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Widersprüchliche Gedanken, wer kann entwirren?

26. Juli 2012 um 23:45

Hallo,

ich denke mal wieder wie so oft über meine Beziehung und mein Leben im allgemeinen nach.
Meine Kindheit war nicht die tollste, was wohl viele von ihrer eigenen denken, aber dennoch denke ich, dass ich deshalb ein kleines Defizit habe, was Anerkennung und Selbstbewusstsein angeht. Ich habe Angst, nicht zu wissen wie meine berufliche Zukunft aussehen soll, geschweige denn erfolgreich meinen Abschluss zu machen und genügend Kompetenzen zu haben. Andererseit weiß ich auch nicht, welchen Job ich wirklich mit Herzblut machen will.
Mit meinem Freund lebe ich seit einem Jahr in der Wohnung, die ich mir Tenaager schon gewünscht hätte und bin dennoch nicht so glücklich wie ich dachte. Er ist immer für mich da und ich kann mir immer auf ihn verlassen und statt dessen wünsche ich mir, dass er mal blind vor Verlangen ist und mich überrascht. Nach unseren jetzt 4 Jahren schätze ich ihn einerseits und mache ihn andererseits innerlich klein... Er hat sein Studium erfolgreich abgeschlossen, versteht sich mit vielen auf Anhieb und ist immer die Ruhe selbst, was ich alles bewundernswert finde. Dann denke ich wieder, dass es eine Schwäche ist, dass er seine Wünsche nicht durchsetzt... ich beschwere mich, dass er nicht stur ist und bin beleidigt, wenn er mir manchmal nicht nach gibt...
Er ist 4 Jahre älter als ich, was ich anfangs aufregend fand. Mittlerweile sehe ich reifemäßig keine Unterschied mehr zwischen und frage mich wie ältere Männer sind...trotzdem muss ich nur sein Parfum riechen und es beruhigt mich gleich..
Brauche ich ein bisschen Kontra, oder käme ich damit gar nicht klar?

Bin ich nach 4 Jahren einfach zu sehr an die Beziehung gewöhnt oder nur unzufrieden mit meinem Leben?

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27. Juli 2012 um 0:00

...
Ich denke das ist normal. Du balacierst gerade auf einer Grenze. Aber danach kommt etwas neues- du weißt nur noch nicht genau, was. Und ich denke weniger, dass dein verhalten etwas mit deiner Kindheit zu tun hat, sondern dass es eher das Erwachsen-werden ist, was ich anstrengt.
Ja, er hat sein Studium erfolgreich beendet und weiß, was er (den Rest seines Leben?) machen möchte. Du weißt das noch nicht. Ja, er ist die Ruhe selbst, aber vielleicht geht es ihm gut damit. Lass ihn doch entscheiden, wie er mit seinen Wünschen umgeht. Einen Traum zu leben heißt, ihn zu verlieren. Vielleicht geht es ihm gut damit, im Kopf mal "rumzuspinnen", sich aber dann wieder der Realität zu widmen. Mit dem Studium hat er sich ja sicherlich einen Wunsch erfüllt. Dass du keinen Unterscheid mehr zwischen der Reife siehst, ist normal
"Andererseit weiß ich auch nicht, welchen Job ich wirklich mit Herzblut machen will.", ich habe 2 Ausbildungen und nix davon hatte was mit Herzblut zu tun. In meinem jetzigen fühle ich mich wohl, aber frage micha uch manchmal "Soll das alles seinß Echt?". Dein Freund kann nichts dafür, dass du mit dir nicht so im Reinen bist wie er mit sich. Und dieser "Zustand" ist doch nichts schlimmes. Er zeigt dass du einen Weg gehen willst, aber du halt noch nicht so genau weißt, welchen.

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27. Juli 2012 um 2:30
In Antwort auf eiwantu

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Ich denke das ist normal. Du balacierst gerade auf einer Grenze. Aber danach kommt etwas neues- du weißt nur noch nicht genau, was. Und ich denke weniger, dass dein verhalten etwas mit deiner Kindheit zu tun hat, sondern dass es eher das Erwachsen-werden ist, was ich anstrengt.
Ja, er hat sein Studium erfolgreich beendet und weiß, was er (den Rest seines Leben?) machen möchte. Du weißt das noch nicht. Ja, er ist die Ruhe selbst, aber vielleicht geht es ihm gut damit. Lass ihn doch entscheiden, wie er mit seinen Wünschen umgeht. Einen Traum zu leben heißt, ihn zu verlieren. Vielleicht geht es ihm gut damit, im Kopf mal "rumzuspinnen", sich aber dann wieder der Realität zu widmen. Mit dem Studium hat er sich ja sicherlich einen Wunsch erfüllt. Dass du keinen Unterscheid mehr zwischen der Reife siehst, ist normal
"Andererseit weiß ich auch nicht, welchen Job ich wirklich mit Herzblut machen will.", ich habe 2 Ausbildungen und nix davon hatte was mit Herzblut zu tun. In meinem jetzigen fühle ich mich wohl, aber frage micha uch manchmal "Soll das alles seinß Echt?". Dein Freund kann nichts dafür, dass du mit dir nicht so im Reinen bist wie er mit sich. Und dieser "Zustand" ist doch nichts schlimmes. Er zeigt dass du einen Weg gehen willst, aber du halt noch nicht so genau weißt, welchen.


ich finde den Zustand nur im Moment anstrengend und er verunsichert mich! Ich denke auch viel über meinen Familie nach, in der viel schief läuft und bin es manchmal einfach leid so viel zu Grübeln und zu keinem Schluss zu kommen. Kommt man aus dem Trott nicht irgendwie raus?

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27. Juli 2012 um 2:47

Du bist
eifersüchtig auf deinen freund. ich glaube nicht das du ihm das so missgönnst nur, das er das alles so erreicht hat wäre vielleicht auch ein traum von dir gewesen ???
und da er seine wünsche nicht erfülllen "mag" oder zu faul dafür ist, fühlst du dich dazu gezwungen ihm zu helfen....vielleicht sind es ja deine wünsche ??? du hast angst weil du diese wünsche dir sofort erfüllen würdest und siehst ihn vielleicht mit seinen wünschen verschwenderisch umgehen ??? also jedenfalls liegt das problem eindeutig bei dir...vielleicht forderst du ihn etwas das er dich beruflich bisschen unterstützen soll?? wegen deinem abschluss da kann er dir doch bestimmt helfen und das deine kindheit nicht die tollste war, klar das haben viele menschen durch gemacht. will dir da nicht zu nahe treten da ich nicht genau weiß worums geht, dennoch solltest du offen mit ihm darüber sprechen. dein freund weiß vermutlich nicht mal wo dein problem liegt. du sagst selbst du machst ihn klein...fühlst du dich dann dadurch besser??? liebst du ihn denn ?? ich finde man sollte seinem partner nichts missgönnen.. ihr seit ein paar, und ihr geht zu zweit... ihr seit nicht zwei menschen die gegen einander kämpfen wer von beiden besser ist, wobei dein freund die ganze zeit nur bekämpft wird von dir... ich würd dir mal raten mit ihm dinge zu unternehmen die euch zusammen schweißen wie sport oder kunst oder jegliche tätigkeiten.. je öfter du ihn nieder machst grenzt das ebenfalls an sein selbstvertrauen ...ich finde das schon sehr gemein muss ich sagen, jemanden für etwas verantwortlich zu machen der nicht weiß worum es geht.. stell dir vor er wäre nicht da...und nu ???? ich würde vorschlagen DU überraschst ihn ich hätte absolut keine lust meinem freund noch essen zu kochen wenn er mich täglich runtermacht und nur am kritisieren ist ! sprich das problem aufjedenfall an ! dann kann er auch damit umgehn und dich unterstützen!

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27. Juli 2012 um 8:19
In Antwort auf alisia_12841431


ich finde den Zustand nur im Moment anstrengend und er verunsichert mich! Ich denke auch viel über meinen Familie nach, in der viel schief läuft und bin es manchmal einfach leid so viel zu Grübeln und zu keinem Schluss zu kommen. Kommt man aus dem Trott nicht irgendwie raus?

...
Ich grübel auch viel über einiges was passiert ist. Ich hatte zwar eine wundervolle Kindheit, aber kurz nach der Pupertät ist etwas passiert von dem es lange dauerte, sich zu "erholen". Drüber weg bin ich nicht und es kommt immer wieder hoch. Das ist ganz normal, dass man über die DInge grübelt, die im Leben passiert sind, für die man aber nichts kann und die man auch nicht mit sich schleppen will. Andererseits denke ich mir, dass ist ein Teil von mir geworden. Ja, manchmal bin ich traurig deswegen, dann bin ich sauer und dann bin ich hilflos. Und ich denke gerne an "Was wäre wenn...", auch wenn es traurig macht.
Dass Wirrwar geht also nie weg, denke ich. Man lernt nur damit zu leben und bekommt es vielleicht ganz langsam sortiert.

Was ich dir empfehlen kann ich mal Reißaus zu nehmen. Ich bin letztes Jahr ganz früh morgens mit meinen 2 engsten Freundinnen ans Meer gefahren für einen Tag. Wir haben uns ins Auto gesetzt als schön Wetter angesagt war und sind noch im dunklen los. Das war die Erholung und Ablenkung pur und auch noch Tage danach hiel dieses Gefühl an und manchmal denk ich drna zurück und grinse vor mich hin Es waren 3 Stunden Fahrt, aber auf das Meer zu schauen und den Strand entlangzulaufen und sich in den Sand zu legen, Muscheln zu sammeln, den Wind zu spüren... das war es einfach verdammt wert (Herje, hab mri Fernweh eingeredet jetzt egrade!). es war ein tag der mir gezeigt hat, dass die Realität auch ganz wunderbar sein kann.

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27. Juli 2012 um 8:47
In Antwort auf eiwantu

...
Ich grübel auch viel über einiges was passiert ist. Ich hatte zwar eine wundervolle Kindheit, aber kurz nach der Pupertät ist etwas passiert von dem es lange dauerte, sich zu "erholen". Drüber weg bin ich nicht und es kommt immer wieder hoch. Das ist ganz normal, dass man über die DInge grübelt, die im Leben passiert sind, für die man aber nichts kann und die man auch nicht mit sich schleppen will. Andererseits denke ich mir, dass ist ein Teil von mir geworden. Ja, manchmal bin ich traurig deswegen, dann bin ich sauer und dann bin ich hilflos. Und ich denke gerne an "Was wäre wenn...", auch wenn es traurig macht.
Dass Wirrwar geht also nie weg, denke ich. Man lernt nur damit zu leben und bekommt es vielleicht ganz langsam sortiert.

Was ich dir empfehlen kann ich mal Reißaus zu nehmen. Ich bin letztes Jahr ganz früh morgens mit meinen 2 engsten Freundinnen ans Meer gefahren für einen Tag. Wir haben uns ins Auto gesetzt als schön Wetter angesagt war und sind noch im dunklen los. Das war die Erholung und Ablenkung pur und auch noch Tage danach hiel dieses Gefühl an und manchmal denk ich drna zurück und grinse vor mich hin Es waren 3 Stunden Fahrt, aber auf das Meer zu schauen und den Strand entlangzulaufen und sich in den Sand zu legen, Muscheln zu sammeln, den Wind zu spüren... das war es einfach verdammt wert (Herje, hab mri Fernweh eingeredet jetzt egrade!). es war ein tag der mir gezeigt hat, dass die Realität auch ganz wunderbar sein kann.

Genau wie du
Hallo,

es beschreibst fühle ich mich. Wütend auf meine Familie, verletzt weil ich das Gefühl habe, dass ich ihnen nichts bedeute und nichts Recht machen kann und deshalb auch oft allein.
Die Familie meines Freundes ist immer für ihn da und sie haben untereinander einen starken Zusammenhalt. Einerseits bewundere ich das und bin froh, daran Anteil haben zu dürfen, andererseits ist es manchmal anstrengend mit vielen Leute und dann wieder hätte ich auch gerne meine eigene Familie so... nur dazu gekommen zu sein ist irgendwie nicht das gleiche.
Mein Freund weiß von meiner Kindheit, meinen beruflichen Versagensängsten und dass ich mich oft überfordert fühle. Er ist meine beste Freundin (weil ich niemandem sonst so viel erzählen kann) und mein Partner.

Wenn du Reißaus nehmen schreibst, wie könnte das noch aussehen?
War mit meinem Freund 10 Tage im Urlaub, aber Reißaus würde ich das nicht nennen.

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27. Juli 2012 um 9:29
In Antwort auf alisia_12841431

Genau wie du
Hallo,

es beschreibst fühle ich mich. Wütend auf meine Familie, verletzt weil ich das Gefühl habe, dass ich ihnen nichts bedeute und nichts Recht machen kann und deshalb auch oft allein.
Die Familie meines Freundes ist immer für ihn da und sie haben untereinander einen starken Zusammenhalt. Einerseits bewundere ich das und bin froh, daran Anteil haben zu dürfen, andererseits ist es manchmal anstrengend mit vielen Leute und dann wieder hätte ich auch gerne meine eigene Familie so... nur dazu gekommen zu sein ist irgendwie nicht das gleiche.
Mein Freund weiß von meiner Kindheit, meinen beruflichen Versagensängsten und dass ich mich oft überfordert fühle. Er ist meine beste Freundin (weil ich niemandem sonst so viel erzählen kann) und mein Partner.

Wenn du Reißaus nehmen schreibst, wie könnte das noch aussehen?
War mit meinem Freund 10 Tage im Urlaub, aber Reißaus würde ich das nicht nennen.

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Ich würde dir empfehlen ohne deinen Freund mal wegzufahren. Mit einer Freundin zB. Ihr seid als Paar anscheinend sehr "dicke", was auch wirklich schön ist, wovon man aber mal Abstand braucht, einfach um sich endlich wieder etwas schönes erzählen zu können. Was man erlebt hat beispielsweise, wie man einander vermisst hat und sich auf das Wiedersehen gefreut hat. Wenn man sich Tag für Tag sieht und jeder weiß, was der andere gemacht hat... das tut keinem gut. Erinner dich mal an die Zeit als ihr euch noch nicht so gut kanntet und über vieles gesprochen habt, was für den anderen neu war. Ihr wolltet dich bestimmt alles voneinander wissen, habt nachgefragt usw. Ich fand dieses "Kennenlernen" in Beziehungen immer total aufregend. Und damit das nicht verloren geht, sollte man auch mal ohne den Partner Eindrücke sammeln. Einer besten Freundin muss man auch nicht alles erzählen. Wichtig ist, dass sie dich anschaut und weiß, dass du grad n Bier/Sekt brauchst

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27. Juli 2012 um 9:36
In Antwort auf kelley_12454376

Du bist
eifersüchtig auf deinen freund. ich glaube nicht das du ihm das so missgönnst nur, das er das alles so erreicht hat wäre vielleicht auch ein traum von dir gewesen ???
und da er seine wünsche nicht erfülllen "mag" oder zu faul dafür ist, fühlst du dich dazu gezwungen ihm zu helfen....vielleicht sind es ja deine wünsche ??? du hast angst weil du diese wünsche dir sofort erfüllen würdest und siehst ihn vielleicht mit seinen wünschen verschwenderisch umgehen ??? also jedenfalls liegt das problem eindeutig bei dir...vielleicht forderst du ihn etwas das er dich beruflich bisschen unterstützen soll?? wegen deinem abschluss da kann er dir doch bestimmt helfen und das deine kindheit nicht die tollste war, klar das haben viele menschen durch gemacht. will dir da nicht zu nahe treten da ich nicht genau weiß worums geht, dennoch solltest du offen mit ihm darüber sprechen. dein freund weiß vermutlich nicht mal wo dein problem liegt. du sagst selbst du machst ihn klein...fühlst du dich dann dadurch besser??? liebst du ihn denn ?? ich finde man sollte seinem partner nichts missgönnen.. ihr seit ein paar, und ihr geht zu zweit... ihr seit nicht zwei menschen die gegen einander kämpfen wer von beiden besser ist, wobei dein freund die ganze zeit nur bekämpft wird von dir... ich würd dir mal raten mit ihm dinge zu unternehmen die euch zusammen schweißen wie sport oder kunst oder jegliche tätigkeiten.. je öfter du ihn nieder machst grenzt das ebenfalls an sein selbstvertrauen ...ich finde das schon sehr gemein muss ich sagen, jemanden für etwas verantwortlich zu machen der nicht weiß worum es geht.. stell dir vor er wäre nicht da...und nu ???? ich würde vorschlagen DU überraschst ihn ich hätte absolut keine lust meinem freund noch essen zu kochen wenn er mich täglich runtermacht und nur am kritisieren ist ! sprich das problem aufjedenfall an ! dann kann er auch damit umgehn und dich unterstützen!

Eifersucht ist etwas anderes als Neid.
"jemanden für etwas verantwortlich zu machen der nicht weiß worum es geht.. "

Schöner, unwahrer Satz...
Wie ich unten schon schrieb gab es als ich 20 war ein einschneidenes Erlebnis, dass mich lange aus der Bahn geworfen hat. Und dass mich heute noch oft einholt. Und mein Freund weiß davon & bekommt es dann auch manchmal ab. Dann schreie ich wegen irgendetwas anderem, weine und er fragt "Wieso weinst du denn jetzt?!".
Soll bedeuten der Partner weiß sehr wohl, was passiert ist, kann aber nicht einschätzen, wann ein "Ausraster" oder ein "Zusammenbruch" oder ein "Stimmungstief" mal genau wegen dieser Sache ist. Weil man sitzt nicht da und sagt "Wieso ist dann denn alles so passiert? Das ist unfair!", nein. Man regt sichw egen etwas ganz anderem auf. Man ärgert sich weil die Küche nicht aufgeräumt ist, man weint weil man merkt dass das Unsinn ist. Und der Partner hat keinen blassen Schimmer, dass man seine Wut und seine trauer nur auf andere Sachen proeziert (schreibt man das so?^^), um nicht zeigen zu müssen, dass etwas altes wieder hochkommt. Oft mekt man es ja selber nicht sofort.

Schwer zu erkären, aber ich hoffe, du verstehst es.

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