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Wie oute ich mich vor meinen Eltern?

22. Juni 2015 um 5:34 Letzte Antwort: 22. Juni 2015 um 13:35

Hallo ihr Lieben,
ich schreibe hier, weil ich einen Rat bezüglich meines Outings vor meinen Eltern brauche. Ich bin 25 Jahre alt und weiß schon seit Jahren, dass ich bi bin. Doch bisher hatte ich nur männliche Partner und habe es meinen Eltern deswegen nie gesagt. Nun habe ich meine erste Freundin (nach drei Jahren hin und her und"nicht trauen" habe ich es endlich gewagt) und bin so glücklich wie noch nie. Meine Freundin ist sehr verständnisvoll und möchte mir Zeit geben, bis ich es meinen Eltern erzähle. Aber da wir jetzt 1 1/2 Monate zusammen sind und ich mit ihr zusammen ziehen möchte, möchte ich nun auch, dass es meine Eltern wissen. Um mir Rat zu holen, habe ich es zuerst meinem Bruder erzählt, der hinter mir steht. Er meint, ich soll es ihnen einfach sagen. Aber meine Eltern haben in Sachen Beziehung eine konservative Einstellung und ich kann nicht einschätzen wie sie reagieren.
Vielleich liest das hier jemand, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und kann mir Tipps geben, wie ich es sagen kann. Eigentlich bin ich eher der Typ, der lieber einen Brief schreiben würde, aber ich möchte meinen Eltern dabei in die Augen sehen.
Bin auf eure Ratschläge gespannt...

Herzlichst,
Vanhofa

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22. Juni 2015 um 11:08

Wenn es...
etwas aus der "norm" geraten....

opa opa...

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22. Juni 2015 um 12:29

Wo
liegt das Problem?

Die Eltern, die ICH kenne, wollen, dass ihre Kinder glücklich sind. Folglich werden Sie dafür vollstes Verständnis haben, oder meinst Du nicht?

lib

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22. Juni 2015 um 12:35

Wieso...
.... sollte es "in Wirklichkeit" kein Bi geben?? Die Einteilung in homo- oder heterosexuell ist doch in Wirklichkeit viel zu sehr schwarzweiß! Niemand ist nur hetero- oder homosexuell, spätestens, wenns um die Liebe zur eigenen Person geht, ist jeder - neben seiner Heterosexualität - auch ein Stückchen homosexuell. Oder sollte es zumindest sein!

Wenn jemand sagt, dass er auf beide Geschlechter steht, steckt nicht immer nur der Wunsch dahinter, die eigene Homosexualität zu "ummänteln" oder "abgemildert" darzustellen. Das kommt sicherlich auch vor. Bei den meisten ist es jedoch die - für in Schubladen denkende Menschen verwirrende - Einsicht, dass sich Anziehung und Liebe nicht auf ein Geschlecht beschränken müssen, sondern grenzenlos wahrgenommen werden können und möglich sind.

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22. Juni 2015 um 13:35

Nö...
... seh ich nicht so schwarzweiß wie Du.

Wie gesagt, es gibt sicherlich auch Leute, die "Bi-Sein" vorgeben, es gibt aber auch Menschen, die es schlicht und einfach sind. Ich kenne selbst welche - und die haben es weiß Gott nicht nötig, das an die große Glocke zu hängen. Im Gegenteil. Einer derjenigen hat sogar Probleme mit seinen Eltern und auch einigen Freunden, weil die erwarten, dass er sich doch endlich für "eine Seite" entscheiden soll, wobei es ihnen vollkommen egal ist, ob hetero- oder homosexuell! Hauptsache, Etikett. Vielen Menschen widerstrebt es ganz offenbar, wenn sie andere Menschen nicht in eine Schublade einsortieren können. Oder sie gönnen es anderen schlicht und einfach nicht, dass sie sich herausnehmen, frei zwischen BEIDEN Geschlechtern wählen zu können.

Letztendlich geht es um MENSCHEN, nicht nur um Männer oder Frauen. Wenn jemand sich gleichermaßen zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt, das Anziehende im Menschen wahrnimmt unabhängig von seinem Geschlecht oder gerade weil der eine Typ ein Mann ist und der andere eine Frau, was ist daran nicht zu verstehen und warum sollte dieses Angezogensein vorgetäuscht sein?

Es ist für die meisten viel schwerer nachzuvollziehen, dass jemand beide Geschlechter toll finden kann, anstatt sich auf eine Seite festzulegen oder festnageln zu lassen. Die meisten reagieren mit Unverständnis und Ablehnung, wie man an Deinem Post ja auch ganz gut sehen kann.

Das Spektrum der erotischen Anziehung ist riesig. Es sind nicht immer 100 Prozent, die man für das eine oder andere Geschlecht übrig hat. Es können auch 80:20 sein, oder 75: 25. Oder eben 50:50... Um es einfach mal in Zahlen zu veranschaulichen. Genauso, wie es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch viele unterschiedliche Grautöne.

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22. Juni 2015 um 11:04
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