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Wie konnte er mir nur das antun?

18. Januar 2012 um 16:25

Ich bin 52 Jahre alt und noch verheiratet. Von Beruf bin ich Frauenärztin im Krankenhaus. Leider konnte ich keine eigenen Kinder bekommen.
Mein Mann hat sich eine um 20 Jahre jüngere Geliebte genommen. Als sie schwanger wurde, verließ er mich. Als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre.....
Aber: Vor ein paar Tagen hatte ich Rufbereitschaft und wurde zu einem Notfall gerufen. Es war für mich wie ein Schlag ins Gesicht - es war die schwangere Geliebte. Mein Noch-Ehemann stammelte etwas von ".... es täte ihm leid, aber ich soll um Gottes Willen ihr Leben und das Leben des Kindes retten". Ich habe einen Eid geschworen und ich tat alles Menschenmögliche, damit beide überlebten. Die beiden sind wohlauf und außer Lebensgefahr. Für mich aber ist ein Teil in mir gestorben. Ich fühle mich hundeelend. Wieso nur hat er mir diese Demütigung angetan? Ich erfuhr in der Fallbesprechung, dass diese junge Frau eine Hausgeburt machen wollte. Die Hebamme hätte sie dazu überredet. Doch bei der Geburt gab es Komplikationen....
Wieso aber brachte er sie ausgerechnet zu mir? Wollte er mich noch mehr demütigen? Wir waren doch 25 Jahre lang zusammen.
Ich versteh die Welt nicht mehr.

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18. Januar 2012 um 16:45

Es tut mir leid, was dir geschehen ist
und es ist sicher schwer damit umzugehen.

ich glaube nicht, das dein mann dir böses wollte. eher vermute ich, dass er sich an dich gewandt hat, weil er vertrauen in dich und deine fähigkeiten als ärztin hatte. er hat mehr als 25 jahre mit dir verbracht.

eure beziehung ist kaputt gegangen und das sicher nicht (allein) wegen dem fehlen der kinder. mit so etwas lernt man mit der zeit zu leben, ich bin selbst ungewollt kinderlos, weiss wovon ich rede. sicher wird es andere gründe gegeben haben, die dazu geführt haben das dein mann gegangen ist.

du hast schwer daran zu stemmen, mit dieser geschichte klarzukommen, das liest man zwischen den zeilen. wenn man in unserem alter plötzlich vor den scherben von allem steht an das man geglaubt hat, auf und über das man sich gefreut hat (die gemeinsame zukunft, das bisher erreichte) dann ist das mehr als ein schlag in die magengrube.
es ist nicht leicht den rücken gerade zu machen, sich auf das zu besinnen, was man hat und nach vorne zu schauen.

und trotzdem, ich habe eines gelernt in meinem leben: es geht weiter und gelebt wird nach vorne.

versuche nicht nur das negative zu sehen. du hast zwei menschenleben retten können und so ein kleines kind kann weder etwas für den betrug deine mannes noch für alles andere.

wenn ich könnte würde ich dir ein grosse paket schnüren:
mut für ein neues morgen
kraft durchzuhalten
ein licht am ende deines tunnels.

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18. Januar 2012 um 17:26

Aber er wußte, dass ich in dem Krankenhaus arbeite
und dass ich dann auch ab und zu sie sehen werde, wenngleich nicht unbedingt bei der Geburt. Es ist ja nicht so, dass man nach der Geburt gleich nach Hause geht. Außedem gibt es ja schließlich noch genug andere Krankenhäuser.

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