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Wie liebt man???

13. Mai 2005 um 22:55

Wie sollte man seinen Partner lieben?
Sollte man ihn bedingungslos lieben?
Sollte die Liebe zur Familie größer sein als zum Partner? Oder kann man das nicht vergleichen?
Kann die Liebe zum Partner BEDINGUNGSLOS sein, die Liebe zur Familie aber nur in Grenzen da sein, so wie man halt seine Familie liebt!?

Und wie siehts aus in einer Beziehung, wenn der eine bedingungslos liebt, seinen Partner allem vorzieht (meistens), der Partner jedoch nicht bedingunglos liebt und eine größere Liebe seiner Familie gegenüber fühlt?? Kann diese Beziehung gut gehen? Der eine gibt mehr, der andere weniger... ist es überhaupt so.. ? ??

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14. Mai 2005 um 10:43

Bedingungslose Liebe?
Was ist denn bitte bedingungslose Liebe? Ich glaube, das existiert nicht. Denn bedingungslos würde ja bedeuten, dass die Liebe auch nicht zurückgeht, wenn einen der Partner schlecht behandelt, einem weh tut etc. Wenn man dann noch weiter liebt, kann es sich eigentlich nur um Abhängigkeit handeln. Der einzige Mensch, den ich b e d i n g u n g s l o s liebe, bin ich.

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14. Mai 2005 um 18:32

Vielen Dank!!
Ich weiß mein grübeln könnte vieles kaputt machen, nur wie stell ich das so leicht ab? Ich denke über jeden und alles nach. Manhcmal mach ich mich damit ja selber kaputt und fertig.
UNd ja ich weiß ich kann die Liebe eines anderen nicht ändern...bin ich zufriden? Hmm?! Was ist wenn mir einwenig fehlt?

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14. Mai 2005 um 18:56
In Antwort auf teal_12694298

Bedingungslose Liebe?
Was ist denn bitte bedingungslose Liebe? Ich glaube, das existiert nicht. Denn bedingungslos würde ja bedeuten, dass die Liebe auch nicht zurückgeht, wenn einen der Partner schlecht behandelt, einem weh tut etc. Wenn man dann noch weiter liebt, kann es sich eigentlich nur um Abhängigkeit handeln. Der einzige Mensch, den ich b e d i n g u n g s l o s liebe, bin ich.

Das sind aber große Worte...!
Hallo Maus,

wenn du dich wirklich bedingungslos lieben würdest, so würdest du andere ebenfalls bedingungslos lieben. Denn die Liebe zu anderen entspringt aus der Liebe zu sich selbst.

Es gibt die bedingungslose Liebe, die nichts mit Abhängigkeit zu tun hat. Aber das ist eine Form von Liebe, die nur sehr wenige Menschen erleben.

Grüße

Die Sichtweise

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14. Mai 2005 um 22:07
In Antwort auf diesichtweise

Das sind aber große Worte...!
Hallo Maus,

wenn du dich wirklich bedingungslos lieben würdest, so würdest du andere ebenfalls bedingungslos lieben. Denn die Liebe zu anderen entspringt aus der Liebe zu sich selbst.

Es gibt die bedingungslose Liebe, die nichts mit Abhängigkeit zu tun hat. Aber das ist eine Form von Liebe, die nur sehr wenige Menschen erleben.

Grüße

Die Sichtweise

Hey..
ich denke für jeden ist die Liebe sowieso anders. Ich habe meinem Freund gesagt das ich ihn bedingungslos liebe. Da musste ich ihm das Wort erst mal erläutern. Ich habe gesagt, ich liebe ihn mehr als alles andere (auch wenn ich meine Familie liebe (das ist für mich sowieso eine ganz andere Art zu lieben), Ich liebe ihn aus tiefstem Herzen und mit allen Konsequenzen. Es bedeutet für mich, sein eigenes Glück unter dem der geliebten Person zu stellen, ohne sich selbst aufzugeben. Ich tu zwar viel für das Zusammenspiel in der Beziehung, aber wenn ich mich mal vernachlässigt fühle oder auch etwas Zeit oder anderes für mich brauche, wird das gemacht.

Du sagtest, nur einige Menschen können bedingungslos lieben. Ist das denn positiv oder negativ?

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14. Mai 2005 um 22:13

Hallo
Sind das Depressionen, wenn ich manhcmal so ne downs habe, das ich nur am weinen bin und über alles nachdenke, abeer wieso? Und könnte nicht...?...und warum...denn? und und und...

Da denk ich manhcmal echt ich bin krank. Ich mache mich selber fertig mit sowas. Hat jmd Erfahrungen mit sowas? Wie kann ich das abstellen oder vermindern?
Ich habe mir jetzt schon gesagt, damit es in der Bezihung nicht mehr so oft Streitigkeiten gibt, das ich einfach mal meine "besser wisser Art", oder wie man das nennen sollte, zurück schraube. "Also ich weiß das wenn wir es so gemacht hätten, alles zusammen passen würde", dass ich vei sowas mal ein bisschen lockerer drübersehe es zwar sage, wie man es besser machen könnte, aber nicht gleich zickig reagiere und mit nem lächeln und nem zwinkern drüber hinweg sehe. Ist das schon mal ein Anfang!?

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14. Mai 2005 um 22:30
In Antwort auf majara_12875410

Hallo
Sind das Depressionen, wenn ich manhcmal so ne downs habe, das ich nur am weinen bin und über alles nachdenke, abeer wieso? Und könnte nicht...?...und warum...denn? und und und...

Da denk ich manhcmal echt ich bin krank. Ich mache mich selber fertig mit sowas. Hat jmd Erfahrungen mit sowas? Wie kann ich das abstellen oder vermindern?
Ich habe mir jetzt schon gesagt, damit es in der Bezihung nicht mehr so oft Streitigkeiten gibt, das ich einfach mal meine "besser wisser Art", oder wie man das nennen sollte, zurück schraube. "Also ich weiß das wenn wir es so gemacht hätten, alles zusammen passen würde", dass ich vei sowas mal ein bisschen lockerer drübersehe es zwar sage, wie man es besser machen könnte, aber nicht gleich zickig reagiere und mit nem lächeln und nem zwinkern drüber hinweg sehe. Ist das schon mal ein Anfang!?

"Selbsterkenntnis
ist der erste Schritt zur Besserung." heißt es.
Du brauchst tatsächlich mehr Hilfe, als du hier im Forum finden kannst. Schau mal auf
http://www.psychologe.de/
Da gibt es die Möglichkeit, sich online beraten zu lassen und sicher auch weiterführende Hilfen zu bekommen.

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14. Mai 2005 um 22:49
In Antwort auf caron_11841624

"Selbsterkenntnis
ist der erste Schritt zur Besserung." heißt es.
Du brauchst tatsächlich mehr Hilfe, als du hier im Forum finden kannst. Schau mal auf
http://www.psychologe.de/
Da gibt es die Möglichkeit, sich online beraten zu lassen und sicher auch weiterführende Hilfen zu bekommen.

Meint ihr wirklich?
Ich brauch nen Psychologen? Das macht mir etwas Angst!

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14. Mai 2005 um 22:56
In Antwort auf majara_12875410

Hey..
ich denke für jeden ist die Liebe sowieso anders. Ich habe meinem Freund gesagt das ich ihn bedingungslos liebe. Da musste ich ihm das Wort erst mal erläutern. Ich habe gesagt, ich liebe ihn mehr als alles andere (auch wenn ich meine Familie liebe (das ist für mich sowieso eine ganz andere Art zu lieben), Ich liebe ihn aus tiefstem Herzen und mit allen Konsequenzen. Es bedeutet für mich, sein eigenes Glück unter dem der geliebten Person zu stellen, ohne sich selbst aufzugeben. Ich tu zwar viel für das Zusammenspiel in der Beziehung, aber wenn ich mich mal vernachlässigt fühle oder auch etwas Zeit oder anderes für mich brauche, wird das gemacht.

Du sagtest, nur einige Menschen können bedingungslos lieben. Ist das denn positiv oder negativ?

Hallo Knudellady,
die bedingungslose Liebe ist die höchste Form von Liebe und setzt sehr viel Selbsterkenntnis und emotionals Reife voraus. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, muss jeder für sich entscheiden.

*Es bedeutet für mich, sein eigenes Glück unter dem der geliebten Person zu stellen, ohne sich selbst aufzugeben.*

Liegt jetzt vielleicht an der späten Stunde, aber ich verstehe diesen Satz nicht.

Grüße

Die Sichtweise

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14. Mai 2005 um 23:12
In Antwort auf majara_12875410

Meint ihr wirklich?
Ich brauch nen Psychologen? Das macht mir etwas Angst!

Hör dir mal selber zu
Ich weiß mein grübeln könnte vieles kaputt machen, nur wie stell ich das so leicht ab? Ich denke über jeden und alles nach. Manhcmal mach ich mich damit ja selber kaputt und fertig.
Sind das Depressionen, wenn ich manhcmal so ne downs habe, das ich nur am weinen bin und über alles nachdenke, abeer wieso? Und könnte nicht...?...und warum...denn? und und und...

Da denk ich manhcmal echt ich bin krank. Ich mache mich selber fertig mit sowas. Hat jmd Erfahrungen mit sowas? Wie kann ich das abstellen oder vermindern?
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Stell sie doch nem Profi

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14. Mai 2005 um 23:21
In Antwort auf majara_12875410

Meint ihr wirklich?
Ich brauch nen Psychologen? Das macht mir etwas Angst!

Nöh,
brauchste wahrscheinlich nicht- hab ja schon einiges von dir gelesen!! Gelle?. Oder andersrum, wer bräuchte keinen? Jeder hat ne Ecke in sich, die unterbelichtet ist und an der gearbeitet werden muss/ müsste. Aber das kann man/frau auch selbst tun.
Guck doch nur, dass es dir selbst besser geht. Und relativier mal, du, wir alle sind nicht das Zentrum des Universums. Vielleicht hat deine Beziehung ein paar Macken.. na und, willkommen im Club. Perfektes gibt es einfach nicht. Leben ist Fließen und da verändert sich ständig etwas und darauf muss man sich einstellen lernen..immer und immer wieder..
Und mir hilft die innere Frage, wenn ich mal wieder genervt und ungeduldig bin und es nicht nach meinem Maßstab läuft: Na, glaubst du wirklich, dass dieses Problem in 5 Jahren noch eines für dich ist..
Weisste was, in 90% der Fällen muss ich mir ehrlich eingestehen, ich glaub, bis dann hab ichs vergessen. Und dann kann ich anfangen zu grinsen und es geht wieder.
Probiers doch mal.. Unerwünschte Nebenwirkungen bisher unbekannt
LG
Titanic

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15. Mai 2005 um 0:47
In Antwort auf caron_11841624

Hör dir mal selber zu
Ich weiß mein grübeln könnte vieles kaputt machen, nur wie stell ich das so leicht ab? Ich denke über jeden und alles nach. Manhcmal mach ich mich damit ja selber kaputt und fertig.
Sind das Depressionen, wenn ich manhcmal so ne downs habe, das ich nur am weinen bin und über alles nachdenke, abeer wieso? Und könnte nicht...?...und warum...denn? und und und...

Da denk ich manhcmal echt ich bin krank. Ich mache mich selber fertig mit sowas. Hat jmd Erfahrungen mit sowas? Wie kann ich das abstellen oder vermindern?
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Wenn jeder der grübelt,
als krank von der Seele her bezeichnet wird... Na denn, gut Nacht..
Finde deinen Beitrag etwas überzogen.
Traurigkeiten und Selbstzweifel gehören zum Erwachsen-werden dazu. Oder lebst du im Dauerzustand des Glücks??

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15. Mai 2005 um 1:12
In Antwort auf nhung_12915895

Wenn jeder der grübelt,
als krank von der Seele her bezeichnet wird... Na denn, gut Nacht..
Finde deinen Beitrag etwas überzogen.
Traurigkeiten und Selbstzweifel gehören zum Erwachsen-werden dazu. Oder lebst du im Dauerzustand des Glücks??

Ich habe nicht behauptet
daß sie krank ist. Das hat sie selber getan.
Ich glaube einfach, daß jemand, der wissen will, auch fragen sollte. Und zwar den oder die, die sich damit auskennen. Wenn ich wissen will, ob mein Herz noch richtig schlägt, gehe ich auch zum Kardiologen und frag nicht hier im forum nach.

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15. Mai 2005 um 13:53
In Antwort auf diesichtweise

Hallo Knudellady,
die bedingungslose Liebe ist die höchste Form von Liebe und setzt sehr viel Selbsterkenntnis und emotionals Reife voraus. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, muss jeder für sich entscheiden.

*Es bedeutet für mich, sein eigenes Glück unter dem der geliebten Person zu stellen, ohne sich selbst aufzugeben.*

Liegt jetzt vielleicht an der späten Stunde, aber ich verstehe diesen Satz nicht.

Grüße

Die Sichtweise

Dieser Satz...
bedeutet für mich, immer an das Glück und die Zufriedenheit des Partners mitdenken. Den Satz jetzt zu erklären ist einwenig schwer!
Hmm...Ich stecke ein, auch wenns weh tut und trotzdem sorge ich für das Glück des Partners. Anders kann ich es nicht erklären, tut mir leid!

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15. Mai 2005 um 13:56
In Antwort auf nhung_12915895

Nöh,
brauchste wahrscheinlich nicht- hab ja schon einiges von dir gelesen!! Gelle?. Oder andersrum, wer bräuchte keinen? Jeder hat ne Ecke in sich, die unterbelichtet ist und an der gearbeitet werden muss/ müsste. Aber das kann man/frau auch selbst tun.
Guck doch nur, dass es dir selbst besser geht. Und relativier mal, du, wir alle sind nicht das Zentrum des Universums. Vielleicht hat deine Beziehung ein paar Macken.. na und, willkommen im Club. Perfektes gibt es einfach nicht. Leben ist Fließen und da verändert sich ständig etwas und darauf muss man sich einstellen lernen..immer und immer wieder..
Und mir hilft die innere Frage, wenn ich mal wieder genervt und ungeduldig bin und es nicht nach meinem Maßstab läuft: Na, glaubst du wirklich, dass dieses Problem in 5 Jahren noch eines für dich ist..
Weisste was, in 90% der Fällen muss ich mir ehrlich eingestehen, ich glaub, bis dann hab ichs vergessen. Und dann kann ich anfangen zu grinsen und es geht wieder.
Probiers doch mal.. Unerwünschte Nebenwirkungen bisher unbekannt
LG
Titanic

Danke Titanic
Ja wir kennen uns schon

Das ist gut das zu hören, das ich nicht gleich nen Doktor brache! Ich sage zwar manchmal, oh man sow ie ich ist doch keiner, ich brauch nen Arzt. Aber bestimmt hat jeder mal so ne downs und weiß nicht weiter und es gibt bestimmt auch Menschen, die so wie ich immer grübeln und über alles nachdenken, bis ihnen der Kopf platzt. Ich weiß zwar noch nicht wie ich das vermindern kann, aber ich werd dran arbeiten und es versuchen.

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15. Mai 2005 um 13:58
In Antwort auf caron_11841624

Ich habe nicht behauptet
daß sie krank ist. Das hat sie selber getan.
Ich glaube einfach, daß jemand, der wissen will, auch fragen sollte. Und zwar den oder die, die sich damit auskennen. Wenn ich wissen will, ob mein Herz noch richtig schlägt, gehe ich auch zum Kardiologen und frag nicht hier im forum nach.

OK
Gut dann renn ich das nächste mal wenn ich ein wenig Traurig bin und nicht weiter weiß gleich z um Psycho-Dok!!

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15. Mai 2005 um 14:23

Hallo
deinen Beitrag fand ich schön, nur weiß ich nicht wie ich den interpretieren soll?!

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15. Mai 2005 um 14:26

Meinst du ...
mit der selbsttherapeutischen Art, dass was ich grad versuche.. dieses hier:




Ich habe mir jetzt schon gesagt, damit es in der Bezihung nicht mehr so oft Streitigkeiten gibt, das ich einfach mal meine "besser wisser Art", oder wie man das nennen sollte, zurück schraube. "Also ich weiß das wenn wir es so gemacht hätten, alles zusammen passen würde", dass ich vei sowas mal ein bisschen lockerer drübersehe es zwar sage, wie man es besser machen könnte, aber nicht gleich zickig reagiere und mit nem lächeln und nem zwinkern drüber hinweg sehe.


?????

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15. Mai 2005 um 17:31
In Antwort auf diesichtweise

Hallo Knudellady,
die bedingungslose Liebe ist die höchste Form von Liebe und setzt sehr viel Selbsterkenntnis und emotionals Reife voraus. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, muss jeder für sich entscheiden.

*Es bedeutet für mich, sein eigenes Glück unter dem der geliebten Person zu stellen, ohne sich selbst aufzugeben.*

Liegt jetzt vielleicht an der späten Stunde, aber ich verstehe diesen Satz nicht.

Grüße

Die Sichtweise

Emotionale Reife...
nee, ist klar. Und was, wenn er dich schlägt oder vergewaltigt, oder dein Kind misshandelt??? Liebst du ihn dann auch noch und ist das dann emotional reif??? also, ich versteh das beim besten Willen nicht.

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15. Mai 2005 um 17:53
In Antwort auf teal_12694298

Emotionale Reife...
nee, ist klar. Und was, wenn er dich schlägt oder vergewaltigt, oder dein Kind misshandelt??? Liebst du ihn dann auch noch und ist das dann emotional reif??? also, ich versteh das beim besten Willen nicht.

Ich weiß ja nicht wie es bei dir ist...
aber ich bin mit keinem Partner zusammen, der mich schlägt, vergewaltigt oder meine Kinder missbraucht. Wenn ich das wäre, so wäre ich diesem Mann emotional *hörig* oder anderweitig *abhängig*. Und Hörigkeit hat nichts mit *Liebe* zu tun. Auch hat bedingsungslose Liebe nichts mit *Selbstaufgabe* zu tun.

Denn wie gesagt, wenn man sich selbst bedingunglos liebt, so ist man sich selbst wichtig und achtet sich. Und wenn man sich selbst achtet, hat mein keinen Partner an der Seite der einem in irgendwelcher Art und Weise *wehtut*. Weil man solche Partner erst gar nicht *anzieht*!

Wenn du dich doch selbst bedingungslos liebst, wie kommst du dann überhaupt auf solche Gedanken? Dann wüsstest du dass die emotionale Reife einen lebenswichtigen Lernprozess beinhaltet und man weiß, was man für Menschen an seiner Seite *braucht* um innerlich *zu wachsen*.

Grüße

Die Sichtweise

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16. Mai 2005 um 7:30

Liebe
ist IMMER bedingungslos.
= ich liebe dich, ohne bedingungen zu stellen.
= du darfst genau SO sein, wie du BIST.

mit selbstaufgabe( die eigenen wünsche für einen andern zurückstellen IST selbstaufgabe) hat das NICHTS zu tun.
denn MICH liebe ich ja auch. und deswegen KANN ich gar keine enge bindungen zu menschen aufbauen die mir nicht guttun( wenn sie erwarten das ich irgendetwas für sie zurückstelle tun sie mir nicht gut).

wenn mein partner meine grenzen überschreiten würde( schlagen z.bsp.) würde ich aufhören ihn zu lieben- denn dann würde ich erkennen, dass ich mich einer illusion hingegen habe --> der mensch doch nicht zu mir passt --> ich ihn nicht lieben kann


sparkling

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16. Mai 2005 um 10:52
In Antwort auf diesichtweise

Ich weiß ja nicht wie es bei dir ist...
aber ich bin mit keinem Partner zusammen, der mich schlägt, vergewaltigt oder meine Kinder missbraucht. Wenn ich das wäre, so wäre ich diesem Mann emotional *hörig* oder anderweitig *abhängig*. Und Hörigkeit hat nichts mit *Liebe* zu tun. Auch hat bedingsungslose Liebe nichts mit *Selbstaufgabe* zu tun.

Denn wie gesagt, wenn man sich selbst bedingunglos liebt, so ist man sich selbst wichtig und achtet sich. Und wenn man sich selbst achtet, hat mein keinen Partner an der Seite der einem in irgendwelcher Art und Weise *wehtut*. Weil man solche Partner erst gar nicht *anzieht*!

Wenn du dich doch selbst bedingungslos liebst, wie kommst du dann überhaupt auf solche Gedanken? Dann wüsstest du dass die emotionale Reife einen lebenswichtigen Lernprozess beinhaltet und man weiß, was man für Menschen an seiner Seite *braucht* um innerlich *zu wachsen*.

Grüße

Die Sichtweise

Nein...
mein Partner schlägt mich nicht, vergewaltigt mich nicht und Kinder habe ich auch (noch) nicht. Ich habe diese drastischen Beispiele gewählt, um zu verdeutlichen, was mich an dem Begriff "bedingungslos" stört: Die Bedingung wäre für mich immer, dass mein Partner gut ist für mich (und im Fall der Fälle auch für meine Kinder). Und nein, ich habe noch nie jemanden angezogen, der mich schlecht behandelt hat.

Das ist eben genau mein Punkt: Ich kann nur den lieben, der mir nicht wehtut (naja, also, nicht absichtlich und nicht sehr, denn ein wenig tut man sich ja dann doch ab und zu weh, das ist hier schließlich nicht das Paradies, streten mussman schon...). Aber das ist dann auch eine Bedingung. Und damit liebe ich nicht bedingungslos.

Und wie komme ich auf solche Gedanken? Guck dich mal hier im Forum um... Wie viele Frauen sagen, sie lieben jemanden, der sie offenbar nur belügt oder betrügt oder sonstwie nicht gut ist für sie? Daher meine ich: Zuerst nach sich selbst gucken...

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16. Mai 2005 um 11:25
In Antwort auf teal_12694298

Nein...
mein Partner schlägt mich nicht, vergewaltigt mich nicht und Kinder habe ich auch (noch) nicht. Ich habe diese drastischen Beispiele gewählt, um zu verdeutlichen, was mich an dem Begriff "bedingungslos" stört: Die Bedingung wäre für mich immer, dass mein Partner gut ist für mich (und im Fall der Fälle auch für meine Kinder). Und nein, ich habe noch nie jemanden angezogen, der mich schlecht behandelt hat.

Das ist eben genau mein Punkt: Ich kann nur den lieben, der mir nicht wehtut (naja, also, nicht absichtlich und nicht sehr, denn ein wenig tut man sich ja dann doch ab und zu weh, das ist hier schließlich nicht das Paradies, streten mussman schon...). Aber das ist dann auch eine Bedingung. Und damit liebe ich nicht bedingungslos.

Und wie komme ich auf solche Gedanken? Guck dich mal hier im Forum um... Wie viele Frauen sagen, sie lieben jemanden, der sie offenbar nur belügt oder betrügt oder sonstwie nicht gut ist für sie? Daher meine ich: Zuerst nach sich selbst gucken...

Hallo Maus,
als ich deinen Beitrag las, ist mir eine Frage in den Sinn gekommen.

Du schreibst, dass du nur den lieben kannst, der dich nicht verletzt. Du schreibst auch, dass du dich selbst bedingungslos liebst.

Genau da will ich ansetzen... Bist du IMMER gut zu dir selber ? Rauchst du ? Trinkst du ? Oder tust du dir in irgendwelcher Form etwas 'an', was dir nicht guttut ? Bist du mit dir im Einklang ? Findest du dich hübsch ? Findest du deine Figur in Ordnung ? Zusammengefasst fühlst du dich rundum wohl in DEINER Haut ? Sind deine Handlungen stets in Einklang mit dem was du wirklich willst ? Wenn ja, dann kannst du von bedingungsloser Selbstliebe sprechen. Vorher nicht.

Man tut sich häufiger selber weh, als das es andere tun.

Ich habe mich hier mal reingelesen und sehe, dass viele hier noch sehr viel lernen müssen, vor allem über sich selber. Auch ich bin noch nicht soweit, dass ich jemanden bedingungslos lieben kann, weil ich mich selber in vielen Teilen noch nicht so annehme, wie ich es müsste. Wir Menschen haben alle Erwartungen, die wir vom Partner erfüllt haben möchten, weil wir (noch) nicht in der Lage sind, es für uns selber zu erfüllen.

Wenn wir keine Erwartungen mehr an den Partner hegen, so würden wir nicht mehr belogen und betrogen werden. Ängste die uns in einer Partnerschaft begegnen haben, ihren Ursprung in unserer Kindheit. Wenn Misstrauen, Eifersucht unser Zusammensein erschweren, so sollte man den Ursachen auf den Grund gehen. Der Partner holt nur das aus uns raus, was tief in uns verborgen ist. Und vielleicht ist das Eingehen solcher Partnerschaften einfach wichtig, dass wir diese früheren Verletzungen erkennen und sie heilen.

Wenn wir diese Verletzungen geheilt haben, können wir die Menschen in der Tat bedingungslos lieben.

Liebe Grüße Seelenreise

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16. Mai 2005 um 11:44
In Antwort auf seelenreise

Hallo Maus,
als ich deinen Beitrag las, ist mir eine Frage in den Sinn gekommen.

Du schreibst, dass du nur den lieben kannst, der dich nicht verletzt. Du schreibst auch, dass du dich selbst bedingungslos liebst.

Genau da will ich ansetzen... Bist du IMMER gut zu dir selber ? Rauchst du ? Trinkst du ? Oder tust du dir in irgendwelcher Form etwas 'an', was dir nicht guttut ? Bist du mit dir im Einklang ? Findest du dich hübsch ? Findest du deine Figur in Ordnung ? Zusammengefasst fühlst du dich rundum wohl in DEINER Haut ? Sind deine Handlungen stets in Einklang mit dem was du wirklich willst ? Wenn ja, dann kannst du von bedingungsloser Selbstliebe sprechen. Vorher nicht.

Man tut sich häufiger selber weh, als das es andere tun.

Ich habe mich hier mal reingelesen und sehe, dass viele hier noch sehr viel lernen müssen, vor allem über sich selber. Auch ich bin noch nicht soweit, dass ich jemanden bedingungslos lieben kann, weil ich mich selber in vielen Teilen noch nicht so annehme, wie ich es müsste. Wir Menschen haben alle Erwartungen, die wir vom Partner erfüllt haben möchten, weil wir (noch) nicht in der Lage sind, es für uns selber zu erfüllen.

Wenn wir keine Erwartungen mehr an den Partner hegen, so würden wir nicht mehr belogen und betrogen werden. Ängste die uns in einer Partnerschaft begegnen haben, ihren Ursprung in unserer Kindheit. Wenn Misstrauen, Eifersucht unser Zusammensein erschweren, so sollte man den Ursachen auf den Grund gehen. Der Partner holt nur das aus uns raus, was tief in uns verborgen ist. Und vielleicht ist das Eingehen solcher Partnerschaften einfach wichtig, dass wir diese früheren Verletzungen erkennen und sie heilen.

Wenn wir diese Verletzungen geheilt haben, können wir die Menschen in der Tat bedingungslos lieben.

Liebe Grüße Seelenreise

Ich...
glaube gar nicht, dass wir so weit auseinander liegen in unseren Ansichten. Ich habe eben nur ein Problem mit dem Begriff bedingungslos, aus besagten Gründen.

Nein, ich bin nicht völlig im Einklang mit mir selber, aber ich arbeite daran. Momentan sehr intensiv. Und ich arbeite daran, von meinem Partner weniger zu erwarten und ihn weniger "besitzen" zu wollen.

Und ja, ich bin nicht immer nur gut zu mir. Aber für mich bedeutet bedingungslose Selbstliebe, dass ich mich immer selbst liebe, auch wenn ich meine selbst gesetzten Maßstäbe mal wieder nicht erfüllt habe. Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich, mir selbst meine Schwächen verzeihen zu können.

Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich nicht, zu glauben perfekt und vollendet zu sein. Es muss immer Raum zur Selbstkritik sein und insofern auch Raum für selbstgesteckte Ziele - und die erfüllt man eben nicht immer.

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16. Mai 2005 um 12:58
In Antwort auf teal_12694298

Ich...
glaube gar nicht, dass wir so weit auseinander liegen in unseren Ansichten. Ich habe eben nur ein Problem mit dem Begriff bedingungslos, aus besagten Gründen.

Nein, ich bin nicht völlig im Einklang mit mir selber, aber ich arbeite daran. Momentan sehr intensiv. Und ich arbeite daran, von meinem Partner weniger zu erwarten und ihn weniger "besitzen" zu wollen.

Und ja, ich bin nicht immer nur gut zu mir. Aber für mich bedeutet bedingungslose Selbstliebe, dass ich mich immer selbst liebe, auch wenn ich meine selbst gesetzten Maßstäbe mal wieder nicht erfüllt habe. Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich, mir selbst meine Schwächen verzeihen zu können.

Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich nicht, zu glauben perfekt und vollendet zu sein. Es muss immer Raum zur Selbstkritik sein und insofern auch Raum für selbstgesteckte Ziele - und die erfüllt man eben nicht immer.

Also..
ich denke jeder fast dieses Wort "bedingungslos" anders auf. Das kann es doch auch geben.
Vielleicht verheddern wir uns jetzt nur an diesem Wort und meinen allerdings das gleiche.

Ich streiche jetzt mal dieses Wort aus meinem KOpf und sage: Ich liebe meinen Partner so doll, dass ich nicht ohne ihn sein will/kann und ich immer versuche ihm gutes zu tun, sodass es sich positiv auf unsere Beziehung austrägt. Er steht für mich an erster STelle (egal ob das jetzt bedingungslos ist oder nicht)

Mir fällt auf wir sind vollkommen vom Thema abgekommen.

Maus du sagst : "Und ich arbeite daran, von meinem Partner weniger zu erwarten und ihn weniger "besitzen" zu wollen." ---> Darf ich fragen wie du das versuchst?

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16. Mai 2005 um 13:29
In Antwort auf majara_12875410

Also..
ich denke jeder fast dieses Wort "bedingungslos" anders auf. Das kann es doch auch geben.
Vielleicht verheddern wir uns jetzt nur an diesem Wort und meinen allerdings das gleiche.

Ich streiche jetzt mal dieses Wort aus meinem KOpf und sage: Ich liebe meinen Partner so doll, dass ich nicht ohne ihn sein will/kann und ich immer versuche ihm gutes zu tun, sodass es sich positiv auf unsere Beziehung austrägt. Er steht für mich an erster STelle (egal ob das jetzt bedingungslos ist oder nicht)

Mir fällt auf wir sind vollkommen vom Thema abgekommen.

Maus du sagst : "Und ich arbeite daran, von meinem Partner weniger zu erwarten und ihn weniger "besitzen" zu wollen." ---> Darf ich fragen wie du das versuchst?

Oh Mann...
mal sehen, wie weit ich mich jetzt hier outen werde... also, öffnen... Ich habe seit inzwischen 7 Wochen jemand Neues. War vorher ein halbes Jahr solo, nach einer Beziehung, in der ich sehr dominant war und er hauptsächlich versucht hat, es mir recht zu machen. Ich habe mir damals gewünscht, dass mein nächster Partner mir mehr entgegenzusetzen hat, denn ich möchte mich doch eigentlich gar nicht ständig überlegen fühlen. Aber es ist halt immer so passiert, dass ich in einer Beziehung zunehmend Kontrolle erlangt habe... Das war so ein Muster bei mir.

Meine jetzige Beziehung begann gleich sehr eng, wurde sehr schnell symbiotisch, wir haben begonnen, füreinander zu sorgen, Dinge für den anderen einzukaufen, fast jede Nacht miteinander zu verbringen. Und eines Tages, vor inzwischen 10 Tagen, kriegte er dann ganz plötzlich eine Panik-Attacke, redete nicht mehr mit mir, meinte nur, ich solle Verständnis haben. Zwei Tage später haben wir uns getroffen und er erklärte mir, es sei ihm alles viel zu schnell gegangen. Dabei hatte er bis dato lauter Signale ausgesandt, die besagten, dass er es genau so wollte. Mit anderen Worten: Er wusste selbst nicht, dass es ihm zu eng wurde, bis es ganz plötzlich in ihm aufbrach. Na, jedenfalls kriegte ich ob seiner plötzlichen Funkstille heftige Verlustängste. Ich hab mich vorher schon unsicher gefühlt, gemerkt, dass da unter der Oberfläche etwas ist und nun verlangte er auch noch, dass wir uns ein paar Tage nicht sehen und von ihm kam in der Zeit auch nichts - nicht einfach für mich. Obwohl ich natürlich rational durchaus wusste, dass er das Recht hat sich zurückzuziehen und ich ihm diesen Raum geben muss. Aber Gefühl und Verstand... das passt eben nicht immer zusammen.

Jetzt mal langsam zum Punkt: Die Funkstille hat mir Gelegenheit gegeben, konzentriert auf meine eigenen Gefühle zu gucken. Und ich war dazu in der Lage, diesen großen unguten Gefühlsball langsam zu sezieren: Es war viel allgemeine Verlustangst dabei, die nichts mit ihm zu tun hat, eine allgemeine Angst vor Zurückweisung. Und dann habe ich versucht, in die Leere zu gucken, die macht, dass ich mich immer so unglaublich nach ihm sehne. Damit meine ich, dass ich das Gefühl hatte, ich brauche ihn unbedingt, unbedingt... so eine Sorte von Sehnsucht ist nur möglich, wenn eine innere Leere vorhanden ist und das ist natürlich was anderes als Liebe, die ja bereichernd, nicht eine Leere füllend sein sollte. Und dann habe ich in der Leere verschiedene Teile von mir gefunden, denen es nicht gut ging/geht. Z.B. ein kleines Kind, das die ganze Zeit weint. Das scheint ein Teil von mir zu sein, den ich unterdrückt hatte. Ich versuche seitdem, diesem kleinen Kind Raum zu geben, seine Gefühle wahrzunehmen, sein Weinen zuzulassen und es zu trösten. Und wenn ich mich zurückgewiesen fühle, dann höre ich in mich hinein und tröste bewusst den Teil, der verletzt ist.

In dieser Zeit ist mir aufgegangen, dass das alte Muster in mir - immer wissen zu wollen, was der andere tut, denkt, fühlt - eine Art von besitzen-wollen, kontrollieren-wollen ist. Und das habe ich, damit ich Verlustängste kompensieren kann: Wenn ich ihn kontrolliere, wenn ich sein Inneres kenne, dann weiß ich, dass er mich nicht verlassen wird. Dann bin ich in einer Machtposition. Aber das ist doch nicht gut, das ist doch gar nicht der Sinn.

Und deshalb widersetze ich mich jetzt dem Impuls, ihn anzurufen oder ihm eine SMS zu schreiben, wenn ich mich unsicher fühle, wenn die Verlustängste wieder größer werden. Stattdessen gehe ich den Gefühlen nach und versuche, mich selbst zu trösten.

Inzwischen haben wir uns einmal wiedergesehen und es hat sich herausgestellt, dass meine Verlustängste recht überflüssig waren. Er war immer ncoh etwas distanziert, aber Schluss machen wollte er nicht. Er brauchte nur inneren Freiraum (immerhin hat sich seine Frau auch erst vor kurzem von ihm getrennt, er muss auch verarbeiten...).

Also... um das zusammenzufassen: Ich glaube, dass mein Punkt ist, dass ich von innen heraus stärker werden muss, mir selber genauer zuhören und auch Ängste zulassen muss - um mich dann selber trösten zu können. Er ist dafür nicht zuständig, obwohl mir seine Gegenwart natürlich trotzdem zusätzliche Kraft gibt. Und je mehr ich so Vertrauen in mich selbst gewinne, desto mehr kann ich auch ihm vertrauen und seinen Gefühlen. Und so muss ich ihn nicht kontrollieren und besitzen wollen.

Und ich glaube fest daran, dass hier genau das passiert, was ich mir anch dem Ende meiner letzten Beziehung gewünscht habe: Ich habe Gelegenheit, diese alten Verhaltensmuster zu erkennen, hinterfragen und zu ändern. Aber das ist momentan immer wieder schmerzhaft, weil lauter alte Ängste und Verletzungen aufbrechen. Aber nur so können sie heilen (Gruß an die Sicht-Weise )...

So, langer Text...

Liebe Grüße

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16. Mai 2005 um 13:34
In Antwort auf teal_12694298

Oh Mann...
mal sehen, wie weit ich mich jetzt hier outen werde... also, öffnen... Ich habe seit inzwischen 7 Wochen jemand Neues. War vorher ein halbes Jahr solo, nach einer Beziehung, in der ich sehr dominant war und er hauptsächlich versucht hat, es mir recht zu machen. Ich habe mir damals gewünscht, dass mein nächster Partner mir mehr entgegenzusetzen hat, denn ich möchte mich doch eigentlich gar nicht ständig überlegen fühlen. Aber es ist halt immer so passiert, dass ich in einer Beziehung zunehmend Kontrolle erlangt habe... Das war so ein Muster bei mir.

Meine jetzige Beziehung begann gleich sehr eng, wurde sehr schnell symbiotisch, wir haben begonnen, füreinander zu sorgen, Dinge für den anderen einzukaufen, fast jede Nacht miteinander zu verbringen. Und eines Tages, vor inzwischen 10 Tagen, kriegte er dann ganz plötzlich eine Panik-Attacke, redete nicht mehr mit mir, meinte nur, ich solle Verständnis haben. Zwei Tage später haben wir uns getroffen und er erklärte mir, es sei ihm alles viel zu schnell gegangen. Dabei hatte er bis dato lauter Signale ausgesandt, die besagten, dass er es genau so wollte. Mit anderen Worten: Er wusste selbst nicht, dass es ihm zu eng wurde, bis es ganz plötzlich in ihm aufbrach. Na, jedenfalls kriegte ich ob seiner plötzlichen Funkstille heftige Verlustängste. Ich hab mich vorher schon unsicher gefühlt, gemerkt, dass da unter der Oberfläche etwas ist und nun verlangte er auch noch, dass wir uns ein paar Tage nicht sehen und von ihm kam in der Zeit auch nichts - nicht einfach für mich. Obwohl ich natürlich rational durchaus wusste, dass er das Recht hat sich zurückzuziehen und ich ihm diesen Raum geben muss. Aber Gefühl und Verstand... das passt eben nicht immer zusammen.

Jetzt mal langsam zum Punkt: Die Funkstille hat mir Gelegenheit gegeben, konzentriert auf meine eigenen Gefühle zu gucken. Und ich war dazu in der Lage, diesen großen unguten Gefühlsball langsam zu sezieren: Es war viel allgemeine Verlustangst dabei, die nichts mit ihm zu tun hat, eine allgemeine Angst vor Zurückweisung. Und dann habe ich versucht, in die Leere zu gucken, die macht, dass ich mich immer so unglaublich nach ihm sehne. Damit meine ich, dass ich das Gefühl hatte, ich brauche ihn unbedingt, unbedingt... so eine Sorte von Sehnsucht ist nur möglich, wenn eine innere Leere vorhanden ist und das ist natürlich was anderes als Liebe, die ja bereichernd, nicht eine Leere füllend sein sollte. Und dann habe ich in der Leere verschiedene Teile von mir gefunden, denen es nicht gut ging/geht. Z.B. ein kleines Kind, das die ganze Zeit weint. Das scheint ein Teil von mir zu sein, den ich unterdrückt hatte. Ich versuche seitdem, diesem kleinen Kind Raum zu geben, seine Gefühle wahrzunehmen, sein Weinen zuzulassen und es zu trösten. Und wenn ich mich zurückgewiesen fühle, dann höre ich in mich hinein und tröste bewusst den Teil, der verletzt ist.

In dieser Zeit ist mir aufgegangen, dass das alte Muster in mir - immer wissen zu wollen, was der andere tut, denkt, fühlt - eine Art von besitzen-wollen, kontrollieren-wollen ist. Und das habe ich, damit ich Verlustängste kompensieren kann: Wenn ich ihn kontrolliere, wenn ich sein Inneres kenne, dann weiß ich, dass er mich nicht verlassen wird. Dann bin ich in einer Machtposition. Aber das ist doch nicht gut, das ist doch gar nicht der Sinn.

Und deshalb widersetze ich mich jetzt dem Impuls, ihn anzurufen oder ihm eine SMS zu schreiben, wenn ich mich unsicher fühle, wenn die Verlustängste wieder größer werden. Stattdessen gehe ich den Gefühlen nach und versuche, mich selbst zu trösten.

Inzwischen haben wir uns einmal wiedergesehen und es hat sich herausgestellt, dass meine Verlustängste recht überflüssig waren. Er war immer ncoh etwas distanziert, aber Schluss machen wollte er nicht. Er brauchte nur inneren Freiraum (immerhin hat sich seine Frau auch erst vor kurzem von ihm getrennt, er muss auch verarbeiten...).

Also... um das zusammenzufassen: Ich glaube, dass mein Punkt ist, dass ich von innen heraus stärker werden muss, mir selber genauer zuhören und auch Ängste zulassen muss - um mich dann selber trösten zu können. Er ist dafür nicht zuständig, obwohl mir seine Gegenwart natürlich trotzdem zusätzliche Kraft gibt. Und je mehr ich so Vertrauen in mich selbst gewinne, desto mehr kann ich auch ihm vertrauen und seinen Gefühlen. Und so muss ich ihn nicht kontrollieren und besitzen wollen.

Und ich glaube fest daran, dass hier genau das passiert, was ich mir anch dem Ende meiner letzten Beziehung gewünscht habe: Ich habe Gelegenheit, diese alten Verhaltensmuster zu erkennen, hinterfragen und zu ändern. Aber das ist momentan immer wieder schmerzhaft, weil lauter alte Ängste und Verletzungen aufbrechen. Aber nur so können sie heilen (Gruß an die Sicht-Weise )...

So, langer Text...

Liebe Grüße

Ach nee...
Das war ja Seelenreise, die von Heilung schrieb... Sorry

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16. Mai 2005 um 13:49

So war das auch nicht gemeint!
Die frage war nur dazu, ob die eibe Art zu lieben mit der anderen Art zu lieben zusammen passt. Ob das so gut geht!

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16. Mai 2005 um 14:00
In Antwort auf teal_12694298

Oh Mann...
mal sehen, wie weit ich mich jetzt hier outen werde... also, öffnen... Ich habe seit inzwischen 7 Wochen jemand Neues. War vorher ein halbes Jahr solo, nach einer Beziehung, in der ich sehr dominant war und er hauptsächlich versucht hat, es mir recht zu machen. Ich habe mir damals gewünscht, dass mein nächster Partner mir mehr entgegenzusetzen hat, denn ich möchte mich doch eigentlich gar nicht ständig überlegen fühlen. Aber es ist halt immer so passiert, dass ich in einer Beziehung zunehmend Kontrolle erlangt habe... Das war so ein Muster bei mir.

Meine jetzige Beziehung begann gleich sehr eng, wurde sehr schnell symbiotisch, wir haben begonnen, füreinander zu sorgen, Dinge für den anderen einzukaufen, fast jede Nacht miteinander zu verbringen. Und eines Tages, vor inzwischen 10 Tagen, kriegte er dann ganz plötzlich eine Panik-Attacke, redete nicht mehr mit mir, meinte nur, ich solle Verständnis haben. Zwei Tage später haben wir uns getroffen und er erklärte mir, es sei ihm alles viel zu schnell gegangen. Dabei hatte er bis dato lauter Signale ausgesandt, die besagten, dass er es genau so wollte. Mit anderen Worten: Er wusste selbst nicht, dass es ihm zu eng wurde, bis es ganz plötzlich in ihm aufbrach. Na, jedenfalls kriegte ich ob seiner plötzlichen Funkstille heftige Verlustängste. Ich hab mich vorher schon unsicher gefühlt, gemerkt, dass da unter der Oberfläche etwas ist und nun verlangte er auch noch, dass wir uns ein paar Tage nicht sehen und von ihm kam in der Zeit auch nichts - nicht einfach für mich. Obwohl ich natürlich rational durchaus wusste, dass er das Recht hat sich zurückzuziehen und ich ihm diesen Raum geben muss. Aber Gefühl und Verstand... das passt eben nicht immer zusammen.

Jetzt mal langsam zum Punkt: Die Funkstille hat mir Gelegenheit gegeben, konzentriert auf meine eigenen Gefühle zu gucken. Und ich war dazu in der Lage, diesen großen unguten Gefühlsball langsam zu sezieren: Es war viel allgemeine Verlustangst dabei, die nichts mit ihm zu tun hat, eine allgemeine Angst vor Zurückweisung. Und dann habe ich versucht, in die Leere zu gucken, die macht, dass ich mich immer so unglaublich nach ihm sehne. Damit meine ich, dass ich das Gefühl hatte, ich brauche ihn unbedingt, unbedingt... so eine Sorte von Sehnsucht ist nur möglich, wenn eine innere Leere vorhanden ist und das ist natürlich was anderes als Liebe, die ja bereichernd, nicht eine Leere füllend sein sollte. Und dann habe ich in der Leere verschiedene Teile von mir gefunden, denen es nicht gut ging/geht. Z.B. ein kleines Kind, das die ganze Zeit weint. Das scheint ein Teil von mir zu sein, den ich unterdrückt hatte. Ich versuche seitdem, diesem kleinen Kind Raum zu geben, seine Gefühle wahrzunehmen, sein Weinen zuzulassen und es zu trösten. Und wenn ich mich zurückgewiesen fühle, dann höre ich in mich hinein und tröste bewusst den Teil, der verletzt ist.

In dieser Zeit ist mir aufgegangen, dass das alte Muster in mir - immer wissen zu wollen, was der andere tut, denkt, fühlt - eine Art von besitzen-wollen, kontrollieren-wollen ist. Und das habe ich, damit ich Verlustängste kompensieren kann: Wenn ich ihn kontrolliere, wenn ich sein Inneres kenne, dann weiß ich, dass er mich nicht verlassen wird. Dann bin ich in einer Machtposition. Aber das ist doch nicht gut, das ist doch gar nicht der Sinn.

Und deshalb widersetze ich mich jetzt dem Impuls, ihn anzurufen oder ihm eine SMS zu schreiben, wenn ich mich unsicher fühle, wenn die Verlustängste wieder größer werden. Stattdessen gehe ich den Gefühlen nach und versuche, mich selbst zu trösten.

Inzwischen haben wir uns einmal wiedergesehen und es hat sich herausgestellt, dass meine Verlustängste recht überflüssig waren. Er war immer ncoh etwas distanziert, aber Schluss machen wollte er nicht. Er brauchte nur inneren Freiraum (immerhin hat sich seine Frau auch erst vor kurzem von ihm getrennt, er muss auch verarbeiten...).

Also... um das zusammenzufassen: Ich glaube, dass mein Punkt ist, dass ich von innen heraus stärker werden muss, mir selber genauer zuhören und auch Ängste zulassen muss - um mich dann selber trösten zu können. Er ist dafür nicht zuständig, obwohl mir seine Gegenwart natürlich trotzdem zusätzliche Kraft gibt. Und je mehr ich so Vertrauen in mich selbst gewinne, desto mehr kann ich auch ihm vertrauen und seinen Gefühlen. Und so muss ich ihn nicht kontrollieren und besitzen wollen.

Und ich glaube fest daran, dass hier genau das passiert, was ich mir anch dem Ende meiner letzten Beziehung gewünscht habe: Ich habe Gelegenheit, diese alten Verhaltensmuster zu erkennen, hinterfragen und zu ändern. Aber das ist momentan immer wieder schmerzhaft, weil lauter alte Ängste und Verletzungen aufbrechen. Aber nur so können sie heilen (Gruß an die Sicht-Weise )...

So, langer Text...

Liebe Grüße

Puh langer Text!
Das war jetzt deine ganz persönliche "Therapie". Deine Art von Versuch, deine persönliche Geschichte, zu "heilen".

Einwenig trifft das auf mich zu. Ich hab auch glaub ich schon den Ursprung und den Grund für meine Verlustangst und das dann darauffolgende denken, denken, denken.
Aber heißt das gleich, dass mein Freund nur diese Leere füllen soll, einfach nur da sein soll und garnicht so wirklich "die Liebe" ist??
Bin ganz durcheinander.

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16. Mai 2005 um 14:29
In Antwort auf majara_12875410

Puh langer Text!
Das war jetzt deine ganz persönliche "Therapie". Deine Art von Versuch, deine persönliche Geschichte, zu "heilen".

Einwenig trifft das auf mich zu. Ich hab auch glaub ich schon den Ursprung und den Grund für meine Verlustangst und das dann darauffolgende denken, denken, denken.
Aber heißt das gleich, dass mein Freund nur diese Leere füllen soll, einfach nur da sein soll und garnicht so wirklich "die Liebe" ist??
Bin ganz durcheinander.

Ach Quatsch...
Das heißt doch nicht, dass er "nur diese Leere füllen soll"... Er hat doch bestimmt nicht nur eine einzige Funktion!! Aber je mehr man das Loch in sich füllen kann, desto mehr sieht man, was da sonst noch ist. Was du sonst noch für Gefühle für ihn hast. Aber es ist glaube ich gut, wenn man nicht alles in diesen einen Menschen hineinprojeziert. Das kann ihn ja nur überfordern...

Durcheinander sein ist normal . Genau hingucken und ordnen ist eine gut Idee!

Weiter viel Erfolg dabei...

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16. Mai 2005 um 14:36
In Antwort auf teal_12694298

Ach Quatsch...
Das heißt doch nicht, dass er "nur diese Leere füllen soll"... Er hat doch bestimmt nicht nur eine einzige Funktion!! Aber je mehr man das Loch in sich füllen kann, desto mehr sieht man, was da sonst noch ist. Was du sonst noch für Gefühle für ihn hast. Aber es ist glaube ich gut, wenn man nicht alles in diesen einen Menschen hineinprojeziert. Das kann ihn ja nur überfordern...

Durcheinander sein ist normal . Genau hingucken und ordnen ist eine gut Idee!

Weiter viel Erfolg dabei...

Bin erleichtert!
Aber was kann ich anders gutes für mich tun um ihn nicht zu überfordern. Denn das Gefühl hab ich manchmal auch, dass ich das tue! Und ich will ihn doch nicht einengen. Und wenn er das Gefühl mal hat mich zu vermissen das ist doch schön, anstatt immmer zu wissen, ach die ist ja sowieso immer da. Nur womit kann ich meine Leere füllen?

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16. Mai 2005 um 14:47
In Antwort auf majara_12875410

Bin erleichtert!
Aber was kann ich anders gutes für mich tun um ihn nicht zu überfordern. Denn das Gefühl hab ich manchmal auch, dass ich das tue! Und ich will ihn doch nicht einengen. Und wenn er das Gefühl mal hat mich zu vermissen das ist doch schön, anstatt immmer zu wissen, ach die ist ja sowieso immer da. Nur womit kann ich meine Leere füllen?

Also...
ich bin, was die Leere betrifft auf folgendem Weg: ich vermute, dass da Teile von mir an die Oberfläche drängen, die ich unterdrückt habe... Oh Mann, wie klingt das denn... Damit meine ich beispielsweise dieses kleine weinende Mädchen, das ich gefunden habe. Ich glaube, die Leere bedeutet, dass ich mir selber nicht richtig zuhöre, dass ich etwas unterdrücke. Jedenfalls ist es mit Sicherheit eine Aufgabe. Und ich denke, dass man die am besten lösen kann, indem man liebevoll mit sich selbst umgeht. Und: So lange wir uns täglich gesehen haben, konnte ich das nicht so gut, ich konnte mir selber nicht so gut zuhören, weil ich so auf ihn fixiert war. Und deshalb war es eigentlich eine gute Idee, dass es eine Zwangspause gab. So eine Distanz gibt einem auch die Möglichkeit genauer über sich selber nachzudenken.

Wie du deine Leere füllen musst, kann ich dir natürlich nicht genau sagen. Denn es ist ja deine eigene Leere. Und du bist die Einzige, die rausfinden kann, wo die herkommt. Aber vielleicht hilft es dir ja trotzdem

LG

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16. Mai 2005 um 14:59
In Antwort auf teal_12694298

Also...
ich bin, was die Leere betrifft auf folgendem Weg: ich vermute, dass da Teile von mir an die Oberfläche drängen, die ich unterdrückt habe... Oh Mann, wie klingt das denn... Damit meine ich beispielsweise dieses kleine weinende Mädchen, das ich gefunden habe. Ich glaube, die Leere bedeutet, dass ich mir selber nicht richtig zuhöre, dass ich etwas unterdrücke. Jedenfalls ist es mit Sicherheit eine Aufgabe. Und ich denke, dass man die am besten lösen kann, indem man liebevoll mit sich selbst umgeht. Und: So lange wir uns täglich gesehen haben, konnte ich das nicht so gut, ich konnte mir selber nicht so gut zuhören, weil ich so auf ihn fixiert war. Und deshalb war es eigentlich eine gute Idee, dass es eine Zwangspause gab. So eine Distanz gibt einem auch die Möglichkeit genauer über sich selber nachzudenken.

Wie du deine Leere füllen musst, kann ich dir natürlich nicht genau sagen. Denn es ist ja deine eigene Leere. Und du bist die Einzige, die rausfinden kann, wo die herkommt. Aber vielleicht hilft es dir ja trotzdem

LG

Em...
Wir hatten grade eine große Distanz. Wir waren ein halbes Jahr getrennt durch Auslandseinsatz. Zwischendurch 2 mal kurz besucht, aber sonst garnicht! Ich hatte viel Zeit für mich. Aber das hat mir nicht besonders gut getan, fand ich.

In welchem Sinne tut dir denn die Distanz gut? Du sagst du denkst über dich nach, aber was bringt das? Also, ich finds nicht so gut, wenn ich über mich nachdenke, oder über etwas anderes, weil ich dann zu keinem Ergebnis komme und alles durcheinander ist. Ich will ja grad das denken vermindern. Ich denke nämlich über Dinge nach, über die ich nicht nachdenken sollte, weils nichts bringt.
Ich glaube ich muss einfach lernen, die Zeit auch OHNE ihn zu geniessen, was mir schwer fällt, weil ich halt so vernart in ihn bin.

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16. Mai 2005 um 15:24
In Antwort auf majara_12875410

Em...
Wir hatten grade eine große Distanz. Wir waren ein halbes Jahr getrennt durch Auslandseinsatz. Zwischendurch 2 mal kurz besucht, aber sonst garnicht! Ich hatte viel Zeit für mich. Aber das hat mir nicht besonders gut getan, fand ich.

In welchem Sinne tut dir denn die Distanz gut? Du sagst du denkst über dich nach, aber was bringt das? Also, ich finds nicht so gut, wenn ich über mich nachdenke, oder über etwas anderes, weil ich dann zu keinem Ergebnis komme und alles durcheinander ist. Ich will ja grad das denken vermindern. Ich denke nämlich über Dinge nach, über die ich nicht nachdenken sollte, weils nichts bringt.
Ich glaube ich muss einfach lernen, die Zeit auch OHNE ihn zu geniessen, was mir schwer fällt, weil ich halt so vernart in ihn bin.

Tja...
also... das klingt für mich so, als könntest du momentan das Problem nicht knacken. Also dem nicht auf den Grund gehen können. Ich glaube, dass das meist daran liegt, dass man es gar nicht so richtig zulassen will, auf eine unbewussten Ebene. Man kann sowas nur phasenweise zulassen, eben weil es dann mit Sicherheit wehtun wird.

hm, ich kann ja immer nur für mich sprechen... Mir geht es so, dass meine Gefühle momentan sehr im Fluss sind. Und in solchen Phasen ist es einfacher, Dingen auf den Grund zu kommen. Mit Nachdenken meine ich momentan in erster Linie das Nachfühlen. Versuchen, rauszufinden, welche Gefühle es sind, die da verborgen liegen.

Ja, du solltest auf jeden Fall die Zeit ohne ihn genießen, aber ich weiß natürlich auch, dass das nicht so einfach umzusetzen ist...

Tja, ich weiß nicht... ich kenne dich ja nicht... hast du denn eine Ahnung, was bei dir das Problem sein könnte?

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16. Mai 2005 um 15:40
In Antwort auf teal_12694298

Ich...
glaube gar nicht, dass wir so weit auseinander liegen in unseren Ansichten. Ich habe eben nur ein Problem mit dem Begriff bedingungslos, aus besagten Gründen.

Nein, ich bin nicht völlig im Einklang mit mir selber, aber ich arbeite daran. Momentan sehr intensiv. Und ich arbeite daran, von meinem Partner weniger zu erwarten und ihn weniger "besitzen" zu wollen.

Und ja, ich bin nicht immer nur gut zu mir. Aber für mich bedeutet bedingungslose Selbstliebe, dass ich mich immer selbst liebe, auch wenn ich meine selbst gesetzten Maßstäbe mal wieder nicht erfüllt habe. Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich, mir selbst meine Schwächen verzeihen zu können.

Bedingungslose Selbstliebe bedeutet für mich nicht, zu glauben perfekt und vollendet zu sein. Es muss immer Raum zur Selbstkritik sein und insofern auch Raum für selbstgesteckte Ziele - und die erfüllt man eben nicht immer.

Hallo Maus,
genau das meinte ich mit Selbstliebe.

Du hast es sehr schön beschrieben.

Liebe Grüße

Seelenreise

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16. Mai 2005 um 16:25
In Antwort auf teal_12694298

Tja...
also... das klingt für mich so, als könntest du momentan das Problem nicht knacken. Also dem nicht auf den Grund gehen können. Ich glaube, dass das meist daran liegt, dass man es gar nicht so richtig zulassen will, auf eine unbewussten Ebene. Man kann sowas nur phasenweise zulassen, eben weil es dann mit Sicherheit wehtun wird.

hm, ich kann ja immer nur für mich sprechen... Mir geht es so, dass meine Gefühle momentan sehr im Fluss sind. Und in solchen Phasen ist es einfacher, Dingen auf den Grund zu kommen. Mit Nachdenken meine ich momentan in erster Linie das Nachfühlen. Versuchen, rauszufinden, welche Gefühle es sind, die da verborgen liegen.

Ja, du solltest auf jeden Fall die Zeit ohne ihn genießen, aber ich weiß natürlich auch, dass das nicht so einfach umzusetzen ist...

Tja, ich weiß nicht... ich kenne dich ja nicht... hast du denn eine Ahnung, was bei dir das Problem sein könnte?

Das Problem...
der Verlustangst oder einfach halt diese Leere füllen wollen, ja ich denke schon!
IN kUrzform: Eltern getrennt, ich war 10j., Mutter hat Nähe zu anderen Männern gesucht, für mich unverständlich, es gab viel Streit, hab mich unverstanden, ungeliebt gefühlt, Pupertät usw.
Dann mit 15j....erste große Liebe, hat mich betrogen. BUM! Das gab mir den Rest. Aber erst jetzt (mittlerweile über 2 Jahre her) sehe ich, das dies die Gründe sein könnten.
Ich suche einfach die Liebe, die mich nie verlässt, nie betrügt und belügt. Und das mit meiner Mutter (wir haben halt nicht soo ein gutes Verhältnis zu einander), deswegen steht wohl die familie bei mir nicht mehr an erster Stelle, anders als bei meinem Freund. Jetzt kommen wir wieder zu dem Thema, weswegen ich hier eigentlich gepostet habe. Er steht halt deswegen im Moment bei mir an erster Stelle, bei ihm ist es einwenig anders und meine Frage war ja, ob diese beiden Arten von Liebe zusammen harmonieren können!?
Aber ich möchte meinen Freund ja nicht einengen, nur weil er für mich alles ist und mir alles gibt. Er bekommt auch noch Liebe von seiner Familie.

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16. Mai 2005 um 17:02
In Antwort auf majara_12875410

Das Problem...
der Verlustangst oder einfach halt diese Leere füllen wollen, ja ich denke schon!
IN kUrzform: Eltern getrennt, ich war 10j., Mutter hat Nähe zu anderen Männern gesucht, für mich unverständlich, es gab viel Streit, hab mich unverstanden, ungeliebt gefühlt, Pupertät usw.
Dann mit 15j....erste große Liebe, hat mich betrogen. BUM! Das gab mir den Rest. Aber erst jetzt (mittlerweile über 2 Jahre her) sehe ich, das dies die Gründe sein könnten.
Ich suche einfach die Liebe, die mich nie verlässt, nie betrügt und belügt. Und das mit meiner Mutter (wir haben halt nicht soo ein gutes Verhältnis zu einander), deswegen steht wohl die familie bei mir nicht mehr an erster Stelle, anders als bei meinem Freund. Jetzt kommen wir wieder zu dem Thema, weswegen ich hier eigentlich gepostet habe. Er steht halt deswegen im Moment bei mir an erster Stelle, bei ihm ist es einwenig anders und meine Frage war ja, ob diese beiden Arten von Liebe zusammen harmonieren können!?
Aber ich möchte meinen Freund ja nicht einengen, nur weil er für mich alles ist und mir alles gibt. Er bekommt auch noch Liebe von seiner Familie.

Oh mann...
das ist natürlich heftig. Ich glaube, ich kann ganz gut verstehen, dass du "die Liebe, die mich nie verlässt, nie betrügt und belügt" suchst. Aber das Problem ist, dass das eigentlich die Liebe ist, die Eltern geben sollten. Und nicht der Freund. Ich denke, in dir steckt tatsächlich dieses 10-jährige Kind, das verletzt und verlassen ist und die Welt nicht versteht.

Aber dein Freund ist dein Freund und nicht deine Mutter. Hast du mal versucht, dir das Kind von damals vorzustellen und mit ihm zu reden? Es zu fragen, was es fühlt? Und es ernstzunehmen?
Das ist natürlich eine tiefe Wunde und es wäre sicherlich auch gut, wenn du mit deiner Mutter darüber sprechen könntest, wenn ihr euch aussprechen und vertragen könntet. Aber wenn das nicht geht, dann könntest du eben versuchen, das verletzte Kind in dir selbst zu trösten. Ich vermute, du hast die Trauer und Verletztheit in dir unterdrückt damals, denn du wolltest nicht noch verletzlicher sein. Du wolltest stark sein, deiner Mutter gegenüber, die sich in deinen Augen unmöglich benommen hat (und das darf man einem Kind natürlich auch nicht antun), und daher hast du deine Gefühle vor ihr versteckt. Und vor dir selber.

Wenn du das probieren willst, dann richte dich aber darauf ein, dass es sehr weh tun wird - denn verdrängter Schmerz wird nicht kleiner. Daher wäre es gut, wenn du vielleicht eine Freundin informieren würdest, oder - ich will das nochmal aufgreifen - auch bereit wärst, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es dir zu schlecht geht. Oder du überlegst dir zumindest, wie du dich selbst trösten kannst, dir was Gutes tun, z.B. ab in die Badewanne oder ein Kuscheltier etc.

Abgesehen davon ist es glaube ich wichtig, dass du dein Liebe/Nähe-Bedürfnis ein bisschen verteilst. Wenn das mit deiner Mutter wirklich nicht geht, wie ist es denn mit guten Freunden? Hast du welche, auf die du dich echt verlassen kannst? Oder Geschwister? Sprich mit anderen Vertrauenspersonen als nur deinem Freund - sonst ist er sicherlich überfordert. Und was ist eigentlich mit deinem Vater?

Noch ein letztes Mal zum Thema Psychologen: Fass das nicht als Beleidigung auf. Man muss nicht völlig kaputt sein, damit einem eine Therape hilft. Es reicht ein unverarbeitetes Trauma, und ich denke, das hast du. Die Krankenkasse übernimmt da eventuell auch die Kosten, dazu lässt du dich einfach von einem Arzt an einen Psychologen überweisen, der macht eine Probe-Sitzung mit dir und beantragt dann die Therapie bei der Kasse. Es gibt also auch kein finanzielles Risiko.
Aber lass dich doch ruhig auch online beraten. Es gab dazu ja auch schon einige Tips.

Hab keine Angst davor, dir helfen zu lassen!!

Und verlang nicht von deinem Freund, alles für dich zu sein: Mutter, Vater, Kumpel, Geliebter - das kann er nicht leisten können!!

Ich wünsche dir baldiges Vorwärtskommen, denn das Leben mit diesem ständigen ungut-mulmigen Gefühl macht doch keinen Spaß...

Alles Liebe

78Maus

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16. Mai 2005 um 17:35
In Antwort auf teal_12694298

Oh mann...
das ist natürlich heftig. Ich glaube, ich kann ganz gut verstehen, dass du "die Liebe, die mich nie verlässt, nie betrügt und belügt" suchst. Aber das Problem ist, dass das eigentlich die Liebe ist, die Eltern geben sollten. Und nicht der Freund. Ich denke, in dir steckt tatsächlich dieses 10-jährige Kind, das verletzt und verlassen ist und die Welt nicht versteht.

Aber dein Freund ist dein Freund und nicht deine Mutter. Hast du mal versucht, dir das Kind von damals vorzustellen und mit ihm zu reden? Es zu fragen, was es fühlt? Und es ernstzunehmen?
Das ist natürlich eine tiefe Wunde und es wäre sicherlich auch gut, wenn du mit deiner Mutter darüber sprechen könntest, wenn ihr euch aussprechen und vertragen könntet. Aber wenn das nicht geht, dann könntest du eben versuchen, das verletzte Kind in dir selbst zu trösten. Ich vermute, du hast die Trauer und Verletztheit in dir unterdrückt damals, denn du wolltest nicht noch verletzlicher sein. Du wolltest stark sein, deiner Mutter gegenüber, die sich in deinen Augen unmöglich benommen hat (und das darf man einem Kind natürlich auch nicht antun), und daher hast du deine Gefühle vor ihr versteckt. Und vor dir selber.

Wenn du das probieren willst, dann richte dich aber darauf ein, dass es sehr weh tun wird - denn verdrängter Schmerz wird nicht kleiner. Daher wäre es gut, wenn du vielleicht eine Freundin informieren würdest, oder - ich will das nochmal aufgreifen - auch bereit wärst, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es dir zu schlecht geht. Oder du überlegst dir zumindest, wie du dich selbst trösten kannst, dir was Gutes tun, z.B. ab in die Badewanne oder ein Kuscheltier etc.

Abgesehen davon ist es glaube ich wichtig, dass du dein Liebe/Nähe-Bedürfnis ein bisschen verteilst. Wenn das mit deiner Mutter wirklich nicht geht, wie ist es denn mit guten Freunden? Hast du welche, auf die du dich echt verlassen kannst? Oder Geschwister? Sprich mit anderen Vertrauenspersonen als nur deinem Freund - sonst ist er sicherlich überfordert. Und was ist eigentlich mit deinem Vater?

Noch ein letztes Mal zum Thema Psychologen: Fass das nicht als Beleidigung auf. Man muss nicht völlig kaputt sein, damit einem eine Therape hilft. Es reicht ein unverarbeitetes Trauma, und ich denke, das hast du. Die Krankenkasse übernimmt da eventuell auch die Kosten, dazu lässt du dich einfach von einem Arzt an einen Psychologen überweisen, der macht eine Probe-Sitzung mit dir und beantragt dann die Therapie bei der Kasse. Es gibt also auch kein finanzielles Risiko.
Aber lass dich doch ruhig auch online beraten. Es gab dazu ja auch schon einige Tips.

Hab keine Angst davor, dir helfen zu lassen!!

Und verlang nicht von deinem Freund, alles für dich zu sein: Mutter, Vater, Kumpel, Geliebter - das kann er nicht leisten können!!

Ich wünsche dir baldiges Vorwärtskommen, denn das Leben mit diesem ständigen ungut-mulmigen Gefühl macht doch keinen Spaß...

Alles Liebe

78Maus

Oh Mensch..
dann hab ich wohl doch ein Problem. Ein erkanntes! Ja ich werde wohl was tun müssen.
Danke für deine Zeit.

LG Knuddellady

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16. Mai 2005 um 17:38
In Antwort auf majara_12875410

Oh Mensch..
dann hab ich wohl doch ein Problem. Ein erkanntes! Ja ich werde wohl was tun müssen.
Danke für deine Zeit.

LG Knuddellady

Gerne.
Das wird schon.

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