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Wie tauscht frau eine Beziehung um oder aus?

20. November 2007 um 23:50

Hey, hey liebe Eheschwestern,

so freudig sollen nur diejenigen von euch begrüßt sein, die in erster Ehe schon mindestens 20 monogame Ehejahre zwischen den Bettkannten verbracht haben. Den Nochverliebten und den abkühlenden Übergängerinnen, wird die Gelassenheit fehlen, meine Sichten nachzuvollziehen. Männer sollten sich an sich gar nicht angesprochen fühlen. Ich denke, die haben genug damit zu tun ihre Lage als Helfer von der Frauen bewusst akzeptieren zu lernen. Daran hat man(n) schon genug zu knacken.

Geht frau als Beziehungsneuling heute in einen Beziehungs-Shop, so wird sie dort von Angeboten überschwemmt. Arrangierte Beziehung, serielle, parallele, living apart together oder eher unverbindlich, Wohngemeinschaft. usw. usw. In Ommas Zeiten gab es dort nur die lebenslange, glückliche Einehe, welche nur der Tod scheiden konnte. So ähnlich wie es in der DDR im Konsum nur eine Zahnpasta gab. Übrigens führt in Deutschland die serielle Monogamie die Chartliste der verbreitesteten Beziehungsformen an.

Ist frau 20 und mehr Jahre verheiratet, lebt sie defacto in einer beinahe asexuellen Wohngemeinschaft, was sie sich jedoch nicht einzugestehen wagt, bis der Nirosta-Kessel glückliche Ehe dann überkocht. Vorher wird aber noch viel Energie aufgewendet um das zu verhindern. Gefühlshöhepunkt dieses leblosen Paares ist bis dahin der jährliche Presse-, Jäger-, Schützen-, Feuerwehr oder Sportlerball, bei welchem der Angetraute nur mit sanftem Zwang und anlässlich einer ausgerufenen Damenwahl, mit der Gattin über das Parkett schlurft. Du weißt ja, mein Knie.

Gerüchte, dass er, ein ehemals begehrter Tänzer, anlässlich der jährlich reservierten Wochenendtour mit seinen Kegelbrüdern, in einem bekannten Schummerlokal mit einer Wildfremden Mitfünfzigerin einen feurigen ChaChaCha, einen fetzigen Quickstep und auch noch eine vibrierende Samba hingelegt haben soll, konnten nicht einwandfrei erhärtet werden. Es bleibt jedoch ein Anfangsverdacht bestehen.

Was könnte eigentlich dagegen sprechen, bei der nächsten Sondermüllaktion, die alte Beziehung vorsichtig und gut verpackt zu entsorgen und sich im Beziehungs-Shop eine neue zuzulegen. Empfehlenswert und immer gern genommen, wäre da zunächst die günstige Version: Wohngemeinschaft. Da braucht frau nicht allzu viel zu ändern, an sich gar nichts. Die Annehmlichkeiten des alten Systems bleiben erhalten. Am kompliziertesten wird es wohl sein den Geist der Glücklichen Ehe zu verscheuchen. Das ist ein harter Bursche mit seinen Ich-bin-dein-du-bist mein-Einflüsterungen. Vielleicht benutzt er aber auch die altvertraute Schwindelformel: Du bist mein ein und alles.

Hat frau das geschafft, gilt es sich in der neuen Welt einzurichten und die Flirtfühler auszustrecken. Ich vermute einmal, dass dann eine ungeahnte Belebung in die Körpersäfte steigt und ein frisches, belebendes Lüftchen zu wehen beginnt. Mit der unter Studenten geläufigen Weisheit: Fange nichts in deiner WG an!, braucht man es ja aus lebensgeschichtlichen Gründen nicht so genau nehmen, wenn da auf einmal, wider erwarten, etwas prickeln sollte.

Männe das schmackhaft zu machen, sollte nicht das Thema sein, wenn frau ihm begreiflich machen kann, dass er nichts verliert, was nicht sowieso schon weg ist, dass er einen eigenen Fernseher bekommt und er natürlich wohnen bleiben darf, wenn er zukünftig den Abwasch macht.

Wie findet ihr meine Austausch-Idee? Hat eine von euch Ehe-Veteraninnen sie vielleicht schon erfolgreich umgesetzt. Würde mich freuen davon zu hören.

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21. November 2007 um 14:43

6 setzten
Ich denke du machst es deinen gatten auch nicht besonders leicht. ich persönliche finde es schade das es sowas wie richtige liebe nicht mehr zu geben scheint!
wenn du schon 20 jahre ehe hinter dir hast, wieso bist du da nicht früher drauf gekommen??? ich kann das szenario gut verstehen, denn zb. meine mutter geht einen ähnlichen weg und meint dies sei der richtige. ich sehe in allen möglichen discos oder bars immer mehr frauen ab sagen wir 35 oder älter die meinen nochmal ihren zweiten frühling aussleben zu müssen, anscheined kommt das immer mehr in mode. da frag ich mich doch was mann noch davon hat eine ehe einzugehen. das nach so vielen jahren nichts mehr ist wie vor eben 20 jahren ist doch auch ganz normal.
am ende ist es ja deine entscheidung und da du ja sagst mann sollte sich nicht angesprochen fühlen, kannst du meinen beitrag auch ignoriern. allerdings finde ich deine einstellung und auch deine austausch-idee äußerst fragwürdig, aber das ist wohl die zukunft.
so sterben wir aus...:/

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21. November 2007 um 16:05

*smile*
Tausche alte Schnarch-Beziehung gegen WG.
Stimmt. So etwas passiert automatisch mit der Zeit, wenn man sich lange genug angeschnarcht hat oder das Feuer eh schon nie so hoch gelodert ist wie man es sich erhofft hatte.

Glaubst du denn echt, daß eine solche Beziehung, die zur WG mutiert wirklich mal Feuer im Hintern hatte?
Muß man da bleiben?

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21. November 2007 um 16:07

Da hast du natürlich recht.
Ich habe offene Fragen, die ich diskutieren möchte.

Leider scheint aber der Versuch bei "gofeminin" fehlgeschlagen zu sein. So als wenn frau in der VHS bei in Serie fortlaufender Kursen als Seiteneinsteigerin einen zu niedrgen Level wählt.

Kannst du dich vielleicht versuchweise einmal in mich hineinversetzen und mir ein anderes Forum vorschlagen.

Übrigens liegst du bei der Beurteilung meiner Beziehung irgendwie ziemlich falsch. Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben viel zu lachen, wir haben viel zu diskutieren, wir haben gemeinsame sportliche Interessen, wir schwofen ca. einmal pro Woche, uns geht es wirtschaftlich ausreichend gut. Andere Paare behaupten, sie führten eine glücklich Ehe und liebten sich.

Was erlahmt ist, ist die Sexualität. Aber das ist ehegeschichtlich schon lange so. Solange eben, wie es diese "verrückte" monogame Lebenslangehe gibt.

Kennst du die Wortkombination " mit Kind und Kegel". Die stammt aus der Zeit als die unehelichen Kinder des Mannes (Kegel) auch noch zur Familie gehörten. Die Ehefrau hatte schließlich keine. Die waren per Definition immer ehelich.

Die Diskussion ginge mir um die einvernehmlich Öffnung dieser Tabugrenze für unfruchtbare Alte und Erfahrungen damit. Dabei soll die alte wertvolle Beziehung nicht zerstört, sondern belebt werden.

Das solls den gewesen sein. Mach weiter so hilfsbereit.

Es grüßt dich lieb paradoxa.

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21. November 2007 um 17:20

Augen zu und durch
Hallo cinderellaprincess,

du verwechselst Verliebtheit (Limerenz), im Gehirn per HirnScan nachweisbar, mit dem Wischiwaschi-Begriff "Liebe".

Starke Verliebtheit ist rein medizinisch gesehen eine Art Ktankheitszustand, der dich umgehend auf die "Intensiv" führen würde. Sie ist mit Wahrnehmungsstörungen und Bewusstseinseinschränkungen verbunden, volkstümlich als Rosarotes-Brillen-Symptom bekannt. Sie macht uns per Droge verrückt.

Ein beinahe lebensgefährlicher Zustand mit dem nicht zu spaßen ist. Das allein schon erklärt deine Einwände. Frischer Verliebtheit ist frau und noch mehr man, wegen seiner höheren Risikobereitschaft, hilflos ausgeliefert. Verliebtheit macht blind und ist kein Spielkram.

"Liebe" hingegen ist ein Kessel Buntes, den Frauen anrühren und seinen Verzehr gesellschaftsfähig machen, um Männer gefügig und lange hilflos zu halten. Der Naturmann würde gerne immer nur verliebt sein, aber nie zu lange.

Kommst du mit solchen Texten klar? Das ist abgefahren modern. Ruf mal diesen Link dazu auf: http://www.netdoktor.de/feature/liebstolles_gehirn-.htm

Das Internet ist voll von solchen schlimmen Botschaften. Augen zu oder dazulernen? Was tun?

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21. November 2007 um 21:41

Dunkel ist der Rede Sinn
Teil 2 habe ich nicht die Bohne verstanden. Erklär noch mal bitte.

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