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Wie kommt man aus der Passivität, Medienrausch heraus?

9. Januar 2016 um 17:30 Letzte Antwort: 9. Januar 2016 um 19:30

Selber verabscheute ich es immer, wenn Menschen zu viel Fernseh konsumierten, zu viel Zeit mit ihrem Handy, im Internet verbrachten.

Ich war stolz darauf anders zu sein. Meine Freizeit aktiv gestaltet zu haben in Form von lesen, malen, einfach in der Natur umherzuschlendern. Aktive, lange Gespräche mit meinen Freunden zu führen.

Medienkonsum empfinde ich als passiv. Ich muss aber sagen, dass ich diesem doch schon für meine Verhältnisse extremst verfallen bin.

Ich trage unter der Woche viel Verantwortung, die mich auch oft ohnmächtig fühlen lässt. Kind, großes Anwesen, Job.

Unter der Woche hält sich der Konsum in Grenzen.

Heute aber z.B. mache ich nichts anderes als zwischen Handy, Internet, Fernsehen zu switchen.

Ich gestehe mir das auch mal sehr gerne ein und werde auch heute nicht mehr viel anderes machen. Aber ok ist das eigentlich schon nicht mehr für mich.

Das ganze geht eigentlich schon so drei Jahre so würde ich mal sagen. Die zeitliche Dauer des Konsums hat sich dabei gesteigert und manchmal schaffe ich dann einfach nicht den Absprung dazu den Haushalt zu machen, wichtige Dinge zu erledigen. Gut, wesentliches erledige ich und ich habe soweit alles wichtige im Griff. Aber ich schaffe es an diesen besagten Tagen manchmal gar nicht irgend etwas aktives zu tun.

Ich komme mir einfach nicht gut dabei vor. Mir ist das Leben für derartige lange Berieselungen zu lang. Natürlich genieße ich das alles auch sehr. Mit Leuten über diese Medien in Kontakt zu sein.... Aber mir ist die zeitliche Dauer einfach zu lange geworden und ich möchte bremsen.

Wie schaffe ich es nun nach und nach die Dauer zu verkürzen?

Auch mit whattsapp habe ich mich schon ertappt ständig in Abrufbereitschaft zu sein, ständig direkt zu antworten. Auf Nachrichten zu warten....

Das habe ich schon für mich ganz gut regulieren könnnen.

Ich gucke, antworte einfach nur noch morgens und am Abend.

Und auch das Gefühl, dass mein Handy ständig griffbereit sein musste konnte ich regulieren.

Aber manchmal kommt es dazu, dass alles wieder einbricht. Dann hänge ich wie drogenabhängig vor diesen Medien und zwar Stunden.

All das gehört sicher schon zur Normalität in vielen Haushalten, aber ich für mich möchte das nicht. Ich möchte wacher, aktiver leben. Das ist für mich die Definition dafür.

Ich kenne Leute, die zokken die ganze Nacht und machen sich da gar keine Gedanken. Handy, immer aufm Tisch, auch wenn man sich nur alle zwei Monate mal n paar Stunden sieht.

Ich für mich möchte es nicht: Wie schafft man es das Level zu minimieren?

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9. Januar 2016 um 18:34

Abhängig von den Medien
Versuche doch mal ohne dein Handy einkaufen zu gehen, manche brauchen das Handy selbst bei einem Kinobesuch, ich versuche mein Handy nicht immer mit mir herum zu tragen und es erreichen mich trotzdem alle. So dringend kann wirklich nichts sein, dass man mal eine Stunde auf einen Rückruf oder Antworten warten kann.
Ich wundere mich oft wie schon Kinder süchtig sind, da liegt das Handy selbst bei den Hausaufgaben immer griffbereit auf dem Tisch. Bei mir schalte ich den Fernseher nicht vor 20 Uhr ein, Kommt eh nur Schrott, Nachrichten anschauen sind ok, aber sonst keine Berieselung den ganzen Abend. ich schaue bewusst nach verpasste Sendungen und schaue dir mir mal an, wenn er mir in die freie Zeit passt.
Natürlich verwendet man heute das Internet, dafür ist es ja da, ob ich ein Rezept suche, eine Reise plane, oder mal im einem Forum lese. Aber feste Zeiten gehören mir real, da bin ich lieber mal zwei Stunden mit dem Hund unterwegs und geniesse die Natur.

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9. Januar 2016 um 19:11

Danke
für dein Mitleid gantomtinee. Ich weiß zwar nicht wofür, aber trotzdem fühle ich mich da sehr geschmeichelt.
Deine Rechtschreibung allerdings bedarf ausgefeilter Entzifferungskünste.

Was soll mit meinem Kind sein? Das ist doch hier gar nicht das Thema. Aber es ist nie da, wenn ich diese passiven Zeiten habe.

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9. Januar 2016 um 19:30

Ne
da bin ich schon gutes Vorbild.
Wobei die Eltern meiner Patentochter auch super Vorbilder waren und sie heute stark konsumiert.
Aber das ist doch ein anderes Thema.

Mit meinem Kind bin ich sehr aktiv.

Deshalb denke ich manchmal auch, dass es ok ist mal so n passiven Tag zu haben. Im Sommer fällt das alles zeitlich sowieso nicht so ins Gewicht.Vielleicht kommt es mir gerade nur so viel vor.

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