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Wie lange dauert es bis man sich ans zusammenleben gewöhnt

7. Mai 2003 um 11:38

Hallo,

Herr Engel und Frau Teufel wohnen also jetzt zusammen.
Die Wohnung ist seit letzter Woche endlich kein Chaos mehr, gross und sehr schön und eigentlich zum wohlfühlen.
Nur ich habe Schwierigkeiten mich zu Hause zu fühlen. Früher konnte ich nach hause kommen, hatte mein Ruhe, mein Reich, konnte tun und lassen was ich will, jetzt kann ich mich irgendwie zu Hause nicht richtig entspannen.

Es gibt so viele Kleinigkeiten, die mich nerven, z.B. wenn der ander Sachen irgendwo hinverlegt, dass im Moment nur sein Computer DSL hat, das man sich übers Fernsehprogramm nicht einig wird und der
Zweitfernseher noch nicht angeschlossen ist usw.

Ausserdem stellt man Macken am anderen fest, die man vorher nicht wahrgenommen hat. Teilen der Hausarbeit ist ja wichtig , aber muss man wirklich alles gemeinsam tun. Muss ich wirklich immer mit ihm die Spülmaschine ausräumen oder die Wäsche aus der Maschine nehmen. Man tritt sich ja dabei auf die Füße. Neulich hat der Kater gekotzt während ich beim Telefonieren war, da hat er einen haufen aufgewischt, den anderen für mich liegen lassen bis ich fertig war.

Das nervigste ist aber -ich kann nicht gut schlafen. wir haben zwei 1,40 Betten, eins im Schlafzimmer, eins im Arbeits-Gästezimmer. Für WE-Besuche ist das ok, aber mir ist das auf Dauer zu klein. Ich möchte ein grösseres, er nicht. Er schläft wie ein Stein, nur ich kann nicht schlafen, wenn er mich in den Kuschelklammergriff nimmt oder mir nachst aus versehen den Ellenbogen in die Rippen rammt.
Wenn ich mich dann ins andere Bett verziehe ist er beleidigt.

Ok alles eigentlich Lapalien, aber sie treiben mich langsam aber sicher auf die Palme und wahrscheinlich ihn einige meiner Macken genauso.
Die letzen 9J. habe ich alleine oder in WG,s gewohnt, er genauso. Wahrscheinlich entwickelt man da eine gewisse Egozentrik.
Legt sich das irgendwann oder sind wir nicht zum zusammenleben geeignet?

Von anderen hört man immer wie toll es doch ist zusammen einzuschlafen und aufzuwachen, ich hasse es neben ihm aufzuwachen-mitten in der Nacht.

Danke das ich hier eine Runde nölen durfte.

LG

eine übermüdete RedDevil

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7. Mai 2003 um 11:47

Huhu frau teufel
du sollst doch nicht meine geschichte hier reinsetzen

nee, mal im ernst.

wir sind im september zusammengezogen und bis weihnachten hab ich bestimmt 3 mal die koffer gepackt.

klar ist es schwierig. du hast ja auch lange alleine gewohnt. aber es wird schon. wart mal ab.

nur, mit der arbeitsteilung (nimmt er es echt soooo wörtlich ?) - da würd ich dem guten mal auf die finger hauen. und euer bett wäre mir auch zu klein. da hatten wir gott sei dank keine probleme.

ich bin auch kein typ, der zusammengeschweißt einschlafen kann. meiner allerdings auch nicht. gib doch nichts darauf, wie andere ihre nächte verbringen. du kannst es nicht und gut is.

dein herr muß sich nunmal auch erst an die umstellung gewöhnen.

viel spaß noch weiterhin

lg

lily

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7. Mai 2003 um 11:52

Hi Du!
Es dauert einfach eine gewisse zeit, bis man sich an den veränderten Zustand gewöhnt und da ist nicht nur die freude riesengroß sondern man ist schon ab und an mal abgenervt von Kleinigkeiten.
Das ist völlig normal, aber:
Man soll sich davon nicht überrumpeln lassen und sich nur noch an diesen Dingen hochziehen und dabei die guten Seiten des Zusammenseins vergessen oder verdrängen!! Macht euch öfter klar, gerade in den Momenten von frust, warum Ihr euch doch bewußt und gerne für eine gemeinsame Wohnung entschieden habt!!!

Alles, was du aufzählst, sind Dinge, die mit ein paar Worten oder handgriffen aus der Welt zu räumen sind, man teilt sich die Arbeit auf, ohne sich im Weg zu stehen, ein tag der, morgen der andere, geht doch alles. TV anschalten geht auch fix, das machen wir auch so mit sogar 3 TVs....nie gibt es gerangel....er schaut lieber mit mir Dinge, aber wenn ihm der herzschmerz zu arg auf den Sender geht, kann er auf Video sein Formel 1 schaune....ist ja nicht täglich so...

Ich habe auch sein 1,40 m bett entfernen lassen, heute haben wir 2 m, denn ich kann sonst auch nicht schlafen....bin auch auf die Couch, das wollte er nicht, also hat er dem größeren Bett zugestimmt.

Du weißt ja selbst, das sind Pipifax Sachen, die normal sind, aus der Welt zu räumen und sie sollen euer Nest nicht gefährden, daher einfach ruhig bleiben, gebt euch die nötige Angewöhnzeit!!!
Das wird schon werden!!!

Alles Liebe

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7. Mai 2003 um 12:13

6 Monate...
... würde ich mal über den Daumen gepeilt sagen, dauert das schon.

Das mit dem Bett verstehe ich irgendwie schon - wenn man vorher einen ganzen Meter für sich allein hatte, macht das Teilen ganz schön müde.

Und das Teilen der Hausarbeit - wäre in manchen Bereichen nicht eine Art "WG-Regelung" besser? So etwas wie: diese Woche räumst Du die Spülmaschine aus und putzt Zimmer A und B und ich kümmere mich um die Wäsche und putze Zimmer C und D und nächste Woche tauschen wir?

Der wahre Beziehungstest besteht natürlich darin eine für beide Seiten akzeptable Fernsehregelung OHNE Zweitfernseher hinzubekommen. *grins*

LG,
Brüni

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7. Mai 2003 um 14:38

Woher kenn ich das nur?
Ich würde sagen von meiner Situation !

Ich bin vor einem Monat mit meinem Sohn zu meinem Freund in die 2 Zimmer- Whg gezogen.

Das ist manchmal Terror pur!

Auch ich habe an ihm Sachen festgestellt, die mir vorher nie aufgefallen sind (aus dem Fenster spucken, lautes Rülpsen, ständig am essen u.s.w.).
Darüber haben wir auch schon gestritten und jetzt macht er es nicht mehr bis aufs essen.

Auch mit seinem Bett gibt es Probleme.
Er hat zwar ein großes Ehebett von seiner verstorbenen Mutter aber das Bett besitzt noch keine Lattenroste sondern noch diese alten Federroste und da liegt man wirklich wie in einer Mulde, zumal die Matrazen ja auch noch gefedert sind. Und da kann ich auch nicht schlafen, weil mir bei jeder Bewegung irgendetwas weh tut und weil es quitscht.
So schlafe ich auch des öffteren auf dem Sofa. Er hat mal gesagt, das es ihm nichts ausmachen würde und heute Morgen hielt er mir es dann doch vor. (Wieder Zoff)
Naja wir haben jetzt neue Lattenroste bestellt, so hoffe ich das es mit dem Schlafen besser wird.

Das Thema TV und PC haben wir folgendermaßen geregelt:
Wenn er seinen Scheiß im TV schauen will, sitz ich am PC und umgekehrt genauso.
Montags, Freitags und Samstags schauen wir zusammen TV, weil es uns dann beide interessiert.

Der Haushalt wird auch geteil.

Wenn ich Zeit habe, mach ich die Wäsche inkl. in Trockner und Zusammenlegen und wenn er Zeit hat machts er.
Das Geschirr vom Essen räumen wir gemeinsam ab, weil sich der Tisch in der Küche befindet. Je nach dem wer dran denkt, räumt die Spülmaschine aus wenn sie fertig ist.

Samstags putzen wir "gemeinsam".
Er saugt und ich wische naß und putze WC und Bad.
Er bringt dafür das Altpapier, Biomüll und den Hausmüll in die Container.

Tja du siehts, es gibt für alles eine Lösung.

Ich würde sagen, sprich so viel wie möglich mit deinem Freund über Dinge die dich oder ihn stören, dann wird das mit der Zeit besser.
(Ich wollte auch schon 2 Mal ausziehen)

Und zudem ist es besser, wenn man sich am Anfang schon zofft, wie das man alles so rosig macht, denn dann kann es eigentlich nie zum absoluten Riesenkrach kommen.

Versuch mit ihm eine Regelung zu finden.

Wenn wir im August in unsere 4 Zimmer ziehen, wird sich auch wieder einiges ändern, das weiß ich jetzt schon.

Also im diesem Sinne, viel Erfolg bei der "Erziehung" deines Freundes und der Organisation .

Viele Grüß von Galaxybird

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