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Wie eine Telenovela...

7. Oktober 2006 um 16:28

Hallo

Ich hoffe das hier wird von irgendjemandem gelesen...
Ich brauche einfach jemandem, dem ich das hier erzählen kann und jemand, der mir darauf antwortet. Sonst verzweifle ich noch!

Ich verstehe zur Zeit (oder auch schon länger - ich wollte es mir nur nie eingestehen) meine Welt nicht mehr.
Es ist wie in einer der verdammten Telenovelas... nur dass das hier echt ist.

Ich hatte mal einen Freund, mit dem ich dann zusammenkam und wir führten eine recht schöne Beziehung. Sie ging nur ein halbes Jahr, aber sie war dennoch so intensiv und ich fühlte mich einfach geborgen. Ick konnte mich fallen lassen, ich konnte mit ihm über alles reden was mich bedrückte, er hörte mir zu und er verstand mich - auch wenn ich mich selbst nicht verstand. Er akzeptierte wenn ich Abstand brauchte und wenn ich mal wieder am verzweifeln war, nahm er mich in seine Arme. Kurz gesagt: Er war immer für mich da, egal was war. Und er sagte mir, dass er immer für mich da sein würde. Und das meinte er sicher ernst. Er war der perfekte Mann für mich, nur sah ich das damals noch nicht. Ich hatte das Gefühl etwas zu verpassen, dass da draußen noch mehr ist. Also kapselte ich mich von ihm ab, ich zeigte ihm keine Gefühle mehr, erzählte ihm nichts mehr. Er war sehr verletzt. Das ging so weit, dass er sich von mir trennte - in der Hoffnung dass ich dann aufwachen und zu ihm zurückfinden würde. Ich kämpfte nicht darum, ich ließ ihn gehen und akzeptierte kommentarlos, dass er sich von mir trennte.
Wir sahen uns dann lange nicht mehr - ich hatte in dieser Zeit ein paar Beziehungen, merkte aber immer, dass mir etwas fehlte.
Da wir noch immer den gleichen Freundeskreis hatten, trafen wir uns wieder - und ich fühlte mich sofort wieder zu ihm hingezogen. Wir wurden die "besten Freunde" und es war fast wie früher. Und irgendwann war es dann so weit. Trotz dass ich in dieser Zeit eine Beziehung führte, schliefen wir miteinander. Wir trafen uns von da an häufiger, ich fühlte mich so sicher, so geborgen bei ihm. Es ging mir einfach gut wenn ich mit ihm zusammen war. Dann, zwei Tage, nachdem wir uns das letzte Mal gesehen hatten, verkündete er mir, dass er eine neue Freundin habe - und dass das zwischen uns zuende sei. Ich fiel ins Bodenlose und tat das was ich schon längst hätte machen sollen. Ich trennte mich von meinem Freund. Ich war wahnsinnig eifersüchtig und freute mich, als SEINE Beziehung auch zu Ende ging. Wir trafen uns ab und zu und es baute sich langsam wieder eine normale Situation zwischen uns auf. Eines Tages redeten wir über uns. Ich merkte dass ich ihn sehr verletzt haben musste, in der ganzen Zeit, in der ich ihn "nur" als Affäre hatte. Er hatte das hingenommen, weil er wusste dass das der einzige Weg war, auf dem er mich "haben" konnte. Er sagte mir, dass er mich trotz allem Liebe, aber dass ich ihn wie Dreck behandle, egoisisch sei und nur auf mich selbst schauen würde. In gewisser Weise hatte er damit vollkommen recht. Mir wurde klar, dass dass ich ihn in Ruhe lassen musste, damit er loskam von mir. Damit er sein eigenes Leben ohne mich führen kann (ich weiß, das hört sich kitschig an...).Ich bin weggezogen aus der Stadt, das war vor einem Jahr. Und ich brach die Freundschaft ab. Ich warf ihm gemeine Dinge an den Kopf, in der Hoffnung, dass es für ihn einfacher wird, wenn er weiß, was für ein schlechter Mensch ich bin. Zwischen uns herrschte seither eisige Stille.

Ich lernte dann meinen jetzigen Freund kennen - und ich bin glücklich mit ihm. Ich bin wirklich glücklich!
Gestern war ich wieder in der alten Stadt, auf dem Geburtstag eines Freundes. Und ER war auch da. Ich hatte so Angst vor dieser Begegnung, denn ich wusste nicht, was passieren würde. Würden wir uns gegenseitig anschreien? Oder anschweigen? Wir schwiegen, doch unsere Blicke trafen sich oft verstohlen. Und plötzlich war alles wieder da! Auch er hat eine glückliche Beziehung. Und trotzdem schrieb er mir in der letzten Nacht eine SMS, dass ich immer noch so gut aussehe wie damals.... aber dass es weh getan hat, mich mit einem anderen zu sehen.

Seither geht er mir nicht mehr aus dem Kopf.

Ich weiß, das hört sich an, wie der Stoff aus einem Film... Aber es ist wahr.
Warum fühlt sich das so komisch an?
Ich weiß dass ich Fehler gemacht habe, aber ich weiß auch dass es kein zurück mehr gibt. Und wahrscheinlich würde ich die selben Fehler wieder tun. Ich weiß dass man die Vergangenheit ruhen lassen sollte. Und trotzdem schweifen meine Gedanken immer wieder ab.
Ich hab niemandem mit dem ich darüber reden kann. Früher hätte ich mit IHM darüber geredet. Heute fehlt mir genau so jemand, mit dem ich alles Teilen kann...

Ich weiß dass mir keiner eine Universal-Lösung geben kann, aber allein eine Antwort würde mich schon freuen. Einfach nur darüber reden....

Danke fürs Lesen War ja ziemlich viel.
Eva

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7. Oktober 2006 um 16:58

Wow
außer dass es mich tief berührt hat, kann ich dazu nicht viel sagen

das ist wahre liebe

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7. Oktober 2006 um 17:15

Ihr
könnt die Fehler zwar nicht rückgängig machen (wozu auch), aber ihr könnt draus lernen.
Es ist bestimmt nicht so, dass die Fehler, die man einst gemacht hat, ewig nachgetragen werden müssen und ich denke das tut man auch irgendwann nicht mehr.

Das Dumme sind nur die Schmerzen, die damals dadurch entstanden sind. Dadurch kann das Vertrauen natürlich zeitweise gestört sein, aber auch das läßt sich wieder aufbauen.

Ich schafft das schon, wenn ihr wollt. Kann nur sein, dass es dauert, bis das vertrauen wieder komplett da ist, aber nichtsdestotrotz:

Go and get him!

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7. Oktober 2006 um 18:19
In Antwort auf farouk_11886947

Wow
außer dass es mich tief berührt hat, kann ich dazu nicht viel sagen

das ist wahre liebe

Wahre Liebe?
Für mich war (oder ist) wahre Liebe immer ein Produkt der Phantasie. Etwas was es in Märchen gibt, oder im Kino. An mein Happy End habe ich irgenwie noch nie geglaubt.

Eben habe ich mit einer Freundin telefoniert und versucht es ihr zu erzählen.

Sie riet mir, IHN so schnell wie möglich zu vergessen, denn wenn es einmal nicht geklappt hat, klappt es auch kein zweites Mal. Und irgendwie stimmt es. Wir hatten schon mehr Chancen als nur zwei...

Und trotzdem starre ich auf mein Handy und warte...

Und meinem Freund hab ich für heute abgesagt. Damit ich Zeit zum nachdenken, Zeit für mich habe. Mein Freund ist mir wichtig. Ich bin doch glücklich!?

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7. Oktober 2006 um 19:01
In Antwort auf reina_12866637

Wahre Liebe?
Für mich war (oder ist) wahre Liebe immer ein Produkt der Phantasie. Etwas was es in Märchen gibt, oder im Kino. An mein Happy End habe ich irgenwie noch nie geglaubt.

Eben habe ich mit einer Freundin telefoniert und versucht es ihr zu erzählen.

Sie riet mir, IHN so schnell wie möglich zu vergessen, denn wenn es einmal nicht geklappt hat, klappt es auch kein zweites Mal. Und irgendwie stimmt es. Wir hatten schon mehr Chancen als nur zwei...

Und trotzdem starre ich auf mein Handy und warte...

Und meinem Freund hab ich für heute abgesagt. Damit ich Zeit zum nachdenken, Zeit für mich habe. Mein Freund ist mir wichtig. Ich bin doch glücklich!?

Bist du dir sicher...
... dass du mit deinem Freund glücklich bist??
Wenn du dir selber schon die Frage stellst, zweifelst du ja auch daran.

Du magst deinem ex in der Vergangenheit viel schlechtes angetan haben.
Es gab aber sicherlich Gründe dafür.
Warum hast du Ihn damals so schlecht behandelt, obwohl er doch eig. das für dich war, was du immer haben wolltest?

Ich denke das du einfach Angst davor hattest dein ganzes Leben mit ihm zu verbringen. Du wolltest noch andere Dinge machen.
Veilleicht wäre es besser gewesen wenn ihr euch später kennengelernt hättet aber trotzdem. Das wichtigste ist das du dir Klarheit verschaffst. Rede mit deinem Ex, zeig ihm deine Gefühle, so wie Sie sind und schnautze ihn nicht an, nur weil du denkst er verkraftet es dann besser. Damit schafft du eig. nur das komplette gegenteil.

Deshalb REDEN REDEN REDEN..

Ich denke auch, das es wahre Liebe ist zwischen euch. Wenn man immer wieder zu einander findet bedeutet das was.

Ich hoffe für dich, dass du mit ihn so reden kannst, wie am Anfang, dass sich alles aufklärt und du mit Ihn glücklich wirst. Denn ich denke deine jetzige Beziehung wird wieder daran zerbrechen..

Lieben Gruß
Maus

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7. Oktober 2006 um 20:33

Noch ein paar "Hintergrundinfos"
Okay, ich werde noch ein bisschen erzählen
Es stimmt wohl, dass ich Angst hatte mein ganzes Leben mit ihm zu verbringen. Ich bin noch jung und damals war ich noch viel jünger. Ich hatte Angst etwas zu verpassen. Ich glaube ich musste mich erst mal ausleben. Und vielleicht stimmt es auch, dass es anders gelaufen wäre, wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt kennen gelernt hätten.

Zu der Frage --> wieso? Wenn du wusstest, was er dir bedeutet und er dich auch nicht vergessen konnte, wieso hast du dann nicht versucht, sein Vertrauen wieder zu gewinnen, sondern bist gegangen? :
Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass er mir noch SO viel bedeutet. Ich dachte das geht vorbei. Ich wusste nicht was Liebe ist. Ich weiß es heute ehrlich auch nicht.
Es sagte mir mal jemand, liebe ist, wenn das Gefühl zum anderen stärker ist als jedes Gefühl davor.
Wenn das so sein sollte, war das damals wirklich Liebe, nur wusste ich es nicht. Meistens sieht man besser, wenn man die Situation mit ein wenig Abstand betrachtet. So wie ich es heute tue.

Einmal war ich kurz davor ihm zu sagen Komm lass es uns noch mal probieren Aber ich war zu feige. 2 Wochen später war ich froh darüber, weil da warnen die Gefühle plötzlich nicht mehr so stark. Meine Gefühle waren so ambivalent. Einerseits hab ich mich bei ihm zu Hause gefühlt, andererseits hatte ich das Gefühl, er erdrückt mich.
Meine Gefühle waren ein einziges durcheinander, mal waren sie da, mal weg. Chaos pur. Ich wusste nicht mehr was ich fühle und ob es nur die Geborgenheit ist, die mich so zu ihm hingezogen hat. Jetzt nach dem Abstand wird mir bewusst, wie viel ich für ihn gefühlt habe. Als es aktuell war, konnte ich das nicht realisieren. Jetzt weiß ich, dass ich bei ihm sicher war. Er hätte mich gegen alles beschützt und immer zu mir gehalten. Jetzt weiß ich das. Und ich hab das mit Füssen getreten.

Er hatte mich, kurz bevor ich die Freundschaft abgebrochen habe, beschimpft, dass er so viel für mich getan hat. Und dass es mir beigestanden hat und immer zu mir gehalten. Und dass ich mich unter meinem Wert verlaufen würde (als ich mal was mit einem X-beliebigen Typen hatte)(was ja im Grunde auch ein Kompliment ist- wenn er meinen Wert höher einschätzt). Er sagte mir dass er es nicht erträgt, mich zu sehen und dass es ihn verletzt wenn ich mit ihm über Bekanntschaften spreche. Und dass es ihm wehtut, wenn ich ihn im einen Moment als Seelentröster und Wärmespender brauche und am nächsten Tag meine Ruhe vor ihm brauche. Dass ich ihn so abstoße. Er sagte es mache ihn fertig, ich mache ihn kaputt.
Daraufhin sagte ich ihm, dass ich in dieser anderen Stadt (in die ich übrigens wegen einem Job zog, nicht weil ich vor ihm flüchtete) ein neues Leben anfangen werde, ein Leben ohne ihn. Ich sagte ihm, dass ich die Vergangenheit hinter mir lassen werde. Und dass er zur Vergangenheit gehört. Das waren sie Sachen, von denen ich geschrieben hab, die ich ihm an den Kopf geworfen hab

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8. Oktober 2006 um 9:01
In Antwort auf reina_12866637

Wahre Liebe?
Für mich war (oder ist) wahre Liebe immer ein Produkt der Phantasie. Etwas was es in Märchen gibt, oder im Kino. An mein Happy End habe ich irgenwie noch nie geglaubt.

Eben habe ich mit einer Freundin telefoniert und versucht es ihr zu erzählen.

Sie riet mir, IHN so schnell wie möglich zu vergessen, denn wenn es einmal nicht geklappt hat, klappt es auch kein zweites Mal. Und irgendwie stimmt es. Wir hatten schon mehr Chancen als nur zwei...

Und trotzdem starre ich auf mein Handy und warte...

Und meinem Freund hab ich für heute abgesagt. Damit ich Zeit zum nachdenken, Zeit für mich habe. Mein Freund ist mir wichtig. Ich bin doch glücklich!?

...
Bis vor einer Zeit habe ich auch nie an wahre Liebe geglaubt, sondern eher daran, dass alles irgendwann zu ende geht usw.

Heute weiß ich es besser. Es gibt die wahre Liebe auch dieses "bekloppte" Happy End, da ich denke, dass das Band, das sich zwischen zwei menschen aufbaut, wenn sie sich lieben, viel stärker ist als alle zweifel, die man haben kann, ob das nun jetzt richtig ist.

Du starrst auf Deine Handy. Kein Wunder will ich meinen

Du bist glücklich mit Deinem Freund?
Wieso? Weil er Dich nicht ständig auf Deine Angst aufmerksam macht, die Du hast und die Dich daran hindert, mit IHM zusammen zu sein?
Wenn Du glücklich wärst, stünde da kein "?" ...

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8. Oktober 2006 um 10:02
In Antwort auf juvela_11911370

...
Bis vor einer Zeit habe ich auch nie an wahre Liebe geglaubt, sondern eher daran, dass alles irgendwann zu ende geht usw.

Heute weiß ich es besser. Es gibt die wahre Liebe auch dieses "bekloppte" Happy End, da ich denke, dass das Band, das sich zwischen zwei menschen aufbaut, wenn sie sich lieben, viel stärker ist als alle zweifel, die man haben kann, ob das nun jetzt richtig ist.

Du starrst auf Deine Handy. Kein Wunder will ich meinen

Du bist glücklich mit Deinem Freund?
Wieso? Weil er Dich nicht ständig auf Deine Angst aufmerksam macht, die Du hast und die Dich daran hindert, mit IHM zusammen zu sein?
Wenn Du glücklich wärst, stünde da kein "?" ...

Das "?"
Ich meine dass ich glücklich bin, wirklich glücklich. Nur Frage ich mich (und deshalb das Fragezeichen), ob das geht - glücklich sein und trotzdem an jemand anderen denken. Irgendwas läuft dann doch verkehrt.
Ich habe keine Ahnung ob unser Treffen bei ihm auch so Verwirrung ausgelöst hat wie bei mir. Dass es ein blödes Gefühl für ihn war, mich mit jemand anderem zu sehen ist ja normal und muss ja nichts heißen. Er hat auch eine neue Freundin. Ich denke er ist auch glücklich.
Vielleicht wäre es wirklich anders gekommen wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt kennengeernt hätten. Aber daran kann ich nun mal nichts ändern.
Ich denke alles hat irgendwie einen Sinn. Und wennn wir "füreinander bestimmt sind", dann wird es sicher noch ein paar zufällige Treffe geben, bis wir verstehen was los ist. Vielleicht brauchen wir noch Zeit? Nach dem so viel passiert ist...

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8. Oktober 2006 um 10:14
In Antwort auf reina_12866637

Das "?"
Ich meine dass ich glücklich bin, wirklich glücklich. Nur Frage ich mich (und deshalb das Fragezeichen), ob das geht - glücklich sein und trotzdem an jemand anderen denken. Irgendwas läuft dann doch verkehrt.
Ich habe keine Ahnung ob unser Treffen bei ihm auch so Verwirrung ausgelöst hat wie bei mir. Dass es ein blödes Gefühl für ihn war, mich mit jemand anderem zu sehen ist ja normal und muss ja nichts heißen. Er hat auch eine neue Freundin. Ich denke er ist auch glücklich.
Vielleicht wäre es wirklich anders gekommen wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt kennengeernt hätten. Aber daran kann ich nun mal nichts ändern.
Ich denke alles hat irgendwie einen Sinn. Und wennn wir "füreinander bestimmt sind", dann wird es sicher noch ein paar zufällige Treffe geben, bis wir verstehen was los ist. Vielleicht brauchen wir noch Zeit? Nach dem so viel passiert ist...

...
Ich finde nicht, dass was verkehrt läuft, wenn man mit einem glücklich ist und noch an einen anderen denkt. In sowas denke ich vielleicht etwas anders als der Durchschnitt, kann sein

Du sagst das mit dem "füreinander bestimmt" so bestimmt, dass man meinen könnte, Du weißt es schon

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8. Oktober 2006 um 10:30
In Antwort auf reina_12866637

Noch ein paar "Hintergrundinfos"
Okay, ich werde noch ein bisschen erzählen
Es stimmt wohl, dass ich Angst hatte mein ganzes Leben mit ihm zu verbringen. Ich bin noch jung und damals war ich noch viel jünger. Ich hatte Angst etwas zu verpassen. Ich glaube ich musste mich erst mal ausleben. Und vielleicht stimmt es auch, dass es anders gelaufen wäre, wenn wir uns zu einem späteren Zeitpunkt kennen gelernt hätten.

Zu der Frage --> wieso? Wenn du wusstest, was er dir bedeutet und er dich auch nicht vergessen konnte, wieso hast du dann nicht versucht, sein Vertrauen wieder zu gewinnen, sondern bist gegangen? :
Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass er mir noch SO viel bedeutet. Ich dachte das geht vorbei. Ich wusste nicht was Liebe ist. Ich weiß es heute ehrlich auch nicht.
Es sagte mir mal jemand, liebe ist, wenn das Gefühl zum anderen stärker ist als jedes Gefühl davor.
Wenn das so sein sollte, war das damals wirklich Liebe, nur wusste ich es nicht. Meistens sieht man besser, wenn man die Situation mit ein wenig Abstand betrachtet. So wie ich es heute tue.

Einmal war ich kurz davor ihm zu sagen Komm lass es uns noch mal probieren Aber ich war zu feige. 2 Wochen später war ich froh darüber, weil da warnen die Gefühle plötzlich nicht mehr so stark. Meine Gefühle waren so ambivalent. Einerseits hab ich mich bei ihm zu Hause gefühlt, andererseits hatte ich das Gefühl, er erdrückt mich.
Meine Gefühle waren ein einziges durcheinander, mal waren sie da, mal weg. Chaos pur. Ich wusste nicht mehr was ich fühle und ob es nur die Geborgenheit ist, die mich so zu ihm hingezogen hat. Jetzt nach dem Abstand wird mir bewusst, wie viel ich für ihn gefühlt habe. Als es aktuell war, konnte ich das nicht realisieren. Jetzt weiß ich, dass ich bei ihm sicher war. Er hätte mich gegen alles beschützt und immer zu mir gehalten. Jetzt weiß ich das. Und ich hab das mit Füssen getreten.

Er hatte mich, kurz bevor ich die Freundschaft abgebrochen habe, beschimpft, dass er so viel für mich getan hat. Und dass es mir beigestanden hat und immer zu mir gehalten. Und dass ich mich unter meinem Wert verlaufen würde (als ich mal was mit einem X-beliebigen Typen hatte)(was ja im Grunde auch ein Kompliment ist- wenn er meinen Wert höher einschätzt). Er sagte mir dass er es nicht erträgt, mich zu sehen und dass es ihn verletzt wenn ich mit ihm über Bekanntschaften spreche. Und dass es ihm wehtut, wenn ich ihn im einen Moment als Seelentröster und Wärmespender brauche und am nächsten Tag meine Ruhe vor ihm brauche. Dass ich ihn so abstoße. Er sagte es mache ihn fertig, ich mache ihn kaputt.
Daraufhin sagte ich ihm, dass ich in dieser anderen Stadt (in die ich übrigens wegen einem Job zog, nicht weil ich vor ihm flüchtete) ein neues Leben anfangen werde, ein Leben ohne ihn. Ich sagte ihm, dass ich die Vergangenheit hinter mir lassen werde. Und dass er zur Vergangenheit gehört. Das waren sie Sachen, von denen ich geschrieben hab, die ich ihm an den Kopf geworfen hab

Liebe ist...
wenn man dem anderen nicht vorwirft, was man alles für ihn getan hat...

Andern falls war es keine Liebe sondern nur Abhängigkeit! Man erbringt für den Partner "Leistungen" in der Hoffnung Liebe dafür zu erhalten bzw. Zuneigung...also "Gegenkleistungen"

Nun du merkst auf was ich hinauswill?

"Er hatte mich, kurz bevor ich die Freundschaft abgebrochen habe, beschimpft, dass er so viel für mich getan hat. Und dass es mir beigestanden hat und immer zu mir gehalten."

"Viel für einen Parnter tun" und "beistehen" sowie "zu einander halten"- All das gehört SOWIESO zu einer intakten Partnerschaft dazu und sollte selbstverständlich sein. Es ist alles andere als richtig, diese "Leistungen" den Partner nach Scheitern einer Beziehung an den Kopf zu werfen.

In sofern stimmt es viell. was dir deine Gefühle gesagt haben- du hast dich eingezwängt gefühlt von ihm und seiner Liebe- natürlich fühlt man sich da beschützt aber man braucht auch Freiheiten...

Bei mir war es umgekehrt- bei meiner ersten Liebe war ich diejenige, die sich "aufgeopfert" hatte, ich habe meinen Exfreund vergöttert und ich glaubte immer, dass ich ihn mehr liebe als er mich. Irgendwann war mal Schluss- ich wollte den Schlussstrich ziehen, weil- viell. ahnst du es schon- auch die Welt mit 20 Jahren neu erkunden wollte. (Ich war 17 als wir zusammenkamen und er war mein erster freund)

Nach herben Enttäuschungen erwischte ich mich vor nicht all zu langer Zeit dabei, dass ich darüber nach dachte, ob ich einen großer Fehler gemacht habe, meine erste Liebe gehen zu lassen... Ich hatte einfach die Enttäuschungen und die Tränen satt, das Gefühl der Einsamkeit... Und ich wusste einfach, dass bei meinem Exfreund alles richtig war, alles da war... Ich kannte ihn ja drei Jahre lang und daher war er mir sehr vertraut, ich wusste, bei ihm erlebe ich keine Enttäuschung!

Viell. sehnt man sich einfach nach einiger Zeit und nach großen Enttäuschungen nach seiner alten Liebe und nach der Geborgenheit in dieser Liebe, weil man einfach alles negative ausblendet und alles positive hervorhebt... Man sehnt sich einfach nach etwas was ganz leicht und fehlerfrei funktionierte! Viell. ist es bei dir auch so?

Nun, ganz so einfach war es bei mir nicht- ich übersah, dass ich emotional abhängig von meinem Ex gewesen bin, dass es keinesfalls eine "gesunde" Beziehung war und dass er sehr selbstbezogen war.

Nun, jetzt im Nachhinnein kann ich sagen, dass es gut war, dass ich Schluss gemacht habe, denn wäre es umgekehrt gekommen, dann wäre ich im Zuge meiner Abhängigkeit in ein schwarzes Loch gefallen. Auch hätte ich nie meine jetztige Liebe kennengelernt! Und alleine dafür haben sich alle Mühen gelohnt!

(Übrigens: Wenn alles gut geht, werde ich aus Wien zu ihm nach Bayern ziehen- und selbst wenn es nicht mit uns klappen sollte -was ich nicht hoffe-, werde ich ihm nie an den Kopf werfen, dass ich für ihn meine Heimat verlassen habe! Lieben heißt nämlich auch selbstlos handeln und keine Gegenleistungen zu verlangen!)

Be blessed

Isi

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8. Oktober 2006 um 11:43
In Antwort auf tola_12291655

Liebe ist...
wenn man dem anderen nicht vorwirft, was man alles für ihn getan hat...

Andern falls war es keine Liebe sondern nur Abhängigkeit! Man erbringt für den Partner "Leistungen" in der Hoffnung Liebe dafür zu erhalten bzw. Zuneigung...also "Gegenkleistungen"

Nun du merkst auf was ich hinauswill?

"Er hatte mich, kurz bevor ich die Freundschaft abgebrochen habe, beschimpft, dass er so viel für mich getan hat. Und dass es mir beigestanden hat und immer zu mir gehalten."

"Viel für einen Parnter tun" und "beistehen" sowie "zu einander halten"- All das gehört SOWIESO zu einer intakten Partnerschaft dazu und sollte selbstverständlich sein. Es ist alles andere als richtig, diese "Leistungen" den Partner nach Scheitern einer Beziehung an den Kopf zu werfen.

In sofern stimmt es viell. was dir deine Gefühle gesagt haben- du hast dich eingezwängt gefühlt von ihm und seiner Liebe- natürlich fühlt man sich da beschützt aber man braucht auch Freiheiten...

Bei mir war es umgekehrt- bei meiner ersten Liebe war ich diejenige, die sich "aufgeopfert" hatte, ich habe meinen Exfreund vergöttert und ich glaubte immer, dass ich ihn mehr liebe als er mich. Irgendwann war mal Schluss- ich wollte den Schlussstrich ziehen, weil- viell. ahnst du es schon- auch die Welt mit 20 Jahren neu erkunden wollte. (Ich war 17 als wir zusammenkamen und er war mein erster freund)

Nach herben Enttäuschungen erwischte ich mich vor nicht all zu langer Zeit dabei, dass ich darüber nach dachte, ob ich einen großer Fehler gemacht habe, meine erste Liebe gehen zu lassen... Ich hatte einfach die Enttäuschungen und die Tränen satt, das Gefühl der Einsamkeit... Und ich wusste einfach, dass bei meinem Exfreund alles richtig war, alles da war... Ich kannte ihn ja drei Jahre lang und daher war er mir sehr vertraut, ich wusste, bei ihm erlebe ich keine Enttäuschung!

Viell. sehnt man sich einfach nach einiger Zeit und nach großen Enttäuschungen nach seiner alten Liebe und nach der Geborgenheit in dieser Liebe, weil man einfach alles negative ausblendet und alles positive hervorhebt... Man sehnt sich einfach nach etwas was ganz leicht und fehlerfrei funktionierte! Viell. ist es bei dir auch so?

Nun, ganz so einfach war es bei mir nicht- ich übersah, dass ich emotional abhängig von meinem Ex gewesen bin, dass es keinesfalls eine "gesunde" Beziehung war und dass er sehr selbstbezogen war.

Nun, jetzt im Nachhinnein kann ich sagen, dass es gut war, dass ich Schluss gemacht habe, denn wäre es umgekehrt gekommen, dann wäre ich im Zuge meiner Abhängigkeit in ein schwarzes Loch gefallen. Auch hätte ich nie meine jetztige Liebe kennengelernt! Und alleine dafür haben sich alle Mühen gelohnt!

(Übrigens: Wenn alles gut geht, werde ich aus Wien zu ihm nach Bayern ziehen- und selbst wenn es nicht mit uns klappen sollte -was ich nicht hoffe-, werde ich ihm nie an den Kopf werfen, dass ich für ihn meine Heimat verlassen habe! Lieben heißt nämlich auch selbstlos handeln und keine Gegenleistungen zu verlangen!)

Be blessed

Isi

Guter Denkanstoß
Hallo Isi.
Danke für deinen, wirklich guten Denkanstoß. Ich glaube in gewisser Weise hast du recht mit dem was du geschrieben hast.
Als er mir vorgeworfe hat, was er alles für mich getan hat... das hat unglaublich weh getan. Ich habe immer geschätzt was er für mich getan hat und habe ihm das auch - auf meine Weise - gezeigt. Er hat sich die ganze zeit über nie beschwert. Er wusste, dass ich einen Freund hatte und hat sic trotzdem darauf eingelassen. Was in gewisser Weise auch nicht korrekt war von ihm. Denn wenn er so viel gefühlt hat für mich, oder so ein guter Freund war - hätte er verhindern können dass ich meinen Freund betrüge. Denn als er plötzlich eine Freundin hatte, wollte er das nicht mehr. D.h. ich durfte meinen Freund wegen uns betrügen, aber er hat das selbe nicht getan.
Ich denke, als er mir diese Vorwürfe gemacht kam sein ganzer Zorn und seine Enttäuschung über unsere nicht funktionierende Beziehung raus. Ist es nicht so, dass wenn man jemanden liebt ALLES für sie tun würde - kompromisslos - und wenn der andere eben mit jemand anderem glücklich ist - muss man ihn ziehen lassen. Er konnte mich nicht ziehen lassen und wenn ich jetzt gerade darüber nachdenke, dann hat das schon was von einengen und davon, dass er mich als sein Eigentum betrachtete. Und weil ich das nicht zuließ kam der Schmerz in Form von bösen Beschmipfungen raus.
Ich hab ihn auch verletzt als ich sagte, dass er aus meinem Leben verschwinden soll. Ich denke so sehr kann man sich nur zoffen, wenn man noch viel empfindet. Damals empfanden wir noch viel. Heute ist das wirklich nur noch Erinnerung an eine schöne Zeit. Denn die schmerzhaften vergisst man mit der Zeit - oder man verzeiht sie. Unsere Beziehung war so ambivalent -wir taten uns gut und konnten uns so sehr verletzen. Es war eine Art Hass-Liebe und jetzt denke ich, dass so was wirklich nicht funktionieren kann.
Vielleicht ist es wirklich besser, dass es so gekommen ist.
Und vielleicht verschwinden die Gedanken an IHN auch so plötzlich wie sie gekommen sind. Noch eine Nacht drüber schlafen und dann gehts mir vielleicht wieder besser. Klar holt mich die Vergangenheit ab und zu ein - aber vielleicht ist es wirklich ein
"Aus den Augen - aus dem Sinn".
Noch eines, bevor ich aufhöre zu schreiben und zu meinem Freund fahre...
Er hatte damals Schluss gemacht... in der Hoffnung, dass ich um ihn kämpfe. Er hat mich versucht zu erpressen. Vielleicht war das wirklich keine gesunde Liebe. Vielleicht waren wir wirklich nur abhängig und verbohrt.

Danke für deine Anregung!
Ich melde mich wieder um die Geschichte weiterzuerzählen

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13. Oktober 2006 um 16:43

RICHTIGE Beziehung? Bitte urteile nicht!
Ich weiß dass ich Fehler gemacht habe!
Ich weiß wie sehr ich ihn verletzt habe!
Ich weiß dass ich selbst Schuld bin und möchte auch von niemandem Mitleid.
Aber ich finde es etwas unfair von dir, dass du über mich urteilst (und zwar schlecht urteilst) ohne dass du mich kennst.

Und dann dein "Er hätte sicher die Zeit gerne anders mit dir verbracht, wie in einer RICHTIGEN Beziehung...". Was ist denn für dich eine RICHTIGE Beziheung? Meinst du nicht, dass das die Sache von jedem selbst ist und nicht jeder deine "Richtige" Beziehung als richtig empfindet? Ist "Richtig" nicht für jedem etwas anderes??
Urteile also bitte nicht, dass meine Beziehung eine "Falsche" war.

Danke!

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