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Wie kann Co-Abhängige sich von Freund trennen?

16. August 2007 um 11:36

Hallo, ich brauche bitte Rat von Leuten, die sich mit dem Thema (Alkohol-)Sucht, Co-Abhängigkeit bzw. Beziehungssucht auskennen.

Ich habe vor kurzem eine Nachricht hier rein geschrieben mit dem Thema Mein Freund ist Alkoholiker wer hat Erfahrung? Um es noch mal kurz zu fassen: Mein Freund trinkt fast täglich, hat Exzesse, macht mir und seiner Familie das Leben dadurch sehr schwer. Weil wir eine Fernbeziehung haben, wollte ich zu ihm ziehen. Meine Eltern sind beide Alkoholiker.

Die Antworten, die ihr mir gegeben habt, waren sehr ernüchternd. Er wird sich nicht ändern auch nicht meinetwegen. Wenn ich zu ihm ziehe, seht er schwarz, ich soll mein Leben nicht einfach so wegwerfen.

Tja, in letzter Zeit hat sich die Lage sehr zugespitzt. Die Sucht wird immer schlimmer, ich leide sehr darunter. Über die Entfernung von 850 km ist zu mir durchgedrungen, dass er im Suff mädels anbaggert. Er meint, dass das alles Lügen sind. Ich könnte euch viele Sachen erzählen, die für mich zutiefst verletzend sind. Auf Grund dessen habe ich beschlossen, mich von ihm zu trennen. Einfach gesagt für eine Beziehungsabhängige!!! Wie schaff ich das nur??? Ich fühle sooo große Angst, dass ich ihn wirklich verlieren könnte. Als würde ich in ein tiefes schwarzer Loch fallen. Ich könnte nur heulen, bin zutiefst traurig und einsam. Ich hatte schon zwei Anläufe, wo ich gesagt habe, dass Schluss ist. Aber da war er betrunken. Da geht es viel einfacher. Aber dann am nächsten Tag, wenn er (mehr oder weniger) nüchtern ist, mich mit traurigen Augen anguckt, heult und ihm alles so leid tut, dann bin ich nicht mehr stark. Dann möchte ich ihn am Liebsten umarmen und für ihn da sein. Er ist doch ein fantastischer Mensch wenn er nicht trinkt und wir haben viel Spaß. Trotz allem, er wird nicht aufhören, das weiß ich. Und es wird immer schlimmer

Ich versuche mich nicht (mehr) zu Hause zu verkriechen, unternehme so viel wie möglich mit Freundinnen und spreche auch viel über das Thema. Trotzdem schaffe ich nicht los zu kommen. WAS muss ich tun??? Bei einem Therapeuten und den AlAnons war ich schon. Irgendwie hat das nichts gebracht. Bitte helft mir oder schreibt mir eure Erfahrungen.

Vielen lieben Dank

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16. August 2007 um 12:03

Du
musst es beenden!! Sag ihm das du bereit bisteine beziehung mitihmzu führen wenn ER sich ändert!!!

Sorry aber was anderes kann ich da nicht raten...

lg
princessa

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16. August 2007 um 12:12
In Antwort auf althea_12570306

Du
musst es beenden!! Sag ihm das du bereit bisteine beziehung mitihmzu führen wenn ER sich ändert!!!

Sorry aber was anderes kann ich da nicht raten...

lg
princessa

Das kann ich nur bestätigen...
wenn er sich nicht für sich ändert seinem körper sowas antut...klingt mies und du willst sowas siher nicht hören, wieso sollte ers für dich tun??
man kann es versuchen mit einfühlsamen reden, " es wäre besser wenn du...und höre doch bitte auf..." oder "wenn du nicht aufhörst, dann..." also wie mans macht man machts falsch. es ist genauso ne sache wie mit dem abnehemen entweder machts klick oder nicht und du unterstützt quasi seine sucht wenn du bei ihm bleibst, auch wenn ers nicht sagt, aber wieso sollte er sich auch ändern. er hat ja alles ne freundin die das mit macht... und wenn ich zu ihm ziehst wird sich nichts ändern ... vielleicht wird er es dir sagen, die ersten tage gehts aber warte mal ab bis der alltagstrott kommt oder er probleme hat mit denen er sich nicht auseinander sezten kann ausser es herunter zu spühlen...Alkoholiker haben für alles und jedes eine ausrede parat, ich will deinen freund auch nicht abwerten aber es ist wie ein teufelskreis, der sich dreht und er den ausgang nicht findet..vorallem denkst du drüber nach grübelst, und es bringt alles nichts. glaub mir wenn er hochgradig geährdet ist, und das ist er wenn er jeden tag trinkt, dann kannst du ihm nicht helfen, du hilfst ihm nur, wenn du ihn verlässt, klingt unlogisch ist aber so.

nehme es nicht böse auf,

machs beste draus und wenn du fragen hast, dann frag mich ruhig kenne mich sehr gut damit aus!!

liebe grüße...

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16. August 2007 um 12:21

Hi pez,
ich habe meinen Freund nach 7 1/2 Jahren Beziehung verlassen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte mit einem Alkoholiker zusammen zu sein. Er hat nicht nur sich kaputt gemacht, sondern ich war auch in Gefahr. So schreibst Du auch. Es bleibt nur dieser Schritt: gehe endlich. Und: sage ihm dies mit aller Deutlichkeit, kurz und knackig, daß Du nur gehst, um ihm und Dir zu helfen. Laß' Dich auf keine Versprechungen mehr ein! Gehe! Wenn er eine Therapie angefangen hat, kannst Du ihn nach Kräften unterstützen. Aber nur dann! Erst, wenn er auch tatsächlich damit begonnen hat...
Verzage nicht! Du weißt es, daß nur dies der richtige Weg ist!

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16. August 2007 um 12:34

Sei klar und konsequent!
Meine Vorredner/innen haben recht! Die einzige Lösung ist die klare und konsequente Trennung. Mein Rat an Dich (um es für Dich leichter zu machen): Absolut kein Kontakt. Nur so wirst Du Kräfte sammeln können und Abstand gewinnen, und so wird sich Dir die Chance einer schönen Zukunft auftun.
Ich wünsche Dir von Herzen Kraft und Durchblick!
Liebe Grüße, Katharina

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16. August 2007 um 13:08

Halle cefeu
naja ich habe das mit meinem therapeuten mal aufgearbeitet. Meine Elter hatten früher sehr viele Streits. Einer von den beiden hat immer damit gedroht, dass er den anderen verlässt, dass sie sich scheiden lassen. Sie haben und auch immer vor die Wahlt gestellt. Wir sollten uns Gedanken machen, bei wem wir wohnen bleiben möchten, wenn sie sich trennen. Das ging über Jahre, ich war noch sehr klein. Die ganze Zeit über war meine aller größte Angst, dass sie sich wirklich trennen könnten. Das wäre das schlimmst für mich gewesen. Im Endeffekt ist das nie passiert. Sie haben heute noch viele Streits, beide spülen sich die Sorgen hinunter. Die haben keine Ehe, das ist eine Art Wohngemeinschaft. Und meine Schwester und ich sind das Glied, das sie zusammen hält, glaube ich. (Würden wir nicht putzen, kochen usw. dann würde deren Welt einstürzen). Wie auch immer, der Therapeut hat gemeint, dass auch jetzt noch meine größte Angst ist, Beziehungen, egal welcher Art, zu verlieren. Ich hab unvorstellbare Angst davor. Da halte ich es lieber Jahre in einer schlimmen Beziehung aus, bevor ich einen Schlussstrich ziehe. Ich kenn es ja nicht anders! Traurig! Mein therapeut wollte mich immer dazu bringen, dass ich mit meinem Freund schluss mache. Das kam für mich vor ein paar Monaten nicht in Frage. Deswegen meinte er, wir sollten eine Therapie-Pause machen. Wenn ich was brauche, kann ich mich aber jeder Zeit melden. Ich fühlte mich jedoch total im Stich gelassen von ihm. Keine Ahnung ob das von ihm gut durchdacht war, eine Art psychologischer Trick? Immerhin musste ich mich mit meiner Situation alleine auseinander setzen und konnte mich nicht mehr bei ihm ausheulen.
Die Leute bei den AlAnons fand ich eigentlich sehr nett und ich war auch immer gut drauf nach einer Sitzung. Aber nach dem das mit dem Therapeuten war, hörte ich auch mit AlAnon auf. Ich wollte einfach alles verdrängen. Aber wie man sieht, holt es mich immer wieder ein

Lg pez

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16. August 2007 um 13:22

Als
objektiver betrachter würde ich sagen: trenn dich von ihm und zwar schnell.
suchtkranken kann nur geholfen werden, wenn sie richtig am boden sind und nicht jemand hinter sich wissen, der sie immer wieder auffängt.
ich hatte vor jahren eine ähnliche situation mit einem guten freund, der hat sich nach dem tod seines vaters in die drogenwelt ziehen lassen.
er hat es erst geschafft davon wegzukommen, als er niemanden mehr hatte.
und über diese distanz wird es leichter für dich, als wenn ihr euch täglich sieht.
tu dir und deinem freund einen gefallen und beende es.

p.s. was hast du eigentlich bei den aas gemacht?? wolltest du verstehen, was in einem abhängigen vorgeht?

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16. August 2007 um 13:24
In Antwort auf liesje_12376625

Das kann ich nur bestätigen...
wenn er sich nicht für sich ändert seinem körper sowas antut...klingt mies und du willst sowas siher nicht hören, wieso sollte ers für dich tun??
man kann es versuchen mit einfühlsamen reden, " es wäre besser wenn du...und höre doch bitte auf..." oder "wenn du nicht aufhörst, dann..." also wie mans macht man machts falsch. es ist genauso ne sache wie mit dem abnehemen entweder machts klick oder nicht und du unterstützt quasi seine sucht wenn du bei ihm bleibst, auch wenn ers nicht sagt, aber wieso sollte er sich auch ändern. er hat ja alles ne freundin die das mit macht... und wenn ich zu ihm ziehst wird sich nichts ändern ... vielleicht wird er es dir sagen, die ersten tage gehts aber warte mal ab bis der alltagstrott kommt oder er probleme hat mit denen er sich nicht auseinander sezten kann ausser es herunter zu spühlen...Alkoholiker haben für alles und jedes eine ausrede parat, ich will deinen freund auch nicht abwerten aber es ist wie ein teufelskreis, der sich dreht und er den ausgang nicht findet..vorallem denkst du drüber nach grübelst, und es bringt alles nichts. glaub mir wenn er hochgradig geährdet ist, und das ist er wenn er jeden tag trinkt, dann kannst du ihm nicht helfen, du hilfst ihm nur, wenn du ihn verlässt, klingt unlogisch ist aber so.

nehme es nicht böse auf,

machs beste draus und wenn du fragen hast, dann frag mich ruhig kenne mich sehr gut damit aus!!

liebe grüße...

Hallo
nein ich nehme den Beitrag sicher nicht böse auf, ganz im Gegenteil. Ich bin dankbar für deine ehrliche Meinung.
Wahrscheinlich habe ich viel zu viele Liebesfilme gesehen, so dass ich glaube, er könnte sich für mich ändern. Liebe ist stärker als alles andere, Liebe geht über alle Grenzen, nicht wahr? Es stimmt, egal was ich mache, es ist verkehrt. Streite ich, heule ich, versuche ich ihn zu bemuttern, versuche ich ihn / den Alkohol zu ignorieren, drohe ich, bettle ich, es hilft alles nichts. Ziehe ich zu ihm wird es schlimmer. Das hat mir jemand beim vorgehenden Beitrag geschrieben. Denn dann versuche ich unsere Welt aufrecht zu halten. Wenn er nicht mehr kann, dann würde ich den Haushalt machen, Kochen, Miete bezahlen usw. Ja, ich glaube ich würde das dann wirklich machen.
Weißt du was verrückt ist. Obwohl schon so viel passiert ist, so viele unschöne Dinge, warte ich immer noch auf einen Vorfall, der mir den Rest gibt. Dass ich sagen kann, dass es jetzt endgültig aus ist. Aber wird das wirklich eintreffen? Immerhin hab ich bis jetzt auch alles mitgemacht Schon erschreckend, wie wenig ich mir selbst wert bin

VLG

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16. August 2007 um 13:24

Bei einem Therapeuten und den AlAnons war ich schon
Hallo,

ich möchte Dir nahelegen, diese Institutionen auch weiterhin zu nutzen. Wenn ich das richtig verstehe, bist Du damals noch nicht so weit gewesen, daß Du zu einer Trennung entschlossen warst. Daß Du meinst, daß Dir dort nicht geholfen wurde, liegt vielleicht auch daran, daß Du Dich dagegen gesperrt hast, denn mit Sicherheit wurde Dir dort die Trennung als einzig richtiger Schritt nahegelegt und davor hattest Du ja große Angst. Diesen Schritt hast Du jetzt endlich auch für Dich als besten und einzigen Ausweg aus dem Elend erkannt (Gott sei Dank) und kannst es eher zulassen, daß man Dir hilft. Bleib am Ball, auch wenn es Sitzungen gibt, die Dir sinnlos oder nicht effektiv erscheinen, so wird es doch Momente oder Personen geben, die Dir weiterhelfen. Wenn Du zu dem damaligen Therapeuten kein Vertrauen hast, so ist es kein Problem ihn zu wechseln. Nimm jede Unterstützung an, die Du kriegen kannst, Du wirst sehen, es sind kleine Momente, die überraschend viel Klarheit und auch Stärke bringen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen, Du wirst sehen, es lohnt sich, wenn Du Dir endlich zugestehst etwas für Dich und nur für Dich ganz alleine zu tun.

Alles Gute für Dich, Zelda.

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16. August 2007 um 13:25
In Antwort auf doris_12672664

Halle cefeu
naja ich habe das mit meinem therapeuten mal aufgearbeitet. Meine Elter hatten früher sehr viele Streits. Einer von den beiden hat immer damit gedroht, dass er den anderen verlässt, dass sie sich scheiden lassen. Sie haben und auch immer vor die Wahlt gestellt. Wir sollten uns Gedanken machen, bei wem wir wohnen bleiben möchten, wenn sie sich trennen. Das ging über Jahre, ich war noch sehr klein. Die ganze Zeit über war meine aller größte Angst, dass sie sich wirklich trennen könnten. Das wäre das schlimmst für mich gewesen. Im Endeffekt ist das nie passiert. Sie haben heute noch viele Streits, beide spülen sich die Sorgen hinunter. Die haben keine Ehe, das ist eine Art Wohngemeinschaft. Und meine Schwester und ich sind das Glied, das sie zusammen hält, glaube ich. (Würden wir nicht putzen, kochen usw. dann würde deren Welt einstürzen). Wie auch immer, der Therapeut hat gemeint, dass auch jetzt noch meine größte Angst ist, Beziehungen, egal welcher Art, zu verlieren. Ich hab unvorstellbare Angst davor. Da halte ich es lieber Jahre in einer schlimmen Beziehung aus, bevor ich einen Schlussstrich ziehe. Ich kenn es ja nicht anders! Traurig! Mein therapeut wollte mich immer dazu bringen, dass ich mit meinem Freund schluss mache. Das kam für mich vor ein paar Monaten nicht in Frage. Deswegen meinte er, wir sollten eine Therapie-Pause machen. Wenn ich was brauche, kann ich mich aber jeder Zeit melden. Ich fühlte mich jedoch total im Stich gelassen von ihm. Keine Ahnung ob das von ihm gut durchdacht war, eine Art psychologischer Trick? Immerhin musste ich mich mit meiner Situation alleine auseinander setzen und konnte mich nicht mehr bei ihm ausheulen.
Die Leute bei den AlAnons fand ich eigentlich sehr nett und ich war auch immer gut drauf nach einer Sitzung. Aber nach dem das mit dem Therapeuten war, hörte ich auch mit AlAnon auf. Ich wollte einfach alles verdrängen. Aber wie man sieht, holt es mich immer wieder ein

Lg pez

Wenn du...
das mit dieser aussage wirklich so meinst, dann wirds schwer dir zu helfen...

Da halte ich es lieber Jahre in einer schlimmen Beziehung aus, bevor ich einen Schlussstrich ziehe. Ich kenn es ja nicht anders! Traurig!

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16. August 2007 um 13:27

Mitleid und Angst....
... werden ihm nicht helfen.

Er muss erst in der Gosse in seiner eigenen Sch.eiße liegen, damit ihm die Augen geöffnet werden.

Ich denke, dass Deine Kindheit - alkoholabhängige Eltern - ihren Teil zu Deiner Co-Anhängigkeit dazu beitragen.
An Deiner Stelle würde ich den Kontakt abbrechen!!!! Und weiterhin zu den AA gehen, wenn möglich auch weiterhin zum THerapeuten.

Mit Mitleid und Aufsicht erreichtst Du rein gar nichts. Nur dass Du Dich auf seine Stufe stellst und ebenfalls abrutscht. Willst Du sein Kindermädchen spielen und Dich in seinem Suff betrügen lassen? Natürlich streitet er es ab. Ist doch normal.....

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16. August 2007 um 13:29
In Antwort auf myriam_11970191

Als
objektiver betrachter würde ich sagen: trenn dich von ihm und zwar schnell.
suchtkranken kann nur geholfen werden, wenn sie richtig am boden sind und nicht jemand hinter sich wissen, der sie immer wieder auffängt.
ich hatte vor jahren eine ähnliche situation mit einem guten freund, der hat sich nach dem tod seines vaters in die drogenwelt ziehen lassen.
er hat es erst geschafft davon wegzukommen, als er niemanden mehr hatte.
und über diese distanz wird es leichter für dich, als wenn ihr euch täglich sieht.
tu dir und deinem freund einen gefallen und beende es.

p.s. was hast du eigentlich bei den aas gemacht?? wolltest du verstehen, was in einem abhängigen vorgeht?

AlAnon
ist eine Selbsthilfegruppe für Familienangehörige und Freunde von Alkoholikern. Die trinken nicht selber, die leiden unter Alkoholikern, die ihnen sehr nahe stehen.
Also nicht mit den Anonymen Alkoholikern verwechseln.

Jaaa das klingt einleuchtend. Wenn er ganz alleine ist und niemanden mehr hat, dann könnte das seine Rettung sein. Aber weißt, mir tut er dann so furchtbar leid, wenn er niemanden hat. Ich habe Angst, dass er das nicht packt und sich was antut. Durch die Entfernung kann ich wahrscheinlich konsequenter sein, als wenn er in meiner Nähe wäre.

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16. August 2007 um 13:30
In Antwort auf doris_12672664

Hallo
nein ich nehme den Beitrag sicher nicht böse auf, ganz im Gegenteil. Ich bin dankbar für deine ehrliche Meinung.
Wahrscheinlich habe ich viel zu viele Liebesfilme gesehen, so dass ich glaube, er könnte sich für mich ändern. Liebe ist stärker als alles andere, Liebe geht über alle Grenzen, nicht wahr? Es stimmt, egal was ich mache, es ist verkehrt. Streite ich, heule ich, versuche ich ihn zu bemuttern, versuche ich ihn / den Alkohol zu ignorieren, drohe ich, bettle ich, es hilft alles nichts. Ziehe ich zu ihm wird es schlimmer. Das hat mir jemand beim vorgehenden Beitrag geschrieben. Denn dann versuche ich unsere Welt aufrecht zu halten. Wenn er nicht mehr kann, dann würde ich den Haushalt machen, Kochen, Miete bezahlen usw. Ja, ich glaube ich würde das dann wirklich machen.
Weißt du was verrückt ist. Obwohl schon so viel passiert ist, so viele unschöne Dinge, warte ich immer noch auf einen Vorfall, der mir den Rest gibt. Dass ich sagen kann, dass es jetzt endgültig aus ist. Aber wird das wirklich eintreffen? Immerhin hab ich bis jetzt auch alles mitgemacht Schon erschreckend, wie wenig ich mir selbst wert bin

VLG

Irgentwo
hat man ja auch noch ein wenig stolz und denkt man hat respekt verdient den man nicht bekommt, weiss ja nicht wie er mit dir umgeht...ob er einfach nur voll ist, oder dich terrorisiert??? dir das leben schwer macht, ob du seinetwegen lügen musst???

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16. August 2007 um 13:34
In Antwort auf liesje_12376625

Wenn du...
das mit dieser aussage wirklich so meinst, dann wirds schwer dir zu helfen...

Da halte ich es lieber Jahre in einer schlimmen Beziehung aus, bevor ich einen Schlussstrich ziehe. Ich kenn es ja nicht anders! Traurig!

Nein
das dachte ich früher. Mir wurden gottseidank die Augen geöffnet

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16. August 2007 um 13:35

Rette dich!
Weißt du, ich kenne das - gerade die beklopptesten Wracks schaffen es, im entscheidenden Moment treudoof zu schauen u jemanden, der ein gutes Herz hat weichzuklopfen.

Wichtig ist, dass du in dem Moment aufhörst, dich in IHN reinzuversetzen und stattdessen überlegst, was er dir eigentlich antut und vor allem, wie wenig rücksichtsvoll sein Hundeblick dir gegenüber eigentlich ist u dass das getarnter PURER EGOISMUS ist!!!

Solchen Typen könnt ich regelmäßig die Fresse polieren-echt!

mag sein, dass seine andere, nüchterne Seite ein fantastischer Mensch ist - aber was nützt dir das?
Die andere Seite meines Ex war auch lieb u nett - aber die Seite, die mich kaputt gemacht hat war das eben nicht - u nur das zählt doch!

Das einzige was du tun kannst ist HART bleiben! Mag sein, dass dir eine fehlende oder kalte reaktion deinerseits auf seinen Hundeblick egoistisch vorkommt (wohlgemerkt VORKOMMT - sie ist es nicht - denn du hast in der Kindheit falsche Verhaltensmuster gelernt und dabei gelernt dich selbst zu vernachlässigen!!) aber irgendwann vergeht auch das.

Bleib hart u halte dir vor Augen, dass DU kaputt gehst! Ihn kannst du nicht retten, aber DICH! Und wieso sollen 2 Menschen zugrunde gehen, wenn es auch möglich ist, dass einer davon sich rettet????!!

Zugrunde geht er so oder so - ob du dich nun rettest oder nicht...

und wenn ich das wüßte - ich würde mich in Sicherheit bringen!!!!

Tu es!
LG
Traubenkenr

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16. August 2007 um 13:39
In Antwort auf liesje_12376625

Irgentwo
hat man ja auch noch ein wenig stolz und denkt man hat respekt verdient den man nicht bekommt, weiss ja nicht wie er mit dir umgeht...ob er einfach nur voll ist, oder dich terrorisiert??? dir das leben schwer macht, ob du seinetwegen lügen musst???

So ist es
das volle programm. Er ruft mich ständig in der Nacht an, besoffen. Dann wird er gemeint, macht schluss wenn es ihm einfällt. Er ruft meine Schwester, meinen vater an und heult denen die ohren voll. Er sagt, ich soll seine mum anlügen.
Wenn wir gemeinsam unterwegs waren, hat er nicht getrunken oder heimlich. Seit kurzer Zeit trinkt er trotzdem, gegen meinen Willen. Er möchte, dass wir das akzeptieren. Seit dem hat es "Klick" gemacht bei mir. Seit dem weiß ich, dass es nur schlimmer kommt

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16. August 2007 um 14:06
In Antwort auf doris_12672664

So ist es
das volle programm. Er ruft mich ständig in der Nacht an, besoffen. Dann wird er gemeint, macht schluss wenn es ihm einfällt. Er ruft meine Schwester, meinen vater an und heult denen die ohren voll. Er sagt, ich soll seine mum anlügen.
Wenn wir gemeinsam unterwegs waren, hat er nicht getrunken oder heimlich. Seit kurzer Zeit trinkt er trotzdem, gegen meinen Willen. Er möchte, dass wir das akzeptieren. Seit dem hat es "Klick" gemacht bei mir. Seit dem weiß ich, dass es nur schlimmer kommt

Also.
scheint er sich auch nicht ändern zu wollen??sagt er das auch so krass??

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16. August 2007 um 14:22
In Antwort auf lys_11956303

Bei einem Therapeuten und den AlAnons war ich schon
Hallo,

ich möchte Dir nahelegen, diese Institutionen auch weiterhin zu nutzen. Wenn ich das richtig verstehe, bist Du damals noch nicht so weit gewesen, daß Du zu einer Trennung entschlossen warst. Daß Du meinst, daß Dir dort nicht geholfen wurde, liegt vielleicht auch daran, daß Du Dich dagegen gesperrt hast, denn mit Sicherheit wurde Dir dort die Trennung als einzig richtiger Schritt nahegelegt und davor hattest Du ja große Angst. Diesen Schritt hast Du jetzt endlich auch für Dich als besten und einzigen Ausweg aus dem Elend erkannt (Gott sei Dank) und kannst es eher zulassen, daß man Dir hilft. Bleib am Ball, auch wenn es Sitzungen gibt, die Dir sinnlos oder nicht effektiv erscheinen, so wird es doch Momente oder Personen geben, die Dir weiterhelfen. Wenn Du zu dem damaligen Therapeuten kein Vertrauen hast, so ist es kein Problem ihn zu wechseln. Nimm jede Unterstützung an, die Du kriegen kannst, Du wirst sehen, es sind kleine Momente, die überraschend viel Klarheit und auch Stärke bringen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen, Du wirst sehen, es lohnt sich, wenn Du Dir endlich zugestehst etwas für Dich und nur für Dich ganz alleine zu tun.

Alles Gute für Dich, Zelda.

Das stimmt
damals war ich noch nicht so weit. Ich muss gestehen, eure Antworten auf meinen Beitrag von vor ein paar Wochen, haben mir sehr zugesetzt. Ich konnte nächtelang nicht schlafen. Ich musste ständig darüber nachdenken, ob ich mir das jemals verzeihen könnte, mein eigenes Leben so leichtsinnig kaputt gemacht zu haben. Nein, ich bin mir doch mehr wert!
Deshalb danke an eure harten Worte, die mich wirklich wach gerüttelt haben.

Alles Liebe, pez

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16. August 2007 um 14:40
In Antwort auf liesje_12376625

Also.
scheint er sich auch nicht ändern zu wollen??sagt er das auch so krass??

Vor 5 Wochen
sagte er das noch so krass. Aber jetzt, wo er weiß, dass er mich verlieren könnte, sagt er das plötzlich nicht mehr. Er möchte *versuchen*, das trinken aufzugeben. Ich soll ihn dabei unterstützen.
Ich vermute, dass er die Sache schlauer anpackt. Das heißt, nicht mehr anzurufen, wenn er besoffen ist. Letztens hat er mir nämlich geschrieben, dass er jetzt schlafen geht. Ich habe ihn wenige Sekunden darauf angerufen, er hat nicht abgehoben. Er muss wohl in Kneipen unterwegs gewesen sein und wollte mich mit dem sms täuschen. Seine mum hat nachgesehen, bis 4 Uhr morgens war er nicht zu Hause. Im Nachhinein meinte er, er war bloß kurz bei einem Nachbarn. Ja natürlich. Er lügt wie gedruckt. Selbst wenn es beweisbar ist, dass er lügt, behauptet er immer noch das Gegenteil.

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16. August 2007 um 14:44
In Antwort auf doris_12672664

Vor 5 Wochen
sagte er das noch so krass. Aber jetzt, wo er weiß, dass er mich verlieren könnte, sagt er das plötzlich nicht mehr. Er möchte *versuchen*, das trinken aufzugeben. Ich soll ihn dabei unterstützen.
Ich vermute, dass er die Sache schlauer anpackt. Das heißt, nicht mehr anzurufen, wenn er besoffen ist. Letztens hat er mir nämlich geschrieben, dass er jetzt schlafen geht. Ich habe ihn wenige Sekunden darauf angerufen, er hat nicht abgehoben. Er muss wohl in Kneipen unterwegs gewesen sein und wollte mich mit dem sms täuschen. Seine mum hat nachgesehen, bis 4 Uhr morgens war er nicht zu Hause. Im Nachhinein meinte er, er war bloß kurz bei einem Nachbarn. Ja natürlich. Er lügt wie gedruckt. Selbst wenn es beweisbar ist, dass er lügt, behauptet er immer noch das Gegenteil.

Und
da stehst du drauf?

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16. August 2007 um 14:56
In Antwort auf liesje_12376625

Und
da stehst du drauf?

Nein
natürlich nicht. Er schafft es halt immer wieder, MICH als dumme dastehen zu lassen, obwohl es sein Fehler war. Er kann quasi meine Gefühle beeinflussen. Bis vor Kurzem glaubte ich ihm. Das ist jetzt vorbei. Obwohl ich manchmal schon noch Schwierigkeiten haben, "Richtig" von "Falsch" zu unterscheiden

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17. August 2007 um 8:19

Harte
Worte! Aber es stimmt wohl. Er ist nicht mehr er selber. Ob er das je werden kann? Nach jahrelangem Alkoholmissbrauch und auch Drogen, nach dem er hoffentlich tief fällt und dann erwacht, den unschönen Tatsachen ins Auge schauen und von Neuem beginnen muss. Kann er dann noch der sein, der er vorher mal war?

Naja Kinder hab ich zum Glück noch keine, hab da noch ein paar Jährchen Zeit.

An dieser Härte fehlt es mir leider ein bisschen. Einfach sagen, dass es aus ist und dazu stehen

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11. September 2007 um 12:02
In Antwort auf doris_12672664

Nein
natürlich nicht. Er schafft es halt immer wieder, MICH als dumme dastehen zu lassen, obwohl es sein Fehler war. Er kann quasi meine Gefühle beeinflussen. Bis vor Kurzem glaubte ich ihm. Das ist jetzt vorbei. Obwohl ich manchmal schon noch Schwierigkeiten haben, "Richtig" von "Falsch" zu unterscheiden

Fallen lassen...
... ist in solchem Fall nicht einfach. Aber glaube mir, es muß sein. Ich habe mich nach 15 Jahren von meinem Ex getrennt, weil er nicht aufhören wollte. Es war sehr sehr schwer,ich habe lange gebraucht um zu realisieren was da eigentlich in den letzten Jahren passiert war, aber im nachhinein betrachtet , war meine Entscheidung die richtige. Alkoholiker sind meist perfekte Lügner, das trainieren sie sich im Lauf der Zeit an. Die Tränen und Zusammenbrüche am nächsten morgen kenne ich auch, aber glaube mir, es hilft nicht wenn Du wegläufst wenn er betrunken ist, und wieder für ihn da bist wenn er nüchtern ist. Er muß erkennen das er krank ist, und da kann er nur ganz alleine raus. Mein Ex hat heute Familie, er trinkt aber immer noch. Er hat es nur geschafft eine Frau zu finden, die alles mitmacht, und genauso geduldig ist, wie Du es im Moment bist. Wenn ich mir die beiden so anschaue, bin ich immer wieder froh, das ich den Schlußstrich gezogen habe, denn die Augenränder, die diese Frau hat, hätten meine sein können. Es tut sauweh einen Menschen fallen zu lassen, aber irgendwann muß der Punkt kommen, an dem DU wichtig bist! Lebe für Dich, nicht für ihn!
Ich habs gemacht, und nach ganz fiesen Monaten und Selbstzweifeln habe ich es geschafft mich frei zu strampeln, und habe auch einen ganz lieben Partner gefunden, den ich nächstes Jahr heiraten werde.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft um da raus zu kommen...

Grüße von der Elfe

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11. September 2007 um 12:06

Erkennen, dass du Opfer bist
und raus aus der Opfer-Rolle.
Wenn du interessiert bist, schreibe mir eine PN.

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