Forum / Liebe & Beziehung

Wie komme ich darüber hinweg? Und war es egoistisch von mir?

20. Februar um 23:02 Letzte Antwort: 21. Februar um 15:59

Also es gab da jemanden, mit dem ich insgesamt über 4 Monate geschrieben habe und wir haben uns auch getroffen usw.
Zu Beginn lief auch alles gut und wir hatten echt eine gute Zeit miteinander und es haben sich auch Gefühle entwickelt.

Nach ca. 2 Monaten ging es dann bergab und wir haben uns "gestritten" bzw. er hat mich versetzt, weil es ihm schlecht ging und er hat sich nicht mehr gemeldet. Ich habe mir natürlich Sorgen gemacht und ihn gefragt, ob alles gut sei. Als er mir dann erzählte, dass er einfach nur down gewesen sei, war ich sauer, weil er nicht einmal abgesagt hat und wir haben die Sache wirklich lange ausdiskutiert. Ich habe mich dann entschlossen ihm eine zweite Chance zu geben, aber es war irgendwie anders. Ich habe bemerkt, dass es nicht mehr passt. Vor 2 Tagen habe ich es dann nach längerem hin und her endgültig beendet.

Mein Problem ist, dass ich mich schuldig fühle. Ich bereue meine Entscheidung nicht, aber ich habe Angst ihn damit in ein tiefes Loch oder so gestürzt zu haben. So absurd es auch klingen mag. Ich brauche einfach eine Meinung von jemanden, der unvoreingenommenen ist.

Und vor allem Frage ich mich, wie ich damit umgehen soll. Ich wusste zwar zu Beginn, dass er mit Depressionen zu kämpfen hatte, aber es kam mir so vor als würde er nur auf einer Stelle stehen und in seinem Selbstmitleid versinken. Ich sage gar nicht, dass es für ihn einfach ist oder sonst was. Ich habe jedoch auch meine Erfahrungen mit Depressionen usw. und ich habe bemerkt, dass er mich in gewisser Weise angefangen hat mit runter zu ziehen. Ist es also so schlimm, das ich mir das nicht antun konnte und wollte?

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21. Februar um 14:11

Hallo,

da es bei euch "nur" um vier Monate geht und nicht um vier Jahre, da eure Beziehung (wenn überhaupt) noch ganz am Anfang stand und kein gemeinsamer Alltag, gemeinsames Umfeld, gemeinsame Lebensplanung, gemeinsames Eigentum usw. im Spiel sind - ist es m.E. nicht nur völlig in Ordnung, sondern auch das einzig Sinnvolle, dass du die Reißleine gezogen hast, als du gemerkt hast, dass du mit seiner Krankheit nicht klarkommst.
Ihr wart grad mal in der Kennenlernphase, und der Sinn der Kennenlernphase ist ja eben, dass man sich nicht blind an jemanden bindet, sondern erstmal guckt, ob es überhaupt passt. Und wenns nicht passt, dann sollte man das Ganze abbrechen, noch bevor tiefere und weitreichendere Bindungen entstehen, die ne Trennung noch schmerzhafter machen würden. Egal ob es um sowas Ernstes wie Depressionen geht oder nur darum, dass dir seine Socken zu bunt sind.

Was die Depressionen angeht: Du bist nicht für sein Leben oder für seine seelische Gesundheit verantwortlich. Das gilt auch nach zehn Jahren noch, und nach vier Monaten erst recht. Klar kann es sein, dass die Trennung ihn in ein Loch stürzt, aber mit Verletzungen und Zurückweisungen muss man nun mal leben (können), wenn man Beziehungen eingeht. Deine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie seine, d.h. auch wenn er krank ist, kann er da keine Sonderbehandlung erwarten.
Und aus der Depression rausholen kannst du ihn sowieso nicht - erstens bist du dafür nicht ausgebildet, zweitens hängst du mit den erwähnten eigenen Bedürfnissen mit in der Sache drin. Das heißt, wenn du bei ihm bleibst und er sich nicht helfen lässt und bloß weiterhin in Selbstmitleid versinkt, dann ist nur ein Effekt normal und zu erwarten, nämlich dass er dich (wie du selber schilderst) mit runterzieht. Und damit ist ja keinem geholfen.

lg
cefeu
 

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21. Februar um 15:59
In Antwort auf

Also es gab da jemanden, mit dem ich insgesamt über 4 Monate geschrieben habe und wir haben uns auch getroffen usw.
Zu Beginn lief auch alles gut und wir hatten echt eine gute Zeit miteinander und es haben sich auch Gefühle entwickelt.

Nach ca. 2 Monaten ging es dann bergab und wir haben uns "gestritten" bzw. er hat mich versetzt, weil es ihm schlecht ging und er hat sich nicht mehr gemeldet. Ich habe mir natürlich Sorgen gemacht und ihn gefragt, ob alles gut sei. Als er mir dann erzählte, dass er einfach nur down gewesen sei, war ich sauer, weil er nicht einmal abgesagt hat und wir haben die Sache wirklich lange ausdiskutiert. Ich habe mich dann entschlossen ihm eine zweite Chance zu geben, aber es war irgendwie anders. Ich habe bemerkt, dass es nicht mehr passt. Vor 2 Tagen habe ich es dann nach längerem hin und her endgültig beendet.

Mein Problem ist, dass ich mich schuldig fühle. Ich bereue meine Entscheidung nicht, aber ich habe Angst ihn damit in ein tiefes Loch oder so gestürzt zu haben. So absurd es auch klingen mag. Ich brauche einfach eine Meinung von jemanden, der unvoreingenommenen ist.

Und vor allem Frage ich mich, wie ich damit umgehen soll. Ich wusste zwar zu Beginn, dass er mit Depressionen zu kämpfen hatte, aber es kam mir so vor als würde er nur auf einer Stelle stehen und in seinem Selbstmitleid versinken. Ich sage gar nicht, dass es für ihn einfach ist oder sonst was. Ich habe jedoch auch meine Erfahrungen mit Depressionen usw. und ich habe bemerkt, dass er mich in gewisser Weise angefangen hat mit runter zu ziehen. Ist es also so schlimm, das ich mir das nicht antun konnte und wollte?

Ich kann dir absolut nur raten zuerst deine Schuldgefühle aufzulösen. Solange du das nicht gemacht hast, wirst du keine vernnüftige Entscheidung für dich treffen können, hinter der du auch stehen kannst. Master-EFT ist nach meinen Erfahrungen die stärkste Technik, die das in wenigen Minuten hinkriegt. Ich selbst konnte so mein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Mutter auflösen und Frieden schaffen! https://www.youtube.com/watch?v=UuLLjXHNuVU&t=240s

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