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Wie geht man als Frau mit der Midlifecrisis des Mannes um?

14. Juli 2008 um 10:37 Letzte Antwort: 20. Oktober 2011 um 15:01

Hallo, ich habe die Befürchtung, dass mein Mann mitten in der Midlifecrisis steckt. Angefangen hat alles vor ca. 2 Monaten. er zog sich mehr von mir zurück, fühlt sich eingeengt, was ich auch ehrlich gesagt getan aber auch verstanden habe und dies gerne ändern möchte. Seit ca. 6 Monaten sind wir auch durchgehend im Renovierungsstress und erst jetzt fertig geworden.
Jedenfalls haben wir schon mehrer Gespräche geführt dabei versichert er mir zwar einerseits, dass er mich liebt aber auch das Gefühl hat zu ersticken und einfach mal Ruhe braucht. Auf meinen Vorschlag mal das Kind am Wochenende abzugeben und ein nettes Wochenende irgendwo zu verbringen, möchte er zunächst nicht eingehen aber er sagt später gerne. Er möchte für ein paar Tage mit seinem Sohn (aus erster Ehe) wegfahren. Einerseits kann ich das nachvollziehen aber ich bin doch über die Abweisung sehr verletzt.
Midlifecrisis - das Gefühl habe ich deshalb, weil er in letzter Zeit sehr viel joggen geht wohl auch um abzuschalten. Er regt sich über seine Augenringe auf, die ich nicht erkennen kann. Er hat sich so einiges an Cremes zugelegt und ist auch unzufrieden im Job und "tritt auf der Stelle"
Ich will auch nicht ständig mit ihm darüber quatschen denn ich finde man kann auch ein Thema todreden. Aber wie gehe ich mit ihm am besten um? Gibt es Männer hier, die diese Phase auch durchgemacht haben und die mir erzählen können was sie sich in der Zeit von der Partnerin gewünscht hätten? Sexuell dürften jedenfalls keine Wünsche offen sein, denn da läuft es klasse.
Ich weiß jedenfalls nicht weiter aber nach vielen Tränen meinerseits muß damit jetzt mal Schluß sein. Ich habe halt große Trennungsangst denn ich liebe meinen Mann. Ich bin wirklich für jeden Rat dankbar.

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14. Juli 2008 um 15:03

Midlife-Krise
Hi,
ich denke, am besten lässt du in im Moment mal eine gewissen Zeit in Ruhe. Wenn du drängelst, zieht er sich noch mehr zurück. Vielleicht hat er irgendwas, was er im Moment ncoh mit sich selbst ausmachen muss - Männer verziehen sich wenn sie was haben, erstmal in ihre Höhle. Lass ihn und sorge einfach gut für dich. Überlass ihm mal das Kind und gehe selbst aus wenn du Lust dazu hast.
Männer wollen ja auch "jagen" ... schau, dass du bisschen dafür sorgst, dass er dich nicht verlieren will sozusagen ... dass er merkt, was er an dir hat. Aber nicht mit Klammern, sondern eher mit Loslassen.
LG, Kaefer

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14. Juli 2008 um 17:30

Etwas Freiraum
Hallo,

Midlife Crisis würde ich auch nicht gleich vermuten. Ich gebe Käfer223 recht und empfehle ihn einfach mal ein wenig in Ruhe zu lassen.

Ihr hattet wohl auch eine stressige Zeit mit der Renovierung und vielleicht kommt noch anderweitiger Stress bei ihm hinzu. Und jetzt will er sich ein wenig um sich kümmern. Und das geschieht nun einmal innerhalb Eurer Beziehung, weil Ihr schon so lange zusammen seid.

Lass ihm Freiraum für seine Entwicklung.

Aber noch wichtiger ist, dass Du Dich auch gleichzeitig um Dich kümmern kannst. Überleg Dir mal was Du an Dir schon immer ändern wolltest, was Du schon immer mal gerne machen wolltest oder ob Du Träume hast die Du noch nicht verwirklicht hast und gehe es an.
Eine Typveränderung würde auch Spaß machen oder ein neuer Bekanntenkreis mit neuen Aktivitäten.
Solange Du dann mit Dir beschäftigt bist, bist Du auch nicht so knatschig wenn er sich auf sich besinnt und auch mal was alleine machen will.

LG

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14. Juli 2008 um 18:02

@coleen41
Quatsch, ich seh mich doch nicht als Konkurrenz zu seinem Sohn. Das sind doch echt zwei paar Schuhe.
Ich habe auch durchaus Verständnis dafür, dass er mal was mit seinem Sohn alleine unternehmen will - sie sehen sich ja nun mal nur alle 14 Tage. Ich bin ganz bestimmt nicht eine von den Frauen, die Problme mit den Kindern haben, die aus vorigen Beziehungen entstanden sind.

Aber gerade in der momentanen Situation schmerzt mich der Gedanke, dass er mit mir nicht fahren will, er Abstand braucht und anscheinend nur von mir weg möchte. Da habe ich einfach Probleme das nachzuvollziehen. Ich würde ihm gerne beistehen aber ich werde oft abgewiesen. Warum benimmt er sich einen Tag ganz normal und dann wieder als wäre er der Ärmste von der Welt? Wir haben beide viel gearbeite in der letzten Zeit, ich hab mir nicht die zeit beim Frisuer vertrieben, während er in der neuen Wohnung "malocht" hat. Das hab ich auch, auch ich bin müde und geschafft.

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14. Juli 2008 um 18:48

...
Hallo ich kann dich gut verstehen, vor allem wenn es längere Zeit einfach nur Dauermaloche und andere Umstände, Dreck, Arbeit und Stress gibt, ihr beide braucht ein bissel Zeit und Erholung um eure Akkus wieder aufzuladen, vielleicht fängst du auch mit einem kleinen Hobby an was dir Spass macht, lass ihm ruhig ein bissel seinen Freiraum den er möchte, aber behalte für dich alleine die Sache im Auge... nicht das es nachher ins Auge geht.. man hat es schon oft genug mitbekommen das man nachher Gleichgesinnte z.b beim Joggen kennenlernt etc. mehr möchte ich dazu nicht so erläutern hier..

Man sollte immer Bedenken das man durch dick und dünn zusammen gehen sollte und nicht jeder nachher sein eigenes Ding macht, auch wenn es anfangs heisst das es ja nur für kurze Dauer sein soll oder Mann es - in dem Falle - jetzt so vorhat.. weil aus vielen Dingen die man dann so braucht um sich zu erholen kann nachher Gewohnheit werden und dann ist der Schritt in das Familienleben sich wieder zu integrieren evtl. umso schwieriger..und man sich nur noch weiter voneinander entfernt...
ich hoffe du weisst was ich meine..

LG und für die nächste Zeit viel Kraft für dich

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15. Juli 2008 um 10:15

Vielen Dank
Erst einmal vielen lieben Dank an alle für die tröstenden Worte und Ratschläge.
Nachdem ich mir nun genug Meinungen angehört habe, von euch und von meinen besten Freundinnen werde ich für mich versuchen, dass ganze etwas lockerer zu sehen. Ich mag nicht mehr ständig darüber grübeln müssen und warte nun erst mal ab und widme mich selber wieder vermehrt meinem Sport. Ich hoffe diese Phase dauert nicht so lange und bestimmt werde ich ab und zu mal wieder ein Tief haben und ne runde für mich heulen und mich selbst bedauern ...

Aber es heißt ja nun mal in guten wie in schlechten Zeiten. Momentan sind die Zeiten also eher nicht so prickelnd. Ich weiß auch nicht, warum ich gleich Trennung im kopf habe warum ich gleich ans Äußerste denken muß. Bin wohl nicht der positiv denkenste Mensch.

LG

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20. Oktober 2011 um 15:01

Bei mir war es genauso...
...mein Mann zog sich immer weiterzurück (nach 18 Jahren gemeinsam). Hab versucht mit ihm zu reden und alles so zu machen, dass er sich zu Hause wohlfühlt. Hat leider nichts genützt, kam immer später nach Hause oder manchmal blieb er ganz weg, er war unzuverlässig und rücksichtlos. Habe sehr gelitten unter der Situation. Er hatte kein Interesse mehr an mir und der Familie, war nur noch mit der Arbeit beschäftigt und in der Freizeit mit seinem Kumpels unterwegs (Sport machen und so). Irgendwann war klar, so geht es nicht mehr weiter. Hab das nicht mehr ausgehalten, hab ihn gefragt was los ist und was er denn eigentlich will. Aber es kam, für mein Verständnis keine sinnvolle Antwort. Er wolle "seine Freiheit" und er habe jetzt " andere Ziele" ??? Was für Ziele, hab ich gefragt, aber das wollte oder konnte er mir nicht sagen. Trennungsängste hatte ich auch ganz schlimm.
Wenn ich Dir einen Rat geben darf, achte darauf, dass es DIR gut geht in eurer Beziehung. Schau nicht so sehr darauf, es deinem Mann recht zu machen. Je mehr du das versuchst, um so unattraktiver wirst du für ihn....wenn er keine Zeit mit Dir verbringen will, solltest Du ihn nicht dazu überreden, oder zwingen. Das bringt nichts. überlege, was Dir Freude bereitet und warte nicht darauf, dass er dich glücklich macht. Sondern übernimm das selber....DU bist ein wertvoller Mensch und solltest nicht nur danach schauen, was Dein Mann für Bedürfnisse hat, sondern vor allem welche du hast.
Zum Thema Trennungsangst: Eine Trennung war für mich trotz aller Unzufriedenheit lange total unvorstellbar, aber mit etwas Abstand kann ich sagen, eine Trennung kann auch was Positives sein, auch wenn Du dir das in deiner momentanen Situation vielleicht nicht vorstellen kannst. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, habe lange gekämpft und gelitten und als ich endlich loslassen konnte ging es mir besser.

Bin inzwischen geschieden und wieder glücklich verheiratet (und der Neue ist 10x besser

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