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Forum / Liebe & Beziehung

Werde aus meiner Tochter nicht schlau?!

Letzte Nachricht: 26. Mai 2004 um 15:15
J
joanne_11918339
21.05.04 um 21:01

Hallo, vielleicht kann mir jemand einen Denkanstoss geben!

Also, meine 19.jährige Tochter hatte eigentlich noch nie einen Freund. Zwar mal mit 14 Jahren für 3 Wochen, aber das zählt nicht (wie sie sagt!)

Eigentlich ist dies schon so lange ein riesen Problem für sie, so dass ich nicht nachvollziehen kann, welche Beweggründe sie treiben und zwar:

Durch ihre Schüchternheit und Unsicherheit hatte sie bis jetzt noch nie den Mut jemanden anzusprechen und wurde auch noch nie (außer wie sie selbst sagt von "besoffenen" und "uralten" Männern) angesprochen.

So war sie (und natürlich auch wir) sehr erstaunt und auch erfreut, als sie vor ca. 5 Monaten in der Disco ein junger Mann nach ihrer Telefonnummer fragte. Doch nach ihrer Aussage, ging ihr alles viel zu schnell, da er nämlich nach dem 1. Treffen in einer SMS schon "ich mag dich" schrieb und das versetzte sie derart in Panik, dass sie ihm beim 2. Treffen schon einen Korb gab. Ich muss dazu sagen, dass er die Woche über beruflich nicht da war und sie täglich mit SMS'en bombardierte, was ihr dann ziemlich auf die Nerven ging.

Wir gaben ihr zwar den Rat, sich doch langsam vorzutasten und nicht voreilige Schlüsse zu ziehen, also der Sache doch noch etwas Zeit zu geben, doch nach ihrer Aussage war sie aber zu der Zeit in einen anderen verknallt und wollte diesen jungen Mann nicht hinhalten, also machte sie wieder Schluss bevor es überhaupt richtig bekannt.

Den anderen, in den sie angeblich verknallt war rief sie erst ca. 2 Monate später an, aber auch nur deshalb, weil dieser anderen gegenüber erklärt, dass er Silvia ganz nett und hübsch fand, und sie das Risiko abgewisen zu werden - wie sie dachte - recht gering war. Sie verabredeten sich auch gleich, doch der junge Mann wollte dann plötzlich doch keine Beziehung, da er demnächst für einige Monate ins Ausland gehen will. Diese Abfuhr steckte sie eigentlich ganz gut weg, da sie noch immer freundschaftlich zueinander sind.

Kurze Zeit später wurde sie von einem Schulfreund ins Kino eingeladen (sie wußte auch von ihm, dass er sich für sie sehr interessierte). Doch auch dieser bekam eine Abfuhr.

WOLLTEN SIE NICHT SCHON SEIT JAHREN EINEN FREUND???????

Nun gut, jetzt war 2 Monate Ruhe, da sie sich auch auf ihr Abi vorbereiten musste. Vor ein paar Tagen sprach sie dann nochmals ein junger Mann an, mit welchem sie jetzt auch wieder per Handy im Kontakt ist. Sie hat aber ständig Horror, dass er ein Treffen mit ihr ausmachen will (sie kann es einfach nicht haben, wenn sie zu was gedrängt wird! Warum auch immer??) Ich versuche ihr zu erklären, dass sie doch nicht den gleichen Fehler machen soll wie vor 5 Monaten und der ganzen Sache Zeit geben soll, da heißt es plötzlich wieder, sie sei in einen anderen verliebt !!! (Traut sich aber mit Sicherheit nicht ihn anzusprechen!!!) Mir kommt es so vor, als läuft das wieder nach genau dem gleichen Schema ab, wie oben beschrieben.

Ich werde aus ihr einfach nicht schlau, sie will zwar unbedingt einen Freund, aber wenn sich was ergibt, bekommt sie voll die Panik!! Wie soll ich ihr helfen oder was soll ich ihr raten??

Penelope

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leonie7
leonie7
21.05.04 um 21:13

Penepole
versuche doch einfach mal in Ruhe mit ihr zu reden und hinter die Gründe ihres Verhaltens zu kommen...wenn nichts hilft, geh doch mal mit ihr zu pro familia...

viel Glück

Leonie

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J
joanne_11918339
21.05.04 um 21:26
In Antwort auf leonie7

Penepole
versuche doch einfach mal in Ruhe mit ihr zu reden und hinter die Gründe ihres Verhaltens zu kommen...wenn nichts hilft, geh doch mal mit ihr zu pro familia...

viel Glück

Leonie

"Leonie7"
Hella und Danke für die schnelle Antwort!!

Beim Psychologen war sie schon 2x. Das erste Mal mit 15 Jahren, aber aus einem anderen Grund. Na gut, es war ähnlich gestrickt und zwar hatte sie damals das Gefühl von ihren Freundinnen ausgegrenzt zu werden und das 5. Rad am Wagen zu sein. Also auch Beziehungsprobleme!!

Das 2. Mal war sie vor ca. 1/2 Jahr. Doch die gab sich nicht besonders viel Mühe. Mit mir sprach sie 1 Std. lang, in der sie mir erklärte, dass an allem meine Mutter Schuld wäre, weil die so extrem ängstlich ist und meine Tochter auch teilweise mit erzogen hat. Meine Tochter selber fertigte sie in 20 Min. ab, mit der Begründung noch einkaufen gehen zu müssen!!!!!!!!! Als Rat gab sie ihr, jetzt nach dem Abi für 1 Jahr nach Amerika zu gehen! Toll, hat recht viel gebracht.

Meine Tochter hat von Psychologen die Schnau.. voll. Außerdem will sie nicht daran "erinnert" werden, dass sie nicht "normal" ist!! (Wie sie immer so schön sagt).

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E
elspet_12846780
22.05.04 um 5:56

Warum ist das "unnormal"?
Und warum mischt Du Dich (so kommt es mir vor) in die Gefühlebene Deiner Tochter ein?
Und woher weißt Du alles von einer 19jährigen Frau, erzählt sie Dir jede Kleinigkeit?
wie z.b. daß sie jemand angesprochen hat usw.?
Beim Durchlesen Deines Beitrages hab ich ein unangenehmes Gefühl bekommen, so als ob was in Eurer Familienstruktur nicht stimmt, aber nicht unbedingt bei Deiner Tochter..
Ich denke, daß sie in ihrem Alter schon entscheiden kann, wann, ob, mit wem sie eine Beziehung eingehen will, ob sie Zeit braucht, ob sie sich schnell eingeengt fühlt und vieles mehr..
Ich denke die Einengung und der Druck entsteht eher durch Dich, kann das sein? Ich finde es sehr seltsam als 19jährige mit ihrer Mutter alles zu bereden, vielleicht sagt sie sowas nur "ich bin in jemand anderen verliebt" um ihre Ruhe vor Deinen Fragen zu haben??
Mir kommt es so vor als ob DU diejenige bist, die damit ein Problem hat und nicht sie...
Vielleicht sagt sie auch um Ruhe zu haben sie will einen Freund, vielleicht fühlt sie sich zu Frauen hingezogen, wer weiß...
ABER es ist alleine ihre Entscheidung, ihre Gefühle, sie ist erwachsen, deshalb rate ich Dir als Mutter von 2 Kindern (fast erwachsen),
sie einfach in Ruhe zu lassen, und nur wenn sie von selbst kommt, Dir darüber Gedanken zu machen..
lg
Rainbow

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S
shama_12498865
22.05.04 um 9:14
In Antwort auf joanne_11918339

"Leonie7"
Hella und Danke für die schnelle Antwort!!

Beim Psychologen war sie schon 2x. Das erste Mal mit 15 Jahren, aber aus einem anderen Grund. Na gut, es war ähnlich gestrickt und zwar hatte sie damals das Gefühl von ihren Freundinnen ausgegrenzt zu werden und das 5. Rad am Wagen zu sein. Also auch Beziehungsprobleme!!

Das 2. Mal war sie vor ca. 1/2 Jahr. Doch die gab sich nicht besonders viel Mühe. Mit mir sprach sie 1 Std. lang, in der sie mir erklärte, dass an allem meine Mutter Schuld wäre, weil die so extrem ängstlich ist und meine Tochter auch teilweise mit erzogen hat. Meine Tochter selber fertigte sie in 20 Min. ab, mit der Begründung noch einkaufen gehen zu müssen!!!!!!!!! Als Rat gab sie ihr, jetzt nach dem Abi für 1 Jahr nach Amerika zu gehen! Toll, hat recht viel gebracht.

Meine Tochter hat von Psychologen die Schnau.. voll. Außerdem will sie nicht daran "erinnert" werden, dass sie nicht "normal" ist!! (Wie sie immer so schön sagt).

Hhm...
wie kann sie nur selber sagen sie wäre nicht normal? Sie hat eindeutig kein selbstvertrauen!

Um selbstbewusster zu werden sollten ihr des öfteren wichtige entscheidungen und verantwortung übrlassen werden.

ein oft gehörter tipp ist auch einfach mit jungs flirten, ohne hintergedanken. er muss ihr nichteinmal gefallen..

es tut nämlich einfach gut wenn man komplimente vom anderen geschlecht hört

wie wäre es wenn sie in zukunft alle neuen bekanntschaften mit dem ziel "ich will erstmal eine freudschaft" anstrebt?
dann sieht sies vielleicht nicht so eng und ist fühlt sich nicht gleich überrollt..

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L
lilia_12629207
22.05.04 um 12:59

Sie bekommt
...panik, weil sie keine oder zu wenig positive beispiele kennt. auch was die beziehung der eltern zueinander betrifft könnte dazu beigetragen haben.
vorallem solltest du ihr keine ungebetenen ratschläge erteilen - die sind nämlich auch "schläge" und verunsichern womöglich zusätzlich.
im grunde kann und muß sie ihren weg allein finden.....
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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J
joanne_11918339
22.05.04 um 13:59
In Antwort auf shama_12498865

Hhm...
wie kann sie nur selber sagen sie wäre nicht normal? Sie hat eindeutig kein selbstvertrauen!

Um selbstbewusster zu werden sollten ihr des öfteren wichtige entscheidungen und verantwortung übrlassen werden.

ein oft gehörter tipp ist auch einfach mit jungs flirten, ohne hintergedanken. er muss ihr nichteinmal gefallen..

es tut nämlich einfach gut wenn man komplimente vom anderen geschlecht hört

wie wäre es wenn sie in zukunft alle neuen bekanntschaften mit dem ziel "ich will erstmal eine freudschaft" anstrebt?
dann sieht sies vielleicht nicht so eng und ist fühlt sich nicht gleich überrollt..

An alle die geantwortet haben!
Sicherlich muss für euch der Eindurck entstehen, dass ich mich in das Leben einer erwachsenen Frau einmische. Dazu muss ich folgendes erklären:

Sie wohnt (da sie bis jetzt noch zur Schule ging) noch immer zuhause, so dass man zwangsläufig vieles mitbekommt. Außerdem erzählt sie "von sich aus" sehr viel, gibt mir aber auch deutlich zu verstehen, wenn mein Rat nicht erwünscht ist!!

Warum ich mich so massiv mit "ihren" Problemen beschäftige ist einfach, weil ich glaube, dass sie sehr, sehr darunter leidet, eben unter ihrer Unsicherheit, Schüchternheit, ihren massiven Selbstzweifeln. Hier möchte ich nur 2 sehr unterschiedliche Beispiele nennen:

1.leidet sie ganz stark an ihrer extremen Körperbehaarung, die sie wirklich an Stellen hat, wo sie nicht sehr viele haben (z.B. Steißbein) und wodurch sie sich ständig negativ "anders fühlt als andere"!! Was sicherlich nicht gerade dazu beiträgt ihr Selbstbewußtsein zu stärken.

2.ist sie extrem nervös im Umgang mit fremden Menschen. Fängt dann an (sie erzählt das nur, ich selbst habe es noch nicht bemerkt!) Unsinn zu reden und wird rot, auch wenn es gar keinen Grund dafür gibt!

Meine Beweggründe sind natürlich - was jede Mutter nachvollziehen kann - das eigene Kind glücklich zu sehen. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe wie sie oft leidet und bin doch so machtlos. Sicherlich muss sie ihren eigenen Weg gehen und ich hoffe ganz stark, dass alles besser wird, wenn sie im Herbst von zuhause auszieht um zu studieren. Andererseits habe ich natürlich auch Bedenken, dass sie sich alleine nicht zurecht finden durch ihre schüchterne, unsíchere Art. Aber da muss sie durch!!!!!

In der Sache mit der Liebe geht es mir eigentlich nur darum, dass sie immer extrem unglücklich war, weil sich keiner für sie interessierte und ich nicht verstehen kann, dass sie es als negativ empfindet, wenn es dann doch der Fall ist. Eigentlich trifft doch das ein, wonach sie sich schon so lange sehnt!

Wie sie selbst sagt, hat sie ja auch Angst davor, dass sie nicht fähig wäre jemanden an sich ran zu lassen oder in ihr Herz zu lassen. Aber von einem Psychologen will sie auch nichts wissen, eher findet sie sich eben damit ab, und das wiederum wäre meiner Meinung nach ein riesen Fehler!!! Abfinden mit etwas, was einen deprimiert??!?!!?

Ich bin ganz einfach der Meinung, dass viele Menschen, die ihr Leben lang alleine blieben, dies unfreiwillig sind uns auch sehr unglücklich mit ihrer Situation sind, und dass dies alles nur passierte, weil bereits in jungen Jahren die Weichen dafür gestellt wurden. Ich denke viele Jungesellen/Jungesellinnen hätten irgend wann einmal Hilfe gebraucht um zu wissen, was sie an ihrem Verhalten ändern müssen!! Denn irgend wann einmal ist die Situation so dermaßen verfahren, dass kein Mut mehr vorhanden ist überhaupt noch auf andere zuzugehen, oder???

Penelope

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H
hellen_12262126
24.05.04 um 10:37

Lass ihr Zeit...
Hallo Penelope,

ich bin zwar selber erst 22ig, aber vielleicht kann ich dir ja doch etwas helfen, schließlich bin ich ja auch fast in dem Alter deiner Tochter...
Also, ich würde sagen lass ihr einfach Zeit. Sie muß einfach ihr Ehrungen mit den Männern sammen. Bei jedem Treffen und jeder Auseinandersetzung per sms oder so, lernt sie dazu, egal ob sie was richtig gemacht hat, oder etwas falsches. Es kommt der Nächste und bei jedem Treffen fühlt sie sich nachher sicherer.
Wie du ihr helfen kannst? Gib ihr die Zeit, hör ihr zu wenn sie jemanden zu reden brauch, gib ihr gegebenfalls Ratschläge, mische dich aber nicht ein und schreibe ihr nichts vor was sie zu machen hat und setzte sie nicht unter Druck. Sie wird das mit etwas Unterstützung schon alleine schaukeln.

LG Katinga

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enola_12673849
24.05.04 um 16:46
In Antwort auf joanne_11918339

An alle die geantwortet haben!
Sicherlich muss für euch der Eindurck entstehen, dass ich mich in das Leben einer erwachsenen Frau einmische. Dazu muss ich folgendes erklären:

Sie wohnt (da sie bis jetzt noch zur Schule ging) noch immer zuhause, so dass man zwangsläufig vieles mitbekommt. Außerdem erzählt sie "von sich aus" sehr viel, gibt mir aber auch deutlich zu verstehen, wenn mein Rat nicht erwünscht ist!!

Warum ich mich so massiv mit "ihren" Problemen beschäftige ist einfach, weil ich glaube, dass sie sehr, sehr darunter leidet, eben unter ihrer Unsicherheit, Schüchternheit, ihren massiven Selbstzweifeln. Hier möchte ich nur 2 sehr unterschiedliche Beispiele nennen:

1.leidet sie ganz stark an ihrer extremen Körperbehaarung, die sie wirklich an Stellen hat, wo sie nicht sehr viele haben (z.B. Steißbein) und wodurch sie sich ständig negativ "anders fühlt als andere"!! Was sicherlich nicht gerade dazu beiträgt ihr Selbstbewußtsein zu stärken.

2.ist sie extrem nervös im Umgang mit fremden Menschen. Fängt dann an (sie erzählt das nur, ich selbst habe es noch nicht bemerkt!) Unsinn zu reden und wird rot, auch wenn es gar keinen Grund dafür gibt!

Meine Beweggründe sind natürlich - was jede Mutter nachvollziehen kann - das eigene Kind glücklich zu sehen. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe wie sie oft leidet und bin doch so machtlos. Sicherlich muss sie ihren eigenen Weg gehen und ich hoffe ganz stark, dass alles besser wird, wenn sie im Herbst von zuhause auszieht um zu studieren. Andererseits habe ich natürlich auch Bedenken, dass sie sich alleine nicht zurecht finden durch ihre schüchterne, unsíchere Art. Aber da muss sie durch!!!!!

In der Sache mit der Liebe geht es mir eigentlich nur darum, dass sie immer extrem unglücklich war, weil sich keiner für sie interessierte und ich nicht verstehen kann, dass sie es als negativ empfindet, wenn es dann doch der Fall ist. Eigentlich trifft doch das ein, wonach sie sich schon so lange sehnt!

Wie sie selbst sagt, hat sie ja auch Angst davor, dass sie nicht fähig wäre jemanden an sich ran zu lassen oder in ihr Herz zu lassen. Aber von einem Psychologen will sie auch nichts wissen, eher findet sie sich eben damit ab, und das wiederum wäre meiner Meinung nach ein riesen Fehler!!! Abfinden mit etwas, was einen deprimiert??!?!!?

Ich bin ganz einfach der Meinung, dass viele Menschen, die ihr Leben lang alleine blieben, dies unfreiwillig sind uns auch sehr unglücklich mit ihrer Situation sind, und dass dies alles nur passierte, weil bereits in jungen Jahren die Weichen dafür gestellt wurden. Ich denke viele Jungesellen/Jungesellinnen hätten irgend wann einmal Hilfe gebraucht um zu wissen, was sie an ihrem Verhalten ändern müssen!! Denn irgend wann einmal ist die Situation so dermaßen verfahren, dass kein Mut mehr vorhanden ist überhaupt noch auf andere zuzugehen, oder???

Penelope

Also...
wenn ich diesen Beitrag von dir so lese, kommen mir spontan folgende Gedanken:

Die Sache mit der Behaarung, die du ansprichst ... da gibt es doch sicherlich kosmetische Verfahren, um diese zu entfernen (Laser?). ich kann mir vorstellen, dass das deine Tochter schon belastet, schließlich ist im Moment ja eher "glatt und haarlos" angesagt. Kannst du da nichts in die Wege leiten? ... aber nur als Angebot an deine Tochter, nicht, dass sie den Eindruck bekommt, dich stört das ebenfalls und alle anderen auch!

Und zu dem Wunsch, einen Freund zu haben und dann "Angst vor der eigenen Courage" zu bekommen, dieses Verhalten kenne ich von meiner Tochter (fast 18). Sie flirtet gern und testet sich selbst aus, hat aber ebenfalls (noch) kein Interesse an einer "richtigen Beziehung" ... na und? ... ist doch ok. Versuche bloß nicht, sie zu drängen, selbst gut gemeinte Ratschläge sind m.E. da schon zu viel. Vielleicht denkt deine Tochter, dass du erwartest, dass sie in ihrem "fortgeschrittenen" Alter nun auch endlich einen "richtigen" Freund haben sollte und meint, ohne sei sie nicht vollkommen?! Irgendwie glaube ich, diese Erwartung - obwohl in bester Absicht! - aus deinen Zeilen auch tatsächlich herauszulesen, da du der Meinung bist, "dass viele Menschen, die ihr Leben lang alleine blieben, dies unfreiwillig sind uns auch sehr unglücklich mit ihrer Situation sind, und dass dies alles nur passierte, weil bereits in jungen Jahren die Weichen dafür gestellt wurden. Ich denke viele Jungesellen/Jungesellinnen hätten irgend wann einmal Hilfe gebraucht um zu wissen, was sie an ihrem Verhalten ändern müssen!!" Ich finde, du solltest deiner Tochter eher Mut machen und ihr vermitteln, dass es genauso in Ordnung ist, allein zu sein, wenn sie das so will! Ob sie es bleiben wird, kann doch jetzt eh niemand sagen ... sie ist doch erst 19!!! (Übrigens hätten, um deine Hilfe mal weiter zu denken, auch einige Nicht-mehr-Junggesellinnen/-en vielleicht auch irgendwann mal jemanden gebraucht, der ihnen vermittelte, dass man den Jungegesellen-Status nicht unbedingt aufgeben MUSS!)

Lass doch deine Tochter ihren eigenen Weg gehen, wie immer der auch aussehen mag, auch wenn er nicht mit deiner eigenen Vorstellung vom Glücklichsein übereinstimmt.

Alles Gute für euch
Petty



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joanne_11918339
24.05.04 um 17:01
In Antwort auf enola_12673849

Also...
wenn ich diesen Beitrag von dir so lese, kommen mir spontan folgende Gedanken:

Die Sache mit der Behaarung, die du ansprichst ... da gibt es doch sicherlich kosmetische Verfahren, um diese zu entfernen (Laser?). ich kann mir vorstellen, dass das deine Tochter schon belastet, schließlich ist im Moment ja eher "glatt und haarlos" angesagt. Kannst du da nichts in die Wege leiten? ... aber nur als Angebot an deine Tochter, nicht, dass sie den Eindruck bekommt, dich stört das ebenfalls und alle anderen auch!

Und zu dem Wunsch, einen Freund zu haben und dann "Angst vor der eigenen Courage" zu bekommen, dieses Verhalten kenne ich von meiner Tochter (fast 18). Sie flirtet gern und testet sich selbst aus, hat aber ebenfalls (noch) kein Interesse an einer "richtigen Beziehung" ... na und? ... ist doch ok. Versuche bloß nicht, sie zu drängen, selbst gut gemeinte Ratschläge sind m.E. da schon zu viel. Vielleicht denkt deine Tochter, dass du erwartest, dass sie in ihrem "fortgeschrittenen" Alter nun auch endlich einen "richtigen" Freund haben sollte und meint, ohne sei sie nicht vollkommen?! Irgendwie glaube ich, diese Erwartung - obwohl in bester Absicht! - aus deinen Zeilen auch tatsächlich herauszulesen, da du der Meinung bist, "dass viele Menschen, die ihr Leben lang alleine blieben, dies unfreiwillig sind uns auch sehr unglücklich mit ihrer Situation sind, und dass dies alles nur passierte, weil bereits in jungen Jahren die Weichen dafür gestellt wurden. Ich denke viele Jungesellen/Jungesellinnen hätten irgend wann einmal Hilfe gebraucht um zu wissen, was sie an ihrem Verhalten ändern müssen!!" Ich finde, du solltest deiner Tochter eher Mut machen und ihr vermitteln, dass es genauso in Ordnung ist, allein zu sein, wenn sie das so will! Ob sie es bleiben wird, kann doch jetzt eh niemand sagen ... sie ist doch erst 19!!! (Übrigens hätten, um deine Hilfe mal weiter zu denken, auch einige Nicht-mehr-Junggesellinnen/-en vielleicht auch irgendwann mal jemanden gebraucht, der ihnen vermittelte, dass man den Jungegesellen-Status nicht unbedingt aufgeben MUSS!)

Lass doch deine Tochter ihren eigenen Weg gehen, wie immer der auch aussehen mag, auch wenn er nicht mit deiner eigenen Vorstellung vom Glücklichsein übereinstimmt.

Alles Gute für euch
Petty



Hallo Petty,
ich weiß nicht wie ich es sagen soll: ich weiß genau, dass ich sie ihr Leben leben lassen muss, egal wie das auch aussehen mag, aber ich habe bei ihr eben den Eindruck, dass sie mit ihrem Leben nicht klar kommt! Natürlich denkt man dann man muss helfen!!

Obwohl ich es doch besser wissen müsste. Immer wollte ich doch so ganz anders erziehen, als meine Mutter es getan hat, hatte immer die besten Vorsätze und nun merke ich immer öfters, dass ich (obwohl eigentlich eines Besseren belehrt!) mich viel zu oft in das Leben meiner Kinder einmische!!!! Kann es sein, dass man durch seine eigene Erziehung eine Art "Gehirnwäsche" verabreicht bekommen hat??? Ich bin über 40 Jahre alt und meine Mutter meint noch heute, sich ganz massiv in unser Leben (auch in das unserer Kinder) einzumischen!! Ich sage ihr oft, sie solle es lassen, aber (ich denke inzwischen krankhaft bedingt) sie kann es einfach nicht lassen!!! Wenn meine Tochter z. B. alleine in den Urlaub fuhr, mussten wir das meiner Mutter schon des Öfteren verschweigen und sie natürlich auch anlügen!! Gut ganz so schlimm wie meine Mutter bin ich noch nicht, unsere Tochter fuhr schon mit 16 Jahren das erste Mal ohne uns nach Schottland und war seitdem jedes Jahr mit Freundinnen unterwegs!! Ich denke das hat ihr sehr gut getan, auch wenn ich in den Augen meiner Mutter verrückt bin, weil ich das zulasse! (Gott ist das alles krank!)

Penelope

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enola_12673849
24.05.04 um 17:12
In Antwort auf joanne_11918339

Hallo Petty,
ich weiß nicht wie ich es sagen soll: ich weiß genau, dass ich sie ihr Leben leben lassen muss, egal wie das auch aussehen mag, aber ich habe bei ihr eben den Eindruck, dass sie mit ihrem Leben nicht klar kommt! Natürlich denkt man dann man muss helfen!!

Obwohl ich es doch besser wissen müsste. Immer wollte ich doch so ganz anders erziehen, als meine Mutter es getan hat, hatte immer die besten Vorsätze und nun merke ich immer öfters, dass ich (obwohl eigentlich eines Besseren belehrt!) mich viel zu oft in das Leben meiner Kinder einmische!!!! Kann es sein, dass man durch seine eigene Erziehung eine Art "Gehirnwäsche" verabreicht bekommen hat??? Ich bin über 40 Jahre alt und meine Mutter meint noch heute, sich ganz massiv in unser Leben (auch in das unserer Kinder) einzumischen!! Ich sage ihr oft, sie solle es lassen, aber (ich denke inzwischen krankhaft bedingt) sie kann es einfach nicht lassen!!! Wenn meine Tochter z. B. alleine in den Urlaub fuhr, mussten wir das meiner Mutter schon des Öfteren verschweigen und sie natürlich auch anlügen!! Gut ganz so schlimm wie meine Mutter bin ich noch nicht, unsere Tochter fuhr schon mit 16 Jahren das erste Mal ohne uns nach Schottland und war seitdem jedes Jahr mit Freundinnen unterwegs!! Ich denke das hat ihr sehr gut getan, auch wenn ich in den Augen meiner Mutter verrückt bin, weil ich das zulasse! (Gott ist das alles krank!)

Penelope

Ach Penelope..
deine Tochter kommt schon klar mit ihrem Leben, man muss ihr nur die Gelegenheit dazu geben! Und sorry, aber wenn du solche "Spielchen" mitmachst, deiner Mutter zu verschweigen, dass deine tochter allein urlaub macht usw. ... WAS soll denn deine Tochter davon halten??? Damit vermittelst du ihr doch, dass man sich den Vorstellungen der Mütter beugen muss, und wenn nicht, dass man das dann zumindest verheimlichen muss. Ich glaube, du hättest deiner Tochter einen besseren Dienst erwiesen, wenn du deiner Mutter klar gemacht hättest, dass dies eure Angelegenheit ist.

Aber du hast schon recht, die eigene Erziehung und die z.T. damit verbunden "Gehirnwäsche" lassen grüßen .... Wir sind wohl in mancher Beziehung selbst noch nicht erwachsen (wollen wir das Überhaupt?)

Hey .. ihr werdet schon klar kommen.

Liebe Grüße
Petty

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J
joanne_11918339
25.05.04 um 17:27
In Antwort auf enola_12673849

Ach Penelope..
deine Tochter kommt schon klar mit ihrem Leben, man muss ihr nur die Gelegenheit dazu geben! Und sorry, aber wenn du solche "Spielchen" mitmachst, deiner Mutter zu verschweigen, dass deine tochter allein urlaub macht usw. ... WAS soll denn deine Tochter davon halten??? Damit vermittelst du ihr doch, dass man sich den Vorstellungen der Mütter beugen muss, und wenn nicht, dass man das dann zumindest verheimlichen muss. Ich glaube, du hättest deiner Tochter einen besseren Dienst erwiesen, wenn du deiner Mutter klar gemacht hättest, dass dies eure Angelegenheit ist.

Aber du hast schon recht, die eigene Erziehung und die z.T. damit verbunden "Gehirnwäsche" lassen grüßen .... Wir sind wohl in mancher Beziehung selbst noch nicht erwachsen (wollen wir das Überhaupt?)

Hey .. ihr werdet schon klar kommen.

Liebe Grüße
Petty

Hallo Petty,
das mit meiner Mutter ist so ne Sache für sich. Wir alle (einschl. meiner Tochter, Mann, meine Schwester usw.) sind sowieso alle der Meinung das sie "spinnt" oder "verrückt" ist.

Was meine Mutter hat ist eine Angstneurose!! Das Schlimme ansich ist, dass sie wegen eines Pünktchens im Gesicht zu 5 verschiedenen Ärzten rannte, bis Januar jedenfalls aber wenn wir sagen, sie solle zu einem Nervenarzt, meint sie nur "der kann mir eh nicht helfen". MEINE MUTTER ERDRÜCKT MICH MIT IHRER STÄNDIGEN ANGST! Und ich glaube fast, dass ich schon zumindest um 5-10 % diese Angst übernommen habe- nicht umsonst sagen meine Kinder und meine Mann: "Du wirst immer mehr wie Oma!" Um Gottes Willen!! Ich sag dann immer, sie dürfen mich in ein Heim stecken, wenn's mal mit mir so schlimm ist wie mit ihr!!

Aber zu meiner Tochter. Kann es denn nicht wirklich so sein, wie die Psychologin vor 6 Monaten meinte, dass meine Mutter (die die Kindererziehung zumindestens halbtags mit übernommen hat, da ich schon immer berufstätig war) durch ihr ängstliches Verhalten und ihr ewiges "Paß auf, Du tust Dir weh" - "nein mach das lieber nicht, das ist gefährlich" oder auch dass sie sie z. B. die 500 m von ihrem Haus bis zu unserem mit 12 Jahren nocht nicht alleine gehen ließ!!!! - hier meiner Tochter ein Verhalten anerzogen hat, so auf die Art: "Paß auf, Du wirst verletzt (gefühlsmäßig)" oder "laß Dich mit niemanden ein, den Du nicht kennst, der will die nur Böses"! ?? Aber ich habe sie so nicht erzogen und auch mein Sohn ist in dieser Beziehung ganz anders, der hat jetzt mit 15 Jahren schon seine 1. Freundin! Können die Ängste meiner Tochter denn wirklich so tief verwurzelt sein??? Kommt daher ihr mangelndes Selbstwertgefühl? Sie ist in der Schule supergut, hat wahrscheinlich ein 1er Abi geschrieben und sagt andauernd sie könne nichts!!!

Würde mich mal Deine Meinung dazu interessieren.

Penelope

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enola_12673849
26.05.04 um 15:15
In Antwort auf joanne_11918339

Hallo Petty,
das mit meiner Mutter ist so ne Sache für sich. Wir alle (einschl. meiner Tochter, Mann, meine Schwester usw.) sind sowieso alle der Meinung das sie "spinnt" oder "verrückt" ist.

Was meine Mutter hat ist eine Angstneurose!! Das Schlimme ansich ist, dass sie wegen eines Pünktchens im Gesicht zu 5 verschiedenen Ärzten rannte, bis Januar jedenfalls aber wenn wir sagen, sie solle zu einem Nervenarzt, meint sie nur "der kann mir eh nicht helfen". MEINE MUTTER ERDRÜCKT MICH MIT IHRER STÄNDIGEN ANGST! Und ich glaube fast, dass ich schon zumindest um 5-10 % diese Angst übernommen habe- nicht umsonst sagen meine Kinder und meine Mann: "Du wirst immer mehr wie Oma!" Um Gottes Willen!! Ich sag dann immer, sie dürfen mich in ein Heim stecken, wenn's mal mit mir so schlimm ist wie mit ihr!!

Aber zu meiner Tochter. Kann es denn nicht wirklich so sein, wie die Psychologin vor 6 Monaten meinte, dass meine Mutter (die die Kindererziehung zumindestens halbtags mit übernommen hat, da ich schon immer berufstätig war) durch ihr ängstliches Verhalten und ihr ewiges "Paß auf, Du tust Dir weh" - "nein mach das lieber nicht, das ist gefährlich" oder auch dass sie sie z. B. die 500 m von ihrem Haus bis zu unserem mit 12 Jahren nocht nicht alleine gehen ließ!!!! - hier meiner Tochter ein Verhalten anerzogen hat, so auf die Art: "Paß auf, Du wirst verletzt (gefühlsmäßig)" oder "laß Dich mit niemanden ein, den Du nicht kennst, der will die nur Böses"! ?? Aber ich habe sie so nicht erzogen und auch mein Sohn ist in dieser Beziehung ganz anders, der hat jetzt mit 15 Jahren schon seine 1. Freundin! Können die Ängste meiner Tochter denn wirklich so tief verwurzelt sein??? Kommt daher ihr mangelndes Selbstwertgefühl? Sie ist in der Schule supergut, hat wahrscheinlich ein 1er Abi geschrieben und sagt andauernd sie könne nichts!!!

Würde mich mal Deine Meinung dazu interessieren.

Penelope

Vererbte Angstneurose...
keine Ahnung, ob es das gibt, aber ich denke schon, dass so ein Verhalten prägt. DU hast ja offenbar auch eine gehörige Portion davon abbekommen. Klar, es schimmern immer wieder Eigenschaften der Eltern durch, die man an sich gar nicht für sich selbst realisieren will, geht mir auch so, was solls.

Das Problem ist nur, dass du ja scheinbar (unbewußt) diese auch an deine Tochter weitergibst und diese Übervorsichtigkeit ihr dann (auch unbewußt) Angst einflößt, worauf sie sich gar nicht erst auf ein mögliches Risiko einläßt. Dieses Denk- und Verhaltensmuster müsstet ihr versuchen zu durchbrechen, klar ist das nicht einfach, aber ich denke, wenn du deiner Tochter zu verstehen gibst "du bist ok - wie du bist", dann könnte es gehen. Und "zwing" sie zu nichts, sag ihr immer: es ist deine Sache, du machst das schon richtig. Vielleicht stärkt so eine Einstellung in der eigenen Familie ihr Selbstvertrauen. Das erlernt Mißtrauen Fremden gegenüber - bis zur totalen Ablehnung - ist natürlich schwer zu überwinden. Wie sieht es deine Tochter denn bei euch? Seid ihr Anderen gegenüber offen oder geht ihr eher nach der Devise "das geht niemanden etwas an ... "? Man muss sich ja nicht gleich mit jedem verbrüdern, aber jedem zu unterstellen, dass er einem schaden will, macht auf Dauer einsam.

Aber zurück zu deiner Tochter, sog. Beziehungsunfähigkeit wird auch oft mit Verlustangst in Verbindung gebracht. Hat sie vielleicht in dieser Richtung mal schlechte Erfahrungen gemacht oder von einer, ihr nahestehenden?, Person (deiner Mutter?) Geschichten gehört?

Melde dich mal wieder, kannst mir gern auch mailen. Und sag deiner Tochter bitte, wenn sie in der Schule so gute Leistungen hat und jetzt ein tolles Abi hingelegt hat, dann IST sie gut! Sie soll das mal vor sich selbst anerkennen und sich SELBST davon überzeugen! Klappern gehört zum Geschäft!, auch mit sich selbst. Sie soll stolz darauf sein - auf sich selbst - und sich darüber freuen, schließlich hat sie doch viel dafür getan, ist doch kein Lottogewinn!

Viele Grüße
Petty

[email protected]

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