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Wie sage ich es ihm...?

31. Juli 2003 um 14:29 Letzte Antwort: 10. November 2003 um 12:55

Hallo an Euch,

wie habt Ihr eine Trennung von einem langjährigen Partner erlebt?
Dem man eigentlich nichts vorwerfen kann, außer daß er einfach anders ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, was das Thema Liebe und Leidenschaft angeht...das wußtet Ihr zwar schon von Beginn an, aber Euch waren immer die anderen Säulen in Eurer Beziehung wichtiger...Ihr habt es immer versucht, Euer wahres Ich in den Hintergrund zu stellen, die vielen Wünsche nach Liebe, Leidenschaft, was man in vielen Dinge erkennen kann, Liebeserklärungen, Worte, Umarmungen, leidenschaftliche Küsse....Ihr habt das aber nie gehabt...dafür wart Ihr mit jemandem zusammen, auf den Ihr Euch immer verlassen könnt, er ist treu, ehrlich, aber eben völlig rational, nüchtern, Realist und hält nichts von den emotionalen Dingen in dieser Welt...Ihr habt alles versucht, zu reden, zu akzeptieren, das ging immer soweit ganz gut, aber so langsam merkt Ihr, daß Ihr Euch zuviel versagt von Dingen, die so unglaublich wichtig sind...Ihr fühlt Euch nicht mehr begehrt, keiner macht Euch ein Kompliment, Ihr habt noch niemals Ich liebe Dich gehört...mußtet immer fragen danach...auch Umarmungen oder Küsse werden nur gegeben, wenn sie eingefordert werden...dann zwar durchaus bereitwillig, aber nie von alleine...

Also, es ist eine Sammlung von Dingen, die so sehr fehlen, daß Ihr immer unglücklicher werdet und diese Sehnsucht nicht mehr aushaltet....aber nach wie vor steht die Beziehung auf guten beinen, denkt ihr euch zumindest, denn es läuft harmonisch und friedlich.....aber die Leidenschaft ist nicht da...sie war noch nie da....aber man wollte unbedingt damit klarkommen und hat das erfolgreich einige Jahre geschafft, weil andere Dinge im Vordergrund waren....eben die charakterlichen Vorzüge...denn gerade damit hatte man schlechte Erfahrungen gesammelt in der Vergangenheit...

Nun seid Ihr Euch eigentlich schon seit einigen Monaten sicher, daß es keine Liebe mehr ist, sondern eine Freundschaft, der Mensch liegt euch am Herzen, aber Ihr wünscht euch endlich wieder das Lebendige in einer Partnerschaft, es müssen nicht die berühmten Schmetterlinge sein, aber eben körperliches Begehren, Streicheln, Küssen, liebe Dinge sagen oder schreiben..Lebendigkeit und Spontanität..Ihr seid selbst sehr emotional und wünscht Euch ein Gegenstück dafür....

Wie sagt man dem Partner, daß man geht, obwohl doch eigentlich kein grund besteht, zumindest nicht in seinen Augen?? Denn ihm sind die anderen Sachen wichtiger als Liebesworte.....aber euch nicht mehr...

Ich habe schon so oft begonnen, mit ihm zu reden, er blockt und läßt sich nicht drauf ein...was auch nicht neu ist...Konflikte vermeiden ist auch ein großes Thema...
Er kann esnicht verstehen und nachfühlen, weil er auch nichts vermißt...

Er tut mir so leid und ich kann es ihm nicht sagen, mein schlechtes Gewissen haut mich jedesmal wieder um....es ist keine Angst vor der Zukunft sondern die Angst, ihm weh zu tun, denn er hat soviel Gutes auch für mich getan, ich konnte mich endlich mal wieder beruhigen und mein kaputtes Seelchen pflegen....dank seiner Ruhe...aber nun kommt mein wahres Ich wieder zum Vorschein....versteht Ihr?

Ich bin in einer Zwickmühle...wer von Euch kennt das und kann mir erzählen, wie er da rausgefunden hat?

Von einem eigentlich liebenswerten Menschen gehen....weil er trotz allem nicht das hat, was ihr dringend braucht...

Danke für Eure Erfahrungen....Jen

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31. Juli 2003 um 14:52

Nun Ja liebe Jen,
meine Meinung ist, werde glücklich!!! Man kann zwar einige Zeit lang seine eigenen Bedürfnisse zurückstecken, aber auf dauer kann das leider nicht gut gehen, weil man sich selber dadurch nur unglücklich macht! Er mag ein lieber netter Mensch sein, aber das alleine hilft nicht um eine Beziehung weiter zu führen, schon gar nicht, wenn keine Liebe mehr vorhanden ist. Du verletzt dabei nicht nur dich selber, sondern mit einer Weile auch Deinem Partner. Ich würde Dir mal raten, auf Dich zu schauen,und werde wieder so richtig glücklich. Zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel.Liebe Grüße und viel Glück Sterndi

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31. Juli 2003 um 15:20

Hallo Liebchen...
...das kommt mir alles wahnsinnig bekannt vor. Heute wären wir 4 Jahre zusammen ( haben uns genausolange eine Wohnung geteilt) . Vor ein paar Tagen hat er sich von mir getrennt.

Bei uns lief das schon seit etwa einem Jahr so, wie bei euch. Ich habe immer wieder das Gespräch gesucht, und allles mir mögliche getan. Leider ohne Erfolg, er meint, er sei halt einfach nicht fähig, mir zu geben, was ich brauchte- ich jedoch war der Meinung, er will nicht. Solange ich nichts gesagt habe, war auch er mit der Beziehung zufrieden. Aber auch nur bis dahin, an der Beziehung zu arbeiten, das war gar nicht sein Ding, sich anzusehen, was denn konkret nicht rund lief, noch weniger.

Na ja... ich kann nur sagen, solange ihr am selben Strick zieht, solange deinem Partner die Beziehung genauso wichtig ist wie dir und er auch bereit ist, was für die Beziehung zu tun, solange habt ihr eine gute Chance, die sache wieder ins Lot zu bringen.

Von Herzen alles Liebe

Yasi

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31. Juli 2003 um 15:26
In Antwort auf iven_12960499

Hallo Liebchen...
...das kommt mir alles wahnsinnig bekannt vor. Heute wären wir 4 Jahre zusammen ( haben uns genausolange eine Wohnung geteilt) . Vor ein paar Tagen hat er sich von mir getrennt.

Bei uns lief das schon seit etwa einem Jahr so, wie bei euch. Ich habe immer wieder das Gespräch gesucht, und allles mir mögliche getan. Leider ohne Erfolg, er meint, er sei halt einfach nicht fähig, mir zu geben, was ich brauchte- ich jedoch war der Meinung, er will nicht. Solange ich nichts gesagt habe, war auch er mit der Beziehung zufrieden. Aber auch nur bis dahin, an der Beziehung zu arbeiten, das war gar nicht sein Ding, sich anzusehen, was denn konkret nicht rund lief, noch weniger.

Na ja... ich kann nur sagen, solange ihr am selben Strick zieht, solange deinem Partner die Beziehung genauso wichtig ist wie dir und er auch bereit ist, was für die Beziehung zu tun, solange habt ihr eine gute Chance, die sache wieder ins Lot zu bringen.

Von Herzen alles Liebe

Yasi

...
...auf jeden Fall aber solltest du zu deinen eigenen Gefühlen stehen. Du kannst einen Menschen auch noch gerne haben, wenn du nicht mehr mit ihm zusammen bist. Das wird ihm zwar weh tun, aber er wird es verstehen, wenn er dich wirklich so gerne hat wie du schreibst...

Alles Gute

Yasi

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1. August 2003 um 10:32

Hallo an Euch!
Vielen Dank für Eure Beiträge, es ist sehr lieb von Euch, und vor allem freut es mich zu sehen, daß Ihr auch meiner Meinung seid, denn ich bin zwar nicht unsicher, habe dieses Gefühl ja nun schon seit Monaten in mir und mich nur nicht getraut, es einzugestehen....aber ich kenne mich und weiß, wann es vorbei ist. Trotzdem ist es schön zu sehen, daß man nicht alleine ist mit solchen Gedanken..
Trotzdem werde ich noch einige Wochen warten und meine Gefühle auf den Prüfstand stellen, nach so vielen Jahren hat die Beziehung und er das verdient.
Ich habe mit ihm geredet vor einigen Tagen und ihm gesagt daß ich nicht mehr glücklich bin, daß wir einfach verschiedene Bedürfnisse haben, ich ihm niemals deswegen einen Vorwurf mache, weil er so ist wie er ist, er ist ja deswegen nicht besser oder schlechter al sonst jemand, einfach nur anders...er kann das alles nicht nachvollziehen, weil er es eben niemals vermißt hat....ihm reicht es abends nach hause zu kommen, dort erwartet ihn kein Streit und kein zickiges Weibi (hatte er früher nämlich), er geht jedem Beziehungskonflikt völlig aus dem Weg und auch ich habe mir das angewöhnt....deswegen fällt es mir heute so schwer,endlich zu mir und meinen Gefühlen zu stehen, aus Angst, ich verletze jemanden damit...
Aber es hat keinen Sinn, ich muß endlich sehen, daß ich auf mich achte, völlig richtig...und da wir uns immer gut verstanden haben, werden wir auch das Ende gut und friedlich durchbringen, da habe ich keine Bedenken, sondern vor dem Moment, an dem ich ihm gegenüber sitze und die Worte sagen muß: Ich möchte gehen...
Wenn ich dann in sein Gesicht schaue, dann tut er mir wahnsinnig leid, denn ich kann sehen, wie es ihn trifft, auch wenn er niemals etwas sagen würde...er redet einfach niemals über Gefühle....
Oh Mann, das wird schlimm....auch wenn ich weiß, daß es die für mich richtige Entscheidung ist, der Weg ist hart...aber wie kann ich sonst machen...nein, es geht einfach nicht....wann und wie sage ich es aber?
Naja, da kann mir natürlich keiner bei helfen, ist mir schon klar...aber wie seid Ihr mit dem schlimmen Moment umgegangen, als Ihr Euch mal getrennt habt? Man fühlt sich ja nicht gleich sofort super erleichtert sondern wahrscheinlich trotz allem erst mal richtig mies...eben auch weil der andere sich schlecht fühlt, ich würde ihm so gerne alles ersparen, aber das kann ich doch nicht, es wäre nicht ehrlich..


Bye...Jen

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1. August 2003 um 17:42
In Antwort auf an0N_1265138599z

Hallo an Euch!
Vielen Dank für Eure Beiträge, es ist sehr lieb von Euch, und vor allem freut es mich zu sehen, daß Ihr auch meiner Meinung seid, denn ich bin zwar nicht unsicher, habe dieses Gefühl ja nun schon seit Monaten in mir und mich nur nicht getraut, es einzugestehen....aber ich kenne mich und weiß, wann es vorbei ist. Trotzdem ist es schön zu sehen, daß man nicht alleine ist mit solchen Gedanken..
Trotzdem werde ich noch einige Wochen warten und meine Gefühle auf den Prüfstand stellen, nach so vielen Jahren hat die Beziehung und er das verdient.
Ich habe mit ihm geredet vor einigen Tagen und ihm gesagt daß ich nicht mehr glücklich bin, daß wir einfach verschiedene Bedürfnisse haben, ich ihm niemals deswegen einen Vorwurf mache, weil er so ist wie er ist, er ist ja deswegen nicht besser oder schlechter al sonst jemand, einfach nur anders...er kann das alles nicht nachvollziehen, weil er es eben niemals vermißt hat....ihm reicht es abends nach hause zu kommen, dort erwartet ihn kein Streit und kein zickiges Weibi (hatte er früher nämlich), er geht jedem Beziehungskonflikt völlig aus dem Weg und auch ich habe mir das angewöhnt....deswegen fällt es mir heute so schwer,endlich zu mir und meinen Gefühlen zu stehen, aus Angst, ich verletze jemanden damit...
Aber es hat keinen Sinn, ich muß endlich sehen, daß ich auf mich achte, völlig richtig...und da wir uns immer gut verstanden haben, werden wir auch das Ende gut und friedlich durchbringen, da habe ich keine Bedenken, sondern vor dem Moment, an dem ich ihm gegenüber sitze und die Worte sagen muß: Ich möchte gehen...
Wenn ich dann in sein Gesicht schaue, dann tut er mir wahnsinnig leid, denn ich kann sehen, wie es ihn trifft, auch wenn er niemals etwas sagen würde...er redet einfach niemals über Gefühle....
Oh Mann, das wird schlimm....auch wenn ich weiß, daß es die für mich richtige Entscheidung ist, der Weg ist hart...aber wie kann ich sonst machen...nein, es geht einfach nicht....wann und wie sage ich es aber?
Naja, da kann mir natürlich keiner bei helfen, ist mir schon klar...aber wie seid Ihr mit dem schlimmen Moment umgegangen, als Ihr Euch mal getrennt habt? Man fühlt sich ja nicht gleich sofort super erleichtert sondern wahrscheinlich trotz allem erst mal richtig mies...eben auch weil der andere sich schlecht fühlt, ich würde ihm so gerne alles ersparen, aber das kann ich doch nicht, es wäre nicht ehrlich..


Bye...Jen

Liebe Jen,
ich kann Dir das alles nachfühlen, ich bin in der gleichen Situation. Ich will gehn, schaffe es aber nicht, ihm das zu sagen. Sechs Jahre wirft man nicht so einfach weg, sage ich mir, obwohl ich genau weiß, dass ich erst wieder glücklich sein kann, wenn ich mich von ihm trenne.

Es ist so schwer, einem lieben Menschen weh zu tun. Ich habe das schon einmal hinter mir, als ich mich nach 10 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt habe. Jetzt wäre es eigentlich wieder soweit, und ich kann mich einfach nicht aufraffen. Heute noch nach Jahren sehe ich das Gesicht meines Ex-Mannes vor mir, als ich ihm gesagt habe, ich ziehe aus. In der Zeit danach kam ich mir vor wie eine Maschine, Augen zu und durch, nur nicht zuviel darüber nachdenken. Mir ging es danach viel besser, aber ich glaube, ich habe mir selbst bis heute nicht verziehen, was ich ihm angetan habe. Jahrelang fühlte ich mich noch für ihn verantwortlich, erst jetzt, wo er wieder verheiratet ist, kann ich aufatmen.
Deshalb finde ich heute auch immer wieder Ausreden, warum ich mich nicht von meinem jetzigen Lebensgefährten trenne, obwohl es bei uns schon lange nicht mehr gut läuft. Er ist auch ein guter Mann, auf den ich mich jederzeit verlassen kann, und er hat mir nie einen Grund gegeben, ihn zu verlassen. Aber bei mir ist die Luft raus. Ich schätze und mag ihn als Mensch wirklich sehr, aber er ist nicht mehr mein Geliebter. Immer wieder sage ich mir, das kann nicht ewig so weiter gehn, aber ich schrecke wie Du davor zurück, es ihm offen zu sagen. Er merkt natürlich, das ich nicht mehr so bin wie am Anfang unserer Beziehung, aber ich denke, er will nicht in ein Wespennest stechen, er fragt nicht, was mit mir los ist. Ich wünschte, er würde es tun, oder er hätte irgendwann selbst keine Lust mehr, diese unbefriedigende Beziehung weiterzuführen. Aber da kann ich wahrscheinlich warten bis zum St.-Nimmerleinstag. Er wäre auch am liebsten verheiratet, ich nicht! Zum Glück wird mir wenigstens eine zweite Scheidung erspart werden, wenn ich es irgendwann schaffe, das auszusprechen, was ich wirklich will.
Das ist doch total irrsinnig. Ich mache mich fertig aus Angst, ihm wehzutun.

Hoffe, Du schaffst es, irgendwann schaffe ich es auch.

Liebe Grüße
Aladina

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8. November 2003 um 8:32

Hallo .......
Hallo Jen,
ich habe heute Deinen Beitrag gelesen.
mir ging es ähnlich und habe mich vor einer woche getrennt. nachdem ich das einfach nicht mehr ausgehalten habe. es geht mir besser, fühle mich aber irgendwie komisch.
wie ist es bei Dir?
hast Du Dich inzwischen getrennt?

liebe grüße
ema

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9. November 2003 um 1:29

Liebe Jen,
dazu stehen,dass man sich entscheidet,neues Glück und neue LEidenschaft mit einem anderen Partner zu versuchen, ist sicher niemals leicht.

Für die/den nicht der verlässt, und die /den nicht, der verlassen wird.

Meine Freundin trennte sich nach 8 Jahren von ihrem Freund, der sie sehr geliebt hat.Sie hatte "große Liebe" beim Latinotanz kennengelernt.
Bei meinem Geburtstag waren noch beide,und ich habe noch einen Supersschnappschuss-hm-soweit.

Ein Jahr später saß sie in Tränen aufgelöst an meinem Tisch zuhause und hat mich gefragt, warum ihr alle Männer davonrennen und nur Sex von ihr wollen.
Weil Du das vermittelst, dass Du ein flotter Typ bist,der für alles offen ist,und einen teilweise rüden, laxen Umgang mit Männern pflegst -habe ich ihr u.a. gesagt, wir haben uns bestimmt 2 Std. unterhalten.
Auch erinnert habe ich sie, dass ihr Freund-Ex-im Jahr zuvor sehr gelitten hat, nachdem sie ziemlich flott auszog zum Neuen, das war nach einem knappen Dreivierteljahr vorbei.

Sie hat immer sehr offen mit ihren Partnern geredet, hatte in ihrer langjährigen Partnerschaft one-night-stands im Hotel, und ihr Freund wusste das. Er muss sie sehr geliebt haben, war so mein Eindruck,er hat das alles ausgehalten
Ansonsten gings mit viel hin u. her,Pauken und Trompeten bei ihr auseinander,nicht harmonisch, das bestimmt nicht.
Nur mit offenen Karten hat sie immer gespielt, soweit der Mann mitgemacht hat.

Mir geht es so,dass ich mit meinem allerbestem Freund verheiratet bin. Ist ein tolles Gefühl, und tiefe Erotik und Liebe ist auch mit drin, so ists so bei uns

viel Glück,Jen,beim Entscheidungsfinden
LG
B.

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10. November 2003 um 12:55

Augen zu und durch
Liebe Jen,

mir ging und geht es wie Dir. Ich war fast fünf Jahre mit meinem Freund zusammen - und ich habe mich gestern von ihm getrennt. Wir hatten auch keine großen Streit, aber unsere Lebensziele sind mit der Zeit einfach total auseinander gelaufen. Er wollte wieder in seine Heimatstadt ziehen, ich nicht, er will keine Kinder, ich schon, etc. etc.

Ich habe mich auch wochen- und monatelang gequält und wollte mir nicht eingestehen, dass es vorbei ist. Der Weg bis zu der Erkenntnis, dass es wirklich nicht mehr geht, war schlimmer, als es umzusetzen.

Mein Ex-Freund ist auch einer von der Sorte: "Bloß nicht über Probleme reden." Ich hab ihm dann mehr oder weniger einen Monolog gehalten, dass ich denke, dass das mit uns nicht funktioniert. Er hat geblockt und gar nichts gesagt. Das war für mich der Auslöser zu sagen: "Hey, er kämpft nicht mal um Dich! Er sagt nicht, dass er Dich liebt, dass es eine gemeinsame Zukunft gibt!" Das mußte ich erstmal verdauen, aber eine Woche später war ich soweit. Ich hab zu ihm gesagt, dass ich mir lange Gedanken gemacht hätte, aber dass es von meiner Seite aus nicht mehr geht. Dass die Gemeinsamkeiten fehlen, dass mir die Liebe und die Leidenschaft fehlen. Er hat schwer geschluckt, aber am Ende hat er es auch so gesehen.

Ich bin jetzt zwar sehr traurig, aber die Erleichterung, dass es "raus" ist, ist viel größer! Ich kann mein Leben jetzt wieder völlig selbst in die Hand nehmen, neue Leute kennenlernen, etc... Das ist ein tolles Gefühl. Deshalb rate ich Dir: Wenn Du wirklich so weit bist, dass Du sicher bist, dass es vorbei ist: Sag es ihm. Es wird nicht besser, wenn Du ihn und Dich auf Dauer quälst. Wenn Du erstmal an dem Punkt bist, kannst Du auch die Beziehung nicht mehr retten.

Liebe Grüße und alles Gute,
Skihäschen

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