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Wie finde ich heraus, welche Gefühle wirklich echt sind?

1. September um 22:52

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten.
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin...
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht...
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

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Top 3 Antworten

2. September um 0:03
In Antwort auf fresh0089

Du bist nur am jammern. Die Welt dreht sich um dich.

ich hoffe inständig, dass dein Mann eine super tolle Frau kennenlernt und mit ihr glücklich wird. Er hat es verdient. 

Die Frage ist, wie man, deiner Meinung nach, zu so einem Thema in einem Forum Rat suchen könnte, ohne dass es sich nach jammern anhört.

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2. September um 3:40
In Antwort auf newrules

Die Frage ist, wie man, deiner Meinung nach, zu so einem Thema in einem Forum Rat suchen könnte, ohne dass es sich nach jammern anhört.

Gute Frage.

Wahrscheinlich ist das Alleinsein erstmal gut. Aber 2 Tage sind doch noch etwas wenig, um da zu einer Gefühlsklärung zu finden, denke ich.

Hast du denn jetzt von beiden Abstand genommen? An Stelle deines Mannes, würde ich dir ja eine Frist setzen - denn ewig wuerde ich nicht auf dich warten. Aber ich weiss ja nicht, ob er sowas von dir verlangt.

Was habt ihr denn abgesprochen? Was hast du mit deinem Liebhaber abgesprochen?

Und noch eins. NAch 10 Jahren kennt man sich gut. Da kennt man alle Schwächen des Partners und du wirst niemals wieder eine rosarota Sicht auf ihn haben......den anderen kennst du erst 8 Monate. Da ist das mit der rosaroten Brille noch viel einfacher, zudem ihr auch nicht zusammen gelebt habt. Denk mal drüber nach. Alles Gute.

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1. September um 23:35

Schon mal über eine offene Beziehung bzw eine Menage à trois nachgedacht?

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1. September um 23:39
In Antwort auf herbstblume6

Schon mal über eine offene Beziehung bzw eine Menage à trois nachgedacht?

Nach der Reaktion des Ehemannes nach der Beichte zu urteilen, wird das eher nicht infrage kommen, schätze ich...

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1. September um 23:41

Du kannst dich nur zwischen den Männern entscheiden oder dich alternativ für gar keinen und alleine bleiben.

Den Kuchen essen, aber gleichzeitig behalten, das geht eben nicht.

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1. September um 23:55
In Antwort auf lunaviolet99

Du kannst dich nur zwischen den Männern entscheiden oder dich alternativ für gar keinen und alleine bleiben.

Den Kuchen essen, aber gleichzeitig behalten, das geht eben nicht.

Das ist mir klar und ich habe definitiv nicht vor, in dieser Konstellation weiter zu machen... 

Ich denke übrigens auch nicht, dass eine offene Ehe die Lösung ist. Es geht ja (nicht nur) um sexuelle Bedürfnisse, sondern vor allem auch um die Emotionen für den anderen...

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1. September um 23:59
In Antwort auf newrules

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten. 
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin... 
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht... 
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

Du bist nur am jammern. Die Welt dreht sich um dich.

ich hoffe inständig, dass dein Mann eine super tolle Frau kennenlernt und mit ihr glücklich wird. Er hat es verdient. 

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2. September um 0:03
In Antwort auf fresh0089

Du bist nur am jammern. Die Welt dreht sich um dich.

ich hoffe inständig, dass dein Mann eine super tolle Frau kennenlernt und mit ihr glücklich wird. Er hat es verdient. 

Die Frage ist, wie man, deiner Meinung nach, zu so einem Thema in einem Forum Rat suchen könnte, ohne dass es sich nach jammern anhört.

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2. September um 3:40
In Antwort auf newrules

Die Frage ist, wie man, deiner Meinung nach, zu so einem Thema in einem Forum Rat suchen könnte, ohne dass es sich nach jammern anhört.

Gute Frage.

Wahrscheinlich ist das Alleinsein erstmal gut. Aber 2 Tage sind doch noch etwas wenig, um da zu einer Gefühlsklärung zu finden, denke ich.

Hast du denn jetzt von beiden Abstand genommen? An Stelle deines Mannes, würde ich dir ja eine Frist setzen - denn ewig wuerde ich nicht auf dich warten. Aber ich weiss ja nicht, ob er sowas von dir verlangt.

Was habt ihr denn abgesprochen? Was hast du mit deinem Liebhaber abgesprochen?

Und noch eins. NAch 10 Jahren kennt man sich gut. Da kennt man alle Schwächen des Partners und du wirst niemals wieder eine rosarota Sicht auf ihn haben......den anderen kennst du erst 8 Monate. Da ist das mit der rosaroten Brille noch viel einfacher, zudem ihr auch nicht zusammen gelebt habt. Denk mal drüber nach. Alles Gute.

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2. September um 12:13
In Antwort auf newrules

Das ist mir klar und ich habe definitiv nicht vor, in dieser Konstellation weiter zu machen... 

Ich denke übrigens auch nicht, dass eine offene Ehe die Lösung ist. Es geht ja (nicht nur) um sexuelle Bedürfnisse, sondern vor allem auch um die Emotionen für den anderen...

Dann musst du dich leider zwischen ihnen entscheiden.

Versuch es mal mit kaltem Entzug. Brich den Kontakt zu dem anderen für ein paar Wochen komplett ab und lass deine Hormone sich beruhigen. Viele Menschen verwechseln nämlich die Ausschüttung von Oxytocin mit echter Verliebtheit.

Wenn deine Gefühle für den anderen Mann nach sechs Wochen ohne Kontakt immer noch da sind, dann musst du dir überlegen, ob du seinetwegen wirklich deine Ehe beendest.

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2. September um 12:16

Und ja, es dauert wirklich mehrere Wochen, bis sich die Hormone beruhigen. Zwei Tage bringen noch gar keine Veränderung, also durchhalten!

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2. September um 13:39

Es ist eher der Reiz an dem anderen Mann. Der Alltag wird auch dort ankommen.
Ob man mit dem Herz oder Verstand entscheidet?
Beides kann falsch sein. 
Die Gewissheit hat man erst hinterher ob es richtig oder falsch war. 

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2. September um 13:40
In Antwort auf suahelischnurrbarthaar

Gute Frage.

Wahrscheinlich ist das Alleinsein erstmal gut. Aber 2 Tage sind doch noch etwas wenig, um da zu einer Gefühlsklärung zu finden, denke ich.

Hast du denn jetzt von beiden Abstand genommen? An Stelle deines Mannes, würde ich dir ja eine Frist setzen - denn ewig wuerde ich nicht auf dich warten. Aber ich weiss ja nicht, ob er sowas von dir verlangt.

Was habt ihr denn abgesprochen? Was hast du mit deinem Liebhaber abgesprochen?

Und noch eins. NAch 10 Jahren kennt man sich gut. Da kennt man alle Schwächen des Partners und du wirst niemals wieder eine rosarota Sicht auf ihn haben......den anderen kennst du erst 8 Monate. Da ist das mit der rosaroten Brille noch viel einfacher, zudem ihr auch nicht zusammen gelebt habt. Denk mal drüber nach. Alles Gute.

Ja, habe ich. Ich glaube, mein Mann stellt sich vor, dass das nach diesem Wochenende oder spätestens nach dieser Woche klar sein muss... der andere Mann hat von vier Wochen gesprochen, mein damit aber sicher nicht, dass wir so lange keinen Kontakt haben.
Ich finde, dass mein Mann das Recht auf eine schnelle Antwort hat und ebenso der andere Mann... die würde vermutlich sogar lauten, ich beende die Affäre und versuche es mit meinem Mann. Aber das fühlt sich nicht wie eine tief empfundene Entscheidung, sondern eher nach „Vernunft“ an. Ich weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist. Das Leben ist noch lang und obwohl mein Mann und ich lange eine sehr gute Beziehung geführt haben, wird das nicht von selbst wieder kommen... Und wenn wir dann in einem halben Jahr zu der Einsicht kommen, dass wir das nicht mehr hinbekommen, habe ich das Gefühl seine Zeit verschwendet zu haben, obwohl ich doch jetzt schon zweifle... ich will nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen, aber ich will uns auch nichts vor machen... ich möchte da gerne wenn dann mit ganzem Herzen dabei sein oder einsehen, dass es leider zu spät dafür ist... 
Natürlich ist eine 10 Jahre dauernde Beziehung was anderes als eine 8 Monate dauernde und ich bin mir über die unterschiedlichen Qualitäten und Level von „Liebe“ und „Verliebstein“ auf sachlicher Ebene vollkommen im Klaren... deswegen misstraue ich meinem Gefühl für den anderen Mann ja so...
 

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2. September um 15:17
In Antwort auf newrules

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten. 
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin... 
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht... 
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

Finde einfach herraus worauf deine zuneigungen (liebe) aufbaut.
Liebst du einen von ihnen, wegen seiner persönlichkeit und seinen Charakterzügen, ist er der richtige.

Du musst nur sicher sein, das du dich nicht selbst belügst und dir einen von ihnen aus irgendwelchen gründen, besser denkst.
Die optik lässt Menschen auch besser erscheinen als sie in wirklichkeit sind.
Der neue begehrt dich wahrscheinlich mehr, weil du eben auch neu bist.

So, oder so
Mit den Jahren, hält man an seinen Partner vieles für selbstverständlich, was nicht selbstverständlich ist.
Der Alltag nimmt den reiz an Menschen und vielen anderen dingen, die man dann erst wieder vermisst und schätzt, wenn man sie verliert.

Liebe kann man ganz nüchtern und langweilig mit den Charakterzügen seines gegenübers begründen.
Alles andere sind stimmungsschankungen und wunschdenken, träume aus denen du früher oder später wieder aufwachst.

 

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2. September um 15:30
In Antwort auf newrules

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten. 
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin... 
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht... 
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

Ach ja,
im normalfall würde ich immer garantieren, das der, der dir am meisten ähnelt auch der richtige ist.
Aber Ich kann dir nicht garantieren, das du dir das nicht einbildest.
Es kann auch mehr wunsch als realität sein.

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2. September um 17:48

Ich denke nicht, dass das an deiner Schwarz-Weiß-Denke etwas ändert, Maria, aber trotzdem einmal für's Protokoll:

Es geht hier nicht darum, welcher Mann besser ist. Was wäre denn eigentlich überhaupt "besser"?
Die Entscheidung für meine Ehe wäre aus allen objektiven Gesichtspunkten die einfachere und mein Mann ist absolut kein unattraktiver Idiot. Er ist über alles im Bilde und ich habe größtes Verständnis dafür, dass er eine Antwort fordert und ich möchte sie ihm gerne so schnell wie möglich geben. Er kann jederzeit entscheiden, mich in den Wind zu schießen, er ist genauso wenig finanziell oder sonstwie von mir abhängig, wie ich von ihm.

Es geht mir viel mehr darum wirklich sicherzustellen, dass die Gefühle für meinen Mann groß und belastbar genug sind, ihm zu sagen, dass wir es nochmal versuchen sollten, um dann auch wirklich reinzuhauen und das hinzubekommen. Ich will mein Leben einfach nicht auf einer Lüge aufbauen.

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2. September um 18:22
In Antwort auf newrules

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten. 
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin... 
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht... 
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

Möchte dein Mann nur deshalb weiterhin die Beziehung  - weil du trotz deiner Affaire ihn glauben lässt - dass du ihn liebst?

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2. September um 18:26
In Antwort auf newrules

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das, was ich jetzt schreibe schwer zu verstehen ist und ich habe viel falsch gemacht... aber ich kann nicht ändern, dass es sich anfühlt, wie es sich anfühlt. Mein Ziel ist jetzt, richtig zu machen, was ich noch richtig machen kann und daher versuche ich mir klar über meine Gefühle zu werden... so viel vorab.

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit einigen Jahren sind wir verheiratet. Mein Mann ist ein guter, positiver, kluger Mann, der mich wirklich liebt. Er ist in vielen Punkten ganz anders als ich, eher besonnen, harmoniebedürftig, lösungsorientiert... und genau das hat über viele Jahre die Stärke unserer Beziehung ausgemacht. Wenn der eine nicht weiter wusste, war der andere stark und wusste den Weg "aus der Falle".

Aus irgendeinem Grund hat unsere Beziehung über die letzten paar Jahre an Tiefe verloren... wir waren weiterhin nach außen das Powerpaar, beide erfolgreich im Job, etc. aber wir haben uns nicht mehr so unterhalten und miteinander auseinandergesetzt, wie es am Anfang der Fall war. Ich habe, statt das anzusprechen und die Initiative zu ergreifen an unserem Problem zu arbeiten, die Augen verschlossen und wollte es nicht so ganz wahrhaben... glaube ich zumindest. Anders kann ich's mir nicht erklären.

Vor acht Monaten habe ich eine Affäre mit einem Mann angefangen, der mir sehr viel ähnlicher ist als mein Mann. Es war eigentlich von Anfang an nicht nur Sex und es hat sich ein tiefes Verständnis auf beiden Seiten entwickelt...
Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist und es tut mir entsetzlich leid, meinen Mann betrogen zu haben, weil er das nicht verdient hat. Auch er hat Fehler und dazu beigetragen, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat, aber das hätte ich trotzdem niemals tun dürfen. Ich hätte mit ihm reden müssen.
Ich bin jemand, der eigentlich extrem viel nachdenkt und reflektiert... aber ich habe das bewusst unterlassen/ausgeblendet, weil es einfach so schön für mich war, mich mal nicht als der "schwierige Part" zu fühlen, sondern auch ohne Worte verstanden und angenommen zu werden. Die Kehrseite davon ist aber auch, dass wir die gleichen/sehr ähnliche Schwächen haben... Vermutlich wäre unsere Beziehung daher extremer, auch in den negativen Aspekten.
Der andere Mann war zu Beginn auch noch in einer Beziehung, ich glaube, deswegen habe ich auch nicht realisiert, wie existentiell meine Ehe durch diese Außenbeziehung gefährdet ist. Er hat sich allerdings zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt und möchte mit mir zusammen sein.

Ich habe vor einigen Wochen eine Therapie begonnen, weil mich die Schuldgefühle und dieses Doppelleben sehr belastet haben und ich einen Weg aus dieser verfahrenen Situation gesucht, aber irgendwie allein nicht mehr gefunden habe... Die Therapeutin hat mir etwas klar gemacht, was ich wirklich nicht gesehen habe... nämlich, dass ich meinem Mann und meiner Ehe eigentlich gar keine Chance gebe, weil ich nicht ehrlich zu ihm bin und ihm auch gar nicht sage, warum ich mich von ihm distanziere und dass da massiv etwas im Argen liegt.

To make a long story short... ich habe es meinem Mann gebeichtet. Nicht jedes schmutzige Detail, aber dass es eine längere Affäre mit einem anderen Mann gibt und dass ich in diesen Mann verliebt bin. Ich habe ihm alle Fragen ehrlich beantwortet, die er mir gestellt hat. Natürlich war er wütend, traurig, verzweifelt... wir haben geredet, wi haben geweint... damit haben wir natürlich ein Gesprächslevel (offen, ehrlich) erreicht, dass wir seit Jahren nicht mehr oder wahrscheinlich sogar noch nie hatten. 
Mein Mann hat mir im Prinzip schon gesagt, was er will... er will, dass wir das hinkriegen. Er sagt, er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben. Natürlich wünscht er sich ein klares Commitment von mir. Dass ich die Affäre beende, dass ich mich zu ihm bekenne, dass alles gut wird... Ich würde ihm das so gerne geben, aber irgendwas in mir lässt das nicht zu. Ich wüsste ganz genau, was ich tun müsste, welche Zeichen er sich von mir wünscht... aber ich tue das bislang bewusst nicht, weil ich nie wieder unehrlich/unecht sein möchte, es sich aber so anfühlen würde, glaube ich... Deshalb habe ich mich entschieden erstmal zur Untermiete in eine andere Wohnung zu ziehen, damit wir uns beide klar werden können, was wir wollen und mit beiden Männern den Kontakt abzubrechen.

Jetzt sitze ich seit zwei Tagen in der untergemieteten Wohnung und grüble, lese viel über Untreue, manchmal lenke ich mich wieder bewusst mit irgendwas belanglosem ab.
Ich möchte das so gerne... ich möchte so gerne den Weg zu meinem Mann zurück finden, weil ich weiß, dass er ein toller Mann und Partner ist. Und ich möchte ihm auch wieder die gute Partnerin sein, die ich einmal war. Ich war ihm 10 Jahre treu und ich bin 100% sicher, dass ich sowas, wie die letzten acht Monate, nie wieder machen will. Um meinen Partner nicht zu verletzen und auch aus ganz egoistischen Motiven, weil ich merke, dass ich diesem emotionalen Druck nicht gewachsen bin... 
Leider spüre ich, dass ich bei all der Wertschätzung und der tiefen Liebe, die ich für meinen Mann empfinde, nicht an Sicherheit gewinne, dass das mit uns passt... Ich merke ganz klar, dass etwas in mir unbedingt an dieser Ehe und Beziehung zu meinem Mann festhalten will und dieses etwas ist sehr, sehr stark... Aber es fühlt sich nicht an, als ob dieses Gefühl wirklich aus dem Herzen kommt... emotional zieht es mich zu dem anderen Mann. Ich habe versucht mich von ihm zu trennen, aber ich konnte es irgendwie nicht... 
Ich kann mir ein Leben ohne meinen Mann eigentlich nicht vorstellen... nicht wegen Geld oder der gemeinsamen Eigentumswohnung, sondern weil er ein toller Mensch ist und wie so viel miteinander durchgemacht haben. Ich will für ihn da sein, ich will, dass er für mich da ist. Gleichzeitig fühle ich mich entsetzlich einsam, weil ich einen Menschen, von dem ich den Eindruck habe, dass er mich tief in meinem Kern versteht (der andere Mann) aus meinem Leben entfernen muss, wenn ich meine Ehe weiterführen will... Wenn ich diese Einsamkeit nicht überwinde und ich es nicht schaffe, meine Emotionen wieder auf meinen Mann zu konzentrieren, dann wird es nicht gutgehen.

Ich erwarte wirklich kein Mitleid und weiß, dass ich für meine Situation komplett selbst verantwortlich bin.
Ich hasse mich für all das Leid, das ich verursacht habe und noch verursache, und ich traue mir bezüglich meiner Gefühle nicht mehr. Vielleicht spielt mir meine Psyche ja nur einen Streich?
Ich hatte irgendwie gehofft, dass sich ganz klar das Gefühl zu meinem Mann durchsetzen würde, wenn ich nur Zeit habe nachzudenken, nichts von dem anderen Mann höre und "zu mir komme"... Ich will jetzt einfach das Richtige tun. Meinen Mann nicht hinhalten, wenn es keinen Sinn hat... aber auch nicht alles hinschmeißen, ihn verlassen und noch tiefer verletzen, wenn es auch anders geht. Er möchte die Trennung nicht, obwohl er von der Affäre weiß, d. h. er kann sich auch gegen mich entscheiden/hätte sich auch gegen mich entscheiden können.

Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp hat, wie ich schneller Gewissheit bekomme, wie es weiter gehen kann...

Ehrlich IHM und DIR gegenüber wäre gewesen, wenn du deinem Mann gesagt hättest : "Wie kann ich dich lieben, wenn ich Dich betrüge." Damit hättest du ihn aus deinem jämmerlichen Zwangskonzept befreit und für die Zukunft aufatmen lassen.

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2. September um 18:37

Eigentlich hast du nichts zu verlieren, es nochmal mit deinem Mann zu versuchen.
Brichst du wieder aus, vielleicht wieder zu deiner Affäre, hättest du deine Antwort.
Bleibst du ihm treu, hättest du ebenfalls deine Antwort.

Wahrscheinlich wird es nicht besser werden mit dir und deinem Mann, weil der Alltagstrott euch wieder einholen wird, und du wieder die "gelangweilte" Ehefrau werden könntest. Dann suchst du wieder den Kontakt zu anderen Männern.

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2. September um 19:26
In Antwort auf newrules

Das ist mir klar und ich habe definitiv nicht vor, in dieser Konstellation weiter zu machen... 

Ich denke übrigens auch nicht, dass eine offene Ehe die Lösung ist. Es geht ja (nicht nur) um sexuelle Bedürfnisse, sondern vor allem auch um die Emotionen für den anderen...

.........es ist schwer vorstellbar auch bei allen guten Absichten,dass..ihr jetzt nochmal einen  neuen Ansatzpunkt finden könntet..da anzufangen,wo ihr anfangen wollt..eure Ehe zu erhalten.

Ich kann es verstehen mit der Affäre,ebenso dass man an einen Point of no return kommen mag wo es einfach nicht weitergeht.

Ob euch eine Paartherapie helfen könnte,glaub ich nicht.

Meine Vermutung,da wieder anknüpfen bzw.neu..wo eure Ehe beinah den Bach runterging..könnte reines Wunschdenken sein.
Unvorstellbar,dass es möglich ist-auch wenn Dich viel Vergangenes und eben eine 10jährige Verbindung mit ihm verbindet.

Viele Gespräche..viel Ehrlichkeit.
Vielleicht..gibt es einen Weg.
Falls Dir Dein Mann verzeihen kann und Du keine intensiven Wünsche hinsichtlich eines anderen Mannes verspürst.Auch das ist nicht grad ein positives Signal,eure Ehe wieder aufnehmen zu wollen.

Raten kann ich Dir zu gar nichts.Manchmal..mag es hilfreich sein zu wissen was man wirklich möchte für sich und wo man sich sieht in 5 oder 10Jahren.
Ich vermute,bis dahin werdet ihr geschieden sein.
Und Du...ggf..alleine oder mit einen neuen Partner und Dein aktueller Ehemann ggf.auch.

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2. September um 19:52
In Antwort auf newrules

Ja, habe ich. Ich glaube, mein Mann stellt sich vor, dass das nach diesem Wochenende oder spätestens nach dieser Woche klar sein muss... der andere Mann hat von vier Wochen gesprochen, mein damit aber sicher nicht, dass wir so lange keinen Kontakt haben.
Ich finde, dass mein Mann das Recht auf eine schnelle Antwort hat und ebenso der andere Mann... die würde vermutlich sogar lauten, ich beende die Affäre und versuche es mit meinem Mann. Aber das fühlt sich nicht wie eine tief empfundene Entscheidung, sondern eher nach „Vernunft“ an. Ich weiß aber nicht, ob das sinnvoll ist. Das Leben ist noch lang und obwohl mein Mann und ich lange eine sehr gute Beziehung geführt haben, wird das nicht von selbst wieder kommen... Und wenn wir dann in einem halben Jahr zu der Einsicht kommen, dass wir das nicht mehr hinbekommen, habe ich das Gefühl seine Zeit verschwendet zu haben, obwohl ich doch jetzt schon zweifle... ich will nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen, aber ich will uns auch nichts vor machen... ich möchte da gerne wenn dann mit ganzem Herzen dabei sein oder einsehen, dass es leider zu spät dafür ist... 
Natürlich ist eine 10 Jahre dauernde Beziehung was anderes als eine 8 Monate dauernde und ich bin mir über die unterschiedlichen Qualitäten und Level von „Liebe“ und „Verliebstein“ auf sachlicher Ebene vollkommen im Klaren... deswegen misstraue ich meinem Gefühl für den anderen Mann ja so...
 

ich möchte da gerne wenn dann mit ganzem Herzen dabei sein oder einsehen, dass es leider zu spät dafür ist...

..ok... und wer soll Dir das zeigen?

Es liegt doch allein bei Dir. Wenn Du es nicht weißt - wer dann?

Überlege Dir, auf wen könntest Du am ehesten verzichten - aber mach es ernsthaft und ohne die Schnörkel!

Möglicherweise ist Dir noch gar nicht klar, dass Du imgrunde sogar auf alle beide Männer verzichten möchtest ?

Es wäre immerhin möglich, dass für Dich ein neuer ''Lebensabschnitt'' beginnt, mit gänzlich neuen Lebenserwartungen und neuen Menschen um Dich herum (neue Arbeit z.B.) In Deinem Alter kann es nicht schaden, sich ab und zu mal neu zu orientieren. Du hängst schon über 10 Jahre in einer Beziehung fest, ohne wirklich viel erlebt zu haben. Und das soll nun noch ewig so weiter gehen?

Manchmal genügt es einfach nicht, nur den Mann ''auszuwechseln'' ... was ist mit Deinen Interessen und Begabungen, die Du so gern ausprobieren wolltest ??

Nicht immer ist ein Partner die Stütze, die man sich erhofft - oft genug ist ein Partner der ''Verhinderer'' für die eigenen Interessen, die man auch vertreten muss.

Auch Du wirst nicht jünger - also nimm Dein Leben in die eigenen Hände - selbst wenn das heißt, dass Du Dich von einem oder beiden Männern abwenden musst, damit Dir mal Deine Anläufe gelingen ! Nur Mut und viel Glück und Weisheit ..

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Wieso flüchtet er vor mir?
Von: lovelytina11
neu
2. September um 13:25

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