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Wie kann ich die Tochter meines Freundes akzeptieren

26. Oktober 2012 um 10:16

Hallo,
ich bin ganz neu hier und hoffe, dass einige von euch in ähnlicher Situation sind wie ich und mir somit ein paar Tipps fürs Patchworkleben geben können.
Zu meiner Situation: ich bin 42, seit 2010 getrennt und habe zwei Mädchen (8+15). Seit drei Monaten leben wir nun mit meinem Freund (49) und seiner Tochter (11) in einem neu bezogenen Haus zusammen.
Vorher hat mein Freund schon ein Jahr bei mir und meinen Kindern gewohnt (ein Jahr nach seiner Trennung von Frau und Kind) und seine Tochter kam jedes zweite WE bei uns zu Besuch. Es stand zunächst auch nicht zur Debatte, dass wir in dieser Konstellation mal zusammenziehen würden.
Da aber die Noch-Frau meines Freundes nach der Trennung (sie hat auch schon einen neuen Freund) das Kind auf einmal extrem vernachlässigt hat, plötzlich nur noch ihr eigenes Leben leben wollte, wurde der Wunsch der Tochter, zu Papa zu ziehen, verständlicherweise immer stärker. Zudem sie auch so ein typisches "Papa-Kind" war und ist, was ich hier wohl nicht genauer erläutern muss (...) Papa war natürlich ebenfalls froh, das Kind wieder bei sich haben zu können.
Ich muss an der Stelle auch betonen, dass sie mich wirklich mag, und das bringt mich in noch größere innere Konflikte
Letzendlich war sogar die Mutter froh, dass die Tochter nun bald zu uns ziehen würde, denn sie hatte nie eine gute Beziehung zu ihrem Kind. Natürlich hat sie immer ganz verzweifelt getan, dass sie total überfordert mit dem Alleinerziehen sei und sie hätte ja jetzt sooo viel Arbeit und Verantwortung etc.
Dabei hat sie früher nie gearbeitet und steht jetzt natürlich vor einem Problem. Sie lebt aber auch schon bei ihrem Freund und arbeitet "irgendwie" bei ihm in der Firma.
Tja, und ich stehe jetzt ebenfalls vor dem Problem, pötzlich täglich ein mir fremdes Kind um mich zu haben, was mehr Unruhe, mehr Verantwortung und mehr Stress bedeutet. Positiveres konnte ich bisher aus dem Zusammenziehen nicht herausholen, leider....

Mein Freund hatte früher zu allen seinen drei Töchtern (die großen sind 30 und 25) eine äußerst enge Beziehung, zu seiner Frau im Grunde keine!! Die Mutter stand bei fast allem außen vor und Papa war der Liebling. Seine Kinder waren natürlich auch die tollsten, die immer von ihm vergöttert wurden. Er ist ein unglaublich geduldiger, hingebungsvoller Mensch, nicht nur zu seinen Kindern...
Er hat allerdings wirklich seit dem Beginn unserer Beziehung schon deutlich mehr Distanz zu den Kindern hergestellt (was meiner Meinng nach auch dringend nötig war), aber die jüngste Tochter, die doch ein wenig unter der Trennung zu leiden scheint, sitzt gerne abends mit dem Papi ALLEIN in ihrem Bett, lässt sich kraulen und vorlesen und da geht es los:
Ich kann diese Momente der Zweisamkeit kaum ertragen, bin rasend vor Eifersucht, obwohl sich warscheinlich hier gar nichts ungewöhnliches abspielt. Sie ist einfach ein Kind, das viel Zuneigung braucht, sich noch nicht ganz zuhause fühlt in ihrer "neuen" Familie und abends einfach nur froh ist, wenn ihr Papi nach Hause kommt.
Die Kinder untereinander verstehen sich prima, und ich gebe mir auch Mühe, das Kind zu akzeptieren, aber der Umgang wird für mich wie gesagt problematisch, sobald mein Freund dabei ist. Ich beäuge ihn oft, wie er mit seiner Tochter umgeht und sehe leider auch argwöhnisch seine Zuwendung und jeden Versuch von seiner Tochter, sich an ihren Papa zu kuschen . Sie ist manchmal sehr energisch, wenn sie will, dass Papa nun endlich mit ihr nach oben geht, und das macht mich noch wütender...
Er ist übrigens zu meinen Kindern auch sehr lieb, man kann nicht sagen, dass sein Kind deutlich bevorzugt wird. Aber sie ist eben seine Tochter und er versteht es gut, dass sie ihn auch mal für sich haben will. Sie scheint mittlerweile umso mehr zu klammern, je mehr sie spürt, dass mein Freund sich zurückhält (um meine Eifersucht nicht zu schüren), und sie spürt auch irgendwie, dass ich manchmal Probleme mit ihr habe. Zu ihrem Papa hat sie bisher allerdings nichts gesagt.
Ich fühle mich elend und falsch, will mich nicht mit einem Kind "messen", denn das brauche ich auch gar nicht.
Aber die negativen Gefühle, die beinahe täglich in irgendeiner Situation hochkommen, fressen mich auf.
Ich bin unfähig zu verdrängen, und steigere mich dann in den Gedanken hinein, dass ich so wie jetzt eigentlich auch nie leben wollte. Aber ich liebe meinen Freund zu sehr, als dass ich ihn verlassen würde. Wie kann sich der Umgang mit seiner Tochter nur entspannen? Mein Freund leidet auch sehr unter der Situation und fühlt sich zerrissen...
Kennt jemand diese unnötigen Eifersuchtsgefühle?

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26. Oktober 2012 um 10:42

Ja ich kenne unnötige Eifersucht...
...aber nicht in dieser Konstellation die du gerade beschreibst.

Ich kann deine Eifersucht auch leider absolut nicht nachvollziehen.
Es tut mir leid aber ich finde auch dass du völlig übertrieben und ungerechtfertigt reagierst

Das ist ein Kind und es ist SEIN Kind...du freust dich doch auch darüber dass er deine Kinder akzeptiert und auch keines der Kinder bevorzugt oder benachteiligt...

Ganz schlimm finde ich es aber dass das Kind merkt das du diese Gefühle hast...wie soll sie damit umgehen dass eine erwachsene Frau solche Gefühle gegen ein Kind hegt???...wenn sie wirklich noch unter der Trennung leidet, ist es ja auch noch doppelt schlimm wenn man sich dann auch noch in der neuen Familie nicht willkommmen fühlt.

Ich denke dass du das ganz schnell in den Griff bekommen musst. Lass den beiden doch einfach diese gemeinsame Zeit bevor sie ins Bett geht, beschäftige dich in der Zeit mit deinen Kindern...nachdem die Kinder schlafen hast du ja deinen Mann wieder für dich

Wahrscheinlich wird sie ja auch nicht für den Rest ihres Lebens auf das allabendliche kuscheln bestehen...sie wird ja auch älter

Es könnte doch alles bei Euch so schön sein, ihr versteht Euch alle gut, deine Kinder kommen mit ihm und seiner Tochter gut klar, er kommt auch gut mit deinen Kindern zurecht...Das ist doch perfekt und ich glaube das läuft nicht bei allen Patchworkfamilien so rund wie bei euch...außer dass du (als Erwachsene!) quer schießt.

wirklich nicht böse gemeint aber sieh zu dass du mit deinen (hausgemachten) Problemen nicht was zerstörst was eigentlich total schön sein könnte

Alles Liebe für Dich
Numa

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26. Oktober 2012 um 11:55

Wie kann ich die Tochter meines Freundes akzeptieren
Ich bin völlig baff, dass sich nach so kurzer Zeit schon vier Leute gemeldet haben.
Danke für eure Beiträge. Also es gibt den Vater meiner Kinder, den sehen sie auch alle 14 Tage und er ist ebenfalls ein fürsorglicher Vater, nicht so extrem wie mein Freund, aber die Kinder lieben ihn und fühlen sich bei ihm wohl. Das hat also glaub ich keinen Einfluss auf meine Probleme.
Einige von euch gehen recht hart mit mir ins Gericht, ich denke auch, dass das in Ordnung ist. Ich bin die Erwachsene und habe leider als einzige, wie es scheint, größere Probleme mit dem Patchworkleben. Ich habe diesen Schritt meinem Freund zuliebe getan (und weil seine Tochter wirklich drohte, bei ihrer Mutter zu verkümmern) und nun merke ich, dass ich mich überfordert fühle und es noch nicht geschafft habe, eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Ich bemühe mich wirklich den gazen Tag, die Krise kommt immer erst dann, wenn mein Freund mit von der Partie ist...
Er möchte allerdings auch an unserer Beziehung festhalten, also scheine ich ihn noch nicht zu vergraulen. Wir reden auch möglichst offen über alles. Ich weiß aber, das das nicht ewig gutgehen kann und ich suche für mich einen Weg, dem Kind entspannter zu begegnen, wenn sie mit ihrem Papa zusammen ist. Ja, sie wird älter, das stimmt und das ändert womöglich auch einiges an der Vater-Tochter-Beziehung. Aber ich habe da auch schon ganz andere Geschichten gelesen (...)
Natürlich kann ich nicht erwarten, dass das Kind zum jetzigen Zeitpunkt viel Zuneigung für mich empfindet, aber genau das wäre vielleicht eine Hilfe für mich - zu merken, dass sie nicht nur ihren Papa braucht, sondern ich auch eine Rolle in ihrem Leben spiele. Schließlich kümmere ich mich in vielerlei Hinsicht ja jetzt auch um sie und bin Kompromisse eingegangen.
Vielleicht erwarte ich nach drei Monaten einfach auch zu viel von diesem neuen Leben.

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26. Oktober 2012 um 12:11

Dito
Eifersucht auf ein Kind ist schlecht.

Doch scheine ich im Ansatz erkenne zu können, dass derzeit die Tochter vorgeht - das macht dein Partner gewiss aufgrund der Situation (schlechtes Gewissen wegen der Trennung etc.) unbewusst.
Vermutlich bist du vor allem darauf eifersüchtig, dass du immer zurückstecken musst. Er muss anfangen ihr gegenüber klare Grenzen zu ziehen - wenn ihr noch was klären müsst und sie nölt, dass er kommen soll - muss er eben auch mal konsequent sagen, dass er erst in 10 min oder so kommt.
Das mit dem Mittelpunkt bemerkt pitsued zu Recht, das kann mit der Zeit auch gegenüber deinen Kindern nach hinten los gehen - weil sie sich entweder von ihm benachteiligt fühlen oder meinen dass sie das auch können.
Vielleicht richtet ihr erst mal sowas ein wie eine Papzeit einmal die Woche, wo die zwei auch mal was allein unternehmen - das tut dir gut weil du es nicht siehst und ihr weil sie sich beachtet fühlt.

Wie oft meldet sich denn ihre Mutter noch bzw. wie oft sieht sie ihre Mutter? Es könnte sein, dass sie glaubt die Mutter voll verloren zu haben und daher umso mehr an Papa hängt - das Problem haben ja deine Kinder nicht.
Wenn das so ist müsst ihr dringend miot der Mutter reden.

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26. Oktober 2012 um 12:12
In Antwort auf sonnenkind95

Wie kann ich die Tochter meines Freundes akzeptieren
Ich bin völlig baff, dass sich nach so kurzer Zeit schon vier Leute gemeldet haben.
Danke für eure Beiträge. Also es gibt den Vater meiner Kinder, den sehen sie auch alle 14 Tage und er ist ebenfalls ein fürsorglicher Vater, nicht so extrem wie mein Freund, aber die Kinder lieben ihn und fühlen sich bei ihm wohl. Das hat also glaub ich keinen Einfluss auf meine Probleme.
Einige von euch gehen recht hart mit mir ins Gericht, ich denke auch, dass das in Ordnung ist. Ich bin die Erwachsene und habe leider als einzige, wie es scheint, größere Probleme mit dem Patchworkleben. Ich habe diesen Schritt meinem Freund zuliebe getan (und weil seine Tochter wirklich drohte, bei ihrer Mutter zu verkümmern) und nun merke ich, dass ich mich überfordert fühle und es noch nicht geschafft habe, eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Ich bemühe mich wirklich den gazen Tag, die Krise kommt immer erst dann, wenn mein Freund mit von der Partie ist...
Er möchte allerdings auch an unserer Beziehung festhalten, also scheine ich ihn noch nicht zu vergraulen. Wir reden auch möglichst offen über alles. Ich weiß aber, das das nicht ewig gutgehen kann und ich suche für mich einen Weg, dem Kind entspannter zu begegnen, wenn sie mit ihrem Papa zusammen ist. Ja, sie wird älter, das stimmt und das ändert womöglich auch einiges an der Vater-Tochter-Beziehung. Aber ich habe da auch schon ganz andere Geschichten gelesen (...)
Natürlich kann ich nicht erwarten, dass das Kind zum jetzigen Zeitpunkt viel Zuneigung für mich empfindet, aber genau das wäre vielleicht eine Hilfe für mich - zu merken, dass sie nicht nur ihren Papa braucht, sondern ich auch eine Rolle in ihrem Leben spiele. Schließlich kümmere ich mich in vielerlei Hinsicht ja jetzt auch um sie und bin Kompromisse eingegangen.
Vielleicht erwarte ich nach drei Monaten einfach auch zu viel von diesem neuen Leben.

Kinder....
haben ein sehr feines Gespür dafür, wenn jemand sie ablehnt.
Du möchtest aber das das Kind Zuneigung zu dir entwickelt. Wie soll das denn so funktionieren?

Als erstes solltest du lernen, das die Liebe zu einem Kind eine andere ist, als die zu einem Partner.

Zum anderen solltest du dir deutlich machen, was dieses Kind schon mitgemacht hat. Trennung der Eltern, dann den geliebten Papa nicht mehr jeden Tag sehen, dann die Ablehnung der Mutter, dann zum Vater und wieder eine Frau die sie ablehnt.

Das dieses Kind noch keine psychischen Schäden hat, außer vielleicht eine extreme Fixierung auf den Vater, muß einen wundern.

Dein Partner hat deine Kinder so angenommen wie sie sind. Er verspürt anscheinend keine Eifersucht und ich denke, wenn es so wäre, würdest du dich sicherlich schützend vor deine Kinder "werfen".

Dein Freund sitzt zwischen den Stühlen. Stühle, die eigentlich nicht sein müßten, wenn du erkennen würdest, das seine Tochter dir keinerlei partnerschaftliche Liebe wegnehmen kann, denn diese existiert zwischen Vater und Tochter überhaupt nicht.

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26. Oktober 2012 um 12:37

Märchen sind voller böser Stiefmütter
Das hat sich der Volksmund nicht aus den Fingern gesogen, Deine Gefühle sind weit verbreitet.

Positiv ist eindeutig, dass Du die Lächerlichkeit der Situation erkennst: Du bist eifersüchtig darauf, dass eine Tochter Zeit mit ihrem Vater verbringt.

Kannst Du nicht...joggen gehen, wenn Du merkst, dass Du solchen irrationalen Müll denkst?


Dein Freund verhält sich absolut richtig, kein Kind ist an zu viel Liebe gestorben, aber viel zu viele am Gegenteil.

Dieses Nähebedürfnis zu den Eltern gibt sich mit dem Älterwerden. Aber 2-4 Jahre mußt Du noch durchhalten.
Wahrscheinlich weniger, denn kennst Du 15j Mädchen, die sich noch vorlesen lassen?

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26. Oktober 2012 um 12:41
In Antwort auf ofi21

Kinder....
haben ein sehr feines Gespür dafür, wenn jemand sie ablehnt.
Du möchtest aber das das Kind Zuneigung zu dir entwickelt. Wie soll das denn so funktionieren?

Als erstes solltest du lernen, das die Liebe zu einem Kind eine andere ist, als die zu einem Partner.

Zum anderen solltest du dir deutlich machen, was dieses Kind schon mitgemacht hat. Trennung der Eltern, dann den geliebten Papa nicht mehr jeden Tag sehen, dann die Ablehnung der Mutter, dann zum Vater und wieder eine Frau die sie ablehnt.

Das dieses Kind noch keine psychischen Schäden hat, außer vielleicht eine extreme Fixierung auf den Vater, muß einen wundern.

Dein Partner hat deine Kinder so angenommen wie sie sind. Er verspürt anscheinend keine Eifersucht und ich denke, wenn es so wäre, würdest du dich sicherlich schützend vor deine Kinder "werfen".

Dein Freund sitzt zwischen den Stühlen. Stühle, die eigentlich nicht sein müßten, wenn du erkennen würdest, das seine Tochter dir keinerlei partnerschaftliche Liebe wegnehmen kann, denn diese existiert zwischen Vater und Tochter überhaupt nicht.


sehr guter Post, ofi21

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26. Oktober 2012 um 12:57
In Antwort auf linlaluna

Dito
Eifersucht auf ein Kind ist schlecht.

Doch scheine ich im Ansatz erkenne zu können, dass derzeit die Tochter vorgeht - das macht dein Partner gewiss aufgrund der Situation (schlechtes Gewissen wegen der Trennung etc.) unbewusst.
Vermutlich bist du vor allem darauf eifersüchtig, dass du immer zurückstecken musst. Er muss anfangen ihr gegenüber klare Grenzen zu ziehen - wenn ihr noch was klären müsst und sie nölt, dass er kommen soll - muss er eben auch mal konsequent sagen, dass er erst in 10 min oder so kommt.
Das mit dem Mittelpunkt bemerkt pitsued zu Recht, das kann mit der Zeit auch gegenüber deinen Kindern nach hinten los gehen - weil sie sich entweder von ihm benachteiligt fühlen oder meinen dass sie das auch können.
Vielleicht richtet ihr erst mal sowas ein wie eine Papzeit einmal die Woche, wo die zwei auch mal was allein unternehmen - das tut dir gut weil du es nicht siehst und ihr weil sie sich beachtet fühlt.

Wie oft meldet sich denn ihre Mutter noch bzw. wie oft sieht sie ihre Mutter? Es könnte sein, dass sie glaubt die Mutter voll verloren zu haben und daher umso mehr an Papa hängt - das Problem haben ja deine Kinder nicht.
Wenn das so ist müsst ihr dringend miot der Mutter reden.

Die Mutter
sieht ihre Tochter auch einigermaßen verlässlich im zweiwöchentlichen Rhytmus.
Mittlerweile macht sie einen auf fürsörgliche Mutter und hat auch am WE mehr Zeit für ihr Kind als früher.
Natürlich bewirkt das beim Kind, dass sie den Spieß umgedreht hat: so sehr, wie sie vor kurzem noch ihren Papa dauernd vermisst hat, so vermisst sie jetzt auf einmal ihre Mama. Mama ist ja so toll...
Ich habe das Gefühl, dieses Mädchen hat komplett ihre negativen Erlebnisse der Vergangenheit mit der Mutter verdrängt. Die Mutter hat anfangs täglich hier angerufen, um "Präsenz zu zeigen", was anderes war das für mich nicht, aber es bewikt viel bei einem Kind, was von der Mutter getrennt ist.
Sie hat sich damals nichts sehnlicher gewünscht, als zu uns zu ziehen, hat geheult wie ein Schlosshund, wen es zur Mama zurück ging, und nun merkt sie (wie ich auch), dass ein Patchworkleben nicht so ganz einfach geht wie sie vielleicht dachte.
Mit der Mutter kann man nichts bereden, sie verdreht alle Tatsachen, schiebt jede Verantwortung von sich und denkt sowieso immer, alle wollen ihr was böses! Diese Frau kann sich nicht vernünftig und zum Wohle des Kindes verhalten, sie sieht nur SICH.
Auch ein Riesenproblem für mich...

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26. Oktober 2012 um 13:08
In Antwort auf ogre

Märchen sind voller böser Stiefmütter
Das hat sich der Volksmund nicht aus den Fingern gesogen, Deine Gefühle sind weit verbreitet.

Positiv ist eindeutig, dass Du die Lächerlichkeit der Situation erkennst: Du bist eifersüchtig darauf, dass eine Tochter Zeit mit ihrem Vater verbringt.

Kannst Du nicht...joggen gehen, wenn Du merkst, dass Du solchen irrationalen Müll denkst?


Dein Freund verhält sich absolut richtig, kein Kind ist an zu viel Liebe gestorben, aber viel zu viele am Gegenteil.

Dieses Nähebedürfnis zu den Eltern gibt sich mit dem Älterwerden. Aber 2-4 Jahre mußt Du noch durchhalten.
Wahrscheinlich weniger, denn kennst Du 15j Mädchen, die sich noch vorlesen lassen?

"Märchen sind voller böser Stiefmütter"
irgendwie musste ich da auch gerade dran denken...

Ogres Ansatz ist richtig, aber vielleicht soltlest du das Ganze auch auf das Thema Zuneigung bringen: Vielleicht setzt du dich dazu und hoerst einfach zu, oder ihr kuschelt gemeinsam oder, wenn er mal nicht kann, liest du einfach vor (Zuneigung kann sich auch schnell auf dich uebertragen) oder - wieso liegt das so fern? - du kuemmerst dich in der Zeit hingabungsvoll um deine eigenen Maedels!

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26. Oktober 2012 um 13:17

Yooo, klar
aber auch der erste Freund wird nicht allzulange auf sich warten lassen

Und ich find's wie gesagt nicht schlimm.
Wenn die Tochter Zuneigung einfordert (was wirklich nicht verwunderlich ist, bei ihrer Biographie), dann sollte man da ruhig eine Extraportion Liebe&Nähe geben.

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26. Oktober 2012 um 13:31
In Antwort auf sonnenkind95

Die Mutter
sieht ihre Tochter auch einigermaßen verlässlich im zweiwöchentlichen Rhytmus.
Mittlerweile macht sie einen auf fürsörgliche Mutter und hat auch am WE mehr Zeit für ihr Kind als früher.
Natürlich bewirkt das beim Kind, dass sie den Spieß umgedreht hat: so sehr, wie sie vor kurzem noch ihren Papa dauernd vermisst hat, so vermisst sie jetzt auf einmal ihre Mama. Mama ist ja so toll...
Ich habe das Gefühl, dieses Mädchen hat komplett ihre negativen Erlebnisse der Vergangenheit mit der Mutter verdrängt. Die Mutter hat anfangs täglich hier angerufen, um "Präsenz zu zeigen", was anderes war das für mich nicht, aber es bewikt viel bei einem Kind, was von der Mutter getrennt ist.
Sie hat sich damals nichts sehnlicher gewünscht, als zu uns zu ziehen, hat geheult wie ein Schlosshund, wen es zur Mama zurück ging, und nun merkt sie (wie ich auch), dass ein Patchworkleben nicht so ganz einfach geht wie sie vielleicht dachte.
Mit der Mutter kann man nichts bereden, sie verdreht alle Tatsachen, schiebt jede Verantwortung von sich und denkt sowieso immer, alle wollen ihr was böses! Diese Frau kann sich nicht vernünftig und zum Wohle des Kindes verhalten, sie sieht nur SICH.
Auch ein Riesenproblem für mich...

Mehr Zeit....
...also wie wir uns alle erinnern sollten hatte man als Kind doch ein ganz anderes Zeitempfinden. Entweder alles dauert eine Ewigkeit oder die Zeit verfliegt nur besonders wenn viele neue Eindrücke auf einen zukommen. Ich denke jedenfalls das drei Monate noch gar nichts sind um zu sagen wie es in einen Jahr oder so sein wird. Vorallem seine Tochter wird doch auch bald in die Pupertät kommen was sicherlich auch einiges ändern wird.

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26. Oktober 2012 um 13:35
In Antwort auf sonnenkind95

Die Mutter
sieht ihre Tochter auch einigermaßen verlässlich im zweiwöchentlichen Rhytmus.
Mittlerweile macht sie einen auf fürsörgliche Mutter und hat auch am WE mehr Zeit für ihr Kind als früher.
Natürlich bewirkt das beim Kind, dass sie den Spieß umgedreht hat: so sehr, wie sie vor kurzem noch ihren Papa dauernd vermisst hat, so vermisst sie jetzt auf einmal ihre Mama. Mama ist ja so toll...
Ich habe das Gefühl, dieses Mädchen hat komplett ihre negativen Erlebnisse der Vergangenheit mit der Mutter verdrängt. Die Mutter hat anfangs täglich hier angerufen, um "Präsenz zu zeigen", was anderes war das für mich nicht, aber es bewikt viel bei einem Kind, was von der Mutter getrennt ist.
Sie hat sich damals nichts sehnlicher gewünscht, als zu uns zu ziehen, hat geheult wie ein Schlosshund, wen es zur Mama zurück ging, und nun merkt sie (wie ich auch), dass ein Patchworkleben nicht so ganz einfach geht wie sie vielleicht dachte.
Mit der Mutter kann man nichts bereden, sie verdreht alle Tatsachen, schiebt jede Verantwortung von sich und denkt sowieso immer, alle wollen ihr was böses! Diese Frau kann sich nicht vernünftig und zum Wohle des Kindes verhalten, sie sieht nur SICH.
Auch ein Riesenproblem für mich...

Irgendwie...
scheinst du zu vergessen, das dieses Kind erst 11! Jahre alt ist. Und, dass dieser Trennungshickhack anscheinend auch schon ein paar Jahre geht.

Was erwartest du? Das sie die ganzen Zusammenhänge wie eine Erwachsene begreift.

Zum anderen bringt es dich nicht weiter, wenn du die Mutter schlecht machst. Das hilft dir überhaupt nicht,denn die kannst du eh nicht ändern.

Deine Einstellung zum Kind aber schon. Wenn du das allein nicht kannst, dann such dir, wie hier schon geraten Hilfe.

Z.B. bei einer Familienberatungsstelle.

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26. Oktober 2012 um 15:09

Das ist....
ein KIND!, keine Nebenbuhlerin.

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26. Oktober 2012 um 15:20

Ich habe...
2 Töchter, 1 Enkelin, 1 Schwester und 1 Nichte, reicht das?

Man, das ist ein Scheidungskind, das von einem zum anderen geschoben wurde. Von der Mutter abgelehnt, jetzt von der Freundin des Vaters, auch abgelehnt, findet sich plötzlich in einer Familie mit zwei anderen Kindern wieder.

Was denkst du wohl,wie sich ein Kind in so einer Situation fühlt?

Das sie sich da an den Vater klammert dürfte eigentlich niemanden wundern.

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27. Oktober 2012 um 14:59

Es ist die Verantwortung für das Familienglück,
die mich auch so sehr belastet. Ich tue mich schwerer mit der neuen Situaton als ich dachte, und nun merke ich auch noch, dass alles Wohl oder Übel in dieser Familie quasi von mir abhängt. Ich fühle mich in die Ecke gedrängt. Von dieser Position aus Probleme anzugehen ist nicht einfach.
Wenn ich einen besseren Draht zu dem Kind entwickle, wird sie sicher irgendwann auch weniger an ihrem Papa klammern. Vielleicht... denn sie war es bisher gewohnt, stundenlang an ihrem Papi zu "kleben", sobald der nach Hause kam und abends womöglich noch in seinen Armen einzuschlafen. Sorry, aber das geht einfach nicht mehr. Sie war ein Einzelkind und alles was Mama versäumt hat und dem Kind nie geben konnte, hat Papa wieder im Übermaß ausgeglichen. Damals hat er nur für seine Kinder gelebt. Seine Tochter kennt es gar nicht anders, als dass er immer "gesprungen" ist, wenn sie etwas wollte.
Eigentlich wollte ich das gar nicht erzählen, denn mein Freund hat in der Beziehung ja schon einiges geändert (auch wenn es ihm sehr schwer fällt)

Es ist so, dass die Mutter nun dem Kind Versprechungen macht und die Probleme der Tochter beim Eingewöhnen hier für sich nutzt. Dem Kind wird schon erzählt, sie solle noch ein Jahr "durchhalten" (denn dann ist Schulwechsel) und bald könne sie zu Mama zurück und dann würde alles schon irgendwie gehen. Hallo???

Mein Freund und ich wissen, dass dann gar nichts gehen wird, denn die Mutter konnte noch nie Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und wollte sie unbedingt damals loswerden.
Das, was da derzeit abläuft, ist der plumpe Versuch, sich bei dem Kind wieder beliebt zu machen, es ist purer Egoismaus ohne dem Kind wirklich helfen zu wollen. Sollte Sie sich zu sehr beeinflussen lassen und zu Mama zurückgehen, wäre das ein riesen Rückschitt, denn damals nach der Trennung lief gar nichts gut, weder in der Schule noch in der Familie. Es gab nur Streit und Nörgelei, das Kind war wirklich schwer vernachlässigt in vieler Hinsicht. Hier kümmern sich jetzt deutlich mehr Leute um sie und ihre Belange, auch ich übrigens!
Meine Mädchen verstehen sich gut mit ihr und die neuen Geschwister sind eher eine Bereicherung für sie. Auch wenn sie nun lernen muss, zu teilen und sich mit anderen auseinander zu setzen. Aber das macht sie doch auch stärker!!!
Die Mutter arbeitet gegen uns, und wenn ich meine Eifersuchtsprobleme nicht in den Griff kriege, war hier vielleicht alles umsonst. Das ist schon ein enormer Druck. Negative Gefühle lassen sich nicht so einfach abschalten. Ich finde ja nicht mal den genauen Grund dafür... Gut dran ist der, der sich irgendwie ablenken kann in Situationen, die für ihn schwer auszuhalten sind. Das sind aber genau meine Schwachpunkte.
Momentan sind die kinderfreien Wochenenden das, was mich hochhält Und vor allem die Liebe zu meinem Freund ... Aber genau da entspringt auch meine blöde Eifersucht

Leute, ich weiß selber, dass die Liebe zu einem Kind eine andere ist, als die zu einem Erwachsenen.
Wenn jeder so einfach nach einigen dieser klugen Ratschlägen leben könnte, gäbe es hier viele foren gar nicht!!!!! Das ist nicht böse gemeint

Danke für die vielen Beiträge

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27. Oktober 2012 um 15:12
In Antwort auf sonnenkind95

Es ist die Verantwortung für das Familienglück,
die mich auch so sehr belastet. Ich tue mich schwerer mit der neuen Situaton als ich dachte, und nun merke ich auch noch, dass alles Wohl oder Übel in dieser Familie quasi von mir abhängt. Ich fühle mich in die Ecke gedrängt. Von dieser Position aus Probleme anzugehen ist nicht einfach.
Wenn ich einen besseren Draht zu dem Kind entwickle, wird sie sicher irgendwann auch weniger an ihrem Papa klammern. Vielleicht... denn sie war es bisher gewohnt, stundenlang an ihrem Papi zu "kleben", sobald der nach Hause kam und abends womöglich noch in seinen Armen einzuschlafen. Sorry, aber das geht einfach nicht mehr. Sie war ein Einzelkind und alles was Mama versäumt hat und dem Kind nie geben konnte, hat Papa wieder im Übermaß ausgeglichen. Damals hat er nur für seine Kinder gelebt. Seine Tochter kennt es gar nicht anders, als dass er immer "gesprungen" ist, wenn sie etwas wollte.
Eigentlich wollte ich das gar nicht erzählen, denn mein Freund hat in der Beziehung ja schon einiges geändert (auch wenn es ihm sehr schwer fällt)

Es ist so, dass die Mutter nun dem Kind Versprechungen macht und die Probleme der Tochter beim Eingewöhnen hier für sich nutzt. Dem Kind wird schon erzählt, sie solle noch ein Jahr "durchhalten" (denn dann ist Schulwechsel) und bald könne sie zu Mama zurück und dann würde alles schon irgendwie gehen. Hallo???

Mein Freund und ich wissen, dass dann gar nichts gehen wird, denn die Mutter konnte noch nie Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und wollte sie unbedingt damals loswerden.
Das, was da derzeit abläuft, ist der plumpe Versuch, sich bei dem Kind wieder beliebt zu machen, es ist purer Egoismaus ohne dem Kind wirklich helfen zu wollen. Sollte Sie sich zu sehr beeinflussen lassen und zu Mama zurückgehen, wäre das ein riesen Rückschitt, denn damals nach der Trennung lief gar nichts gut, weder in der Schule noch in der Familie. Es gab nur Streit und Nörgelei, das Kind war wirklich schwer vernachlässigt in vieler Hinsicht. Hier kümmern sich jetzt deutlich mehr Leute um sie und ihre Belange, auch ich übrigens!
Meine Mädchen verstehen sich gut mit ihr und die neuen Geschwister sind eher eine Bereicherung für sie. Auch wenn sie nun lernen muss, zu teilen und sich mit anderen auseinander zu setzen. Aber das macht sie doch auch stärker!!!
Die Mutter arbeitet gegen uns, und wenn ich meine Eifersuchtsprobleme nicht in den Griff kriege, war hier vielleicht alles umsonst. Das ist schon ein enormer Druck. Negative Gefühle lassen sich nicht so einfach abschalten. Ich finde ja nicht mal den genauen Grund dafür... Gut dran ist der, der sich irgendwie ablenken kann in Situationen, die für ihn schwer auszuhalten sind. Das sind aber genau meine Schwachpunkte.
Momentan sind die kinderfreien Wochenenden das, was mich hochhält Und vor allem die Liebe zu meinem Freund ... Aber genau da entspringt auch meine blöde Eifersucht

Leute, ich weiß selber, dass die Liebe zu einem Kind eine andere ist, als die zu einem Erwachsenen.
Wenn jeder so einfach nach einigen dieser klugen Ratschlägen leben könnte, gäbe es hier viele foren gar nicht!!!!! Das ist nicht böse gemeint

Danke für die vielen Beiträge

Antwort
> Sorry, aber das geht einfach nicht mehr.

DOCH, DAS GEHT!
Schick die hässliche Eifersuchtsfratze in die Wüste!


Noch ein Tip zum Umgang mit Kindern anderer Menschen.
Es hilft, eine vornehme Zurückhaltung an den Tag zu legen.
Wenn Kinder merken: Der Mensch ist distanziert aber fair und neutral, dann respektieren sie das. Das ist ja auch richtig so, es ist nicht Dein Kind.

Sie respektieren es nicht, wenn der Mensch so tut als ob er das Kind mögen würde, aber innerlich sich aufregt, eifersüchtig ist etc. Dazu kommt, dass Menschen oft enttäuscht sind, wenn sie von den fremden Kindern nicht das zurückbekommen, was ihnen angeblich zusteht.
Also wenn ein Erwachsener immer freundlich ist und totaaaaal nett und die Kinder trotzdem einfach weiter neutral bleiben. Das schürt Frust und Ärger in dem Menschen und diese Falschheit kriegen die Kinder sofort mit und reagieren mit Ablehnung.
Also: Es ist nicht Dein Job die Mutter zu ersetzen, es ist nicht Dein Job, die Supernanny zu spielen.
Es ist Dein Job, normal mit diesem Kind umzugehen und es nicht abzulehnen. Und schon gar nicht ist es Dein Job, sich in die Erziehung einzumischen und dem Kind oder dem Vater vorzuschreiben wie sie sich zu verhalten haben. Ende Gelände.

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