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WICHTIG: Trennung- Angst dass er sich was antut+ich liebe ihn noch...

19. November 2006 um 0:09

Hallo.

ich habe vorgestern endgültig mit meinem Partner Schluss gemacht.
Wir waren fast 2 Jahre lang ein Paar.
Die Anfangszeit war schön und ich habe ihn so geliebt, ich konnte mir nicht vorstellen je von ihm getrennt zu sein.
Wir hatten so schöne Zeiten, die glücklöichsten Momente meines Lebens.
Da war er immer ehrlich zu mir.
Zu dem Zeitpunkt hat er grade in Praktikum gemacht, um danach leichter einen Job zuu kriegen.
Als das Praktikum zuende war, fingen die Lügengeschichten an.
Es waren keine kleinen Notlügen, nein, er baute ein riesiges Lügengebilde auf, von dem ich monatelang absolut nichts gemerrkt habe.
Er hat mir von vielen Vorstellungsgesprächen erzählt.
Irgendwann hat er mir erzählt er habe nun einen Job, hat mir andauernd von dem Job erzählt, von dem Alltag da etc., da musste ich ja glauben dass das wahr ist.
Er lebt in einer anderen Stadt(70km von hier), von daher bin ich auch nie bei der Arbeit vorbeigefahren, außerdem muss ich ja selbst arbeiten.
Einmal hat er sogar erzählt er hätte da gekündigt, weil die zuviel von ihm verlangen würden(selten Zeit gehabt).
Wenig später hat er aber wieder erzählt er hätte einen neuen Job und wieder sehr viel davon erzählt.
Warum ich nie gemerkt habe dass er keinen Job hat?
Wir haben nie zusammen gewohnt, sondern uns eben sehr oft getroffen und Unternehmungen gemacht, dafür hatte er immer Geld.
Gewohnt hat er bei seinen Verwandten(schlechtes Elternverhältnis), weil er sagte da gefällts ihm und er wohne nicht gern allein.
Er hat auch mal gesagt er habe für den Sommer einen Urlaub für uns gebucht, aber wegen einem kleinen Streit habe er ihn angeblich wieder abgesagt.
Da dämmerte es mir schon, da ich nie Flugtickets oder Ähnliches gesehen habe.
Vor knapp einem Jahr wurde er medikamentenabhängig.
Ich wollte ihm helfen und habe ihm beigestanden, irgendwann nach einigen Tagen Rückzug sagt er dass er nun entzogen hat. Ich glaubte ihm.
Aber irgendwann ist auch mir Naivchen aufgefallen dass da was ganz Großes nicht stimmt.
Irgendwann habe ich seine Verwandten angerufen.
Die haben mir dann haarklein alles erzählt und sagten dass sie wußten dass er mich anlügt, sich aber nie getraut haben es mir zu sagen.
Die Wahrheit war: Er war seit sehr langer Zeit arbeitslos und macht einen Ein-Euro-Job.
Er hatte keinen der Jobs oder Vorstelungsgespräche von denen er mir erzählt hatte.
Er hat sich nichtmal um einen Aushilfsjob o.Ä. gekümmert.
Den Urlaub gabs auch nie.
Und er ist immer noch medikamentenabhängig und nun erstmal in einer Entzugsklinik.
Dazu wußte ich nichtmal sein Alter- er hat sich jahrlang für 1 Jahr älter ausgegeben als er ist.
Und ich dachte er hätte Abitur- dabei hat er kurz vorm Fachabi alles abgebrochen.
Das war eine schreckliche Zeit.
Ich brauchte viel Zeit um nachzudenken, aber ich habe ihm eine 2.Chance gegeben, da ich ihn wirklich liebte und hoffte, ihm wider vrtrauen zu können.
Er versprach mir hoch und heilig nie wieder zu lügen, entschuldigte sich etliche Male, weinte viel, schrieb mir sogar Briefe.
Das war ungefähr vor nur 2 Monaten.
Und nun?
Ich habe ihm wieder beim Lügen erwischt.
Zwar ist er jetzt wirklich längst runter von den Medikamenten, aber das Lügen ging stetig weiter.
Er erzählte mir oft er wär irgendwo und ich fand raus dass er woanders war.
Wir hatten täglich Streit und ich musste andauernd weinen.
Er begann auch wieder, mir von Jobangeboten und Jobs zu erzählen.
Ich war natürlich skeptisch und wollte Beweise.
Er hatte nie weleche, also war mir klar was wieder war.
Ich habe ihn mehrmals zur Rede gestellt, er wollte es nie zugeben, hat mir Vorwürfe gemacht ich würde ihm nicht vertrauen.
Bis vorgestern. Da hab ich so lange auf ihn eingeredet bis er kleinlaut zugegeben hat, das alles, wirklich alles, schon wieder eine Lüge war.
Ich habe meine Konsequnzen daraus gezogen und Schluss gemacht.
Und jetzt fühle ich mich schrecklich wegen ihm.
Ich liebe ihn einerseits noch sehr, kann mir immernoch überhaupt nicht vorstellen diesen Menschen nie wieder zu küssen, das tut so weh.
Andererseits weiß ich dass ich ihm nie wieder vertrauen könnte und ich will keine Schmerzen mehr, ich will wieder ein glückliches Leben.
Er versucht immernoch mich zurück zu bekommen.
Er sagt er kann nicht ohne mich leben, es täte ihm unglaublich Leid, er denke jede Sekunde an mich und hoffe, dass ich ihm noch eine Chance gebe.
Ich finde, er hat keine Chance mehr verdient, er hat mich eiskalt belogen, auch wenn ich weiß dass er mich damit nicht verletzen wollte(sein Ego ist sehr klein).
Aber Gründe interssieren mich nun nicht mehr und ich will jetzt endlich mal an mich und meine Gefühle denken.
Aber da ist noch diese furchtbare Liebe zu ihm... wann hört man nach einer Trennung endlich auf einen Menschen so zu lieben und zu vermissen??
Und das Schlimmste an der Sache- wenn die Trennung endgültig ist, glaube ich dass er sich etwas antun wird.
Das ist keine Vermutung, ich denke wirklich dass er es tun wird.
Er liebt mich wahnsinnig.
Die Betonung liegt wirklich auf wahnsinnig.
Immer wenn wir größere Streits hatten, hat er sich selbst verletzt, mit einem Messer in den Bauch gestochen oder sich die Arme aufgeschnitten und musste ins Krankenhaus.
Einmal gabs sogar schon einen Selbstmordversuch.
Er sagt auch selbst, ohne mich würd er sterben.
Auf meine Bitte hin war er sogar mal 2 Monate in der Psychiatrie und ist nun auch schon seit Monaten in psychologischer Behandlung.
Aber das ändert nichts.
Seine Verwandten haben auch eine Riesenangst um ihn, sind da aber genauso hilflos.
Ich weiß nicht was ich tun soll.
Ich stell mir andauernd vor, wie er weinnd und einsam im Keller sitzt und sich die Arrme aufschneidet.
Ich könnte es nicht ertragen, wenn er sich wirklich das Leben wegen mir nehmen würde.
Nicht nur wegen extremen Schuldgefühlen, sondern auch weill ich ihn wie gesagt immernoch liebe.... das wär das Schrecklichste was passieren könnte.
Ich habe ihm angeboten dass wir vielleicht eine Freundschaft aufbauen könnten, wenn ich das Ganze halbwegs verarbeitet habe.
Er bedeutet mir doch immernoch viel, ich kann ihn nicht ganz aus meinem Leben streichen, würd ihn am liebsten in den Arm nehmen.
Und trotzdem will bzw. kann ich keine Beziehung mehr haben- ich weiß dass er mich noch mehr verletzen würde und ich irgendwann total kaputt wär.
Eine Trennung ist das einzig Logische, und doch...
Ich bin nicht wütend auf ihn, nein.
Ich mache mir Sorgen, habe das Gefühl ich habe ihn nie gekannt.
Und ich habe das Gefühl ich verrate ihn mit einer endgültigen Trennung.
Ich habe das Gefühl ich lasse ihn dann allein.
Err hat außer mir wirklich niemanden.
Ich muss immer an die schöne Zeit der Vergangenheit denken, in der wir so glücklich waren, es waren die glücklichsten Momente meines bisherigen Lebens.
Er hat keine richigen Freunde und seine Verwandten haben auch nie richtig Zeit für ihn. Er ist einsam.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Ich habe Schuldgefühle, glaube ihn zu verraten, vermisse und liebe ihn noch, kann ihm aber nicht mehr vetrauen und habe die schlimmsten Ängste dass er sich etwas antut...
ich weiß, dieser Beitrag ist schwierig.

Ich hoffe trotzdem, ihr könnt mir gutgemeinte, konstruktive Ratschläge geben...

vielen Dank.

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19. November 2006 um 14:09

Schieb...
Ich weiß es ist lang und schwer zu bantworten, aber ich bitt trotzem darum

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19. November 2006 um 14:34
In Antwort auf lynna_12463421

Schieb...
Ich weiß es ist lang und schwer zu bantworten, aber ich bitt trotzem darum

Einen Ratschlag zu geben
finde ich wirklich schwierig.

Vor kurzem gab es hier schon einmal einen Thread zu diesem Thema (Lügen und Job) von Indiangirl, vielleicht schaust du mal nach.

Grundlegend finde ich das Lügen wenn es um einen Job geht, nicht so schlimm. Diese Menschen sind häufig sehr verzweifelt und weniger um ihren eigenen Vorteil bedacht; das ist für mich ein wesentlicher Unterschied bei der Beurteilung von Lügen. So ähnlich habe ich es auch damals bei Idiangirl geschrieben.

Allerdings finde ich deinen Fall schon zu weitgehend. Da geht es nicht mehr um den Job, da geht es nur noch um die Lügerei. Wenn man dem Partner nicht mehr trauen und alles hinterfragen muss, dann hat das m.E. keine Zukunft. Zumal du ihm schon eine zweite Chance gegeben hast.

Bitte einen Freund und die Verwandten, dass sie nach ihm sehen. Oder versuche ihn zu überzeugen, dass er sich ärztliche Hilfe sucht.
Lass dich mit einem Selbstmord nicht erpressen. Das bringt für niemanden was; weder für dich noch für ihn.

lg
kratzamkopp

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19. November 2006 um 14:43

Echt schwer
ratschläge zu geben wie "mach das..." oder "mach dies...".
dem text nach sieht es so aus als ob er gar nicht mit sich selbst zurecht kommen würde und das du sein lebensinhalt bis. in dich hat er sein selbstbewußtsein hineingelegt und bist sein "wandelndes selbstbewußtsein". verliert er dich, verliert er sein selbstbewußtsein.
er liebt dich wahnsinnig, verletzt sich, wenn du gehen willst usw. damit will er dir deutlich machen, wie sehr er dich braucht. da ist es schwierig zu sagen, keine verantwortung dafür zu haben, aber du hast trotzdem keine für sein verhalten.
laß dich nicht erpressen und lebe dein leben. bis jetzt konntest du ihm scheinbar nicht wirklich helfen und das wirst du in zukunft auch nicht können.
er muß jemanden finden, dem er so vertraut, daß er seine eigenen probleme irgendwie lösen kann.
dann kannst du auch eine freundschaft versuchen. wirst du das jetzt probieren, wird er us seiner abhängigkeit von dir nicht rauskommen, fürchte ich

ich wünsch dir viel kraft

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19. November 2006 um 16:12

@emilia
es ist im grunde ganz einfach:

du kannst nichts für ihn tun, ausser ihn loszulassen.

er wird wohl eine längere intensivere therapie vor sich haben. das ist sein leben. das ist hart, aber es ist wie es ist.

du hast dein leben. du hast für dich die richtige entscheidung getroffen. du bist nicht verpflichtet dein leben zu opfern.

es spricht nichts dagegen in ein paar jahren kontakt zu ihm aufzubauen, wenn dich dann interessiert wie es ihm geht - nichts ist für die ewigkeit.

selbstverletzendes verhalten beutet einen enormen stress für alle beteiligten. das hat mit dir nichts zu tun. deine reaktioni dich zurückzuziehen ist mehr als normal und äusserst verständlich.

schuldgefühle sind auch noch verständlich, sie sind aber überflüssig. du hast nichts mit den ursachen für sein verhalten zu tun, auch wenn du dich als auslöser betrachtest.

distanz hilft dir und ihm. verstehst du?

viel kraft!

gruss
tom

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19. November 2006 um 16:13
In Antwort auf runa_12850644

Einen Ratschlag zu geben
finde ich wirklich schwierig.

Vor kurzem gab es hier schon einmal einen Thread zu diesem Thema (Lügen und Job) von Indiangirl, vielleicht schaust du mal nach.

Grundlegend finde ich das Lügen wenn es um einen Job geht, nicht so schlimm. Diese Menschen sind häufig sehr verzweifelt und weniger um ihren eigenen Vorteil bedacht; das ist für mich ein wesentlicher Unterschied bei der Beurteilung von Lügen. So ähnlich habe ich es auch damals bei Idiangirl geschrieben.

Allerdings finde ich deinen Fall schon zu weitgehend. Da geht es nicht mehr um den Job, da geht es nur noch um die Lügerei. Wenn man dem Partner nicht mehr trauen und alles hinterfragen muss, dann hat das m.E. keine Zukunft. Zumal du ihm schon eine zweite Chance gegeben hast.

Bitte einen Freund und die Verwandten, dass sie nach ihm sehen. Oder versuche ihn zu überzeugen, dass er sich ärztliche Hilfe sucht.
Lass dich mit einem Selbstmord nicht erpressen. Das bringt für niemanden was; weder für dich noch für ihn.

lg
kratzamkopp

Eben,
als er mich das erste Mal so sehr hintergangen hat, hab ich ihm verziehn, weil ich das genauso gesehen habe wie du.
Aber er hat einfach weiter so gemacht.
Und das ertrage ich nicht.

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