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Wie komme ich raus aus diesem Alptraum????? (langer Bericht)

4. Januar 2011 um 12:46

Vorgeschichte(über mich) und (ihn)
Es fing damit als meine eltern verstarben (ich war 13) und ich ins jugendheim musste, da ich sonst keine angehörigen hatte .
Es ging mir in der Zeit sehr sehr schlecht ich musste in eine neue Stadt ziehen und verlor meine Freunde und hatte niemanden mehr .
Ich kam in die 9te Klasse, in eine neue Schule ,wo ich auch keine Freunde fand da ich mich isolierte.
Nach einer Weile ging es wieder bergauf ich hatte bessere Noten und auch Kontakte in der Schule ,aber keiner sollte wissen ,dass ich im Heim wohnte .
Nach dieser schlechten Zeit veränderte sich mein Leben komplett als ich durch eine Klassenkameradin meine Liebe und meinen Lebensmittelpunkt kennenlernte .
Meine Klassenkameradin wollte gerne eine Beziehung mit ihm anfangen, aber als sie mich ihm vorstellte hatte er sich in mich verliebt genauso wie ich mich in ihn.






Er war von November 2004 bis Juni 2009 mein fester Freund .






Er war für mich Familienersatz Partner und bester Freund .
Er integrierte mich in seinen Freundeskreis seine Familie und wir waren jeden Tag zusammen .Er holte mich mit dem Auto von der Schule ab und später durfte er auch bei mir und ich bei ihm übernachten .
Als ich mit 18 aus dem Heim ausziehen musste zogen wir schließlich zusammen und ich brach den Kontakt zum Heim und meinen restlichen Schulfreunden ab.

Ich hatte einen sehr engen Bezug zu seiner familie und war bereits vollständiges Mitglied .Sein Papa half uns beim Ausziehen

Wir lebten zusammen. Ich machte den Haushalt und Schule und er ging arbeiten (zivi) .Wir entwickelten ein sehr enges und intimes Verhältnis zueinander.

Ich hatte probleme in der Schule hatte auch nur sehr wenig Geld( bafög) zu hohe Miete, musste 2 mal das schuljahr wiederholen und brach schließlich ab und ging arbeiten.
Später stritten wir auch öfters ich war sehr eifersüchtig und habe viel falsch gemacht aber wir haben nach längstens einem Tag uns immer wieder vertragen . Wir haben uns sehr geliebt.

Ich hatte auch ein paar neue freundinnen gefunden .

Schließlich zogen wir dann um in die nähe von meinem berufskolleg; wo ich eine schulische ausbildung mit abitur anfing und ein 22 qm Appartment mietete. weil ich kein führerschein und auto habe.
Er fing in seinem jetzigen Beruf an zu arbeiten und verdiente jetzt mehr. Er kümmerte sich um meine Unterlagen ( Anträge,überweisungen, Schriftverkehr);ich putzte machte den Haushalt und die Ausbildung.
Ich bezahlte die Miete und Flatrate, er Nahrungsmittel und sonstiges.
Wir stritten fast gar nicht mehr und waren ziemlich glücklich obwohl wir auf so engem Raum lebten.

Schließlich war es uns dann doch zu eng und wir überlegten umzuziehen da er jetzt genug verdiente um was schönes zu mieten .und ich ja auch noch kindergeld und bafög hatte . ich kündigte die wohnung und wir suchten was Schönes.






Im April 2009 bekam ich urplötzlich eine Psychose . (Wahrscheinlich wegen dem Verlust meiner Eltern)






Ich war verängstig und verstört redete nur noch wirres Zeug hatte Wahnvorstellungen .
Wir fuhren zu seinen Eltern und ich blieb erst mal mit ihm ein paar tage dort ich konnte nicht schlafen, hatte Angst ,aber keiner wusste was mit mir los war .
Als es schlimmer wurde fuhren wir schließlich ins Krankenhaus.
Die überwiesen mich in die Psychatrie .Zu dem Zeitpunkt wussten wir beide nicht dass es eine Psychatrie ist .
Die behielten mich dort und verabreichten mir zuerst Medikamente von denen ich 3 Tage geschlafen habe.

Er war jeden Tag bei mir .




Zuerst wussten die Ärzte nicht was ich habe ,ich verwechselte die Menschen dort mit Leuten aus meiner Vergangenheit ( dem Heim ) und den Menschen meiner Kindheit .

Ich verlor in dieser Zeit alle meine Freunde und Freundinnen und meinen Ausbildungsplatz.

Ausser meinem Freund war keiner für mich da.


Er blieb jeden Tag solange bis die Besuchszeit zu Ende war , begleitete mich als einziger Angehöriger in die Visiten ( Arztgespräche);
kümmerte sich um meine Wäsche brachte mir Zigaretten und andere Sachen die ich brauchte.( 2 monate lang war ich in dieser zeit da.)
ich habe in der zeit 15 kg abgenommen.
Doch ich lebte in meiner eigenen Welt und hatte jeden Bezug zur Realität verloren .

Die Pfleger mussten mich immer an die Hand nehmen wenn ich an die Frische Luft gehen wollte usw.

Ich suchte Geborgenheit bei einem anderem Mitpatienten und machte mit meinem Freund Schluß.

Er kam trotzdem weiterhin jeden Tag zu mir.
und ich liebte ihn nach wie vor genauso. warum ich genau Schluß gemacht habe weiß ich nicht. Ich hatte keinen Grund.ich war ja auch nicht bei Sinnen.Ich habe schlimme Sachen gesagt dass ich ihn nicht sehen will usw

Als er an einem Abend 3 Tage später nachdem ich schluß gemacht hatte, an meinem Krankenbett war fragte ich ihn ob er mich denn in den Arm nehmen würde obwohl wir nicht mehr zusammen sind und er nahm mich in den Arm.


Aufeinmal wollte ich mit einem Mitpatienten in die Schweiz fahren .
Ich verweigerte die Medizin usw.
Später kam er nicht mehr jeden Tag .
Er rufte mich öfters an bevor er kam manchmal ging ich auch einfach nicht dran
.
Währendessen kümmerte er sich um die Ummeldungen den ganzen Umzug und die neue Wohnung um seine Arbeit meine Anträge usw, da wir trotzdem zusammen wohnen wollten als wg auf meinen wunsch.
Seine Familie besuchte mich auch einmal.

Seine mutter nahm immer meine wäsche zum waschen mit.

Im Juli 2009 durfte ich gegen ärtzlichen Rat entlassen werden.(ich wollte UNBEDINGT nach Hause)


Er holte mich ab und fuhr mit mir in die neue Wohnung.

Ich erinner mich noch an den ersten Abend wir hatten nur ein Bett und ich wollte dass er sich seinen Schlafanzug anzieht und er auf seiner Seite liegt und ich auf meiner .
Von da an machte er keine Annäherungsversuche mehr.
Ich kümmerte mich so gut es ging um die wohnung hatte keinen kontakt zu irgendjemanden ausser zu ihm.


Es blieb diese Kälte zwischen uns obwohl ich ihn noch liebte.


Er schlief auf der couch ich im Bett.

Wir umarmten uns nicht gingen nur zusammen einkaufen usw.

Dann traf ich einen Mitpatienten aus der klinik wieder und suchte Schutz, Nähe und Geborgenheit bei ihm .


Wir schliefen zusammen.

Ich kam tagelang nicht wieder und war plötzlich verirrt in einer anderen stadt.


Ich rief aus einer telefonzelle bei unserer Wohnung an.


Dann auf seinem Handy. Er holte mich ab .

Mein gott ich liebe ihn bis heute sogar mehr denn je aber ich kann das alles nicht rückgängig machen.


ich habe vor meinem Exfreund in der küche zu diesem Typen gesagt dass ich ihn und ihn liebe und ihn geküsst obwohl dass gar nicht stimmte.

Ich weiß nicht warum .

Zwei wochen später war er dann fest mit meiner damaligen klassenkameradin zusammen die mich ihm vorgestellt hatte.

Er war abends nicht mehr zuhause schlief nur noch bei ihr.

Nahm sie aber nicht mit zu uns aus rücksicht auf mich.

Ich wusste dass ich ihn liebe und habe ihn angefleht nach dem dritten tag nachdem sie zusammen waren ,dass er mit mir einen Neuanfang macht. Er wollte darüber nachdenken.

Später nach einer Woche sagte er sei zu verletzt es sei zu viel passiert .

als ich ihn fragte ob er sie liebt sagte er ja.

Ich konnte es nicht ertragen bin zusammengebrochen hab unterbrochen geheult, geschrien,

ich habe ihm gesagt ich könne ohne ihn nicht leben und dass ich nur ihn hätte. Er sagte dass er sich ein leben ohne mich
auch nicht vorstellen kann und dass er mit mir befreundet sein will.


Am nächsten Tag ging ich ins badezimmer.

Ich habe einen abschiedsbrief geschrieben, mir versucht mir die pulsadern
aufzuschneiden, und eine hohe überdosis neuroleptika geschluckt.

Er fand mich als er die badezimmertür auftrat bewusstlos und ist mit mir in die notaufnahme gefahren.


Ich war auf der intensivstation 3 tage ungefär in lebensgefahr. Er war bei mir und hielt meine hand.


danach wurde ich wieder in die psychatrische klinik verlegt.



Blieb diesmal 2 monate und er besuchte mich auch immer.


Kurz vor weihnachten kam ich nach hause und er holte mich ab und er feierte weihnachten zusammen mit mir ohne seine freundin in der wohnung wie früher seine eltern gaben ihm für mich geschenke mit.


Er war öfter bei mir

und ich ging danach auf empfehlung noch in eine psychatrische rehaklinik



als ich dann zwischendurch nach hause kam und ihn und seine freundin sah in meinem bett bin ich wieder heulend schreiend weggelaufen.


Danach sagte er mir dass er die wohnung kündigt und sich eine eigentumswohnung kauft und mit ihr zusammenzieht.


er sei jedoch immer für mich da ich sei seine beste freundin .
ich sei wie eine kleine schwester für ihn.




Während ich noch mehr komplett zusammen brach.behielten sie mich sehr lange in der rehaklinik.




er suchte für mich eine wohnung


machte beide umzüge und richtete meine wohnung komplett ein.


später nach dem ich entlassen und eingezogen bin war es die hölle für mich. hab für einen monat seit november den kontakt zu ihm abgebrochen


ich bin nicht mehr aus dem haus gegangen. hab keine überweisungen gemacht hab nichts gegessen nicht viel getrunken wiege nur noch 39 kg die wohnung verwahlost .

habe zu niemanden diesen monat kontakt gehabt bin nicht mehr aus dem bett gestiegen habe diese weihnachten und silvester alleine verbracht


und er kam gestern schließlich vorbei um zu gucken ob ich noch lebe .



Ich bin heulend vor seinen füßen zusammen gebrochen und er hat auch geweint und gesagt es geht so nicht weiter




er weiß auch nicht mehr weiter.
Ich will ihm und mir dass nicht mehr antun ich kann nicht mehr ich weiss nicht weiter

Er ist jetzt seit über einem jahr mit seiner neuen freundin zusammen

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4. Januar 2011 um 12:53

Liebe nele...
du musst das kürzer fassen. wir sind hier nicht in einer therapie und auch keine therapeuten.

hier kommen viele mit ihren anliegen, aber man sollte es echt versuchen ganz kurz zu halten denn sonst verliert man die gedult und vor allem den überblick.

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4. Januar 2011 um 13:02

Hallo
liebe nele, solange du nicht die liebe zu dir selbst erkennst und findest, wirst du weiterhin leiden und deinen freund für dein tun und handeln verantwortlich machen.
du hast eine schlimme zeit hinter dir, ohne frage, aber mitleid wird dir nicht wirklich weiter helfen.
vielleicht hast du auch noch keine geeignete therapie für die gefunden, die du jedoch dringend benötigst.
finde die liebe zu dir und sei für dich selbst verantwortlich, das sollte jeder mensch für sich selbst sein, denn nur so findet er die stärke sein leben zu leben.
dein selbstmitleid wird dich kaputt machen, wenn du erkennst, dass du so nicht weiter kannst, dann weißt du wie du aus diesem schlammassel rauskommst.

ich wünsch dir stärke und mut dein leben selbst in die hand zu nehmen.

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4. Januar 2011 um 13:03


Ich habe den kompletten Text gelesen und ich verstehe eins nicht.

Wieso um alles in der Welt haben sie dich aus der Psychiatrischen Klink schon raus gelassen? Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber meiner Meinung nach bist du doch lange nicht so stabil als dass du ein Leben auf eigenen Beine führen kannst.

Ich würde dir raten dich nochmal in psychotherapeutische Behandlung zu begeben und diese auch bis zum Schluss durchzuziehen, alleine wirst du da nämlich nicht rauskommen.
Und danach würde ich mich nach einem betreutem Wohnheim umsehen, denn du bist noch nicht in der Lage ganz alleine zu wohnen.

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4. Januar 2011 um 14:35

Liebe Nele,
was du geschrieben hast ist für einen psychisch gesunden Menschen unvorstellbar und du hast mein vollstes Mitgefühl, denn auch wenn du zwischenzeitlich keine Kraft mehr hattest kämpfst du doch weiterhin um dein Leben und das ist positiv!

Du hast sehr viel mitgemacht, daher wäre eine Therapie schon viel früher von Nöten gewesen.

Was jetzt passiert ist, ist nicht schön ABER es gehört nunmal zu deinem Leben und ist leider nicht rückgängig zu machen!

Aber JETZT kannst du deine Zukunft neu gestalten!!

Ich bin auch der Meinung, du solltest nochmal in eine Klinik und dir Hilfe suchen um zu versuchen, all das Passierte zu verarbeiten.
Wenn du dann das Gefühl hast, du kommst voran überleg dir, was du gerne tust, was dein Leben lebenswert macht (außer dein Exfreund).
Denke an Dinge, die dich zum Lachen bringen, Dinge die du gern tust, Dinge die du schön findest!

Vergiss nicht: Du bist ein ganz wertvoller Mensch und hast - sofern du jetzt deine Probleme anpackst - eine tolle Zukunft vor dir!
Nur du allein kannst bestimmen, welchen Weg dein Leben gehen soll.

Schau, dass du wieder auf die Beine kommst!
Geh wieder raus, geh einkaufen, lerne Leute kennen (sei es nur Smalltalk im Supermarkt), lächle andere Menschen an, mach dir Zukunftspläne usw.!

Du wirst sehen, wenn du erstmal deinen Weg gegangen bist und sicher weißt, was du willst wird sich alles von allein ergeben!!

Und auch wenn ich dir jetzt nicht unnötig Hoffnungen machen will kann es theoretisch trotzdem sein, dass dein Exfreund zu dir zurück kommt, sobald er sieht, dass du wieder gesund und lebensfroh bist!

Und selbst wenn nicht ER wieder in dein Leben tritt tut es ein anderer toller Mann, mit welchem du dann ganz von vorn beginnen und ein schönes Leben führen kannst, ohne Angst haben zu müssen!

Denk nun in erster Linie an dich - lass dir helfen und geh deinen Weg!
Ich wünsche dir das Allerbeste und ganz viel Kraft gerade jetzt fürs Jahr 2011!!

Lg

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