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Wie kriegt man einen geliebten Menschen zum Arzt?

1. Dezember 2016 um 11:44

Appelle nutzen nichts,
Diskussionen bringen nichts,
ich dringe kaum zu ihm durch und mache mir große Sorgen.

Im Grunde genommen weiß ich, dass mir die Hände gebunden sind.

Was könnte ich NOCH tun?

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1. Dezember 2016 um 11:55

Zusehen müssen, wie er sich selbst schädigt, geht aber an die Substanz.......

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1. Dezember 2016 um 12:00
In Antwort auf stahltrasse

Appelle nutzen nichts,
Diskussionen bringen nichts,
ich dringe kaum zu ihm durch und mache mir große Sorgen.

Im Grunde genommen weiß ich, dass mir die Hände gebunden sind.

Was könnte ich NOCH tun?

Wenn du schon alles versucht hast und es nichts nützt, kannst du leider gar nichts machen. Ich nehme an, derjenige ist bereits volljährig? Dann kannst du nur seinen/ihren Wunsch, nicht zu gehen, respektieren. 

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1. Dezember 2016 um 12:01
In Antwort auf stahltrasse

Zusehen müssen, wie er sich selbst schädigt, geht aber an die Substanz.......

Es ist seine Verantwortung und nicht deine. ER/SIE hat sich so entschieden. Nicht du. 

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1. Dezember 2016 um 12:02

warum möchte derjenige denn nicht? Weil er / sie die Behandlung an sich ablehnt? Weil er / sie keine Antworten auf Fragen möchte, die er tunlichst nicht stellen will? Weil es kein Vertrauen in Ärzte gibt? Weil...?

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1. Dezember 2016 um 12:08

Wenn ich das wüsste, wäre mir auch eine große Last von den Schultern genommen...
Die Männer in meinem Leben haben es nicht so mit Arztbesuche.... da muss man reden und reden und reden... und wenn alles nichts geholfen hat, hab ich den Arzttermin gemacht und dem haben sie sich dann gebeugt... zum Glück...
Bis auf ein Mal, da war ich zu spät. Hab zu lange gewartet, bis ich mich durchgesetzt hatte. Hab dadurch leider meinen besten Freund verloren. Mach mir heute noch Vorwürfe zu lange gewartet zu haben...

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1. Dezember 2016 um 12:12
In Antwort auf sphinxkitten1

Wenn ich das wüsste, wäre mir auch eine große Last von den Schultern genommen...
Die Männer in meinem Leben haben es nicht so mit Arztbesuche.... da muss man reden und reden und reden... und wenn alles nichts geholfen hat, hab ich den Arzttermin gemacht und dem haben sie sich dann gebeugt... zum Glück...
Bis auf ein Mal, da war ich zu spät. Hab zu lange gewartet, bis ich mich durchgesetzt hatte. Hab dadurch leider meinen besten Freund verloren. Mach mir heute noch Vorwürfe zu lange gewartet zu haben...

Ich nehme an, die Leute sind alt genug und haben ein Telefon. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass jemand zum Arzt geht!!! Ich weiß, es ist sehr einfach gesagt, aber es ist nicht deine Verantwortung udn nicht deine Schuld! Kein Grund für Selbstvorwürfe!!!

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1. Dezember 2016 um 12:13

Das Vertrauen in Ärzte geht wohl bei vielen Menschen im Laufe der Zeit verloren. Ich habe auch kein Vertrauen in Ärzte. Aber wenn es mir so schlecht ginge, würde ich doch abwägen, ob mir ein Arztbesuch helfen könnte. Und dann würde ich auch hingehen.

Offenbar ist das bei ihm nicht so und er leidet lieber. 

Ich kann das nicht nachvollziehen und das zu akzeptieren fällt mir sehr schwer.

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1. Dezember 2016 um 12:15
In Antwort auf sphinxkitten1

Wenn ich das wüsste, wäre mir auch eine große Last von den Schultern genommen...
Die Männer in meinem Leben haben es nicht so mit Arztbesuche.... da muss man reden und reden und reden... und wenn alles nichts geholfen hat, hab ich den Arzttermin gemacht und dem haben sie sich dann gebeugt... zum Glück...
Bis auf ein Mal, da war ich zu spät. Hab zu lange gewartet, bis ich mich durchgesetzt hatte. Hab dadurch leider meinen besten Freund verloren. Mach mir heute noch Vorwürfe zu lange gewartet zu haben...

mach Dir keine Vorwürfe, dass Du nicht anderer Leute Entscheidungen triffst!

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1. Dezember 2016 um 12:19
In Antwort auf stahltrasse

Das Vertrauen in Ärzte geht wohl bei vielen Menschen im Laufe der Zeit verloren. Ich habe auch kein Vertrauen in Ärzte. Aber wenn es mir so schlecht ginge, würde ich doch abwägen, ob mir ein Arztbesuch helfen könnte. Und dann würde ich auch hingehen.

Offenbar ist das bei ihm nicht so und er leidet lieber. 

Ich kann das nicht nachvollziehen und das zu akzeptieren fällt mir sehr schwer.

ich kann es schon nachvollziehen, aber ich weiß auch, dass ich so etwas im Zweifelsfalle auf dem Rücken der Menschen austrage, denen ich wichtig bin - deswegen gehe ich wahrscheinlich dennoch. Bis zu einer fest definierten Grenze (Intensivmedizin beispielsweise lehne ich für mich in weiten Teilen ab).

Aber Du kannst nicht seine Entscheidungen treffen. Du solltest auch nicht seine Entscheidungen treffen. Dass er damit auch bei Dir leid verursacht, kannst Du hingegen schon sagen.

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1. Dezember 2016 um 12:21
In Antwort auf orchideenblatt

Ich nehme an, die Leute sind alt genug und haben ein Telefon. Du bist nicht dafür verantwortlich, dass jemand zum Arzt geht!!! Ich weiß, es ist sehr einfach gesagt, aber es ist nicht deine Verantwortung udn nicht deine Schuld! Kein Grund für Selbstvorwürfe!!!

Ist wirklich leicht gesagt und ich weiß das auch. Ich bin natürlich nicht schuld.
Ich weiß aber auch wie es sich anfühlt, wenn man weiß bei dem Menschen den man unglaublich liebt, stimmt was nicht und der nimmt es aus welchen Gründen auch immer, nicht ernst und tut einfach nichts.
Und man steht daneben und bettelt "Lass mal nachschauen, wenn nichts ist, hat man wenigstens die Gewissheit gesund zu sein und wenn was ist, kann man vllt. noch was machen..."
Und ich weiß, wie man in sich zusammenfällt wenn man den Anruf kriegt "Er ist tot..." und alles dafür geben würde, hartneckiger gewesen zu sein. Stattdessen steht man am Grab und kann es nicht fassen.
Mag ein extremes Beispiel sein aber sowas passiert. Und egal wie sehr man rational weiß das man keine Schuld hat, macht man sich dennoch Vorwürfe und spielt das "was wäre wenn"- Spielchen durch... wenn ich nur mehr drauf gedrungen hätte, wäre er noch hier...

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1. Dezember 2016 um 12:26
In Antwort auf sphinxkitten1

Ist wirklich leicht gesagt und ich weiß das auch. Ich bin natürlich nicht schuld.
Ich weiß aber auch wie es sich anfühlt, wenn man weiß bei dem Menschen den man unglaublich liebt, stimmt was nicht und der nimmt es aus welchen Gründen auch immer, nicht ernst und tut einfach nichts.
Und man steht daneben und bettelt "Lass mal nachschauen, wenn nichts ist, hat man wenigstens die Gewissheit gesund zu sein und wenn was ist, kann man vllt. noch was machen..."
Und ich weiß, wie man in sich zusammenfällt wenn man den Anruf kriegt "Er ist tot..." und alles dafür geben würde, hartneckiger gewesen zu sein. Stattdessen steht man am Grab und kann es nicht fassen.
Mag ein extremes Beispiel sein aber sowas passiert. Und egal wie sehr man rational weiß das man keine Schuld hat, macht man sich dennoch Vorwürfe und spielt das "was wäre wenn"- Spielchen durch... wenn ich nur mehr drauf gedrungen hätte, wäre er noch hier...

oder wenn Du noch mehr darauf gedrungen hättest, wärt Ihr im Streit auseinander gegangen, weil er nur das Gefühl gehabt hätte, dass Du seine Entscheidungen und seine Wünsche nicht respektieren möchtest, damit Du Deine eigene Angst beschwichtigen kannst.

oder wenn Du noch mehr darauf gedrungen hättest, hätte er vielleicht länger gelebt - aber um einen Preis, den er dafür nie geben wollte.

oder...

"was - wäre - wenn- Spielchen" sind wohl seltenst mehr als fortgeschrittene Selbstzerfleischung.

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1. Dezember 2016 um 12:36
In Antwort auf stahltrasse

Zusehen müssen, wie er sich selbst schädigt, geht aber an die Substanz.......

Dann musst du versuchen, dich emotional davon zu distanzieren. Bringt ja nix.

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1. Dezember 2016 um 12:46
In Antwort auf avarrassterne1

oder wenn Du noch mehr darauf gedrungen hättest, wärt Ihr im Streit auseinander gegangen, weil er nur das Gefühl gehabt hätte, dass Du seine Entscheidungen und seine Wünsche nicht respektieren möchtest, damit Du Deine eigene Angst beschwichtigen kannst.

oder wenn Du noch mehr darauf gedrungen hättest, hätte er vielleicht länger gelebt - aber um einen Preis, den er dafür nie geben wollte.

oder...

"was - wäre - wenn- Spielchen" sind wohl seltenst mehr als fortgeschrittene Selbstzerfleischung.

Wie gesagt, schon klar das ich keine Schuld habe. Und ich habe auch nie jemanden gebraucht, der mir erklärte, dass ich keine Schuld habe. Ich hab mich auch nie selbstzerfleischt. Ich habe es bereut nicht eindringlicher gewesen zu sein (denn man hätte ihn sehr gut behandeln können und das nicht nur lebensverlängernd um den Preis das er sich dafür hätte quälen müssen...) und ich schätze das ist normal, wenn man um einen geliebten Menschen trauert. Die Trauerzeit besteht nun mal aus gewissen Phasen, durch die man durch muss. Ich habs durchlebt und verarbeitet. Ich lebe nun ohne ihn. Er fehlt mir aber ich habs akzeptiert.

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1. Dezember 2016 um 12:46

Ich kann diesen Menschen nicht im Stich lassen. Er hat mir über schlimme Zeiten hinweg geholfen. Ich habe ihm auch versprochen, ihn nicht im Stich zu lassen. Das kommt gar nicht in Frage!

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1. Dezember 2016 um 13:29
In Antwort auf stahltrasse

Ich kann diesen Menschen nicht im Stich lassen. Er hat mir über schlimme Zeiten hinweg geholfen. Ich habe ihm auch versprochen, ihn nicht im Stich zu lassen. Das kommt gar nicht in Frage!

Dann nimm es so hin und lebe damit. Du kannst niemanden zu etwas zwingen, was derjenige nicht will und wenn er schon mehrfach gesagt hat, dass er deine Hilfe und deine guten Ratschläge nicht möchte, finde ich es übergriffig, ihn immer weiter zu drängen und zu bequatschen.

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2. Dezember 2016 um 18:07

Ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und versuche, das Ganze lockerer zu sehen. Heute bin ich ihm NICHT auffen Sack gegangen. Vermutlich hat er drei Kreuzzeichen gemacht. 

Über´s Wochenende habe ich genug Ablenkung. Das Tablet bleibt aus, damit ich ja nicht in Versuchung komme, in alte Angewohnheiten zurück zu fallen und ihn zu nerven.

Und wie ich es nächse Woche handhaben werde, weiß ich noch nicht. 

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2. Dezember 2016 um 21:18
In Antwort auf avarrassterne1

ich kann es schon nachvollziehen, aber ich weiß auch, dass ich so etwas im Zweifelsfalle auf dem Rücken der Menschen austrage, denen ich wichtig bin - deswegen gehe ich wahrscheinlich dennoch. Bis zu einer fest definierten Grenze (Intensivmedizin beispielsweise lehne ich für mich in weiten Teilen ab).

Aber Du kannst nicht seine Entscheidungen treffen. Du solltest auch nicht seine Entscheidungen treffen. Dass er damit auch bei Dir leid verursacht, kannst Du hingegen schon sagen.

(Intensivmedizin beispielsweise lehne ich für mich in weiten Teilen ab).

Was verstehst Du denn darunter?

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2. Dezember 2016 um 21:30
In Antwort auf stahltrasse

Das Vertrauen in Ärzte geht wohl bei vielen Menschen im Laufe der Zeit verloren. Ich habe auch kein Vertrauen in Ärzte. Aber wenn es mir so schlecht ginge, würde ich doch abwägen, ob mir ein Arztbesuch helfen könnte. Und dann würde ich auch hingehen.

Offenbar ist das bei ihm nicht so und er leidet lieber. 

Ich kann das nicht nachvollziehen und das zu akzeptieren fällt mir sehr schwer.

Leider ist es in unserer heutigen Zeit so, dass Expertenwissen grundsätzlich in Frage gestellt wird. Ob Arzt, Klimaforscher, oder Pharmakologe. Das Internet weiß es besser.

Unterlassene Arztbesuche liegen übrigens meist nicht am mangelnden Vertrauen in die Ärzteschaft, sondern haben fast immer bewusste oder unbewusste Angst vor einer belastenden Diagnose zur Ursache. Der Mensch reagiert häufig nicht anders als der Hund, wenn die Tragetasche erscheint, die für ihn das Zeichen für den Arztbesuch ist. Es gibt ausreichend Studien dazu, dass viele Menschen das Kopf-in-den-Sand stecken als bevirzugte Reaktion auf eine unklare Bedrohung empfinden.

Der einzige Weg so einen Menschen zum Arzt zu bewegen, ist zu hinterfragen und herauszuarbeiten, warum er denn nicht gehen will. In einem offenen Gespräch kann man dann die Faktoren beleuchten. Auch im Falle der TE ist es so wie immer: es kann kein wirklicher Grund genannt werden, daher hilft nur eine emotionsfreie Hinterfragung und das Erwecken der Einsicht, dass ein Arztbesuch nie schaden, aber meistens helfen kann.

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2. Dezember 2016 um 22:40

ERsaufen!

lib

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2. Dezember 2016 um 22:42

ERsaufen!

lib

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