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Wie legt man die alten Denkmuster ab??

2. Februar 2005 um 15:14 Letzte Antwort: 7. Februar 2005 um 12:02

Hallo an alle!

Ich habe seit fast einem halben Jahr eine neue Beziehung, in der ich mich mittlerweile sehr wohl fühle. Ich liebe meinen Freund, denke ich sehr und von seiner Seite kommt das gleiche Gefühl rüber. Bevor ich ihn kennenlernte, war ich eigentlich noch mit meiner Vergangenheit beschäftigt, sprich mit der Trennung von meinem Ex-Freund, die sehr, sehr schmerzhaft für mich war. Er war meine erste große Liebe. Er hat mich hintergangen und belogen und die menschliche Enttäuschung war für mich am härtesten. Nun ja, ich habe mich doch trotz all dieser Altlasten öffnen können meinem neuen Freund gegenüber und fühle ein warmes Gefühl, was ihn angeht. Worauf will ich hinaus? Nun das ist so, dass ich in meiner Ex-Beziehung auf meinen Partner sehr fixiert war. Ich habe mich selbst fast aufgegeben, wußte gar nicht mehr, wer ich bin usw. All seine Probleme habe ich zu meinen gemacht! DAs war ein großer Fehler, wie sich später herausgestellt hat. DAnach habe ich mir geschworen, nie,nie wieder auf einen anderen Mensche so sehr fixiert zu sein und mich emotional nie wieder so abhängig zu machen. Denn wenn es zu Ende sein sollte, steht man da vor dem Scherbenhaufen und muss sich auf's Neue finden und das ist bitter. Jetzt merke ich, je mehr Zeit vergeht, dass ich in die alten Denkmuster zurückfalle!! Jede Gefühlsschwankung seinerseits nehme ich mir sofort zu Herzen und denke mir, es liegt an mir. Ich gehe ihm auf die Nerven, ich langweile ihn. Er hat kein Bock mehr auf mich!!!! Und so weiter und so fort. Wenn wir uns verabschieden und er schlechte Laune hat, bin ich den ganzen Tag unruhig und male mir sonst was aus. Er wird mich bald verlassen Irgendwas habe ich gemacht, gesagt, was ihn verärgert hat und was ihm den Beweis liefert, dass ich nicht die Richtige bin. Wir haben schon desöfteren darüber gesprochen. Und er hat mir jedes Mal versichert, dass ich mir keine Sorgen machen soll. Dass es nicht an mir liegt, wenn er mal schlecht gelaunt ist. Und wenn er mal sauer auf mich ist, wird er mir das schon sagen. Aber trotz allem, bleibt dieses ungute Gefühle in mir. Denn mein Ex-Freund hat mir auch immer versichert, dass seine GEfühlsschwankungen nicht an mir liegen und am Ende mußte ich dran glauben. Ich weiß, das ist falsch. Mein Freund hat nichts mit meinem Ex-Freund zu tun. Und ich will das nicht auf meine neue Beziehung projezieren. Aber wie kriege ich diese Angst los, dass er irgendwann geht?? Ich weiß, dass nichts für ewig ist und ich weiß auch, dass man sich mit diesen Ängsten vieles verbauen kann. Aber mein Bauch hört nicht auf zu kribbeln vor Angst, wenn wir wieder eine Diskussion hatten oder ähliches!! Bitte helft mir Dieser Mensch ist mir sehr wichtig geworden und ich möchte nicht, durch meine Ängste, ihn vertreiben!!

Danke für's Lesen. War sehr lang

lg
duschka

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2. Februar 2005 um 16:11

Kenne das Gefuehl!
Hi Duschka,
mir ging oder geht es teilweise genauso wie dir. Ich war mit einem Mann verheiratet der die gleichen Gefuehle in mir ausloeste. Aber das liegt fast nur am Selbstwertgefuehl das zb. du und ich so empfinden und auf den Mann so reagieren. Ich habe gelernt mehr auf meine Gefuehle zuhoeren und ich weis das ich auch ohne Mann ein gutes Leben fuehren kann. Selbst ist die Frau hihi und von daher hab ich auch angefangen meine Gefuehle ernst zunehmen. Na, da hat er halt mal schlechte Laune, na und! Das vergeht auch wieder! Maenner respektieren es mehr wenn du dich dagegen stellst als die umsorgende, staendig zweifelnde Freundin oder Frau spielst. Lerne auf deine Gefuehle und Wuensche zuhoeren und versuch einfach etwas mehr Vertrauen fuer deinen Freund zu bekommen. Dann macht es dir naemlich auch nicht mehr so arg viel aus wenn er mal Laune hat. Denk einfach "er liebt mich und alles ist ok"! Glaub mir das macht es dir um einiges leichter. Ich war auch schon dort und es ist echt kein Gefuehlszustand in dem man laengere Zeit sein will. Das macht einen verrueckt!
Also, liebe Gruesse und das wird schon
klnrengel

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2. Februar 2005 um 16:31

"wie krieg ich die angst los?"
bitte verrat es mir wenn du's rausgefunden hast!
ich versuch es derweil weiter indem ich mir immer wieder sage NIEMAND kann wissen was kommt, NICHTS ist für die ewigkeit
( ich finde das übrigends keine erbauliche vorstellung aber ich habe die hoffnung ich überzeuge mich mit der zeit selbst...) und: ewig ist nur der stete wandel.

übrigends rede ich mit meinem partner nicht darüber. er ist der festen überzeugung das man eben nicht wissen kann was kommt und viell. färbt das noch auf mich ab


sparkling

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2. Februar 2005 um 19:07

wer kennt das nicht ... (?)
liebe duschka,

mein ansatz ist, dieses *charaktermerkmal* erstmal als etwas sinnvolles, positives anzusehen. nicht dagegen wehren.

es hat ja auch seine berechtigung - zum beispiel, dass man lange zeit nicht auf seine innere stimme gehört hat und jetzt sensibilisiert ist.

es kann auch etwas sehr schönes sein, wenn man feine antennen hat und einen sinn für die leisen töne entwickelt hat ... ich wette, das kommt dir in vielen bereichen auch zugute.

ich sehe es ein wenig wie tress - dir sind diese empfindlichen antennen in jahrelanger arbeit gewachsen, die kann man nicht einfach abhacken oder zukleben.
behalte sie - für die momente, in denen sie *nützlich* sind.

um nicht darunter leiden zu müssen, kannst du einen anderen, bislang noch viel zu kleinen teil in dir heranzüchten. damit meine ich den ausgleichenden teil, der die gesunde balance wieder herstellt.

dazu gehört (kann jetzt nur für mich sprechen) regelmäßiges sich-selbst-in-den-hintern-treten, um bei einem aufkommenden kopfkino sofort den stecker ziehen zu können.

wenn dein freund *eingeweiht* ist und es mitbekommt, kann er dir ja mit den fingern einen symbolischen stecker zeigen *g*.

hm, wenn du zurück schaust auf eure beziehung: hat er dir denn gesagt, wenn ihn etwas störte?
das baut vertrauen auf, finde ich, wenn man sich darauf total verlassen kann, dass der andere zur rechten zeit den mund aufmacht.

liebe grüße



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2. Februar 2005 um 20:15

Hi Duschka
Ich denke auch, dass solche Ängste nicht einfach verschwinden, verdrängen sollte man sie schon gar nicht. Aber dass man sie überwinden kann, das glaube ich hingegen schon. Weil ich das selber so ähnlich erlebt habe. Als ich viel jünger war, hatte ich immer wieder totale Panik, verlassen zu werden. Und ich bin logischerweise auch immer wieder verlassen worden. Da hatte ich dann jedes Mal den Beweis, dass ich schon recht hatte mit meinen Befürchtungen usw.

Nun, es ist halt ja tatsächlich so, dass es einfach geschehen kann, dass man verlassen wird. Und es passiert eben auch fast allen, einmal oder mehrmals. Es gibt keinerlei Garantie, dass einem das nicht passiert, morgen, in 10 Jahren, in 20 Jahren. Das ist einfach so, denke ich. Natürlich ist das ganze eine Frage des Vertrauens, aber auch völliges Vertrauen garantiert keine lebenslange Beziehung und Liebe. Es gibt im Prinzip diesbezüglich keine Sicherheit - so sehe ich das wenigstens.

Gegen Ängste, wie Du sie beschreibst, hab ich leider auch kein Rezept. Denn sie sind meiner Meinung nach oft ziemlich tief verwurzelt (kommen sie bei Dir tatsächlich durch deine Erlebnisse mit Deinem Ex-Freund, hat das allein Denk- oder Gefühlsmuster geprägt oder gibts vielleicht noch andere Enttäuschungen?).

Vielleicht hilft es Dir ein bisschen, wenn Du Dich mal fragst, was denn wäre, wenn Du von Deinem Freund verlassen wirst. Das Ende der Welt? Und wenn ja: Warum wäre das das Ende der Welt bzw. warum hast Du das Gefühl, es wäre das?

Na ja, ich glaube, letztlich hilft nur eines: Zu wissen, dass das Leben auch ohne Liebesbeziehung toll ist. Das tönt jetzt natürlich einfach ziemlich bescheuert und wie ein doofer, beschwörender Spruch. Aber ich meine das ganz und gar ernst. Was allerdings ohne Freundinnen und Freunde und Dinge, die einem Spass machen, nicht so gut geht...

Wie man zu der Überzeugung kommt, kann ich jetzt auch nicht sagen. Und diese Überzeugung beinhaltet nicht, dass man sich auf keine Liebe mehr einlässt - im Gegenteil! Vielmehr kann man sich gewissermassen gefahrlos in emotionale Abhängigkeiten begeben, wenn man weiss: wenn es vorbei sein sollte, ist das nicht das Ende von allem. Und schon gar nicht mein Ende.

Habe hier schon öfters Beiträge von Dir gelesen und denke, Du bist keine schwächliches Pflänzchen. Du gehst nicht ein ohne Mann an Deiner Seite, oder

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3. Februar 2005 um 8:17
In Antwort auf winnie_12164884

wer kennt das nicht ... (?)
liebe duschka,

mein ansatz ist, dieses *charaktermerkmal* erstmal als etwas sinnvolles, positives anzusehen. nicht dagegen wehren.

es hat ja auch seine berechtigung - zum beispiel, dass man lange zeit nicht auf seine innere stimme gehört hat und jetzt sensibilisiert ist.

es kann auch etwas sehr schönes sein, wenn man feine antennen hat und einen sinn für die leisen töne entwickelt hat ... ich wette, das kommt dir in vielen bereichen auch zugute.

ich sehe es ein wenig wie tress - dir sind diese empfindlichen antennen in jahrelanger arbeit gewachsen, die kann man nicht einfach abhacken oder zukleben.
behalte sie - für die momente, in denen sie *nützlich* sind.

um nicht darunter leiden zu müssen, kannst du einen anderen, bislang noch viel zu kleinen teil in dir heranzüchten. damit meine ich den ausgleichenden teil, der die gesunde balance wieder herstellt.

dazu gehört (kann jetzt nur für mich sprechen) regelmäßiges sich-selbst-in-den-hintern-treten, um bei einem aufkommenden kopfkino sofort den stecker ziehen zu können.

wenn dein freund *eingeweiht* ist und es mitbekommt, kann er dir ja mit den fingern einen symbolischen stecker zeigen *g*.

hm, wenn du zurück schaust auf eure beziehung: hat er dir denn gesagt, wenn ihn etwas störte?
das baut vertrauen auf, finde ich, wenn man sich darauf total verlassen kann, dass der andere zur rechten zeit den mund aufmacht.

liebe grüße



Danke Peas!
Ja, ich bin mir sicher, dass ich nicht alleine mit diesem Problem da stehe. Wißt ihr, das Komische ist, dass ich am Anfang so selbstbewußt war. Ich habe all meine Wünsche klar dargelegt, was will ich in einer Beziehung, was will ich nicht. Ich habe meinem neuen Freund von meiner Vergangenheit erzählt, und wie diese mich geprägt hat und immer noch in mir steckt, dass ich auf gewiße Situationen eben so und nicht anders reagiere/reagieren kann? Er war sehr verständnisvoll. Und somit hatte ich die BEstätigung, dass das der einzig richtige Weg ist für mich, am Anfang schon sehr deutlich über seine Wünsche zu sprechen, damit der Andere weiß, worauf er sich einläßt. Tja in der Theorie klingt alles sehr einfach, doch wenn Gefühle zu wachsen beginnen, kommt wieder diese Angst wieder so sehr zu lieben!!!! Lieben zu können ist das Wunderbarste was es gibt, das weiß ich, sie kann aber genauso verdammt weh tun und davor habe ich eben Angst. Aber was soll's, wie du und Tress schon sagten, ich muss die Balance finden. Meine Antennen sind ja auch in vielen Situationen sehr nützlich, da hast du Recht Peas

Auf deine Frage hin: ja er sagt mir Gott sei Dank, wenn ihn etwas stört, manchmal sogar viel zu direkt. Aber ich finde das gut für mich zu wissen, wie der Andere mich in bestimmten Situationen sieht und mich empfindet!!

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 8:24

Ja,
da hast du wohl ein wahres Wort gesprochen: die Anderen sind auch nicht perfekt!! DAs Komische dabei ist, dass wenn ich alleine bin, sprich ungebunden, dann kann ich mich zu 100% annehmen, bin selbstbewußt und versuche mein Handeln fast nie zu rechtfertigen vor Anderen (Freunde, Familie). Doch wenn ich liebe, wacht mein anderes Ich auf und läßt mich zweifeln, ob ich denn gut genug bin usw. Keine Ahnung, woher das kommt. Ich kann nicht alles auf meinen Ex-Freund schieben, ich bin ja auch ohne ihn ein Individuum gewesen. So viel Anerkennung will ich ihm nicht zuteil werden lassen, dass er mich so sehr geprägt hat

Das Selbstannehmen ist nicht einfach, aber ich bin auf dem Weg Danke dir!

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 8:26
In Antwort auf janene_12645599

"wie krieg ich die angst los?"
bitte verrat es mir wenn du's rausgefunden hast!
ich versuch es derweil weiter indem ich mir immer wieder sage NIEMAND kann wissen was kommt, NICHTS ist für die ewigkeit
( ich finde das übrigends keine erbauliche vorstellung aber ich habe die hoffnung ich überzeuge mich mit der zeit selbst...) und: ewig ist nur der stete wandel.

übrigends rede ich mit meinem partner nicht darüber. er ist der festen überzeugung das man eben nicht wissen kann was kommt und viell. färbt das noch auf mich ab


sparkling

Ach Nonsparkling!
Mir geht es genauso so wie dir. Es ist für mich auch keine erbauliche Vorstellung. Mein Kopf sagt mir, es ist unmöglich, meine ganze Seele sehnt sich fürchterlich danach. Manchmal denke ich mir, es ist gut, wenn man so vernunftgesteuert ist, da bleiben einem viele Enttäuschungen erspart. Aber wie Tress schon sagte, wir sind wie wir sind, und genaus das macht uns wohl aus

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 8:33
In Antwort auf wendy_12509292

Hi Duschka
Ich denke auch, dass solche Ängste nicht einfach verschwinden, verdrängen sollte man sie schon gar nicht. Aber dass man sie überwinden kann, das glaube ich hingegen schon. Weil ich das selber so ähnlich erlebt habe. Als ich viel jünger war, hatte ich immer wieder totale Panik, verlassen zu werden. Und ich bin logischerweise auch immer wieder verlassen worden. Da hatte ich dann jedes Mal den Beweis, dass ich schon recht hatte mit meinen Befürchtungen usw.

Nun, es ist halt ja tatsächlich so, dass es einfach geschehen kann, dass man verlassen wird. Und es passiert eben auch fast allen, einmal oder mehrmals. Es gibt keinerlei Garantie, dass einem das nicht passiert, morgen, in 10 Jahren, in 20 Jahren. Das ist einfach so, denke ich. Natürlich ist das ganze eine Frage des Vertrauens, aber auch völliges Vertrauen garantiert keine lebenslange Beziehung und Liebe. Es gibt im Prinzip diesbezüglich keine Sicherheit - so sehe ich das wenigstens.

Gegen Ängste, wie Du sie beschreibst, hab ich leider auch kein Rezept. Denn sie sind meiner Meinung nach oft ziemlich tief verwurzelt (kommen sie bei Dir tatsächlich durch deine Erlebnisse mit Deinem Ex-Freund, hat das allein Denk- oder Gefühlsmuster geprägt oder gibts vielleicht noch andere Enttäuschungen?).

Vielleicht hilft es Dir ein bisschen, wenn Du Dich mal fragst, was denn wäre, wenn Du von Deinem Freund verlassen wirst. Das Ende der Welt? Und wenn ja: Warum wäre das das Ende der Welt bzw. warum hast Du das Gefühl, es wäre das?

Na ja, ich glaube, letztlich hilft nur eines: Zu wissen, dass das Leben auch ohne Liebesbeziehung toll ist. Das tönt jetzt natürlich einfach ziemlich bescheuert und wie ein doofer, beschwörender Spruch. Aber ich meine das ganz und gar ernst. Was allerdings ohne Freundinnen und Freunde und Dinge, die einem Spass machen, nicht so gut geht...

Wie man zu der Überzeugung kommt, kann ich jetzt auch nicht sagen. Und diese Überzeugung beinhaltet nicht, dass man sich auf keine Liebe mehr einlässt - im Gegenteil! Vielmehr kann man sich gewissermassen gefahrlos in emotionale Abhängigkeiten begeben, wenn man weiss: wenn es vorbei sein sollte, ist das nicht das Ende von allem. Und schon gar nicht mein Ende.

Habe hier schon öfters Beiträge von Dir gelesen und denke, Du bist keine schwächliches Pflänzchen. Du gehst nicht ein ohne Mann an Deiner Seite, oder

Danke Sinizora für deine lieben Worte
Nein, ich gehe nicht ein ohne Mann, weiß Gott nicht

Ich weiß ja vom Kopf her, dass nichts für die Ewigkeit ist, aber irgendwie ist mein Herz oft anderer Meinung und ich glaube genau dieser Zustand des Zwiespalts ruft oft diese Angst hervor!!!

Nach der Trennung von meinem Ex-Freund war das Leben für mich wahrlich kein Zuckerschlecken, gebe ich ehrlich zu. Ich habe Depressionen bekommen, mußte sogar in Therapie, weil ich nicht mehr zur Arbeit gehen konnte, nichts essen konnte usw. Bin krank geworden in der Magengegend, ist wohl nicht ungewöhnlich. Ich habe mich irgendwie wieder aufgerappelt, darauf bin ich stolz. Wahrscheinlich habe ich diese schreckliche Zeit gebraucht, um mich wieder auf mich selbst zu besinnen. Nach dieser Trennung habe ich den ganzen Glauben überhaupt verloren, dass es noch ehrliche Menschen auf dieser Erde gibt. Denn wenn man von einem Menschen ,den man so sehr geliebt hat, so lange belogen und hintergangen wird, stirbt ein kleiner Teil von einem Selbst. Nun ja, ich will jetzt nicht zu weit gehen. Auf jeden Fall ist diese halt immer noch da und Vertrauen ist sehr schwer für mich nach dem ganzen Erlebten. Aber ich weiß, ohne Vertrauen geht nichts. Und es gibt auch keine Sicherheit für nichts

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 9:34
In Antwort auf gena_12107388

Ach Nonsparkling!
Mir geht es genauso so wie dir. Es ist für mich auch keine erbauliche Vorstellung. Mein Kopf sagt mir, es ist unmöglich, meine ganze Seele sehnt sich fürchterlich danach. Manchmal denke ich mir, es ist gut, wenn man so vernunftgesteuert ist, da bleiben einem viele Enttäuschungen erspart. Aber wie Tress schon sagte, wir sind wie wir sind, und genaus das macht uns wohl aus

lg
duschka

Ja, richtig!
*kopfhoch* wir können stolz auf das sein was wir sind *genau*

ich denke schon das es wichtig ist sich selbst anzunehmen- eben auch mit den *fehlern*. aber ich habe ein ziemlich genaues bild davon was/ wie ich sein möchte. und darauf *arbeite* ich hin. und ich möchte eben, z.bsp., gerne den augenblick mehr geniessen können.

davon abgesehen ist es völlig normal sich gegen den gedanken der vergänglichkeit zu wehren. denn wir alle wollen LEBEN, also fortbestehen. und dementsprechend ist das wohl ein thema das mit zunehmen alter wohl eher schwieriger als einfacher wird

an tress hast du noch geschrieben das du sonst selbstbewusst bist aber bei deinem freund zweifelst du an deinem wert. es geht mir da auch genau gleich!
und erkläre mir das dadurch das ich mich ihm gegenüber schlecht bis gar nicht abgrenzen kann( in gewissen grenzen ist normal- auf die art *spiegelt* man den partner). und das liegt, meiner meinung nach, daran das ich sex mit ihm habe( was eben nunmal viel nähe mit sich bringt und, naturgemäss, eher verschmelzung denn abgrenzung ist).


sparkling

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3. Februar 2005 um 9:44

Mir gehts genauso
Liebe Duschka,
du bist nicht alleine mit deinen Sorgen wie du siehst... mir geht es genauso wie dir! Auch wenn ich solo bin gehts mir immer super und ich fühl mich mit mir selbst superwohl! Sobald ich für jemand ernsthaft gefühle habe, zweifel ich an mir und finde alle frauen vieeeeel toller als mich und finde tausend fehler an mir und mich unattraktiv. Dann bewerte ich alles über was mein partner macht, er hat schlechte laune - ich denke aha, er mag mich nicht mehr, er ist so kalt... er ruft mich abends nicht an bis 21 uhr und ich denke, aha er meldet sich bestimmt nicht heute und sitz auf heissen kohlen usw... ich weiss nicht ob ich dir einen tipp geben kann, das ist sehr schwierig da rauszukommen. Ich war auch in Therapie, mein psychologe meinte das liegt in meiner kindheit, weil ich nie eine sicherheit hatte in meiner kindheit, geliebt und beschützt zu werden und mir das Urvertrauen ins leben fehlt... auch muss ich lernen autonomer zu sein und zu meinen bedürfnissen und wünschen zu stehen. Das ich mir immer wieder eine partnerschaft suche, obwohl es mir solo besser geht, hat er gut gefunden, das zeugt ja davon, das ich das problem lösen will. er meinte, das loch kann keiner füllen und kann auch nicht mehr gefüllt werden, ich muss lernen damit umzugehen. Da bin ich jetzt auch kräftig am üben, ich sag mir immer wieder die gleichen sätze, wie : du bist genauso toll wie die anderen, warum sollte er dich verarschen usw.. .ich zähle mir immer wieder die vorteile in meinem leben auf wenns mir schlecht geht, denke immer an die lieben dinge die er mir schon gesagt hat - denke an die typen die auf mich abgefahren sind - stelle mir vor wie attraktiv und schön ich bin wenn ich ausgelassen feier oder tanze oder mich über irgendwas totlache. Dann denk ich mir, wenn ich mich negativ so gut programmieren kann, kann ich das auch positiv! Und rede mir immer wieder positive sachen ein und suche nach positiven erlebnissen, weggehen mit freunden, amusieren, flirten... SO - natürlich hab ich immer wieder rückfälle, nicht einmal im monat, mehrmals in der woche, aber ich kämpfe kämpfe kämpfe gegen dieses gefühl an - weil ich auch weiss, so wie du von dir selbst denkst, so werden dich andere auch empfinden / sehen ... das merkt man ja auch wenn man sich wohl fühlt ist das feedback gleich viel positiver - und andersherum genauso! Liebe duschka, ich kann dich sehr gut verstehen - ich weiss auch, nichts im leben ist sicher, irgendwann werden wir uns trennen, und wenn es durch den tod irgendwann ist - aber eines hab ich sicher - meine Seele - und auf die müssen wir alle gut aufpassen, dann kann uns nichts geschehen und dann haben wir auch keine Angst mehr weil wir uns sicher sind : dich hab ich und du willst nur das Beste für mich und passt auf mich auf
Drücke dich ganz ganz feste und hoffe ich konnte dir einen denkanstoss geben!

Schnuggl

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3. Februar 2005 um 13:18

Hast du mir
nicht immer tolle Ratschläge gegeben und Erfahrungsberichte? Und jetzt muss ich hier lesen, dass du im Grunde die gleichen Probleme hast wie ich?? Verstehe ich nicht. Denn deine Ratschläge und Einschätzungen hören sich schon gut an. Aber anscheinend hapert es bei dir auch an der Umsetzung.

Also, erstens kann man alte Verhaltensweisen nicht ablegen. Die werden immer bestehen bleiben, man lernt nur neue, positive dazu, die sich dann darüber legen und immer mehr zur Routine werden. Es werden immer Zeiten kommen, in denen man in das alte Verhalten zurückrutscht.

So Leute wie wir machen sich von dem Gefühlszustand des Partners abhängig. Geht es ihm gut, geht es auch uns gut. Geht es ihm schlecht, geht es auch uns schlecht. Deswegen geben wir unbewusst dem Partner eine gewisse Macht. Denn DU bist ja eh immer dran schuld und hast egal wann Schuldgefühle. Für alles.

Wie du diese Angst losbekommst? Da muss ich dich enttäuschen! Die wirst du NIE richtig losbekommen. Du kannst nur damit lernen umzugehen und sie zu akzeptieren.
Lerne dein Leben zu lieben, dich zu lieben. Lebe dein eigenes Leben, lerne glücklich zu sein auch wenn du alleine mit dir bist. Das ist ein sehr schwerer und harter Weg. Denn den lerne ich auch gerade. Und das aber mit therapeutischer Unterstützung.

LG
Stern

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3. Februar 2005 um 13:45

Wie ist es denn umgekehrt?
Hallo Duschka,

mit dem Partner/Partnerin mitfühlen zu können ist in meinen Augen eine sehr schätzenswerte Eigenschaft. Dass Du die Ursache für seine Gefühlsschwankungen immer auch bei dir selbst suchst, kann natürlich problematisch sein. Aber eine andere Frage: Wie ist es denn, wenn er plötzlich super gut gelaunt ist? Ist es dann umgekehrt, und du suchst dann den Grund nicht mehr bei Dir?

Und überhaupt, wie ist es denn andersrum, worauf führt er denn deine Gefühlsschwankungen zurück? Sucht er auch immer die "Schuld" für deine Gefühle zuerst bei sich selbst, oder kannst du ihm eher vermitteln, was die Ursache deiner Gefühle ist?


Alles Gute,

Oneforone

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3. Februar 2005 um 14:00
In Antwort auf honor_12058263

Hast du mir
nicht immer tolle Ratschläge gegeben und Erfahrungsberichte? Und jetzt muss ich hier lesen, dass du im Grunde die gleichen Probleme hast wie ich?? Verstehe ich nicht. Denn deine Ratschläge und Einschätzungen hören sich schon gut an. Aber anscheinend hapert es bei dir auch an der Umsetzung.

Also, erstens kann man alte Verhaltensweisen nicht ablegen. Die werden immer bestehen bleiben, man lernt nur neue, positive dazu, die sich dann darüber legen und immer mehr zur Routine werden. Es werden immer Zeiten kommen, in denen man in das alte Verhalten zurückrutscht.

So Leute wie wir machen sich von dem Gefühlszustand des Partners abhängig. Geht es ihm gut, geht es auch uns gut. Geht es ihm schlecht, geht es auch uns schlecht. Deswegen geben wir unbewusst dem Partner eine gewisse Macht. Denn DU bist ja eh immer dran schuld und hast egal wann Schuldgefühle. Für alles.

Wie du diese Angst losbekommst? Da muss ich dich enttäuschen! Die wirst du NIE richtig losbekommen. Du kannst nur damit lernen umzugehen und sie zu akzeptieren.
Lerne dein Leben zu lieben, dich zu lieben. Lebe dein eigenes Leben, lerne glücklich zu sein auch wenn du alleine mit dir bist. Das ist ein sehr schwerer und harter Weg. Denn den lerne ich auch gerade. Und das aber mit therapeutischer Unterstützung.

LG
Stern

Hallo Stern!
Danke für deine ehrlichen Worte. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht an deine Problematik erinnern und ob es ich die gleichen Probleme habe!!

Ich glaube ich habe mich wohl ein bißchen mißverständlich ausgedrückt: ich kommme sehr gut mit mir selbst klar und ich kann (viel besser als mein Freund) alleine sein und ich brauche das sogar auch, Zeit für mich!!! Das war immer schon so bei mir, nicht nur in Liebesbeziehungen. Bei meinen Freunden und Familie bin ich ähnlich veranlagt. Ich suche auch zuerst die Schuld bei mir, dass ich der Auslöser bin für die schlechte Stimmung. Nun bei Familie ist es so, dass sie einen bedingungslos lieben und dich nicht verlassen werden (es kommt natürlich immer auf die Schwere des "Verstoßes" an), bei Liebesbeziehungen ist es eben anders. Familie ist für ewig, gute Freunde "fast" auch, aber irgendwie habe ich wohl das Gefühl, dass Liebe nicht für ewig hält und Beziehungen auch. Ich glaube, das ist eher mein Problem, dass ich im Hinterkopf habe, dass es irgendwann ja sowieso vorbei ist, denn ewig kann es ja nicht halten. Verstehst du? D.h. dass ich bei jeder größeren Diskussion oder Streit sofort die Angst bekomme, dass es ein Zeichen dafür ist, dass er mich nicht mehr liebt und nicht mehr bei mir sein will. Keine Ahnung, so fühle ich jedenfalls.

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 14:03
In Antwort auf heber_11928268

Wie ist es denn umgekehrt?
Hallo Duschka,

mit dem Partner/Partnerin mitfühlen zu können ist in meinen Augen eine sehr schätzenswerte Eigenschaft. Dass Du die Ursache für seine Gefühlsschwankungen immer auch bei dir selbst suchst, kann natürlich problematisch sein. Aber eine andere Frage: Wie ist es denn, wenn er plötzlich super gut gelaunt ist? Ist es dann umgekehrt, und du suchst dann den Grund nicht mehr bei Dir?

Und überhaupt, wie ist es denn andersrum, worauf führt er denn deine Gefühlsschwankungen zurück? Sucht er auch immer die "Schuld" für deine Gefühle zuerst bei sich selbst, oder kannst du ihm eher vermitteln, was die Ursache deiner Gefühle ist?


Alles Gute,

Oneforone

Tja
bei ihm ist es so, dass er entweder fragt, was los ist oder selbst abwartet, dass ich mich beruhige. Er hat wohl mehr Vertrauen an die Beziehung, dass er in solchen Situationen nicht sofort davon ausgeht, dass ich jetzt die Beziehung beenden will oder es ein Zeichen dafür ist. Ganz schön paranoid, ich weiß.

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3. Februar 2005 um 14:07
In Antwort auf regena_12906800

Mir gehts genauso
Liebe Duschka,
du bist nicht alleine mit deinen Sorgen wie du siehst... mir geht es genauso wie dir! Auch wenn ich solo bin gehts mir immer super und ich fühl mich mit mir selbst superwohl! Sobald ich für jemand ernsthaft gefühle habe, zweifel ich an mir und finde alle frauen vieeeeel toller als mich und finde tausend fehler an mir und mich unattraktiv. Dann bewerte ich alles über was mein partner macht, er hat schlechte laune - ich denke aha, er mag mich nicht mehr, er ist so kalt... er ruft mich abends nicht an bis 21 uhr und ich denke, aha er meldet sich bestimmt nicht heute und sitz auf heissen kohlen usw... ich weiss nicht ob ich dir einen tipp geben kann, das ist sehr schwierig da rauszukommen. Ich war auch in Therapie, mein psychologe meinte das liegt in meiner kindheit, weil ich nie eine sicherheit hatte in meiner kindheit, geliebt und beschützt zu werden und mir das Urvertrauen ins leben fehlt... auch muss ich lernen autonomer zu sein und zu meinen bedürfnissen und wünschen zu stehen. Das ich mir immer wieder eine partnerschaft suche, obwohl es mir solo besser geht, hat er gut gefunden, das zeugt ja davon, das ich das problem lösen will. er meinte, das loch kann keiner füllen und kann auch nicht mehr gefüllt werden, ich muss lernen damit umzugehen. Da bin ich jetzt auch kräftig am üben, ich sag mir immer wieder die gleichen sätze, wie : du bist genauso toll wie die anderen, warum sollte er dich verarschen usw.. .ich zähle mir immer wieder die vorteile in meinem leben auf wenns mir schlecht geht, denke immer an die lieben dinge die er mir schon gesagt hat - denke an die typen die auf mich abgefahren sind - stelle mir vor wie attraktiv und schön ich bin wenn ich ausgelassen feier oder tanze oder mich über irgendwas totlache. Dann denk ich mir, wenn ich mich negativ so gut programmieren kann, kann ich das auch positiv! Und rede mir immer wieder positive sachen ein und suche nach positiven erlebnissen, weggehen mit freunden, amusieren, flirten... SO - natürlich hab ich immer wieder rückfälle, nicht einmal im monat, mehrmals in der woche, aber ich kämpfe kämpfe kämpfe gegen dieses gefühl an - weil ich auch weiss, so wie du von dir selbst denkst, so werden dich andere auch empfinden / sehen ... das merkt man ja auch wenn man sich wohl fühlt ist das feedback gleich viel positiver - und andersherum genauso! Liebe duschka, ich kann dich sehr gut verstehen - ich weiss auch, nichts im leben ist sicher, irgendwann werden wir uns trennen, und wenn es durch den tod irgendwann ist - aber eines hab ich sicher - meine Seele - und auf die müssen wir alle gut aufpassen, dann kann uns nichts geschehen und dann haben wir auch keine Angst mehr weil wir uns sicher sind : dich hab ich und du willst nur das Beste für mich und passt auf mich auf
Drücke dich ganz ganz feste und hoffe ich konnte dir einen denkanstoss geben!

Schnuggl

Lieben Danke Schnuggldi!
Mehr habe ich dem nicht hinzuzufügen Genauso fühle ich mich sehr oft. Aber wie du sagst, unsere Seele bleibt uns auf ewig und auf die müssen wir sehr gut aufpassen! Ich muss das mal versuchen mit dem positiven Programmieren Das wäre auf jeden Fall einen Versuch wert.

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 14:41
In Antwort auf gena_12107388

Hallo Stern!
Danke für deine ehrlichen Worte. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht an deine Problematik erinnern und ob es ich die gleichen Probleme habe!!

Ich glaube ich habe mich wohl ein bißchen mißverständlich ausgedrückt: ich kommme sehr gut mit mir selbst klar und ich kann (viel besser als mein Freund) alleine sein und ich brauche das sogar auch, Zeit für mich!!! Das war immer schon so bei mir, nicht nur in Liebesbeziehungen. Bei meinen Freunden und Familie bin ich ähnlich veranlagt. Ich suche auch zuerst die Schuld bei mir, dass ich der Auslöser bin für die schlechte Stimmung. Nun bei Familie ist es so, dass sie einen bedingungslos lieben und dich nicht verlassen werden (es kommt natürlich immer auf die Schwere des "Verstoßes" an), bei Liebesbeziehungen ist es eben anders. Familie ist für ewig, gute Freunde "fast" auch, aber irgendwie habe ich wohl das Gefühl, dass Liebe nicht für ewig hält und Beziehungen auch. Ich glaube, das ist eher mein Problem, dass ich im Hinterkopf habe, dass es irgendwann ja sowieso vorbei ist, denn ewig kann es ja nicht halten. Verstehst du? D.h. dass ich bei jeder größeren Diskussion oder Streit sofort die Angst bekomme, dass es ein Zeichen dafür ist, dass er mich nicht mehr liebt und nicht mehr bei mir sein will. Keine Ahnung, so fühle ich jedenfalls.

lg
duschka

Hallo duschka
Wie legt man die alten Denknmuster ab, lautet deine Frage. Hmm, erstmal ist es wichtig zu erkennen, welche Denkmuster hab ich und warum hab ich diese.

Ich hab den Eindruck, das hast du schon erkannt. Dein Problem ist es, dass in dir der Gedanke verankert ist, Beziehungen halten eh nicht ewig, also muss ja irgendwann der Tag x kommen, wo es zu Ende ist.

Warum du diesen Gedanken hast weiß ich nicht, vermute aber, dass es an den Medien und deinem Umfeld liegt, wo es halt heißt, jede dritte, manchmal sogar jede zweite "Ehe" wird geschieden.

Im gewissen Sinne schon verständlich, dann bei jedem Streit Angst zu bekommen, nun ist es bald vorbei, ich hab was verkehrt gemacht.

Vielleicht hilft es dir, die positive Seite anzusehen, denn viele Beziehungen scheitern nicht. Und dies liegt sicher nicht daran, dass sie sich nicht streiten. Wir Menschen sind unterschiedlich, da ist es wichtig sich auseinander zu setzen. Die Frage ist nur, wie es gehandhabt wird.

Ich bin der Ansicht, wir Menschen reden zu wenig miteinander und offenbaren unsere Gefühle nicht, weil wir Angst haben verletzt zu werden, dadurch machen wir uns ja auch verletzbar. Dabei ist das meines Erachtens der Schlüssel für eine lange und harmonische Beziehung.

Ich denke, du hast das im gewissen Sinne schon erkannt, denn du machst dir Gedanken über deine Beziehung und dein Freund scheint auch offen für deine Probleme zu sein. Also behalte es bei, ihm deine Bedenken, Wünsche und Träume mitzuteilen und schau auf die Beziehungen die funktionieren.

Wir Menschen haben leider die Eigenschaft nur über das Negative zu reden, selbst in den Nachrichten gibt es zu 90% nur Negatives. Warum eigentlich?

Du hast es in der Hand, wie du dein Leben gestaltest. Also think positiv


Liebe Grüße
Pandorra

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3. Februar 2005 um 14:48
In Antwort auf lisa_12474243

Hallo duschka
Wie legt man die alten Denknmuster ab, lautet deine Frage. Hmm, erstmal ist es wichtig zu erkennen, welche Denkmuster hab ich und warum hab ich diese.

Ich hab den Eindruck, das hast du schon erkannt. Dein Problem ist es, dass in dir der Gedanke verankert ist, Beziehungen halten eh nicht ewig, also muss ja irgendwann der Tag x kommen, wo es zu Ende ist.

Warum du diesen Gedanken hast weiß ich nicht, vermute aber, dass es an den Medien und deinem Umfeld liegt, wo es halt heißt, jede dritte, manchmal sogar jede zweite "Ehe" wird geschieden.

Im gewissen Sinne schon verständlich, dann bei jedem Streit Angst zu bekommen, nun ist es bald vorbei, ich hab was verkehrt gemacht.

Vielleicht hilft es dir, die positive Seite anzusehen, denn viele Beziehungen scheitern nicht. Und dies liegt sicher nicht daran, dass sie sich nicht streiten. Wir Menschen sind unterschiedlich, da ist es wichtig sich auseinander zu setzen. Die Frage ist nur, wie es gehandhabt wird.

Ich bin der Ansicht, wir Menschen reden zu wenig miteinander und offenbaren unsere Gefühle nicht, weil wir Angst haben verletzt zu werden, dadurch machen wir uns ja auch verletzbar. Dabei ist das meines Erachtens der Schlüssel für eine lange und harmonische Beziehung.

Ich denke, du hast das im gewissen Sinne schon erkannt, denn du machst dir Gedanken über deine Beziehung und dein Freund scheint auch offen für deine Probleme zu sein. Also behalte es bei, ihm deine Bedenken, Wünsche und Träume mitzuteilen und schau auf die Beziehungen die funktionieren.

Wir Menschen haben leider die Eigenschaft nur über das Negative zu reden, selbst in den Nachrichten gibt es zu 90% nur Negatives. Warum eigentlich?

Du hast es in der Hand, wie du dein Leben gestaltest. Also think positiv


Liebe Grüße
Pandorra

Warum
habe ich diese Angst? Nun zum Teil hast du schon Recht, dass es in meinem Umfeld verankert ist usw. aber ich denke größtenteil kommt meine Angst wohl daher, dass meine Ex-Beziehung so schrecklich zerbrochen ist!!! Ich hätte mir damals nie zu träumen gewagt, dass er nicht mehr in meinem Leben ist, nie und nimmer. Ich war der festen Überzeugung, das war ein Gefühl, wie der Himmer ist blau und das Gras ist grün, dass wir uns gefunden haben. Dem war es leider nicht so. Und die größte Enttäuschung war wohl für mich nicht, dass wir uns nicht verstanden haben, sondern dass ER mich so hintergehen konnte. Das sitzt sehr tief in mir

Du hast wohl Recht, Reden ist sehr wichtig. Und das werde ich auch beibehalten, dass ich meine Wünsche und Vorstellungen klar ausdrücke, ohne Angst zu haben, wie das beim Anderen ankommt!! DAnke für deine Worte

lg
duschka

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3. Februar 2005 um 14:50
In Antwort auf gena_12107388

Hallo Stern!
Danke für deine ehrlichen Worte. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht an deine Problematik erinnern und ob es ich die gleichen Probleme habe!!

Ich glaube ich habe mich wohl ein bißchen mißverständlich ausgedrückt: ich kommme sehr gut mit mir selbst klar und ich kann (viel besser als mein Freund) alleine sein und ich brauche das sogar auch, Zeit für mich!!! Das war immer schon so bei mir, nicht nur in Liebesbeziehungen. Bei meinen Freunden und Familie bin ich ähnlich veranlagt. Ich suche auch zuerst die Schuld bei mir, dass ich der Auslöser bin für die schlechte Stimmung. Nun bei Familie ist es so, dass sie einen bedingungslos lieben und dich nicht verlassen werden (es kommt natürlich immer auf die Schwere des "Verstoßes" an), bei Liebesbeziehungen ist es eben anders. Familie ist für ewig, gute Freunde "fast" auch, aber irgendwie habe ich wohl das Gefühl, dass Liebe nicht für ewig hält und Beziehungen auch. Ich glaube, das ist eher mein Problem, dass ich im Hinterkopf habe, dass es irgendwann ja sowieso vorbei ist, denn ewig kann es ja nicht halten. Verstehst du? D.h. dass ich bei jeder größeren Diskussion oder Streit sofort die Angst bekomme, dass es ein Zeichen dafür ist, dass er mich nicht mehr liebt und nicht mehr bei mir sein will. Keine Ahnung, so fühle ich jedenfalls.

lg
duschka

Dafür
musst du für dich erkunden, wo diese Verlustangst herkommt. Verlustangst hat immer eine Ursache.
Bis zu einem gewissen Grad beschäftigen wir uns ja auch alle damit, denn es ist eben so, dass die Liebe keine Garantie hat und dir keiner die Sicherheit geben kann, dass der Partner, den du liebst, immer bei dir bleibt. Genauso wenig, wie du immer bei ihm bleiben wirst. Das kann keiner sagen, nur die Zukunft.
Und ich komme öfter mit dieser Ungewissheit auch nicht klar und werde verrückt und sie macht mich wahnsinnig.

Ich konzentriere mich dann auf mich und nehme Abstand von der Beziehung und fokusiere mich nicht ständig auf meinen Partner und die Beziehung. Das hilft mir, wie meine Mitte zu finden.

Und wir sind Menschen mit Emotionen, die nicht jeden Tag gleich sind und du bist eine Frau, die mit einem Zyklus lebt, was man nicht unterschätzen sollte. Das sind alles Dinge, die vollkommen normal sind.
Mir kommt es vor als würdest du das weg haben wollen. Das was du empfindest, dabei ist es zu schätzen und was schönes. Mir geht es auch oft so, weil es weh tut und kaum zu ertragen ist. Diese ständige innerliche Unruhe und Anspannung. Kenne das nur zu gut.

Wenn du von dir denkst, dass er dich wegen Streitigkeiten nicht mehr liebt und nicht mehr bei dir sein will, dann kommst du allerdings, sorry, absolut nicht mit dir klar. Zumindest in dem Augenblick. Und darüber solltest du mal nachdenken und gucken, wo das her kommt und dann kannst du auch bewusst damit umgehen und damit arbeiten.

LG
Stern

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3. Februar 2005 um 16:11
In Antwort auf gena_12107388

Warum
habe ich diese Angst? Nun zum Teil hast du schon Recht, dass es in meinem Umfeld verankert ist usw. aber ich denke größtenteil kommt meine Angst wohl daher, dass meine Ex-Beziehung so schrecklich zerbrochen ist!!! Ich hätte mir damals nie zu träumen gewagt, dass er nicht mehr in meinem Leben ist, nie und nimmer. Ich war der festen Überzeugung, das war ein Gefühl, wie der Himmer ist blau und das Gras ist grün, dass wir uns gefunden haben. Dem war es leider nicht so. Und die größte Enttäuschung war wohl für mich nicht, dass wir uns nicht verstanden haben, sondern dass ER mich so hintergehen konnte. Das sitzt sehr tief in mir

Du hast wohl Recht, Reden ist sehr wichtig. Und das werde ich auch beibehalten, dass ich meine Wünsche und Vorstellungen klar ausdrücke, ohne Angst zu haben, wie das beim Anderen ankommt!! DAnke für deine Worte

lg
duschka

Ja,
es ist sicher entäuschend und schmerzhaft hintergangen worden zu sein.

Liebe Duschka, der Himmel war wohl zu blau und das Gras zu grün. Da neigen wir dann dazu, zu idealisieren, wir schauen nicht mehr so genau hin, übersehen vieles.

Ich kann dir gut nachempfinden,ich hatte auch so eine Beziehung, wo es so "magisch" anfing und wir beide dachten, es sei vom Schicksal bestimmt. So haben wir beide den Anspruch gehabt, es läuft von alleine. Bis das der Tod uns scheidet, eine große Liebe war es sicher, nur Liebe alleine reicht halt nicht. Wenn es nur nach der Liebe ginge, würden so manche Beziehungen nicht enden. Lieben werden im Himmel geschlossen, gelebt werden sie auf der Erde.

Es gibt sicher Gründe, warum dein Ex sich so benommen hat. Vielleicht hast du ihn auch nur mit den falschen Augen gesehen, wolltest die Wahrheit nicht sehen, so sind wir manchmal. Auf jedenfall hat es nicht gepasst und das kommt ja öfters mal vor. Das hat ja nichts mit dir zu tun, außer das du ihn nicht so gesehen hast, wie er wirklich ist.

Deine jetzige Beziehung scheint mir, hinterfragst du nun mehr und achtest mehr auf dich und deine Bedürfnisse und die deines Schatzes. Du bist auf den richtigen Weg.

Hast aus der Vergangenheit gelernt.Besser gehts doch gar nicht.

Je mehr dir das klar wird, desto eher kannst du von deinen Ängsten loslassen, denn deine alten Verhaltensmuster hast du schon abgelegt.

liebe Grüße
Pandorra

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4. Februar 2005 um 12:08

Hallo Temptress
Diese Erklärung leuchtet mir durchaus ein. Die evolutionstechnische Elemente darf man da bestimmt nicht außer Acht lassen. Ein toller Mann dein Freund, übrigens Wenn alle Männer so viel Verständnis zeigen würden und mit ihren Frauen sprechen würden, um ihnen die Angst zu nehmen, dann wäre vieles bestimmt viel einfacher In dem Sinne, bleiben wir so wie wir sind, mit all unseren Urängsten, die ja durchaus auch Schutz bitten können.

lg
duschka

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7. Februar 2005 um 10:51

"man kann damit umgehen oder man lässt es"
das sehe ich nicht so- für mich bedeutet beziehung an einander wachsen.
wenn mir also mein partner signalisiert das er etwas völlig anderes sieht, dann sehe ich das gelegenheit meine muster zu überdenken, ggf. zu verändern und mich so weiter zu entwickeln.


sparkling

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7. Februar 2005 um 11:59

Hei duschka
ich finde es absolut normal. wieso?-weil du erst mal wieder vertrauen haben musst!
wie sollst du nach deiner ex-beziehung so schnell wieder vertrauen haben können? ich brauchte nach einer ähnlichen erfahrung auch fast 1 jahr... ich kann dir einfach sagen, dass es am besten ist, wenn du dich selbst runterfährst und einfach wieder neu vertrauen fasst. ich hatte zum glück immer meine freundin an der seite, sie schonungslos ehrlich ist und mir auch sagte, wenn ich wieder unbegründet rumzicke...
lass dir selbst zeit, das wird schon kommen, wirst sehen...
ein bisschen ist es natürlich auch charaktersache, aber im grossen und ganzen brauchst du noch ein wenig zeit! aber das kommt schnell, so sehr wie du deinen neuen freund liebst! ganz bestimmt!
versuche folgendes: wenn du ein ungutes gefühl hast, eifersüchtig bist, zicken-laune hast oder was auch immer, versuch es so gut es geht vor ihm zu verbergen. es geht nicht immer das ist klar, aber einfach so halbwegs...

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7. Februar 2005 um 12:02

Ich bin halt so...
Hi Temptress
Eine interessante Erklärung, auch wenn ich nicht so auf Biologie stehe. Die Biologie gefällt mir nicht so sehr, weil ich nach derartigen Erklärungen eher ein Mann sein müsste von meinem Gefühlsleben her. Vielleicht hab ich auch nur Glück gehabt und bei mir hat sich im Laufe der Zeit ein idealer Hormoncocktail eingestellt, ohne dass man mir irgendwas davon ansehen würde

Na ja, vor ein paar Jahren hat man alles und jedes mit Psychologie erklärt, heute herrscht die Biologie vor. Ist ja irgendwie egal auch letztlich, es geht ja nur darum, für sich selber einen Weg zu finden. Gehe voll und ganz mir Dir einig, dass es überhaupt nichts bringt, sich verbiegen zu wollen. Schon gar nicht für andere. Allerdings denke ich auch: Wenn man (oder eben frau) unter gewissen Gefühlen wirklich nur noch leidet und unglücklich ist, sie einem ständig zur Verzweiflung bringen, bringt es auch nicht viel, zu sagen: ich bin halt so. Es geht dann ja nicht darum, von anderen oder eine Partner akzeptiert zu werden. Sondern darum, mit sich selber zurechtzukommen in dieser Welt.

Gleichzeitig hat das Motto ich bin halt so schon auch sehr viele Vorteile, wenn man es sozusagen gegen aussen lebt und vertritt. Ist Balsam fürs Selbstbewusstsein und heisst ja auch: Das bin ich, das habe ich zu bieten. Und wenn mich jemand so nicht will, soll ers eben bleiben lassen.

Na ja, das ganze hat gewissermassen mehrere Seiten....


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