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Wie sage ich es ihm?

18. September 2012 um 10:35

Ich bin 29, mein Mann ist 44, wir sind seit 9 Jahren zusammen und seit 4 verheiratet und wir haben eine 4-jährige Tochter. Ich will sagen ich hadere schon seit etwa 2 Jahren mit mir, diese Beziehung zu beenden. Ich war mir nie so richtig klar was bei uns schief läuft, deshalb haben wir auch keine Therapie gemacht, weil ich einfach nicht sagen konnte was es ist. Es fing an mit Kleinigkeiten, er hat sich immer neue Frauenkontakte gesucht, war nie davon abzubringen, spielte es herunter, keine Ahnung was da wirklich war. Er hat sich nicht so um seine Tochter gekümmert wie ich es gern gewollt hätte, er hat sich gehen lassen. Um nicht noch weiter auszuschweifen könnte man sagen, er hat einfach seine Straßenbahn erreicht, hat die Familie die er immer wollte und ist glücklich damit. Ich aber nicht und das schon länger nicht. Ich habe oft versucht mit ihm zu reden, ihm klar zu machen was mich stört. Entweder hat er es ignoriert oder kurzzeitig geändert um dann wieder da weiter zu machen wo er vorher war. Die Gespräche kamen immer von mir. Wir haben nie wirklich viel über uns gesprochen, wahrscheinlich weil es in seinen Augen keinen grund gab.
Ich habe mich damals in seine Art verliebt. Er war äußerlich nie mein Typ. Ich will nicht sagen er war hässlich, das war er nicht, aber eben auch nicht besonders schön. Am Anfang hatte ich sehr zu hadern, ihn meinen Freunden vorzustellen. Aber dann hat seine Art und sein Charakter gesiegt, so dass ich ihn dann auch geheiratet habe.
Ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber er ist über die Jahre immer prolliger geworden. Redet mit seinem Arbeitskollegen so und bringt das oftmals auch nach hause.
Ich hatte, nachdem ich meinen Job verlor, ein Tief und zu der Zeit hat mich das nicht so sehr gestört. Aber jetzt, ich habe immernoch keinen Job, aber wieder Mut und Kraft, stört es mich immer mehr wie er sich verhält.
Er schaut auch nicht auf sein äußeres. Er macht sich nicht mal Gedanken darum wenn ich morgens geschminkt und hübsch gemacht aus dem Haus gehe, er bleibt trotzdem unrasiert. Er war seit vielen jahren, eigentlich seit wir zusam men sind, nicht beim zahnarzt und so sehen seine Zähne auch aus. Ich ekel mich mittlerweile ihn zu küssen, so gern ich ihn auch habe.
Ich denke ich liebe ihn nicht mehr. Ich denke ich fühle nur noch freundschaftlich für ihn.
Unser Sex ist schon lange nicht mehr so wie er es mal war. Er gibt sich auch keine Mühe mehr, es ist Mittel zum Zweck und ich mag ihn da auch nicht küssen. Ich habe schon seit längerem keine Lust mehr auf Sex mit ihm und habe jetzt fast ein jahr versucht herauszufinden warum das so ist. Und ich denke es liegt daran dass ich nicht mehr so für ihn empfinde und er mich auch körperlich nicht mehr anspricht.
Ich habe es lange Zeit versucht ihm klar zu machen, aber es hat nix gebracht und jetzt ist es so weit gekommen dass meine Gefühle weg sind. Hinzu kommt dass es mir so leid tut für ihn, seine heile Welt zu zerstören. Aber ich denke ich muss es ihm sagen. Nur, ich weiß nicht wie. Für ihn ist alles in ordnung. Dass wir keinen Sex haben stört ihn sicherlich, aber er nimmt es wohl so hin.
Ich möchte meiner Tochter auch nicht den Vater nehmen. Ich möchte ihn als Menschen ja auch nicht verlieren... aber ich bin damit nicht glücklich und ich weiß dass ich was ändern muss. Aber wie sage ich es ihm? Damit reiße ich ihm ja den Boden unter den Füßen weg. Ich denke auch nicht dass er es akzeptieren wird.
Wir waren vor etwa einem jahr schonmal an dem Punkt an dem ich mich trennen wollte. Da fing er an mir zu drohen, dass er die Kleine nimmt usw. Er ist nie handgreiflich geworden, aber er ist ein mensch der Macht und das sagen haben will, beruflich wie privat. Und er wird mich nicht einfach gehen lassen.
Wie sagt man seinem Mann dass man ihn gern hat aber nicht mehr liebt?

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18. September 2012 um 11:43


Wenn er dir gedroht hat, dir das Kind zu nehmen, finde ich das schon ziemlich krass. Das ist einer der Punkte, an denen es richtig weh tun kann.

Mein Ex-Mann wäre niemals an die Kinder gegangen. Es war immer klar, dass sie im Fall der Fälle bei mir wohnen bleiben. Aber er hat mir bereits x Jahre vor der Trennung gedroht, dass ich keinen Cent Unterhalt bekommen würde. Es war seine Art, mich bei der Stange zu halten, mich einzuschüchtern, mich kleiner zu machen, als ich bin.

Heute denke ich, dass ich mich mindestens 5 Jahre früher hätte trennen sollen. Es wäre für mich und die Kinder besser gewesen. Aber damals war ich halt noch nicht soweit.

An deiner Stelle würde ich mich vorher einfach mal anwaltlich beraten lassen. Dann kennst du deine Pflichten - aber auch deine Rechte! Erst danach würde ich mir überlegen, wie ich es meinem Mann sozusagen "beibringe".

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