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Wie kann man Vertrauen? Hilfe...!

11. September um 12:38 Letzte Antwort: 11. September um 18:11

Hallo  



Ich bin jetzt 2 Jahre in einer glücklichen Beziehung mit einem Mann den ich über alles liebe. ( Ich 24, er 26 )

Ich habe aber durch meine Erlebnisse in meiner Vergangenheit sehr starke Vertrauensprobleme entwickelt.

Mein Urvertrauen wurde schon in meinen ersten drei Lebensjahren missbraucht.
Mein Ex Partner hat alles dazu beigetragen was ein Mann nur machen kann um mein Vertrauen noch mehr zerstören. 

Das macht sich jetzt stark in meiner Beziehung bemerkbar. Ich weiß er liebt mich und er würde mein Vertrauen niemals verletzen wollen.

Aber ich kann einfach nicht los lassen, ihn gehen lassen und Vertrauen. Ich drehe innerlich total durch.

Ich möchte ihn nicht mein Leben lang kontrollieren oder irgendwelche Freiheiten nehmen nur damit ich mir sicher bin das er mir nicht fremdgeht, mich sitzen lässt oder sonstiges.

Ich rede auch offen mit ihm über meine Vertrauensprobleme und er schrenkt sich selber ganz schön ein, aber das ist doch auch nicht das wahre... gleichzeitig könnte ich es nicht aushalten, wenn er raus geht zum feiern zum Beispiel. 

Also ich "sperre" ihn nicht ein und lasse ihn gehen wenn er möchte, aber er weiß was es in mir auslöst und er "sperrt" sich selber ein um mich nicht zu verletzten.

Hat irgendjemand selbe Gefühle? Wie geht ihr damit um? Oder, weiß jemand wie ich damit umgehen kann?

Macht eine Beziehung ohne Vertauen überhaupt Sinn? 

Ich möchte das er glücklich ist, aber ich habe das Gefühl das ich ihn so langfristig nicht glücklich machen kann. 


Ich freue mich über jede Antwort. Danke

 

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11. September um 13:26

Ich würde keine Beziehung mit jemandem eingehen, der mir nicht vertraut. Könntest Du das?

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11. September um 13:42

Ich denke, dass Du mit einer Therapie hier einiges bei Dir bewirken könntest. Es erfordert, Kraft, Geduld und Fähigkeit zur Selbstkritik.
Hart gesagt geht es ja nicht nur um die jetzige Beziehung sondern um das generelle Verhalten in jeglichen Beziehungen die Du führen würdest

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11. September um 15:30

Woher weißt du das mit deinem frühkindlichen Beziehungstrauma? Ich frage nur, weil man sich daran normalerweise nicht erinnern kann und durch geeignete Therapieformen (zB EMDR) eventuell drauf kommt und versucht zu bearbeiten und integrieren. 

Alles andere hat meines Erachtens nicht die gewünschte Wirkung. Du hast es bereits erkannt woran es liegt und das ist ein wichtiger Schritt. 

Ich habe auch meine Erfahrungen mit Verlustängsten. Meinen letzter "Schub" konnte ich selbst gut lösen, mein Partner hatte aber Gott sei Dank den Mut, nicht schreiend davon zu laufen, sondern mit mir in Verbindung zu bleiben.  Davor habe ich mir die richtigen ausgesucht, um fleißig retraumatisiert zu werden. So wie du sah ich es genau, dass es nicht er ist,  der ein Problem verursacht, sondern ich, die ihn als Projektionsfläche hernimmt für ihre verletzten Anteile. Derzeit bin ich "symptomfrei" und das ist ein um Welten besseres Lebensgefühl. Und natürlich Grundvoraussetzung für eine schöne Beziehung.

Natürlich hat das was mit (guten) Erfahrungen und Alter zu tun. Vielleicht kannst du durch Meditation oder durch das bewusste Sammeln positiver Erfahrungen etwas bewirken, dein (Selbst)Vertrauen dahingehend stärken. Die Welt ist so, wie wir sie sehen. Sie ist schlecht, und sie ist gut. Wir können nicht alles wissen oder kontrollieren, und mit dem begrenzten Ausschnitt, den wir sehen und erfahren, vielleicht etwas besseres gestalten als negativ über uns und unsere liebsten denken. Es liegt soviel außerhalb unseres Bereiches, schon gar wenn es um andere geht. Deshalb ist es genau so richtig, das beste draus zu machen.

Alles gute!

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11. September um 18:11
In Antwort auf frauevi

Woher weißt du das mit deinem frühkindlichen Beziehungstrauma? Ich frage nur, weil man sich daran normalerweise nicht erinnern kann und durch geeignete Therapieformen (zB EMDR) eventuell drauf kommt und versucht zu bearbeiten und integrieren. 

Alles andere hat meines Erachtens nicht die gewünschte Wirkung. Du hast es bereits erkannt woran es liegt und das ist ein wichtiger Schritt. 

Ich habe auch meine Erfahrungen mit Verlustängsten. Meinen letzter "Schub" konnte ich selbst gut lösen, mein Partner hatte aber Gott sei Dank den Mut, nicht schreiend davon zu laufen, sondern mit mir in Verbindung zu bleiben.  Davor habe ich mir die richtigen ausgesucht, um fleißig retraumatisiert zu werden. So wie du sah ich es genau, dass es nicht er ist,  der ein Problem verursacht, sondern ich, die ihn als Projektionsfläche hernimmt für ihre verletzten Anteile. Derzeit bin ich "symptomfrei" und das ist ein um Welten besseres Lebensgefühl. Und natürlich Grundvoraussetzung für eine schöne Beziehung.

Natürlich hat das was mit (guten) Erfahrungen und Alter zu tun. Vielleicht kannst du durch Meditation oder durch das bewusste Sammeln positiver Erfahrungen etwas bewirken, dein (Selbst)Vertrauen dahingehend stärken. Die Welt ist so, wie wir sie sehen. Sie ist schlecht, und sie ist gut. Wir können nicht alles wissen oder kontrollieren, und mit dem begrenzten Ausschnitt, den wir sehen und erfahren, vielleicht etwas besseres gestalten als negativ über uns und unsere liebsten denken. Es liegt soviel außerhalb unseres Bereiches, schon gar wenn es um andere geht. Deshalb ist es genau so richtig, das beste draus zu machen.

Alles gute!

Danke für die ausführliche Antwort. 

Wie hast du deinen Schub unabhängig von den guten Erfahrungen selbstständig gelöst? 

Ja leider reicht zu wissen das man selbst das Problem ist nicht aus um das zu lösen. Sonst wäre es ja auch zu einfach :P 

Ich war schon einige Zeit in verschiedenen Kliniken um eine Therapie zu machen, nur leider haben die Gespräche und alles was man dort macht nicht gereicht um Symptomfrei zu leben. 


Dann bin ich auf die Suche nach Alternativen Therapien gegangen und habe die Hypnose Therapie entdeckt. Die hat mir in einigen Punkten schon mal sehr geholfen, aber ich konnte es aus finanziellen Gründen nicht weiter machen. Ich meditiere auch ab und zu aber es ist leider nicht so effektiv wie die hypnose Therapie.

Dadurch bin ich auch auf mein frühkindliches Trauma gestoßen. 

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