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Wie kann man Vertrauen aufbauen?

23. Februar 2009 um 11:23

Liebe Leute,
meine Geschichte ist genauso bitte und erschütternd wie viele andere Geschichten, die ich hier in dem Forum lesen kann.
Und immer wieder ist zu lesen, dass man entweder Schluss macht oder wieder Vertrauen aufbaut.
Ich habe mich damals nach dem ich mit meinem Freund geredet habe für erneutes Vertrauen entschieden. Aber so richtig klappt das nicht. Manchmal kommen mir die Geschichten immer wieder in den Kopf und in den Bauch und sie lassen mich nicht los. Mein Freund und ich haben geredet und vieles ist darüber klar geworden. Es gibt aber immer noch einiges, was mich beschäftigt und mir sagt, dass er mir immer noch nicht ganz die Wahrheit gesagt hat. Es wird doch gesagt, dass man irgendwann gut sein lassen soll. Das es eine beschissene Situation produziert hat ist meinem Freund klar. Er hat sich entschuldigt und sich für mich entschieden.
Aber, was mache ich nur mit meinen Gedanken. Fühle mich nach wie vor betrogen, weil er mir nicht alles erzählt hat. Lohnt es sich die ganze Geschichte aufzudecken? Es ist doch klar, dass da ein Betrug war, die vielen Details sind vielleicht nicht wichtig. Und doch denke ich, dass ich vielleicht irgendwas an dieser ganzen Geschichte verstehen sollte, damit ich weiß mit wem ich es zu tun habe. Andererseits haben wir seitdem eine Beziehung, die viel Positives hat und so gar nicht mit anderen zu tun hat. Ich weiß nicht wie ich Vertrauen aufbauen kann mit so vielen Flashbacks.

Wie habt ihr es gemacht? Wie ging es euch damit? Und wie geht ihr mit Dingen um, die erst später nach dem Reden rausgekommen sind?



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23. Februar 2009 um 18:09

Getigerter Hase,
übrigens n super Bild. Hätt ich gern als Poster.

Du hSast natürlich recht. Da ist kein Knopf, den man einfach so drücken kann und zack ist das Vertrauen wieder da. Ich habe mich darauf eingelassen wieder Vertrauen aufzubauen zu einem Menschen, mit dem ich eine schlechte Erfahrung gemacht habe. In meinen Gesprächen mit ihm habe ich so einige Male, nach Details gefragt, unter anderem auch, weil das Gespräch dahin führte.
In vielen Gesprächen habe ich, und wir, die Andere, außen vor gelassen, weil sie für unsere Beziehung nicht wichtig ist. Und da fängt die Geschichte auch schon zu wanken an. Ich habe ihn nicht ausgequetscht, wollte von ihm Antworten, wie er sich zu mir verhalten möchte. Habe ihm meine Gefühle und Gedanken geschildert. Er hat das Gefühl gehabt ganz ehrlich mit mir reden zu können. Meine Irritationen sind deutllich geworden und er hat sich mehrmals entschuldigt.

Er hat mir erzählt, dass sie sich ein paar mal getroffen haben und als klar war, dass ich vermutlich schwanger bin sei er nicht mehr zu ihr gefahren. Sie hätte sich ein paar mal gemeldet, aber er hätte sich nicht weiter auf sie einlassen wollen. Sie hätten sowieso nie wirklich eine Ebene gehabt, hätten nie wirklich miteinander geredet. Nachdem wir uns gegen das Kind entschieden haben, sei er sauer geworden, ein bißchen auf mich, ein bißchen auf sein Leben. Er hat einen Kinderwunsch. In der Zeit als ich schwanger war, war er still und hat meine Entscheidung abgewartet. Ich hatte ihm einen Heiratsantrag gemacht und ihm meine Liebe gestanden. Nachdem er so zögerlich war, habe ich mich dagegen entschieden und er hatte es auch verstanden, weil er sein Zögern nicht leugnen konnte.

Und erst danach hätte er sich auf eine Affäre mit ihr eingelassen, weil er keine Perspektive für uns gesehen hat.

Insgesamt seinen es nur 2 Monate oder so gewesen und sie hätten sich vielleicht 10 mal gesehen.

Wie Du Dir denken kannst ist das alles erstunken und erlogen. Durch Zufall habe ich Briefe entdeckt und Fahrkarten. Er hat gemeint, er könne sich an nichts mehr erinnern und das hätte damit zu tun, weil er Gefühlsmäßig nicht engagiert bei ihr gewesen sei.

Ich glaube als Hauptfrau, wenn man so schreiben kann, mag ich es wenn er sie für meine Ohren kleinredet, aber der Rest ist eine Beleidung an meine Intelligenz.



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13. März 2009 um 15:04

Sich nicht als Opfer sehen
Wenn man seinen Partner liebt, mit ihm leben möchte und mit ihm glücklich ist, schmerzt die Erfahrung, dass er trotzdem eine Affäre hatte ungemein. Frau fühlt sich als Opfer, Bertrogene-kann kaum was essen, nicht schlafen: Wut, Trauer , Verzweiflung und Enttäuschung lösen sich ab. ABER, wenn man das durchlebt hat, ohne sich aufzugeben, wächst man über sich hinaus. Gerade, da ich nicht mehr jung bin, habe ich mich, mein Leben und erst recht meine Ehe auf den Prüfstand gestellt. Mein Mann gibt heute zu, meine Entwicklung voller Unsicherheit, Liebe, aber auch Angst verfolgt zu haben. Aus seiner so sozialen verständnisvollen Frau, derer er sich sicher wähnte, wurde eine Frau, die plötzlich ein Leben, ohne ihn in Erwägung zog. Unser harmonisches, aber wenig leidenschaftliches Leben, wurde so richtig spannend. Filmreife Szenen :"er zerreist am Ufer einer Steilküste tobend sein Hemd: Ich habe diese Schlampe nie geliebt. Ja, ich bin ein verlogenes Schwein, habe die Gelegenheit zum p.... ausgenutzt...aber das kanns doch nicht gewesen sein." Wir stritten, hielten uns Stunden lang heulend im Arm, diskutierten, schrieben unzählige Briefe und Mails ...........und wenn man sich dann nach Monaten wieder aus vollem Herzen füreinander entschieden hat, erlebt man eine unglaubliche Gefühlstiefe und das im "Mittelalter" des Lebens. Schöner kann keine neue Liebe sein. Ob wir diese umfassende Leidenschaft auch ohne seinen "Irrweg", je wieder erlebt hätten, weiß ich nicht.

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13. März 2009 um 15:07
In Antwort auf julia22072

Sich nicht als Opfer sehen
Wenn man seinen Partner liebt, mit ihm leben möchte und mit ihm glücklich ist, schmerzt die Erfahrung, dass er trotzdem eine Affäre hatte ungemein. Frau fühlt sich als Opfer, Bertrogene-kann kaum was essen, nicht schlafen: Wut, Trauer , Verzweiflung und Enttäuschung lösen sich ab. ABER, wenn man das durchlebt hat, ohne sich aufzugeben, wächst man über sich hinaus. Gerade, da ich nicht mehr jung bin, habe ich mich, mein Leben und erst recht meine Ehe auf den Prüfstand gestellt. Mein Mann gibt heute zu, meine Entwicklung voller Unsicherheit, Liebe, aber auch Angst verfolgt zu haben. Aus seiner so sozialen verständnisvollen Frau, derer er sich sicher wähnte, wurde eine Frau, die plötzlich ein Leben, ohne ihn in Erwägung zog. Unser harmonisches, aber wenig leidenschaftliches Leben, wurde so richtig spannend. Filmreife Szenen :"er zerreist am Ufer einer Steilküste tobend sein Hemd: Ich habe diese Schlampe nie geliebt. Ja, ich bin ein verlogenes Schwein, habe die Gelegenheit zum p.... ausgenutzt...aber das kanns doch nicht gewesen sein." Wir stritten, hielten uns Stunden lang heulend im Arm, diskutierten, schrieben unzählige Briefe und Mails ...........und wenn man sich dann nach Monaten wieder aus vollem Herzen füreinander entschieden hat, erlebt man eine unglaubliche Gefühlstiefe und das im "Mittelalter" des Lebens. Schöner kann keine neue Liebe sein. Ob wir diese umfassende Leidenschaft auch ohne seinen "Irrweg", je wieder erlebt hätten, weiß ich nicht.

Rechtschreibfehler, nurliebchen wird es merken
zerreißt

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26. März 2009 um 15:33

Ich weiß nicht...
...geht das überhaupt wenn man betrogen wurde?
Bei mir hats damals zumindest nicht geklappt.
Ich war ohne Ende in diesen Mann verschossen.Am Anfang der Beziehung bekam ich schon mit das er gerne flirtete und da hatte ich nichts gegen denn wer tut dies nicht gerne?!
Es hieß auch damals das seine Ex von ihm schwanger sei,mit der er während wir gerade zusammengekommen waren,noch was angeblich hatte..Kurzfassung:Er war nicht der Vater.Sie hätts aber gerne so gehabt.Das heißt:Bei uns war schon nach 2 Monaten der Wurm drin.Was konnte ich glauben?Anzeichen sprachen teils für und teils gegen ihn.
Egal.
Wir gingen auch mal getrennt feiern und immer wieder wurde ich von seinem (!) besten Freund darauf hingewiesen das ich mir einen anderen suchen solle lieber.Ich hätt was besseres verdient.
Zeit verging.Nach 2 1/2 Jahren knutschte er in aller Öffentlichkeit fremd und ich bekam es raus.Er stritt es nicht ab.Zumindest war er ehrlich.War ja auch alles zu offensichtlich.Tsss...
Es kam wie es kommen sollte.Blind vor Liebe vergingen die Jahre und nach insgesamt 4 1/2 Jahren beendete ich es komplett.Warum?Naja...Er hatte noch 2 mal einen draufgesetzt.Er hatte nach 4 Jahren nix besseres zu tun als sich an verschiedenen Wochenenden mit 2 Mädels inne Kiste zu vergnügen die ich net mochte und wo er dachte ich kriegs net raus.Sie wurden jeweils quasi überrascht.
Das Maß war voll und ich hatte die Schnauze voll.
Ich hab mich immer gefragt womit ich das verdient hab das ich versucht hab ihm zu vertrauen und hab mir geschworen das wenn sowas nochmal passieren sollte ich sofort gehen werde.
Dieser Mann ging noch über ein halbes Jahr auf die Nerven sodaß ich letztendlich meine Nrn wechselte,denn ich wollte weg von ihm und nie wieder zurück.

Ich dachte unsere Beziehung lief gut,aber scheinbar war ihm jeden Tag dasselbe zu sehen nicht gut genug.

Mir egal.Ich bin seid mehr als 3 Jahren jetzt glücklich!!!

Jeder sollte für sich selber entscheiden inwieweit man gehen will.Man kann nur sagen wie es bei einem selber war.

Ich wünsche allen viel Glück.

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20. April 2009 um 13:37
In Antwort auf julia22072

Sich nicht als Opfer sehen
Wenn man seinen Partner liebt, mit ihm leben möchte und mit ihm glücklich ist, schmerzt die Erfahrung, dass er trotzdem eine Affäre hatte ungemein. Frau fühlt sich als Opfer, Bertrogene-kann kaum was essen, nicht schlafen: Wut, Trauer , Verzweiflung und Enttäuschung lösen sich ab. ABER, wenn man das durchlebt hat, ohne sich aufzugeben, wächst man über sich hinaus. Gerade, da ich nicht mehr jung bin, habe ich mich, mein Leben und erst recht meine Ehe auf den Prüfstand gestellt. Mein Mann gibt heute zu, meine Entwicklung voller Unsicherheit, Liebe, aber auch Angst verfolgt zu haben. Aus seiner so sozialen verständnisvollen Frau, derer er sich sicher wähnte, wurde eine Frau, die plötzlich ein Leben, ohne ihn in Erwägung zog. Unser harmonisches, aber wenig leidenschaftliches Leben, wurde so richtig spannend. Filmreife Szenen :"er zerreist am Ufer einer Steilküste tobend sein Hemd: Ich habe diese Schlampe nie geliebt. Ja, ich bin ein verlogenes Schwein, habe die Gelegenheit zum p.... ausgenutzt...aber das kanns doch nicht gewesen sein." Wir stritten, hielten uns Stunden lang heulend im Arm, diskutierten, schrieben unzählige Briefe und Mails ...........und wenn man sich dann nach Monaten wieder aus vollem Herzen füreinander entschieden hat, erlebt man eine unglaubliche Gefühlstiefe und das im "Mittelalter" des Lebens. Schöner kann keine neue Liebe sein. Ob wir diese umfassende Leidenschaft auch ohne seinen "Irrweg", je wieder erlebt hätten, weiß ich nicht.

...das kommt mir irgendwie bekannt vor....
Hallo,

habe Deinen Beitrag gelesen und sehe mich darin wieder...allerdings sind wir noch an der Stelle mit den filmreifen Szenen: Schreien, Wut, Verzweifelung, sich heulend, wie zwei Ertrinkende in den Armen liegen.....

Er hatte 10 Monate eine Affäre mit seiner Arbeitskollegin und er sagt, es ginge nur um den schnellen, einfachen Sex ohne viel reden (wir hatten in dieser Zeit so gut wie keinen, weil wir uns immer weiter voneinander entfernt und auseinander gelebt hatten.. und er war derjenige, der ausgebrochen ist).

Ich hoffe, dass ich auch irgendwann einmal diese neue Liebe erleben kann und wir diese größe Krise unseres Lebens überwinden werden.

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