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Wie soll ich mich Verhalten, was ist der nächste Schritt?

29. März um 19:34

Hallo Zusammen!
Bin seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen. Damals war ich 17. Mittlerweile wohnen wir zusammen. Seit Anfang an lief der Sex nicht so toll, es war auch mein 1. Mal mit jemanden. Wir hatten in der Zeit, die wir jetzt schon zusammen sind total wenig Sex. Ich würde es mal auf unter 40 Mal bezeichnen. Und davon misslingten die meisten Male. Der Grund ist folgender, ich hatte vor der Beziehung oftmals nicht feste Geschichten mit anderen Typen, die mich mit Ihrer Art und Weise zu flirten, total mitgerissen haben und ich echt scharf auf sie war. Bei meinem Freund war das eher ein bisschen anders, wir hatten keine wirkliche kennenlernphase und sind vom 1. Schritt sofort in die Kuschelphase und haben uns im Endeffekt die Anfangsspannung total genommen, die beinhaltet, sich mal ausversehen zu berühren oder das Kribbeln zu haben, wenn man von jemanden an Stellen das 1. Mal berührt. Nach dem 1. Mal ging es einen Monat lang richtig gut, es war ja Neuland für mich und deswegen hat es mir auch gefallen: Danach bekam ich sehr unangenehme Probleme mit der Blase, was dazu führte, dass es mit dem Sex total problematisch wurde und das hat den ganzen Zauber auch total zerstört. In dieser Zeit hat es mich aber schon total erwischt und ich ging in die „Liebenphase“ über. Mir war es dann auch iwann nicht mehr so wichtig, wie oft wir es hatten oder wie gut der Sex dann im Endefekkt war. Ich habe mich dann noch trotzdem drum bemüht, dass wir dann andere Dinge machen konnten ohne, dass wir die Nähe nicht missen müssen. In der Zeit haben wir sehr viel geschafft und uns gegenseitig auch immer gut unterstützen können. Seit dem Einzug aber, haben sich auf einen Schlag total viele Dinge geändert. Ich habe durch die Umwelt und durch eine Familienangelegenheit relativ früh realisiert, dass ich bisschen mehr Motivation brauche, um im Job und auch persönlich weiterzukommen und mich zu entfalten. Ich habe ein Praktikum in einer größeren Stadt angenommen und wir sehen uns dadurch bisschen seltener, aber trotzdem noch jeden Tag ein bisschen. Er selber thematisierte seitdem der Sex weniger wurde, also eigentlich schon im 1. Jahr die ganze Zeit das Problem. Ich muss auch sagen, dass wir dann viel ausprobiert haben, um meine Lust wieder zu erwecken, was aber nach ein paar mal wieder verflogen ist. Zurzeit haben wir so gut wie gar keinen und wenn dann sehr schlechten Sex. Mir schmerzt er total, weil ich nicht die Lust dazu habe. Es bringt mir nichts darauf zu warten, dass ich mal möchte, weil ich es mit meinem Partner nicht möchte. Teilweise turnen mich sogar noch Pornos mehr an. Ich empfinde einfach nicht die Leidenschaft mit ihm dafür, wie ich es mir gerne wünschen würde, obwohl die Liebe trotzdem noch da ist. Und das Alternativprogramm mach ich auch noch sehr selten, also dass ich ihn trotzdem befriedige oder wir Spielzeuge benutzten. Mir kommt es wirklich so vor, als hätte sich meine innere Götting schon von meinem Partner verabschiedet. Und das Thema beeinflusst komplett alles in unserer Beziehung. Thema Eifersucht, Vertrauen, Respekt, Toleranz. Natürlich macht er sich die Sorgen, dass er nicht gut genug ist, oder mir das was ich mir wünsche nicht geben kann. Ich kann es ihm auch nicht sagen, ich fühle mich beim Sex auch ehrlich gesagt nicht so, als ob mich ein Mann beglücken würde. Es muss nicht herrisch sein, aber ich will ja dann auch das Gefühl haben ihn verführen zu wollen. Nicht, dass es nach dem Szenario läuft, „auch wenn ich nichts mache, kriegt er einen hoch“ Weil im Endeffekt ist er Dauergeil und ich eben null. Ich habe auch das Gefühl, dass das viele Männer einfach nicht verstehen wollen, dass bei den meisten Frauen erstmal eine Art Prozess oder eine Verführung nötig ist. Er versucht natürlich auch jedes Mal diesen Weg, sodass er dann anfängt bei mir rumzuspielen oder erstmal mit mir rummacht, aber meistens reicht das einfach nicht aus. Im Gegenteil, manchmal finde ich das total abstoßend. Wir sind auch nach so langen Jahren Beziehung nicht aufeinander abgestimmt, er macht immer noch alles so wie am Anfang, nur mimimal anders, obwohl ich ihm oft schon gesagt habe, wie er bei mir rangehen soll und was ich gar nicht mag und er auch extrem viel über das weibliche Geschlecht liest, fast schon zu viel. 
Ich mache mir langsam wirklich Gedanken, was mit mir falsch läuft. Ich vertraute mich bis jetzt auch meinen engsten Freuden an, weil ich total ratlos bin und überhaupt nicht einschätzen kann, ob ich die 3 Jahre aufgeben und hinter mich lassen soll oder den Arsch nochmal zusammenkneifen und weitermachen sollte. Einerseits haben mir eine richtig gute Verbindung zueinander, die ich davor mit niemand anderen verspürt habe und wir kennen uns gegenseitig mittlerweile ja auch richtig gut. Es beschäftigen uns natürlich jetzt mit dem Alter auch so Themen, wie Hausbau, Heirat, Kinder, wobei ich fast finde, dass ich bislang sehr unrealistisch vor mich hergeträumt habe, weil solche Dinge nicht geplant werden sollten, nicht solange wir uns nicht absetzten können. Wir ergänzen uns eben auch in Dingen, wo uns andere vielleicht überhaupt nicht verstehen könnten und wir recht froh darüber sind dann wenigstens einander zu haben. Aber es ist einfach eine mega unangenehme Phase, in der wir total feststecken, wo wir beide nicht genau wissen, was das richtige ist und eben uns an den paar positiven Dingen klammern, aber die negativen unsere Partnerschaft trotzdem schwerwiegend belasten. Es kam nicht vor, dass einer betrogen hätte, aber ich merke an mir selber, dass ich angefangen habe, mich sehr zu anderen hingezogen zu fühlen, da in der Beziehung im Thema Anziehung ja Null los ist und sogar ich mit der Zeit bemerkt habe, dass mir das fehlt. Er gibt mir vollste Aufmerksamkeit und trotzdem will ich sie auch von anderen haben. Ich komme mir richtig bescheuert vor und finde es schrecklich, wie ich mich auch derzeit verhalte, aber ich bin todunglücklich mit der Situation und weiß leider überhaupt nicht, was zurzeit das beste für uns beide wäre. Sehr schwierig dann zu beurteilen oder einschätzen zu können, ob das Feuer, was an sich nie da war, dann noch aufkommt. 
Ich lasse mich täglich hin- und herreißen und ich bin mir der Situation auch bewusst, dass die Schuld eindeutig bei mir liegt. 
Ich hätte ihm von Anfang an kommunizieren sollen, dass ich nicht die Leidenschaft ihmgegenüber empfinde, wie er zu mir, dass auch das der Grund ist, warum wir in der körperlichen Nähe nicht harmonieren. Der Eindruck, dass er mich verstanden hat und akzeptiert hat, wie sonst keiner davor, hat in mir Liebe für ihn entfacht. Er hat mich auf Händen getragen und ich habe mir eingeredet, dass er aus mir das Beste macht und ich war auch glücklich mit ihm, obwohl es oft schwerwiegende Streitereien wegen Kleinigkeiten gab. 

Das schlimmst momentan ist, dass ich mir bislang passiv sehr viele Meinungen eingeholt habe, um zu einem entgültigen Entschluss zu kommen, aber es verwirrt mich noch mehr. 

Enge Freunde sagen zu mir, ich soll die Zeit nicht einfach hinwerfen und es wird schon, obwohl die Krisen, die wir haben, seit einem guten halben Jahr da sind. Andere die ich nach objektive Meinungen frage, bestätigen mir total meine Gedanken. 

Ich hatte den Vorschlag im Kopf, mal für einen Monat lang wieder getrennt zu wohnen, nur habe ich die totale Panik davor, dass er wieder andere Erwartungen hat. Ich würde ihn total verletzten, wenn ich damit echt gut zurecht kommen würde, wenn wir uns nicht mehr täglich sehen würden und aber er leidet. 
 

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29. März um 21:16

Ja, aber das war nur das eine mal

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