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Wie kann man sich entlieben?

14. Oktober 2013 um 20:48

Hallo alle miteinander!
Ja, ich bin unglücklich verliebt... und zwar in meinen Dozenten. Vor einiger Zeit habe ich ihm meine Gefühle gestanden und daraufhin zu verstehen bekommen, dass seinerseits kein Interesse besteht. Trotz dessen flirtert er mit mir und macht mir Komplimente... Es ist eine schreckliche Situation für mich... Ich sehe ihn fast täglich und habe viele Kurse bei ihm. Jedes mal bin ich erstarrt vor Angst, zitter in seiner Nähe und schaffe es nicht am Unterrichtsgeschehen teilzuhaben. Inzwischen bin ich sogar an dem Punkt angelangt, wo ich ernsthaft darüber nachdenke das Studium abzubrechen, weil ich mich so sehr schäme...
Kann mir jemand Tipps geben, wie ich besser mit der peinlichen Situation zurecht kommen könnte. Vielleicht kennt jemand eine Strategie oder Rituale, wie man sich entlieben kann?
Bin dankbar für jeden Ratschlag!
Liebste Grüße

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14. Oktober 2013 um 21:39

Hi Rex
Danke für deine Antwort. Habe gerade mal nachgeschaut, konnte aber leider nichts passendes bzw. hilfreiches finden... Trotzdem Danke!

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14. Oktober 2013 um 21:59

Hallo Veilchen
Tja, seit wann bin ich in ihn verliebt?
Schon am ersten Tag dachte ich "Oh mein Gott, das kann ja was werden! So ein attraktiver Mann!" Richtig verliebt habe ich mich erst im Laufe der Zeit. Wir sind intellektuell genau auf einer Höhe, denken über die selben philosophischen Fragen nach und, jaaaa, ich fühle mich auch sexuell sehr stark zu ihm hingezogen. Das ist leider keine einfache Schwärmerei... ich wünschte es wäre so!
Im Grunde bin ich ein sehr beherrschter, kontrollierter und disziplinierter Typ, aber in seiner Anwesenheit ist alles anders. Ich werde zum Opfer meiner Gefühle, sprich meiner Angst und meines Schamgefühls.
Zuhause kann ich mich ablenken, das ist kein Problem. Aber sobald ich ihm in der Uni gegenüber sitze, werde ich von meinen Gefühlen überrollt. Eigentlich steigere ich mich garnicht herein, die Gefühle die ich sonst gekonnt zu verdrängen bzw. zu beherrschen weiß, scheinen dann erst recht zu explodieren. Inzwischen entwickel ich sogar schon ernstzunehmende körperliche Beschwerden

Vielleicht sollte ich mich wirklich ab und an mal zwicken. Obwohl, dann bin ich bald bestimmt eine einzige Blessure

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15. Oktober 2013 um 7:05

Double Bind
Garnicht mal zweckorientiert, eine nüchterne Beobachtung: Er sendet einen Double Bind, Zuneigung auf der einen, Ablehnung auf der anderen Seite. Dein Leid ist eine Folge seines Handelns.
Double Binds sind schwer zu meistern, mit Gefühlen erst recht. Mache dir bewusst, daß dahinter ein schlechter Charakter steht, der mit dir ein Spiel spielt, das du nicht gewinnen kannst. Die Strategie bei so einem Spiel ist: Nicht mit spielen.
D.h., sanktioniere sein Verhalten, verstehe die Flirterei als eine Art sexuell-emotionale Belästigung, die auf deiner Seite Schaden anrichtet. Und reagiere dem entsprechend, nach innen und nach außen.
Ich empfehle den Unfug ungern, aber in dem Fall doch. Lese unter Pick Up Artist die Begriffe Oneitis und Double Bind nach, und Freeze Out. Meiner Ansicht nach hat die Szene, wenn schon eine schlechte Annäherungsstrategie, gute Anweisungen zur Selbstbefreiung. Du kannst davon lernen.

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16. Oktober 2013 um 8:50

Steht da nicht
Außerdem macht sie nichts falsch. Sie hat sich verknallt, hat ihrem Prinzen dies sogar gesagt (was bereits eine große und sehr positive Leistung ist), ist abgeblitzt (wie so viele und so oft), und will sich nun entlieben.

Erstmal für sie: Beide Daumen nach oben!

Nun kommt er mit einem Double Bind, und der macht in meinen Augen in der Lage echt keinen Sinn. Er weiß, wie es um sie steht, und flirtet mit ihr, und macht ihr Komplimente.

Miramee nun die Wahrnehmungsfähigkeit abzusprechen halte ich für völlig daneben. Der bisherige Ablauf, wie oben beschrieben, war von ihrer Seite sehr konsequent und selbstsicher, wie meiner Erfahrung nach leider eher selten. Bis auf die Tatsache, daß sie emotional nicht los kommt. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit dürfte weniger getrübt, als vielmehr überkonzentriert auf den Typen sein. Schreibt sie doch selbst, daß sie dem Unterricht nicht mehr folgen kann.

Von seiner Seite aus macht die Flirterei mit gleichzeitigem Ausschluß eines Näherkommens keinen Sinn. Vielleicht poliert er sein Ego auf, vielleicht ist er auch zu unreif um damit souverän umgehen zu können.
Ist auch egal, es kommt jedenfalls doppelbödig rüber. Es ist auch egal, warum er das tut, es ist und bleibt kommunikativ ein Double Bind.

Und in der Lage ist es nun mal so, daß man nur verlieren kann. Interpretiert man positiv, macht man sich zum Deppen a la "Ich habe dir doch schon immer gesagt, da läuft nichts", interpretiert man negativ, so bleibt der fahle Beigeschmack, daß die Avancen ja doch eine Bedeutung hätten haben können. Es ist keine Position, aus der man etwas machen kann.
Also kann man die Situation nur beenden, und das tut man, was man mit jemandem tun würde, der auf die Frage "Magst du ne Wurstsemmel haben?" antwortet mit "Nein, und Ja, und nein, aber doch schon". Gibt man ihm eine, oder keine? Weder noch. Man sieht ihn einfach fragend an, und wartet einen Moment. Wobei bei dem Beispiel die Komponente fehlt, daß das Gegenüber ahnen müsste, damit Miramee zu verletzen, sofern dazu genügend empathisches Talent in ihm vorhanden ist.

Und wenn der Moment rüber ist, dann geht er in die Geschichte ein als ein komischer Kauz, der in irgendeiner Weise irgend ein Problem hat, und bei dem es sich nicht lohnt, weiter nachzubohren, welches eigentlich. Auf zum nächsten. Denn dieser ist, ob nun mit oder ohne Absicht, dann doch irgendwie untauglich.

Und fertig. Schlechter Charakter, vielleicht ist es auch mit "unreif" zu ersetzen. Auch egal, wird jedenfalls nichts, und kommunikativ muß sich Miramee wohl oder übel aus ihrer Zwickmühle befreien. Und ihr Gegenüber macht es ihr nicht leicht mit einem Double Bind. Der wirkt auf mich doch einen Hauch verlogen.

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16. Oktober 2013 um 11:55

Leichte Tendenz, sich persönlich angegriffen zu fühlen?
Wie im Texte denn so steht, hier nochmal zur Wiederholung: Er flirtet mit ihr. Sie schreibt nicht von normaler Höflichkeit.

Ich finde die Diskussion über ihr Wahrnehmen nicht hilfreich. Auf mich macht sie den Eindruck, als habe sie die Situation sehr genau verstanden.

Die Vermutung, daß ihre Wahrnehmung sie täusche, ist reine Spekulation. Außerdem erlebt sie die Welt nun halt mal so, selbst wenn sie sich täuschen würde.
Wenn es besser in dein Selbstbewusstsein passt, daß, damit du dich gegenüber deiner Kollegin nicht schuldig fühlen musst (was du vermutlich auch nicht bist, nur daß es sich um vier verschiedene Menschen in zwei verschiedenen Vorgängen handelt), der Dozent unschuldig ist, dann lege dir das so hin. Kein Problem. Du brauchst nicht von dem Dozenten auf dich zu schließen.

Es passt nicht zu dem Erleben, was die TE beschreibt. Und das ist und bleibt nun mal die beste Informationsquelle, die wir haben, und auch jemals bekommen werden.

Das ist alles emotionslos geschrieben, und ein mögliches Gefühl der Aufregung oder des Angriffs liegen rein deiner Wahrnehmung zu Grunde , und ist nicht beabsichtigt.

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16. Oktober 2013 um 15:36

Steht da nicht
Du hast einen interessanten Wahrnehmungsfilter.

Bei ihr steht:
"Trotz dessen flirtert er mit mir und macht mir Komplimente."

Bei dir steht:
"Er macht mir Komplimente und ich fühle mich angeflirtet": Die Formulierung "fühlen" ist von dir, und du fügst sie auch nur beim Flirten hinzu. Nicht bei den Komplimenten.

"Bis auf die Tatsache das die TE sich angeflirtet fühlt": Wieder, das Fühlen steht nicht im Text. Du fügst zu ihrer Aussage etwas hinzu, was zu deiner persönlichen Geschichte passt, und diese, wären die beiden denn vergleichbar, dich entlasten würde.
Allerdings haben die Geschichten nicht notwendigerweise was gemeinsam. Es belastet dich auch niemand.

Du schreibst:
"Muss der Herr Dozent sie denn lieben?". Das fordert sie nirgends im Text. Ich auch nicht.

"Sollte der Herr Dozent sich denn wirklich den Kopf zerbrechen müssen über die Befindlichkeit jeder einzelnen Studentin? Zumindest über diejenigen, die ihn als interessant und anziehend empfinden?": Das fordert sie nie im Text.
Ich persönlich fände dies hilfreich im Sinne des rücksichtsvollen Miteinanders, wenn er das denn täte, halte es aber für unrealistisch, dies von jedem menschlichen Charakter verlangen zu können. Genauso, wie man niemandem weh tut wenn man es vermeiden kann. Dafür muß man sich der Situation natürlich bewusst sein, verstehen können, und dem moralischen Grundsatz auch folgen.

"Macht der Herr Dozent möglicherweise auch noch anderen Damen Komplimente?": Ich spekuliere mal über deinen Bezug zum Thema mit der Frage, vermutlich geht es in die Richtung, daß ihre Wahrnehmung sie täuschen würde, und er sich genauso gegenüber anderen Frauen verhält und sie das nicht erkennt. Das wäre dann wieder deine persönliche Interpretation, die du aus deinem persönlichen Erleben zu ihrem Bericht hinzu fügst, und die mit der Situation der TE nicht notwendigerweise etwas zu tun hat. Gegenfrage, würde es dann aus ihrer Lage nicht mehr Sinn machen zu fragen "Will er doch was von mir?". Diese Frage wird von ihr nicht gestellt.

"Sie muss auch lernen damit umzugehen, abgewiesen zu werden. Das kann - zugegebenermaßen - im beruflichen oder schulischen Umfeld auch mal unangenehm werden, auch daraus lernt man für die Zukunft..":
Ööhm? Genau danach fragt sie hier um Unterstützung, aber richtig erkannt! Ihre Überschrift lautet nämlich: "Wie kann man sich entlieben?" Eben dieses will sie lernen , danach fragt sie!
Gut, du hast ihre Situation soweit verstanden, wie sie selbst sie auch verstanden hat.
Nun komme noch ihrer Bitte nach einer Hilfestellung nach, falls du eine hast.

Du wirkst auf mich ein wenig traumatisiert wegen dieser Kollegin. Das tut mir leid, und möglicherweise hat sie dir Unrecht getan. Das hat aber mit der Bitte, die die TE gestellt hat, m.E. nicht so viel zu tun. Eher mit der Verarbeitung deines Traumas.

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16. Oktober 2013 um 16:08

""Trotz dessen flirtert er mit mir und macht mir Komplimente.""
Lass dir sowas nicht gefallen, vergiss den Typen, wer sowas abzieht ist deiner Gefühle nicht wert!

Geh in die Vorlesung als Studentin und er als dein Dozent. Und wenn du hinaus gehst, hast du nichts mehr mit ihm am Hut

"ernsthaft darüber nachdenke das Studium abzubrechen,"

BLOß NICHT wegen sowas.............sonst haust du dir später auf den Kopf !!

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