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Wie Sturheit loswerden?

5. Januar 2006 um 1:42

Hallo zusammen!

Ich habe leider ein riesiges Problem: meine Sturheit.
An Silvester ist mir so richtig klar geworden, was die verdammte Sturheit mit mir und meinem Leben, meiner Beziehung und mit vielen Menschen, die mir sehr viel bedeuten und denen ich trotzdem noch was bedeute, angerichtet hat.
Kennt jemand von euch ein gutes Buch, einen Ratgeber oder eine gute Seite im Netz? Bisher habe ich nix finden können und ich will mich endlich ändern.
Ich hätte nur gerne Unterstützung dabei, jemand oder etwas, das mir sagt, wie ich mich verhalten kann/soll...
Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht (außer, dass es eine nur schwer zu ertragende Charaktereigenschaft ist)?


Ich hoffe auf eure Hilfe!
Danke

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5. Januar 2006 um 13:43

Sturheit
Leider kann ich Dir da keinen guten Rat geben, da ich dasselbe Problem habe. Habe es auch am Silvester Abend meinem Freund ganz stark zu spüren gegeben. Ich habe mit mir selbst gekämpft es aber nicht geschafft zu besiegen. Im Gegenteil, je mehr ich mich beruhigen wollte umso zickiger wurde ich und hab mich am Ende nur noch selbst gehasst.

Mein Freund ist das genaue Gegenteil und ich hoffe von ihm irgendwann etwas zu lernen.

Beobachte Dich einfach beim nächsten Mal ganz genau. Bestimmt sind es manchmal nur Kleinigkeiten die Dich aufregen. Durch diese blöde Sturheit wird alles und jeder Streit nur unnötig verschlimmert. Ich denke wir setzen uns viel zu wenig mit uns selbst auseinander. Ich z.B. ertappe mich manchmal dabei andere für meine Fehler verantwortlich zu machen. Gebe es nicht zu, aber fange automatisch an mich mit den Menschen neben mir zu streiten, dann sagen diese Menschen auch etwas böses und ich fühle mich noch gekränkter und erwarte eine Entschuldigung von ihnen...aber mich selbst mal aufzuraffen ist schwierig für mich. Eigentlich sind sture Menschen ganz schön mies. Leider zähle ich mich in letzter Zeit dazu.

Vielleicht erklärst Du einfach mal Deine Art der Sturheit. Ob das schon immer so war und ob Du eigentlich generell mit Deinem Leben unzufrieden bist.

Auf ein sturloses 2006
Ela

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5. Januar 2006 um 15:34

Willkommen im Club!
Ich gehöre leider auch dazu Allerdings habe ich wirklich schon sehr an mir gearbeitet, so daß es wirklich viiieeel besser geworden ist. Also, eine gute Übung ist, den anderen einfach mal gewinnen lassen und zwar ganz bewußt auch wenn es schwer ist. Nicht das letzte Wort haben, sondern einfach mal denken "ist doch jetzt auch egal"- ich schenks dem anderen. Sturheit ist auch Zeichen von einem übergroßen Ego und leider ist das nicht so schön, weil man dann immer meint, daß man recht hat und alle anderen müssen das einsehen. irgendwie hat jeder auf seine Weise Recht in Konflikten. Versuch einfach mal, die Situation aus den Augen des anderen zu sehen....was bewegt ihn, so zu denken. wieso ist das so? und aus dieser Sicht, wie wirkt mein Verhalten auf den anderen? Oder, was auch gut kommt, wenn man es mal wieder so richtig verbockt hat, dann einfach mal zum anderen gehen, alle Karten offen hinlegen und sich entschuldigen. Kein ABER, kein DU HÄTTEST DOCH... Nimm einfach alles auf Dich und sag dem anderen "ich war blöd und stur und das tut mir leid!". Aber, am allerwichtigsten ist, daß Du dich einfach mit dieser Eigenschaft akzeptierst - ein bißchen wirst Du immer so sein und haße dich nicht dafür- du bist ja nicht der einzige. Und die tatsache, daß Du es zugibst zeigt ja, daß Du schon weiter bist, als die Meisten unter uns

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5. Januar 2006 um 15:49

Kenne ich auch!
Ich kann auch sehr stur sein. Es ist aber schwer sich zu ändern.

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5. Januar 2006 um 16:05

Jemand oder etwas, das mir sagt, wie ich mich verhalten kann
ich kann dir da nur eine methode empfehlen - die hilfe, die du dir wünscht gibt es nicht, die lösungen kommen aus dir.

ich versuche mein tun stets am ergebnis zu messen.
wenn ich etwas erreichen will, mich in irgend einer weise verhalte und hinterher das, was ich erreichen wollte nicht geschafft hab, dann mache ich mir gedanken woran das gelegen haben könnte.
liegt die ursache in mir, ändere ich das.

sturheit war sicher einmal nützlich für dich sonst würdest du sie jetzt nicht so "hüten".
vielleicht hat sie dir als kind die erfüllung deiner wünsche gebracht weil deine eltern früher oder später nachgegeben haben.
heute merkst du, dass du damit aber nicht mehr so durchkommst wie du das gewohnt warst.
um deinen wünschen wieder näher zu kommen braucht es heute auch noch andere instrumente als die sturheit, sie behält aber trotzdem eine positive funktion - nur nicht in allen lebenslagen.

lerne zu unterscheiden wo sie nützt und wo sie behindert.

manndel

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5. Januar 2006 um 16:48
In Antwort auf unintended12

Willkommen im Club!
Ich gehöre leider auch dazu Allerdings habe ich wirklich schon sehr an mir gearbeitet, so daß es wirklich viiieeel besser geworden ist. Also, eine gute Übung ist, den anderen einfach mal gewinnen lassen und zwar ganz bewußt auch wenn es schwer ist. Nicht das letzte Wort haben, sondern einfach mal denken "ist doch jetzt auch egal"- ich schenks dem anderen. Sturheit ist auch Zeichen von einem übergroßen Ego und leider ist das nicht so schön, weil man dann immer meint, daß man recht hat und alle anderen müssen das einsehen. irgendwie hat jeder auf seine Weise Recht in Konflikten. Versuch einfach mal, die Situation aus den Augen des anderen zu sehen....was bewegt ihn, so zu denken. wieso ist das so? und aus dieser Sicht, wie wirkt mein Verhalten auf den anderen? Oder, was auch gut kommt, wenn man es mal wieder so richtig verbockt hat, dann einfach mal zum anderen gehen, alle Karten offen hinlegen und sich entschuldigen. Kein ABER, kein DU HÄTTEST DOCH... Nimm einfach alles auf Dich und sag dem anderen "ich war blöd und stur und das tut mir leid!". Aber, am allerwichtigsten ist, daß Du dich einfach mit dieser Eigenschaft akzeptierst - ein bißchen wirst Du immer so sein und haße dich nicht dafür- du bist ja nicht der einzige. Und die tatsache, daß Du es zugibst zeigt ja, daß Du schon weiter bist, als die Meisten unter uns

Nur ungerne willkommen...
Danke dir sehr für deine Offenheit und die Tipps. Andere gewinnen lassen ist denke ich ein guter Schritt, vom Ego und der Sturheit weg zukommen.
Ich glaube, es ist auch mein scheinbar übergroßes Ego, das mein manchmal winziges Selbstbesusstsein zu kaschieren versucht.
Habe gelesen, dass Sturheit die Abwesenheit von Liebe bedeutet und das hat mich sehr traurig gemacht, besonders, weil mir so viele Fehler innerhalb meiner Beziehung aufgefallen sind.
Habe die letzte Woche über sehr viel nachgedacht, geweint, bereut und mich auch bei einigen wichtigen Menschen entschuldigen können. Sie haben sich sehr viele Sorgen um mich gemacht und das tut mir so leid. Wenn ich könnte, würde ich so vieles ungeschehen machen und das Wissen, dass das unmöglich ist, macht mich traurig und wütend auf mich selbst.

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5. Januar 2006 um 17:02
In Antwort auf manndel

Jemand oder etwas, das mir sagt, wie ich mich verhalten kann
ich kann dir da nur eine methode empfehlen - die hilfe, die du dir wünscht gibt es nicht, die lösungen kommen aus dir.

ich versuche mein tun stets am ergebnis zu messen.
wenn ich etwas erreichen will, mich in irgend einer weise verhalte und hinterher das, was ich erreichen wollte nicht geschafft hab, dann mache ich mir gedanken woran das gelegen haben könnte.
liegt die ursache in mir, ändere ich das.

sturheit war sicher einmal nützlich für dich sonst würdest du sie jetzt nicht so "hüten".
vielleicht hat sie dir als kind die erfüllung deiner wünsche gebracht weil deine eltern früher oder später nachgegeben haben.
heute merkst du, dass du damit aber nicht mehr so durchkommst wie du das gewohnt warst.
um deinen wünschen wieder näher zu kommen braucht es heute auch noch andere instrumente als die sturheit, sie behält aber trotzdem eine positive funktion - nur nicht in allen lebenslagen.

lerne zu unterscheiden wo sie nützt und wo sie behindert.

manndel

"lerne zu unterscheiden, wo sie nützt und wo sie behindert"
Hallo manndel!

Ja, das habe ich auch schon bemerkt, dass es kein Patentrezept oder Schalter gibt, den ich einfach mal schnell umlegen kann, um ein besserer Mensch zu sein.
Wenn ich überlege, warum ich so stur bin, ist es vermutlich schon seit meiner Kindheit so. Meine Mutter war (und ist es noch immer) eine Frau, die SEHR GENAU wusste, was sie wollte (und was richtig und falsch ist)und das hat sie dann auch druchgesetzt. Knallhart. Sie ist Anwältiin und in diesem Beruf ist das sicherlich auch eine wichtige Eigenschaft; sie hat sie jedoch im privatenBereich nie oder fast nie ablegen können. Wenn ich etwas errreichen wollte, habe ich gelernt mindestens so stark oder starrsinnig wie sie sein zu müssen, denn sonst komme ich nicht gegen sie an.Und bis heute habe ich diese Eigenschaft nicht abgelegt, weil es mir erst vor kurzen klar geworden ist, wie schlecht mein Verhalten für mich und meine Mitmenschen ist und war.
Gerade weil ich für viele Dinge in meinem Leben sehr stark kämpfen musste, fällt es mir sicher schwer zu unterscheiden, wann ich kämpfen sollte, und wann es einfach nur Sturheit ist und nicht lohnt auf meinem Standpunkt zu beharren.
Hast du da einen Tipp, wie ich eine Situation besser beurteilen kann?
Vielleicht sollte ich mit meinem Freund ein Codewort vereibaren, dass er sagt, wenn er der Meinung ist, ich sei zu) stur. Dann habe ich nochmal die Chance in mich zu gehen und nachzudenken. Was meinst du dazu?

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5. Januar 2006 um 17:15
In Antwort auf ratsam

"lerne zu unterscheiden, wo sie nützt und wo sie behindert"
Hallo manndel!

Ja, das habe ich auch schon bemerkt, dass es kein Patentrezept oder Schalter gibt, den ich einfach mal schnell umlegen kann, um ein besserer Mensch zu sein.
Wenn ich überlege, warum ich so stur bin, ist es vermutlich schon seit meiner Kindheit so. Meine Mutter war (und ist es noch immer) eine Frau, die SEHR GENAU wusste, was sie wollte (und was richtig und falsch ist)und das hat sie dann auch druchgesetzt. Knallhart. Sie ist Anwältiin und in diesem Beruf ist das sicherlich auch eine wichtige Eigenschaft; sie hat sie jedoch im privatenBereich nie oder fast nie ablegen können. Wenn ich etwas errreichen wollte, habe ich gelernt mindestens so stark oder starrsinnig wie sie sein zu müssen, denn sonst komme ich nicht gegen sie an.Und bis heute habe ich diese Eigenschaft nicht abgelegt, weil es mir erst vor kurzen klar geworden ist, wie schlecht mein Verhalten für mich und meine Mitmenschen ist und war.
Gerade weil ich für viele Dinge in meinem Leben sehr stark kämpfen musste, fällt es mir sicher schwer zu unterscheiden, wann ich kämpfen sollte, und wann es einfach nur Sturheit ist und nicht lohnt auf meinem Standpunkt zu beharren.
Hast du da einen Tipp, wie ich eine Situation besser beurteilen kann?
Vielleicht sollte ich mit meinem Freund ein Codewort vereibaren, dass er sagt, wenn er der Meinung ist, ich sei zu) stur. Dann habe ich nochmal die Chance in mich zu gehen und nachzudenken. Was meinst du dazu?

Situation besser beurteilen
wenn dich ein anflug von sturheit heimsucht nimm dir die zeit nicht spontan zu reagieren - geht nicht immer, weiß ich - du hast so die chance, erst einmal wieder runter zu kommen.
sturheit ist wie wut und einige andere gefühlsregungen ein selbstläufer wenn man nicht bremst.
in einer spontanen situation bist du immer gezwungen aus dem unterbewussten zu agieren weil du keine gelegenheit hast dir bewußt zu machen was da gerade mit dir passiert - also - zeit gewinnen und runterkommen.
ein wichtiges indiz für dich um zu erkennen ob du kämpfst oder nur stur bist ist dein umgang mit der standpunkt des anderen, kannst du ihn aus seiner sicht verstehen und akzeptieren kämpfst du, interessiert dich sein standpunkt nicht bist du stur.

manndel

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5. Januar 2006 um 17:20
In Antwort auf ela8111

Sturheit
Leider kann ich Dir da keinen guten Rat geben, da ich dasselbe Problem habe. Habe es auch am Silvester Abend meinem Freund ganz stark zu spüren gegeben. Ich habe mit mir selbst gekämpft es aber nicht geschafft zu besiegen. Im Gegenteil, je mehr ich mich beruhigen wollte umso zickiger wurde ich und hab mich am Ende nur noch selbst gehasst.

Mein Freund ist das genaue Gegenteil und ich hoffe von ihm irgendwann etwas zu lernen.

Beobachte Dich einfach beim nächsten Mal ganz genau. Bestimmt sind es manchmal nur Kleinigkeiten die Dich aufregen. Durch diese blöde Sturheit wird alles und jeder Streit nur unnötig verschlimmert. Ich denke wir setzen uns viel zu wenig mit uns selbst auseinander. Ich z.B. ertappe mich manchmal dabei andere für meine Fehler verantwortlich zu machen. Gebe es nicht zu, aber fange automatisch an mich mit den Menschen neben mir zu streiten, dann sagen diese Menschen auch etwas böses und ich fühle mich noch gekränkter und erwarte eine Entschuldigung von ihnen...aber mich selbst mal aufzuraffen ist schwierig für mich. Eigentlich sind sture Menschen ganz schön mies. Leider zähle ich mich in letzter Zeit dazu.

Vielleicht erklärst Du einfach mal Deine Art der Sturheit. Ob das schon immer so war und ob Du eigentlich generell mit Deinem Leben unzufrieden bist.

Auf ein sturloses 2006
Ela

Sturloses 2006
Hallo Ela!
Nein, es sind nicht (nur)Kleinigkeiten. Und es geht bei mir auch gar nicht so sehr um das Thema aufregen. Ich rege mich nicht oft auf, nur in letzter Zeit über mich und meine Sturheit. Wenn mir was nicht passt, halte ich entweder den Mund oder schimpfe ein wenig vor mich hin (wenn es die Situation und Anstand erlauben). Aber das ist auch nicht das Problem.
Mein Freund hatte ganz schön unter mir zu leiden, weil ich viele Entscheidungen ohne ihn getroffen habe, habe ihn einfach vor vollendete Tatsachen gestellt oder ihm auf sehr unschöne Weise Abfuhren erteilt. Sicher hätte ich den Inhalt dessen, was ich sagen wollte auch ganz anders rüber bringen können: der Ton macht die Musik...
Aber das habe ich nicht getan. Immer zack bumm! Jetzt rede ich, ich bestimme... oder eher gesagt, die Entscheidung war schon getroffen. Beziehung heißt ja schließlich nicht: einer (in dem Fall ich) bestimmt.
Dass ich ihm dadurch sehr weh getan habe, habe leider erst jetzt so richtig gemerkt und auch wie falsch mein Verhalten war. So gerne würde ich das Vergangene ändern und ihm zeigen, dass ich angefangen habe, mich zu verändern.
Ich weiß nur nicht, ob das reicht...

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14. Juli 2013 um 18:07

Lernen besser mit Konflikten umzugehen
Im inet findet sich auch eine Menge darüber wenn man nach Konflikte lösen sucht. Das hier finde ich treffend

+++++
http://www.kreativesdenken.com/artikel/konflikte-loesen-kreativ-ideen.html
++++

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14. Juli 2013 um 19:51

Tipp:
Besinne dich, wenn es um Freunde oder die Beziehung geht, immer wieder auf die positiven Aspekte. Falls du ein aufbrausender Typ bist - komm erstmal runter und dann zwing dich dazu, an die positiven Sachen zu denken.
So wird es dir mit der Zeit leichter fallen auf andere zuzugehen und nicht nur deinen Dickkopf durchzusetzen.

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4. August 2013 um 11:31

Sturheit hat mit Kritikfähigkeit zu tun. selbsttests um kritikfähigkeit zu testen
Und wenn man stur ist, dann ist man meist auch nicht kritikfähig.

mit der selbsteinschätzung ist es immer so eine Sache, viele halten sich für besser als sie sind. Aber selbsttest zeigen eher die Realität, wenn man ehrlich ausfüllt.

http://www.aok-on.de/azubis/ausbildung-zukunft/test-wie-kritikfaehig-sind-sie.html

http://test.erdbeerlounge.de/Charaktertest-Wie-kritikfaehig-bist-Du-_e7/

http://www.sekretaria.de/selbsttests/community/unterhaltung/selbsttests/selbsttest_kritikfaehigkeit/

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4. August 2013 um 16:41

Versuch ...
... doch mal genau das Gegenteil zu machen. Ganz bewusst. Such Dir einen Tag in der Woche, an dem Du Dir vornimmst "heute bin ich in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von stur". Wenn Du das dann wirklich als Tag zelebrierst, hast Du es auch präsent im Kopf und "vergisst" es nicht im Eifer des Gefechts und fällst in alte Muster zurück.

Dazu musst Du Dir aber natürlich erstmal überlegen, was genau eigentlich das Gegenteil von "stur" ist. Es ist schwierig das allgemein zu formulieren, weil es ja kein wirklich gegenteiliges Wort dafür gibt und auch weil sich die Sturheit selbst bei allen Menschen doch etwas unterschiedlich zeigt.

Deshalb musst Du Dir überlegen, in welchen Situationen und vor allem auf welche Art Du denn stur bzw. besonders stur bist - und dann, wie sich eine Person in den Situationen verhalten würde, die genau das Gegenteil von Dir ist.

Das kann bei kleinen Dingen anfangen... dass Du Deinen Freund fragst, wie er den Tag verbringen will und komplett ihn bestimmen lässt was und wie es gemacht wird. Du könntest Dir vornehmen, mal einen Tag lang keine Meinung zu Dingen zu haben bzw. sie nicht zu äußern und Dir stattdessen von anderen erklären lassen, warum die Dinge so sind wie sie sind (selbst wenn Du nicht denkst, dass sie so sind - weil heute hast Du eben keine Meinung dazu), so wie es ein kleines Kind machen würde, wenn es sich in der Welt noch nicht auskennt. ("Mama, warum ...?" - "Wegen ... mein Schatz." - "Oooh, achsooo.") ... ich hoffe, Du verstehst was ich meine.

Andere Beispiele/Möglichkeiten musst Du selbst finden. Das soll alles auch nicht so heißen, dass Du dauerhaft so leben sollst. Auf keinen Fall. Das ist ja auch wieder ein ebenso schlechtes Extrem. Allerdings könnte es Dir helfen, dieses Extrem eben einfach mal bewusst als Gegensatz zu erleben und vielleicht lernst Du dadurch dann leichter den vernünftigen Mittelweg zu finden.

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