuldig... das hab ich leider auch schon festgestellt... ich wünsch' dir ganz viel Glück, dass das mit euch wieder wird; dass er sich zusammenreisst und etwas verändert!

Wir hatten heute wieder Streit... und einen drei-Stunden-Diskussionsmarathon. Meine Frau sagte mir, dass sie sich über ihre Gefühle zu mir absolut unsicher ist und sie am liebsten eine Auszeit möchte, nur ist das für uns finanziell überhaupt nicht drin, weil ich ja auch einen Platz zum schlafen brauche. Ausserdem sagte ich ihr, dass ich davor furchtbare Angst habe, weil ich denke, dass wir dadurch völlig auseinanderbrechen. Sie sagt, dass sie sich völlig zurückgezogen hat und mich nicht mehr ranlassen will... Wir bewegen uns schon die ganze Zeit nur noch im Kreis.
Das mit der übertriebenen Mühe musste ich leider auch schon feststellen; ich hab das am Anfang unserer Krise auch betrieben - und bin damit voll auf die Schnauze gefallen, weil's halt einfach nicht natürlich wirkte. Diesen Plan hatte ich dann aufgegeben und versuchte anschließend soviel es ging für meine Familie da zu sein und meiner Frau u.a. Arbeit abzunehmen, damit sie merkt, dass ich mich um sie bemühe, dass sie mir wichtig ist. Auch habe ich versucht uns schöne Abende zu machen, hab's aber auch oft genug versaut, weil ich einfach zu hohe Erwartungen hatte. Ich denke halt immer, dass sich das recht schnell wieder einrenken wird - aber das tut es eben nicht... Das nächste Problem war, dass ich meinen Job hatte, meine lange Fahrt nach Hause, mich dann, wenn ich zu Hause war um unseren Sohn kümmerte, der dann Abends auch gerne mal Probleme macht - und irgendwann wird's mir dann zu viel und ich platze mal wieder. Hab jetzt beschlossen mir nicht mehr so viel aufzuhalsen, hab das auch meiner Frau gesagt, es bringt ja so nix. Sie meinte auch, ich sollte mir doch einen Ausgleich suchen; ich meinte darauf, dass das bei mir so nicht funktioniert, wenn's in meinem Herzen nicht stimmt, fällt mir das nicht so leicht, mich abzulenken. Dazu kommt ja noch, dass ich nicht aus dieser Gegend komme und somit mein Freundeskreis - naja, quasi nicht besteht, meine eigentlichen Freunde sind zu weit weg. In ein paar Wochen habe ich Urlaub, ich hab beschlossen, dass ich dann einfach mal ein paar Tage alleine wegfahre, damit wir mal ein bisschen getrennt sind, vielleicht hilft's ja. Wir hatten eigentlich schon unseren Urlaub zu dritt geplant, nur will das meine Frau mittlerweile nicht mehr, weil ich für sie unberechenbar geworden bin - sagt sie. Sie vertraut mir halt nicht mehr und sie weiß auch nicht, ob sich dieses Vertrauen jemals wieder einstellen wird. Ich habe ihr gesagt, dass ich aber auf keinen Fall aufgeben will und meine beiden nicht im Stich lassen will, ich muss die ganze Sache irgendwie wieder hinbiegen, aber es ist halt so schwer und ich verzweifle langsam .
Vielleicht lässt sich's auch irgendwie einrichten, dass wir wirklich nur zu zweit sind, aber ich glaube, meine Frau will das zur Zeit wirklich nicht - auch wenn ich finde, dass uns gerade das mal gut tun würde... zusammensein, was unternehmen und mal nicht streiten... diese Streiterei geht so was von an die Substanz, ich kann nicht mehr schlafen und tagsüber bin ich fertig... aber es hilft nix, ich muss da durch, dafür sind mir meine beiden zu wichtig, ich will zu meiner Familie stehen! Ich danke Dir nochmals für deine Hilfe!

P.S.: Der Pool hätte meiner Frau auch nicht gefallen

Update
So, jetzt ist es mittlerweile so, dass wir heute beschlossen haben, in unserer Wohnung und in unserem Beziehungsleben getrennte Wege zu gehen, d.h. für unseren Sohn und nach aussen hin sind wir eine ganz normale Familie, nur zu Hause haben wir jetzt quasi eine Ehe-WG. Natürlich habe ich höllische Angst, dass das nun das endgültige Ende für unsere Beziehung sein könnte, an der mir immer noch viel liegt; aber ich muss den Wunsch meiner Frau respektieren, da sie mit unserer Beziehung und insbesondere mir nun nicht mehr klar kommt. Ich schlaf jetzt auf der Couch und tagsüber gehen wir ganz normal miteinander um - halt nicht als Liebespaar. Ich sehe es für mich jetzt als Bewährungszeit, vielleicht entzündet sich dieses Feuer wieder, wenn wir Abstand und Freiraum zueinander haben. Es ist durchaus ernst. Leider kann ich auch mit niemandem darüber sonst reden, meine Familie ist einfach zu konservativ für solche Dinge, d.h. die Antworten kenne ich schon. Ich könnt' losheulen, ich wollte niemals in so eine Situation kommen, wollte immer mit ihr reden und habe aber immer mehr kaputt gemacht... ich versuch das jetzt, aber langsam weiß ich echt nicht mehr weiter...

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30. Juni 2011 um 15:17
In Antwort auf nussknacker1979

Update
So, jetzt ist es mittlerweile so, dass wir heute beschlossen haben, in unserer Wohnung und in unserem Beziehungsleben getrennte Wege zu gehen, d.h. für unseren Sohn und nach aussen hin sind wir eine ganz normale Familie, nur zu Hause haben wir jetzt quasi eine Ehe-WG. Natürlich habe ich höllische Angst, dass das nun das endgültige Ende für unsere Beziehung sein könnte, an der mir immer noch viel liegt; aber ich muss den Wunsch meiner Frau respektieren, da sie mit unserer Beziehung und insbesondere mir nun nicht mehr klar kommt. Ich schlaf jetzt auf der Couch und tagsüber gehen wir ganz normal miteinander um - halt nicht als Liebespaar. Ich sehe es für mich jetzt als Bewährungszeit, vielleicht entzündet sich dieses Feuer wieder, wenn wir Abstand und Freiraum zueinander haben. Es ist durchaus ernst. Leider kann ich auch mit niemandem darüber sonst reden, meine Familie ist einfach zu konservativ für solche Dinge, d.h. die Antworten kenne ich schon. Ich könnt' losheulen, ich wollte niemals in so eine Situation kommen, wollte immer mit ihr reden und habe aber immer mehr kaputt gemacht... ich versuch das jetzt, aber langsam weiß ich echt nicht mehr weiter...

Oh nein!!
Das ist wirklich schrecklich. Ist ja also ganz akut bei dir! Dieser Schritt heißt meist nichts Gutes. Genauso ist es gerade auch in der Ehe meines Bruders (auch '79er). Er schläft auf der Couch und sie im Ehebett. Also eine Ehe-WG wie bei dir. Mittlerweile ist das schon seit Monaten so bei denen. Aber es hat auch etwas Positives: in vielen Momenten kommen sie sich wieder näher und zwar dann, wenn beide nicht unter Druck oder Stress stehen. Es kann also durch aus sein, dass ihr das wieder ins Lot bekommt. Aber eine inoffizielle Trennung ist schon kein gutes Zeichen.

Das tut mir wirklich Leid und es ist noch schlimmer, dass du keinen zum Reden hast der euch beide kennt und beide Seiten beurteilen kann. Ich kenne deine und sehe, dass dir ncoh viel an der Beziehung liegt und sehe auch, dass du Fehler einsiehst. Ich sehe aber nicht was sie denkt und weshalb sie das Gefühl hat dass die restliche Liebe nicht mehr ausreicht.
Eine wirklich schwierige Situation. Wenn deine Familie nicht objektiv sein kann, dann helfen dir ihre Antworten auch nicht. Kennen deine Freunde von weit weg euch beide und wissen die über eure Situation bescheid? Vielleicht könntest du mit denen telefonieren. Reden hilft immer. Die Foreneinträge haben mir auch schon geholfen. Aber richtige Gesprächspartner sind in solchen Situationen schon hilfreicher.

Eine andere Taktik könnte nun von dir sein, dass du zeigst wie unabhängig du von ihr bist. Wenn man das jetzt etwas bitchig ausdrückt könnte ich sagen: viele Frauen stehen auf Arschlöcher. Aber sollst du nicht werden. Als mein Freund während unserer ersten Trennung plötzlich ausging und viele unabhängige Dinge machte, hat mich das wieder zu ihm hingetrieben. Vielleicht könntest du ihr zeigen, dass du auch unabhängig von ihr Leben kannst. Aber es ist wichtig ihr nicht die kalte Schulter zu zeigen. Ein sehr, sehr schmaler Grad. Meinem Freund lag das schon immer. So sind wir zusammen gekommen: eine Mischung aus kalter Schulter und Jagd.

Genau das gleiche (einen Ausgleich) lege ich auch meinem Freund ans Herz. Er hat einen anstrengenden Job, kommt nach Hause und hängt da nur vor dem PC rum (Counter Strike und so nen Müll). Würde er sich ablenken und auch mal wieder den Spaß am Leben sehen, bin ich sicher, dass er auch in unserer Beziehung ausgeglichener wäre. Dann könnte er sich auch mal auf was anderes konzentrieren und nicht mich als seinen Lebensmittelpunkt betrachten. Gleiches könnte auch bei dir sein. In deinem Leben scheint es nur deine Frau, deinen Sohn und die Arbeit zu geben. Hast du Hobbies, denen du nachgehst? Treibst du Sport oder sowas? Ich denke, dass deine Frau nicht unrecht hat mit dem Ausgleich (in welcher Form auch immer). Du wirst Spaß haben und den kannst du auch auf dein Lebensumfeld übertragen. Dann belasten dich vielleicht auch die anstrengenden Momente mit deinem Sohn nicht mehr so stark. Ich finde das wäre eine tolle Idee! Fußballverein, Kegeln etc.
Bei mir ist es nicht anders. Ich habe zu Beginn meines Studiums mit meinen Hobbies einfach aufgehört (das war auch kurz nachdem ich mit meinem Freund zusammen kam). Ich bin dadurch unausgeglichener. Sobald ich in ein paar Wochen meine Arbeit abgebe werde ich direkt wieder mit dem Reiten, Tennis oder Tanzen anfangen. Ohne diese Ablenkung oder diesen Ausgleich fällt einem vieles Schwieriger. Sicher ist es auch anstrengend das in seinen möglicherweise engen Zeitplan einzubinden, aber ein Versuch ist es wert.

Vielleicht denkst du mal drüber nach!

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30. Juni 2011 um 15:35
In Antwort auf honey61286

Oh nein!!
Das ist wirklich schrecklich. Ist ja also ganz akut bei dir! Dieser Schritt heißt meist nichts Gutes. Genauso ist es gerade auch in der Ehe meines Bruders (auch '79er). Er schläft auf der Couch und sie im Ehebett. Also eine Ehe-WG wie bei dir. Mittlerweile ist das schon seit Monaten so bei denen. Aber es hat auch etwas Positives: in vielen Momenten kommen sie sich wieder näher und zwar dann, wenn beide nicht unter Druck oder Stress stehen. Es kann also durch aus sein, dass ihr das wieder ins Lot bekommt. Aber eine inoffizielle Trennung ist schon kein gutes Zeichen.

Das tut mir wirklich Leid und es ist noch schlimmer, dass du keinen zum Reden hast der euch beide kennt und beide Seiten beurteilen kann. Ich kenne deine und sehe, dass dir ncoh viel an der Beziehung liegt und sehe auch, dass du Fehler einsiehst. Ich sehe aber nicht was sie denkt und weshalb sie das Gefühl hat dass die restliche Liebe nicht mehr ausreicht.
Eine wirklich schwierige Situation. Wenn deine Familie nicht objektiv sein kann, dann helfen dir ihre Antworten auch nicht. Kennen deine Freunde von weit weg euch beide und wissen die über eure Situation bescheid? Vielleicht könntest du mit denen telefonieren. Reden hilft immer. Die Foreneinträge haben mir auch schon geholfen. Aber richtige Gesprächspartner sind in solchen Situationen schon hilfreicher.

Eine andere Taktik könnte nun von dir sein, dass du zeigst wie unabhängig du von ihr bist. Wenn man das jetzt etwas bitchig ausdrückt könnte ich sagen: viele Frauen stehen auf Arschlöcher. Aber sollst du nicht werden. Als mein Freund während unserer ersten Trennung plötzlich ausging und viele unabhängige Dinge machte, hat mich das wieder zu ihm hingetrieben. Vielleicht könntest du ihr zeigen, dass du auch unabhängig von ihr Leben kannst. Aber es ist wichtig ihr nicht die kalte Schulter zu zeigen. Ein sehr, sehr schmaler Grad. Meinem Freund lag das schon immer. So sind wir zusammen gekommen: eine Mischung aus kalter Schulter und Jagd.

Genau das gleiche (einen Ausgleich) lege ich auch meinem Freund ans Herz. Er hat einen anstrengenden Job, kommt nach Hause und hängt da nur vor dem PC rum (Counter Strike und so nen Müll). Würde er sich ablenken und auch mal wieder den Spaß am Leben sehen, bin ich sicher, dass er auch in unserer Beziehung ausgeglichener wäre. Dann könnte er sich auch mal auf was anderes konzentrieren und nicht mich als seinen Lebensmittelpunkt betrachten. Gleiches könnte auch bei dir sein. In deinem Leben scheint es nur deine Frau, deinen Sohn und die Arbeit zu geben. Hast du Hobbies, denen du nachgehst? Treibst du Sport oder sowas? Ich denke, dass deine Frau nicht unrecht hat mit dem Ausgleich (in welcher Form auch immer). Du wirst Spaß haben und den kannst du auch auf dein Lebensumfeld übertragen. Dann belasten dich vielleicht auch die anstrengenden Momente mit deinem Sohn nicht mehr so stark. Ich finde das wäre eine tolle Idee! Fußballverein, Kegeln etc.
Bei mir ist es nicht anders. Ich habe zu Beginn meines Studiums mit meinen Hobbies einfach aufgehört (das war auch kurz nachdem ich mit meinem Freund zusammen kam). Ich bin dadurch unausgeglichener. Sobald ich in ein paar Wochen meine Arbeit abgebe werde ich direkt wieder mit dem Reiten, Tennis oder Tanzen anfangen. Ohne diese Ablenkung oder diesen Ausgleich fällt einem vieles Schwieriger. Sicher ist es auch anstrengend das in seinen möglicherweise engen Zeitplan einzubinden, aber ein Versuch ist es wert.

Vielleicht denkst du mal drüber nach!

Wow!
ich danke dir honey, ich kann grad nicht viel schreiben, (werd' ich aber noch), aber - du kannst dir wahrscheinlich gar nicht vorstellen, welche Wahnsinnshilfe du mir im Moment bist, hab 1000 Dank!

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30. Juni 2011 um 20:57
In Antwort auf nussknacker1979

Wow!
ich danke dir honey, ich kann grad nicht viel schreiben, (werd' ich aber noch), aber - du kannst dir wahrscheinlich gar nicht vorstellen, welche Wahnsinnshilfe du mir im Moment bist, hab 1000 Dank!

RE:
Nochmals danke, Honey, du bist mir momentan wirklich eine große Hilfe!
Ja, es ist schon sehr belastend, aber ich will nicht jammern, ich bin ja schließlich selber schuld an der ganzen Situation. Es ist bei euch ähnlich wie bei uns, auch wir hatten vor unserer Beziehung Freunde und Hobbies und haben das alles nach und nach schleifen lassen, teils weil sich der Freundeskreis aufgelöst hat, teils weil ich ja weggezogen bin. Und irgendwann klebten wir auch nur noch aufeinander nur hab ich das viel zu spät erkannt, obwohl das meine Frau auch schon eher bemängelt hat. Und wieder hast du recht, wenn du sagst, dass es für mich nur noch drei Dinge in meinem Leben gibt / gab: Arbeiten, Frau u. Kind. Arbeiten, Frau u. Kind. Arbeiten weißt schon
Nachdem wir uns heute auf diese Auszeit ( ich nenn es jetzt mal vorsichtig Beziehungspause) geeinigt haben, bin ich jetzt fest entschlossen daran was zu ändern. Ich hab zwar morgen Geburtstag, aber nach feiern ist mir momentan eh nicht zumute. Hab dann heut meinen letzten verbliebenen Freund angemailt, ob ich ihn besuchen kann einfach um aus diesem Kreis endlich auszubrechen. Zwar hatten meine Frau und ich vor am Samstag etwas zu feiern (weils beruflich nicht anders geht), aber ich glaub, das wär eh ins Wasser gefallen noch dazu glaub ich, wär das momentan nicht gerade beziehungsförderlich. Sie ist einverstanden damit, hoffe nur, dass sie mit unserem kleinen klar kommt, der manchmal echt anstrengend ist, wie gesagt. Aber besser ist es, wenn jetzt jeder etwas seine Wege geht, schon mal, dass man sich vielleicht mal wieder vermisst Da wars ja auch so, dass ich meine Versprechen nicht hielt: Ich hab ihr versprochen dass ich sie zu nichts drängen werde und ihr Zeit lasse, wenn sie einfach physisch ihre Ruhe vor mir haben wollte. Nur leider konnte ich wieder nix erwarten, weil ich mich einfach nach ihren Küssen und Umarmungen gesehnt habe. Also hab ich sie immer wieder dazu animiert, wenn die Wogen etwas abgeflacht waren. Und sie sagte nichts, hätte aber eigentlich noch Zeit gebraucht. So blöd es klingen mag: Ich penn jetzt so lang auf der Couch und geb ihr solange keinen Kuss mehr, bis sie auf MICH zukommt; ich kann mir jetzt keinen Fehler mehr erlauben

Eigentlich bin ich so ein typischer blöder Mann: Erst war ich furchtbar verliebt wir waren furchtbar verliebt; dann kühlt sich das ganze ab, Routine kehrt ein und ich lies die ganze Romantik schleifen. Klar, hab schon meine Arbeiten erledigt, aber ich hab keine schönen Abende mehr mit ihr verbracht, höchstens mal, wenn sie auf mich zukam. Irgendwann entdeckte ich dann den PC den Rest kennst Du ja aus deiner eigenen Geschichte (echt irre diese Parallelen echt! Scheinbar kein Einzelfall). Beziehungstechnisch lief da halt nicht mehr viel und an miteinander schlafen war schon gar nicht mehr zu denken es war einfach kein Interesse mehr da. Und dann, ja dann als es eigentlich schon zu spät war, weil vieles schon verloren war, da merkte ich plötzlich, wie blöd und blind ich eigentlich war und hab das von heut auf morgen abgestellt, also die spielerei... Weil ich endlich wieder merkte wie wichtig sie mir eigentlich war und ich obwohl ich mir geschworen habe, dass ich das nie eintreten lasse die Routine und die Egalität so in unsere Beziehung einziehen lassen habe. Ich kann mir nicht erklären, wie es passierte, erst fängt man ein bisschen an und ehe man es begreift, sitzt man schon nächtelang vor dem Scheißding und verplempert seine / unsere wertvolle Zeit.
Ich bin mir sicher sehr sicher dass DU deinem Freund in dieser Hinsicht nicht die Augen öffnen können wirst; das ist so beziehungstypisch womöglich fühlt er sich noch angegriffen und denkt, du willst ihm den Spaß rauben. Es wäre das beste, wenn ihm das ein Aussenstehender verklickern würde, das wirkt oft wesentlich besser und mehr, als wenn das der eigene Partner versucht. Weil selbst wenn man in seiner Spielewelt ist man ist immer noch zu Hause bei seinem Partner, sprich, man hat trotzdem keine wirkliche Distanz, die einen persönlich weiterbringt und sei es nur Spaß am Leben, wenn man z.B. mit Freunden ausgeht aber die hat er ja auch vergrault grrr! Ich bin froh dass DU zumindest jetzt, da es ans Ende deines Studiums geht wieder versuchst dir wieder ein Hobby aufzubauen, das hilft zumindest eine Zeit lang. Aber dein Freund müsste sein Verhalten genau so wie ich auch grundlegend ändern, weil es Bockmist ist und schlichtweg zu nichts führt außer zu Problemen. Wie du schreibst, man hat dann wieder mehr Power für den Alltag, der ja auch nicht immer ganz einfach ist.

Bei uns war es früher so, dass meine Frau auch nichts mehr (wie oben steht) unternommen hat halt nur ab und zu mit den verbliebenen, wenigen Freunden. Ich war froh, dass sie das tat: Erstens weil ich merkte dass es ihr guttut und ZWEITENS: ich hab auch meine Ruhe (oh Gott). So fing ich damals schon zu denken an, weil wenn sie nicht da war, konnte ich bis in die Nacht zocken ohne auch den Hauch eines schlechten Gewissens haben zu müssen. Wenn ich das jetzt so lese ich kann gar nicht glauben, dass ich wirklich SO ja SO DUMM war!!!
Vielleicht ist es bei euch auch schon so weit und du weißt es nur noch nicht. Und vielleicht hast du und habt ihr jetzt noch die Möglichkeit das Blatt zu wenden bzw. die Handbremse anzuziehen weil es nämlich schade wäre, wenn ihr euch auch wegen solchen Dummheiten verlieren würdet.

Versuche mit ihm zu reden, versuche ihm klarzumachen, dass er sich durch sein Verhalten immer weiter von Dir entfernt. Aber setz ihn nicht unter Druck, auch wenn das schwer ist. Ich hab gemerkt, das wichtigste ist reden, reden, reden leider würde ich noch viel mehr reden wollen mit meiner Frau, aber ihr hängts halt mittlerweile zum Hals raus; verständlich wir kommen ja nicht weiter. Mal sehen, was unsere Pause bringt, viele Möglichkeiten gibts ja nicht

Ich danke Dir nochmal, dass du mich so ermutigt hast, ich denke jetzt wieder viel optimistischer!

Nochmal: versuch nicht deinen Freund zu ändern, weil jede Änderung nur von IHM kommen KANN und MUSS! Du kannst einen Menschen vielleicht beeinflussen, aber nicht dauerhaft ändern, solange er keine Einsicht hat und diese Änderungen selber vornimmt. Glaub mir, ich wäre froh, wenn sich meine Frau noch solche Sorgen um mich machen würde, wenn ich fertig bin glaub mir. Wir sind halt schon weiter, die Kälte hat bei uns schon mehr Einzug gehalten

Aber sei Dir auch bewusst: sollte er sich nicht ändern du kannst diese Sorgen nicht dein Leben lang rumtragen, weil es dich irgendwann verbittert und auffrisst. Nutzt die Zeit (ich weiß, dass du das machst) um dem ganzen ein Ende zu setzen und zu den wichtigen Dingen im Leben zurückzukehren; denn jetzt, da ich selber schon kurz vorm Ende stehe, weiß ich auch, was auf dem Spiel steht.

Tom

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1. Juli 2011 um 9:30

Wenn du ihn verlässt , ist es seine Chance,
du hast mehr Mitleid wie Liebe. Und du bist unglücklich. Das heißt beende es und schenke euch die Freiheit. Das Ende ist immer traurig und mit Schmerz verbunden. Dennoch bin ich der Meinung, dass es gemeinsam mit euch auf die Dauer nicht geht. Ihr habt gegenseitige Erwartungen , die ihr nicht erfüllen könnt.
Gruß melike

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1. Juli 2011 um 22:22
In Antwort auf nussknacker1979

RE:
Nochmals danke, Honey, du bist mir momentan wirklich eine große Hilfe!
Ja, es ist schon sehr belastend, aber ich will nicht jammern, ich bin ja schließlich selber schuld an der ganzen Situation. Es ist bei euch ähnlich wie bei uns, auch wir hatten vor unserer Beziehung Freunde und Hobbies und haben das alles nach und nach schleifen lassen, teils weil sich der Freundeskreis aufgelöst hat, teils weil ich ja weggezogen bin. Und irgendwann klebten wir auch nur noch aufeinander nur hab ich das viel zu spät erkannt, obwohl das meine Frau auch schon eher bemängelt hat. Und wieder hast du recht, wenn du sagst, dass es für mich nur noch drei Dinge in meinem Leben gibt / gab: Arbeiten, Frau u. Kind. Arbeiten, Frau u. Kind. Arbeiten weißt schon
Nachdem wir uns heute auf diese Auszeit ( ich nenn es jetzt mal vorsichtig Beziehungspause) geeinigt haben, bin ich jetzt fest entschlossen daran was zu ändern. Ich hab zwar morgen Geburtstag, aber nach feiern ist mir momentan eh nicht zumute. Hab dann heut meinen letzten verbliebenen Freund angemailt, ob ich ihn besuchen kann einfach um aus diesem Kreis endlich auszubrechen. Zwar hatten meine Frau und ich vor am Samstag etwas zu feiern (weils beruflich nicht anders geht), aber ich glaub, das wär eh ins Wasser gefallen noch dazu glaub ich, wär das momentan nicht gerade beziehungsförderlich. Sie ist einverstanden damit, hoffe nur, dass sie mit unserem kleinen klar kommt, der manchmal echt anstrengend ist, wie gesagt. Aber besser ist es, wenn jetzt jeder etwas seine Wege geht, schon mal, dass man sich vielleicht mal wieder vermisst Da wars ja auch so, dass ich meine Versprechen nicht hielt: Ich hab ihr versprochen dass ich sie zu nichts drängen werde und ihr Zeit lasse, wenn sie einfach physisch ihre Ruhe vor mir haben wollte. Nur leider konnte ich wieder nix erwarten, weil ich mich einfach nach ihren Küssen und Umarmungen gesehnt habe. Also hab ich sie immer wieder dazu animiert, wenn die Wogen etwas abgeflacht waren. Und sie sagte nichts, hätte aber eigentlich noch Zeit gebraucht. So blöd es klingen mag: Ich penn jetzt so lang auf der Couch und geb ihr solange keinen Kuss mehr, bis sie auf MICH zukommt; ich kann mir jetzt keinen Fehler mehr erlauben

Eigentlich bin ich so ein typischer blöder Mann: Erst war ich furchtbar verliebt wir waren furchtbar verliebt; dann kühlt sich das ganze ab, Routine kehrt ein und ich lies die ganze Romantik schleifen. Klar, hab schon meine Arbeiten erledigt, aber ich hab keine schönen Abende mehr mit ihr verbracht, höchstens mal, wenn sie auf mich zukam. Irgendwann entdeckte ich dann den PC den Rest kennst Du ja aus deiner eigenen Geschichte (echt irre diese Parallelen echt! Scheinbar kein Einzelfall). Beziehungstechnisch lief da halt nicht mehr viel und an miteinander schlafen war schon gar nicht mehr zu denken es war einfach kein Interesse mehr da. Und dann, ja dann als es eigentlich schon zu spät war, weil vieles schon verloren war, da merkte ich plötzlich, wie blöd und blind ich eigentlich war und hab das von heut auf morgen abgestellt, also die spielerei... Weil ich endlich wieder merkte wie wichtig sie mir eigentlich war und ich obwohl ich mir geschworen habe, dass ich das nie eintreten lasse die Routine und die Egalität so in unsere Beziehung einziehen lassen habe. Ich kann mir nicht erklären, wie es passierte, erst fängt man ein bisschen an und ehe man es begreift, sitzt man schon nächtelang vor dem Scheißding und verplempert seine / unsere wertvolle Zeit.
Ich bin mir sicher sehr sicher dass DU deinem Freund in dieser Hinsicht nicht die Augen öffnen können wirst; das ist so beziehungstypisch womöglich fühlt er sich noch angegriffen und denkt, du willst ihm den Spaß rauben. Es wäre das beste, wenn ihm das ein Aussenstehender verklickern würde, das wirkt oft wesentlich besser und mehr, als wenn das der eigene Partner versucht. Weil selbst wenn man in seiner Spielewelt ist man ist immer noch zu Hause bei seinem Partner, sprich, man hat trotzdem keine wirkliche Distanz, die einen persönlich weiterbringt und sei es nur Spaß am Leben, wenn man z.B. mit Freunden ausgeht aber die hat er ja auch vergrault grrr! Ich bin froh dass DU zumindest jetzt, da es ans Ende deines Studiums geht wieder versuchst dir wieder ein Hobby aufzubauen, das hilft zumindest eine Zeit lang. Aber dein Freund müsste sein Verhalten genau so wie ich auch grundlegend ändern, weil es Bockmist ist und schlichtweg zu nichts führt außer zu Problemen. Wie du schreibst, man hat dann wieder mehr Power für den Alltag, der ja auch nicht immer ganz einfach ist.

Bei uns war es früher so, dass meine Frau auch nichts mehr (wie oben steht) unternommen hat halt nur ab und zu mit den verbliebenen, wenigen Freunden. Ich war froh, dass sie das tat: Erstens weil ich merkte dass es ihr guttut und ZWEITENS: ich hab auch meine Ruhe (oh Gott). So fing ich damals schon zu denken an, weil wenn sie nicht da war, konnte ich bis in die Nacht zocken ohne auch den Hauch eines schlechten Gewissens haben zu müssen. Wenn ich das jetzt so lese ich kann gar nicht glauben, dass ich wirklich SO ja SO DUMM war!!!
Vielleicht ist es bei euch auch schon so weit und du weißt es nur noch nicht. Und vielleicht hast du und habt ihr jetzt noch die Möglichkeit das Blatt zu wenden bzw. die Handbremse anzuziehen weil es nämlich schade wäre, wenn ihr euch auch wegen solchen Dummheiten verlieren würdet.

Versuche mit ihm zu reden, versuche ihm klarzumachen, dass er sich durch sein Verhalten immer weiter von Dir entfernt. Aber setz ihn nicht unter Druck, auch wenn das schwer ist. Ich hab gemerkt, das wichtigste ist reden, reden, reden leider würde ich noch viel mehr reden wollen mit meiner Frau, aber ihr hängts halt mittlerweile zum Hals raus; verständlich wir kommen ja nicht weiter. Mal sehen, was unsere Pause bringt, viele Möglichkeiten gibts ja nicht

Ich danke Dir nochmal, dass du mich so ermutigt hast, ich denke jetzt wieder viel optimistischer!

Nochmal: versuch nicht deinen Freund zu ändern, weil jede Änderung nur von IHM kommen KANN und MUSS! Du kannst einen Menschen vielleicht beeinflussen, aber nicht dauerhaft ändern, solange er keine Einsicht hat und diese Änderungen selber vornimmt. Glaub mir, ich wäre froh, wenn sich meine Frau noch solche Sorgen um mich machen würde, wenn ich fertig bin glaub mir. Wir sind halt schon weiter, die Kälte hat bei uns schon mehr Einzug gehalten

Aber sei Dir auch bewusst: sollte er sich nicht ändern du kannst diese Sorgen nicht dein Leben lang rumtragen, weil es dich irgendwann verbittert und auffrisst. Nutzt die Zeit (ich weiß, dass du das machst) um dem ganzen ein Ende zu setzen und zu den wichtigen Dingen im Leben zurückzukehren; denn jetzt, da ich selber schon kurz vorm Ende stehe, weiß ich auch, was auf dem Spiel steht.

Tom

Happy birthday!
Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich hoffe du bist heute nicht all zu down.
Ich habe einiges zu deinem letzten Schreiben zu sagen, aber schaffe es heute nicht mehr. Deswegen werd ich dir meine Meinung erst morgen Abend schreiben.

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1. Juli 2011 um 22:28
In Antwort auf melike13

Wenn du ihn verlässt , ist es seine Chance,
du hast mehr Mitleid wie Liebe. Und du bist unglücklich. Das heißt beende es und schenke euch die Freiheit. Das Ende ist immer traurig und mit Schmerz verbunden. Dennoch bin ich der Meinung, dass es gemeinsam mit euch auf die Dauer nicht geht. Ihr habt gegenseitige Erwartungen , die ihr nicht erfüllen könnt.
Gruß melike

Du hast ja Recht
Ja, das stimmt wirklich was du schreibst. Es wäre auch die fairste Lösung. Gerade heute ist mir so etwas wieder klar geworden. Er geht wegen jedem Mist an die Decke. Vorhin hat er sich unglaublich darüber aufgeregt, dass er einen in meiner Straße keinen Parkplatz gefunden hat, sondern ca. 200m weiter weg...

Ich bin eher ein ruhiger Mensch. Ich lasse mich nicht rege mich nicht über alles auf und hasse es, wenn jemand schreit oder aggressiv diskutiert!!!

Ich will aber auf den Rat von nussknacker hören und uns noch etwas Zeit geben. Wenn ich in einem Monat noch so denke, dann habe ich wenigstens das ruhige Gewissen alles getan zu haben!

Aber auch dann weiß ich nicht, ob ich mich dann trennen kann. Er wird mir immer noch so Leid tun. Ich kann niemandem weh tun. Das habe ich noch nie und das will ich auch nie tun. Er war meine erste große Liebe und das will ich eigentlich nicht aufgeben. Ach man... ich bin wirklich verzweifelt.

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1. Juli 2011 um 23:26
In Antwort auf honey61286

Du hast ja Recht
Ja, das stimmt wirklich was du schreibst. Es wäre auch die fairste Lösung. Gerade heute ist mir so etwas wieder klar geworden. Er geht wegen jedem Mist an die Decke. Vorhin hat er sich unglaublich darüber aufgeregt, dass er einen in meiner Straße keinen Parkplatz gefunden hat, sondern ca. 200m weiter weg...

Ich bin eher ein ruhiger Mensch. Ich lasse mich nicht rege mich nicht über alles auf und hasse es, wenn jemand schreit oder aggressiv diskutiert!!!

Ich will aber auf den Rat von nussknacker hören und uns noch etwas Zeit geben. Wenn ich in einem Monat noch so denke, dann habe ich wenigstens das ruhige Gewissen alles getan zu haben!

Aber auch dann weiß ich nicht, ob ich mich dann trennen kann. Er wird mir immer noch so Leid tun. Ich kann niemandem weh tun. Das habe ich noch nie und das will ich auch nie tun. Er war meine erste große Liebe und das will ich eigentlich nicht aufgeben. Ach man... ich bin wirklich verzweifelt.

Ich finde das fair und ok,
Hallo Honey, ich finde deine Entscheidung die du getroffen hast absolut fair und passend; du hast dir einen Zeitrahmen gesteckt und das ist absolut in Ordnung. Würdest du das nicht machen, würde sich die ganze Sache - sollte sie nicht funktionieren - sich ewig hinziehen... und ich denke, das ist weder in deinem noch in seinem Interesse. Deine Unentschlossenheit kann ich sehr sehr gut nachvollziehen...

Meine Beziehung, die ich vor meiner jetzigen Ehe und Beziehung führte dauerte über sieben Jahre. In dieser Zeit ist mir meine damalige Freundin insgesamt 5 1/2 Jahre immer wieder mal fremdgegangen. Dummerweise habe ich ihr immer wieder verziehen, die Konsequenz daraus war allerdings, dass wir NUR noch nebenher lebten, sprich: es wurde noch nicht mal mehr geredet über die ganzen Probleme, sondern jeder zog sein Ding durch, d.h. ich machte Musik, hatte jede Auftritte und meine Freundin vergnügte sich eben - anders. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem es ihr dann auch entgültig reichte. Im Nachhinein ist mir natürlich bewusst, dass meine damalige Beziehungslethargie nun wirklich alles andere als unschuldig an der Geschichte war und ich das - so denke ich zumindest - mittlerweile funktionierend geändert habe; ich versuche ja alles anzusprechen und den Problemen nicht mehr aus dem Weg zu gehen. Aber ich habe einfach damals den Zeitpunkt der passend für den Absprung war verpasst. Hab mich damals zufällig und ganz heftig in ein anderes Mädchen verliebt - und diese Sache dann sein lassen - vermeintlich aus Liebe (im Nachhinein hatte ich noch Jahre zu kämpfen damit, weil ich nie wieder so glücklich in meiner alten Beziehung war und ich mir immer dachte: "Nun, was wäre wenn....=")

Ich kann dir deine letztendliche Entscheidung nicht abnehmen - und es wird alles andere als leicht (weißt ja, wie's bei mir so aussieht.... )
Aber Honey - vergiss nicht: Selbst wenn du nur aus Mitleid mit deinem Freund zusammenbleibst, ein Stück deines Schmerzes den du verspürst verursachst du immer dir selbst! Wie gesagt, ich weiß ganz genau, wie schwer das ist zu sagen, dass Schluss ist (meine Freundin machte damals schluss und "warf" mich aus der gemeinsamen Wohung). Aber im Nachhinein, im Nachhinein war ich MEHR als froh, dass es so kam und ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich so viel wertvolle Zeit verschwendet habe.
Und du siehst, ich hab' meine Frau getroffen und bin mit ihr glücklich geworden - selbst wenn's jetzt gerade sagen wir nicht so toll läuft. Ich will dir kein DasLebenGehtWeiter-Blabla stecken, das bringt's nicht. Aber wenn dein Gefühl sagt, dass du selbst nur noch drunter leidest, musst du's irgendwie packen zu sagen, dass Schluss ist.

Es wäre einfacher wenn du dich neu verlieben würdest - aber halt auch sehr unfair. Aber Liebe kann man nicht erzwingen, ich meinte, eine neue Verliebtheit würde dir die Entscheidung mit Sicherheit vereinfachen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du so was machen könntest und würdest. Lass dir Zeit, aber sei dir bewusst: wenn etwas nicht mehr zu retten ist, dann muss man aussteigen... so traurig und vor allem schwer es auch sein mag...

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1. Juli 2011 um 23:29
In Antwort auf honey61286

Happy birthday!
Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich hoffe du bist heute nicht all zu down.
Ich habe einiges zu deinem letzten Schreiben zu sagen, aber schaffe es heute nicht mehr. Deswegen werd ich dir meine Meinung erst morgen Abend schreiben.

Vielen Dank, Honey!
Dankeschön für deine Glückwünsche. Ist schon ok, ich hab' oben noch ein bisschen was zu dir geschrieben.

War ein ziemliches auf und ab heute, zuerst ziemlich ab, aber gegen Abend gings wieder bergauf... kann ich dir später erzählen.

Wünsch dir Glück!

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1. Juli 2011 um 23:34
In Antwort auf honey61286

Happy birthday!
Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich hoffe du bist heute nicht all zu down.
Ich habe einiges zu deinem letzten Schreiben zu sagen, aber schaffe es heute nicht mehr. Deswegen werd ich dir meine Meinung erst morgen Abend schreiben.

Nochmal...
Nochmals kurz zu deinem Text von heute, hab ihn mir nochmals durchgelesen:

Ich denke, dass du die richtige Antwort und den passenden Weg für dich bereits gefunden hast, bzw. du weißt insgeheim, was richtig wäre - nur leider hast du diese sanfte, soziale Ader die (ich kenn's) leider keinem weh tun will.... seufz

Gute Nacht

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5. August um 11:31

Hallo,

ich wollte mal nachfragen, wie es bei euch beiden ausgegangen ist, wenn ihr noch aktiv seit? Ich bin gestern durch Zufall auf den Beitrag gestoßen und eure Beiträge zu lesen hat mich irgendwie von meinen eigenen Problemen abgelenkt.

Lg Shizu

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Mein Freund besucht mich selten
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