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Wie gehts jetzt weiter? Brauche Hilfe

31. Oktober 2013 um 12:48

Ihr Lieben,

einige von euch haben vllt schon mitbekommen, dass zwischen meinem Freund und mir schon länger schlecht läuft.
Angefangen hat das vor c.a. einem halben Jahr. Ich fühlte mich ungeliebt und habe meinem Freund das auch gesagt. Ich Nachhinein würde ich sagen, war das damals überzogen von mir. er war nicht mehr so aufmerksam, aber ich hätte nicht jede Kleinigkeit ansprechen müssen.

So wurde das Ganze zum Selbstläufer. Ich fühlte mich immer ungeliebter und er war immer genervter. So dass ich inzwischen wirklich Grund habe mich nicht mehr geliebt zu fühlen. Er meint er hätte inzwischen seine Probleme mir das zu sagen oder auch im innersten zu fühlen. Jedes Mal wenn er den Impuls hatte mir "Ich liebe dich zu sagen" und trotzdem noch abgewarte hat, sei wieder irgendwas passiert, so dass ihm erneut die Lust vergangen ist mir das mitzuteilen.
Er könne das nicht, wenn wir jede Woche ne Grundsatzdiskussion führen. Die Ausschläge in der Beziehung würden ihn daran hindern.
Ich dagegen hab das Problem das ich mich nicht locker, entspannt und glücklich fühlen kann, wenn ich bei meinem Partner bin und seine Kälte spüre.
Klar führt das zu Konflikten. Er weiß nicht, ob er mich liebt oder nicht.
Er hat ein Problem mit Nähe generell, ist gerne alleine. Ich kann beides recht gut, Nähe und Distanz. Es wird ihm schnell zu eng und dann braucht er wieder Distanz.
Hin und Wieder gibt er mir schon kleine Zeichen der Zuneigung, wenn er mich vermisst zum Beispiel und auch so zwischendurch nen Kuss oder Kuscheln.
Aber immer schwebt dieses, "was bin ich eigentlich für ihn?" darüber.

Nach einem Gespräch (über ein anderes Thema), in dem er wieder sehr rational argumentierte, wo ich ihn eher emotional gebraucht hätte und auch einige Aussagen getätigt hat, die mich sehr verletzt haben hatte ich dann nachts massive Angstzustände. Das war für mich der Punkt zu sagen "Ich kann nicht mehr"

Hab ihm per Mail meine Gefühle geschildert, das mir die Situation nicht gut tut. Das ich ihn erst wieder sehen will, wenn deutlich ist, was er für mich fühlt. Das hat ihn etwas verärgert.
Er sei kein Mensch, der seine Gefühle Preis gibt, damit wäre er schon zu oft schlecht gefahren. Er könne mir das erst wieder sagen, wenn die Ausschläge weniger werden
Später dann seine Lösungsansätze:
1.er müsste so tun als ob (mir das Gefühl geben mich zu lieben), in Folge werden die Differenzen werden, in Folge wird der schein zum realzustand

2. Ich müsste es mal länger als zwei Wochen aushalten bzw. sein, so wie es ist. In dem Wissen das gute dinge Zeit brauchen und Gefühle sich entwickleln könnten

Ich find beide Lösungen nicht gut. Ich finde er sollte sich eher mal mit sich selber auseinandersetzen, statt nach außen zu gucken, woran es liegt. In sich reinfühlen.

Jetzt meldet er sich gar nicht mehr und ich sitze hier und hab keine Ahnung woran ich bei ihm bin. Mich macht diese Ungewissheit wahnsinnig. Bin ich ihm wirklich so egal? Mach ich überhaupt gerade das richtige und mache ich alles nur schlimmer?
Ich bin verwirrt und traurig

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8. November 2013 um 12:54

Update
Liebe cefeu und alle anderen die es interessiert ( vllt hilft es ja auch wen)

Deine Antwort hat mich zum nachdenken gebracht. Ich hab mich die letzten Tage zurückgezogen, getrauert und hab für mich versucht mit der Beziehung abzuschließen.
Hab aufgehört die Schuld bei mir zu suchen (die er mir auch gerne gegeben hat) und hab für mich entschieden, dass ich lieber alleine bin, als in einer lieblosen Beziehung gegangen, die mir mehr kraft raubt als gibt.
Mir ging es dann auch von Tag zu Tag besser. Hatte dann nochmal mit meinem Partner gesprochen,ihm gesagt, dass ich ab sofort keine Verantwortung mehr übernehme und das ich das schon viel früher hätte machen müssen der wieder trotzig reagierte und meinte "ja dann müssen wir uns wohl trennen".
Ich war da schon so weit, dass ich recht kühl darauf antworten konnte, dass das auf jeden fall unbedingt notwendig ist, wenn ihm die Beziehung nicht wichtig ist und ich für ihn nur ne Option bin, die man austauschen kann.
Musste dann leider los, so endete das Gespräch.
Nun der Wendepunkt: er rief mich später nochmal an, meinte es hätte ihn ziemlich aufgewühlt und beschäftigt. Das plötzliche Gefühl mich wirklich zu verlieren. Zählte mir die Fehler auf, die er gemacht hat ( Passivität bei Streit, um sich vor negativen Gefühlen zu schützen ( meiner Meinung nach passiv-aggressiv), generell sich nicht öffnen können ( Enttäuschungen aus der Vergangenheit) und fragte nach einem Neuanfang.
Seltsamerweise hat mich das nicht erleichtert, ich bin weiter vorsichtig, will erst sehen, dass er sich wirklich mal selber hinterfragt. Das war meiner Meinung der Grund warum wir soviel Stress hatten, er hat mir immer die komplette Schuld gegeben, nie seinen Anteil erkannt. Ich hab die ganze beziehungsarbejt alleine übernommen, weil ich ja auch schuld war.
Haben uns jetzt geeinigt, dass ich weiterhin keine nähe zu ihm möchte, weil ich mich gerade so wohler fühle.
Das man sich aber auf neutralen Boden mal zum essen gehen treffen könnte. Ungezwungen und eher Datemässig.
Ich will mich jetzt nicht voller Euphorie wieder da rein stürzen und lieber gucken, ob er wirklich was begriffen hat.
Ich fühl mich jetzt auch gut, keine Erwartungen mehr zu haben und einfach mal zu schauen was passiert. Und wenn sich nix ändert, kann ich aus der Distanz den Schlussstrich ziehen, weil ich jetzt die Stärke dazu habe und den notwendigen emotionalen Abstand.
Ich mag ihn unheimlich als Menschen, ich kenne auch seine Defizite und weiß das er nicht einfach ist, bin ich aber auch manchmal nicht.
Ich hoffe wirklich das ich weiterhin in dieser Haltung bleibe und nicht mehr einknicke.

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