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Wie finde ich zu mir selbst...?

14. März 2005 um 17:03

Wie in diesem Forum schon beschrieben, will mein Partner von mir Abstand

Ich bin seit heute für eine Woche krankgeschrieben, bekomme alle 2 Tage fluspirilen gespritzt und mir wurde geraten, mich GANZ und VOLLSTÄNDIG nur um MICH zu kümmern...

Nur: Wie stelle ich das an - so traurig wie ich bin?

Ich kann nicht essen, zum Sport kann ich mich nicht aufraffen und das Lebens erscheint mir im Moment alles andere als lebenswert!

Grüße vom todtraurigen Pfiffikus

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14. März 2005 um 17:09

Kopf hoch!
Geh spazieren! Das schöne Wetter sollte Dich doch dazu motivieren, Dich ausserhalb Deiner vier Wände zu bewegen. Geh in einen Wald oder einen Park. Oder pack Dein Fahrrad und mach eine Radtour. Am Donnerstag soll es richtig warm werden. Oder geh mit einer Freundin ins Kino. Oder lade ein paar Freundinnen für einen Videoabend ein.

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14. März 2005 um 19:10

Hallo Pfiffikus,
um dir gezielt zu raten und deine lebensfreude stärken zu können, wäre es gut, wenn du ein paar nähere details erzählen könntest...

es gibt ganz verschiedene arten von depressionen, die verschiedene vorgehen benötigen. und davon abgesehen, sind wir menschen auch alle verschieden...

ok, du schreibst, dein partner will sich von dir distanzieren.. sowas kann uns schon völlig aus der bahn werfen. immerhin haben wir unserem partner eine menge raum und platz in uns gegeben, der jetzt regelrecht wegbricht und in uns eine grosse leere hinterlässt. - eine leere, einsamkeit und manchmal auch endlichkeit des eigenen lebens wird einem da bewußt.

es ist schwierig, einen lieben menschen gehen zu sehen und sich dabei ohnmächtig zu fühlen. ich kann nachvollziehen, wie traurig du bist und wie unglücklich du dich fühlst.

wenn du sehr traurig und sehr verzweifelt bist, sehnst du dich verständlich nach hilfe und möchtest dich verständlicherweise aus dieser situation befreien. - oft sind es aber die ganz, ganz kleinen schritte, die nur ganz langsam gegangen, wirklich hilfe bringen.
- indem du diese entstandene leere nach und nach mit neuen, schönen dinge auffüllst..

ausserdem empfehle ich dir, dich viel in der natur aufzuhalten, du musst nicht unbedingt sport machen, einfach ein paar spaziergänge jeden tag, wären schon ok... viel sonnenlicht, tief atmen. muskatellersalbei hilft bei verstimmung jeglicher art und bei mir hilft super wildes abzappeln auf ohrenbetäubend lauter mukke. aber, wie gesagt, was ist es g e n a u, was dich letztlich so sehr bedrückt? und zu deiner frage... wie finde ich zu mir selbst, kannst du dir nur selbst beantworten.. wer ist es, der sich selbst finden will?
vielleicht möchtest du ja mal etwas davon erzählen...

bis dahin wünsche ich dir viel kraft, hoffnung und heilung.
cosmic.

.. und jetzt noch ein märchen...

Das Märchen von der Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Gestalt, die an einem Wegesrand hockte. Da kam eine kleine Frau den staubigen Feldweg entlang. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Gestalt so leise, dass es kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!", rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit die lächelnde Frau ungläubig. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich auf meinen Wegen ein Stück begleitet."
"Ja, aber...", wunderte sich die Traurigkeit, "warum fliehst du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden einholst. Aber sag mir, warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die Traurigkeit mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich neben die Traurigkeit an den Wegesrand.
"Traurig bist du also", sagte sie dann und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Ich wandle seit Ewigkeiten unter den Menschen und immer, wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreissen. Und sie spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe."

"Oh ja", murmelte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Dabei will ich den Menschen doch nur helfen! Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer mich wirken lässt und alle Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg verzweifelt und schließlich begann sie, leise zu schluchzen.

Da nahm die kleine alte Frau die Traurigkeit tröstend in ihre Arme. 'Wie weich und sanft sie sich anfühlt', dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "und ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich fortan begleiten."

Schon hörte die Traurigkeit auf zu weinen, richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber... aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?", sagte die kleine alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

- Inge Wuthe -


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14. März 2005 um 19:21

Es wird wieder anders. EHRLICH...
Scheinbar müssen solche Zeiten sein. Ich bräuchte sie auch nicht. Und ich weiß, dass man da echt kein Licht von irgendwoher sieht. Und es sieht so aus, als ob es immer so bleibt. Und wenn es noch so aussieht.. es wird wieder anders. Wirklich. Und ich weiß auch nicht, was ich anders gemacht habe.. Mir ging es wie dir. Sport wäre Mord gewesen, Essen schmeckt nicht, Schlafen geht nicht, Lesen ist auch nur so lala.. Einen funktionierenden Tipp kann ich nicht liefern. Tut mir leid. Nur das Wissen im Hinterkopf, ES WIRD WIEDER...
Es tut mir leid für dich, dass es im Moment so heavy ist. Alles Gute für dich!!

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14. März 2005 um 19:29
In Antwort auf Cosmicgirl

Hallo Pfiffikus,
um dir gezielt zu raten und deine lebensfreude stärken zu können, wäre es gut, wenn du ein paar nähere details erzählen könntest...

es gibt ganz verschiedene arten von depressionen, die verschiedene vorgehen benötigen. und davon abgesehen, sind wir menschen auch alle verschieden...

ok, du schreibst, dein partner will sich von dir distanzieren.. sowas kann uns schon völlig aus der bahn werfen. immerhin haben wir unserem partner eine menge raum und platz in uns gegeben, der jetzt regelrecht wegbricht und in uns eine grosse leere hinterlässt. - eine leere, einsamkeit und manchmal auch endlichkeit des eigenen lebens wird einem da bewußt.

es ist schwierig, einen lieben menschen gehen zu sehen und sich dabei ohnmächtig zu fühlen. ich kann nachvollziehen, wie traurig du bist und wie unglücklich du dich fühlst.

wenn du sehr traurig und sehr verzweifelt bist, sehnst du dich verständlich nach hilfe und möchtest dich verständlicherweise aus dieser situation befreien. - oft sind es aber die ganz, ganz kleinen schritte, die nur ganz langsam gegangen, wirklich hilfe bringen.
- indem du diese entstandene leere nach und nach mit neuen, schönen dinge auffüllst..

ausserdem empfehle ich dir, dich viel in der natur aufzuhalten, du musst nicht unbedingt sport machen, einfach ein paar spaziergänge jeden tag, wären schon ok... viel sonnenlicht, tief atmen. muskatellersalbei hilft bei verstimmung jeglicher art und bei mir hilft super wildes abzappeln auf ohrenbetäubend lauter mukke. aber, wie gesagt, was ist es g e n a u, was dich letztlich so sehr bedrückt? und zu deiner frage... wie finde ich zu mir selbst, kannst du dir nur selbst beantworten.. wer ist es, der sich selbst finden will?
vielleicht möchtest du ja mal etwas davon erzählen...

bis dahin wünsche ich dir viel kraft, hoffnung und heilung.
cosmic.

.. und jetzt noch ein märchen...

Das Märchen von der Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Gestalt, die an einem Wegesrand hockte. Da kam eine kleine Frau den staubigen Feldweg entlang. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Gestalt so leise, dass es kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!", rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit die lächelnde Frau ungläubig. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich auf meinen Wegen ein Stück begleitet."
"Ja, aber...", wunderte sich die Traurigkeit, "warum fliehst du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden einholst. Aber sag mir, warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die Traurigkeit mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich neben die Traurigkeit an den Wegesrand.
"Traurig bist du also", sagte sie dann und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Ich wandle seit Ewigkeiten unter den Menschen und immer, wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreissen. Und sie spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe."

"Oh ja", murmelte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Dabei will ich den Menschen doch nur helfen! Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer mich wirken lässt und alle Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg verzweifelt und schließlich begann sie, leise zu schluchzen.

Da nahm die kleine alte Frau die Traurigkeit tröstend in ihre Arme. 'Wie weich und sanft sie sich anfühlt', dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "und ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich fortan begleiten."

Schon hörte die Traurigkeit auf zu weinen, richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber... aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?", sagte die kleine alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

- Inge Wuthe -


Liebe Cosmic
Vielen Dank für das schöne Märchen.

Gruss, Skye

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14. März 2005 um 19:32
In Antwort auf Cosmicgirl

Hallo Pfiffikus,
um dir gezielt zu raten und deine lebensfreude stärken zu können, wäre es gut, wenn du ein paar nähere details erzählen könntest...

es gibt ganz verschiedene arten von depressionen, die verschiedene vorgehen benötigen. und davon abgesehen, sind wir menschen auch alle verschieden...

ok, du schreibst, dein partner will sich von dir distanzieren.. sowas kann uns schon völlig aus der bahn werfen. immerhin haben wir unserem partner eine menge raum und platz in uns gegeben, der jetzt regelrecht wegbricht und in uns eine grosse leere hinterlässt. - eine leere, einsamkeit und manchmal auch endlichkeit des eigenen lebens wird einem da bewußt.

es ist schwierig, einen lieben menschen gehen zu sehen und sich dabei ohnmächtig zu fühlen. ich kann nachvollziehen, wie traurig du bist und wie unglücklich du dich fühlst.

wenn du sehr traurig und sehr verzweifelt bist, sehnst du dich verständlich nach hilfe und möchtest dich verständlicherweise aus dieser situation befreien. - oft sind es aber die ganz, ganz kleinen schritte, die nur ganz langsam gegangen, wirklich hilfe bringen.
- indem du diese entstandene leere nach und nach mit neuen, schönen dinge auffüllst..

ausserdem empfehle ich dir, dich viel in der natur aufzuhalten, du musst nicht unbedingt sport machen, einfach ein paar spaziergänge jeden tag, wären schon ok... viel sonnenlicht, tief atmen. muskatellersalbei hilft bei verstimmung jeglicher art und bei mir hilft super wildes abzappeln auf ohrenbetäubend lauter mukke. aber, wie gesagt, was ist es g e n a u, was dich letztlich so sehr bedrückt? und zu deiner frage... wie finde ich zu mir selbst, kannst du dir nur selbst beantworten.. wer ist es, der sich selbst finden will?
vielleicht möchtest du ja mal etwas davon erzählen...

bis dahin wünsche ich dir viel kraft, hoffnung und heilung.
cosmic.

.. und jetzt noch ein märchen...

Das Märchen von der Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Gestalt, die an einem Wegesrand hockte. Da kam eine kleine Frau den staubigen Feldweg entlang. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Gestalt so leise, dass es kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!", rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit die lächelnde Frau ungläubig. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich auf meinen Wegen ein Stück begleitet."
"Ja, aber...", wunderte sich die Traurigkeit, "warum fliehst du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden einholst. Aber sag mir, warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die Traurigkeit mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich neben die Traurigkeit an den Wegesrand.
"Traurig bist du also", sagte sie dann und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Ich wandle seit Ewigkeiten unter den Menschen und immer, wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreissen. Und sie spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe."

"Oh ja", murmelte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Dabei will ich den Menschen doch nur helfen! Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer mich wirken lässt und alle Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg verzweifelt und schließlich begann sie, leise zu schluchzen.

Da nahm die kleine alte Frau die Traurigkeit tröstend in ihre Arme. 'Wie weich und sanft sie sich anfühlt', dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "und ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich fortan begleiten."

Schon hörte die Traurigkeit auf zu weinen, richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber... aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?", sagte die kleine alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

- Inge Wuthe -


Liebe Inge...
wie schön... Ein wundervoller Beitrag. Klasse und danke!

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15. März 2005 um 8:54
In Antwort auf Cosmicgirl

Hallo Pfiffikus,
um dir gezielt zu raten und deine lebensfreude stärken zu können, wäre es gut, wenn du ein paar nähere details erzählen könntest...

es gibt ganz verschiedene arten von depressionen, die verschiedene vorgehen benötigen. und davon abgesehen, sind wir menschen auch alle verschieden...

ok, du schreibst, dein partner will sich von dir distanzieren.. sowas kann uns schon völlig aus der bahn werfen. immerhin haben wir unserem partner eine menge raum und platz in uns gegeben, der jetzt regelrecht wegbricht und in uns eine grosse leere hinterlässt. - eine leere, einsamkeit und manchmal auch endlichkeit des eigenen lebens wird einem da bewußt.

es ist schwierig, einen lieben menschen gehen zu sehen und sich dabei ohnmächtig zu fühlen. ich kann nachvollziehen, wie traurig du bist und wie unglücklich du dich fühlst.

wenn du sehr traurig und sehr verzweifelt bist, sehnst du dich verständlich nach hilfe und möchtest dich verständlicherweise aus dieser situation befreien. - oft sind es aber die ganz, ganz kleinen schritte, die nur ganz langsam gegangen, wirklich hilfe bringen.
- indem du diese entstandene leere nach und nach mit neuen, schönen dinge auffüllst..

ausserdem empfehle ich dir, dich viel in der natur aufzuhalten, du musst nicht unbedingt sport machen, einfach ein paar spaziergänge jeden tag, wären schon ok... viel sonnenlicht, tief atmen. muskatellersalbei hilft bei verstimmung jeglicher art und bei mir hilft super wildes abzappeln auf ohrenbetäubend lauter mukke. aber, wie gesagt, was ist es g e n a u, was dich letztlich so sehr bedrückt? und zu deiner frage... wie finde ich zu mir selbst, kannst du dir nur selbst beantworten.. wer ist es, der sich selbst finden will?
vielleicht möchtest du ja mal etwas davon erzählen...

bis dahin wünsche ich dir viel kraft, hoffnung und heilung.
cosmic.

.. und jetzt noch ein märchen...

Das Märchen von der Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Gestalt, die an einem Wegesrand hockte. Da kam eine kleine Frau den staubigen Feldweg entlang. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien körperlos zu sein. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"
Zwei leblose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Gestalt so leise, dass es kaum zu hören war.
"Ach, die Traurigkeit!", rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?", fragte die Traurigkeit die lächelnde Frau ungläubig. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich auf meinen Wegen ein Stück begleitet."
"Ja, aber...", wunderte sich die Traurigkeit, "warum fliehst du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden einholst. Aber sag mir, warum siehst du so mutlos aus?" "Ich... ich bin traurig", antwortete die Traurigkeit mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich neben die Traurigkeit an den Wegesrand.
"Traurig bist du also", sagte sie dann und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Ich wandle seit Ewigkeiten unter den Menschen und immer, wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreissen. Und sie spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe."

"Oh ja", murmelte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Dabei will ich den Menschen doch nur helfen! Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer mich wirken lässt und alle Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben oder legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg verzweifelt und schließlich begann sie, leise zu schluchzen.

Da nahm die kleine alte Frau die Traurigkeit tröstend in ihre Arme. 'Wie weich und sanft sie sich anfühlt', dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "und ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich fortan begleiten."

Schon hörte die Traurigkeit auf zu weinen, richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. "Aber... aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?", sagte die kleine alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

- Inge Wuthe -


Vielen Dank!!
für diesen lieben Beitrag und das wunderschöne Märchen!!!

Was soll ich über mich (und meinen Partner erzählen)? Wir neigen beide zeitweise zu Depressionen. Er hat bereits eine Kur gemacht. Ich noch nicht, weil ich immer glaubte, ich komme auch so irgendwie über die Runden. Letztes Jahr war ich bei einem Neurologen/Psychiater, der mir ein paar Antidepressiva verschrieb, dir aber außer Gewichtsabnahme nicht wirklich etwas gebracht haben.

Was mich an der "Auszeit" meines Freundes so schockt, ist unter anderem, dass er mir in den ganzen Jahren immer wieder versichert hat, dass ich keine Angst haben bräuchte - wenn irgendetwas wäre und irgendetwas ernsthaft bedrücke, würde ich es schon RECHTZEITIG erfahren.

Nun hat er mir an einem Samstagabend so viele Dinge "an den Kopf geworfen", wie z.B. dass ich ihn zärtlichkeitsmäßig vernachlässige, dass ich auf der Arbeit (wir sitzen sogar zusammen in einem Büro...), wo er momentan sehr viel Stress hat, eher eine Leidensmiene aufsetze, anstatt ihn zu unterstützen - dazu muss ich sagen, dass er, wenn er so unter Stress steht, mich sowieso so gut wie gar nicht wahrnimmt - weil er viel zu viele andere Dinge um die Ohren hat.

Gestern früh hat er mir übrigens schon wieder eine Mail geschrieben, in der er mir versucht hat, zu erklären, warum er so schnell abgehauen ist: Unser Streitgespräch hat ihn an die letzten Tage mit seiner Ex erinnert und er wollte vermeiden, irgendwelche Dinge zu sagen, die ihm hinterher leid getan hätten, im Grunde aber nicht entschuldbar gewesen wären...

Was mir auch unendlich weh tut, ist, dass er auf der Arbeit (ich habe per Mail Kontakt mit netten Kolleginnen/Freundinnen) fröhlich und pfeifend wie immer durch die Gegend läuft, die Anderen gar nicht wissen lässt, was eigentlich mit mir los ist und einer Kollegin, die mir herzliche Grüße ausrichten ließ, sogar noch sagte, er würde mich abends anrufen... Was er natürlich nicht will und nicht tut.

Ich erinnere mich dabei an Zeiten, in denen er wochenlang krankgeschrieben war, ich in der Firma sogar noch Geld für ihn gesammelt habe, einen riiiiiiiiiiesengroßen Blumenstrauß besorgte und ihn ihm brachte (obwohl ich nicht mit ihm zusammenwohne, mein Sohn zuhause auf mich wartete etc.)...

Und wie werde ICH behandelt, jetzt wo es mir so schlecht geht?

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, diese Woche nur für MICH zu genießen, aber es geht einfach nicht!!

Ich habe seit Samstag keine Mahlzeit mehr zu mir genommen, mag überhaupt nichts essen und am liebsten auch überhaupt nicht mehr aufstehen.

Liebe Grüße und nochmal DANKE für das schöne Gedicht!

Ganz liebe Grüße, Pfiffikus

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16. März 2005 um 3:11
In Antwort auf pfiffikus

Vielen Dank!!
für diesen lieben Beitrag und das wunderschöne Märchen!!!

Was soll ich über mich (und meinen Partner erzählen)? Wir neigen beide zeitweise zu Depressionen. Er hat bereits eine Kur gemacht. Ich noch nicht, weil ich immer glaubte, ich komme auch so irgendwie über die Runden. Letztes Jahr war ich bei einem Neurologen/Psychiater, der mir ein paar Antidepressiva verschrieb, dir aber außer Gewichtsabnahme nicht wirklich etwas gebracht haben.

Was mich an der "Auszeit" meines Freundes so schockt, ist unter anderem, dass er mir in den ganzen Jahren immer wieder versichert hat, dass ich keine Angst haben bräuchte - wenn irgendetwas wäre und irgendetwas ernsthaft bedrücke, würde ich es schon RECHTZEITIG erfahren.

Nun hat er mir an einem Samstagabend so viele Dinge "an den Kopf geworfen", wie z.B. dass ich ihn zärtlichkeitsmäßig vernachlässige, dass ich auf der Arbeit (wir sitzen sogar zusammen in einem Büro...), wo er momentan sehr viel Stress hat, eher eine Leidensmiene aufsetze, anstatt ihn zu unterstützen - dazu muss ich sagen, dass er, wenn er so unter Stress steht, mich sowieso so gut wie gar nicht wahrnimmt - weil er viel zu viele andere Dinge um die Ohren hat.

Gestern früh hat er mir übrigens schon wieder eine Mail geschrieben, in der er mir versucht hat, zu erklären, warum er so schnell abgehauen ist: Unser Streitgespräch hat ihn an die letzten Tage mit seiner Ex erinnert und er wollte vermeiden, irgendwelche Dinge zu sagen, die ihm hinterher leid getan hätten, im Grunde aber nicht entschuldbar gewesen wären...

Was mir auch unendlich weh tut, ist, dass er auf der Arbeit (ich habe per Mail Kontakt mit netten Kolleginnen/Freundinnen) fröhlich und pfeifend wie immer durch die Gegend läuft, die Anderen gar nicht wissen lässt, was eigentlich mit mir los ist und einer Kollegin, die mir herzliche Grüße ausrichten ließ, sogar noch sagte, er würde mich abends anrufen... Was er natürlich nicht will und nicht tut.

Ich erinnere mich dabei an Zeiten, in denen er wochenlang krankgeschrieben war, ich in der Firma sogar noch Geld für ihn gesammelt habe, einen riiiiiiiiiiesengroßen Blumenstrauß besorgte und ihn ihm brachte (obwohl ich nicht mit ihm zusammenwohne, mein Sohn zuhause auf mich wartete etc.)...

Und wie werde ICH behandelt, jetzt wo es mir so schlecht geht?

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, diese Woche nur für MICH zu genießen, aber es geht einfach nicht!!

Ich habe seit Samstag keine Mahlzeit mehr zu mir genommen, mag überhaupt nichts essen und am liebsten auch überhaupt nicht mehr aufstehen.

Liebe Grüße und nochmal DANKE für das schöne Gedicht!

Ganz liebe Grüße, Pfiffikus

Hallo pfiffikus.
ich nochmal
hoff es geht dir schon ein bisschen besser? hast du vor eine therapie zu machen? das wäre vielleicht gut- denn spätestens bei suizid gedanken MUSS man sich helfen lassen!

deine enttäuschung über deinen partner kann ich gut verstehen- aber du solltest nicht erwarten das er dir helfen kann. denn genau das kann er wahrscheinlich nicht
ich denke nicht einmal, dass er sich von dir trennen will- obwohl es vielleicht besser wäre wenn ihr auseinander geht? bei mir enststeht der eindruck ihr zieht euch eher gegenseitig runter?( gerade mit einem depressiven partner ist es wichtig das der andere rel. stabil ist[ rel. weil eigene erfahrungen andererseits das verständnis erhöhen])

miss seinem auftreten in der firma keine zu grosse bedeutung bei. nach meinem gefühl verhält er sich lediglich professionell.

und: du MUSST essen! wenigstens ne suppe oder nen apfel! fang mit IRGENDWAS an! sonst KANNST du gar nicht zu kräften kommen.

alles gute für dich!

sparkling

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16. März 2005 um 7:13
In Antwort auf janene_12645599

Hallo pfiffikus.
ich nochmal
hoff es geht dir schon ein bisschen besser? hast du vor eine therapie zu machen? das wäre vielleicht gut- denn spätestens bei suizid gedanken MUSS man sich helfen lassen!

deine enttäuschung über deinen partner kann ich gut verstehen- aber du solltest nicht erwarten das er dir helfen kann. denn genau das kann er wahrscheinlich nicht
ich denke nicht einmal, dass er sich von dir trennen will- obwohl es vielleicht besser wäre wenn ihr auseinander geht? bei mir enststeht der eindruck ihr zieht euch eher gegenseitig runter?( gerade mit einem depressiven partner ist es wichtig das der andere rel. stabil ist[ rel. weil eigene erfahrungen andererseits das verständnis erhöhen])

miss seinem auftreten in der firma keine zu grosse bedeutung bei. nach meinem gefühl verhält er sich lediglich professionell.

und: du MUSST essen! wenigstens ne suppe oder nen apfel! fang mit IRGENDWAS an! sonst KANNST du gar nicht zu kräften kommen.

alles gute für dich!

sparkling

Hallo Sparkling!
Vielen Dank! Du hast mit allem, was Du schreibst, sehr recht!Für eine Gesprächstherapie werde ich mich noch diese Woche überweisen lassen. Und das mit dem "sich gegenseitig runterziehen" ist mehr als wahr! Wie oft ging es IHM sehr schlecht und ich habe mich dann zwischen Haushalt mit Kind und ihm hin und her gezogen gefühlt. Bin hin gefahren. Hab versucht, für ihn da zu sein...

Daher glaube ich leider auch, dass meine "Hypersensiblität" sich erst in dieser Beziehung - unter anderem dadurch, dass ER ständig so schlecht drauf war, so stark entwickelt hat.

Und gerade diese wird mir jetzt "zum Vorwurf gemacht bzw. zum Verhängnis".

Ich habe mir gestern etwas Obst und Joghurt besorgt. Und sogar eine Banane habe ich heute schon in mich reingeschaufelt...

Vielen Dank nochmal - wird alles schon wieder werden

Und auch DIR alles Gute! Pfiffikus

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16. März 2005 um 11:22

Überwindung
Du musst dich ganz einfach überwinden. Wörtlich, dich über-winden. dein momentanes Dasein hinter dir lassen, nicht an vergangenes denken sondern das positive, dass das Zukünftige dir noch bieten kann, ins Auge fassen.
Ja, klingt sehr theoretisch, aber ich denke, das ist eben der einzig gehbare Weg.
Rein praktisch: Nütze das schöne Wetter und den Umstand, dass du krankgeschrieben bist und geh raus in die Natur und suche nach kleinen Zeichen des Lebens. Erfreu dich an einer Knospe, an einem Marienkäfer oder einem Vogel. Diese kleinen Dinge können viele positive Energien abgeben und zeigen dir, was Leben wirklich bedeutet.

lG und viel Glück,
Jobasti

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18. März 2005 um 9:39

Beratung
Hallo Pfiffikus,

vielleicht kann dir eine Beratung helfen. Bei ProFamilia oder Caritas (gibts in jeder größeren Stadt) kann man kostenlos Beratungsgespräche bekommen. Dort gibt es für verschiedenen Lebenslagen auch spezielle Mitarbeiter, die dir helfen dein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Alles Gute

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