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Wie soll ich Schluss machen ?

28. Oktober 2017 um 0:26

Hallo erstmal ^^ 

Das wird jetzt wahrscheinlich ne ziemlich lange Geschichte, also fang ich einfach mal an.

Also, ich (m/18) geh seit Ende August auf eine neue Schule (Berufsschule) und dann auch logischerweise in eine neue Klasse. Da hab ich dann relativ schnell auch Freunde bzw Freundinnen gefunden.
Zu einer dieser "Freundinnen" hat sich dann auch langsam mehr entwickelt. Sie war relativ schüchtern und wirkte oft relativ unglücklich, aber ich dachte das legt sich dann mit der Zeit.
Sie fragte mich ein paar mal was ich von Drogen und ähnlichem halte, also wusste sie von Anfang an das ich stark gegen Drogen und übermäßigen Alkoholkonsum bin.
Nun sind wir seit 3 Wochen zusammen und wie soll ich sagen ... es passt gar nichts.
Jede Verliebtheit ist seitdem vergangen, zumindest von meiner Seite aus. Wenn es nur das wär würde ich mit der Situation noch ganz gut klar kommen ... aber es passierte innerhalb dieser 3 Wochen ein wenig mehr was zu eben jenem Gefühl führte.
Ich merkte schnell, das es nicht wirklich viele Gespräche zwischen uns gab, und wenn wir mal viel miteinander gesprochen haben waren es immer nur sehr oberflächliche Themen.
Ich dachte das wird mit der Zeit besser, hatte aber trotzdem nach einiger Zeit mal das BEdürfnis mehr über sie zu erfahren ... und nachdem ich mehrmals nachgefragt habe, erzählte sie mir dann auch so gut wie alles was grade in ihrem Leben so passiert : 

SIe hat seit sie ein Kind ist sehr stark unter ihrem Vater zu leiden. Er ist Afrikaner und kommt ursprünglich aus Nigeria, ihre Mutter ist rein Deutsche. Ihr Vater schlägt sie und schreit sie an. Sie trinkt sehr viel Alkohol (vorallem tagsüber) und hat früher regelmäßig Drogen genommen, auch heute greift sie teilweise zu Gras oder anderen Sachen. Sie war mega unglück und hatte keinerlei Selbstbewusstsein. Durch das Problem mit ihrem Vater durften wir uns nur bis 18 Uhr sehen, da ihr Vater nichts von der Beziehung wissen durfte, ihre Mutter kannte mich allerdings schon und wusste auch von der Beziehung. 

So viel zu ihrem Zustand bzw. Leben. Meine Exfreundin, von der ich seit einem halben Jahr getrennt bin und mit der ich 1 1/2 Jahre zusammen war hatte damals ähnliche Probleme was ihre Eltern angeht. Ich kannte die Situation einer "geheimen Beziehung" also schon, hab sie aber dementsprechend auch ein wenig hassen gelernt. Das Problem zwischen meiner Ex Freundin und ihrem Vater eskalierte auch erst nachdem wir schon knapp 1 Jahr zusammen waren, also war die Zeit davor wesentlich länger.
Bei meiner Ex Freundin ruften und ich und meine Eltern irgendwann in dem Willen meiner Ex Freundin die Polizei und sie kam in eine Wohngruppe. 
Ich kannte also die Ausmaße ungefähr und auch, wer einem wie bei solch einem Problem helfen konnte.

Nun merkte ich halt schnell das diese Beziehung keinerlei Bestand für mich hat und ich wollte auch mit ihr Schluss machen. Nachdem wir uns beim telefonierne ein wenig gestritten hatten deutete ich das auch an und meinte das wir uns in echt treffen sollten und über unsere Beziehung sprechen müssen. Daraufhin kam von ihr (wie eig bei all ihren Antworten) nur ein : "Wie du meinst."
Alle Verabredungen die ich danach mit ihr machen wollte blockte sie ab bzw meinte sie hätte keine Zeit. Es gab dann 1 Tag lang keinerlei Kontakt, bis auf einmal die Nachricht von ihr kam in der sie fragte ob sie am nächsten Tag zu mir kommen könnte und evtl sogar übernachten könnte ... sie hielt es zuhause nicht mehr aus und will weg laufen, zur Not auch auf der Straße leben.
Ich stimmte dem natürlich zu und bekam ein schlechtes Gewissen. Ich plante das Schluss machen zu verschieben und ihr zumindest noch insofern zu helfen, indem ich ihr zeige das es gute Auswege gibt (Polizei bzw Jugendamt mit Wohngruppen usw.).
Ich erzählte außerdem meinen Eltern davon ... die waren bei der Sache mit meiner Ex Freundin ja auch dabei und auch sie wollten meiner jetzigen Freundin helfen. 

Am nächsten Tag kam sie dann sturzbesoffen bei mir zuhause an. Meine Eltern waren arbeiten, also war ich ein zwei Stunden mit ihr allein. Sie schlief ein wenig und war ansonsten nur am kotzen. Als meine Eltern wiederkamen, war sie wieder einigermaßen nüchtern. Sie hat dann auch meinen Eltern ihre gesamte Geschichte erzählt. Wir kamen zusammen auf die Lösung einen Herren von der Wohngruppe anzurufen. Der kam dann auch relativ schnell und redete mit ihr über Wege und Lösungen wie sie von zuhause weg kann usw. Dabei war meine Freundin durchgehend am weinen und wirkte total bestürzt (verständlich). Sie schrieb dann irgendwann ihrer Mutter das sie abholen soll.

Als dann ihre Mutter kam war der Herr von der Wohngruppe schon weg. Ab da wirkte meine Freundin wieder wie ein anderer Mensch. Anfangs war sie zwar stark gegen ihre Mutter, am Ende stimmte sie aber den Argumenten ihrer Mutter zu. Und naja ... diese Argumente ihrer Mutter waren sehr erschreckend : 
"Der Vater kommt aus einer anderen Kultur, da ist schlagen normal"
" Du musst dich nicht mit deinem Vater verstehen, ihr seit keine Deutschen"
"Ich geb ihr schon länger Alkohol, damit mein Mann denkt sie sei glücklich"
(Daher hatte sie also den Alkohol. Sie lebten dem Vater quasi eine perfekte Familie vor, ohne dabei auch nur annähernd auf die Tochter zu achten, die davon schon fast unheilbar kaputt gemacht wurde.)

Die Mutter meinte das sie innerhalb der nächsten 2 Tage zusammen mit meiner Freundin zum Jugendamt fahren würde und nach Lösungen suchen würde.
Jetzt ist es 3 Tage später und es ist natürlich nicht passiert.

Und nun stehe ich vor dem Urpsrungsproblem ... wie soll ich jetzt Schluss machen ? Ich hab mega ein schlechtes Gewissen sie jetzt dadrin alleine zu lassen. Ich würde ja gerne weiterhin mit ihr befreundet Bleiben und versuchen ihr zu helfen. Nur eine Beziehung kommt für mich (selbst ohne die Probleme) nicht mehr in Frage. WIe stellt ich das jetzt am Besten an ? 

Danke auch nochmal das ihr das durchgelesen habt ... es tat gut die ganze Sache mal loszuwerden ^^ 

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28. Oktober 2017 um 11:04

Ok, sei für sie da, aber lass Dich emotional nicht mehr all zu sehr auf sie und ihr Leben ein. 
Du musst Dich abgrenzen. Du scheinst ein sehr hilfsbereiter Mensch  zu sein, aber frag genug Leute, die das beruflich machen, wie oft sie vergeblich kämpfen und zusehen müssen, wie die Leute seelisch und körperlich drauf gehen. Du mußt auch an Dich denken! 
Ich würde also vorschlagen: freundschaftlich, aber auf Distanz. 

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28. Oktober 2017 um 14:01

mollom.. Du bist gerade mal 18, wie Du schreibst.. und da willst Du Dich schon für das Leben einer Süchtigen verantwortlich machen?

Das solltest Du lieber denen überlassen, die was davon verstehen und die es können, weil es ihr Beruf ist solchen Menschen zu helfen, dass sie wieder auf die Beine kommen - ganz ernsthaft!

Du bist dem Mädchen jedenfalls keine echte Hilfe, eher die Notbremse, wenn sie nicht mehr weiter weiß. Sagen lassen wird sie sich eh nichts von Dir, das hast Du ja schon gemerkt.

Geh da so schnell wie möglich weit weg. Und achte darauf, küntig nie mehr Ausschau nach bedürftigen Mädchen zu halten, nur weil die auf Dich ''unglücklich'' wirken - denn das ist ja genau die Falle, in die Du immer wieder trappst - aber Du kannst dabei nicht froh werden, weil solche Menschen Dich runterziehen. Das lasse bitte nicht mehr zu - nie wieder!

Aber wenn Du schon glaubst, Menschen helfen zu müssen, dann mach DU doch ''Deinen Beruf'' daraus. Erkundige Dich, wie Du es erreichen kannst und was Du dafür mitbringen musst. Die entsprechenden Stellen werden dankbar sein für jeden, der sich da freiwillig anschließen will, im sozialen Bereich mitzuwirken.

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