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Wie am besten verhalten mit faulem freund?

18. Oktober 2012 um 14:44

er ist 27, wir sind etwas länger als ein jahr zusammen. und seitdem ich arbeiten gehe, das manchmal bis spät in den abend, erscheint mir seine art unerträglich.
wir wohnen nicht zusammen, ich in einer wohnung, er in einer WG. Was er dort macht, war immer sein Bier. Seitdem er aber dauernd am Computer spielt, verliere ich doch langsam den Respekt.
Er hatte es mir nie richtig gesagt, aber ich denke mal, dass sein Vater ihn finanziell unterstützt, daher geht er auch nicht arbeiten. Hat aber auch nie genug Geld, um mal richtig Lebensmittel einkaufen zu gehen. Größere Summen gebe ich meist aus, da ich ja auch verdiene.
Aber auch das toleriere ich noch. Gereicht hat es mir erst aufgrund eines Vorfalls. Ziemlich banal aber mit großer Wirkung:
Ich komme oft erst spät nach Hause. Einmal hatte ich ihn um einen kleinen Gefallen getan (was selten vorkommt, da er es meistens nicht hinbekommt). Ich bat ihn darum doch Joghurt zu besorgen. Als ich heimkam, traf mich der Schlag. Er hatte für sich allein essen besorgt, aber nicht den Joghurt, um den ich ihn noch extra per SMS bat.
Aber er würde jetzt in den Supermarkt gehen. ( es war bereits 23.30 und vorher hatte er dafür mehr als 7 Stunden Zeit). Er konnte ihn nicht besorgen, weil er erst im Supermarkt gemerkt hat, dass er zu wenig Geld dabei hat (die Ausrede höre ich ständig).
Als ich in die Küche ging, sah ich auch noch, dass er nicht mal seinen Abwasch machen konnte und dass obendrein auch noch ne Bananenschale achtlos in eine Tasse geworfen wurde. Ich wollte sie wegschmeißen und sah, dass er es nicht mal hingekriegt hatte, einen Beutel in den Mülleimer zu tun. Nicht mal das!
In der ganzen Zeit in der er in meiner Wohung gehockt hatte, hat er am Computer gesessen und keinen Finger gekrümmt.
Ich kam und komme mir immer noch so dermaßen verarscht vor. Ich wollte ihn hochkant rauswerfen, aber er bettelte mich regelrecht an, dass er alles besser machen möchte. Ich konnte leider nicht mehr anders als ihm meine Meinung zu geigen, dass ich ihn stinkendfaul finde, und ich langsam den Respekt vor ihm verliere. Und leider ist mir noch das Wort "Loser" aus dem Munde gekommen. Was mir leid tut, aber gleichzeitig hatte er es ja auch provoziert.
Am nächsten Tag putzte er meine Küche blitzeblank, machte mir essen etc. Aber irgendwie konnte mich das nicht richtig besänfigten. Ich bin einfach generell enttäuscht von ihm.
Auch am Wochenende, wenn ich frei habe und mich freue viel Zeit mit ihm zu verbringen, ist er meist zu faul, mal spazieren zu gehen oder den Bezirk zu wechseln. Dann hat er plötzlich schlechte Laune, ist grimmig, kann selten was genißen. Das alles hat natürlich mit seiner Existenzangst zu tun, denke ich.
Ich sagte ihm, dass er jetzt endlich seinen Arsch hockriegen muss, wenn er will, dass die Beziehung bestehen bleibt und sich verbessert. Und wenn er weiterhin die Scheissegal Haltung an den Tag legt, gehen kann. Jetzt liegt er krank im Bett. Und ich konnte leider meine Reserviertheit immer noch nicht durchbrechen. Bin ich da zu hart? wie soll ich mich am besten verhalten?


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18. Oktober 2012 um 14:56

NEET?
Wenn er mit 27 noch nicht gelernt hat sein Leben in den Griff zu bekommen, dann stehen die Chancen für eine Besserung ziemlich schlecht.
Er fühlt sich bei dir wohl wieder im Hotel Mama.
Du solltest sein Verhalten nicht tolerieren, sag ihm, dass du mit einem Erwachsenem zusammen bist und du mehr Verantwortung von ihm erwartest.

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18. Oktober 2012 um 15:07

...
als wir uns kennenlernten, habe ich noch studiert aber auch nebenher gearbeitet. am anfang hat er sich extrem bemüht, aber ich habe immer gespürt, dass auch Anstrengung dahinter steckt bei ihm. Es kam nie natürlich rüber, sondern so als würde er ein Ziel verfolgen. Als er mich nach 3 Monaten sicher glaubte, hatte er nichts mehr gemacht. Nicht mal vorgeschlagen essen zu gehen, oder ins kino. Wir waren nur bei mir zu Hause und ich habe auch alles gemacht. Selbst, wenn ich am nächsten Morgen früh raus musste zur Arbeit und den ganzen Tag weg war, hatte er alles rumliegen lassen, nicht abgewaschen etc. Dann kam es auch zu einem großen Krach, aber er hatte sich was den Haushalt angeht unglaublich verbessert. Es gab deswegen kaum noch Konfliktpotentiale.
Als ich dann aber im Sommer in der Abschlussphase war mit dem Studium und er meist nur noch in der WG Zeit verbrachte, kamen seine alten Muster wieder sukzessive zurück. Es ist als müßte ich ihm wieder alles von neuem beibringen.
Ich denke auch, dass er extrem egoistisch ist und dass er sich nicht wirklich ändern will.
Meist versteckt er sich auch hinter Phrasen wie: "Ich bin halt zurückgeblieben, was soll ich machen."
Das lasse ich ihm aber nicht mehr durchgehen. Ich habe ihm gesagt, dass er dann sich arbeiten muss und ich keine Ausreden mehr akzeptiere. Das habe ich ihm noch nie so gesagt. Ob es helfen wird, weiß ich nicht.

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18. Oktober 2012 um 16:55


Er hat anscheinend ein gewisses Reifeproblem und du rückst von der Rolle der Geliebten in die von Mami.
Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Bübchen, ca. 75kg....
Tja, und du realisierst wohl grad wie es ist und in deinem Kopf fragst du dich wie das wohl sein würde mit ihm zusammenzuleben.
Ich kann dir nur sagen, wahrscheinlich grausam und stressig...
Viel Spass.

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18. Oktober 2012 um 18:19

Vielen Dank für eure Antworten
Man rafft es bei ihm auch nicht so schnell, denn er ist alles andere als "eklig". in optischer hinsicht. Was sein Äußeres anbelangt ist er super fleißig. Glättet sich die Haare, achtet immer auf seine Klamotten, dass sie jaaaa sorgfältig gefaltet im Schrank liegen, achtet darauf, dass er auch ordentlich aussieht. Wirft mir sogar NAchlässigleit vor, weil ich meine Haare nicht 13 Mal am Tag bürste und unordentlich aussehen.
Manchmal kam mir dann der Satz: "Du sorry, ich muss mich eher daraum kümmern, was unter den Haaren ist." Woraufhin er mir dann Arroganz vorwarf, ich würde mich ja als was besseres fühlen, weil ich ja jetzt einen Job hätte.

Ich dachte irrtümlicherweise, wenn er sich so gut um sein Äußeres kümmert, dann kann es ja kaum sein, dass er sich der Faulheit hingibt. Vielleicht lag ich da auch mit meiner Logik etwas daneben.

Und die Sache mit dem Joghurt hat mich extrem gekränkt, weil er meinen Wunsch scheinbar auch nicht als wichtig genug erachtet hat. Seine eigenen Interessen waren mal wieder wichtiger.Ich dagegen habe mich immer bemüht, ihm das zu kaufen, was er mag.
Der Gedanke an eine Trennung lag nahe. Aber ich dachte mir, okay dann gib ihm doch die eine Woche, um zu beweisen, dass er auch anders kann.
Jetzt liegt er halt krank im Bett. und ich habe schon wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich mich ja eigentlich um ihn kümmern müsste.

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