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Wie komme ich aus dem tiefen Loch wieder raus??

22. Juni 2009 um 21:22

heute habe ich endlich den Versuch gestartet ein Forum mit betrogenen Frauen zu finden.Ich muss einfach meine Gedanken loswerden,meinen Freunden mag ich mich fast schon nicht mehr zumuten,obwohl alle sagen,dass sie für mich da sind...Bin seit 34 Jahren verheiratet,bis vor einem Jahr glücklich.Wir haben vier erwachsene Kinder,alle haben gute Arbeit und unser Enkel macht uns viel Freude.Vor einem reichlichen Jahr eröffnete mir mein Mann,dass er eine andere Frau hat und sich von mir trennen wird.Das irre dabei ist,dass er behauptet mich zu lieben und mir sagt,ich werde immer die Nr.1in seinem Leben bleiben.Dies sagt er auch unseren Kindern.Scheidung kommt für ihn wohl auch nicht in Frage,ich soll mal gut versorgt sein.Die andere Frau ist auch in unserem Alter,also nicht jung.Nach einem völligen Absturz habe ich voriges Jahr 4 Monate in der Klinik zugebracht,auch dort bekam ich SMS von meinem Mann(einfach mal liebe Grüsse an Dich etc.)Als ich dann eine Weile zurück warhat er mir gestanden,dass er dort nicht zuhause ist und uns alle ,besonders mich,sehr vermisst.Er hat sich wieder bei mir angemeldet,mir aber kürzlich gestanden,dass er die andere auch noch gern hat...jetzt hat er sich einen Termin beim Psychologen geholt,um Hilfe zu bekommn.Das Problem ist,dass mein Mann einen festen Arbeitsvertrag in Frankfurt /M.hat und somit nicht immer bei mir ist.Ich liebe ihn über alles und leide wie ein Hund(die neue wohnt nah dran und ich 600 km weit weg...Ich kann und will 36 schöne Jahre nicht wegwerfen.Es wäre lieb,wenn ihr mir einfach etwas Mut spenden könntet.Ganz liebe Grüsse von Ingrid

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22. Juni 2009 um 22:18

Liebe Ingrid...
ich kann Dich sehr gut verstehen, ich weiß in was für einem loch du jetzt bist... ich kann dir nur einen rat geben...
versuche DEIN Leben zu geniessen, geh aus, triff dich mit freunden, lenk dich ab.. manchmal muß man einen menschen in liebe gehen lassen, damit er aufwacht.. mach dich rar und gib ihm nicht das gefühl dass du nur auf IHN wartest und nur für IHN da bist.
LEBE DEIN LEBEN und versuche es zu geniessen. Du wirst den nötigen abstand finden.

fühl dich mal ganz doll gedrückt von mir und ich wünsche dir von herzen viel kraft..

glg

nana

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23. Juni 2009 um 1:24

@sylli56
was soll ich sagen,ich bin nicht so lange verheiratet und meiner hat mich nicht informiert aber letzlich sitzen wir im gleich boot!!

vielleicht wollte dein mann mal ausbrechen und sehen wie es mit jemandem anderen ist.kann ja sein und ich hoffe es ist so.
ich wollte immer mit meinem auf der bank vorm haus sitzen und unseren enkeln zuschauen aber es kam anderst.es hat so weh getan aber ich hab es trotzdem gepackt.ich weiss der schmerz ist unermesslich es ist die hölle aber vielleicht ist es für euch auch ne chanche neu anzufangen!!

drück euch die daumen


e.

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24. Juni 2009 um 15:15

Umzug?
hallo,

wie du da wieder raus kommst ist eine gute Frage und ich bin glaub ich im moment absolut nicht die richtige die das beantworten kann, aber ein gedanke kam mir als ich das gelesen habe, wie wäre es denn wenn du auch nach frankfurt ziehst damit bist du bei ihm.

LG
bayerische Hexe

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24. Juni 2009 um 17:41

Diese Frage stelle ich mich auch.
Hallo,

mir geht es genau so wie dir. Bin seit heute auch in diesem Forum, weil ich
mit meinen Problemen nicht alleine klar komme. Seit 20 Jahren bin ich mit
meinem Mann zusammen und letzte Woche habe ich erfahren dass er sich in
eine andere verliebt hat. Ich habe eine E-Mail gelessen, wo er ihr seine Liebe
gesteht. Es ist so verletzend, dass ich es gar nicht beschreiben kann. Ich habe
immer geglaubt, dass wir eine glückliche Ehe führen, aber dem ist anscheinend nicht so. Wir haben auch noch dazu zwei Kinder im alter
von 11 und 8 Jahren. Er hat alles kaput gemacht. Wie soll ich bloß
damit fertig werden? Wie soll es nur weiter gehen?

Grüße
klara2406

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25. Juni 2009 um 10:06

Und wieder eine
Hallo,

ich muss jetzt mal was loswerden. Ich bin schon länger in diesem Forum unterwegs und es ist einfach wahnsinn wie vielen Frauen es so ergeht wie dir. Immer spricht man bei Männern vom starken Geschlecht - da lach ich ja. Wenn man sich mal so anschaut was wir Frauen alles durchmachen müssen und auch die Kraft aufbringen um es zu überstehen kann ich nur sagen: Wir sind das stärkere Geschlecht!
Ich weiß wie du dich fühlst und es tut mir so wahnsinnig leid, dass du nach so langer Zeit doch noch diese Erfahrung machen musst! Ich bin seit 16 Jahren mit meinem Mann zusammen und kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Wie soll dass erst bei dir gehen.

Ich wünsche dir auch von Herzen alles Gute und alle Kraft der Welt!

LG Rita

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25. Juni 2009 um 23:10

Wirklich
sehr guter Beitrag, conny........ bin zwar noch ein wenig jünger, aber das würde ich genauso unterschreiben...
schön dass Du für DICH das BESTE draus gemacht hast!

LG

nana

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20. Juli 2009 um 11:51
In Antwort auf elise_12520012

Und wieder eine
Hallo,

ich muss jetzt mal was loswerden. Ich bin schon länger in diesem Forum unterwegs und es ist einfach wahnsinn wie vielen Frauen es so ergeht wie dir. Immer spricht man bei Männern vom starken Geschlecht - da lach ich ja. Wenn man sich mal so anschaut was wir Frauen alles durchmachen müssen und auch die Kraft aufbringen um es zu überstehen kann ich nur sagen: Wir sind das stärkere Geschlecht!
Ich weiß wie du dich fühlst und es tut mir so wahnsinnig leid, dass du nach so langer Zeit doch noch diese Erfahrung machen musst! Ich bin seit 16 Jahren mit meinem Mann zusammen und kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Wie soll dass erst bei dir gehen.

Ich wünsche dir auch von Herzen alles Gute und alle Kraft der Welt!

LG Rita

Hi, leider etwas länger geworden..
nein, das starke Geschlecht sind sie wirklich nicht, dann würden sie sich fairer benehmen und etwas früher darüber nachdenkenj, was sie gerade im Begriff sind, zu tun.

Bei uns war das nach 29 Jahren so, als ich zufällig dahinterkam, das mein Mann eine Affaire hatte. Da war sie schon beendet und es war nur noch Feundschaft zwischen den beiden ( er hatte sich im Gegensatz zu ihr etwas mehr in sie verguckt und sie hat ihm von dem Moment an, als sie es merkte, schlicht gesagt, für sie ist es nur eine gute Freundschaft-nicht mehr, er soll das mit seiner Frau klären). Sie hatte bis dahin keine Ahnung davon, daß mein Mann mir nichts von den Telefonaten, SMS und den Treffen gesagt hatte. Ihr gegenüber hatte er immer behauptet, ich hätte nichts dagegen, wenn sie telefonierten usw..
Ich war total am Ende, weil ich das meinem Mann nie zugetraut habe (ja, ich weiß.......).
Habe aber versucht, alles in Ruhe mit ihm zu klären. 'Es hat gedauert, bis mein Mann begriffen hat, daß auch eine weitere Freundschaft ein absolutes no go für unsere Ehe ist.
Ich habe damals einiges verloren, was mir viel bedeutet hat. Eine gut bezahlte Arbeit, weil ich so krank wurde, daß ich nicht mehr arbeiten konnte, meinen Glauben an die vergangenen 29 Jahre, mein blindes Vertrauen usw. Ich habe damals auch hier in diesem Forum darüber geschrieben. Ist schon gut 1 Jahr her. Denke, es war so um den Mai 2008 herum. will das jetzt auch nicht alles im Detail noch einmal schildern. Mein Mann hatte damals, als die Affaire noch lief, für sich schon festgestellt, daß er sich wieder neu in mich verliebt hatte. Ich hatte durch diese Arbeit wieder mehr Zeit zum reden, mehr Zeit für Unternehmungen. Er hatte auch gedacht, es kommt nicht mehr raus, was er sich da alles so geleistet hat, aber falsch gedacht. Ja, mit einem guten Psychologen und dem Besuch der Eheberatung, mit dem auch mein Mann sofort einverstanden war, haben wir es geschafft.
Wir haben viel aufgearbeitet, auch viele Mißverständnisse, die meinen Mann glauben ließen, ich würde ihn nicht mehr lieben und wir hätten uns auseinanderglebt.
Wir haben uns beide bemüht, auch wenn mein Mann sich damit am Anfang etwas schwer getan hat, über seine Gefühle zu reden. Es wurde immer besser. Heute kann ich sagen, es hat sich gelohnt.
Wir haben ein neues Gefühl füreinander, irgendwie ein schöneres, unsere Ehe hat einen Level, der besser ist, als vorher. Es lohnt sich, miteinander zu reden und das haben wir viel getan und machen es auch noch heute. Mein Mann schämt sich heute für sein Verhalten und es ist ihm nur noch peinlich.

Ich denke, es ist auch keine Frage der Schuld, wenn jemand ausbricht. Zu einer Ehe gehören immer zwei und es kann einfach nicht mehr alles stimmen, wenn sowas passiert. Da hat dann jeder einen Grund zum Nachdenken. Auch ich mußte mir viele Gedanken machen.
Heute weiß ich, daß meinem Mann durch meine Arbeit davor meine Nähe gefehlt hat. Kaum Zeit zum reden, kaum Zeit für Unternehmungen usw. Meine Arbeit hat mich total geschafft und ich wurde davon auch noch depressiv, was wir beide nicht bemerkt haben.
Mein Mann macht sich heute auch Vorwürfe, nicht näher nachgefragt oder hingesehen zu haben, was mich so dermaßen verändert hat und statt dessen den einfacheren Weg genommen zu haben, zu einer Frau, die eben Zeit hatte für Gespräche und für ihn.
Ich habe ihm die Chance gegeben, mir zu zegen, wieviel ich ihm wert bin. Auch wenn ich mehr um unsere Ehe gekämpft habe, als er es eigentlich hätte tun müssen.
Ich war so tief verletzt, tiefer geht nichts mehr. Aber ich schmeiße keine 29 Jahre Ehe weg. wir haben neu angefangen und es läuft wirklich gut. Mein Mann hat viel dazugelernt und ich auch.
Ich kann nur jedem empfehlen, redet gemeinsam über alles, holt Euch Hilfe, es lohnt sich.

Was ich allerdings auch heute noch immer nicht wirklich verstehe, ist das, das es Frauen gibt, die nicht nachdenken bei dem, was sie tun. Erst als mein Mann mit meinem Wissen einen letzten Anruf bei dieser Frau gemacht hat und ihr erklärt hat, daß es keine weiteren Telefonate, SMS oder Treffen mehr geben wird, weil ich das jetzt weiß und nervlich am Ende bin und er weiß, das er mich immer noch und wieder erneut liebt, hat sie gesagt, daß sie wohl ganz schönen Mist verzapft haben.
Ja, so ist das mit den Männern. Wir lieben sie und opfern uns auf, damit alles schön ist und sie sind bei der kleinsten Gelegenheit feige und wählen den einfacheren Weg.
Bis jetzt gab es auch keinen weiteren Kontakt zwischen den beiden und mein Mann möchte es auch absolut nicht mehr. Er hat, wie schon gesagt, für sich eingesehen, und das hat er wirklich, daß es ganz mies war, was er da hinter meinem Rücken abgezogen hat und auch, daß er mir nicht gleich alle meine Fragen klar beantwortet hat. Heute können wir normal darüber reden, es ist nun mal passiert und es gehört zu unserem Leben und unserer Ehe dazu. Warum sollen wir das wegschminken?
Wichtig ist nur, was wir daraus gelernt haben. Auch wenn es bei mir manchmal noch immer Tage gibt, an denen es schmerzvoll hochkommt. Mein Mann versteht es, daß ich es verzeihen kann, aber es ein Vergessen nicht geben wird. Er ist sehr einfühlsam geworden und merkt, wenn es Momente gibt, die mich unangenehm daran erinnern. Er immt dann meine Hände, drückt mich und versichert mir dann immer wieder aufs Neue, es wird nie mehr passieren. Auch das Vertrauen braucht seine Zeit. Wenn es auch schon mehr geworden ist, es sind noch immer keine 100 %. Auch das weiß er.
Ich habe mich auch verändert., ich habe 30 kg abgenommen habe mich sorgfältiger gekleidet, mache Sport und bin ihm gegenüber auch aufmerksamer geworden. Das erste gibt mir selbst ein Gefühl von mehr Selbstbewußtsein und das zweite stärkt unseren Zusammenhalt.
Wir haben neue Eheringe, weil die alten mir nichts mehr bedeutet haben. Das Gefühl war und bleibt kaputt.
Wir sind umgezogen, weil ich es in der alten Wohnug nicht mehr ausgehalten habe. Es gab zuviel, was mich an diese Geschichte erinnert hätte. Ein Auto wurde verkauft, weil ich es nicht mehr fahren konnte - sie hat darin gesessen. Ein Gefühl, welches mich nie mehr losgelassen hätte und dazu geführt hat (da ich dieses Auto fast nur alleine gefahren habe), daß ich nicht mehr ohne Risiko zur Arbeit hätte fahren können. Letztendlich hat mich das meinen gut bezahlten Job gekostet.
ich habe mir dann eine Auszeit genommen, um zu überlegen, was ich jetzt eigentlich wirklich will und was mir wichtig ist. Ich habe es in diesem zurückliegenden Jahr herausgefunden und mein Mann unterstützt mich, auch wenn wir im Moment finanziell schlechter gestellt sind, aber unserer Ehe und uns tut das unheimlich gut.
Das hätte ich schon viel eher machen sollen. Naja, leichter gesagt, als getan.

Es soll Euch auch nur ein bischen anregen, etwas über Eure Beziehungen nachzudenken und wenn ihr meint, es ist noch nichts verloren, dann kämpft. Nicht gleich alles über Bord schmeißen, das könnt ihr dann immer noch, wenn alles andere nicht funktioniert hat. Mein Mann weiß auch, daß ich ein zweites Mal nicht mehr reden und verzeihen werde. Dann bin ich definitiv weg.
Er war schon geschockt genug, als er merkte, daß ich damals vor lauter Verzweiflung nachts mit dem Auto los bin und mir egal war, wo ich lande. Von dem Moment an hat er begriffen, wie sehr er mich verletzt haben muß.
ich kann auch nur an alle Frauen appellieren, laßt Euch mit keinem verheirateten Mann ein. Es kommt zum Einen sowieso alles heraus und zum anderen ist die Bindung zwischen den Ehepartnern meistens die Stärkere. Ganz zu schweigen davon, wieviel Leid und Schmerzen der andere Partner durchstehen muß. Diese Frauen haben für meine Begriffe keinen Verstand, auch wenn sie, wie in unserem Fall, davon Abstand genommen haben. Sie hat trotzdem den Treffen zugestimmt, dem gemeinsamen Segeln mit meinem Mann zugestimmt usw. Das macht man einfach nicht, wenn der Mann verheiratet ist. Da sollte man seinen Grips mal eher einschalten. Das ändert auch meine Meinung über diese Frau nicht. Für mich ist und bleibt sie gewissenlos. Sie hat auch nicht die Entbehrungen hinnehmen müssen, für diese Frauen läuft der Alltag weiter wie bisher. Was sie angerichtet haben, werden sie nie wirklich erfahren und das ist auch ein Punkt, der mir sehr weh tut. Aber damit werde ich auch noch fertig.

Liebe Grüße an alle, die mit diesem Problem noch zu kämpfen haben und ich drücke Euch echt die Daumen, daß ihr das hinbekommt.

lohba


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20. Juli 2009 um 12:41
In Antwort auf sadb_12656349

Hi, leider etwas länger geworden..
nein, das starke Geschlecht sind sie wirklich nicht, dann würden sie sich fairer benehmen und etwas früher darüber nachdenkenj, was sie gerade im Begriff sind, zu tun.

Bei uns war das nach 29 Jahren so, als ich zufällig dahinterkam, das mein Mann eine Affaire hatte. Da war sie schon beendet und es war nur noch Feundschaft zwischen den beiden ( er hatte sich im Gegensatz zu ihr etwas mehr in sie verguckt und sie hat ihm von dem Moment an, als sie es merkte, schlicht gesagt, für sie ist es nur eine gute Freundschaft-nicht mehr, er soll das mit seiner Frau klären). Sie hatte bis dahin keine Ahnung davon, daß mein Mann mir nichts von den Telefonaten, SMS und den Treffen gesagt hatte. Ihr gegenüber hatte er immer behauptet, ich hätte nichts dagegen, wenn sie telefonierten usw..
Ich war total am Ende, weil ich das meinem Mann nie zugetraut habe (ja, ich weiß.......).
Habe aber versucht, alles in Ruhe mit ihm zu klären. 'Es hat gedauert, bis mein Mann begriffen hat, daß auch eine weitere Freundschaft ein absolutes no go für unsere Ehe ist.
Ich habe damals einiges verloren, was mir viel bedeutet hat. Eine gut bezahlte Arbeit, weil ich so krank wurde, daß ich nicht mehr arbeiten konnte, meinen Glauben an die vergangenen 29 Jahre, mein blindes Vertrauen usw. Ich habe damals auch hier in diesem Forum darüber geschrieben. Ist schon gut 1 Jahr her. Denke, es war so um den Mai 2008 herum. will das jetzt auch nicht alles im Detail noch einmal schildern. Mein Mann hatte damals, als die Affaire noch lief, für sich schon festgestellt, daß er sich wieder neu in mich verliebt hatte. Ich hatte durch diese Arbeit wieder mehr Zeit zum reden, mehr Zeit für Unternehmungen. Er hatte auch gedacht, es kommt nicht mehr raus, was er sich da alles so geleistet hat, aber falsch gedacht. Ja, mit einem guten Psychologen und dem Besuch der Eheberatung, mit dem auch mein Mann sofort einverstanden war, haben wir es geschafft.
Wir haben viel aufgearbeitet, auch viele Mißverständnisse, die meinen Mann glauben ließen, ich würde ihn nicht mehr lieben und wir hätten uns auseinanderglebt.
Wir haben uns beide bemüht, auch wenn mein Mann sich damit am Anfang etwas schwer getan hat, über seine Gefühle zu reden. Es wurde immer besser. Heute kann ich sagen, es hat sich gelohnt.
Wir haben ein neues Gefühl füreinander, irgendwie ein schöneres, unsere Ehe hat einen Level, der besser ist, als vorher. Es lohnt sich, miteinander zu reden und das haben wir viel getan und machen es auch noch heute. Mein Mann schämt sich heute für sein Verhalten und es ist ihm nur noch peinlich.

Ich denke, es ist auch keine Frage der Schuld, wenn jemand ausbricht. Zu einer Ehe gehören immer zwei und es kann einfach nicht mehr alles stimmen, wenn sowas passiert. Da hat dann jeder einen Grund zum Nachdenken. Auch ich mußte mir viele Gedanken machen.
Heute weiß ich, daß meinem Mann durch meine Arbeit davor meine Nähe gefehlt hat. Kaum Zeit zum reden, kaum Zeit für Unternehmungen usw. Meine Arbeit hat mich total geschafft und ich wurde davon auch noch depressiv, was wir beide nicht bemerkt haben.
Mein Mann macht sich heute auch Vorwürfe, nicht näher nachgefragt oder hingesehen zu haben, was mich so dermaßen verändert hat und statt dessen den einfacheren Weg genommen zu haben, zu einer Frau, die eben Zeit hatte für Gespräche und für ihn.
Ich habe ihm die Chance gegeben, mir zu zegen, wieviel ich ihm wert bin. Auch wenn ich mehr um unsere Ehe gekämpft habe, als er es eigentlich hätte tun müssen.
Ich war so tief verletzt, tiefer geht nichts mehr. Aber ich schmeiße keine 29 Jahre Ehe weg. wir haben neu angefangen und es läuft wirklich gut. Mein Mann hat viel dazugelernt und ich auch.
Ich kann nur jedem empfehlen, redet gemeinsam über alles, holt Euch Hilfe, es lohnt sich.

Was ich allerdings auch heute noch immer nicht wirklich verstehe, ist das, das es Frauen gibt, die nicht nachdenken bei dem, was sie tun. Erst als mein Mann mit meinem Wissen einen letzten Anruf bei dieser Frau gemacht hat und ihr erklärt hat, daß es keine weiteren Telefonate, SMS oder Treffen mehr geben wird, weil ich das jetzt weiß und nervlich am Ende bin und er weiß, das er mich immer noch und wieder erneut liebt, hat sie gesagt, daß sie wohl ganz schönen Mist verzapft haben.
Ja, so ist das mit den Männern. Wir lieben sie und opfern uns auf, damit alles schön ist und sie sind bei der kleinsten Gelegenheit feige und wählen den einfacheren Weg.
Bis jetzt gab es auch keinen weiteren Kontakt zwischen den beiden und mein Mann möchte es auch absolut nicht mehr. Er hat, wie schon gesagt, für sich eingesehen, und das hat er wirklich, daß es ganz mies war, was er da hinter meinem Rücken abgezogen hat und auch, daß er mir nicht gleich alle meine Fragen klar beantwortet hat. Heute können wir normal darüber reden, es ist nun mal passiert und es gehört zu unserem Leben und unserer Ehe dazu. Warum sollen wir das wegschminken?
Wichtig ist nur, was wir daraus gelernt haben. Auch wenn es bei mir manchmal noch immer Tage gibt, an denen es schmerzvoll hochkommt. Mein Mann versteht es, daß ich es verzeihen kann, aber es ein Vergessen nicht geben wird. Er ist sehr einfühlsam geworden und merkt, wenn es Momente gibt, die mich unangenehm daran erinnern. Er immt dann meine Hände, drückt mich und versichert mir dann immer wieder aufs Neue, es wird nie mehr passieren. Auch das Vertrauen braucht seine Zeit. Wenn es auch schon mehr geworden ist, es sind noch immer keine 100 %. Auch das weiß er.
Ich habe mich auch verändert., ich habe 30 kg abgenommen habe mich sorgfältiger gekleidet, mache Sport und bin ihm gegenüber auch aufmerksamer geworden. Das erste gibt mir selbst ein Gefühl von mehr Selbstbewußtsein und das zweite stärkt unseren Zusammenhalt.
Wir haben neue Eheringe, weil die alten mir nichts mehr bedeutet haben. Das Gefühl war und bleibt kaputt.
Wir sind umgezogen, weil ich es in der alten Wohnug nicht mehr ausgehalten habe. Es gab zuviel, was mich an diese Geschichte erinnert hätte. Ein Auto wurde verkauft, weil ich es nicht mehr fahren konnte - sie hat darin gesessen. Ein Gefühl, welches mich nie mehr losgelassen hätte und dazu geführt hat (da ich dieses Auto fast nur alleine gefahren habe), daß ich nicht mehr ohne Risiko zur Arbeit hätte fahren können. Letztendlich hat mich das meinen gut bezahlten Job gekostet.
ich habe mir dann eine Auszeit genommen, um zu überlegen, was ich jetzt eigentlich wirklich will und was mir wichtig ist. Ich habe es in diesem zurückliegenden Jahr herausgefunden und mein Mann unterstützt mich, auch wenn wir im Moment finanziell schlechter gestellt sind, aber unserer Ehe und uns tut das unheimlich gut.
Das hätte ich schon viel eher machen sollen. Naja, leichter gesagt, als getan.

Es soll Euch auch nur ein bischen anregen, etwas über Eure Beziehungen nachzudenken und wenn ihr meint, es ist noch nichts verloren, dann kämpft. Nicht gleich alles über Bord schmeißen, das könnt ihr dann immer noch, wenn alles andere nicht funktioniert hat. Mein Mann weiß auch, daß ich ein zweites Mal nicht mehr reden und verzeihen werde. Dann bin ich definitiv weg.
Er war schon geschockt genug, als er merkte, daß ich damals vor lauter Verzweiflung nachts mit dem Auto los bin und mir egal war, wo ich lande. Von dem Moment an hat er begriffen, wie sehr er mich verletzt haben muß.
ich kann auch nur an alle Frauen appellieren, laßt Euch mit keinem verheirateten Mann ein. Es kommt zum Einen sowieso alles heraus und zum anderen ist die Bindung zwischen den Ehepartnern meistens die Stärkere. Ganz zu schweigen davon, wieviel Leid und Schmerzen der andere Partner durchstehen muß. Diese Frauen haben für meine Begriffe keinen Verstand, auch wenn sie, wie in unserem Fall, davon Abstand genommen haben. Sie hat trotzdem den Treffen zugestimmt, dem gemeinsamen Segeln mit meinem Mann zugestimmt usw. Das macht man einfach nicht, wenn der Mann verheiratet ist. Da sollte man seinen Grips mal eher einschalten. Das ändert auch meine Meinung über diese Frau nicht. Für mich ist und bleibt sie gewissenlos. Sie hat auch nicht die Entbehrungen hinnehmen müssen, für diese Frauen läuft der Alltag weiter wie bisher. Was sie angerichtet haben, werden sie nie wirklich erfahren und das ist auch ein Punkt, der mir sehr weh tut. Aber damit werde ich auch noch fertig.

Liebe Grüße an alle, die mit diesem Problem noch zu kämpfen haben und ich drücke Euch echt die Daumen, daß ihr das hinbekommt.

lohba



"ich kann auch nur an alle Frauen appellieren, laßt Euch mit keinem verheirateten Mann ein. Es kommt zum Einen sowieso alles heraus und zum anderen ist die Bindung zwischen den Ehepartnern meistens die Stärkere"

Nein, ist sie eben meistens nicht! In Deinem Fall vielleicht, aber guck Dich um... Das hat auch nichts mit "Grips einschalten" zu tun. Wäre eure Ehe wirklich glücklich gewesen, wäre das erst gar nicht passiert. Und eine Ehe passiert zwischen zwei Ehepartnern. Das heißt, Du hast genau so viel Schuld daran, wie er. Damit meine ich jetzt aber nicht Schuld, daß er dich betrogen hat!! Nur Schuld daran, daß es soweit kommen konnte!

Ich habe und hatte immer Verstand - trotzdem haben wir uns ineinander verliebt. Das passiert.

Jenny

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