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Werden sein Job und sein Handy uns zerstören?

23. September um 12:03

Hi zusammen,

ich schreibe diesen Post, um eventuell auf Gleichgesinnte zu treffen.
Zum Hintergrund, ich versuche mich knapp zu halten.
Letztes Jahr bin ich umgezogen und habe einen Job angefangen. Ich kannte niemand hier und habe auf der Arbeit meinen Freund kennengelernt und wir sind auch recht schnell zusammen gekommen, weil es einfach gepasst hat. Zumindest war ich der Annahme.
Wir sind nun ein Jahr zusammen und wir wohnen auch mittlerweile zusammen, jedoch wurde mir am Freitag klar, dass wir eigentlich in vielen Dingen nicht zusammen passen, was ja erstmal nicht so schlimm ist. Doch ich habe festgestellt, dass ich aktuell nicht happy bin und er es aber ist. 
Zu meinen Ansichten und Bedürfnissen der Beziehung. Ich bin ein Mensch, der wenn er liebt, dann richtig liebt. Ich schaue immer, dass es ihm gut geht, dass er sich wohl fühlt, dass er weiß, dass ich ihn liebe. Ich schenke ihm immer wieder Dinge, weil ich weiß, dass sie ihm eine Freude bereiten würden. Ich gebe immer auf sein Wohl Acht, interessiere mich für ihn und was in seinem Leben passiert und ich habe mich ihm von Anfang an gegenüber geöffnet. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und da ich plane, den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen, sollte er meine Vertrauensperson sein und ich mich jederzeit an ihn wenden können. Was Emotionen angeht, aber auch was während meines Tages so in meinem Leben passiert. Mir ist Nähe und offene Kommunikation sehr, sehr wichtig, auch körperlicher Kontakt (in den Arm nehmen, mal ein Küsschen, aber auch Sex).
Und nun zu meinem Problem. Da ich diese Ansichten habe und auch alles gebe, damit es ihm gut geht, erwarte ich irgendwie auch von ihm, dass er das zurückgibt und genau das ist das Problem, denn das kommt es nicht. Ich weiß, dass das mein Problem ist, aber ich versuche mal zu schildern, was geschehen ist.

Anfangs war mein Freund ein sehr offener Mensch. Er hat viel gelacht, viel Blödsinn geredet (wir haben den gleichen Humor) und er hat sich viel bei mir gemeldet. Ich hab ihn als offenen, kommunikativen Menschen kennegelernt. Und dann waren wir zusammen und es kam irgendwie anders.
Mein Freund ist in Wirklichkeit sehr verschlossen. Er teilt sich überhaupt nicht gerne mit, seine Gedanken und Gefühle behält er für sich und wenn man ihn anspricht auf ein wichtiges und ernstes Thema, dann mauert er und ist teilweise einfach nicht ansprechbar. Er hat immer alles selbst mit sich ausgemacht und das macht er bis heute. Er weiß, dass mir offene Kommunikation wichtig ist, aber er kann das nicht. Zumindest nicht bei mir. Und das ist der Punkt. Ich sehe, wie er offen mit anderen umgeht. Wenn wir was unternehmen mit anderen, dann plappert er nur drauf los. Wenn er auf Arbeit ist und er hat das Glück mit seinem besten Freund zusammen zu arbeiten, dann ist er gesprächig, macht Blödsinn ohne Ende und ist einfach gut drauf. In der Zeit höre ich auch kaum etwas von ihm. Auch was Verlässlichkeit angeht, ist es schwierig, da er mal Zeiten sagt, sich aber nicht daran halten kann, weil die Arbeit oder irgendwas dazwischen kommt. Kommunikation außerhalb von daheim ist also quasi unmöglich. 
Aber dann kommt es Zuhause dazu. In 3-4 Sätzen erzählt er, was auf Arbeit passiert ist. Dann wird der Fernseher angemacht oder die Konsole. Und dann ist er nicht mehr ansprechbar. Er vertieft sich darin. Mit der Konsole ist es sehr schlimm. Und wenn wir einen Film schauen, dann ist ständig das Handy daneben. Und er nimmt es dauernd in die Hand, wenn jemand schreibt, schreibt er sofort zurück. Ansonsten scrollt er durch Facebook. Immer und immer wieder. Und das geht den ganzen Abend so, wenn wir mal auf den Balkon gehen und eine Rauchen, immer das Handy in der Hand. 
Und das ist das, was mich so traurig macht. Ich weiß, dass er kommunizieren kann, jedoch nicht mit mir. Er schreibt mit anderen, aber während der Arbeit kann er das bei mir nicht. Er redet kaum mit mir, weil er abschalten möchte, wenn andere dabei sind, geht das aber. Und das wirft mich in ein Loch. Denn ich weiß, dass er sehr fokussiert ist und seinen Job gut machen will. Er blendet mich nur dabei komplett aus. Da sind dann Arbeit und sein bester Freund und Kollegen wichtiger. Wenn ich mal die Mittagspause mit ihnen verbringe, dann kann ich froh sein, wenn ich etwas beachtet werden und mal der Arm um mich gelegt wird. Ich bin quasi einfach nur da. Und dasselbe abends. Er meint, dass meine Anwesenheit alleine ihn total entspannen lässt. Das was ich für ihn tue, lenkt ihn von der Arbeit ab und was ihm zusetzt. Er zweifelt viel an sich selbst und deshalb verliert er sich in allem, weil er der Beste sein möchte. Aber dabei blockiert er unsere Beziehung und mich aus, weil er nur auf eins fokussiert sein möchte. Das kostet ihn soviel Energie, dass er abends nur noch abgelenkt sein möchte, daher immer TV und Konsole und Handy. Und ich existiere wieder nur daneben und gebe ihm die Ruhe, die er braucht. Für ihn funktioniert das wunderbar. Er hat sein Leben, er hat seine Arbeit (die ihm wichtiger ist als ich, das hat er mal gesagt) und seine Zeit für sich wo er berieselt wird und mich als Ruhepol, der ihn beruhigt und für ihn da ist in der Form, die er braucht. Das Problem ist nur, dass ich nichts zurückbekomme. 
Ich höre tagsüber nichts von ihm, abends wechseln wir ein paar Sätze und das wars. Ich bin sehr kommunikativ und ich kann während der Arbeit nicht viel tun und habe auch nicht das Glück, enge Kollegen und Freunde zu haben, mit denen ich mich austauschen kann. Und wenn ich das dann abends möchte, dann kann ich das nicht, weil mein Freund sich ausruhen und abschalten will. Dh. ich habe keinen Zugang zu ihm und dadurch werden meine Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt. Und das macht mich unglücklich. Ich habe mich schon so an diesen Trott gewöhnt, dass ich kaum Energie für etwas anderes habe. Oder für mich. Weil die Zeit, die wir auf der Couch sind, eigentlich das Einzige ist, was ich von meinem Freund habe. Und wenn ich das aufgebe, dann habe ich eigentlich gar nichts mehr von ihm. Und ich glaube, dass ich davor große Angst habe, daher lasse ich das über mich ergehen, auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.
Ich habe schon mit ihm darüber gesprochen und er meint, dass die Arbeit ihm einfach wichtig ist und deshalb immer in seinem Kopf präsent ist und er sich darauf so fokussiert, dass er mich ausblendet und auch für Unternehmungen keine Kraft und Energie hat.

So, das ist meine aktuelle Situation. Ich weiß, ich muss da selbst rauskommen aus diesem Loch, aber ich will ihn nicht aufgeben, weil ich weiß, dass er mehr kann. Ich sehe es. Er kriegt es nur mir gegenüber irgendwie nicht hin.

Kennt irgendjemand diese Situation auch? In irgendeiner Form? Und hat einen Rat?

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23. September um 12:20

Hallo Pippida,

dein Situation klingt übel... Ich selber habe so etwas nicht erlebt, aber eine sehr gute Freundin von mir war in der gleichen Lage wie du. Sie kam sich auch nur noch wie das 5. Rad am Wagen vor. Sie wollte genauso wie du das es Ihm immer gut geht und hat ALLES für Ihn gemacht. Letztendlich hat Sie sich bei mir sehr oft ausgeweint und ich konnte Ihr damals nur den Rat geben, ganz in Ruhe nochmal mit Ihm zu sprechen und Ihm klar zu machen wie dich diese Situation stört. Sollte er nichts ändern, so hat es meine Freundin gemacht, dann wäre vllt. eine Trennung sinnvoll? Ich weiß, das klingt immer hart und scheiße aber letztendlich musst du auch an dich denken und das es dir gut geht!

LG

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23. September um 12:33

Tja, er ist wie er ist und anscheinend passt euer Lebensstil nicht gut zusammen. Die anfänglichen Verliebtheitmonate kannst du nicht zählen da zeigt kaum jemand sein wahres Wesen.

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23. September um 13:15

Mir ging es vor etlichen Jahren auch so. Ich habe versucht mit meinem Ex darüber offen zu kommunizieren und für kurze Zeit hatte er sich geändert - aber nur für kurze Zeit - bis der Alltag ihn wieder überrollte und die Arbeit und seine Freunde und seine Handy-/Konsolensucht. 
Letztlich hat nur die Trennung nach knapp 4 Jahren geholfen daraus zu entfliehen. Das war hart, weil wir gemeinsame Freunde hatten (die letztlich zu ihm gehalten haben), wir hatten uns einiges gemeinsam aufgebaut und hatten auch Hochzeits- und Zukunftspläne, aber ich habe daraus unglaublich viel mitnehmen und lernen können.
Und jetzt befinde ich mich in einer neuen Beziehung und habe jemanden an meiner Seite, der mich beachtet und nicht nur nimmt, sondern auch gibt und meine Taten wertschätzt. 
Du kannst mir gerne auch eine PN schreiben.

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23. September um 13:22
In Antwort auf pippida

Hi zusammen,

ich schreibe diesen Post, um eventuell auf Gleichgesinnte zu treffen.
Zum Hintergrund, ich versuche mich knapp zu halten.
Letztes Jahr bin ich umgezogen und habe einen Job angefangen. Ich kannte niemand hier und habe auf der Arbeit meinen Freund kennengelernt und wir sind auch recht schnell zusammen gekommen, weil es einfach gepasst hat. Zumindest war ich der Annahme.
Wir sind nun ein Jahr zusammen und wir wohnen auch mittlerweile zusammen, jedoch wurde mir am Freitag klar, dass wir eigentlich in vielen Dingen nicht zusammen passen, was ja erstmal nicht so schlimm ist. Doch ich habe festgestellt, dass ich aktuell nicht happy bin und er es aber ist. 
Zu meinen Ansichten und Bedürfnissen der Beziehung. Ich bin ein Mensch, der wenn er liebt, dann richtig liebt. Ich schaue immer, dass es ihm gut geht, dass er sich wohl fühlt, dass er weiß, dass ich ihn liebe. Ich schenke ihm immer wieder Dinge, weil ich weiß, dass sie ihm eine Freude bereiten würden. Ich gebe immer auf sein Wohl Acht, interessiere mich für ihn und was in seinem Leben passiert und ich habe mich ihm von Anfang an gegenüber geöffnet. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und da ich plane, den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen, sollte er meine Vertrauensperson sein und ich mich jederzeit an ihn wenden können. Was Emotionen angeht, aber auch was während meines Tages so in meinem Leben passiert. Mir ist Nähe und offene Kommunikation sehr, sehr wichtig, auch körperlicher Kontakt (in den Arm nehmen, mal ein Küsschen, aber auch Sex).
Und nun zu meinem Problem. Da ich diese Ansichten habe und auch alles gebe, damit es ihm gut geht, erwarte ich irgendwie auch von ihm, dass er das zurückgibt und genau das ist das Problem, denn das kommt es nicht. Ich weiß, dass das mein Problem ist, aber ich versuche mal zu schildern, was geschehen ist.

Anfangs war mein Freund ein sehr offener Mensch. Er hat viel gelacht, viel Blödsinn geredet (wir haben den gleichen Humor) und er hat sich viel bei mir gemeldet. Ich hab ihn als offenen, kommunikativen Menschen kennegelernt. Und dann waren wir zusammen und es kam irgendwie anders.
Mein Freund ist in Wirklichkeit sehr verschlossen. Er teilt sich überhaupt nicht gerne mit, seine Gedanken und Gefühle behält er für sich und wenn man ihn anspricht auf ein wichtiges und ernstes Thema, dann mauert er und ist teilweise einfach nicht ansprechbar. Er hat immer alles selbst mit sich ausgemacht und das macht er bis heute. Er weiß, dass mir offene Kommunikation wichtig ist, aber er kann das nicht. Zumindest nicht bei mir. Und das ist der Punkt. Ich sehe, wie er offen mit anderen umgeht. Wenn wir was unternehmen mit anderen, dann plappert er nur drauf los. Wenn er auf Arbeit ist und er hat das Glück mit seinem besten Freund zusammen zu arbeiten, dann ist er gesprächig, macht Blödsinn ohne Ende und ist einfach gut drauf. In der Zeit höre ich auch kaum etwas von ihm. Auch was Verlässlichkeit angeht, ist es schwierig, da er mal Zeiten sagt, sich aber nicht daran halten kann, weil die Arbeit oder irgendwas dazwischen kommt. Kommunikation außerhalb von daheim ist also quasi unmöglich. 
Aber dann kommt es Zuhause dazu. In 3-4 Sätzen erzählt er, was auf Arbeit passiert ist. Dann wird der Fernseher angemacht oder die Konsole. Und dann ist er nicht mehr ansprechbar. Er vertieft sich darin. Mit der Konsole ist es sehr schlimm. Und wenn wir einen Film schauen, dann ist ständig das Handy daneben. Und er nimmt es dauernd in die Hand, wenn jemand schreibt, schreibt er sofort zurück. Ansonsten scrollt er durch Facebook. Immer und immer wieder. Und das geht den ganzen Abend so, wenn wir mal auf den Balkon gehen und eine Rauchen, immer das Handy in der Hand. 
Und das ist das, was mich so traurig macht. Ich weiß, dass er kommunizieren kann, jedoch nicht mit mir. Er schreibt mit anderen, aber während der Arbeit kann er das bei mir nicht. Er redet kaum mit mir, weil er abschalten möchte, wenn andere dabei sind, geht das aber. Und das wirft mich in ein Loch. Denn ich weiß, dass er sehr fokussiert ist und seinen Job gut machen will. Er blendet mich nur dabei komplett aus. Da sind dann Arbeit und sein bester Freund und Kollegen wichtiger. Wenn ich mal die Mittagspause mit ihnen verbringe, dann kann ich froh sein, wenn ich etwas beachtet werden und mal der Arm um mich gelegt wird. Ich bin quasi einfach nur da. Und dasselbe abends. Er meint, dass meine Anwesenheit alleine ihn total entspannen lässt. Das was ich für ihn tue, lenkt ihn von der Arbeit ab und was ihm zusetzt. Er zweifelt viel an sich selbst und deshalb verliert er sich in allem, weil er der Beste sein möchte. Aber dabei blockiert er unsere Beziehung und mich aus, weil er nur auf eins fokussiert sein möchte. Das kostet ihn soviel Energie, dass er abends nur noch abgelenkt sein möchte, daher immer TV und Konsole und Handy. Und ich existiere wieder nur daneben und gebe ihm die Ruhe, die er braucht. Für ihn funktioniert das wunderbar. Er hat sein Leben, er hat seine Arbeit (die ihm wichtiger ist als ich, das hat er mal gesagt) und seine Zeit für sich wo er berieselt wird und mich als Ruhepol, der ihn beruhigt und für ihn da ist in der Form, die er braucht. Das Problem ist nur, dass ich nichts zurückbekomme. 
Ich höre tagsüber nichts von ihm, abends wechseln wir ein paar Sätze und das wars. Ich bin sehr kommunikativ und ich kann während der Arbeit nicht viel tun und habe auch nicht das Glück, enge Kollegen und Freunde zu haben, mit denen ich mich austauschen kann. Und wenn ich das dann abends möchte, dann kann ich das nicht, weil mein Freund sich ausruhen und abschalten will. Dh. ich habe keinen Zugang zu ihm und dadurch werden meine Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt. Und das macht mich unglücklich. Ich habe mich schon so an diesen Trott gewöhnt, dass ich kaum Energie für etwas anderes habe. Oder für mich. Weil die Zeit, die wir auf der Couch sind, eigentlich das Einzige ist, was ich von meinem Freund habe. Und wenn ich das aufgebe, dann habe ich eigentlich gar nichts mehr von ihm. Und ich glaube, dass ich davor große Angst habe, daher lasse ich das über mich ergehen, auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.
Ich habe schon mit ihm darüber gesprochen und er meint, dass die Arbeit ihm einfach wichtig ist und deshalb immer in seinem Kopf präsent ist und er sich darauf so fokussiert, dass er mich ausblendet und auch für Unternehmungen keine Kraft und Energie hat.

So, das ist meine aktuelle Situation. Ich weiß, ich muss da selbst rauskommen aus diesem Loch, aber ich will ihn nicht aufgeben, weil ich weiß, dass er mehr kann. Ich sehe es. Er kriegt es nur mir gegenüber irgendwie nicht hin.

Kennt irgendjemand diese Situation auch? In irgendeiner Form? Und hat einen Rat?

erwarte ich irgendwie auch von ihm, dass er das zurückgibt und genau das ist das Problem, denn das kommt es nicht. Ich weiß, dass das mein Problem ist, aber ich versuche mal zu schildern, was geschehen ist.

ganz schlimm wenn man das erwartet nur weil man es selbst macht!

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23. September um 13:25

aber schon in deinem Beitrag vom FEBRUAR warst du unglücklich
die beziehung läuft quasi seit monaten nicht mehr...
wieso führt man sie dann fort?

kennst du mittlerweile seine freunde?

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23. September um 13:33
In Antwort auf jasmin7190

aber schon in deinem Beitrag vom FEBRUAR warst du unglücklich
die beziehung läuft quasi seit monaten nicht mehr...
wieso führt man sie dann fort?

kennst du mittlerweile seine freunde?

Die Beziehung wurde besser, nachdem wir auch lange und viel geredet haben und versucht haben, uns gegenseitig aufeinander einzustellen. Das Problem ist, dass ich es geschafft habe, mich an ihn anzupassen und mehr Verständnis zu zeigen und ihm seinen Freiraum zu geben. Leider kam von seiner Seite dann immer weniger, bis dieser Alltagstrott sich festgefahren hat und ich irgendwann glaube ich langsam resigniert habe und es hingenommen habe.

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23. September um 14:21
In Antwort auf pippida

Hi zusammen,

ich schreibe diesen Post, um eventuell auf Gleichgesinnte zu treffen.
Zum Hintergrund, ich versuche mich knapp zu halten.
Letztes Jahr bin ich umgezogen und habe einen Job angefangen. Ich kannte niemand hier und habe auf der Arbeit meinen Freund kennengelernt und wir sind auch recht schnell zusammen gekommen, weil es einfach gepasst hat. Zumindest war ich der Annahme.
Wir sind nun ein Jahr zusammen und wir wohnen auch mittlerweile zusammen, jedoch wurde mir am Freitag klar, dass wir eigentlich in vielen Dingen nicht zusammen passen, was ja erstmal nicht so schlimm ist. Doch ich habe festgestellt, dass ich aktuell nicht happy bin und er es aber ist. 
Zu meinen Ansichten und Bedürfnissen der Beziehung. Ich bin ein Mensch, der wenn er liebt, dann richtig liebt. Ich schaue immer, dass es ihm gut geht, dass er sich wohl fühlt, dass er weiß, dass ich ihn liebe. Ich schenke ihm immer wieder Dinge, weil ich weiß, dass sie ihm eine Freude bereiten würden. Ich gebe immer auf sein Wohl Acht, interessiere mich für ihn und was in seinem Leben passiert und ich habe mich ihm von Anfang an gegenüber geöffnet. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und da ich plane, den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen, sollte er meine Vertrauensperson sein und ich mich jederzeit an ihn wenden können. Was Emotionen angeht, aber auch was während meines Tages so in meinem Leben passiert. Mir ist Nähe und offene Kommunikation sehr, sehr wichtig, auch körperlicher Kontakt (in den Arm nehmen, mal ein Küsschen, aber auch Sex).
Und nun zu meinem Problem. Da ich diese Ansichten habe und auch alles gebe, damit es ihm gut geht, erwarte ich irgendwie auch von ihm, dass er das zurückgibt und genau das ist das Problem, denn das kommt es nicht. Ich weiß, dass das mein Problem ist, aber ich versuche mal zu schildern, was geschehen ist.

Anfangs war mein Freund ein sehr offener Mensch. Er hat viel gelacht, viel Blödsinn geredet (wir haben den gleichen Humor) und er hat sich viel bei mir gemeldet. Ich hab ihn als offenen, kommunikativen Menschen kennegelernt. Und dann waren wir zusammen und es kam irgendwie anders.
Mein Freund ist in Wirklichkeit sehr verschlossen. Er teilt sich überhaupt nicht gerne mit, seine Gedanken und Gefühle behält er für sich und wenn man ihn anspricht auf ein wichtiges und ernstes Thema, dann mauert er und ist teilweise einfach nicht ansprechbar. Er hat immer alles selbst mit sich ausgemacht und das macht er bis heute. Er weiß, dass mir offene Kommunikation wichtig ist, aber er kann das nicht. Zumindest nicht bei mir. Und das ist der Punkt. Ich sehe, wie er offen mit anderen umgeht. Wenn wir was unternehmen mit anderen, dann plappert er nur drauf los. Wenn er auf Arbeit ist und er hat das Glück mit seinem besten Freund zusammen zu arbeiten, dann ist er gesprächig, macht Blödsinn ohne Ende und ist einfach gut drauf. In der Zeit höre ich auch kaum etwas von ihm. Auch was Verlässlichkeit angeht, ist es schwierig, da er mal Zeiten sagt, sich aber nicht daran halten kann, weil die Arbeit oder irgendwas dazwischen kommt. Kommunikation außerhalb von daheim ist also quasi unmöglich. 
Aber dann kommt es Zuhause dazu. In 3-4 Sätzen erzählt er, was auf Arbeit passiert ist. Dann wird der Fernseher angemacht oder die Konsole. Und dann ist er nicht mehr ansprechbar. Er vertieft sich darin. Mit der Konsole ist es sehr schlimm. Und wenn wir einen Film schauen, dann ist ständig das Handy daneben. Und er nimmt es dauernd in die Hand, wenn jemand schreibt, schreibt er sofort zurück. Ansonsten scrollt er durch Facebook. Immer und immer wieder. Und das geht den ganzen Abend so, wenn wir mal auf den Balkon gehen und eine Rauchen, immer das Handy in der Hand. 
Und das ist das, was mich so traurig macht. Ich weiß, dass er kommunizieren kann, jedoch nicht mit mir. Er schreibt mit anderen, aber während der Arbeit kann er das bei mir nicht. Er redet kaum mit mir, weil er abschalten möchte, wenn andere dabei sind, geht das aber. Und das wirft mich in ein Loch. Denn ich weiß, dass er sehr fokussiert ist und seinen Job gut machen will. Er blendet mich nur dabei komplett aus. Da sind dann Arbeit und sein bester Freund und Kollegen wichtiger. Wenn ich mal die Mittagspause mit ihnen verbringe, dann kann ich froh sein, wenn ich etwas beachtet werden und mal der Arm um mich gelegt wird. Ich bin quasi einfach nur da. Und dasselbe abends. Er meint, dass meine Anwesenheit alleine ihn total entspannen lässt. Das was ich für ihn tue, lenkt ihn von der Arbeit ab und was ihm zusetzt. Er zweifelt viel an sich selbst und deshalb verliert er sich in allem, weil er der Beste sein möchte. Aber dabei blockiert er unsere Beziehung und mich aus, weil er nur auf eins fokussiert sein möchte. Das kostet ihn soviel Energie, dass er abends nur noch abgelenkt sein möchte, daher immer TV und Konsole und Handy. Und ich existiere wieder nur daneben und gebe ihm die Ruhe, die er braucht. Für ihn funktioniert das wunderbar. Er hat sein Leben, er hat seine Arbeit (die ihm wichtiger ist als ich, das hat er mal gesagt) und seine Zeit für sich wo er berieselt wird und mich als Ruhepol, der ihn beruhigt und für ihn da ist in der Form, die er braucht. Das Problem ist nur, dass ich nichts zurückbekomme. 
Ich höre tagsüber nichts von ihm, abends wechseln wir ein paar Sätze und das wars. Ich bin sehr kommunikativ und ich kann während der Arbeit nicht viel tun und habe auch nicht das Glück, enge Kollegen und Freunde zu haben, mit denen ich mich austauschen kann. Und wenn ich das dann abends möchte, dann kann ich das nicht, weil mein Freund sich ausruhen und abschalten will. Dh. ich habe keinen Zugang zu ihm und dadurch werden meine Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt. Und das macht mich unglücklich. Ich habe mich schon so an diesen Trott gewöhnt, dass ich kaum Energie für etwas anderes habe. Oder für mich. Weil die Zeit, die wir auf der Couch sind, eigentlich das Einzige ist, was ich von meinem Freund habe. Und wenn ich das aufgebe, dann habe ich eigentlich gar nichts mehr von ihm. Und ich glaube, dass ich davor große Angst habe, daher lasse ich das über mich ergehen, auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.
Ich habe schon mit ihm darüber gesprochen und er meint, dass die Arbeit ihm einfach wichtig ist und deshalb immer in seinem Kopf präsent ist und er sich darauf so fokussiert, dass er mich ausblendet und auch für Unternehmungen keine Kraft und Energie hat.

So, das ist meine aktuelle Situation. Ich weiß, ich muss da selbst rauskommen aus diesem Loch, aber ich will ihn nicht aufgeben, weil ich weiß, dass er mehr kann. Ich sehe es. Er kriegt es nur mir gegenüber irgendwie nicht hin.

Kennt irgendjemand diese Situation auch? In irgendeiner Form? Und hat einen Rat?

Ganz wichtig: Vergiss dich selbst nicht.
Er sagt er ist beruhigt wenn du einfach nur da bist?
Such dir ein Hobby. Mach was, was DIR gut tut.
Plötzlich wärst du dann nämlich weg und sein "Ruhepohl" unternimmt etwas.. was meinst wie schnell der angeschissen kommt..

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23. September um 14:34
In Antwort auf claus_18605807

Ganz wichtig: Vergiss dich selbst nicht.
Er sagt er ist beruhigt wenn du einfach nur da bist?
Such dir ein Hobby. Mach was, was DIR gut tut.
Plötzlich wärst du dann nämlich weg und sein "Ruhepohl" unternimmt etwas.. was meinst wie schnell der angeschissen kommt..

Ich weiß, dass ich mich selbst nicht vergessen darf. Und ich nehme es mir immer und immer wieder vor. Aber ich kriegs einfach nicht hin. Es ist wie wenn ich in einem Loch bin, aus dem ich nicht rauskomme, weil mir die Energie fehlt. Ich lieg dann lieber neben ihm auf der Couch, damit ich wenigstens ein bisschen was von ihm habe. Ich weiß, dass da die Schuld bei mir liegt. Aber wenn ich wüsste, er gibt sich auch Mühe und es passen würde, dann hätte ich auch mehr Energie für mich selbst und dann wäre es kein Problem für mich, mich auf mich zu konzentrieren. Ich hab einfach nur Angst, wenn ich das jetzt mache, dann haben wir gar nichts mehr voneinander. Und diese Angst krieg ich nicht überwunden. Das mag für manche total bescheuert klingen, aber für mich ist das aktuell sehr, sehr schwer.

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23. September um 16:04
In Antwort auf pippida

Ich weiß, dass ich mich selbst nicht vergessen darf. Und ich nehme es mir immer und immer wieder vor. Aber ich kriegs einfach nicht hin. Es ist wie wenn ich in einem Loch bin, aus dem ich nicht rauskomme, weil mir die Energie fehlt. Ich lieg dann lieber neben ihm auf der Couch, damit ich wenigstens ein bisschen was von ihm habe. Ich weiß, dass da die Schuld bei mir liegt. Aber wenn ich wüsste, er gibt sich auch Mühe und es passen würde, dann hätte ich auch mehr Energie für mich selbst und dann wäre es kein Problem für mich, mich auf mich zu konzentrieren. Ich hab einfach nur Angst, wenn ich das jetzt mache, dann haben wir gar nichts mehr voneinander. Und diese Angst krieg ich nicht überwunden. Das mag für manche total bescheuert klingen, aber für mich ist das aktuell sehr, sehr schwer.

Ne, klingt nicht bescheuert. Das kann ich total nachvollziehen.
Nur wirds so nicht besser und bleibt so, darüber musst du dir im Klaren sein.
Sprich wenigstens mit ihm, sag alles was dir auf der Seele brennt. Wem kannst du es sonst sagen außer ihm.
Ich bin nämlich genauso wie du, aber ich habe angefangen alles rauszukotzen, was mich nervt und sehe da, es tut sich was.. weil wenn du nichts machst, ändert sich nix. Ihn stört es ja anscheinend nicht.. aber tu's wenigstens für dich!
 

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23. September um 17:33
In Antwort auf pippida

Die Beziehung wurde besser, nachdem wir auch lange und viel geredet haben und versucht haben, uns gegenseitig aufeinander einzustellen. Das Problem ist, dass ich es geschafft habe, mich an ihn anzupassen und mehr Verständnis zu zeigen und ihm seinen Freiraum zu geben. Leider kam von seiner Seite dann immer weniger, bis dieser Alltagstrott sich festgefahren hat und ich irgendwann glaube ich langsam resigniert habe und es hingenommen habe.

Also hat sich nichts gebessert ...du hast dich nur untergeordnet

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24. September um 7:22
In Antwort auf claus_18605807

Ne, klingt nicht bescheuert. Das kann ich total nachvollziehen.
Nur wirds so nicht besser und bleibt so, darüber musst du dir im Klaren sein.
Sprich wenigstens mit ihm, sag alles was dir auf der Seele brennt. Wem kannst du es sonst sagen außer ihm.
Ich bin nämlich genauso wie du, aber ich habe angefangen alles rauszukotzen, was mich nervt und sehe da, es tut sich was.. weil wenn du nichts machst, ändert sich nix. Ihn stört es ja anscheinend nicht.. aber tu's wenigstens für dich!
 

Ich spreche mit ihm. So oft. Und er kann das alles nachvollziehen, aber macht nichts daran. Bzw. er ist der Meinung, dass er immer wieder was macht, aber das lässt dann einfach nach und schon drehen wir uns wieder im Kreis...

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24. September um 7:22
In Antwort auf jasmin7190

Also hat sich nichts gebessert ...du hast dich nur untergeordnet

Ja, irgendwie hast du Recht. Und das macht mich auch wütend. Vielleicht ist das aber auch gut so...

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24. September um 8:16
In Antwort auf pippida

Ich weiß, dass ich mich selbst nicht vergessen darf. Und ich nehme es mir immer und immer wieder vor. Aber ich kriegs einfach nicht hin. Es ist wie wenn ich in einem Loch bin, aus dem ich nicht rauskomme, weil mir die Energie fehlt. Ich lieg dann lieber neben ihm auf der Couch, damit ich wenigstens ein bisschen was von ihm habe. Ich weiß, dass da die Schuld bei mir liegt. Aber wenn ich wüsste, er gibt sich auch Mühe und es passen würde, dann hätte ich auch mehr Energie für mich selbst und dann wäre es kein Problem für mich, mich auf mich zu konzentrieren. Ich hab einfach nur Angst, wenn ich das jetzt mache, dann haben wir gar nichts mehr voneinander. Und diese Angst krieg ich nicht überwunden. Das mag für manche total bescheuert klingen, aber für mich ist das aktuell sehr, sehr schwer.

Was hast du denn vor ihm gemacht? Keine Freunde? Keine Hobbies? Kein Verein?
Generell ist es falsch zu glauben das man nur & ausschliesslich durch einen Partner persoenliches Glueck findet, lieber sollte der Partner das vorhandene Glueck ergaenzen! Nur weil du nichts mit dir anzufangen weisst ist das nicht sein Problem. Klar muss man Zeit verbringen aber was bleibt unter der Woche noch nach dem Job am Abend? Bei uns ist das aehnlich, wir machen halt dafuer viel am Wochenende was uns beiden Spass macht und unter der Woche ist es halt eben TV/Konsole oder ich gehe zum Sport damit er etwas entspannen kann oder zocke selbst ganz gerne und will dann auch nicht angesprochen werden. Da haben wir dann auch keine tiefgreifenden Konversationen, die gibt's halt dann am Wochenende mit ein paar Bier bei entspannter Atmosphaere. Man muss auch mal wissen wann es passt und wann der Andere greifbar ist. Jeden Tag irgendwas runterbeten muessen nur weil man es muss macht keinen Sinn. Fuer sonstige sinnlose Gespraeche habe ich auch gute Freunde mit denen ich mich mal austausche. Es muss nicht immer ALLES dem Partner aufgelastet werden.

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24. September um 8:44
In Antwort auf sara88

Was hast du denn vor ihm gemacht? Keine Freunde? Keine Hobbies? Kein Verein?
Generell ist es falsch zu glauben das man nur & ausschliesslich durch einen Partner persoenliches Glueck findet, lieber sollte der Partner das vorhandene Glueck ergaenzen! Nur weil du nichts mit dir anzufangen weisst ist das nicht sein Problem. Klar muss man Zeit verbringen aber was bleibt unter der Woche noch nach dem Job am Abend? Bei uns ist das aehnlich, wir machen halt dafuer viel am Wochenende was uns beiden Spass macht und unter der Woche ist es halt eben TV/Konsole oder ich gehe zum Sport damit er etwas entspannen kann oder zocke selbst ganz gerne und will dann auch nicht angesprochen werden. Da haben wir dann auch keine tiefgreifenden Konversationen, die gibt's halt dann am Wochenende mit ein paar Bier bei entspannter Atmosphaere. Man muss auch mal wissen wann es passt und wann der Andere greifbar ist. Jeden Tag irgendwas runterbeten muessen nur weil man es muss macht keinen Sinn. Fuer sonstige sinnlose Gespraeche habe ich auch gute Freunde mit denen ich mich mal austausche. Es muss nicht immer ALLES dem Partner aufgelastet werden.

Doch natürlich habe ich Freunde und Hobbies. In einem Verein bin ich nicht. Aber meine engsten Freunde sind überall verteilt und nicht vor Ort. Ich bin hier her gezogen und hab ihn direkt kennengelernt und ihn kennenzulernen war mir dann wichtiger, als mir hier Freunde zu suchen. Das war ein Fehler, das weiß ich, aber er hat mich eben auch nicht in sein Leben integriert, damit ich eventuell auch mal seine Freunde oder neue Leute kennelerne. Er wollte dann lieber mit mir alleine Zeit verbringen und ich hab das zugelassen. 
Und ich weiß, dass er nicht für mein Glück verantwortlich ist. Das ist mir schon klar. Aber dadurch, dass er einfach so verschlossen und mir gegenüber nicht mitteilungsbedürftig ist, verbringen wir zwar Zeit zusammen, aber wir sprechen nicht viel. Ich könnte dauernd plappern und ihm Dinge erzählen, aber er ist zu müde, oder hat keine Lust und zeigt auch selten Interesse, weshalb ich dann einfach still bin. Das ist zwar für ihn entspannend, aber für mich eben kraftraubend, weil ich das alles in mich reinfresse. Und das ist leider auch so am Wochenende. Er hat keine Lust etwas zu unternehmen und wenn ich mal was vorschlage, dann ist er nicht so begeistert, weil er lieber auf der Couch rumhängen möchte. Er macht dann manchmal mit, aber ich weiß dann, dass er keine Lust hat und daher schlage ich auch nichts mehr vor. Ich weiß, dass das dann mein Fehler ist, weil ich mich nach ihm richte. Aber ich möchte halt mit ihm etwas unternehmen und dann läuft es halt auf die Couch hinaus. Ich weiß, dass das falsch ist und dass ich damit aufhören muss, mich nach ihm zu richten und einfach mal für mich meine Dinge tun, auch wenn er nicht mitmachen will. Ich schaff das nur aktuell nicht, weil mein Wunsch nach mehr Kommunikation und Aufmerksamkeit zu groß ist. 

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24. September um 9:51
In Antwort auf pippida

Doch natürlich habe ich Freunde und Hobbies. In einem Verein bin ich nicht. Aber meine engsten Freunde sind überall verteilt und nicht vor Ort. Ich bin hier her gezogen und hab ihn direkt kennengelernt und ihn kennenzulernen war mir dann wichtiger, als mir hier Freunde zu suchen. Das war ein Fehler, das weiß ich, aber er hat mich eben auch nicht in sein Leben integriert, damit ich eventuell auch mal seine Freunde oder neue Leute kennelerne. Er wollte dann lieber mit mir alleine Zeit verbringen und ich hab das zugelassen. 
Und ich weiß, dass er nicht für mein Glück verantwortlich ist. Das ist mir schon klar. Aber dadurch, dass er einfach so verschlossen und mir gegenüber nicht mitteilungsbedürftig ist, verbringen wir zwar Zeit zusammen, aber wir sprechen nicht viel. Ich könnte dauernd plappern und ihm Dinge erzählen, aber er ist zu müde, oder hat keine Lust und zeigt auch selten Interesse, weshalb ich dann einfach still bin. Das ist zwar für ihn entspannend, aber für mich eben kraftraubend, weil ich das alles in mich reinfresse. Und das ist leider auch so am Wochenende. Er hat keine Lust etwas zu unternehmen und wenn ich mal was vorschlage, dann ist er nicht so begeistert, weil er lieber auf der Couch rumhängen möchte. Er macht dann manchmal mit, aber ich weiß dann, dass er keine Lust hat und daher schlage ich auch nichts mehr vor. Ich weiß, dass das dann mein Fehler ist, weil ich mich nach ihm richte. Aber ich möchte halt mit ihm etwas unternehmen und dann läuft es halt auf die Couch hinaus. Ich weiß, dass das falsch ist und dass ich damit aufhören muss, mich nach ihm zu richten und einfach mal für mich meine Dinge tun, auch wenn er nicht mitmachen will. Ich schaff das nur aktuell nicht, weil mein Wunsch nach mehr Kommunikation und Aufmerksamkeit zu groß ist. 

einfach mal dein ding tun ist auf dauer aber auch nicht die lösung!

auf dauer entweder was alleine machen oder mit partner daheim hocken?

so möchte man doch keine beziehung führen

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24. September um 14:33
In Antwort auf pippida

Doch natürlich habe ich Freunde und Hobbies. In einem Verein bin ich nicht. Aber meine engsten Freunde sind überall verteilt und nicht vor Ort. Ich bin hier her gezogen und hab ihn direkt kennengelernt und ihn kennenzulernen war mir dann wichtiger, als mir hier Freunde zu suchen. Das war ein Fehler, das weiß ich, aber er hat mich eben auch nicht in sein Leben integriert, damit ich eventuell auch mal seine Freunde oder neue Leute kennelerne. Er wollte dann lieber mit mir alleine Zeit verbringen und ich hab das zugelassen. 
Und ich weiß, dass er nicht für mein Glück verantwortlich ist. Das ist mir schon klar. Aber dadurch, dass er einfach so verschlossen und mir gegenüber nicht mitteilungsbedürftig ist, verbringen wir zwar Zeit zusammen, aber wir sprechen nicht viel. Ich könnte dauernd plappern und ihm Dinge erzählen, aber er ist zu müde, oder hat keine Lust und zeigt auch selten Interesse, weshalb ich dann einfach still bin. Das ist zwar für ihn entspannend, aber für mich eben kraftraubend, weil ich das alles in mich reinfresse. Und das ist leider auch so am Wochenende. Er hat keine Lust etwas zu unternehmen und wenn ich mal was vorschlage, dann ist er nicht so begeistert, weil er lieber auf der Couch rumhängen möchte. Er macht dann manchmal mit, aber ich weiß dann, dass er keine Lust hat und daher schlage ich auch nichts mehr vor. Ich weiß, dass das dann mein Fehler ist, weil ich mich nach ihm richte. Aber ich möchte halt mit ihm etwas unternehmen und dann läuft es halt auf die Couch hinaus. Ich weiß, dass das falsch ist und dass ich damit aufhören muss, mich nach ihm zu richten und einfach mal für mich meine Dinge tun, auch wenn er nicht mitmachen will. Ich schaff das nur aktuell nicht, weil mein Wunsch nach mehr Kommunikation und Aufmerksamkeit zu groß ist. 

Wenn du Hobbies hast und es da eine Gruppenaktivitaet in deiner Naehe gibt dann geh dort einfach mal hin, sag ihm du willst neue Leute kennenlernen weil du dich gerne austauschen willst. Irgendwann wird er schon aktiv wenn er merkt wie gut es dir dabei geht.
Ich selbst wohne 6000km weit weg von Deutschland, dennoch habe ich regelmaessigen Kontakt zu meine besten Freunden aber auch hier wo ich wohne & lebe habe ich mich direkt gleich nach Aktivitaeten wo man Leute kennenlernt umgesehen. Mein Mann macht auch supergerne was am Wochenende aber ist auch ueberhaupt nicht der Typ der selbst aktiv werden wuerde deshalb mache ich das weil es mir leicht faellt und letztendlich profitieren wir dann beide von gemeinsamen Freunden.
Generell finde ich es seltsam das dein Freund dann nur Zeit mit dir verbringt und du nicht mal die Chance hattest seine Leute kennen zu lernen?? Hier wuerde ich nochmal nachhaken.

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24. September um 15:33
In Antwort auf pippida

Hi zusammen,

ich schreibe diesen Post, um eventuell auf Gleichgesinnte zu treffen.
Zum Hintergrund, ich versuche mich knapp zu halten.
Letztes Jahr bin ich umgezogen und habe einen Job angefangen. Ich kannte niemand hier und habe auf der Arbeit meinen Freund kennengelernt und wir sind auch recht schnell zusammen gekommen, weil es einfach gepasst hat. Zumindest war ich der Annahme.
Wir sind nun ein Jahr zusammen und wir wohnen auch mittlerweile zusammen, jedoch wurde mir am Freitag klar, dass wir eigentlich in vielen Dingen nicht zusammen passen, was ja erstmal nicht so schlimm ist. Doch ich habe festgestellt, dass ich aktuell nicht happy bin und er es aber ist. 
Zu meinen Ansichten und Bedürfnissen der Beziehung. Ich bin ein Mensch, der wenn er liebt, dann richtig liebt. Ich schaue immer, dass es ihm gut geht, dass er sich wohl fühlt, dass er weiß, dass ich ihn liebe. Ich schenke ihm immer wieder Dinge, weil ich weiß, dass sie ihm eine Freude bereiten würden. Ich gebe immer auf sein Wohl Acht, interessiere mich für ihn und was in seinem Leben passiert und ich habe mich ihm von Anfang an gegenüber geöffnet. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und da ich plane, den Rest meines Lebens mit ihm zu verbringen, sollte er meine Vertrauensperson sein und ich mich jederzeit an ihn wenden können. Was Emotionen angeht, aber auch was während meines Tages so in meinem Leben passiert. Mir ist Nähe und offene Kommunikation sehr, sehr wichtig, auch körperlicher Kontakt (in den Arm nehmen, mal ein Küsschen, aber auch Sex).
Und nun zu meinem Problem. Da ich diese Ansichten habe und auch alles gebe, damit es ihm gut geht, erwarte ich irgendwie auch von ihm, dass er das zurückgibt und genau das ist das Problem, denn das kommt es nicht. Ich weiß, dass das mein Problem ist, aber ich versuche mal zu schildern, was geschehen ist.

Anfangs war mein Freund ein sehr offener Mensch. Er hat viel gelacht, viel Blödsinn geredet (wir haben den gleichen Humor) und er hat sich viel bei mir gemeldet. Ich hab ihn als offenen, kommunikativen Menschen kennegelernt. Und dann waren wir zusammen und es kam irgendwie anders.
Mein Freund ist in Wirklichkeit sehr verschlossen. Er teilt sich überhaupt nicht gerne mit, seine Gedanken und Gefühle behält er für sich und wenn man ihn anspricht auf ein wichtiges und ernstes Thema, dann mauert er und ist teilweise einfach nicht ansprechbar. Er hat immer alles selbst mit sich ausgemacht und das macht er bis heute. Er weiß, dass mir offene Kommunikation wichtig ist, aber er kann das nicht. Zumindest nicht bei mir. Und das ist der Punkt. Ich sehe, wie er offen mit anderen umgeht. Wenn wir was unternehmen mit anderen, dann plappert er nur drauf los. Wenn er auf Arbeit ist und er hat das Glück mit seinem besten Freund zusammen zu arbeiten, dann ist er gesprächig, macht Blödsinn ohne Ende und ist einfach gut drauf. In der Zeit höre ich auch kaum etwas von ihm. Auch was Verlässlichkeit angeht, ist es schwierig, da er mal Zeiten sagt, sich aber nicht daran halten kann, weil die Arbeit oder irgendwas dazwischen kommt. Kommunikation außerhalb von daheim ist also quasi unmöglich. 
Aber dann kommt es Zuhause dazu. In 3-4 Sätzen erzählt er, was auf Arbeit passiert ist. Dann wird der Fernseher angemacht oder die Konsole. Und dann ist er nicht mehr ansprechbar. Er vertieft sich darin. Mit der Konsole ist es sehr schlimm. Und wenn wir einen Film schauen, dann ist ständig das Handy daneben. Und er nimmt es dauernd in die Hand, wenn jemand schreibt, schreibt er sofort zurück. Ansonsten scrollt er durch Facebook. Immer und immer wieder. Und das geht den ganzen Abend so, wenn wir mal auf den Balkon gehen und eine Rauchen, immer das Handy in der Hand. 
Und das ist das, was mich so traurig macht. Ich weiß, dass er kommunizieren kann, jedoch nicht mit mir. Er schreibt mit anderen, aber während der Arbeit kann er das bei mir nicht. Er redet kaum mit mir, weil er abschalten möchte, wenn andere dabei sind, geht das aber. Und das wirft mich in ein Loch. Denn ich weiß, dass er sehr fokussiert ist und seinen Job gut machen will. Er blendet mich nur dabei komplett aus. Da sind dann Arbeit und sein bester Freund und Kollegen wichtiger. Wenn ich mal die Mittagspause mit ihnen verbringe, dann kann ich froh sein, wenn ich etwas beachtet werden und mal der Arm um mich gelegt wird. Ich bin quasi einfach nur da. Und dasselbe abends. Er meint, dass meine Anwesenheit alleine ihn total entspannen lässt. Das was ich für ihn tue, lenkt ihn von der Arbeit ab und was ihm zusetzt. Er zweifelt viel an sich selbst und deshalb verliert er sich in allem, weil er der Beste sein möchte. Aber dabei blockiert er unsere Beziehung und mich aus, weil er nur auf eins fokussiert sein möchte. Das kostet ihn soviel Energie, dass er abends nur noch abgelenkt sein möchte, daher immer TV und Konsole und Handy. Und ich existiere wieder nur daneben und gebe ihm die Ruhe, die er braucht. Für ihn funktioniert das wunderbar. Er hat sein Leben, er hat seine Arbeit (die ihm wichtiger ist als ich, das hat er mal gesagt) und seine Zeit für sich wo er berieselt wird und mich als Ruhepol, der ihn beruhigt und für ihn da ist in der Form, die er braucht. Das Problem ist nur, dass ich nichts zurückbekomme. 
Ich höre tagsüber nichts von ihm, abends wechseln wir ein paar Sätze und das wars. Ich bin sehr kommunikativ und ich kann während der Arbeit nicht viel tun und habe auch nicht das Glück, enge Kollegen und Freunde zu haben, mit denen ich mich austauschen kann. Und wenn ich das dann abends möchte, dann kann ich das nicht, weil mein Freund sich ausruhen und abschalten will. Dh. ich habe keinen Zugang zu ihm und dadurch werden meine Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt. Und das macht mich unglücklich. Ich habe mich schon so an diesen Trott gewöhnt, dass ich kaum Energie für etwas anderes habe. Oder für mich. Weil die Zeit, die wir auf der Couch sind, eigentlich das Einzige ist, was ich von meinem Freund habe. Und wenn ich das aufgebe, dann habe ich eigentlich gar nichts mehr von ihm. Und ich glaube, dass ich davor große Angst habe, daher lasse ich das über mich ergehen, auch wenn ich weiß, dass es falsch ist.
Ich habe schon mit ihm darüber gesprochen und er meint, dass die Arbeit ihm einfach wichtig ist und deshalb immer in seinem Kopf präsent ist und er sich darauf so fokussiert, dass er mich ausblendet und auch für Unternehmungen keine Kraft und Energie hat.

So, das ist meine aktuelle Situation. Ich weiß, ich muss da selbst rauskommen aus diesem Loch, aber ich will ihn nicht aufgeben, weil ich weiß, dass er mehr kann. Ich sehe es. Er kriegt es nur mir gegenüber irgendwie nicht hin.

Kennt irgendjemand diese Situation auch? In irgendeiner Form? Und hat einen Rat?

hallo pippida,

zuerst einmal möchte ich gerne ein Missverständnis ausräumen: weder ein Job, noch ein Telefon, neudeutsch Händi oder Schlaufon können eine Beziehung zerstören. Das tun die Beteiligten durch den Umgang damit. Wenn es dich also stört, dass dein Schatzi nur noch vor der Glotze, Playstation oder seinem Smartphone rumhängt, wirst du ihn wohl oder übel davon losreißen müssen. Dazu nimmt man handelsübliche Handgranaten oder Chinakracher. Jedenfalls etwas, das schön laut ist und nur schlecht überhört werden kann. Denn ich kann dir heute schon versprechen, dass er dich überhören wird, sobald du versuchen solltest, seinen Burgwall aus Ablenkung und Ignoranz zu durchbrechen. Mein Rat wäre, dass du deinen Computer, dein Telefon und am besten auch noch deinen Kerl in den Müll schmeißt und damit beginnst dein eigenes Leben zu leben. Aber diesem Rat wirst du nicht folgen wollen...

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24. September um 17:18
In Antwort auf sara88

Wenn du Hobbies hast und es da eine Gruppenaktivitaet in deiner Naehe gibt dann geh dort einfach mal hin, sag ihm du willst neue Leute kennenlernen weil du dich gerne austauschen willst. Irgendwann wird er schon aktiv wenn er merkt wie gut es dir dabei geht.
Ich selbst wohne 6000km weit weg von Deutschland, dennoch habe ich regelmaessigen Kontakt zu meine besten Freunden aber auch hier wo ich wohne & lebe habe ich mich direkt gleich nach Aktivitaeten wo man Leute kennenlernt umgesehen. Mein Mann macht auch supergerne was am Wochenende aber ist auch ueberhaupt nicht der Typ der selbst aktiv werden wuerde deshalb mache ich das weil es mir leicht faellt und letztendlich profitieren wir dann beide von gemeinsamen Freunden.
Generell finde ich es seltsam das dein Freund dann nur Zeit mit dir verbringt und du nicht mal die Chance hattest seine Leute kennen zu lernen?? Hier wuerde ich nochmal nachhaken.

ja das mit dem "nicht kennenlernen" finde ich auch seltsam

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