Home / Forum / Liebe & Beziehung / Wie berechnet sich Kindesunterhalt wenn ein Kind bei einem und eines woanders lebt?

Wie berechnet sich Kindesunterhalt wenn ein Kind bei einem und eines woanders lebt?

2. Januar 2018 um 12:26

Liebes schwarmwissendes Forum,

...das verflixte siebte Jahr. Ich befinde mich in einer etwas präkeren Lage und bitte - um alle Möglichkeiten abwägen zu können - um eine fundierte Information zu folgendem Sachverhalt:

Mein Partner möchte unsere Beziehung beenden und unseren gemeinsames Kind (4) in sein neues Leben mitnehmen. Mal abgesehen davon, ob ich das möchte (natürlich nicht), stehe ich jetzt vor folgender Frage:

- ->  Wie berechnet sich der Kindesunterhalt, den eine Mutter dem unverheirateten Kindsvater zahlt, wenn er das gemeinsame Kind (4) mitnimmt und im Haushalt der Mutter das große Halbgeschwister (10) aus erster Ehe verbleibt?

Ich muss hier Fakten kennen, um nötigenfalls eine gute Argumentationsstruktur zu haben, warum die Idee, mit dem Kind durchzubrennen und mich dann in die Pflicht zu nehmen, völlig abstrus erscheint. Wer kennt sich in diesen Rechtsdingen wirklich gut aus?

fragt mit lieben Grüßen

Sisterheart

Mehr lesen

2. Januar 2018 um 12:35

"Wer kennt sich in diesen Rechtsdingen wirklich gut aus?"

Ein Anwalt für Familienrecht!

7 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 12:37

Das Jugendamt!

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 12:49

Genau kann dir das wirklich nur ein Anwalt sagen. Für das Kind aus erster Ehe wird er ja nicht aufkommen müssen, der Unterhalt für das gemeinsame Kind wäre von der Düsseldorfer Tabelle und deinem Einkommen abhängig.

Die Tabelle findest du überall im Internet, zb hier:
http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_Tabelle/Tabelle-2018/Duesseldorfer-Tabelle-2018.pdf

 

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 13:21

Wenn er Euer gemeinsames Kind mit nimmt, wärst Du diesem Kind gegenüber zum Unterhalt verpflichtet. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Du weitere Kinder hast, wie viele weiteren Kinder Du hast und auch nicht, ob diese weiteren Kinder bei Dir leben oder nicht. 

Der Unterhalt für dieses Kind ist mit dem Vater, also Deinem ersten Mann gesondert zu klären. 

Diese Umstände wirken sich nicht auf den Kindesunterhalt für Euer gemeinsames Kind aus. 

4 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 19:23

beim ersten Kind bekommst du ja Unterhalt von deinem ersten Ex. Die Höhe richtet sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen, abzüglich das hälftige Kindergeld.
Beim zweiten Kind das nun beim vater leben möchte musste du dann Unterhalt an ihn bezahlen, ebenfalls nach dem bereinigten Nettogehalt und hälftigem Kindergeld.
Du gehst auf die DüsseldorferTabelle, die gibt schon mal Auskunft darüber wie hoch die Sätze liegen.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 19:42

Bitte wende dich an einen guten Anwalt für Familienrecht und / oder das Jugendamt. 

Kämpfe um dein Kind!
Überlass es ihm nicht!

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. Januar 2018 um 21:22

Genau, Kinder ernährt und unterhält man am besten nur mit Luft und Liebe, damit die Väter, die sie mitgezeugt haben ja nicht mehr belastet werden.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 0:56
In Antwort auf sisterheart

Liebes schwarmwissendes Forum,

...das verflixte siebte Jahr. Ich befinde mich in einer etwas präkeren Lage und bitte - um alle Möglichkeiten abwägen zu können - um eine fundierte Information zu folgendem Sachverhalt:

Mein Partner möchte unsere Beziehung beenden und unseren gemeinsames Kind (4) in sein neues Leben mitnehmen. Mal abgesehen davon, ob ich das möchte (natürlich nicht), stehe ich jetzt vor folgender Frage:

- ->  Wie berechnet sich der Kindesunterhalt, den eine Mutter dem unverheirateten Kindsvater zahlt, wenn er das gemeinsame Kind (4) mitnimmt und im Haushalt der Mutter das große Halbgeschwister (10) aus erster Ehe verbleibt?

Ich muss hier Fakten kennen, um nötigenfalls eine gute Argumentationsstruktur zu haben, warum die Idee, mit dem Kind durchzubrennen und mich dann in die Pflicht zu nehmen, völlig abstrus erscheint. Wer kennt sich in diesen Rechtsdingen wirklich gut aus?

fragt mit lieben Grüßen

Sisterheart

Ich vermute, der 1. Ex zahlt keinen Unterhalt. ==>> Verfahren einleiten!

Kind Mitnehmen und eventuell an dir unbekannte Adresse ==> Kindsentzug, möglicherweise Kindsentführung!

Gehe sofort zum Jugendamt und sage, dass du Anzeige erstatten möchtest und das gem. Kind bei dir und deinem 1. Kind leben soll. Ausserdem beide KiUnterhalte prüfen lassen

Du musst das tun, weil es zum Sorgerecht dazugehört, zu zeigen, dass du dir deiner Verantwortung bewusst bist.
Sonst unterstellt man dir (vor Gericht), dass du mit allem einverstanden bist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 16:29

@roliboli
Zurecht ist dir was aufgefallen. Und dass es eigentlich 'unser' statt 'mein' heissen müsste wissen wir schon:
Jedoch: Es geht hier nicht mehr um eine verschwindend geringfüguge unzutreffende blosse Wortwahl.

Ein Kind aus dem gewohnten Haushalt entnehmen und an einen unbekannten Ort verbringen und die Mutter des Kindes nicht zu informieren - ist in D eine Straftat, oder wird zumindest geprüft. Es wäre nicht das erste Kind, dass die Justiz zurückführt.

Desweiteren:
Dem Wunsch der Mutter, das Kind möge in dem Haushalt verbleiben, wo es aufgewachsen ist, muss rechtliches Gehör verschafft werden. 
Das Amt prüft, ob etwas gegen den den Willen der Mutter spricht - und legt das Ergebnis dem Gericht zum Beschluss vor. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 18:37

Das stimmt teilweise ja auch alles. Aber offensichtlich hat sich die TE ja trotzdem schon mit dem Gedanken auseinander gesetzt, denn sie fragt ja, wie es sich mit dem Unterhalt für den Fall der Fälle verhalten würde.

​Ich vermute mal, dass der Gedankengang war, dass sich das mit dem Kindesunterhalt gegenseitig aufheben würde, weil ja dann jeder ein Kind zu versorgen hätte. Das wäre hier aber nicht der Fall, da das erste Kind ja kein gemeinsames Kind ist und deshalb mit dem Unterhalt des gemeinsamen Kindes nichts zu tun hätte.

​Wenn die TE das Kind bei sich behalten möchte, ist das natürlich nochmal wieder ein anderes Thema. In dem Fall würde natürlich der Mann unterhaltspflichtig sein.

 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 18:37

Das stimmt teilweise ja auch alles. Aber offensichtlich hat sich die TE ja trotzdem schon mit dem Gedanken auseinander gesetzt, denn sie fragt ja, wie es sich mit dem Unterhalt für den Fall der Fälle verhalten würde.

​Ich vermute mal, dass der Gedankengang war, dass sich das mit dem Kindesunterhalt gegenseitig aufheben würde, weil ja dann jeder ein Kind zu versorgen hätte. Das wäre hier aber nicht der Fall, da das erste Kind ja kein gemeinsames Kind ist und deshalb mit dem Unterhalt des gemeinsamen Kindes nichts zu tun hätte.

​Wenn die TE das Kind bei sich behalten möchte, ist das natürlich nochmal wieder ein anderes Thema. In dem Fall würde natürlich der Mann unterhaltspflichtig sein.

 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 19:07

Die TE bräuchte uns nicht fragen, wenn sie vom 1. Ex KiUH bekommen würde. Dann wüsste sie auch, was es ungefähr fürs gem. Kind gibt.

Viel wichtiger ist der Kindsentzug!!!
Also sofort handeln! 
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 19:18
In Antwort auf ofi21

Genau, Kinder ernährt und unterhält man am besten nur mit Luft und Liebe, damit die Väter, die sie mitgezeugt haben ja nicht mehr belastet werden.

es gibt viele Mütter die ihren Ex abzocken, das muss auch gesagt werden. Kinder kosten Geld, das wissen auch Väter. Aber es gibt viele Frauen, die mehr als der Vater verdienen, der Vater wird besteuert, auf Steuerklasse 1 gesetzt  und muss den Unterhalt alleine zahlen. Es werden Kinder gegen den Vater gehetzt, um so das Umgangsrecht streitig zu machen. Ich höre da noch Sätze wie, Dein Vater kann dir doch gar nichts mehr bieten.
Und noch was am Rande, ich kenne kaum Frauen die dem Vater Unterhalt zahlen, wenn er die Kinder bei sich aufgenommen hat. Kinder sind kein Eigentum der Mutter, aber sie benehmen sich oft so. 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 19:18

Wenn die TE den Aufenthaltsort vom gem. Kind kennt, dann kann sie noch in Begleitung einer Beamtin dorthin fahren und die Herausgabe verlangen. Sie hat das Sorgerecht!!

Aber egal, wie diese Sache dann auch ausgehen würde - es braucht eine Entscheidung.

Rückt der Vater das Kind dann raus, kann die TE von einer Anzeige absehen.Es gibt dann ein nachweisbares Polizeiprotokoll. /Eintrag.
Zum Jugendamt muss sie aber in jedem Fall. Denn ich denke, das Kind muss im gewohnten Umfeld/Haushalt bleiben. Und der Vater kann Umgang bekommen.

Wenn der Vater aber Schwierigkeiten macht - wird auch der Umgang erstmal nicht möglich sein. Das hat er sich dann verbockt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 19:23

die TE benimmt sich nicht so, als ob das Kind ihr Eigentum wäre.
Sie muss und darf sehr wohl immer wissen, wo und mit wem das gem. Kind zusammen ist!
Zum letzen Mal: Kindsentzug !

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 19:33

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil lieber Gerhard. Wenn du meine Antwort mal genau durchlesen würdest, erkennst auch du, an wen das gerichtet war. 
Und eines ist auch klar, dass die Mutter nicht das Recht hat, dem Vater am Besuchswochenende noch dreinreden, wer keinen Kontakt haben darf zu den Kindern.
Das habe ich gerichtlich durchgesetzt, denn auch ich kann nicht durchsetzen, dass meine Kinder beim neuen Lover Zeit verbringen müssen. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 20:03
In Antwort auf sisterheart

Liebes schwarmwissendes Forum,

...das verflixte siebte Jahr. Ich befinde mich in einer etwas präkeren Lage und bitte - um alle Möglichkeiten abwägen zu können - um eine fundierte Information zu folgendem Sachverhalt:

Mein Partner möchte unsere Beziehung beenden und unseren gemeinsames Kind (4) in sein neues Leben mitnehmen. Mal abgesehen davon, ob ich das möchte (natürlich nicht), stehe ich jetzt vor folgender Frage:

- ->  Wie berechnet sich der Kindesunterhalt, den eine Mutter dem unverheirateten Kindsvater zahlt, wenn er das gemeinsame Kind (4) mitnimmt und im Haushalt der Mutter das große Halbgeschwister (10) aus erster Ehe verbleibt?

Ich muss hier Fakten kennen, um nötigenfalls eine gute Argumentationsstruktur zu haben, warum die Idee, mit dem Kind durchzubrennen und mich dann in die Pflicht zu nehmen, völlig abstrus erscheint. Wer kennt sich in diesen Rechtsdingen wirklich gut aus?

fragt mit lieben Grüßen

Sisterheart

Geht es darum wer wen in die Pflicht nehmen kann oder wo es am besten für das Kind ist?
Väter haben schliesslich die gleichen Rechte....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 20:03
In Antwort auf gerhard56

Die TE bräuchte uns nicht fragen, wenn sie vom 1. Ex KiUH bekommen würde. Dann wüsste sie auch, was es ungefähr fürs gem. Kind gibt.

Viel wichtiger ist der Kindsentzug!!!
Also sofort handeln! 
 

Entspann Dich mal...

​Es mag ja sein, dass der Vater des 1. Kindes keinen Unterhalt zahlt. Ja und?? Das hat trotzdem nichts mit dem Vater des gemeinsamen Kindes zu tun, das ist nicht sein Problem.

​Und wo liest Du etwas von Kindesentzug??? Nur weil Eltern darüber diskutieren, wo das GEMEINSAME Kind zukünftig lebt, ist noch lange nicht von Kindesentzug die Rede. Lass doch mal die Kirche im Dorf!! Das ist ja schon lächerlich....

​Im übrigen: Welches Thema die TE im Moment behande möchte, bleibt immer noch ihr überlassen. Das Thema erkennt man übrigens schon in der Überschrift....

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 21:36

Nochmal nachgelesen:
"..möchte ... ... mitnehmen..."

ist nicht  'hat mitgenommen'.

Tja da hab ich mich wohl von anderen Geschichten verleiten lassen. Augen lesen bekanntlich nur das, was sie lesen wollen. Und jetzt verstehe ich auch, warum ich hier so alleine zu sein scheine mit meiner Aufregung. Danke für den Hinweis.

So dann bin ich wieder friedlich. 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 21:57

@daphne
Missversrändnis geklärt ^^.
Mein aktueller Blutdruck: 115/75 

Also als wir noch unverheiratet waren, "musste" ich mit ihr zum Amt und ein Papier unterschreiben. Erst danach hatte ich (strenggenommen) auch das Sorgerecht + ABR.
War dann hinfällig, als wir geheiratet hatten.

Ist etwas bedenklich, wenn die TE bisher auf den KiUH vom 1. Ex verzichtet hatte. Dann hat 'ihr' Kind sozusahen auf Kosten des nachfolgenden jetzt Ex gelebt.
Bis zu 10 Jahren werden die Nachforderungen vom Amt zusammengezählt.

Achja, wenn du in die Tabelle schaust, dann gehts iwo bei ca. 275,- los, ohne Kindergeldanteil.
Also die Grössenordnung müsste der TE zumindest bekannt sein.

Wenn die TE kein Einkommen haben sollte, wird sie garnicht anders können, als das Kind selbst zu versorgen und er halt UH zahlen.
Das mit dem Unterhaltsvorschuss kann man machen, ist aber auch nicht das gelbe vom Ei - und würde ich nach möglichkeit vermeiden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Januar 2018 um 22:20

ich bin nur für etwas mehr Gerechtigkeit im Familienrecht. Auch nach der Trennung sollte man schauen, dass die finanzielle Gerechtigkeit ausgeglichen ist.
Aber der BGH ist daran die gemachten Fehler nun zu beheben.
 
siehe Problemfall:            Erhebliches finanzielles Ungleichgewicht.
Abweichend vom Regelfall des § 1606 Absatz 3 Satz 2 BGB verlagert sich die Barunterhaltspflicht ganz oder teilweise auf den betreuenden Elternteil, wenn dieser so gute Einkommens und Vermögensverhältnisse hat, dass die alleinige Inanspruchnahme des nichtbetreuenden Elternteils zu einem erheblichen finanziellem Ungleichgewicht führen würde. BGH, FamRZ 1998, 286

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram