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Forum / Liebe & Beziehung

Wie soll ich damit umgehen?

Letzte Nachricht: 23. November um 11:51
M
matchingwords
23.11.22 um 11:10

Guten Morgen zusammen,

er (34), ich (35) sind seit zwei Jahren in einer eigentlich sehr glücklichen Partnerschaft. Er ist bis auf das nachfolgende sehr empathisch und steht zu und hinter mir in allen Lebenslagen.

Was mir nun aber schon seit einigen Monaten Bauchschmerzen bereitet ist folgendes:

Durch meine Arbeit habe ich vor fast drei Jahren eine Freundin (28) kennengelernt. Während der Beziehung lernten sich er (im folgenden Peter) und sie (Anna) kennen. Ihr gemeinsames Thema war bereits von Anfang an das Zocken. Die beiden verstanden sich gut und so ging es nicht lange, bis Peter sich zum gemeinsamen Zocken mit ihr und anderen ein bekanntes Shooter-Game runterlud.

Da er zuvor rund 80 km entfernt wohnte, gestaltet es sich aufgrund der Lebensumstände seiner Freunde manchmal sehr schwierig, dass er sie öfter sieht. Er ist stark in meinem Freundeskreis eingebunden und versteht sich mit allen gut. Wir unternehmen des häufigeren etwas zusammen. Somit gab es auch weiterhin Begegnungen im realen Leben zu verschiedensten Anlässen. Selbst an Heiligabend luden wir Anna vergangeses zu uns beiden ein, da sie sonst alleine gewesen wäre, obwohl sie Weihnachten an sich nicht feiert.
Sie hat und pflegt überdies Freundschaften - so ist es nicht.

Es gab somit auch hin und wieder Aktivitäten zu dritt, die sich spontan ergaben. Zu ihrem Geburtstag im April - kurz nach unserem gemeinsam Einzug in die neue Wohnung - lud er sie unter der Woche zu uns ein und kaufte einen Geburtstagskuchen, da sie auch hier angeblich wieder allein gewesen wäre. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles im Rahmen.

Seit einigen Monaten häuften sich dann jedoch Aussagen und Verhaltensweisen, die mich zunehmend störten. Kurz vor einem anstehenden Grillabend im Freundeskreis erwähnte Anna gegenüber Peter per WhatsApp, sie wolle keine Aktivitäten mehr mit Peter und mir zu dritt, da sie sich unwohl fühle und wir uns wie ein Pärchen verhalten würden. Gerade bei Aktivitäten zu dritt würde man von außen zwar erkennen, dass wir ein Paar sind, jedoch in einem ganz normalen Maß. Mich hat es zudem nie gestört, wenn ich alleine mit einem befreundeten Pärchen unterwegs war (selbst als Single). Peter erzählte mir von Annas Aussage, jedoch schien es ihn absolut nicht zu stören und er sagte mir, ich solle ihr das sagen, wenn es für mich so wäre. Im ersten Moment habe ich zu ihr nichts gesagt.
Lediglich mein Partner und ich sprachen darüber und der ansonsten so empathische Kerl, der sonst keinen solchen Kommentar dulden würde, sagte mir, er empfände dies überhaupt nicht so.

Es folgten weitere Bemerkungen, z. B. wenn er das abendliche Zocken ausfallen ließ - dann hatte er sogar zum Teil ein schlechtes Gewissen. Anna sagte ihm auch einmal, dass sie enttäuscht sei, dass er sich nach unserem gemeinsamen Einzug viel weniger melden und auch weniger zocken würde.
Ich sehe sie fast bei der Arbeit täglich - mir gegenüber hat sie all diese Dinge nie von sich aus erwähnt - auch nicht im privaten.

Irgendwann zu diesem Zeitpunkt sagte ich ihr bereits, dass mich diese Aussagen stören und dass sie diese bitte lassen solle, da ich dies in einer Freundschaft nicht angemessen finde.

Im Mai lag ich mit Corona zuhause im Bett und meine Quarantäne wäre voraussichtlich in wenigen Tagen vorüber gewesen. Unser Auto war zu diesem Zeitpunkt in der Werkstatt. Peter sagte zu mir, er hätte bereits ausgemacht, am Nachmittag mit Anna ins Möbelhaus fahren - eine Markise kaufen und Ausschau nach weiteren Möbeln halten. Das störte mich, denn ich freute mich nach einem Monat in der neuen Wohnung und nach 10 Tagen Quarantäne endlich das Haus zu verlassen und gemeinsam mit ihm diese Dinge zu erledigen. Er hatte kein Verständnis dafür, dass es mich störte, dass er dies mit jemand anderem tun wollte. Hier war die Situation für mich bereits stark vorbelastet.

Anna kam bereits vor einigen Monaten auf mich zu, da sie auch auf der Suche nach einer neuen Wohnung war und bat mich um Hilfe bei einem Bewerbungsschreiben. Die Suche stellt sich in unserer Region als sehr kräftezehrend dar. Zwischenzeitlich gab es einen Vorfall bei der Arbeit mit einer anderen Mitarbeiterin. Anna teilte mir mit, dass ebendiese Mitarbeiterin einen Diebstahl begangen hat, wofür es Beweise gab. Es stellte sich raus, dass Anna - obwohl sie diejenige war, die dies an uns herangetragen hatte, der betreffenden Person sagte, sie wisse nichts darüber und dass wir (ihre beiden Vorgesetzten) ihr dies erst einmal beweisen müssten). Als ich Peter davon erzählte, nahm er sie in Schutz und sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass Anna soetwas sagen würde.

Nach diesem Vorfall war ich etwas skeptisch ihr gegenüber geworden.
Obwohl ich sie mag, habe ich mich oft gefragt, was passiert sei, dass sich die Freundschaft im Vergleich zu früher doch recht verlaufen hat und habe aufgrund der wiederkehrenden Bemerkungen in Erwägung gezogen, evtl doch einen Schlussstrich darunter zu setzen.
Peter wusste davon und sagte mir, er wüsste nicht, ob er dies dann auch tun würde - sie hätte ihm ja nichts getan. Lediglich einmal sagte er von sich aus, dass er dann eben mit viel Unverständnis die Freundschaft zu ihr auch einstellen würde.
Dennoch versuchte er mich immer wieder zu ermuntern, mich weiterhin mit ihr zu vertragen und sagte mir, sie würde so große Stücke auf mich halten.
Nun gut.

Da die Wohnungssuche nichts ergab und da es in Annas Privatleben einige Probleme gab, kam sie immer des Öfteren zu spät zur Arbeit. Trotz Nachfrage erzählte sie kaum davon. Dass Anna und Peter häufiger Kontakt per WhatsApp und Telefon hatten, war mir bekannt und bewusst. Man könnte sagen, weitaus mehr Kontakt als sie und ich. An einem Nachmittag als ich auf dem Weg zu einem Arzttermin war von dem nur Peter wusste, rief er mich an und sagte mir, er hätte soeben einen Anruf von Anna erhalten, sie würde weinen und hätte ihn gefragt, ob er sich mit ihr treffen könne. Er sagte, ich könne nach dem Arztbesuch dazukommen. Dies tat ich nicht.

Am kommenden Tag bei der Arbeit, erzählte sie weder über die Vorkommnisse, noch darüber, dass sie ihn angerufen hatte. Da stellte sich mir wieder die Frage: wir kennen uns seit fast drei Jahren, sie kennt Peter seit einem Jahr, jedoch ruft sie meinen Partner an, um sich trösten zu lassen und erzählt daraufhin auch nichts darüber, dass dies zustande kam und dass sie aktuell Sorgen hat.

Nun, da einige Monate vergangen waren, hat Anna Anfang Oktober endlich eine Zusage für eine Wohnung ab Anfang November erhalten. Sie fragte mich, ob ich ihr helfen können, sie irgendwann zu dekorieren.

Die Wohnung sollte vor dem Einzug noch gestrichen werden und schlussendlich mussten natürlich ihre Sachen danach mit ihr dort einziehen. Da Peter ein sehr hilfsbereiter Mensch ist, bietet er grundsätzlich seine Hilfe an. Da er im Gegenzug ungern nach Hilfe fragte, erledigten wir unserem Umzug Anfang April einfach zu zweit. Nach gut einer Woche Anfang November war die Wohnung durch ihren Bruder und einem seiner befreundeten Maler frisch gestrichen und Peter sagte mir, dass er mit Anna vereinbart habe, dass wir am Montag der kommenden Woche den Umzug erledigen würden. Sie hätte ihm gesagt, dass sie sonst niemanden hätte, der den Umzug mit ihr machen würde. Die Info kam lediglich von ihm - sie hatte mich weder persönlich darauf angesprochen, noch mir geschrieben. Ich wusste aus ihren Erzählungen, dass sie ihre Sachen noch nicht fertig gepackt hatte und zudem wurde sie einige Tage zuvor krank - somit fiel der Umzug letzten Montag flach.

Im Verlauf der vergangen Woche habe ich sie gesehen, jedoch sprachen wir so gut wie nie über den Umzug. Lediglich nachmittags oder abends bekam ich die Infos von meinem Freund, dass Anna ihn angerufen hatte bezüglich des Umzuges, um Sachen zu besprechen. Sie musste noch einen Transporter organisieren. Dazu hatte er ihr verschiedene Anlaufstellen genannt. Er fragte mich dann, ob ich wüsste, ob sie dies schon getan hat - ich habe verneint. Letzte Woche hat er immer wieder erwähnt, er würde sie jetzt anrufen und ihr sagen, sie müsse sich doch nun endlich darum kümmern. Ich sagte ihm, ich hätte ihr das bereits gesagt. Und dass sie eben auch erwachsen genug sei, ihren Umzug im Vorfeld selbst zu regeln - wir würden dann ja schon bei der Durchführung helfen.
Am letzten Samstag habe ich mit ihr gemeinsam gearbeitet und sie rief mehrmals bei den Vermietungen an - ohne Ergebnis. Ich wusste lediglich ihrerseits, dass es sie für den Umzug ca 7-8 Kisten hatte und ein Boxspringbett - den Rest wollte sie neu erwerben.

Abends waren Peter und ich mit Freunden unterwegs. Während wir auf ebendiese warteten, klingelte erneut sein Handy und Anna fragte ihn, wann der Umzug am Montag starten sollte und wie lange sie einen Transporter mieten solle nachdem sie nun fündig geworden war.

Samstagabend hat sich bei mir eine Erkältung bemerkbar gemacht und somit lag ich den Sonntag über bis zum Montag flach und sagte, ich würde nicht mitkommen. Da es sind um lediglich wenige Kisten und ein Bett handelte, war ich sicher, dass der Umzug auch zu zweit in kurzer Zeit zu erledigen war.

Um kurz vor Zehn hat Peter am Montag das Haus verlassen, um gemeinsam mit Anna den Transporter zu holen, den er fahren sollte (5 Minuten Fahrtweg). 2,5 Stunden später rief er mich an, sie hätten nun das Bett und die Kisten verladen. Er wollte mich fragen, ob ich mitkommen möchte, sie würden nun rund 30 km entfernt fahren, da ihr aufgefallen sei, dass sie noch ein Sideboard aussuchen möchte. Ich sagte, dass ich krank sei und zuhause bleibe. Er sagte, sie würden dennoch fahren. 
Das störte mich aus 2 verschiedenen Gründen: 1. fühlte ich mich auf den Arm genommen. Wohlwissend, dass ich nach all den Vorkommnissen nicht wirklich grün damit war, lag ich zuhause krank im Bett und wäre nicht mitgegangen. Er sagte mir auch am Telefon, er wüsste, dass es mich stören würde, jedoch dachte er, das würde es weniger, wenn ich mitkäme. 
2. hätte der Umzug rein rechnerisch ohne diesen spontanen Ausflug mindestens weitere zwei Stunden mit Ausladen, Abbauen und Transporter abgeben gedauert. Auf seiner Agenda stand für den Tag noch eine enorm wichtige Aufgabe für seinen kommenden Arbeitstag an, die ihn einige Stunden gekostet hat. Ich wies ihn daraufhin, denn ich wusste, dass ihm diese Aufgabe bereits seit Tagen Bauchschmerzen bereitete und hatte im Vorfeld hier schon meine Hilfe angeboten. 


Er legte dann auf, sauer über mein Unverständnis und ließ mich weitere 3 Stunden in dem Glauben, dass sie auf der Suche nach diesem Möbelstück waren, bis er nach Hause kam, kurz bevor sie den Transporter wegfuhren, um mir zu sagen, dass er wegen meinem Unverständnis nun seinen Freundschaftsdienst nicht leisten konnte und rauschte ab.

Das Gespräch an diesem Nachmittag endete im bitterbösen Streit, weil er nicht verstehen kann, dass ich seit Monaten einen sehr faden Beigeschmack bei dem ganzen habe. Er besteht darauf, dass alles rein freundschaftlich ist und ich habe ihm nicht vorgeworfen, dass es etwas anderes sei. 
Er verhält sich in diesem Rahmen nur gänzlich anders als sonst. Sofern es ein Problem zwischen uns gibt, sprechen wir darüber und suchen einen Kompromiss. Auch, wenn ihn in irgendeiner Weise etwas stört oder verletzt, versuche ich es nachzuvollziehen und gegebenenfalls etwas anzupassen. Er ist in diesem Punkt extrem hartnäckig und es ist ihm egal, ob es mich verletzt, mich traurig, wütend, ratlos oder weinend zurücklässt.
In allen anderen Fällen ist er immer sehr bedacht auf meine Gefühle.

Ich frage mich, was dahintersteckt, dass er an dieser Freundschaft so festhält, dass er meinen Worten kein Gehör schenkt, sondern mich nur als eifersüchtig darstellt.
Im umgekehrten Falle, wüsste ich, dass er durchdrehen würde.

Welchen Rat könnt ihr mir geben?

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petro_29037383
23.11.22 um 11:27
In Antwort auf matchingwords

Guten Morgen zusammen,

er (34), ich (35) sind seit zwei Jahren in einer eigentlich sehr glücklichen Partnerschaft. Er ist bis auf das nachfolgende sehr empathisch und steht zu und hinter mir in allen Lebenslagen.

Was mir nun aber schon seit einigen Monaten Bauchschmerzen bereitet ist folgendes:

Durch meine Arbeit habe ich vor fast drei Jahren eine Freundin (28) kennengelernt. Während der Beziehung lernten sich er (im folgenden Peter) und sie (Anna) kennen. Ihr gemeinsames Thema war bereits von Anfang an das Zocken. Die beiden verstanden sich gut und so ging es nicht lange, bis Peter sich zum gemeinsamen Zocken mit ihr und anderen ein bekanntes Shooter-Game runterlud.

Da er zuvor rund 80 km entfernt wohnte, gestaltet es sich aufgrund der Lebensumstände seiner Freunde manchmal sehr schwierig, dass er sie öfter sieht. Er ist stark in meinem Freundeskreis eingebunden und versteht sich mit allen gut. Wir unternehmen des häufigeren etwas zusammen. Somit gab es auch weiterhin Begegnungen im realen Leben zu verschiedensten Anlässen. Selbst an Heiligabend luden wir Anna vergangeses zu uns beiden ein, da sie sonst alleine gewesen wäre, obwohl sie Weihnachten an sich nicht feiert.
Sie hat und pflegt überdies Freundschaften - so ist es nicht.

Es gab somit auch hin und wieder Aktivitäten zu dritt, die sich spontan ergaben. Zu ihrem Geburtstag im April - kurz nach unserem gemeinsam Einzug in die neue Wohnung - lud er sie unter der Woche zu uns ein und kaufte einen Geburtstagskuchen, da sie auch hier angeblich wieder allein gewesen wäre. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles im Rahmen.

Seit einigen Monaten häuften sich dann jedoch Aussagen und Verhaltensweisen, die mich zunehmend störten. Kurz vor einem anstehenden Grillabend im Freundeskreis erwähnte Anna gegenüber Peter per WhatsApp, sie wolle keine Aktivitäten mehr mit Peter und mir zu dritt, da sie sich unwohl fühle und wir uns wie ein Pärchen verhalten würden. Gerade bei Aktivitäten zu dritt würde man von außen zwar erkennen, dass wir ein Paar sind, jedoch in einem ganz normalen Maß. Mich hat es zudem nie gestört, wenn ich alleine mit einem befreundeten Pärchen unterwegs war (selbst als Single). Peter erzählte mir von Annas Aussage, jedoch schien es ihn absolut nicht zu stören und er sagte mir, ich solle ihr das sagen, wenn es für mich so wäre. Im ersten Moment habe ich zu ihr nichts gesagt.
Lediglich mein Partner und ich sprachen darüber und der ansonsten so empathische Kerl, der sonst keinen solchen Kommentar dulden würde, sagte mir, er empfände dies überhaupt nicht so.

Es folgten weitere Bemerkungen, z. B. wenn er das abendliche Zocken ausfallen ließ - dann hatte er sogar zum Teil ein schlechtes Gewissen. Anna sagte ihm auch einmal, dass sie enttäuscht sei, dass er sich nach unserem gemeinsamen Einzug viel weniger melden und auch weniger zocken würde.
Ich sehe sie fast bei der Arbeit täglich - mir gegenüber hat sie all diese Dinge nie von sich aus erwähnt - auch nicht im privaten.

Irgendwann zu diesem Zeitpunkt sagte ich ihr bereits, dass mich diese Aussagen stören und dass sie diese bitte lassen solle, da ich dies in einer Freundschaft nicht angemessen finde.

Im Mai lag ich mit Corona zuhause im Bett und meine Quarantäne wäre voraussichtlich in wenigen Tagen vorüber gewesen. Unser Auto war zu diesem Zeitpunkt in der Werkstatt. Peter sagte zu mir, er hätte bereits ausgemacht, am Nachmittag mit Anna ins Möbelhaus fahren - eine Markise kaufen und Ausschau nach weiteren Möbeln halten. Das störte mich, denn ich freute mich nach einem Monat in der neuen Wohnung und nach 10 Tagen Quarantäne endlich das Haus zu verlassen und gemeinsam mit ihm diese Dinge zu erledigen. Er hatte kein Verständnis dafür, dass es mich störte, dass er dies mit jemand anderem tun wollte. Hier war die Situation für mich bereits stark vorbelastet.

Anna kam bereits vor einigen Monaten auf mich zu, da sie auch auf der Suche nach einer neuen Wohnung war und bat mich um Hilfe bei einem Bewerbungsschreiben. Die Suche stellt sich in unserer Region als sehr kräftezehrend dar. Zwischenzeitlich gab es einen Vorfall bei der Arbeit mit einer anderen Mitarbeiterin. Anna teilte mir mit, dass ebendiese Mitarbeiterin einen Diebstahl begangen hat, wofür es Beweise gab. Es stellte sich raus, dass Anna - obwohl sie diejenige war, die dies an uns herangetragen hatte, der betreffenden Person sagte, sie wisse nichts darüber und dass wir (ihre beiden Vorgesetzten) ihr dies erst einmal beweisen müssten). Als ich Peter davon erzählte, nahm er sie in Schutz und sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass Anna soetwas sagen würde.

Nach diesem Vorfall war ich etwas skeptisch ihr gegenüber geworden.
Obwohl ich sie mag, habe ich mich oft gefragt, was passiert sei, dass sich die Freundschaft im Vergleich zu früher doch recht verlaufen hat und habe aufgrund der wiederkehrenden Bemerkungen in Erwägung gezogen, evtl doch einen Schlussstrich darunter zu setzen.
Peter wusste davon und sagte mir, er wüsste nicht, ob er dies dann auch tun würde - sie hätte ihm ja nichts getan. Lediglich einmal sagte er von sich aus, dass er dann eben mit viel Unverständnis die Freundschaft zu ihr auch einstellen würde.
Dennoch versuchte er mich immer wieder zu ermuntern, mich weiterhin mit ihr zu vertragen und sagte mir, sie würde so große Stücke auf mich halten.
Nun gut.

Da die Wohnungssuche nichts ergab und da es in Annas Privatleben einige Probleme gab, kam sie immer des Öfteren zu spät zur Arbeit. Trotz Nachfrage erzählte sie kaum davon. Dass Anna und Peter häufiger Kontakt per WhatsApp und Telefon hatten, war mir bekannt und bewusst. Man könnte sagen, weitaus mehr Kontakt als sie und ich. An einem Nachmittag als ich auf dem Weg zu einem Arzttermin war von dem nur Peter wusste, rief er mich an und sagte mir, er hätte soeben einen Anruf von Anna erhalten, sie würde weinen und hätte ihn gefragt, ob er sich mit ihr treffen könne. Er sagte, ich könne nach dem Arztbesuch dazukommen. Dies tat ich nicht.

Am kommenden Tag bei der Arbeit, erzählte sie weder über die Vorkommnisse, noch darüber, dass sie ihn angerufen hatte. Da stellte sich mir wieder die Frage: wir kennen uns seit fast drei Jahren, sie kennt Peter seit einem Jahr, jedoch ruft sie meinen Partner an, um sich trösten zu lassen und erzählt daraufhin auch nichts darüber, dass dies zustande kam und dass sie aktuell Sorgen hat.

Nun, da einige Monate vergangen waren, hat Anna Anfang Oktober endlich eine Zusage für eine Wohnung ab Anfang November erhalten. Sie fragte mich, ob ich ihr helfen können, sie irgendwann zu dekorieren.

Die Wohnung sollte vor dem Einzug noch gestrichen werden und schlussendlich mussten natürlich ihre Sachen danach mit ihr dort einziehen. Da Peter ein sehr hilfsbereiter Mensch ist, bietet er grundsätzlich seine Hilfe an. Da er im Gegenzug ungern nach Hilfe fragte, erledigten wir unserem Umzug Anfang April einfach zu zweit. Nach gut einer Woche Anfang November war die Wohnung durch ihren Bruder und einem seiner befreundeten Maler frisch gestrichen und Peter sagte mir, dass er mit Anna vereinbart habe, dass wir am Montag der kommenden Woche den Umzug erledigen würden. Sie hätte ihm gesagt, dass sie sonst niemanden hätte, der den Umzug mit ihr machen würde. Die Info kam lediglich von ihm - sie hatte mich weder persönlich darauf angesprochen, noch mir geschrieben. Ich wusste aus ihren Erzählungen, dass sie ihre Sachen noch nicht fertig gepackt hatte und zudem wurde sie einige Tage zuvor krank - somit fiel der Umzug letzten Montag flach.

Im Verlauf der vergangen Woche habe ich sie gesehen, jedoch sprachen wir so gut wie nie über den Umzug. Lediglich nachmittags oder abends bekam ich die Infos von meinem Freund, dass Anna ihn angerufen hatte bezüglich des Umzuges, um Sachen zu besprechen. Sie musste noch einen Transporter organisieren. Dazu hatte er ihr verschiedene Anlaufstellen genannt. Er fragte mich dann, ob ich wüsste, ob sie dies schon getan hat - ich habe verneint. Letzte Woche hat er immer wieder erwähnt, er würde sie jetzt anrufen und ihr sagen, sie müsse sich doch nun endlich darum kümmern. Ich sagte ihm, ich hätte ihr das bereits gesagt. Und dass sie eben auch erwachsen genug sei, ihren Umzug im Vorfeld selbst zu regeln - wir würden dann ja schon bei der Durchführung helfen.
Am letzten Samstag habe ich mit ihr gemeinsam gearbeitet und sie rief mehrmals bei den Vermietungen an - ohne Ergebnis. Ich wusste lediglich ihrerseits, dass es sie für den Umzug ca 7-8 Kisten hatte und ein Boxspringbett - den Rest wollte sie neu erwerben.

Abends waren Peter und ich mit Freunden unterwegs. Während wir auf ebendiese warteten, klingelte erneut sein Handy und Anna fragte ihn, wann der Umzug am Montag starten sollte und wie lange sie einen Transporter mieten solle nachdem sie nun fündig geworden war.

Samstagabend hat sich bei mir eine Erkältung bemerkbar gemacht und somit lag ich den Sonntag über bis zum Montag flach und sagte, ich würde nicht mitkommen. Da es sind um lediglich wenige Kisten und ein Bett handelte, war ich sicher, dass der Umzug auch zu zweit in kurzer Zeit zu erledigen war.

Um kurz vor Zehn hat Peter am Montag das Haus verlassen, um gemeinsam mit Anna den Transporter zu holen, den er fahren sollte (5 Minuten Fahrtweg). 2,5 Stunden später rief er mich an, sie hätten nun das Bett und die Kisten verladen. Er wollte mich fragen, ob ich mitkommen möchte, sie würden nun rund 30 km entfernt fahren, da ihr aufgefallen sei, dass sie noch ein Sideboard aussuchen möchte. Ich sagte, dass ich krank sei und zuhause bleibe. Er sagte, sie würden dennoch fahren. 
Das störte mich aus 2 verschiedenen Gründen: 1. fühlte ich mich auf den Arm genommen. Wohlwissend, dass ich nach all den Vorkommnissen nicht wirklich grün damit war, lag ich zuhause krank im Bett und wäre nicht mitgegangen. Er sagte mir auch am Telefon, er wüsste, dass es mich stören würde, jedoch dachte er, das würde es weniger, wenn ich mitkäme. 
2. hätte der Umzug rein rechnerisch ohne diesen spontanen Ausflug mindestens weitere zwei Stunden mit Ausladen, Abbauen und Transporter abgeben gedauert. Auf seiner Agenda stand für den Tag noch eine enorm wichtige Aufgabe für seinen kommenden Arbeitstag an, die ihn einige Stunden gekostet hat. Ich wies ihn daraufhin, denn ich wusste, dass ihm diese Aufgabe bereits seit Tagen Bauchschmerzen bereitete und hatte im Vorfeld hier schon meine Hilfe angeboten. 


Er legte dann auf, sauer über mein Unverständnis und ließ mich weitere 3 Stunden in dem Glauben, dass sie auf der Suche nach diesem Möbelstück waren, bis er nach Hause kam, kurz bevor sie den Transporter wegfuhren, um mir zu sagen, dass er wegen meinem Unverständnis nun seinen Freundschaftsdienst nicht leisten konnte und rauschte ab.

Das Gespräch an diesem Nachmittag endete im bitterbösen Streit, weil er nicht verstehen kann, dass ich seit Monaten einen sehr faden Beigeschmack bei dem ganzen habe. Er besteht darauf, dass alles rein freundschaftlich ist und ich habe ihm nicht vorgeworfen, dass es etwas anderes sei. 
Er verhält sich in diesem Rahmen nur gänzlich anders als sonst. Sofern es ein Problem zwischen uns gibt, sprechen wir darüber und suchen einen Kompromiss. Auch, wenn ihn in irgendeiner Weise etwas stört oder verletzt, versuche ich es nachzuvollziehen und gegebenenfalls etwas anzupassen. Er ist in diesem Punkt extrem hartnäckig und es ist ihm egal, ob es mich verletzt, mich traurig, wütend, ratlos oder weinend zurücklässt.
In allen anderen Fällen ist er immer sehr bedacht auf meine Gefühle.

Ich frage mich, was dahintersteckt, dass er an dieser Freundschaft so festhält, dass er meinen Worten kein Gehör schenkt, sondern mich nur als eifersüchtig darstellt.
Im umgekehrten Falle, wüsste ich, dass er durchdrehen würde.

Welchen Rat könnt ihr mir geben?

Schade, dass die Empathie an der Stelle ihr Ende gefunden hat. 

Eine wirklichen Rat kann ich Dir leider nicht geben, denn der wäre gewesen, dass Du das Gespräch mit ihm suchen solltest und Deine Bedenken äußern solltest. 

Eine Möglichkeit wäre, dass Du Anna sagst, dass Du Dich unwohl mit der Situation fühlst und ihr Verhalten Deinem Freund gegenüber fragwürdig ist. Ich finde es auch etwas anmaßend, dass Anna sagt, dass man merkt, dass ihr ein Paar seid, wenn ihr zu dritt unterwegs seid. Ich gehe nicht davon aus, dass ihr, wenn ihr zu dritt seid, nicht die Finger voneinander lassen könnte und Euch der Situation entsprechend verhaltet.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mir keine Sorgen machen würde was die Beziehung zwischen ihm und Anna angeht. Er scheint das wirklich mir plantonisch zu sehen. Das beziehe ich nur auf Deinen Freund 

 

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23.11.22 um 11:29
In Antwort auf matchingwords

Guten Morgen zusammen,

er (34), ich (35) sind seit zwei Jahren in einer eigentlich sehr glücklichen Partnerschaft. Er ist bis auf das nachfolgende sehr empathisch und steht zu und hinter mir in allen Lebenslagen.

Was mir nun aber schon seit einigen Monaten Bauchschmerzen bereitet ist folgendes:

Durch meine Arbeit habe ich vor fast drei Jahren eine Freundin (28) kennengelernt. Während der Beziehung lernten sich er (im folgenden Peter) und sie (Anna) kennen. Ihr gemeinsames Thema war bereits von Anfang an das Zocken. Die beiden verstanden sich gut und so ging es nicht lange, bis Peter sich zum gemeinsamen Zocken mit ihr und anderen ein bekanntes Shooter-Game runterlud.

Da er zuvor rund 80 km entfernt wohnte, gestaltet es sich aufgrund der Lebensumstände seiner Freunde manchmal sehr schwierig, dass er sie öfter sieht. Er ist stark in meinem Freundeskreis eingebunden und versteht sich mit allen gut. Wir unternehmen des häufigeren etwas zusammen. Somit gab es auch weiterhin Begegnungen im realen Leben zu verschiedensten Anlässen. Selbst an Heiligabend luden wir Anna vergangeses zu uns beiden ein, da sie sonst alleine gewesen wäre, obwohl sie Weihnachten an sich nicht feiert.
Sie hat und pflegt überdies Freundschaften - so ist es nicht.

Es gab somit auch hin und wieder Aktivitäten zu dritt, die sich spontan ergaben. Zu ihrem Geburtstag im April - kurz nach unserem gemeinsam Einzug in die neue Wohnung - lud er sie unter der Woche zu uns ein und kaufte einen Geburtstagskuchen, da sie auch hier angeblich wieder allein gewesen wäre. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles im Rahmen.

Seit einigen Monaten häuften sich dann jedoch Aussagen und Verhaltensweisen, die mich zunehmend störten. Kurz vor einem anstehenden Grillabend im Freundeskreis erwähnte Anna gegenüber Peter per WhatsApp, sie wolle keine Aktivitäten mehr mit Peter und mir zu dritt, da sie sich unwohl fühle und wir uns wie ein Pärchen verhalten würden. Gerade bei Aktivitäten zu dritt würde man von außen zwar erkennen, dass wir ein Paar sind, jedoch in einem ganz normalen Maß. Mich hat es zudem nie gestört, wenn ich alleine mit einem befreundeten Pärchen unterwegs war (selbst als Single). Peter erzählte mir von Annas Aussage, jedoch schien es ihn absolut nicht zu stören und er sagte mir, ich solle ihr das sagen, wenn es für mich so wäre. Im ersten Moment habe ich zu ihr nichts gesagt.
Lediglich mein Partner und ich sprachen darüber und der ansonsten so empathische Kerl, der sonst keinen solchen Kommentar dulden würde, sagte mir, er empfände dies überhaupt nicht so.

Es folgten weitere Bemerkungen, z. B. wenn er das abendliche Zocken ausfallen ließ - dann hatte er sogar zum Teil ein schlechtes Gewissen. Anna sagte ihm auch einmal, dass sie enttäuscht sei, dass er sich nach unserem gemeinsamen Einzug viel weniger melden und auch weniger zocken würde.
Ich sehe sie fast bei der Arbeit täglich - mir gegenüber hat sie all diese Dinge nie von sich aus erwähnt - auch nicht im privaten.

Irgendwann zu diesem Zeitpunkt sagte ich ihr bereits, dass mich diese Aussagen stören und dass sie diese bitte lassen solle, da ich dies in einer Freundschaft nicht angemessen finde.

Im Mai lag ich mit Corona zuhause im Bett und meine Quarantäne wäre voraussichtlich in wenigen Tagen vorüber gewesen. Unser Auto war zu diesem Zeitpunkt in der Werkstatt. Peter sagte zu mir, er hätte bereits ausgemacht, am Nachmittag mit Anna ins Möbelhaus fahren - eine Markise kaufen und Ausschau nach weiteren Möbeln halten. Das störte mich, denn ich freute mich nach einem Monat in der neuen Wohnung und nach 10 Tagen Quarantäne endlich das Haus zu verlassen und gemeinsam mit ihm diese Dinge zu erledigen. Er hatte kein Verständnis dafür, dass es mich störte, dass er dies mit jemand anderem tun wollte. Hier war die Situation für mich bereits stark vorbelastet.

Anna kam bereits vor einigen Monaten auf mich zu, da sie auch auf der Suche nach einer neuen Wohnung war und bat mich um Hilfe bei einem Bewerbungsschreiben. Die Suche stellt sich in unserer Region als sehr kräftezehrend dar. Zwischenzeitlich gab es einen Vorfall bei der Arbeit mit einer anderen Mitarbeiterin. Anna teilte mir mit, dass ebendiese Mitarbeiterin einen Diebstahl begangen hat, wofür es Beweise gab. Es stellte sich raus, dass Anna - obwohl sie diejenige war, die dies an uns herangetragen hatte, der betreffenden Person sagte, sie wisse nichts darüber und dass wir (ihre beiden Vorgesetzten) ihr dies erst einmal beweisen müssten). Als ich Peter davon erzählte, nahm er sie in Schutz und sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass Anna soetwas sagen würde.

Nach diesem Vorfall war ich etwas skeptisch ihr gegenüber geworden.
Obwohl ich sie mag, habe ich mich oft gefragt, was passiert sei, dass sich die Freundschaft im Vergleich zu früher doch recht verlaufen hat und habe aufgrund der wiederkehrenden Bemerkungen in Erwägung gezogen, evtl doch einen Schlussstrich darunter zu setzen.
Peter wusste davon und sagte mir, er wüsste nicht, ob er dies dann auch tun würde - sie hätte ihm ja nichts getan. Lediglich einmal sagte er von sich aus, dass er dann eben mit viel Unverständnis die Freundschaft zu ihr auch einstellen würde.
Dennoch versuchte er mich immer wieder zu ermuntern, mich weiterhin mit ihr zu vertragen und sagte mir, sie würde so große Stücke auf mich halten.
Nun gut.

Da die Wohnungssuche nichts ergab und da es in Annas Privatleben einige Probleme gab, kam sie immer des Öfteren zu spät zur Arbeit. Trotz Nachfrage erzählte sie kaum davon. Dass Anna und Peter häufiger Kontakt per WhatsApp und Telefon hatten, war mir bekannt und bewusst. Man könnte sagen, weitaus mehr Kontakt als sie und ich. An einem Nachmittag als ich auf dem Weg zu einem Arzttermin war von dem nur Peter wusste, rief er mich an und sagte mir, er hätte soeben einen Anruf von Anna erhalten, sie würde weinen und hätte ihn gefragt, ob er sich mit ihr treffen könne. Er sagte, ich könne nach dem Arztbesuch dazukommen. Dies tat ich nicht.

Am kommenden Tag bei der Arbeit, erzählte sie weder über die Vorkommnisse, noch darüber, dass sie ihn angerufen hatte. Da stellte sich mir wieder die Frage: wir kennen uns seit fast drei Jahren, sie kennt Peter seit einem Jahr, jedoch ruft sie meinen Partner an, um sich trösten zu lassen und erzählt daraufhin auch nichts darüber, dass dies zustande kam und dass sie aktuell Sorgen hat.

Nun, da einige Monate vergangen waren, hat Anna Anfang Oktober endlich eine Zusage für eine Wohnung ab Anfang November erhalten. Sie fragte mich, ob ich ihr helfen können, sie irgendwann zu dekorieren.

Die Wohnung sollte vor dem Einzug noch gestrichen werden und schlussendlich mussten natürlich ihre Sachen danach mit ihr dort einziehen. Da Peter ein sehr hilfsbereiter Mensch ist, bietet er grundsätzlich seine Hilfe an. Da er im Gegenzug ungern nach Hilfe fragte, erledigten wir unserem Umzug Anfang April einfach zu zweit. Nach gut einer Woche Anfang November war die Wohnung durch ihren Bruder und einem seiner befreundeten Maler frisch gestrichen und Peter sagte mir, dass er mit Anna vereinbart habe, dass wir am Montag der kommenden Woche den Umzug erledigen würden. Sie hätte ihm gesagt, dass sie sonst niemanden hätte, der den Umzug mit ihr machen würde. Die Info kam lediglich von ihm - sie hatte mich weder persönlich darauf angesprochen, noch mir geschrieben. Ich wusste aus ihren Erzählungen, dass sie ihre Sachen noch nicht fertig gepackt hatte und zudem wurde sie einige Tage zuvor krank - somit fiel der Umzug letzten Montag flach.

Im Verlauf der vergangen Woche habe ich sie gesehen, jedoch sprachen wir so gut wie nie über den Umzug. Lediglich nachmittags oder abends bekam ich die Infos von meinem Freund, dass Anna ihn angerufen hatte bezüglich des Umzuges, um Sachen zu besprechen. Sie musste noch einen Transporter organisieren. Dazu hatte er ihr verschiedene Anlaufstellen genannt. Er fragte mich dann, ob ich wüsste, ob sie dies schon getan hat - ich habe verneint. Letzte Woche hat er immer wieder erwähnt, er würde sie jetzt anrufen und ihr sagen, sie müsse sich doch nun endlich darum kümmern. Ich sagte ihm, ich hätte ihr das bereits gesagt. Und dass sie eben auch erwachsen genug sei, ihren Umzug im Vorfeld selbst zu regeln - wir würden dann ja schon bei der Durchführung helfen.
Am letzten Samstag habe ich mit ihr gemeinsam gearbeitet und sie rief mehrmals bei den Vermietungen an - ohne Ergebnis. Ich wusste lediglich ihrerseits, dass es sie für den Umzug ca 7-8 Kisten hatte und ein Boxspringbett - den Rest wollte sie neu erwerben.

Abends waren Peter und ich mit Freunden unterwegs. Während wir auf ebendiese warteten, klingelte erneut sein Handy und Anna fragte ihn, wann der Umzug am Montag starten sollte und wie lange sie einen Transporter mieten solle nachdem sie nun fündig geworden war.

Samstagabend hat sich bei mir eine Erkältung bemerkbar gemacht und somit lag ich den Sonntag über bis zum Montag flach und sagte, ich würde nicht mitkommen. Da es sind um lediglich wenige Kisten und ein Bett handelte, war ich sicher, dass der Umzug auch zu zweit in kurzer Zeit zu erledigen war.

Um kurz vor Zehn hat Peter am Montag das Haus verlassen, um gemeinsam mit Anna den Transporter zu holen, den er fahren sollte (5 Minuten Fahrtweg). 2,5 Stunden später rief er mich an, sie hätten nun das Bett und die Kisten verladen. Er wollte mich fragen, ob ich mitkommen möchte, sie würden nun rund 30 km entfernt fahren, da ihr aufgefallen sei, dass sie noch ein Sideboard aussuchen möchte. Ich sagte, dass ich krank sei und zuhause bleibe. Er sagte, sie würden dennoch fahren. 
Das störte mich aus 2 verschiedenen Gründen: 1. fühlte ich mich auf den Arm genommen. Wohlwissend, dass ich nach all den Vorkommnissen nicht wirklich grün damit war, lag ich zuhause krank im Bett und wäre nicht mitgegangen. Er sagte mir auch am Telefon, er wüsste, dass es mich stören würde, jedoch dachte er, das würde es weniger, wenn ich mitkäme. 
2. hätte der Umzug rein rechnerisch ohne diesen spontanen Ausflug mindestens weitere zwei Stunden mit Ausladen, Abbauen und Transporter abgeben gedauert. Auf seiner Agenda stand für den Tag noch eine enorm wichtige Aufgabe für seinen kommenden Arbeitstag an, die ihn einige Stunden gekostet hat. Ich wies ihn daraufhin, denn ich wusste, dass ihm diese Aufgabe bereits seit Tagen Bauchschmerzen bereitete und hatte im Vorfeld hier schon meine Hilfe angeboten. 


Er legte dann auf, sauer über mein Unverständnis und ließ mich weitere 3 Stunden in dem Glauben, dass sie auf der Suche nach diesem Möbelstück waren, bis er nach Hause kam, kurz bevor sie den Transporter wegfuhren, um mir zu sagen, dass er wegen meinem Unverständnis nun seinen Freundschaftsdienst nicht leisten konnte und rauschte ab.

Das Gespräch an diesem Nachmittag endete im bitterbösen Streit, weil er nicht verstehen kann, dass ich seit Monaten einen sehr faden Beigeschmack bei dem ganzen habe. Er besteht darauf, dass alles rein freundschaftlich ist und ich habe ihm nicht vorgeworfen, dass es etwas anderes sei. 
Er verhält sich in diesem Rahmen nur gänzlich anders als sonst. Sofern es ein Problem zwischen uns gibt, sprechen wir darüber und suchen einen Kompromiss. Auch, wenn ihn in irgendeiner Weise etwas stört oder verletzt, versuche ich es nachzuvollziehen und gegebenenfalls etwas anzupassen. Er ist in diesem Punkt extrem hartnäckig und es ist ihm egal, ob es mich verletzt, mich traurig, wütend, ratlos oder weinend zurücklässt.
In allen anderen Fällen ist er immer sehr bedacht auf meine Gefühle.

Ich frage mich, was dahintersteckt, dass er an dieser Freundschaft so festhält, dass er meinen Worten kein Gehör schenkt, sondern mich nur als eifersüchtig darstellt.
Im umgekehrten Falle, wüsste ich, dass er durchdrehen würde.

Welchen Rat könnt ihr mir geben?

Was ich noch hinzufügen wollte:

Peter hat übrigens einen hohen Gerechtigkeitssinn. Er arbeitet nicht im gleichen Unternehmen. Wir sprechen über alltägliche Geschehnisse. Anna ist mir sozusagen unterstellt und es kam schon das ein oder andere Mal vor, dass Peter Anna angerufen oder ihr geschrieben hat, wenn er das Gefühl hatte, dass für sie eine Änderung oder ein Vorkommnis im Arbeitsalltag eine negative Folge für sie haben könnte. Er wollte sie darüber informieren, damit sie entsprechend reagieren kann.

Peter hat in der Vergangenheit auch verschwiegen, dass es abends eine Online Verabredung gibt und erst im letzten Moment erwähnt, obwohl dies schon länger feststand.

Der aktuelle Stand ist übrigens dieser:

Ich übe mich in Ruhe und habe ihm mitgeteilt, dass ich das nicht mehr thematisieren möchte, weil wir auf absoluten keinen gemeinsamen Nenner kommen. Es kostet mich unheimlich viel Kraft und es erschließt sich mir einfach nicht. In der Vergangenheit wurde ich doch immer wieder enttäuscht nachdem es "geklärt" schien. Ich versuche es dieses Mal so, auch, wenn es nicht der beste Weg sein wird, nicht darüber zu sprechen, aber vielleicht gibt ihm das einen Denkanstoß.

Danke im Voraus für eure Antworten.

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M
matchingwords
23.11.22 um 11:37
In Antwort auf petro_29037383

Schade, dass die Empathie an der Stelle ihr Ende gefunden hat. 

Eine wirklichen Rat kann ich Dir leider nicht geben, denn der wäre gewesen, dass Du das Gespräch mit ihm suchen solltest und Deine Bedenken äußern solltest. 

Eine Möglichkeit wäre, dass Du Anna sagst, dass Du Dich unwohl mit der Situation fühlst und ihr Verhalten Deinem Freund gegenüber fragwürdig ist. Ich finde es auch etwas anmaßend, dass Anna sagt, dass man merkt, dass ihr ein Paar seid, wenn ihr zu dritt unterwegs seid. Ich gehe nicht davon aus, dass ihr, wenn ihr zu dritt seid, nicht die Finger voneinander lassen könnte und Euch der Situation entsprechend verhaltet.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mir keine Sorgen machen würde was die Beziehung zwischen ihm und Anna angeht. Er scheint das wirklich mir plantonisch zu sehen. Das beziehe ich nur auf Deinen Freund 

 

Danke für deine Zeit und deine Antwort, its_soleil!

Deinen Rat habe ich schon sehr häufiger in der Vergangenheit befolgt - leider erfolglos.

Ich habe Anna gegenüber schon erwähnt, geäußert, dass und was ich nicht ok finde. Ich weiß, dass er umgekehrt eine solche Aussage durch einen Freund ebenso störend finde würde wie ich in diesem Fall.

Gefühlt bin ich im Geschehen nicht drin, denn das meiste passiert zwischen ihnen. Ich fände es wichtig, dass er an dieser Stelle auch seine sonstige Meinung zu einer solchen Aussage vertreten würde, denn meine hat hier wohl kein Gewicht.

Es gab schon Situationen in denen jemand flapsig gesagt hat, verbringst du den Abend etwa mit deiner Freundin, da sagte er, ja das mache ich gerne. In ihrem Fall kommt von ihm keine Gegenwehr. 🤷🏻‍♀️

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P
petro_29037383
23.11.22 um 11:51
In Antwort auf matchingwords

Danke für deine Zeit und deine Antwort, its_soleil!

Deinen Rat habe ich schon sehr häufiger in der Vergangenheit befolgt - leider erfolglos.

Ich habe Anna gegenüber schon erwähnt, geäußert, dass und was ich nicht ok finde. Ich weiß, dass er umgekehrt eine solche Aussage durch einen Freund ebenso störend finde würde wie ich in diesem Fall.

Gefühlt bin ich im Geschehen nicht drin, denn das meiste passiert zwischen ihnen. Ich fände es wichtig, dass er an dieser Stelle auch seine sonstige Meinung zu einer solchen Aussage vertreten würde, denn meine hat hier wohl kein Gewicht.

Es gab schon Situationen in denen jemand flapsig gesagt hat, verbringst du den Abend etwa mit deiner Freundin, da sagte er, ja das mache ich gerne. In ihrem Fall kommt von ihm keine Gegenwehr. 🤷🏻‍♀️

Es ist eine schwierige Situation: wenn sich mit beiden nicht reden lässt und auch keine Einsicht kommt, wäre der nächste Schritt, dass Du Konsequenzen für Dich und Peter, aber auch für Dich und Anba ziehst. 

im Bezug auf Eure Beziehung ist an der Stelel die Frage, ob das Thema Anna eine so große Beinträchtigung darstellt (ich möchte das Thema ganz und garnicht kleinreden) als das es das wert wäre. Ich denke garnicht direkt an Trennung, sondern an einen zeitlich begrenzten Abstand oder eine Beratung

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