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Wie liebt man einen Fetischisten?

29. Februar 2012 um 12:03

Hallo und guten Tag,

ich mache derzeit eine ganz schlimme Krise durch, über die ich mit niemandem sprechen kann. Obwohl ich wahrscheinlich selbst an dem ganzen Ungkück schuld bin, komme ich mit der Situation überhaupt nicht zurecht und mache mir die scwersten Vorwürfe! Vielleicht gibt es hier ja eine Leidensgenossin, die auch schon etwas ähnliches durchgemacht hat und Rat weiss, wiei ich mit diesesm Gefühlschaos irgendwie klarkomme...
Also kurz und bündig: Ich arbeite in meiner Firma seit Jahren als Assistentin der Geschäftsleitung und habe immer versucht, sachlich und kompetent "rüberzukommen". Auch zu meinem neuen Chef hatte ich ein korrektes Verhältnis aufgebaut ... Vor einiger Zeit hat er mich "in persönlicher Sache" zu sich zitiert und mich für die gute Zusammenarbeit belobigt. Dann wurde er plötzlich unsicher und und hat mich ganz verschämt um einen persönlichen Gefallen gebeten: Ob ich eventuell bereit wäre, mein Büro-Outfit hinsichtlich meiner Schuhe etwas anzupassen... Ich war total verunsichert und habe mich gefragt, was da wohl falsch gelaufen ist, und da reicht er mir über den Schreibtisch einen Schuhkarton und bittet mich, ich möge das als Erweiterung meines Outfits in Erwägung ziehen und ich täte ihm damit einen sehr großen Gefallen... Ich wußte nicht, wie ich damit umgehen sollte (sexuelle Anmache am Arbeitsplatz? Bitte, ich bin deutlich über 30, und viel Hübscheregibt es bei uns sowieso) und habe die Schachtel erstmal ein paar Tage im Auto liegenlassen. Wird ja hoffentlich Gras drüber wachsen ... Wurde nach ca. einer Woche darauf angesprochen und er hat sich doch tatsächlich entschuldigt, dass er das nicht hätte tun dürfen und ich möchte ihm nicht böse sein und es wäre alles nicht so, wie es aussieht... WARUM HABE ICH ES DAMIT NICHT GUT SEIN LASSEN??!
Natürlich waren Schuhe drin (Pantoletten in Schwarz mit dezentem Absatz). Und irgendwas hat mich gereizt, sie halt in Gottes Namen einmal anzuziehen (ist ja schließlich doch mein Vorgesetzter mit dem ich gut zusammenarbeiten will). Und damit bin ich an dem ganzen Elend selber schuld!! Ich schäme mich so!! Er hat solche Glupschaugen bekommen und ist knallrot angelaufen... Nach Dientschluss ist er dann zu mir ins Büro (ich dumme Kuh hab ' auch noch gewartet, weil ich normalerweise immer als Letzte gehe) und dann kniet er auf einmal vor mir, heult sich die Seele aus dem Leib und möchte, dass ich ihn NUR EINMAL meine FÜSSE "massieren" lasse!! Und ich Idiotin hab's auch noch wirklich erlaubt...
Jetzt ist alles kaputt. Ich bin konservativ erzogen, aber jetzt habe ich ein Verhältnis.. Wir treffen uns regelmässig, er hat mir schon Berge von Schuhen gekauft und entschuldigt sich jedesmal, bevor er meine Füsse küsst, dass es ihn so unglaublich antörnt... Ich möchte aber nicht wegen eines unbedeutenden und hässlichen Körperteils geliebt werden, sondern einfach als FRAU!! Und trotzdem, und obwohl ich mich zu Tode schäme, wenn er meine Fussnägel lackiert und mir irgendwelche abgefahrenen Komplimente macht, liebe ich ihn, schon seit er mich zum ersten Mal angesprochen hat... Er sagt zwar, dasser meine Füsse nur meinetwegen liebt (statt umgekehrt) und hat mir mittlerweile einen Heiratsantrag gemacht, weil ich ihn "verstehe", aber das stimmt nicht!! Ich weiss nicht und werde nie verstehen, was er an meinen Füssen findet, und ich glaube ihm auch nicht, dass er nur mich begehrt ... Er will nicht mich, nur einen häßlichen kleinen Körperteil von mir und ich finde das alles so pervers ... Ich habe ihm gesagt, dass er nur mit mir schlafen kann, wenn ich ihm erlaube, die Zunge zwischen meine Zehen zu stecken, und er hat geweint - also ist es wahr! Am liebsten würde ich mir einen
Zeh abschneiden, dann wüßte ich, wie er wirklich zu mir steht und ob ich nur mit einem Perversen schlafe, dem ich völlig egal bin... Ich fürchte mich vor dem Sommer, dann wird er nur mehr anderen Frauen nachlaufen, die ihm schönere Füße präsentieren und eleganter auf High Heels laufen (ich hab's nie gelernt und bin auch zu alt dafür). Trotzdem trage ich seine Schuhe, wenn er mich besucht, und stöckele in meiner eigenen Wohnung herum wie ein Callgirl und schäme mich dabei für mich selbst, weil ich es soweit habe kommen lassen. Ich habe kein Selbstwertgefühl mehr (hatte wahrscheinlich nie wirklich eines), mache mir die schlimmmsten Vorwürfe, weil ich uns beide unglücklich gemacht und ihn in seiner Abartigkeit bestärkt habe. Wenn er vor mir kniet und sich entschuldigt, tut er mir so leid und ich bin nicht stark genug, es ihm zu verbieten oder ihn als Perversen blosszustellen. Es zerreisst mich, weil ich keine Kontrolle mehr habe und ihn trotz seiner Krankheit liebe... Soll ich ihm ein Ultimatum stellen - entweder Psychotherapie oder Trennung? Gibt es überhaupt eine erfolgreiche Therapie? Ich kann ihn nicht einfach verlassen, obwohl ich mittlerweile glaube, dass er nur seinen Fetisch liebt, und das müssen ausgerechnet meine kleinen hässlichen Füsse sein. Ich habe nie auffällige Schuhe getragen, habe ihn nicht gereizt, bin ein zurückhaltender Mensch und habe meine Sexualität nie so "wichtig" genommen - warum also das?? Ich weiss, dass ich selbst die Verantwortung trage, und kann mir trotzdem nicht helfen ... Gibt es noch irgendeine Lösung??

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29. Februar 2012 um 12:43

"Gibt es noch irgendeine Lösung?? "
lerne dich und deine füsse lieben

entweder liebst du den mann so wie er ist, er ist nicht krank sondern hat einen fetisch, oder du machst schluss und sagst ihm ganz eindeutig das du dir was vorgemacht hast und das so nicht kannst.

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29. Februar 2012 um 12:53

Tut mir leid...
Hallo,

ich bin hier neu und hatte auf eine Antwort gehofft, die mir vielleicht in meiner Situation weiterhilft. Ich wollte mich hier nicht selbst darstellen (dafür ist mir die Sache zu ernst) und wenn das alles im Überschwang zu ausführlich geworden ist, tut es mir leid.
Klarissa aus Köln kenne ich nicht - hat sie mit dem gleichen Problem zu kämpfen?
Jedenfalls danke für den Hinweis und Gruß,

Hedwig

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29. Februar 2012 um 12:57

Da gibt es keine Therapie
Der erste Fehler war, daß Sie sich überhaupt auf so etwas eingelassen haben.(Aber das wissen Sie schon selber)
Wenn es Ihnen zuwider ist, daß Ihnen Ihr Chef die Füße küsst, dann würde ich ganz schnell die Beziehung beenden und mir einen neuen Chef suchen.
Derartige gegenseitige Abhängigkeiten sollte man vermeiden und notfalls beenden.
Manche Sekretärin wäre vielleicht froh, wenn der Chef ihr die Füße küsst)

An Ihrer Stelle würde ich den Arbeitsplatz wechseln und die Beziehung so schnell wie möglich beenden.

Ach Therapien helfen trotz aller Erwartungen erfahrungsgemäß nicht weiter.
Therapien können lediglich dazu führen daß Ihr Chef mit seiner Vorliebe anders umgeht, aber wegtherapieren kann man solche Veranlagungen nicht. Sie bleiben prägender Teil der Persönlichkeit.
Als würde ich auf eine Therapie nicht viel geben.

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29. Februar 2012 um 13:03

Missverständnis
Hallo,

vielen Dank - ich habe schon verstanden, dass es auch Menschen gibt, die Probleme zwischenmenschlicher Art sehr belustigend finden...
Es war ganz klar ein Fehler, sich hier etwas von der Seele schreiben zu wollen - ich bitte um Entschuldigung und wollte niemanden hier provozieren. Daher möchte ich diese Diskussion auch nicht weiter fortsetzen, da für mich Fetischismus eine schwere persönliche Belastung ist und kein Zeitvertreib.

Alles Gute,
Hedwig

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29. Februar 2012 um 18:17

Ein "Klassiker" mit Folgen
Hallo Arabella,

da hast Du leider vollkommen recht - ich war viel zu naiv und (wie üblich) "brave Angestellte", die eben tut, was der Chef anordnet bzw. wünscht. Zumal es ja aus meiner Sicht "nur" um eine Bekleidungsvorschrift ging und nicht um körperliche Annäherung. Letzteres hätte ich schon aufgrund meines Aussehens und Alters sicher nicht vermutet, und als er dann plötzlich an meine Füsse wollte, war ich viel zu perplex um abzuwehren.
Alles also meine Schuld - ich weiss! Das Problem ist, dass sich das Rad nicht einfach zurückdrehen läßt. Und jetzt will er mich heiraten... Einerseits würde mich nichts glücklicher machen, andererseits ist er mir immer dann, wenn er seinen Fetisch an mir auslebt, vollkommen fremd. Diese Fixierung auf ein bestimmtes Körperteil kann ich einfach nicht begreifen und fühle mich da als Frau gar nicht mehr wahrgenommen... Wie sollen wir so zusammenleben??
Jedenfalls danke ich Dir für Deinen Rat ... vielleicht brauche ich ja nur noch eine Bestätigung von aussen, um endlich Schluß zu machen.

Liebe Grüße,
Hedwig

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29. Februar 2012 um 19:24

Selbsttherapie
Liebe Felina,

ich hätte nicht geglaubt, dass mein Problem für Aussenstehende so "lustig" ist, dass man es einfach als freie Erfindung abtut. Aber ihr habt mich natürlich insofern "belehrt" als solche Dinge, egal wie sehr man darunter leidet, zu privat sind, um in Foren besprochen zu werden. Der Wunsch, irgendwie Gehör zu finden, war leider zu groß.
Trotzdem danke für Deine Antwort - wenn ich glauben und darauf vertrauen könnte, dass es in dieser Beziehung nicht nur um einen Fetisch, sondern um mich als Person geht, wäre die Situation erträglicher. Aber wenn er sich mit meinen Füssen beschäftigt, scheint der Rest von mir einfach nicht mehr zu existieren und ich denke, genau aus diesem Grund entschuldigt er sich auch jedesmal vorab bei mir für sein Verhalten.
Das schlimmste ist, dass er mich heiraten möchte, weil ich ihn angeblich verstehe - dabei begünstige ich eigentlich nur seine Krankheit, weil er mir leid tut und ich ihn nicht verlieren mochte. Ich wäre auch zu einer "platonischen" Beziehung bereit, bin mir aber sicher, dass er ohne seine sexuellen Phanthasien nicht leben kann (und will).
Vielleicht bin aber wirklich ich das Problem, weil ich zu konservativ und spiessig bin, um zu verstehen, dass seine Neigung normal ist und man daher auch mit einem Fetischisten glücklich sein kann. Ich müßte mir nur "abgewöhnen" einen Mann, der meine häßlichen Füße "anbetet", krank zu finden und mich zu ekeln, weil ich sie ihm trotzdem immer wieder überlasse. Wenn ich tatsächlich zu einem Therapeuten ginge, müßte ich mir allerdings eingestehen, selbst krank zu sein und das macht mir Angst.
Ich habe eben nie gelernt, mich nicht "leben zu lassen".

Liebe Grüße,

Hedwig

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29. Februar 2012 um 19:55
In Antwort auf dilwen_12568250

Selbsttherapie
Liebe Felina,

ich hätte nicht geglaubt, dass mein Problem für Aussenstehende so "lustig" ist, dass man es einfach als freie Erfindung abtut. Aber ihr habt mich natürlich insofern "belehrt" als solche Dinge, egal wie sehr man darunter leidet, zu privat sind, um in Foren besprochen zu werden. Der Wunsch, irgendwie Gehör zu finden, war leider zu groß.
Trotzdem danke für Deine Antwort - wenn ich glauben und darauf vertrauen könnte, dass es in dieser Beziehung nicht nur um einen Fetisch, sondern um mich als Person geht, wäre die Situation erträglicher. Aber wenn er sich mit meinen Füssen beschäftigt, scheint der Rest von mir einfach nicht mehr zu existieren und ich denke, genau aus diesem Grund entschuldigt er sich auch jedesmal vorab bei mir für sein Verhalten.
Das schlimmste ist, dass er mich heiraten möchte, weil ich ihn angeblich verstehe - dabei begünstige ich eigentlich nur seine Krankheit, weil er mir leid tut und ich ihn nicht verlieren mochte. Ich wäre auch zu einer "platonischen" Beziehung bereit, bin mir aber sicher, dass er ohne seine sexuellen Phanthasien nicht leben kann (und will).
Vielleicht bin aber wirklich ich das Problem, weil ich zu konservativ und spiessig bin, um zu verstehen, dass seine Neigung normal ist und man daher auch mit einem Fetischisten glücklich sein kann. Ich müßte mir nur "abgewöhnen" einen Mann, der meine häßlichen Füße "anbetet", krank zu finden und mich zu ekeln, weil ich sie ihm trotzdem immer wieder überlasse. Wenn ich tatsächlich zu einem Therapeuten ginge, müßte ich mir allerdings eingestehen, selbst krank zu sein und das macht mir Angst.
Ich habe eben nie gelernt, mich nicht "leben zu lassen".

Liebe Grüße,

Hedwig

Liebe hedwig,
weder er noch du seid krank !
er hat einen fetisch.
deine schwäche ist : du kannst nicht nein sagen !
das ist auch keine krankheit, aber du solltest doch dahin kommen es zu tun. ansonsten kannst du noch in des teufels küche kommen. stehst schon mit einem fuss drinnen.

du musst ganz einfach mit ihm reden !
kannst dich auch danach, für irgendwas, krank schreiben lassen. aber du musst schon was tun.

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29. Februar 2012 um 20:05

"Schöne Füsse"?
Hallo,

danke für die Antwort - obwohl ich nach allgemeinem Dafürhalten nur eine Kitsch- und Lügengeschichte erzähle, möchte ich zu den "schönen Füssen" noch etwas sagen.
Nein - ich empfinde mich insgesamt als Durchschnittstyp und keinesfalls als "Schönheit". Meine Füsse sind klein, plump und sind selbst in hochhackigen Schuhen (mit denen ich ohnehin nicht laufen kann) keinesfalls attraktiv. Vermutlich könnte ich daher auch einen Haar- oder Handfetischisten eher verstehen... Dass gerade dieses unwichtige Körperteil so "angehimmelt" wird, macht mich daher extrem unsicher. Andere Frauen haben hier zweifellos mehr zu bieten, und gerade darauf kommt es meinem Freund ja so sehr an! Tatsächlich ekeln mich meine Füße regelrecht an, seit sie so viel Aufmerksamkeit bekommen, weil ich es nicht schaffe zu verstehen, dass das nicht unnatürlich, sondern normal ist. Was kann ich also tun? Mir täglich vorsagen, wie hübsch meine Füße sind? Stolz darauf sein? Ich fürchte, das schaffe ich nicht...

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29. Februar 2012 um 20:53
In Antwort auf mai_11959300

Liebe hedwig,
weder er noch du seid krank !
er hat einen fetisch.
deine schwäche ist : du kannst nicht nein sagen !
das ist auch keine krankheit, aber du solltest doch dahin kommen es zu tun. ansonsten kannst du noch in des teufels küche kommen. stehst schon mit einem fuss drinnen.

du musst ganz einfach mit ihm reden !
kannst dich auch danach, für irgendwas, krank schreiben lassen. aber du musst schon was tun.

Krank oder nicht...
Danke - wenn ich die Reaktionen hier sehe, gibt es kaum einen Zweifel, dass ich die Kranke bin, weil ich seinen Fetisch nicht als "natürlich" akzeptieren kann - obwohl ich ihn liebe.
Die einzige Gelegenheit, NEIN zu sagen, habe ich leider versäumt, und das bereue ich bitter. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum ich Idiotin das damals zugelassen habe und nicht einfach aus dem Büro marschiert bin - dann hätte man wieder zur Tagesordnung übergehen können, oder man hätte mir früher od später eben gekündigt... Ich hatte einfach keine Ahnung, worum es ging und war dann völlig überrumpelt. Ich glaube, im Grunde war ich in dem Moment sogar noch froh, dass es ja NUR um meine Füsse ging (war ja schließlich nicht so schlimm als hätte er MICH küssen wollen...). Danach war einfach keine Möglichkeit mehr, neun zu sagen, da ich die Zeit mit ihm so geniesse, dass ich seine "kleine Schwäche" (so nennt er das) lange Zeit einfach verdrängt habe. Wenn wir uns sehen, nötigt er mich immer früher oder später immer auf das Sofa, um mir die Schuhe auszuziehen, entschuldigt sich aber jedesmal vorher dafür dass er sich "kurz" mit meinen Füssen beschäftigen "muss". Ich schaffe es einfach nicht, in dieser Situation NEIN zu sagen und lasse ihn gewähren, weil er mir unheimlich leid tut und ich ihn in diesem Moment nicht allein lassen will...
Darüber reden ist ganz sicher ein guter Rat. Ich habe auch mit ihm geredet, versucht, ihn davon abzubringen, seine Schuhe in den Mülleimer gepfeffert, ihm vorgeworfen, dass er ohne "das" gar nicht mit mir zusammen wäre, und,und,und.... Er sitzt dann einfach nur da, schaut mich an, erklärt mir wie leid es ihm tut und dass er mich liebt. Das Ergebnis ist, dass ich mich schuldig fühle und vor dem Körperteil ekle, das ihn so erregt, aber keine Konsequenzen ziehe ... Er kann ja schließlich nichts dafür, dass er so ist, wie er ist. Manchmal mache ich ihm Vorhaltungen und wünsche mir, er würde einfach gehen, aber er bleibt immer sanft und verständnisvoll. Die allerletzte Chance für mich ist, zu einer Heirat NEIN zu sagen - dafür muß ich noch Kraft sammeln.

Liebe Grüße,

Hedwig

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1. März 2012 um 2:14

Liebe Felina,
dass der Fetisch meines Freundes "therapierbar" ist, glaube ich mittlerweile eigentlich ja selbst nicht mehr. Es hat mir einfach geholfen, ihn als "krank" zu sehen, weil man dann auf Heilung hoffen kann und auch kein Zweifel besteht, was "normal" bzw. gesund ist.
Hier scheint aber die Meinung vorzuherrschen, dass ein Fetisch nicht abnormal ist - dann muss es aber meine Reaktion darauf sein. Da ich meine Beziehung, so belastend sie auch ist, nicht aufgeben kann, werde ich also irgendeinen Weg finden müssen, um mit seiner Neigung zurecht zu kommen. Dazu werde ich mit Sicherheit Hilfe brauchen, das ist richtig. Da ich es jetzt aber einmal hier geschafft habe, mein Problem mitzuteilen, wird mir das bei einem Therapeuten hoffentlich auch gelingen. Wenn ich lernen kann zu akzeptieren, dass ein Fussfetisch nichts Negatives ist, wäre ich die ideale Geliebte und könnte unsere Beziehung auch vorbehaltlos leben - das wäre mein Wunsch.

Liebe Grüße,

Hedwig

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1. März 2012 um 2:34

Danke,
um Schuhmode habe ich mich eigentlich nie gekümmert - Hauptsache bequem und nur nicht zu hoch. Die Schuhe, die er mir schenkt, sehen zwar elegant aus, aber nur, bis ich sie anhabe... Offene Schuhe habe ich früher kaum getragen, eben weil ich meine Füsse nicht hübsch finde und sie daher natürlich auch nicht "herzeigen" wollte.
Wenn Du aber meinst, dass mit dem richtigen Schuh auch bei mir noch etwas zu retten ist, werde ich eben nochmal verschiedene Varianten durchprobieren - vielleicht findet das blinde Huhn ja doch noch ein Korn.

Liebe Grüße und danke für Deine Aufmunterung,

Hedwig

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1. März 2012 um 9:27

Selbstbewußtsein
... ist wohl auch eines meiner Probleme, da hast Du sicher recht.
Ich halte mich schon als Ganzes nicht für hübsch und habe mich im Prinzip auch damit abgefunden, als typischer "Bürodrachen" jenseits der 30 für eine Beziehung nicht mehr in Frage zu kommen. "Ich liebe meinen Chef" war für mich von daher nie ein Thema, zumal es in unserem Haus wirklich attraktivere Mitarbeiterinnen gibt. Man versucht dann einfach, seine Arbeit möglichst gut zu machen und sich so Anerkennung zu holen. Hat bis jetzt ja auch ganz gut geklappt...
Meine Erfahrung mit Beziehungen ist generell überschaubar. Mit einer Körpergrösse von 1 Meter 86 tun sich Männer scheinbar schwer, und wie das dann mit höheren Absätzen aussieht, kannst Du Dir sicher vorstellen. Dazu trage ich Schuhgröße 38, was mir eben viel zu klein und unproportioniert erscheint. Da hilft leider auch regelmässige Pediküre nicht. Meine Mutter meinte immer, ich sei so etwas wie der schiefe Turm von Pisa, wo Größe und Standfläche nicht recht zusammenpassen. Auch sonst höre ich immer mal wieder "witzige" Bemerkungen in diese Richtung, weil das offenbar doch viele abstösst - daher ist das auch ein wunder Punkt bei mir. Wenn nun jemand kommt, sich hinkniet und diese Zwergenfüsse "anbeten" will, weiss man halt nicht, ob man lachen oder weinen soll - auf jeden Fall kann man es nicht verstehen.
Glaubst Du von daher wirklich, dass es etwas bringt, wenn ich mich auf den Weg ins Schuhgeschäft mache und dass uns das eventuell hilft?

Liebe Grüße,

Hedwig

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1. März 2012 um 10:11

Lösung nicht gesucht?
Ungeachtet der Auffassung, dass weder ich noch mein Problem real existieren, möchte ich doch auf alle ernsthaften Antworten inhaltlich eingehen.
Ist es Dir noch nie passiert, dass Du etwas getan hast a) für einen anderen Menschen und b) mit solchen Konsequenzen, dass Du dein Tun nicht so ohne weiteres "zurücknehmen" kannst? Stell es Dir bitte so vor: Jemand kommt zu Dir und bittet um Geld für eine wichtige Sache. Du leihst es ihm, weil er dein Freund Ist und Du ihm helfen willst. Dann stellt sich heraus, dass der Betrag ohne Verschulden deimes Freundes zum vereinbarten Termin nicht zurückgezahlt werden kann. Natürlich möchtest Du das Geld zurück, aber läufst Du dann sofort zu Gericht und klagst es ein? Nein? Dann hast Du ein Problem - so wie ich. Unbefistet stunden? Neuen Zahlungstermin festsetzen? Freundschaft kündigen?
Objektiv gesehen hast Du schon recht - warum tut diese Idiotin das, wenn sie doch eigentlich nicht will? Aufhören und gut ist - so einfach ist die Sache leider nicht. Ich HABE seine Schuhe weggeworfen, ich habe ihm eine Szene gemacht... aber was nützt es mir, wenn ich danach genauso unglücklich bin wie er? Ich dächte nicht im Traum daran, ihn zu provozieren - wieso sollte es ihn reizen, dassich nicht glücklich bin und manchmal auch weine, wenn er mir die Füsse küßt? Ich verbiete es ihm ja eben nicht und schon gar nicht "ziere" ich mich, um ihn zu erregen - dann müsste ich mich ja selbst als pervers bezeichnen. Wenn Du trotzdem meinst, dass ich seine Fixierung mit meinem Verhalten noch bestärke, wie könnte ich das ändern?

Liebe Grüße,

Hedwig

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1. März 2012 um 10:16

Angst vor dem eigenen Empfinden
Hallo Hedwig,
ich glaube du kennst das Problem eigentlich genau, du verdrängst es nur und suchst nach Erklärungen um es dir nicht einzugestehen.
Wofür du dich schämst sind nicht deine Füsse, nicht sein Fetisch, nicht das du es zulässt usw.
Du schämst dich dafür, dass es dir gefällt!
Es passt nicht in dein Weltbild, du findest es pervers und krank und trotzdem gefällt es dir, das ist dein Problem. Du möchtest deine Füße, die dieses schmutzige Pfuibäh auch noch schön finden von dir abgrenzen, nicht er grenzt sie ab, du willst Distanz zu deinen Füßen die genauso pervers und krank sind wie er...
Und du lässt ihn auch nicht gewähren weil er dir soo leid tut, sondern weil es dir gefällt.
Logischerweise führt das zu einer gewaltigen Zerissenheit.
Die Lösung ist so einfach und doch so schwer:
Du musst aufhören das an ihm festzumachen, er hat dir nur was über dich gezeigt, was du gar nicht wissen wolltest. Du musst nicht akzeptieren das er so ist, du musst vor allem erstmal akzeptieren wie du bist und das du es magst. Gesteh dir das mal ein, dann wirds dir auch besser gehen und du kannst aufhören mit schämen und anfangen zu genießen.

Grüße,
eineUserin

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1. März 2012 um 10:25

Shopping
Ja - das mach' ich jetzt wirklich. Ich hoffe, ich steh' das auch durch (ein schiefer Blick von der Verkäuferin - und ich bin raus aus dem Laden...) aber wenn Du als Frau der ehrlichen Meinung bist, ich könnte mir trotz meines Körperbaus etwas "erlauben", dann versuche ich das jetzt einfach.
Mein Gott, ein bisschen Zuspruch von aussen, und alles sieht schon nicht mehr total hoffnungslos aus!
Vielen lieben Dank,

Hedwig

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1. März 2012 um 11:03
In Antwort auf ganiya_12863444

Angst vor dem eigenen Empfinden
Hallo Hedwig,
ich glaube du kennst das Problem eigentlich genau, du verdrängst es nur und suchst nach Erklärungen um es dir nicht einzugestehen.
Wofür du dich schämst sind nicht deine Füsse, nicht sein Fetisch, nicht das du es zulässt usw.
Du schämst dich dafür, dass es dir gefällt!
Es passt nicht in dein Weltbild, du findest es pervers und krank und trotzdem gefällt es dir, das ist dein Problem. Du möchtest deine Füße, die dieses schmutzige Pfuibäh auch noch schön finden von dir abgrenzen, nicht er grenzt sie ab, du willst Distanz zu deinen Füßen die genauso pervers und krank sind wie er...
Und du lässt ihn auch nicht gewähren weil er dir soo leid tut, sondern weil es dir gefällt.
Logischerweise führt das zu einer gewaltigen Zerissenheit.
Die Lösung ist so einfach und doch so schwer:
Du musst aufhören das an ihm festzumachen, er hat dir nur was über dich gezeigt, was du gar nicht wissen wolltest. Du musst nicht akzeptieren das er so ist, du musst vor allem erstmal akzeptieren wie du bist und das du es magst. Gesteh dir das mal ein, dann wirds dir auch besser gehen und du kannst aufhören mit schämen und anfangen zu genießen.

Grüße,
eineUserin

Verdrängung?
Hallo,

glaubst Du das wirklich?
Ich bin mir nicht bewußt, etwas zu "verdrängen", vielmehr sehe ich mich in der Verantwortung, eine gangbare Lösung für mein Beziehungsproblem zu finden (sonst würde ich euch hier ja nur die Zeit stehlen...).
Ja, ich mag es wenn er mich berührt und mir seine Zuneigung zeigt - er soll damit aber meine ganze Person meinen und nicht nur einen Teil von mir. Warum sollte mir etwas gefallen, was ich mir selbst so nie gewünscht hätte? Ich bin konservativ erzogen (Klosterschule) und wurde daher nie dazu angeregt, mir über Fetischismus Gedanken zu machen, halte mich aber auch nicht für ausgesprochen prüde oder verklemmt. Daher habe ich ihm seine "Anbetung" ja auch schweren Herzens gestattet, denke aber trotzdem, dass ich etwas falsch gemacht bzw. Die falschen Signale ausgesendet haben muss, um seine Aufmerksamkeit so sehr in eine Richtung zu lenken. Das war aber mit Sicherheit nie meine Absicht!
In einer Hinsicht muss ich Dir allerdings Recht geben (und da haben mir auch eure Antworten ein wenig die Augen geöffnet): Es war unfair von mir, das Problem auf ihn abzuwälzen, aber es wahr wohl der einfachste Weg. Solange ich sein Verhalten als Ausdruck eine Krankeit sehe, kann ich zum einen auf Therapierbarkeit und Heilung hoffen, zum anderen muss ich mi nicht die Frage stellen, was jetzt normal und damit "gesund" ist. Würde ich Deinen Ansatz akzeptieren, müßte ich mir ja eingestehen, dass mit meiner Reaktion etwas nicht in Ordnung ist, und dann wäre ja ich nicht "normal". Meinst Du das damit?
Ich bin ja bereit, mich mit allem auseinanderzusetzen, aber ich bin einfach nicht in der Lage zu akzeptieren, dass mir seine Bewunderung, die so sehr auf ein Körperteil fixiert ist, insgeheim gefällt. Hast Du persönliche Erfahrung mit solchen Situationen bzw. was macht Dich so sicher, dass ich hier etwas verdränge?

Liebe Grüße,

Hedwig

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1. März 2012 um 11:15
In Antwort auf ganiya_12863444

Angst vor dem eigenen Empfinden
Hallo Hedwig,
ich glaube du kennst das Problem eigentlich genau, du verdrängst es nur und suchst nach Erklärungen um es dir nicht einzugestehen.
Wofür du dich schämst sind nicht deine Füsse, nicht sein Fetisch, nicht das du es zulässt usw.
Du schämst dich dafür, dass es dir gefällt!
Es passt nicht in dein Weltbild, du findest es pervers und krank und trotzdem gefällt es dir, das ist dein Problem. Du möchtest deine Füße, die dieses schmutzige Pfuibäh auch noch schön finden von dir abgrenzen, nicht er grenzt sie ab, du willst Distanz zu deinen Füßen die genauso pervers und krank sind wie er...
Und du lässt ihn auch nicht gewähren weil er dir soo leid tut, sondern weil es dir gefällt.
Logischerweise führt das zu einer gewaltigen Zerissenheit.
Die Lösung ist so einfach und doch so schwer:
Du musst aufhören das an ihm festzumachen, er hat dir nur was über dich gezeigt, was du gar nicht wissen wolltest. Du musst nicht akzeptieren das er so ist, du musst vor allem erstmal akzeptieren wie du bist und das du es magst. Gesteh dir das mal ein, dann wirds dir auch besser gehen und du kannst aufhören mit schämen und anfangen zu genießen.

Grüße,
eineUserin

Eine sehr gute Antwort
verehrte Userin.
Wahrscheinlich haben Sie damit den Nagel auf den Kopf getroffen

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1. März 2012 um 11:49
In Antwort auf dilwen_12568250

Verdrängung?
Hallo,

glaubst Du das wirklich?
Ich bin mir nicht bewußt, etwas zu "verdrängen", vielmehr sehe ich mich in der Verantwortung, eine gangbare Lösung für mein Beziehungsproblem zu finden (sonst würde ich euch hier ja nur die Zeit stehlen...).
Ja, ich mag es wenn er mich berührt und mir seine Zuneigung zeigt - er soll damit aber meine ganze Person meinen und nicht nur einen Teil von mir. Warum sollte mir etwas gefallen, was ich mir selbst so nie gewünscht hätte? Ich bin konservativ erzogen (Klosterschule) und wurde daher nie dazu angeregt, mir über Fetischismus Gedanken zu machen, halte mich aber auch nicht für ausgesprochen prüde oder verklemmt. Daher habe ich ihm seine "Anbetung" ja auch schweren Herzens gestattet, denke aber trotzdem, dass ich etwas falsch gemacht bzw. Die falschen Signale ausgesendet haben muss, um seine Aufmerksamkeit so sehr in eine Richtung zu lenken. Das war aber mit Sicherheit nie meine Absicht!
In einer Hinsicht muss ich Dir allerdings Recht geben (und da haben mir auch eure Antworten ein wenig die Augen geöffnet): Es war unfair von mir, das Problem auf ihn abzuwälzen, aber es wahr wohl der einfachste Weg. Solange ich sein Verhalten als Ausdruck eine Krankeit sehe, kann ich zum einen auf Therapierbarkeit und Heilung hoffen, zum anderen muss ich mi nicht die Frage stellen, was jetzt normal und damit "gesund" ist. Würde ich Deinen Ansatz akzeptieren, müßte ich mir ja eingestehen, dass mit meiner Reaktion etwas nicht in Ordnung ist, und dann wäre ja ich nicht "normal". Meinst Du das damit?
Ich bin ja bereit, mich mit allem auseinanderzusetzen, aber ich bin einfach nicht in der Lage zu akzeptieren, dass mir seine Bewunderung, die so sehr auf ein Körperteil fixiert ist, insgeheim gefällt. Hast Du persönliche Erfahrung mit solchen Situationen bzw. was macht Dich so sicher, dass ich hier etwas verdränge?

Liebe Grüße,

Hedwig

Erfahrungen
Wenn ich dir jetzt meine Erfahrungen hier darlege, dann wirst du deinen Chef-Freund sicher nicht mehr für nen kranken Perversen halten- mich dafür umso mehr . Deshalb in ganz kurz: Ich habe eine ausgeprägte devote und teils auch masochistische Neigung und entsprechende Erfahrungen .

Und ja, ich glaube tatsächlich, dass du dein Gefallen "verdrängst" bzw. einfach nicht wahrhaben willst. Du bist einfach so erzogen, sowas ist nicht normal, krank etc.pp. es gehört sich einfach nicht. Natürlich merkst du das nicht, wenn es so einfach wäre das selbst zu erkennen und zu handeln, wären ne Menge Therapeuten arbeitslos.
Ich denke auch nicht, dass du prüde bist, solche Fetische sind insgesamt noch oft ein Tabu, ich bin mir ziemlich sicher, dass du mit deiner Haltung die Mehrheit der Deutschen repräsentierst.
Und jetzt hast du dich "überfahren" lassen, ausgerechnet von jemandem der mit diesem Tabu um die Ecke kommt und dich mitnimmt... auf eine Reise in dir völlig unbekannte Gefilde. Eigentlich gefällt dir das, aber die Prägung, die aufgebauten Hemmungen der 30plusX Jahre vorher verschwinden halt nicht so zackzack. Du bist unsicher, hast Ängste, ganz normal.
Verantwortung tragt ihr beide, ihr habt euch beide darauf eingelassen, er hat, soweit ich das hier überblicke, auch nicht seine Chefposition mißbraucht um Druck auszuüben.
Du hast seine Aufmerksamkeit nicht auf deine Füße gelenkt, er hat sie dort einfach. Andere Männer achten auf Augen, gucken einem in den Ausschnitt, auf die Fingernägel, die Haare, den Po... er achtet eben auf die Füße. Hätte er auf deinen Hintern geachtet würdest du dich auch nicht auf ebenjenen reduziert fühlen.
Das ist alles Kopfsache.
Schwierig wird es deshalb, weil dein Kopf sagt: "Pfui Hedwig, das tut man nicht!!", während dein Körper sagt:"Das ist aber fein".
Du klingst auch überhaupt nicht so, als könntest du nicht "Nein" sagen, geschweige denn etwas aus Mitleid mitzumachen, was du soo eklig findest.
Das Mitleid mit ihm klingt für dich nur als "ich mag das, auch wenn ich mich dafür schäme, deshalb sage ich nicht Nein".
Und von wegen: wie kann ich was wollen, was ich mir nie gewünscht habe:
Wieviele Dinge mag es wohl auf der Welt geben, die du dir nie gewünscht hast und die dich trotzdem erfreuen würden wenn sie plötzlich da wären?

Deine gesamte Erzählung, deine Wortwahl, die Art und meine eigenen Erfahrungen in Tabubereichen... das alles macht mich relativ sicher, dein Problem erkennen zu können.

Grüße,
eineUserin

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1. März 2012 um 11:54
In Antwort auf ganiya_12863444

Erfahrungen
Wenn ich dir jetzt meine Erfahrungen hier darlege, dann wirst du deinen Chef-Freund sicher nicht mehr für nen kranken Perversen halten- mich dafür umso mehr . Deshalb in ganz kurz: Ich habe eine ausgeprägte devote und teils auch masochistische Neigung und entsprechende Erfahrungen .

Und ja, ich glaube tatsächlich, dass du dein Gefallen "verdrängst" bzw. einfach nicht wahrhaben willst. Du bist einfach so erzogen, sowas ist nicht normal, krank etc.pp. es gehört sich einfach nicht. Natürlich merkst du das nicht, wenn es so einfach wäre das selbst zu erkennen und zu handeln, wären ne Menge Therapeuten arbeitslos.
Ich denke auch nicht, dass du prüde bist, solche Fetische sind insgesamt noch oft ein Tabu, ich bin mir ziemlich sicher, dass du mit deiner Haltung die Mehrheit der Deutschen repräsentierst.
Und jetzt hast du dich "überfahren" lassen, ausgerechnet von jemandem der mit diesem Tabu um die Ecke kommt und dich mitnimmt... auf eine Reise in dir völlig unbekannte Gefilde. Eigentlich gefällt dir das, aber die Prägung, die aufgebauten Hemmungen der 30plusX Jahre vorher verschwinden halt nicht so zackzack. Du bist unsicher, hast Ängste, ganz normal.
Verantwortung tragt ihr beide, ihr habt euch beide darauf eingelassen, er hat, soweit ich das hier überblicke, auch nicht seine Chefposition mißbraucht um Druck auszuüben.
Du hast seine Aufmerksamkeit nicht auf deine Füße gelenkt, er hat sie dort einfach. Andere Männer achten auf Augen, gucken einem in den Ausschnitt, auf die Fingernägel, die Haare, den Po... er achtet eben auf die Füße. Hätte er auf deinen Hintern geachtet würdest du dich auch nicht auf ebenjenen reduziert fühlen.
Das ist alles Kopfsache.
Schwierig wird es deshalb, weil dein Kopf sagt: "Pfui Hedwig, das tut man nicht!!", während dein Körper sagt:"Das ist aber fein".
Du klingst auch überhaupt nicht so, als könntest du nicht "Nein" sagen, geschweige denn etwas aus Mitleid mitzumachen, was du soo eklig findest.
Das Mitleid mit ihm klingt für dich nur als "ich mag das, auch wenn ich mich dafür schäme, deshalb sage ich nicht Nein".
Und von wegen: wie kann ich was wollen, was ich mir nie gewünscht habe:
Wieviele Dinge mag es wohl auf der Welt geben, die du dir nie gewünscht hast und die dich trotzdem erfreuen würden wenn sie plötzlich da wären?

Deine gesamte Erzählung, deine Wortwahl, die Art und meine eigenen Erfahrungen in Tabubereichen... das alles macht mich relativ sicher, dein Problem erkennen zu können.

Grüße,
eineUserin

Ups
da fehlt ein ganzes wort in meinem Text... ich reiche für diesen Satz:
"Das Mitleid mit ihm klingt für dich nur als..."
ein "besser" nach, gedanklich einzufügen zwischen nur und als.

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4. März 2012 um 18:20

Die Welt ist anders
...als wir sie uns vorstellen! Die Erkenntnis ist nicht neu, aber für mich nach meiner gestrigen Shoppingtour schon ein wenig nachzuvollziehen.
Deinem guten Rat folgend habe ich gestern die Zähne zusammengebissen und bin - nicht wie üblich mit Söckchen oder den GANZ Blickdichten - "mutig" ins Schuhgeschäft marschiert. Und zwar nicht zu Deichmann, sondern in einen eher schicken Laden, der für mich normalerweise ganz sicher nicht in Frage kommt. Wenn einen erst einmal der Ehrgeiz gepackt hat...
Habe kurz gewartet, bis gerade niemand drin war (soweit hat die Courage dann doch nicht gereicht), mir dann gezielt die älteste Verkäuferin (d.h. meine Altersgruppe) geschnappt und nach etwas "Schickem für den Frühling" gefragt.
Was soll ich sagen? Ca. Eine Stunde und (gefühlt) mindestens 20 Paaren später immer noch kein mitleidiges Lächeln, keine Empfehlung in Richtung Gesundheitsschuhe, kein Hinweis, das Modell wäre vielleicht doch etwas gewagt... NICHTS!! Dabei war ich so nervös und immer auf dem Sprung (gleich kommts...). Aber es kam nichts! Ganz im Gegenteil - die gute Frau hat mir ohne zu zögern Sachen herausgesucht, die ich mir AN MIR in hundert Jahren nicht hätte vorstellen können - mit der allergrößten Selbstverständlichkeit! Hat auch gleich nach "meinem Stil" gefragt (da war ich natürlich überfordert) und mich sogar noch ermutigt (Sie können ja ALLES tragen... da wäre ich doch fast vom Stühlchen gekippt!!) In der Tonart ging's jedenfalls weiter, von wegen ich Glückliche mit Grösse 38, hoher Absatz kein Problem, schlanker Fuss paßt in jeden Leisten etcetera blabla. Das Beste aber: "Der steht ihnen so gut, da werden sie viel Aufmerksamkeit kriegen" - ich glub's einfach nicht. Am Ende war ich ziemlich aufgelöst und hab mir in meiner Verwirrung tatsächlich zwei Paar aufschwatzen lassen...
Fazit: 1) Ich war konsequent und hab es "durchgezogen" (was ich mir vor einer Woche noch nicht hätte vorstellen können - Stichwort: Fremder Zuspruch...); 2) erste (zögerliche, mit sehr vielen Vorbehalten behaftete) "Erkenntnis": Vielleicht stimmt meine Selbstwahrnehmung in diesem Punkt nicht ganz mit dem Urteil anderer ("normaler, d.h. nicht fixierter) Menschen überein... Natürlich ist in einer solchen Situation immer primär das Verkaufen wichtig, aber die Dame hat mir nicht unbedingt den Eindruck gemacht, als hätte sie sich furchtbar verbiegen müssen, und dabei war ich ja die ganze Zeit über höchst mißtrauisch (macht sie sich jetzt lustig oder nicht?). 3) Ich kann die Sache noch Immer nicht "entspannt" sehen (bin dafür auch noch viel zu unausgeglichen); 4) Traue ich mich (noch?) nicht, weitere Schlüsse zu ziehen, weil das nicht ohne Konsequenzen abgeht (kann meine Selbstwahrnehmung wirklich so falsch sein? Hat dann möglicherweise "eineUserin" Recht, die meint, ich würde diese unglückliche "Anbetung" meines Freundes in Wahrheit "angenehm" finden? Und selbst wenn ich es schaffe, mir Schritt für Schritt eine etwas "neutralere" Körperwahrnehmung anzueignen - rege ich ihn damit wider Willen nicht noch stärker an, seinen Fetisch auszuleben? Was wäre denn die Folge, wenn ich auf einmal mit meinen eigenen "sexy" Schuhen dastünde - würde ich dann nicht alle Dämme niederreissen?). Das alles möchte ich
mir im Moment eigentlich noch gar nicht vorstellen.
Auf jeden Fall möchte ich Dir aber nochmal ganz herzlich danken (wie übrigens auch den anderen "Beitragsleistenden") - ohne Dich hätte ich mich mit Sicherheit nicht zu so etwas überwunden - und damit aber auch keinen neuen Denkanstoß bekommen. Da hat Dein gutes Zureden einfach doch Früchte getragen (wenn ich mir auch im Moment noch " belämmerter" vorkomme als vorher..).

Liebe Grüße,

Hedwig

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5. März 2012 um 11:34

Wie
ist das eigentlich? Reichen ihm deine Füße?
Wenn er NUR deine Füße liebt, würde es ihm also nichts ausmachen, wenn er an deine Füße geht, während du noch ein Eis isst, ein Buch liest oder fernsiehst?

Oder musst du "mental" dabei sein? Ihn anschauen, stöhnen etc. -->Dann weißt du nämlich, ob er das Gesamtpaket Hedwig will.

Schlaft ihr auch miteinander, ohne dass die Füße im Spiel sind? Oder ist er dazu nicht fähig?
Wenn nicht, kannst du dir das doch wünschen. Dann hast du das Gefühl, dass du auch was zu sagen hast und die Bestätigung, dass er auch mal ohne Füße kann.

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5. März 2012 um 11:47
In Antwort auf dilwen_12568250

Die Welt ist anders
...als wir sie uns vorstellen! Die Erkenntnis ist nicht neu, aber für mich nach meiner gestrigen Shoppingtour schon ein wenig nachzuvollziehen.
Deinem guten Rat folgend habe ich gestern die Zähne zusammengebissen und bin - nicht wie üblich mit Söckchen oder den GANZ Blickdichten - "mutig" ins Schuhgeschäft marschiert. Und zwar nicht zu Deichmann, sondern in einen eher schicken Laden, der für mich normalerweise ganz sicher nicht in Frage kommt. Wenn einen erst einmal der Ehrgeiz gepackt hat...
Habe kurz gewartet, bis gerade niemand drin war (soweit hat die Courage dann doch nicht gereicht), mir dann gezielt die älteste Verkäuferin (d.h. meine Altersgruppe) geschnappt und nach etwas "Schickem für den Frühling" gefragt.
Was soll ich sagen? Ca. Eine Stunde und (gefühlt) mindestens 20 Paaren später immer noch kein mitleidiges Lächeln, keine Empfehlung in Richtung Gesundheitsschuhe, kein Hinweis, das Modell wäre vielleicht doch etwas gewagt... NICHTS!! Dabei war ich so nervös und immer auf dem Sprung (gleich kommts...). Aber es kam nichts! Ganz im Gegenteil - die gute Frau hat mir ohne zu zögern Sachen herausgesucht, die ich mir AN MIR in hundert Jahren nicht hätte vorstellen können - mit der allergrößten Selbstverständlichkeit! Hat auch gleich nach "meinem Stil" gefragt (da war ich natürlich überfordert) und mich sogar noch ermutigt (Sie können ja ALLES tragen... da wäre ich doch fast vom Stühlchen gekippt!!) In der Tonart ging's jedenfalls weiter, von wegen ich Glückliche mit Grösse 38, hoher Absatz kein Problem, schlanker Fuss paßt in jeden Leisten etcetera blabla. Das Beste aber: "Der steht ihnen so gut, da werden sie viel Aufmerksamkeit kriegen" - ich glub's einfach nicht. Am Ende war ich ziemlich aufgelöst und hab mir in meiner Verwirrung tatsächlich zwei Paar aufschwatzen lassen...
Fazit: 1) Ich war konsequent und hab es "durchgezogen" (was ich mir vor einer Woche noch nicht hätte vorstellen können - Stichwort: Fremder Zuspruch...); 2) erste (zögerliche, mit sehr vielen Vorbehalten behaftete) "Erkenntnis": Vielleicht stimmt meine Selbstwahrnehmung in diesem Punkt nicht ganz mit dem Urteil anderer ("normaler, d.h. nicht fixierter) Menschen überein... Natürlich ist in einer solchen Situation immer primär das Verkaufen wichtig, aber die Dame hat mir nicht unbedingt den Eindruck gemacht, als hätte sie sich furchtbar verbiegen müssen, und dabei war ich ja die ganze Zeit über höchst mißtrauisch (macht sie sich jetzt lustig oder nicht?). 3) Ich kann die Sache noch Immer nicht "entspannt" sehen (bin dafür auch noch viel zu unausgeglichen); 4) Traue ich mich (noch?) nicht, weitere Schlüsse zu ziehen, weil das nicht ohne Konsequenzen abgeht (kann meine Selbstwahrnehmung wirklich so falsch sein? Hat dann möglicherweise "eineUserin" Recht, die meint, ich würde diese unglückliche "Anbetung" meines Freundes in Wahrheit "angenehm" finden? Und selbst wenn ich es schaffe, mir Schritt für Schritt eine etwas "neutralere" Körperwahrnehmung anzueignen - rege ich ihn damit wider Willen nicht noch stärker an, seinen Fetisch auszuleben? Was wäre denn die Folge, wenn ich auf einmal mit meinen eigenen "sexy" Schuhen dastünde - würde ich dann nicht alle Dämme niederreissen?). Das alles möchte ich
mir im Moment eigentlich noch gar nicht vorstellen.
Auf jeden Fall möchte ich Dir aber nochmal ganz herzlich danken (wie übrigens auch den anderen "Beitragsleistenden") - ohne Dich hätte ich mich mit Sicherheit nicht zu so etwas überwunden - und damit aber auch keinen neuen Denkanstoß bekommen. Da hat Dein gutes Zureden einfach doch Früchte getragen (wenn ich mir auch im Moment noch " belämmerter" vorkomme als vorher..).

Liebe Grüße,

Hedwig


Gratuliere!
Du entdeckst noch den Schwan in dir!

Viel Erfolg weiterhin!

Grüße,
eineUserin

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5. März 2012 um 15:08
In Antwort auf aylin678

Wie
ist das eigentlich? Reichen ihm deine Füße?
Wenn er NUR deine Füße liebt, würde es ihm also nichts ausmachen, wenn er an deine Füße geht, während du noch ein Eis isst, ein Buch liest oder fernsiehst?

Oder musst du "mental" dabei sein? Ihn anschauen, stöhnen etc. -->Dann weißt du nämlich, ob er das Gesamtpaket Hedwig will.

Schlaft ihr auch miteinander, ohne dass die Füße im Spiel sind? Oder ist er dazu nicht fähig?
Wenn nicht, kannst du dir das doch wünschen. Dann hast du das Gefühl, dass du auch was zu sagen hast und die Bestätigung, dass er auch mal ohne Füße kann.

Das ist eine gute Frage ...
... der ich leider noch nicht wirklich auf den Grund gegangen bin, weil mir die ganze Sache ja alles andere als angenehm ist. Wenn ich ehrlich bin, denke ich, er ist ein "echter" Fetischist, der auf seine "Anbetung" als Vorspiel nicht verzichten kann. Einmal (da war ich völlig am Boden) habe ich ihm das auch auf den Kopf zugesagt, und er hat es nicht abgestritten - war dann aber total deprimiert, hat geheult und sich selbst Vorhaltungen gemacht, bis ich ihn dann letztlich wieder getröstet habe. Seitdem entschuldigt er sich jedesmal "vorher" bei mir, was mich erst recht total fertig macht. Da kniet er dann jedesmal vor mir, schaut mich mit großen Augen an und erzählt mir immer wieder, ich wäre einzigartig und er könnte ohne mich nicht leben ... dann gebe ich einfach auf und tue ihm halt den Gefallen. Das eigentliche Problem für mich ist, dass ich nie weiss, ob es jetzt nicht auch IRGENDWELCHE Füße sein könnten und ich halt nur die einzige bin, die ihm da entgegenkommt. Mittlerweile sind bei seinem "Ritual" (so nenne ich das) auch Schuhe im Spiel, die er mir schenkt und die ich ihm zuliebe auch trage. Ich denke, ich sollte das eigentlich nicht tun, und anfangs habe ich seine Begeisterung auch kaum ausgehalten (er küsst sie, "trinkt" meinen "Duft" daraus ... das kann sich keiner vorstellen!!) aber mittlerweile lasse ich das auch über mich ergehen. Ein Eis essen könnte ich nicht dabei, das käme mir wieder hoch... ich bringe es aber auch nicht fertig, ihn dabei ganz allein zu lassen. Normalerweise schliesse ich einfach die Augen, lasse mir die Schuhe ausziehen und ihn dann zun, was er eben möchte. Gefühlmässig ist jedesmal so, als ob ein Kind sein Weihnachtgeschenk auspackt ... Wenn wir dann miteinander schlafen, ist er zwar auch sehr zärtlich und liebevoll, aber "Begeisterung" spüre ich nicht - Leidenschaft war vorher.
Du hast sicher recht mit deinem Rat, ihm sein Spielzeug einfach mal wegzunehmen - dann werde ich ja sehen, ob seine Liebe auch für Sex "ohne" reicht. Es fällt eben nur furchtbar schwer, weil man sich das Gegenteil ja eben NICHT beweisen will.

Liebe Grüße und Danke,

Hedwig



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5. März 2012 um 15:51
In Antwort auf ganiya_12863444


Gratuliere!
Du entdeckst noch den Schwan in dir!

Viel Erfolg weiterhin!

Grüße,
eineUserin

Wohl doch eher ein Entlein...
... aber wahrscheinlivh habe ich es mir mit meiner Naivität verdient, dass Du dich ein bißchen lustig machst.
Eigentlich wollte ich gleich auf Deinen Beitrag antworten, aber die Annahme war mir erst einfach zu heftig (und rrschien mir daher eher als Provokation). Wieso quäle ich mich (und das tue ich wirklich!) mit einem Problem und arbeite mich gefühlsmäßig so daran ab, dass ich mir schon die Trennung überlege, wenn "es" mir doch eigentlich Spaß macht? Können Unter- und "Ober"bewußtsein wirklich so heillos getrennt sein?
Ich war bislang ehrlich der Meinung, dass ich das für ihn und nicht (unbewußt) für mich tue. Möchte einfach nicht, dass er unglücklich ist, und lasse es daher zu. Wenn Du Recht hast, handle ich aber total unredlich, indem ich einfach ihn für meine Prüderie "büssen" lasse bzw. in unserer Beziehung als Sündenbock darstelle ... Darüber muss man wirklich erst mal in Ruhe nachdenken.
Was verstehst Du eigentlich unter "devot"? Meinst Du, dass er meine passive Haltung so versteht und ihn vielleicht gerade das reizt (das er mir seinen Willen aufzwingt - dann wäre er der "sadistische" Typ)? Dann würde ich ihn mit meinem Verhalten ja geradezu provozieren, und das ist so ziemlich das letzte, was ivh will. So kommt mir das eigentlich absolut nicht vor, zumal ja immer ER vor MIR kniet und um Erlaubnis bittet). Auch sagst Du ja selbst ganz richtig, dass er seine Rolle als Vorgesetzter nicht mißbraucht hat - ich hätte ihn damals wahrscheinlich nicht gewähren lassen, wenn er sich mir nicht völlig überraschend verlegen, unsicher und damit eigentlich als "Untergebener" genähert hätte...
Dass ich dem Rat von jasieblume gefolgt bin, hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich mir beweisen wollte, dass ich mit meiner Sicht der Dinge (mich selbst und das Thema Fetischismus" betreffend) richtig liege. Andererseits: Hätte ich das Gefühl, auch nur annähernd so sehr "Schwan" zu sein, wie er mir andauernd weis machen will, fände ich die Sache vielleicht wirklich weniger abgündig und peinlich (es wären dann ja wenigstens keine "Entchenfüße", die er da so leidenschaftlich bearbeitet!). Dann wäre das alles am Ende auch für mich "natürlicher"?
ich muß ehrlich gestehen, meine Exkursion ins Leben (sprich Schuhladen) hat mich da ziemlich aus dem Konzept gebracht. Wenn's nicht so lächerlich wäre, müßte ich sogar zugeben, dass ich meine Füsse sonntagmorgens lange im Spiegel betrachtet habe (das hätte ich vorher NICHT ausgehalten!). ich bin zwar weiterhin weit davon entfernt, irgendetwas daran "schön" zu finden, habe aber irgendwie auch das Gefühl, dass da Dinge in Fluss geraten - die Frage ist nur, wohin.

Liebe Grüße von einer nach wie vor ziemlich ratlosen

Hedwig

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5. März 2012 um 16:24

Ehre, wem Ehre gebührt
... und somit den Champagner (auch ohne Smiley) auf jeden Fall für Dich!
Ich konnte hier in den letzten Tagen die Erfahrung machen, dass man als emotional Beteiligter mitunter den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, sich selber Denkverbote auferlegt und dann natürlich geistig laufend über die eigenen Füsse stolpert...Da waren (und sind) meine Äusserungen hier wahrlich kein Ruhmesblatt.
Der Dank für das "Wachküssen" steht jedenfalls Dir zu. Zumindest denke ich im Augenblick nicht mehr so entschieden an Trennung wie vor unserer kleinen Konversation und bin ein wenig zuversichtlicher, was eine mögliche Lösung betrifft. Und ja - sollten wir den weitern Wegbtasächlich nicht gemeinsam gehen, habe ich mich bei diesem Mann tatsächlich für vieles zu bedanken, und das werde ich auch nicht vergessen. Und sollte ich am Ende nicht die Erfüllung seiner Träume sein können, so werde ich sie ihm auf jeden Fall nicht länger vorwerfen und es tatsächlich einfach als tolerante Erfahrung für uns beide sehen. Das ist schön und richtig von Dir gedacht.
Ich denke mir, unser nächstes Treffen wird interessant werden.

Liebe Grüße und nochmals danke für die "Lebensberatung",

Hedwig

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5. März 2012 um 16:52

Ich habe nie von Devoten Männern etwas gehalten
wenn dann war es nur ein Spielchen , aber jetzt nicht im Alltag und überhaubt
Was ich an dir nicht verstehe ist , warum du das alles zulässt
Er liebt deine Füße ? Wie soll das weiter gehen ? Also mich hätte so was schon längst genervt . Ich will ja nicht nur einen Mann der auf meine Füße kuckt und alles tut was ich sage , sondern auch der mich als Person liebt . Ich finde es einfach nur lächerlich was er abzieht . Ich suche mir immer Männer die nicht zu Devot sind . Ich hatte damals einen Devoten Mann kennengelernt und das ging nicht gut . Er war mir einfach zu Pervers und Krank . Ich finde es OKEY wenn man es ab und zu benutzt , so als Rollenspiel , aber nicht das er mir den ganzen Tag damit anlauert .
Ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, das die meisten Devoten Männer dir nie wirklich treu bleiben . Sie sind für Frauen leicht zu haben und werden bei jeder Gelegenheit schwach . Ich Liebe es , wenn mein Freund auch mal das sagen hat und nicht immer nachgibt . Es ist doch Langweillig , wenn er mir jedesmal nur Schuhe kauft , aber nie was anderes


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5. März 2012 um 16:56
In Antwort auf dilwen_12568250

Wohl doch eher ein Entlein...
... aber wahrscheinlivh habe ich es mir mit meiner Naivität verdient, dass Du dich ein bißchen lustig machst.
Eigentlich wollte ich gleich auf Deinen Beitrag antworten, aber die Annahme war mir erst einfach zu heftig (und rrschien mir daher eher als Provokation). Wieso quäle ich mich (und das tue ich wirklich!) mit einem Problem und arbeite mich gefühlsmäßig so daran ab, dass ich mir schon die Trennung überlege, wenn "es" mir doch eigentlich Spaß macht? Können Unter- und "Ober"bewußtsein wirklich so heillos getrennt sein?
Ich war bislang ehrlich der Meinung, dass ich das für ihn und nicht (unbewußt) für mich tue. Möchte einfach nicht, dass er unglücklich ist, und lasse es daher zu. Wenn Du Recht hast, handle ich aber total unredlich, indem ich einfach ihn für meine Prüderie "büssen" lasse bzw. in unserer Beziehung als Sündenbock darstelle ... Darüber muss man wirklich erst mal in Ruhe nachdenken.
Was verstehst Du eigentlich unter "devot"? Meinst Du, dass er meine passive Haltung so versteht und ihn vielleicht gerade das reizt (das er mir seinen Willen aufzwingt - dann wäre er der "sadistische" Typ)? Dann würde ich ihn mit meinem Verhalten ja geradezu provozieren, und das ist so ziemlich das letzte, was ivh will. So kommt mir das eigentlich absolut nicht vor, zumal ja immer ER vor MIR kniet und um Erlaubnis bittet). Auch sagst Du ja selbst ganz richtig, dass er seine Rolle als Vorgesetzter nicht mißbraucht hat - ich hätte ihn damals wahrscheinlich nicht gewähren lassen, wenn er sich mir nicht völlig überraschend verlegen, unsicher und damit eigentlich als "Untergebener" genähert hätte...
Dass ich dem Rat von jasieblume gefolgt bin, hat vermutlich auch damit zu tun, dass ich mir beweisen wollte, dass ich mit meiner Sicht der Dinge (mich selbst und das Thema Fetischismus" betreffend) richtig liege. Andererseits: Hätte ich das Gefühl, auch nur annähernd so sehr "Schwan" zu sein, wie er mir andauernd weis machen will, fände ich die Sache vielleicht wirklich weniger abgündig und peinlich (es wären dann ja wenigstens keine "Entchenfüße", die er da so leidenschaftlich bearbeitet!). Dann wäre das alles am Ende auch für mich "natürlicher"?
ich muß ehrlich gestehen, meine Exkursion ins Leben (sprich Schuhladen) hat mich da ziemlich aus dem Konzept gebracht. Wenn's nicht so lächerlich wäre, müßte ich sogar zugeben, dass ich meine Füsse sonntagmorgens lange im Spiegel betrachtet habe (das hätte ich vorher NICHT ausgehalten!). ich bin zwar weiterhin weit davon entfernt, irgendetwas daran "schön" zu finden, habe aber irgendwie auch das Gefühl, dass da Dinge in Fluss geraten - die Frage ist nur, wohin.

Liebe Grüße von einer nach wie vor ziemlich ratlosen

Hedwig

Provokation???
Hilfe, ich wollte dich auf keinen Fall provozieren! Ich wollte dich zum nachdenken anregen, dazu dich mit dir und deinen Empfindungen mal ehrlich und ab jeder Erziehung und Konventionen auseinanderzusetzen. Und auch die Gratulation war absolut ernstgemeint!

Das devot bezog sich weniger auf dich, du hattest ja nach meinen Erfahrungen gefragt. Und da habe ich eben meine Neigung aufgeführt...dadurch habe ich Erfahrungen im SM Bereich gesammelt und auch viele Leute mit anderen Neigungen kennengelernt und wie manche/r damit kämpft, wie andere da "reinstolpern" und wieder andere nicht wissen wie damit umgehen etc.
Ich habe selber Sachen erlebt von denen ich vorher nie gedacht hätte, dass sie mir gefallen würden.
Und ich weiß, dass es nicht immer leicht ist diese neuen Erkenntnisse über sich zu verarbeiten.
Also bitte, fühle dich ernstgenommen, denn ich meine es ernst und ich weiß wovon ich rede auch wenn sichs bei mir nicht um Füße dreht.

Mit deinem Bericht aus dem Schuhladen, hast du doch einen gewaltigen Schritt dahin gemacht dich selber zu akzeptieren...mach weiter so. Egal ob mit deinem Chef oder ohne. Es geht hier um dich, um das was du alles Tolles erleben kannst wenn du dich mal annimmst, Sachen an dir neu entdeckst und dann auch genießen kannst.

absolut ernsthaft,
eineUserin

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5. März 2012 um 17:00

Nein, einfach das Leben...
...auch wenn Du nicht die Einzige bist, die das offenbar nicht glauben will oder kann. Absurderweise geht es mir da gar nicht so anders wie Dir: Was ich nicht verstehe (in diesem Fall die spezielle Neigung meines Freundes) kann nicht "normal" bzw. gesund sein. Für mich war eine wichtige Erkenntnis hier, das nicht alles ein "Fake" (bzw. abartig und pervers) sein muss, was ich nicht verstehe...
Die Frage "warum ich das mache", habe ich hier so gut es geht beantwortet bzw. in der Diskussion für mich selbst zu klären versucht.

Liebe Grüße,

Hedwig

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5. März 2012 um 17:34
In Antwort auf ganiya_12863444

Provokation???
Hilfe, ich wollte dich auf keinen Fall provozieren! Ich wollte dich zum nachdenken anregen, dazu dich mit dir und deinen Empfindungen mal ehrlich und ab jeder Erziehung und Konventionen auseinanderzusetzen. Und auch die Gratulation war absolut ernstgemeint!

Das devot bezog sich weniger auf dich, du hattest ja nach meinen Erfahrungen gefragt. Und da habe ich eben meine Neigung aufgeführt...dadurch habe ich Erfahrungen im SM Bereich gesammelt und auch viele Leute mit anderen Neigungen kennengelernt und wie manche/r damit kämpft, wie andere da "reinstolpern" und wieder andere nicht wissen wie damit umgehen etc.
Ich habe selber Sachen erlebt von denen ich vorher nie gedacht hätte, dass sie mir gefallen würden.
Und ich weiß, dass es nicht immer leicht ist diese neuen Erkenntnisse über sich zu verarbeiten.
Also bitte, fühle dich ernstgenommen, denn ich meine es ernst und ich weiß wovon ich rede auch wenn sichs bei mir nicht um Füße dreht.

Mit deinem Bericht aus dem Schuhladen, hast du doch einen gewaltigen Schritt dahin gemacht dich selber zu akzeptieren...mach weiter so. Egal ob mit deinem Chef oder ohne. Es geht hier um dich, um das was du alles Tolles erleben kannst wenn du dich mal annimmst, Sachen an dir neu entdeckst und dann auch genießen kannst.

absolut ernsthaft,
eineUserin

Nichts für ungut!
Entschuldige bitte - ich hatte gedacht, Du willst mich ein wenig aufziehen, weil ich so freudig über ein "Erlebnis" berichtet habe, das jede normale Frau wahrscheinlich als selbstverständlich ansieht. War für mich aber tatsächlich eine völlig neue Erfahrung, die ich nur aufgrund eures guten Zuspruchs zugelassen (und nicht bereut) habe.
Ich glaube auch, ich fange ganz langsam an zu begreifen, was es bedeuten könnte, die Dinge (d.h. unsere Beziehung) und vor allem mich selbst in etwas anderem Licht zu sehen.. Natürlich stelle ich mittlerweile schon wieder alles in Frage, bin sehr im Zweifel und will es irgendwie überhaupt nicht wahrhaben, aber in dieser lächerlichen kurzen Stunde war ich dem Anschein nach tatsächlich ein wenig "zufrieden". Weil ich aktiv einen Schritt für unser Zusammenleben unternommen habe, aber auch ganz primitiv weil ich ein klein wenig geschmeichelt war... Zu Beginn habe ich alles noch sehr peinlich und belastend empfunden, aber - ganz ehrlich - beim Hinausgehen bin ich ganz kurz beinahe "geschwebt" vor Freude. Und das, obwohl die ganze Zeit andere mit meinen Füßen beschäftigt waren.
Wenn mir so ein Gefühl eines Tages auch mit ihm gelänge, würde für mich die Welt Kopf stehen - als Entlein oder als Schwan.

Viele liebe Grüße und nochmals Entschuldigung für mein Mißverständnis,

Hedwig

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5. März 2012 um 17:40

Danke...
... für diesen erfrischend eimfachen Zugang zum Thema. Ich hatte mich selbst schon gefragt, ob das Problem meine Prüderie sein könnte, und darauf einige interessante Antworten erhalten. Unterwürfig - das versuche ich aktuell noch zu klaren.

Liebe Grüße,

Hedwig

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5. März 2012 um 18:58

Ich finde
man kann diesbezüglich gar keine Aussage über Hedwigs Neigungen machen. Sie ist gerade mal dabei sich selber näher zu kommen, sich mal von einer anderen Seite zu sehen.
Aussagen über ihre möglichen Neigungen find ich verfrüht.

Davor steht ein unverkrampfter Zugang zu sich selber, Dinge probieren und sich einlassen, den Kopf mal frei kriegen und möglichen Genuß zulassen. Dann kann man über Neigungen sprechen. Solange Hedwig sich gewisse Gedanken und Empfindungen gar nicht zugesteht ist es unmöglich da was zu zu sagen.

Ich kenne Menschen die im devoten Bereich angefangen haben und dann ihre dominante Natur entdeckt haben- und ich rede nicht über Switcher! sondern über tatsächlich dominante Menschen die einfach ein bisschen gebraucht haben das zu erkennen und zu leben.

Hedwig, es ist normal, dass die Zweifel auch wieder kommen.
Du bist seit über 30 Jahren in deinem Gedanken/Wertegerüst "gefangen", logo löst sich das nicht in einer Stunde Shopping in Luft auf. Aber es ist die richtige Richtung, die Richtung zu dir, unabhängig von äußeren Werten und Tabus, das ist wichtig!
Jeder Weg beginnt mit einem kleinen Schritt .

Viel Erfolg auf deinem Weg,
eineUserin

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6. März 2012 um 1:54

Kokettieren...
ist, glaube ich, nicht das was ich tue - ich würde es eher den Versuch einer ernsthaften Auseinandersetzung nennen. Dass ich nicht so zu mir und meinem Körper stehe wie andere, selbstbewußtere Frauen, ist wohl richtig. Auch, dass meine sexuellen Erfahrungen überschaubar sind und ich großartige Vertiefungen in diesem Bereich auch nicht mehr gesucht hatte.
Richtig ist aber auch, dass ich da in etwas hineingezogen worden bin, das meinen Horizont immer noch übersteigt. Ich kann Dir jedenfalls versichern, dass ich es NICHT geniesse, Macht über einen Menschen auszuüben, den ich liebe (wenn das denn wirklich so wäre). Das würde ich (auch an mir) als abstoßend und amoralisch empfinden, da es ja auf das Ausnutzen einer Schwäche hinausläuft. So etwas tut man nicht. Eher habe ich immer noch das Gefühl, dass er aus einer Abhängigkeit befreit werden müßte und dass das jetzt eben irgendwie in meiner Verantwortung steht. Vielleicht kann ich auch lernen, seine Veranlagung besser zu akzeptieren, indem ich meine Füsse nicht mehr als häßlich empfinde und dann mit seiner "Anbetung" besser zurechtkomme. Daran kann ich arbeiten. Dass ich selbst insgeheim einen Fetisch habe, kann (und will) ich mir aber einfach nicht vorstellen. Warum hätte ich dann das dringende Bedürfnis, etwas ändern zu wollen? Meine Situation hier vor anderen auszubreiten, ist auch alles andere als einfach für mich.

Liebe Grüße,

Hedwig

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6. März 2012 um 9:41

Butter bei die Fische
Guten Morgen,

Ich versuche jetzt mal, genauso geradlinig zu formulieren wie Du, damit ich genau verstehe, was Du meinst.
Zum Thema Machtmißbrauch: Das war von mir vielleicht nicht eindeutig genug formuliert. Macht an sich muss nicht amoralisch sein (auch wenn uns z.B. die Politik eben mal wieder ein Gegenbeispiel liefert); schwierig wird es dann, wenn ich die Schwächen eines anderen Menschen gezielt ausnutze, um ihn (zum eigenen Vorteil) zu manipulieren. Auf Dein Beispiel übertragen: Wenn ich eine Order bekomme, dann ist das OK; wenn mein Vorgesetzter von mir etwas ungesetzliches verlangt (oder z.B. sexuelles Entgegenkommen), weil ich mich in einer finanziellen Zwangslage befinde und daher nicht alles einfach hinschmeissen kann, dann empfinde ich das als abstossend und amoralisch. Ich bin mir mittlerweile so gut wie sicher, dass ich von meinem Freund für mein "Entgegenkommen" Gegenleistungen erhalten würde, wenn ich es darauf anlegen würde (wenn ich nur daran denke, was er allein für seine Schuhgeschenke ausgibt) - genau da liegt die Grenze und ich muss da höllisch aufpassen, dass er sich durch mich nicht in die Enge getrieben fühlt und glaubt, ich möchte etwas in dieser Richtung von ihm. Das ist sicher auch mit ein Grund, weshalb ich ihn einfach gewähren lasse - da hast Du mir einen Denkanstoß gegeben, dafür danke.
Zum Thema "Befreiungskampf": Witzig formuliert, das muß ich schon sagen. Wäre die Sache für mich einfacher, würde ich es sicher spassig finden, mich als kämpfer für Sitte und Anstand wider die Wollust und Abartigkeit vorzustellen. Und wenn ich mein erstes Posting hier noch mal durchlese, könnte tatsächlich dieser Eindruck entstehen. Fakt ist aber, dass ich meinen Freund in keinster Weise (weder moralisch noch sonst) für das verurteile, was er ist und tut. Ich gehem mittlerweile schon so weit mir einzugestehen, dass ich unser Problem zunächst auf die einfachst mögliche Weise lösen wollte, indem ich es ihm "umgehängt" hatte (Stichwort Therapie). Da bin ich mittlerweile - auch durch die Beiträge hier - schon weiter. Falls Deine Aussagen darauf hinauslaufen (lass' den Typen in Ruhe und kümmere Dich um dich selbst) dann gebe ich Dir auch da zum Teil Recht.
Aber: Wenn ich das nur so betrachte, dann liegt es ausschliesslich an mir, mit seinem Fetisch leben zu lernen - oder die Beziehung zu beenden. Das habe ich ja auch bisher versucht (kostet viel Kraft) und werde es weiter versuchen (Körperbewußtsein uns Selbstwertgefühl. verbessern). Darf ich mir daher aber über Ihn keine Gedanken mehr machen? Schliesslich wird Fetischismus immer noch als zwar harmlose, aber doch "behandlungswürdige" Störung eingestuft. Auf jeden Fall mache ich mir aber keine Gedanken mehr darüber, ob er vielleicht (im klinischen Sinn) "übergeschnappt" ist, weil er meine Füsse liebt - darüber bin ich hinaus.
Was ich von Dir in dieser Hinsicht aber gerne noch wissen möchte: Worin besteht denn nun konkret meine "Abhängigkeit", auf die Du mehrfach anspielst und um die ich mich kümmern sollte?

Liebe Grüße,

Hedwig

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6. März 2012 um 10:05
In Antwort auf ganiya_12863444

Ich finde
man kann diesbezüglich gar keine Aussage über Hedwigs Neigungen machen. Sie ist gerade mal dabei sich selber näher zu kommen, sich mal von einer anderen Seite zu sehen.
Aussagen über ihre möglichen Neigungen find ich verfrüht.

Davor steht ein unverkrampfter Zugang zu sich selber, Dinge probieren und sich einlassen, den Kopf mal frei kriegen und möglichen Genuß zulassen. Dann kann man über Neigungen sprechen. Solange Hedwig sich gewisse Gedanken und Empfindungen gar nicht zugesteht ist es unmöglich da was zu zu sagen.

Ich kenne Menschen die im devoten Bereich angefangen haben und dann ihre dominante Natur entdeckt haben- und ich rede nicht über Switcher! sondern über tatsächlich dominante Menschen die einfach ein bisschen gebraucht haben das zu erkennen und zu leben.

Hedwig, es ist normal, dass die Zweifel auch wieder kommen.
Du bist seit über 30 Jahren in deinem Gedanken/Wertegerüst "gefangen", logo löst sich das nicht in einer Stunde Shopping in Luft auf. Aber es ist die richtige Richtung, die Richtung zu dir, unabhängig von äußeren Werten und Tabus, das ist wichtig!
Jeder Weg beginnt mit einem kleinen Schritt .

Viel Erfolg auf deinem Weg,
eineUserin

Lebensberatung
Ich danke Dir - auf jeden Fall ist es mit Dein Verdienst, dass ich mich jetzt auch als " Suchende" und nicht mehr nur als "Leidende" empfinde. In diesem Sinne HABT mich hier ja schon ein wenig therapiert. Wenn ich mein erstes Posting hier nochmal lese, kenne ich mich gar nicht wieder (was 'ne Heulsuse...). Von daher bin ich auch wirklich froh, mich hier "geoutet" zu haben - die "Fremdsicht" von Usern wie Dir ist da einfach unheimlich hilfreich.
Natürlich habe ich mir inzwischen über den Punkt "Unterwürfigkeit" so meine Gedanken gemacht. Mich z.B. Gefragt, ob erseine "Anbetung" zugleich auch als "Unterwerfung versteht (trotz seiner Entschuldigungen), weil er ja ein gewisses Widerstreben spürt, ich es dann letztlich aber doch zulasse... Dann wäre er also möglicherweise dominant, obwohl ich ihn sonst nicht so erlebe, und es ist für ihn sogar ein "Lustgewinn", wenn ich das alles nicht so toll finde? Wie könnte man in dem Punkt zu etwas mehr Klarheit kommen? Sonst könnte es ja rein theoretisch passieren, dass mein Widerstreben eines Tages wegfällt und dann für ihn alles sehr schwierig wird. Da wäre dann eben ein "goldener Mittelweg" gefragt.
Tut mir leid, dass ich hier immer noch so unsicher herumhample, aber meine Erfahrung in solchen Dingen ist eben leider gkeich Null...

Liebe Grüße,

Hedwig

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6. März 2012 um 20:22

Macht und Moral
@jasieblume: Mit Deiner Wortwahl triffst Du jetzt wirklich den Nagel auf den Kopf, denn genau darum geht es - um Erniedrigung! Diese gilt es schon deshalb unbedingt zu vermeiden, weil sie ja mit einer Überbewertung der eigenen Person zu tun hat - und wenn man dann gar noch irgendeine Art von (Lust)Gewinn daraua ziehen würde, wäre dies doppelt amoralisch. Ich wäre von selbst nie auf den Gedanken gekommen, von einem "Geschenk" zu sprechen. Denn dieses könnte man von einem Freund ja annehmen und sich vielleicht sogar daran erfreuen, ohne Scham, Schuldvewußtsein und Selbstvorwürfe. Was hier für das Verständnis allein der Begriff ausmacht, mit dem man die Sache bezeichnet! Ich bin in der Jugend offenbar wirklich mehr mit Denkverboten als Denkanstößen konfrontiert worden - da haben meine Klosterschwestern hervorragende Arbeit geleistet. Wäre es für mich einfacher, wenn ihn anstelle der Füße meine Brüste erregen würden? Tendentiell ja, weil ich sie für weniger häßlich halte, prinzipiell aber nein, weil es ja wieder nur um körperliche Vorzüge geht, die "eitel" sind und für "wahre Liebe" keine Rolle ielen dürfen.Wenn ich nur daran denke, wie oft ich in meiner Schulzeit den Begriff "sündhaft" gehört habe (sündhafte Worte, sùndhafte Werke, sündhafte Gedanken, sündhaftes Leben...). Das Kernproble dürfte darin bestehen, dass mir Moral immer im Zusammenhang mit Religion vermittelt wurde, und letztere stellt man nun mal nicht so einfach in Frage. Von daher betrachtet macht auch alles Sinn: Natürlich bin ich nicht "schön", weil ich ja gar nicht schön sein "darf", denn dann könnte ich ja einen Mann dazu verleiten, aufgrund "fleischlicher Reize" Sex mit mir haben zu wollen und nicht nur zum Zweck der Arterhaltung. Würde mich das erfeuen, wäre ich ja nur eitel und oberflächlich? Daher darf er ja auch nur meine "schöne Seele" lieben aber doch bitte nichts so Schäbiges wie
meinen Körper oder gar meine Füsse! Sexualität war eigentlich immer ein "Tabubereich", in dem man sich- wenn überhaupt - nur mit strengster Selbstkontrolle bewegen sollte, um "Versuchungen" aus dem Weg gehen zu können. Das wurde uns buchstäblich eingebläut. Ich weiss noch, dass es veboten war, mit Lippenstift zum Unterricht zu erscheinen, und die Kleiderordnung war besonders wichtig, um jede Abweichung auszuschliessen. Nur nicht auffallen, nur nicht das "Körperliche" zu sehr betonen, immer alles unter Kontrolle halten - das nennt man dann "Eliteschule", und das habe ich dort "gelernt". Millionen Männer, die beim Anblick von Strapsen in Wallung geraten? Das hätte man in meinem Umfeld ohne Umschweife "moralisch minderwertig" genannt. Christliche Erziehung und eine "behütete Jugend" - was will man mehr.
Bitte entschuldige, ich möchte hier nicht polemisieren, aber durch Deinen Beitrag ist da spontan soviel "hochgekommen" bei mir... Ich kann es gar nicht beschreiben.
Würde ich hier jetzt erzählen, wie ich meine erste "Liebesnacht" verbracht habe, ihr würdet euch kringeln vor Lachen! Da war eigentlich immer nur das Bedürfnis, nichts außer Kontrolle geraten zu lassen und anstelle von Hingabe (was für ein schönes Wort!) war da immer nur Argwohn, ob das nun alles auch auf "wahrer Liebe" beruht, wie sich das gehört... Und jetzt war ich drauf und dran, denselben Fehler wieder zu machen... Ich könnte einfach nur heulen! So blind und vernagelt, wie ich bin... Du hast mich da mitten ins Herz getroffen.

Grüße,

Hedwig

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8. März 2012 um 8:11

Macht und Moral 2
Zum Thema Abhängigkeit: Ich denke, ich verstehe jetzt, was Du meinst. Ohne meinen Geliebten möchte ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen - ich habe Sehnsucht, ich wäre auch eifersüchtig (wenn es denn Grund dazu gäbe)... Insofern beinhaltet jede Beziehung / Bindung ein gewisses Maß an - gegenseitiger - Abhängigkeit. Dass mein Freund diese in einem bestimmten Punkt so deutlich zeigt, ist ja wesentlicher Bestandteil meines moralischen Dilemmas, ebenso wie der Umstand, dass in unserem Fall eben keine "win/win"-, sondern eher eine "loose/loose"-Situation vorliegt: Er ist unglücklich, weil er meine innere Reserve spürt; ich bin unglücklich über seine sexuellen Wünsche und Sehnsüchte, weil ich sie nicht verstehen und daher nicht annehmen kann (Du siehst, dass ich schon nicht mehr von "Fetischismus" spreche).
Zum Thema Macht: Die begiffliche Unterscheidung von Macht und Zwang ist sicher richtig. Allerdings hat Macht auch die Tendenz, zu korrumpieren - dafür gibt es ausreichend Beispiele. Je grösser die Macht, umso grösser auch der potentielle Missbrauch. Ohne Macht kein Zwang. Es gibt also eine Grenze, ab der Machtausübung zum Problem wird - und diese sollte man nicht überschreiten, und zwar aus moralisch-ethischen Gründen. Hinsichtlich der von Dir besprochenen "Vorteilsnahme" sehe ich das Hauptproblem darin, dass ich ihn gegen meinen Willen unbewußt manipuliere, mir materiell immer weiter entgegenzukommen, um sich meine "Duldung" zu erkaufen. Wenn ich mir überlege, was hier mittlerweile direkt oder indirekt für mich aufgewendet wird (und da geht es nicht nur um Schuhe) ergibt sich daraus jedenfalls kein gutes Gefühl.
"Siehst Du ernsthaft die ... Gefahr, von ihm 500 Euro zu verlangen..."? Vorgestern hätte ich noch geantwortet: Selbstverständlich, da ich nicht von der Geliebten zur Prostiuierten werden will. Mittlerweile (diese, wenn auch bittere, Erkenntnis verdanke ich dem Letzten Beitrag von jasieblume) ist mir diese Sicherheit abhanden gekommen, da diese Einschätzung ja wieder von meiner moralischen "Prägung" bestimmt wird. Wenn Liebe ein "höheres Gut" zu sein hat, kann und darf sie natürlich nicht mit "schnödem Mammon" erkauft werden. Wieder einmal läßt die Klosterschule grüßen. Und wieder einmal müßte (ich gebe Dir recht) die Frage - die mir leider nie jemand nahegelegt hat - lauten: "Was daran ist eigentlich schlecht?"
Ich sehe immer klarer, dass in meinem Fall "Moral" nicht die Voraussetzung, sondern ein Hemmschuh für die Erlangung bzw. Maximierunf persönlichen Glücks ist. Ich beginne für mich nun auch zu unterscheiden zwischen moralischem, d.h. auf Erziehung (und damit in meinem Fall auf Zwang) und Religion basiertem und ethischem, durch freien Willen und persönliche Einsicht bestimmten Verhalten. Das heißt eben, die Liebe meines Partners nicht zu problematisieren, sondern anzunehmen, auvh wenn sie sich zeilweise in ungewöhnlicher Form äussert. Aber was ist in der Liebe schon "gewöhnlich"?

Liebe Grüße,

Hedwig

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8. März 2012 um 8:41

Umarmen....
...möchte ich zunächst einmal Dich, weil Du es geschafft hast, mit wenigen, dafür aber umso besser gewählten Worten Licht auf die eigentlichen Ursachen meines Problems zu werfen. Das nennt man wohl normalerweise "Therapie"...
Es ist eine bittere Erkenntnis, wie sehr ich mir - nicht nur gegenwärtig - selbst im Weg gestanden bin im Bestreben, moralischen Ansprüchen zu genügen, die ich für mich selbst nie in Zweifel gezogen habe. Wenn ich denke, wieveil "Macht" bzw. "Zwang" da in meiner Jugend ausgeübt wurde...
Ich habe intensiv darüber nachgedacht und bin mir nun nicht mehr sicher, ob mein Widerstreben nicht letztlich dem Vorbehalt geschuldet war, dass "Liebe" nur unter "Gleichen" möglich ist, nicht aber dort, wo sich ein Partner so sichtbar "erniedrigt'. Deswegen das Unverständnis, der Ekel vor dem Körperteil, der ihm so gut gefällt, und auch der Versuch, ihn zum "Therapiebedürftigen" zu stempeln (Hauptsache, der Moral wird Genüge getan...)
Ich möchte zwar jetzt nicht ins andere Extrem verfallen (könnte das vermutlich auch gar nicht), aber am liebsten würde ich mich bei unserem nächsten Treffen in seine höchsten Schuhe werfen, ihm meine tollen Füsse so präsentieren, dass es ihm die Freudentränen in die Augen treibt, seine Anbetung - einmal ganz ohne Anführungszeichen - so geniessen, wie er sich das immer gewünscht hat, und ihm das auch zeigen. Mein Gott, wie befreiend das wäre... Ich bin soweit, dass ich mir tatsächlich vorstellen kann, auch in dieser Sache "Hingabe" zu leben statt wie bisher "Duldung" zu praktizieren. Nur jetzt noch dahin zu kommen, dass das Gefühl den Verstand überwindet (das nennt man dan wohl "sich fallenlassen" ist leider nicht einfach. Aber ich packe es an!

Liebe Grüße,

Hedwig

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3. Mai 2013 um 11:14

Fetisch
du musst damit leben,oder gehen,ganz einfach,ich weiss wie weh das tun kann,aber er macht es bis zum ende

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4. Mai 2013 um 1:08

Der Thread ist ueber nen Jahr alt....
... und mit der noetigen Distanz musste ich echt schmunzeln, als ich das gelesen habe. Das ist echt besser als Fernsehen

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