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Wie mit der Zukunft umgehen

4. Juli um 18:58 Letzte Antwort: 5. Juli um 18:24

Hallo ihr lieben,

Ich hätte folgendes Problem. Ich bin mit meinem Freund jetzt schon knapp 1,5 Jahre zusammen und an sich ist es eine schöne Beziehung, bei der vieles passt. Leider gibt es aber einen Punkt, in dem wir uns sehr unterscheiden. Ich war schon immer ein offener Mensch und wollte alles von der Welt sehen, habe schon in vielen Orten und Wohnungen gewohnt. Mein Freund ist da das komplette Gegenteil. Er wohnt schon sein ganzes Leben lang in einem Ort und jetzt mit seinen 28 Jahren immer noch in seiner eigenen Wohnung im Haus seiner Eltern. Für mich hat sich nun ein Job im deutschlandnahen Ausland ergeben, uns würden dann 350 km trennen. Da das mein absoluter Traumjob ist und die Region auch toll ist, konnte ich nicht anders, als den Job anzunehmen. Nun das Problem, mein Freund muss noch bis nächstes Jahr für seine Ausbildung in seinem Ort bleiben. Selbst danach möchte er dort aber eigentlich nicht weg, weil seine Familie und sein Umfeld für ihn so wichtig sind und da wären ihm mehr als 50 km Entfernung schon zu viel.
Dass er so heimatverbunden ist habe ich natürlich von Anfang an gewusst, aber vieles möchte man eben nicht so direkt wahrhaben bzw. denkt am Ende klappt es doch irgendwie. Ich dachte immer, selbst wenn ich mal woanders einen Job finde, dann können wir ja immer noch eine Lösung finden. Mittlerweile weiß ich aber gar nicht mehr ob das alles so Sinn macht. Er wird wohl nur sehr unwahrscheinlich aus seiner Heimat wegziehen und eher darauf warten, dass ich zu ihm zurück ziehe. Vielleicht mache ich das eines Tages, aber vielleicht eben auch nicht, die Wahrscheinlichkeit ist leider hoch dass es mir woanders viel besser gefallen wird.. Das macht mich einfach fertig, zu wissen, dass es letztlich nur an mir hängen wird, zu ihm zurück zu kommen und er mir da quasi keine Wahl lässt.
Ich will ihn wirklich nicht verlieren und ihn noch weniger verletzen, deswegen weiß ich einfach gar nicht mehr wie damit umzugehen ist.. Klar ich könnte erstmal ein paar Monate in meinem Job arbeiten und dann schauen wie es läuft, aber das langfristige Problem bleibt. Vielleicht habt ihr einen Rat wie man mit dieser komplizierten Lage umgehen soll.
VG

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5. Juli um 14:01

Hallo arileny,

als erfahrene Frau, die selbst viel herumgekommen ist und in diversen Städten gelebt hat, kann ich Dir nur raten, Dich nicht auf so eine aussichtslose Sache mit Deinem Freund einzulassen.
Im Grunde erpresst er Dich emotional, indem er Dir zu verstehen gibt: "Entweder Du ziehst zu mir oder es ist aus."
Du würdest es bitter bereuen, dieses Jobangebot sausen zu lassen, nur um in das Heimatdorf Deines Freundes zu ziehen. Was erwartet Dich denn da?
Wenn erstmal der Alltag bei Euch eingekehrt ist, siehst Du Dich konfrontiert mit SEINEN Eltern, SEINEN Freunden, SEINEM gewachsenem Umfeld... usw.
Und wo bleibst DU??
Du hast für ihn sehr viel aufgegeben und er weiß es noch nicht mal zu schätzen. Wenn es dumm läuft, setzt er Dich beim ersten großen Streit vor die Tür.
Hast Du so etwas nötig?
Wenn ihm WIRKLICH etwas an Dir liegen würde, wäre er kompromissbereit, das sehe ich bei ihm jedoch nicht, so wie Du es beschreibst.
Und noch etwas: Die Erfahrungen, die Du in anderen Regionen machst, sind sehr wertvoll und bringen Dich in Deiner Persönlichkeitsentwicklung sehr viel weiter, als wenn Du Dein Leben lang an einem einzigen Ort gluckst!!
Ich möchte das jedenfalls nicht mehr missen und weiß auch, dass kein Mann dieser Welt mir diesen geistigen Schatz ersetzen kann!

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5. Juli um 18:24
In Antwort auf arileny

Hallo ihr lieben,

Ich hätte folgendes Problem. Ich bin mit meinem Freund jetzt schon knapp 1,5 Jahre zusammen und an sich ist es eine schöne Beziehung, bei der vieles passt. Leider gibt es aber einen Punkt, in dem wir uns sehr unterscheiden. Ich war schon immer ein offener Mensch und wollte alles von der Welt sehen, habe schon in vielen Orten und Wohnungen gewohnt. Mein Freund ist da das komplette Gegenteil. Er wohnt schon sein ganzes Leben lang in einem Ort und jetzt mit seinen 28 Jahren immer noch in seiner eigenen Wohnung im Haus seiner Eltern. Für mich hat sich nun ein Job im deutschlandnahen Ausland ergeben, uns würden dann 350 km trennen. Da das mein absoluter Traumjob ist und die Region auch toll ist, konnte ich nicht anders, als den Job anzunehmen. Nun das Problem, mein Freund muss noch bis nächstes Jahr für seine Ausbildung in seinem Ort bleiben. Selbst danach möchte er dort aber eigentlich nicht weg, weil seine Familie und sein Umfeld für ihn so wichtig sind und da wären ihm mehr als 50 km Entfernung schon zu viel.
Dass er so heimatverbunden ist habe ich natürlich von Anfang an gewusst, aber vieles möchte man eben nicht so direkt wahrhaben bzw. denkt am Ende klappt es doch irgendwie. Ich dachte immer, selbst wenn ich mal woanders einen Job finde, dann können wir ja immer noch eine Lösung finden. Mittlerweile weiß ich aber gar nicht mehr ob das alles so Sinn macht. Er wird wohl nur sehr unwahrscheinlich aus seiner Heimat wegziehen und eher darauf warten, dass ich zu ihm zurück ziehe. Vielleicht mache ich das eines Tages, aber vielleicht eben auch nicht, die Wahrscheinlichkeit ist leider hoch dass es mir woanders viel besser gefallen wird.. Das macht mich einfach fertig, zu wissen, dass es letztlich nur an mir hängen wird, zu ihm zurück zu kommen und er mir da quasi keine Wahl lässt.
Ich will ihn wirklich nicht verlieren und ihn noch weniger verletzen, deswegen weiß ich einfach gar nicht mehr wie damit umzugehen ist.. Klar ich könnte erstmal ein paar Monate in meinem Job arbeiten und dann schauen wie es läuft, aber das langfristige Problem bleibt. Vielleicht habt ihr einen Rat wie man mit dieser komplizierten Lage umgehen soll.
VG

Ich kann beide Seiten verstehen… Ich möchte auch nicht mehr als eine Stunde Autofahrt von meiner Mutter entfernt wohnen, da sie ausser ihre Kinder niemanden mehr hat und wir ein enges Verhältnis zueinander haben. Aber die Situation erscheint mir auch ziemlich aussichtslos. Ihr könnt ja solange er seine neue Ausbildung macht eine Fernbeziehung probieren, eine andere Lösung sehe ich kaum

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