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Forum / Liebe & Beziehung

Wie stellt man Liebe fest?

Letzte Nachricht: 12. April 2022 um 16:32
P
pumpkinhead
11.04.22 um 23:35

Hallo zusammen, 
da ich niemanden im Freundeskreis habe, dem es ähnlich geht, stell ich das mal hier rein, weil es mich langsam zerfrisst. 

Ich habe mein ganzes Leben in verschiedenen Städten gelebt, habe kein Auto und möchte auch keins haben (bei den Preisen?!). Seit fast 2 Jahren bin ich in einer (Fern)Beziehung mit einem Mann, der seit immer schon in einem kleinen Dorf eine gute Stunde von mir weg wohnt. Seit einer Weile wird es Thema, dass er mehr Zeit mit mir verbringen will bzw. ich irgendwann mal (am besten heute) zu ihm aufs Dorf ziehen soll.. in sein Haus... das neben seinen Eltern steht. In seinem Freundeskreis haben alle Kids und sind verheiratet, außer er. Was man jeden Tag sieht will man auch, klar. 

Vor ihm war ich eher in lockeren Beziehungen unterwegs und hatte auch mal was mit zwei Typen gleichzeitig, ohne dass die voneinander wussten bzw war ich die Geliebte von nem verheirateten Kerl, was ok war. Sowas kommt für ihn gar nicht in Frage, fremdgehen ist eine Todsünde und Dorf, Gemeinschaft, Familie, Ehe ist das Wichtigste. 
Ich find das ganz schön, weil ich das nie hatte, komme aus zerrütteten Familienverhältnissen, die durch hunderte Umzüge, frühe Verluste, traumatische Erfahrungen und dergleichen geprägt sind. Also er ist eine Art "andere Welt", die es offensichtlich auch noch gibt. 

Seit seinem Drängen, was fast schon zur Trennung geführt hat (wir sehen uns zu wenig usw) fühl ich mich unter Druck. Ich hab ja auch einen Job hier in der Stadt, zu dem ich dann zwei Stunden insgesamt fahren soll.. das Haus bei ihm ist Dreh- und Angelpunkt, wo anders leben (in der Mitte) kommt nicht in Frage. Entweder Dorf und Haus oder ich soll gehen. Jetzt aktuell hat er nur noch Stress in der Arbeit und das Thema ist ein bisschen außen vor, aber das kommt sicher wieder. 
Und seit dieser Diskussion beschäftige ich mich mit mir und dem Thema Bindung und habe festgestellt, dass ich ein massives Bindungsproblem habe. Und obendrauf habe ich vor einer Weile einen anderen Kerl kennengelernt, den ich aber nichr für eine feste Beziehung in Erwägung ziehen würde, aber so als Nebenbei ist es ganz okay und lenkt mich von diesem "Druck" ab, den mir mein Freund macht.. ich mein, ich soll meinen Freundeskreis, meine Arbeit, meine Wohnung, letztlich mein ganzes Leben aufgeben und ins Dorf ziehen, das mehr als eine Stunde von allem was mir wichtig ist, aufgeben und er behält alles. Weil er woanders nicht wohnen kann. Keine Kompromisse. Und da frag ich mich schon, ob ich ein Problem habe mit der "Bindung" an ihn oder ob er einfach nur arschig ist, was er letztens sogar selbst gesagt hat, aber meinte, er achtet halt sehr gut auf sich und weiß was gut für ihn ist und ich soll das Gleiche wie er doch bitte auch wollen. 
Und jetzt zweifel ich meine Gefühle für ihn an, zweifel mich selbst an, zweifel ihn an. Meine beste Freundin kriegt grad ein Kind und ihr Leben ist "so normal" und meins ist immer nur Chaos. Hab immer nur Männer gehabt, die sonst wo gewohnt haben, nie in der gleichen Stadt wie ich.. war mir zu nah. Dass das irgendwann nicht mehr klappt.. also mit dem hin und wieder sehen und jeder hat sein Leben, das hab ich eigentlich nie in Zweifel gezogen. Ist sicherlich ein Ausdruck der Bindungsproblematik, dass ich so lebe. Aber es ist doch von ihm auch irgendwie komisch, dass er seinen Standpunkt da so vertritt ... 

Vielleicht hat jemand bock auf eine kleine Diskussionsrunde oder will etwas dazu sagen. Würd mich freuen. 






 

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P
pumpkinhead
11.04.22 um 23:46

Achso und worauf ich hinauswollte, war, dass mir eine Bekannte mal knallhart gesagt hat "wenn das Liebe ist, nimmt man auch das Dorf in Kauf." .. Aber wenn das Liebe von ihm ist, geht er doch auch einen Kompromiss ein? Er würd für mich nämlich niemals seine Stelle wechseln oder das Haus verlassen oder seinen Freundeskreis, aber erwartet das von mir im Gegenzug... 

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M
mary_the_duck
12.04.22 um 7:18

Hi! 

Ich kann mich gut in dich hineinversetzen. Bin selbst in einer Fernbeziehung und uns trennen zehn Flugstunden. 

Und ich kann dir nur sagen, ich sehe es ähnlich. 
Ich würde für meinen Partner das Land verlassen, er würde aber auch in Erwägung ziehen, bei mir zu leben. Das trotz Familie und Freundeskreis. 

Anhand dessen, wie du es beschreibst - dass er dich quasi vor ein Ultimatum stell und selbst keinen Schritt in deine Richtung macht aber auch, dass du an anderen Männern interessiert bist - finde ich, das hört sich nicht nach Liebe an. Tut mir Leid, wenn das hart klingt. 

Ich kann es nur aus meiner Sicht beurteilen. Ich denke, wenn du ihn wirklich lieben würdest, würdest du jemand anderen gar nicht so sehr in Betracht ziehen.

Aber aus Beziehungen lernt man. Ich denke, du kannst hier keinen "Fehler" machen, wenn du auf dein Bauchgefühl hörst. Das ist manchmal nicht das, was man hören möchte, macht dich aber langfristig wahrscheinlich glücklicher. 

Liebe Grüße,
Mary

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H
holzmichel
12.04.22 um 8:00
In Antwort auf pumpkinhead

Achso und worauf ich hinauswollte, war, dass mir eine Bekannte mal knallhart gesagt hat "wenn das Liebe ist, nimmt man auch das Dorf in Kauf." .. Aber wenn das Liebe von ihm ist, geht er doch auch einen Kompromiss ein? Er würd für mich nämlich niemals seine Stelle wechseln oder das Haus verlassen oder seinen Freundeskreis, aber erwartet das von mir im Gegenzug... 

Wenn es Liebe ist, dann würde er nix von dir verlangen was du nicht leisten kannst oder willst.
Verlangst du von ihm in die Stadt zu ziehen?

Auf der andere Seite frage ich mich ob es bei dir Liebe ist? Wenn es so wäre, warum denkst du über einen anderen nach?

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W
wanderer
12.04.22 um 10:10
In Antwort auf pumpkinhead

Achso und worauf ich hinauswollte, war, dass mir eine Bekannte mal knallhart gesagt hat "wenn das Liebe ist, nimmt man auch das Dorf in Kauf." .. Aber wenn das Liebe von ihm ist, geht er doch auch einen Kompromiss ein? Er würd für mich nämlich niemals seine Stelle wechseln oder das Haus verlassen oder seinen Freundeskreis, aber erwartet das von mir im Gegenzug... 

Ich denke diesem Gedanken solltest du nicht zu sehr verfolgen.

Ich denke es geht darum, ob es für dich passt oder nicht. Das ist dann auch keine "Schuldfrage", oder so. Wenn es nicht passt, dann passt es eben nicht. In diesem Fall sei bitte so fair zu ihm es ihm zu sagen, dass er weiter suchen kann.

Wenn du dir geziehlt Männer suchst, die nicht aus deiner Stadt sind, ist bereits klar, dass einer von euch umziehen muss, in diesem Fall fände ich es auch durchaus fair, wenn du dies wärest.

2 Stunden zum Job zu fahren ist nicht leicht. Den Wert eines umfangreichen familiären/freundschaftlichen Unterstützungskreis sollte man auch nicht unterschätzen.

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L
laxman_26921740
12.04.22 um 11:13

Erzähl ihm einfach die Sache mit dem ''Kerl'' der dich vom Druck ablenkt und euer Problem löst sich von selbst auf.
Ihr seid beide nicht kompromissbereit und du bist zudem auch noch untreu.
Wozu lange nachdenken, es passt einfach nicht, ihr habt völlig andere Vorstellungen von der Liebe.
Du kannst dein freies Leben weiterleben und er kann sich eine Frau suchen, mit der er eine Familie gründet.
 

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cefeu1
cefeu1
12.04.22 um 11:22

Hallo,

vorab: deine Einstellung zum Thema Auto teile ich, und ich hab aktuell einen Job, zu dem ich täglich 10 Minuten mit dem Fahrrad "pendle" (bei Glatteis kann ich auch zu Fuß hingehen) und merke, dass mir die dadurch gesparte Zeit so viel zusätzliche Lebensqualität bringt ... auch wenn ich kein Stadtkind bin (wohne in typischer Vorortlage), kann ich mich in der Hinsicht also sehr in deinen Standpunkt hineinversetzen und bekomm auch leichte Panik bei dem Gedanken, aufs platte Land zu ziehen und da praktisch gar nicht mehr wegzukommen.
Und dass er dann noch von dir erwartet, dass du dich komplett in seine Familie integrierst? Vielleicht hab ich Vorurteile, aber ich kann mir schon vorstellen, wie das werden soll - Schwiegermama hat natürlich längst einen Schlüssel zu seinem Haus und spaziert gern mal zu jeder Tages- und Nachtzeit bei euch rein, schnüffelt in deinen persönlichen Sachen und kommentiert deine Haushaltsführung, weil's ja schließlich das Haus vom Sohnemann ist und sie das so gewohnt ist ... und er steht voll auf ihrer Seite und versteht gar nicht, dass du dich aufregst, es ist ja seine Mutter und keine fremde Person ... arghs.

Also ihr kommt da schon aus SEHR unterschiedlichen Richtungen. Ich würd dir als außenstehende Person deshalb raten, lass deinen Dorfjungen weitersuchen, denn mit seinem Lebensstil wirst du garantiert nicht glücklich, und er scheint einen Kompromiss ja noch nicht mal in Betracht zu ziehen.
Die Beziehung hat dich allerdings darauf gestoßen, dass du arg ins andere Extrem (Bindungsscheue / Entwurzelung) neigst. Vielleicht war das vom Schicksal so gewollt (falls du an sowas glaubst), dass du darauf aufmerksam wirst. Wenn du gern eine festere Bindung möchtest, als du's bisher aus deinem Beziehungsleben gewohnt warst, dann kannst du trotzdem an deinen inneren Überzeugungen arbeiten und dir dann als Partner eine "leichtere Aufgabe" suchen. Also z.B. jemanden, der in derselben Stadt wohnt wie du und keine so enge familiäre Bindung hat, mit dem du auch in eine gemeinsame Mietwohnung ziehen kannst, die nicht von Anfang an "sein Revier" ist, undsoweiter.

lg
cefeu

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cefeu1
cefeu1
12.04.22 um 11:25

PS. Und von Aussagen wie "Wenn es Liebe ist, dann stört einen das Lebensumfeld (z.B. Dorf) gar nicht" halte ich absolut gar nix. Das ist lebensfremd. Klar, Liebe ist super, aber im Alltagsleben und bei der Erhaltung der seelischen Gesundheit leider nicht das Einzige, was zählt (und oft nicht mal das Wichtigste).

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S
sophos75
12.04.22 um 11:58

Es kommt für mich so rüber dass Du eher bindungsängstlich bist, bislang hattest Du noch keine feste Beziehung.
Warum denkst Du bei ihm über eine gemeinsame Zukunft nach und hakst es nicht ab? Was hat er, was andere Männer für Dich nicht haben?
Es ist halt schon problematisch, wenn eine gemeinsame Zukunft die Unterordnung des einen braucht. Früher war das ja überhaupt kein Thema, die zukünftige Ehefrau ist zum Mann gezogen, hat sich angepasst und untergeordnet. Meist war sie dann Hausfrau bei den Kindern daheim.
Wenn in Deinem Fall Schwigereltern in direkter Umgebung ein Thema sind, lass es. Das Unterforum Familie ist voll von Konflikten mit den Schwiegereltern und der Schwiegertochter und einem Sohn/Mann der sich nicht durchsetzen will

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P
pumpkinhead
12.04.22 um 12:21

Hey, danke für die vielen Nachrichten und Meinungen. Also ich teile durchaus die Ansicht, dass man jemanden sehr gern haben kann und trotzdem einen anderen Menschen auch, der einfach gegenteilig ist zum "Stammpartner". Ich hab ja auch viele Facetten und langweile mich eben schnell. Manchmal ist es wie Urlaub zu ihm aufs Dorf zu fahren, bisschen abschalten, aber ihr habt schon recht, sowas ist nicht tragfähig für eine Beziehung, zumal ich auch nicht ganz zu ihm stehen kann und keinen Sinn drin sehe, ihn in meinen Freundeskreis hier zu integrieren, weil er hier eh nie leben will. 

Trotzdem hänge ich an ihm bzw diesem irgendwie schönen friedlichen Leben, in dem sich alle gut verstehen und zusammengehören. Aber vielleicht schaff ich es nicht, jemals komplett ein Teil davon zu werden, wer weiß. 
 

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P
pumpkinhead
12.04.22 um 12:26
In Antwort auf cefeu1

Hallo,

vorab: deine Einstellung zum Thema Auto teile ich, und ich hab aktuell einen Job, zu dem ich täglich 10 Minuten mit dem Fahrrad "pendle" (bei Glatteis kann ich auch zu Fuß hingehen) und merke, dass mir die dadurch gesparte Zeit so viel zusätzliche Lebensqualität bringt ... auch wenn ich kein Stadtkind bin (wohne in typischer Vorortlage), kann ich mich in der Hinsicht also sehr in deinen Standpunkt hineinversetzen und bekomm auch leichte Panik bei dem Gedanken, aufs platte Land zu ziehen und da praktisch gar nicht mehr wegzukommen.
Und dass er dann noch von dir erwartet, dass du dich komplett in seine Familie integrierst? Vielleicht hab ich Vorurteile, aber ich kann mir schon vorstellen, wie das werden soll - Schwiegermama hat natürlich längst einen Schlüssel zu seinem Haus und spaziert gern mal zu jeder Tages- und Nachtzeit bei euch rein, schnüffelt in deinen persönlichen Sachen und kommentiert deine Haushaltsführung, weil's ja schließlich das Haus vom Sohnemann ist und sie das so gewohnt ist ... und er steht voll auf ihrer Seite und versteht gar nicht, dass du dich aufregst, es ist ja seine Mutter und keine fremde Person ... arghs.

Also ihr kommt da schon aus SEHR unterschiedlichen Richtungen. Ich würd dir als außenstehende Person deshalb raten, lass deinen Dorfjungen weitersuchen, denn mit seinem Lebensstil wirst du garantiert nicht glücklich, und er scheint einen Kompromiss ja noch nicht mal in Betracht zu ziehen.
Die Beziehung hat dich allerdings darauf gestoßen, dass du arg ins andere Extrem (Bindungsscheue / Entwurzelung) neigst. Vielleicht war das vom Schicksal so gewollt (falls du an sowas glaubst), dass du darauf aufmerksam wirst. Wenn du gern eine festere Bindung möchtest, als du's bisher aus deinem Beziehungsleben gewohnt warst, dann kannst du trotzdem an deinen inneren Überzeugungen arbeiten und dir dann als Partner eine "leichtere Aufgabe" suchen. Also z.B. jemanden, der in derselben Stadt wohnt wie du und keine so enge familiäre Bindung hat, mit dem du auch in eine gemeinsame Mietwohnung ziehen kannst, die nicht von Anfang an "sein Revier" ist, undsoweiter.

lg
cefeu

Ja und danke Dir, kann schon sein, dass es eine Art "Schicksal" ist bzw mir etwas zeigen soll, ich was draus lernen soll. 
Jemand der in der selben Stadt wohnt wie ich kann mir halt wieder zu "nah" werden, aber vielleicht erübrigt sich das Thema von selbst wenn man daran arbeitet. 

Aber je mehr ich drüber nachdenke und an ihn und mich und ich mir uns in einer gemeinsamen Zukunft sehe, desto abwegiger wird das. Und ich denk drüber nach, wieso ich überhaupt mit ihm zusammen bin. 

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det92
det92
12.04.22 um 15:53

Vorab: Ich verurteile dich nicht, mag dir nur meine Meinung wiedergegeben, da ich in der Stadt wohne und auf dem Land aufgewachsen bin. Also beides kenne.

Es gibt auch in der Stadt Leute,  für die Fremdgehen eine Todsünde und denen Ehe und Gemeinschaft wichtig ist.  Genauso wird auch auf dem Dorfe frendgegangen. Hier kommdn Affären nur viel schneller heraus.  Weil dies auf dem Land schneller auffällt, wenn der Kaminkehrer jede Woche zu dir kommt. Also wenn du das beibehalten magst mit den 2 Gleisen. Ist bei dem Anderen eigentlich schon was gelaufen ?

Ein Haus/Wohnung das einem selbst gehört, ist in der heutigen Zeit der Jackpot. Insbesondere im Alter. Ich kenne eure Jobs nicht, könntet ihr auch was eigenes in der stadt leisten in der du arbeitest ? Auch geeignet für eine Familie ? ich verstehe ihn, wenn er das nicht eintauschen mag...

Ich befürchte, ihr seid einfach zu verschieden 😐 
 

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P
pumpkinhead
12.04.22 um 16:32
In Antwort auf det92

Vorab: Ich verurteile dich nicht, mag dir nur meine Meinung wiedergegeben, da ich in der Stadt wohne und auf dem Land aufgewachsen bin. Also beides kenne.

Es gibt auch in der Stadt Leute,  für die Fremdgehen eine Todsünde und denen Ehe und Gemeinschaft wichtig ist.  Genauso wird auch auf dem Dorfe frendgegangen. Hier kommdn Affären nur viel schneller heraus.  Weil dies auf dem Land schneller auffällt, wenn der Kaminkehrer jede Woche zu dir kommt. Also wenn du das beibehalten magst mit den 2 Gleisen. Ist bei dem Anderen eigentlich schon was gelaufen ?

Ein Haus/Wohnung das einem selbst gehört, ist in der heutigen Zeit der Jackpot. Insbesondere im Alter. Ich kenne eure Jobs nicht, könntet ihr auch was eigenes in der stadt leisten in der du arbeitest ? Auch geeignet für eine Familie ? ich verstehe ihn, wenn er das nicht eintauschen mag...

Ich befürchte, ihr seid einfach zu verschieden 😐 
 

Danke fürs Nichtverurteilen  

Klar gibt es das sowohl als auch. In seinem Dorf sind auch zwei Paare bekannt, die sich betrogen haben und da wird halt immer drüber gelacht wie dumm man nur sein kann. 

Ja das mit dem Haus ist mir klar, zumal wir im Süden Deutschlands leben, wo es ohnehin superteuer ist. Er ist Beamter und ich arbeite an der Uni, hänge auch sehr an dem Job und den gibt es halt nicht auf dem Dorf. Durch seinen Job ist er auch viel zu Hause, weil er die Unterrichtsvorbereitung von daheim aus macht und in den Ferien halt im Garten wurschtelt. Geld haben wir also in der Hinsicht schon, aber darum geht es gar nicht, weil er an diesem Dorf hängt und ich auch an der Stadt hier. Jede Tätigkeit, die ich von dort aus aufnehmen würde, wäre mit ewiger Fahrzeit verbunden, was ich einfach nicht kenne und auch aus etlichen Gründen nicht möchte. Ich bin großer Anhänger von Fahrradfahren, Carsharing im Notfall und öffentlichen Verkehrsmitteln, aber laufe eigentlich immer zu Fuß. Dort müsste man selbst ins Fitnessstudio mit dem Auto fahren, weil es 7 km weg ist. 
Ich denke, wenn ich er wäre und dieses Leben gewohnt wäre, würde ich es auch nicht aufgeben wollen, um in einer großen lauten vollen Stadt zu leben, in der man seine Nachbarn nicht kennt. Aber ich mags gern meine Nachbarn nicht zu kennen und alle 5 Minuten einen Bus vor der Nase zu haben, in den man einsteigen kann. 
Vielleicht passen da die Welten einfach wirklich nicht zusammen. 

Und vorhin hab ich auch gelesen, ein Kompromiss, bei dem der eine alles verändert und der andere gar nichts, ist kein Kompromiss. 

 

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