Home / Forum / Liebe & Beziehung / Wie beende ich Machtspiele

Wie beende ich Machtspiele

13. Dezember 2011 um 12:09 Letzte Antwort: 14. Dezember 2011 um 17:03

Mein Freund und ich sind nun über 2 Jahre zusammen. Wir wohnen bald auch ein Jahr zusammen in einer gemeinsamen Wohnung. Doch unsere Beziehung besteht nur noch aus Machtspielen, von beiden Seiten aus.

Es fing bereits dabei an, die Wohnungseinrichtung aus zusuchen. Da ich noch studiere, hab ich nicht genug Geld habt, um viel beizutragen. Jedoch so viel ich nun mal konnte. Doch da gings los. Da ich ja nicht so viel bezahle, hab ich auch nicht so viel mitzureden. Wenn er ne schwarze Küche will, soll ich ihm auch den Freiraum lassen das tun zu können, es ist ja schliesslich sein Geld, und er will nicht dass ich über sein Geld bestimme. Und so ging es als weiter. Heute sind es auch noch finanzielle Dinge über die gestritten wird, weil ich ja undankbar sei, und er mich durchfüttere. Als ich mir das nicht mehr gefallen lassen wollte, hab ich eine Haushaltskasse einführt, in die jeder gleichviel einbezahlt. Seit dem ist dieses Thema wenigstesn vom Tisch. Ich fühle mich wie in Schmarotzer, obwohl ich vorher auch allein klar kam, finanziell. Ich versuche schon immer das günstigste zu kaufen, und verlange keine Extras oder sonstwas. Da ist er eher der jenige der die Markenware kaufen muss, und vom Metzger das Fleisch nur holt.

Aber ich will nicht sagen, dass er allein an allem schuld ist. Ich bin auch launisch, und mecker manchmal viel. Wenn er seine Sachen rum liegen lässt oder mir nicht zuhört.

Früher war er anders, hat sich so viel Mühe gegeben, war romantisch udn aufmerksam. Heute ist davon fast nichts mehr übrig. Er meint ich sei schuld daran, weil ich nichts geschätzt habe was er für mich gemacht hat. Ich bin kein Mensch der viel Gefühl zeigen kann, insbesondere Freude. ICh kann ihm glaub ich nicht so viel Geben, ich bin kein Verwöhntyp. Und das fehlt ihm. Und deswegen kommt da auch nicht mehr so viel von ihm.

Nun bemühe ich mich schon mich mehr um ihn zu kümmern und zu verwöhnen. Aber wir geraten ständig an einander. Ich kann nichst Fragen oder Sagen ohne dass er sich angegriffen fühlt. Ich wolle so immer recht behalten. Und ihn zurrecht rücken. Aber ich sehe auch sofort rot, wenn ich koche und er sich einmischt, und mir sagt wie ich es machen soll.

Wir haben da beide Probleme, eine gleichwertige Beziehung zu führen. Und länger wird das nicht so laufen können. Weil es ist fast täglich so, dass wir uns in die Haare kriegen wegen so nem Kleinkram. Dabei hängen wir sehr aneinnder. Und für mich gsprochen, liebe ich ihn auch sehr. Wir streiten und vertragen uns, streiten und vertragen. Ich hab einfach kein Rat mehr...

Mehr lesen

13. Dezember 2011 um 12:40

Ist dir klar,
dass du die Fehler stets bei dir selbst suchst? Eine klassische "Opferrolle" - sorry, wenn ich das so deutlich sagen muss.

Wenn zwei zusammenziehen und einer mehr Geld zur Verfügung hat als der andere, ist es eine Form der Höflichkeit (und Liebe) es dem anderen nicht ständig auf die Nase zu binden!
Das ist das erste.

Das Zweiteu bist auch kein Unschuldsengel, bezüglich Streit und schlechter Laune, doch mir scheint, eure hauptsächlichen Streits drehen sich nur um das Finanzielle.Und daraus resultiert auch deine "Laune".

Ganz ehrlich, ich würde ihm ein Haushaltsbuch um die Ohren schmeißen und ihm sagen, er soll sich doch mal darum kümmern! Vielleicht sieht er dann, wieviel Geld draufgeht, für die Dinge, die er als selbstverständlich ansieht, z.B. einfach das Toilettenpapier oder SEIN Duschgel.

Abgesehen davon, ist es mir ein Rätsel, wie ihr beide eine Zukunft haben wollt - da stimmt doch Vorne und Hinten nichts!
Erwachsene Menschen haben keine Probleme mit solch einem Kleinzeug.

Arbeite, bring deinen Anteil in die Kosten ein und dann hat er nix mehr zu meckern.

Und überleg dir, ob du mit solch einem Menschen den Rest deines Lebens verbringen nöchtest,,,,

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 12:46

Hallo maybe
um nochmal auf die wohnungseinrichtung zurückzukommen: natürlich bestimmt der, der bezahlt. derjenige behält den kram ja schließlich auch, wenn es zur trennung kommt.

Hmm, wir hatten so gemacht, dass wir grundsätzlich nur Sachen gekauft haben, die BEIDEN gefallen haben, egal wer die bezahlt hat. Wenn es für einen gar nicht in Frage kam, dann wurde weitergesucht, bis man etwas hatte, womit beide leben konnten. Denn bis zur Trennung (die ja im besten Fall nie erfolgt) müssen den Krempel ja auch BEIDE ansehen. So habe mal ich auf etwas verzichtet, was er kitschig fand und er bekam seine grauenvolle Garderobe nicht. Die kann er sich dann nach der Trennung kaufen.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 12:55

Je mehr Du versuchst Konfrontationen aus dem Weg zu
gehen, desto mehr werden sie passieren.
Ich fang mal ganz banal mit Verbesserungen an:
Kochen: Warum sagst Du ihm nicht, dass Du gerne alleine kochst und er sich inzwischen eine andere Beschäftigung suchen soll und Ihr dann wenns fertig ist, gemütlich und entspannt essen könnt?
Ich *schmeiss* regelmässig meinen Mann aus der Küche, weil der nicht den Mund halten kann, alles besser weiss und mich nervt. Das macht mich so nervös, dass mir die Lust am gemeinsamen Kochen vergangen ist. Deswegen hab ich ihm klar und deutlich gesagt, lass mich in Ruhe und alleine kochen.

Du hast ganz klar ein Mitentscheidungsrecht bei der Wohnung, auch wenn Du weniger Geld zur Verfügung hast.Du musst klar machen, was Dir gefällt und was nicht und dass Du gerne zu einem Kompromiss bereit bist. Aber dass es nicht geht, wenn er Dir vorhält, er hätte mehr Geld und dadurch auch mehr Mitspracherecht.
Es spricht ja eigentlich nur für DICH, dass Du Dich selbstverständlich gerne daran beteiligst, Anteil nimmst, Dich interessierst.

Er macht soviel für Dich? Und? Dafür verlangt er im Gegenzug Gegenleistung und wenn diese ausbleibt folgt dass Du undankbar bist??
So wirds nicht funktionieren. Man kann nicht immer gleich etwas für den Partner tun, wenn der etwas für einen getan hat. Es ist schier unmöglich, genau das gleiche zurückzubekommen. Wenn er auf das steht solltest Du ihm einmal ruhig mitteilen, dass man nicht wegen Leistung geliebt wird sondern aufgrunddessen dass man iist wie man ist und zwar in seiner Person und nicht nur aufgrund geleisteter Taten.


1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 12:57

Streit..
... gehört in eine Beziehung, aber aufeinander eingehen ist auch sehr wichtig! ich würds direkt ansprechen! setzt euch auf ein paar Glaserl Wodka zusammen und dann fallen die Hemmungen auch gleich weg!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 16:38
In Antwort auf tanner_12720256

Je mehr Du versuchst Konfrontationen aus dem Weg zu
gehen, desto mehr werden sie passieren.
Ich fang mal ganz banal mit Verbesserungen an:
Kochen: Warum sagst Du ihm nicht, dass Du gerne alleine kochst und er sich inzwischen eine andere Beschäftigung suchen soll und Ihr dann wenns fertig ist, gemütlich und entspannt essen könnt?
Ich *schmeiss* regelmässig meinen Mann aus der Küche, weil der nicht den Mund halten kann, alles besser weiss und mich nervt. Das macht mich so nervös, dass mir die Lust am gemeinsamen Kochen vergangen ist. Deswegen hab ich ihm klar und deutlich gesagt, lass mich in Ruhe und alleine kochen.

Du hast ganz klar ein Mitentscheidungsrecht bei der Wohnung, auch wenn Du weniger Geld zur Verfügung hast.Du musst klar machen, was Dir gefällt und was nicht und dass Du gerne zu einem Kompromiss bereit bist. Aber dass es nicht geht, wenn er Dir vorhält, er hätte mehr Geld und dadurch auch mehr Mitspracherecht.
Es spricht ja eigentlich nur für DICH, dass Du Dich selbstverständlich gerne daran beteiligst, Anteil nimmst, Dich interessierst.

Er macht soviel für Dich? Und? Dafür verlangt er im Gegenzug Gegenleistung und wenn diese ausbleibt folgt dass Du undankbar bist??
So wirds nicht funktionieren. Man kann nicht immer gleich etwas für den Partner tun, wenn der etwas für einen getan hat. Es ist schier unmöglich, genau das gleiche zurückzubekommen. Wenn er auf das steht solltest Du ihm einmal ruhig mitteilen, dass man nicht wegen Leistung geliebt wird sondern aufgrunddessen dass man iist wie man ist und zwar in seiner Person und nicht nur aufgrund geleisteter Taten.


Du sprichst mir aus der Seele..
Mir ist die Lust am Kochen auch schon vergangen. Weil er auch immer daran was auszusetzten hat. Ich mags nunmal nicht so überwürzt, und wenn er zuwenig hat, kann er es ja auch auf dem Teller nachwürzen. Das führt immer zu Diskussionen. Und warum machst du das , und nicht so, usw. Auch wenn ich ihn aus der Küche schmeissekommt er wieder.

Und ja genau so ist das, mit dem Leisten er erwartet viel, und ist dann enttäuscht wenn er das nicht bekommt.
Früher war er froh, das ich so sorglos mit allem umgehe. Heute nervt ihn das, weil er das gefühl hat er würde sich um alles nur noch kümmern. Was nicht stimmt. Ich versuche immer den Haushalt zu machen, an meinem freien Tag. Loche wenn er heim kommt und ich früher daheim bin. Aber immernoch findet er, würde er sich nicht um alles kümmern, würde nichts laufen. Weil ich beispielsweise nicht jeden Samstag die Wäsche mache, sondern dann wenn ich finde, dass es nötig ist. Dann macht er es, und ist sauer. Ich weiß, dass er mehr im Haushalt macht als manch anderer Mann, darum bin auch sehr froh. Aber ich finde es ätzend, wenn er ständig meint mir zu sagen, wie das geht. Ich komme mir oft wie ein kleines Kind vor. Schnell etwas weg machen, damit mama nicht kommt und motzt. Wenn ich wiederum rummecker, dass seine Klamotten verstreut liegen, ich seine Socken jedesmal zusammen legen darf, weil er es einfach nicht macht, ist das zu viel Kritik. Dann ist er beleidigt. ich ja nicht dankbar sei,für das was er sonst macht..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 16:46

Das hat nichts mit ausnehmen zu tun
Aber es geht doch darum, dass sich beide in der Wohnung wohl fühlen. Was hat das mit ausnehmen zu tun? Ich sage was mir nicht gefällt, ein no-go, und dann kann er es dennoch machen weil er am Geld-Hebl sitzt, und es bei einer Trennung ja behalten muss? Dafür muss ich mir dann im besten Fall jahrelang die rosa-roten fliessen anschauen? Ich hab ihm keine Möbel aufgeschwätzt, lediglich meine Meinung gesagt. Hätte ich ihn ausnehmen wollen, hätte ich die Möbel ausgesucht, und ihn überredet was zu kaufen was er nicht will... Letzenende sind wir Kompromisse eingeangen, nachdem ich mich ganz rausgehalten habe, weil ich auf die ständigen Diskussionen keine Lust mehr hatte.

Und ja, meine bisherige Erfahrung mit Beziehungen hat mir auch gezeigt, dass ratsam ist, die Möbelkosten nicht zu halbieren, sondern jeder kauft etwas-ganzes. So ist klar, wem was ist.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 16:47
In Antwort auf kilie_12351775

Hallo maybe
um nochmal auf die wohnungseinrichtung zurückzukommen: natürlich bestimmt der, der bezahlt. derjenige behält den kram ja schließlich auch, wenn es zur trennung kommt.

Hmm, wir hatten so gemacht, dass wir grundsätzlich nur Sachen gekauft haben, die BEIDEN gefallen haben, egal wer die bezahlt hat. Wenn es für einen gar nicht in Frage kam, dann wurde weitergesucht, bis man etwas hatte, womit beide leben konnten. Denn bis zur Trennung (die ja im besten Fall nie erfolgt) müssen den Krempel ja auch BEIDE ansehen. So habe mal ich auf etwas verzichtet, was er kitschig fand und er bekam seine grauenvolle Garderobe nicht. Die kann er sich dann nach der Trennung kaufen.

Genau..
Ja, genau so sehe ich das auch mit der Wohnungseinrichtung...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 21:58

Hallo
ich finde, wenn man zusammenzieht, sollten beide ein gleiches recht ahben, entscheidungen zu treffen. ihr teilt schliesslich euer leben miteinander. und ich finde, entwede rist man in einer beziehung gleichberechtigt oder man sollte es lassen, denn wenn hier so große unterschied egemacht werden, denke ich nicht, dass ihr für ein zusammenleben geeignet seid.

abgesehn davon: ja, liebe ist geben und nehmen, aber das läuft so ab, dass man gibt, ohne zu erwarten, dass etwas zurückkommt, was aber dann, wenn es liebe ist sowieso automatisch zurückkommt. etwas zu tun für einen und dann sofort eine gegenleistung zu erwarten find ich nicht so toll.

wenn er mir auch noch vorhalten würde, dass er das geld hat und er deswegen alles bestimmen darf und ich da smaul halten soll, wär ich längst weg.

was die machtspielchen angeht., würd ich sagen, du musst ihn einfach links liegen lassen. ihm zeigen, dass es dich nciht intressiert, wer die oberhand hat. das wird er ebenfalls als machtspeil sehen, da du in diesem falle tatsächlich die überlegene intellignz für ihn darstellst aber trotzdem kannst du dir dann wenigstens sgen, dass du es wenisgtens versuchst die klappe zu halten.

zum kochen würd ich ihm sagen, dass er es respektieren sollte, dass du eben eine ander art hast gerichte zuzubereiten und das deswegen nicht gleich schlechter schmeckt. wenn wa sscheiße ist, aknne r dich ja immernoch drauf aufmerksam machen aber von vorneherein alles schlechtm achen ist nicht in ordnung. im gegenzug dazu würde ich ihm auch nicht mehr reinreden, wenn er mal kocht.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 22:04

Schieß
den Typen in den Wind!!! Kenne diese Form der Beziehung nur zu gut aus meinem näheren Umfeld und das ging ja so was von in die Binsen!! Gemeinsames Kind, Scheidung etc. etc. und heute noch die Streitereien wegen Geld und jedem kleinen Mist!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. Dezember 2011 um 22:26

Wer zahlt...
Das Recht mit seinem Geld zu machen was er will, hat er sicherlich, nur gehört es doch zu einer guten Partnerschaft, davon eher keinen Gebrauch zu machen. Naja, aber all diese Vorfälle sind ja nur Symptome dafür, dass ihr einfach nicht zusammenpasst.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Dezember 2011 um 0:10

Bei uns zahlt mein Mann das meiste
Das war auch schon so als wir vorher nicht zusammen gewohnt hatten.
Er hatte mal einen Fußball Unfall. Kreuzband riss un miniskus. Darau hin wurde er gekündigt.
Ich hatte damals mit mein Ausbildungs Geld für ihn eingekauft.
Medikamente und alles.
Jetzt sind wir verheiratet und er verdient das meiste Geld. Bei uns gibt es kein deins und meins. Wenn jemand etwas mochte kauft sich das.
Für die Einrichtung hatten meine Eltern uns das Geld gegeben 15 tausend Euro ( gespart seit ich 9 war) mein Mann hat mich alles aussuchen lassen weil er weiss das ich einen guten Geschmack habe..
Das ist schon heftig wie dein Typ abgeht.
Geld regiert für ihn wohl tatsächlich die Beziehung. Wie soll es den sein wenn ihr Kinder habt. Gibt Dan immer deins ud meins.
Ich wurde ganz klar mit ihm reden. Wenns nichts wird Dan werdet ihr ein Problem haben..

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Dezember 2011 um 0:19

Ich kann dich gut verstehen
So ähnlich hats bei mir auch angefangen. Ich war in der Ausbildung und mein Ex hat viel mehr bezahlt als ich. Das hat er mir zwar nicht vorgehalten aber nach zwei Jahren war es soweit, dass er im Streit verlangt hat, dass ich meine Kleidung aus "seinem" Schrank entferne.
Lächerlich.

Aber ich glaub das lag daran, dass wir beide auch mit vielen anderen Dingen unzufrieden waren und es so aneinander ausgelassen haben.

Pass auf, dass es nicht irgendwelche bösen Ausmaße annimmt.
Für mich klingt es, dass er dir gerne zeigt wie "überlegen" er dir ist und dich somit unter sich drückt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Dezember 2011 um 9:26
In Antwort auf mieke_11892712

Du sprichst mir aus der Seele..
Mir ist die Lust am Kochen auch schon vergangen. Weil er auch immer daran was auszusetzten hat. Ich mags nunmal nicht so überwürzt, und wenn er zuwenig hat, kann er es ja auch auf dem Teller nachwürzen. Das führt immer zu Diskussionen. Und warum machst du das , und nicht so, usw. Auch wenn ich ihn aus der Küche schmeissekommt er wieder.

Und ja genau so ist das, mit dem Leisten er erwartet viel, und ist dann enttäuscht wenn er das nicht bekommt.
Früher war er froh, das ich so sorglos mit allem umgehe. Heute nervt ihn das, weil er das gefühl hat er würde sich um alles nur noch kümmern. Was nicht stimmt. Ich versuche immer den Haushalt zu machen, an meinem freien Tag. Loche wenn er heim kommt und ich früher daheim bin. Aber immernoch findet er, würde er sich nicht um alles kümmern, würde nichts laufen. Weil ich beispielsweise nicht jeden Samstag die Wäsche mache, sondern dann wenn ich finde, dass es nötig ist. Dann macht er es, und ist sauer. Ich weiß, dass er mehr im Haushalt macht als manch anderer Mann, darum bin auch sehr froh. Aber ich finde es ätzend, wenn er ständig meint mir zu sagen, wie das geht. Ich komme mir oft wie ein kleines Kind vor. Schnell etwas weg machen, damit mama nicht kommt und motzt. Wenn ich wiederum rummecker, dass seine Klamotten verstreut liegen, ich seine Socken jedesmal zusammen legen darf, weil er es einfach nicht macht, ist das zu viel Kritik. Dann ist er beleidigt. ich ja nicht dankbar sei,für das was er sonst macht..

Kenne ich - ist ein Teufelskreis.
Das ganze läuft darauf aus, dass er von sich selbst aus denkt, er merkt alles sofort was den Haushalt betrifft und macht auch alles, weil ers schneller merkt als Du.
So ist das aber nicht ok.
Fixe Tage für die Wäsche zu haben ist eine Variante von vielen, aber nicht eine allgemein gültige Regel und schon gar nicht dafür gedacht, dass der Partner dies genauso zu machen hat. Mir kommt vor, dass dein Partner eher perfektionistisch ist und nach strengeren Regeln lebt als Du. Das geht insofern in die Binsen, als er früher oder später darauf achten wird, dass Du seine Vorgangsweisen eins zu eins übernehmen sollst, NUR dann sind sie richtig.
Wie gesagt gehts hier um die Art und Weise des Wie und nicht um das Ergebnis. Denn die Wäsche ist am Dienstag genauso sauber wie am Freitag zuvor. Verstehst Du?

Wenn sich das bei vielen Dingen so abzeichnet, wie Du schreibst, eben Kochen, Haushalt, Wohnung einrichten, etc. etc. ist das für mich eine Person, die letztendlich seinen Willen durchsetzen will und glaubt auf seine Art und Weise alles perfekt und richtig zu machen. Das ist so eine Art Sicherheitssystem um sich selbst keinen Fehler oder Schwäche zu erlauben, deswegen kann ich mir vorstellen, dass die Leichtigkeit, die Du zu anfangs hattest, ihn jetzt insofern stört, weil er merkt, dass Du in vielem offensichtlich toleranter, leichtfüssiger und ausgeglichener bist als er.
Er wird sich damit schwer arrangieren können, eher auf die Seite schlagen, dass er Dir subtile Schuldzuweisungen macht, was er - wie ich aus Deinen Beiträgen lese - bereits tut.

Es ist wichtig (meines Erachtens), dass Du zu DEINEN klaren Ansagen stehst und danach auch handelst. Das heisst, wenn Du sagst ich mache die Wäsche heute Abend, dann machst Du die Wäsche heute Abend. Wenn er daraufhin aufspringt und sie selbst macht, weil es ihm nicht schnell genug geht, musst Du das aushalten, nicht meckern und maulen sondern ihn machen lassen und Dich etwas anderem widmen. Kommt es zum Streit, in dem er Dir einen Vorwurf macht, sagst Du ganz klar und deutlich: Lieber So und so, ich habe mir vorgenommen die Wäsche heute Abend zu machen. Wenn Du das nicht respektierst und sie daraufhin selbst machen willst, weil Du es quasi tun musst, ist das bitte Deine Angelegenheit. Punkt.

Je mehr man auf solche Spielchen eingeht, indem man sich immer rechtfertigt und etwas erklären will, was ohnehin schon mit einem Satz klar sein sollte, desto mehr werden solche Situationen entstehen. Solche Gefühle sind dann auch meistens mit Unlustgefühlen verbunden, sodass der Partner zwangsläufig denkt, nichts mehr recht machen zu können, keine Lust auf eigene Kreativität zu haben etc., weil der andere immer mit dem erhobenen Zeigefinger hinter einem steht. (überspitzt ausgerückt).

Ausserdem ist es ein wesentliches Zeichen, wenn ein Mensch andere immer wieder kritisiert (meistens sehr subtil und zweideutig), selbst aber bei der kleinsten Kritik sauer und eingeschnappt reagiert. Solche Menschen sind im Leben schwierig, denn egal was man macht, es passt ihnen sowieso von Anfang an nicht. Das hat sehr wenig mit dem Partner an sich zu tun, viel mehr mit einer generellen Unzufriedenhei mit sich selbst. Letztendlich kann auch sein, dass Dein Partner diese Regeln selbst braucht, um Stabilität zu erlangen und sich wohl zu fühlen.
Merkt man daran, dass er sofort komisch wird, wenns einmal nicht nach seiner Nase geht.




Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Dezember 2011 um 16:20


Nö, wo siehst du da ermotionale Erpressung. Wenn man sich für den Partner bemüht und da kommt nichts zurück, dann stellt das wahrscheinlich jeder irgendwann ein. Stell dir vor du machst und tust und dein Partner zeigt nichteinmal besondere Freude daran sondern nimmt das einfach nur hin... würdest du dich dann weiter zum Deppen machen? Ich finds auch völlig ok dem Partner das zu sagen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. Dezember 2011 um 17:03


Letztlich finde ich das einfach nur radikal ehrlich. Wenn jemand nicht zu schätzen weiß, was ich tue, dann werde ich das irgendwann einstellen; und damit es gar nicht erst zu der Frage "wieso tut er/sie das alles nicht mehr" gibts halt die Antwort dazu.

Wieso denkt man eigentlich, dass man von anderen erwarten kann, was man selber diesen nicht geben möchte?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest