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Wer schützt eigentlich Kinder vor den eigenen Eltern?

10. Januar 2006 um 7:44

Ihr Lieben,

gestern hörte ich in den Nachrichten wiedermal, dass ein Kind von seinen Eltern zu Tode gequält wurde. Es ist an Rotkohl erstickt. Die Ärzte meinten, man hätte das Kind dermaßen vollgestopft, dass es letztendlich erstickt ist. Obwohl man sowas heutzutage ständig hört, könnte ich jedesmal heulen vor Wut.

Wer schützt die Kinder vor ihren Eltern? Ich glaube die stellen die größte Gefahr dar, noch vor den Pädophilen. Korrigiert mich wenn ich falsch liege. Ich will hier keinen moralischen Zeigefinger heben, so wie Erdbeermarmelade vor ein paar Wochen. Ich muß es nur einfach loswerden. Auch ich wurde von meiner Mutter mißhandelt, zwar "nur" psychisch und das ist noch weniger meßbar, aber es hat Spuren hinterlassen.

Ich frage mich ernsthaft und immer wieder, wer schützt die Kinder? Die Nachbarn sind immer völlig schockiert und "haben es ja immer gewußt" aber hat jemand was getan? KANN man überhaupt etwas tun? Die Jugendämter reagieren ja oft auch erst, wenn das Kind schon halbtot ist. Es macht mich fertig!

Trotzdem allen einen schönen Tag!
Eure powerkatze

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10. Januar 2006 um 8:03

Genau, die Nachbarn.....
... das sind doch meisten die Feiglinge, die immer alles geahnt haben, aber die 5chnauze halten, nur um ihre heile Welkt zu wahren und um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen.
Genau wie bei der Frau, die von ihrem Mann erstochen wurde und der sich dann selber erstochenhat - kam die Tage auch im TV. Die Nachbarin hat lärm gehört, hat nur gedacht, hoffen5tlich verprügelt der Mann die Frau nicht, hat aber freidlich weiter ihren Musikandenstadl gesehen.
Warum machen solche Leute nichts????

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10. Januar 2006 um 9:44
In Antwort auf alanis_12681975

Genau, die Nachbarn.....
... das sind doch meisten die Feiglinge, die immer alles geahnt haben, aber die 5chnauze halten, nur um ihre heile Welkt zu wahren und um Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen.
Genau wie bei der Frau, die von ihrem Mann erstochen wurde und der sich dann selber erstochenhat - kam die Tage auch im TV. Die Nachbarin hat lärm gehört, hat nur gedacht, hoffen5tlich verprügelt der Mann die Frau nicht, hat aber freidlich weiter ihren Musikandenstadl gesehen.
Warum machen solche Leute nichts????

Gar nicht so einfach
unser Kleiner hat bis vor ein paar Wochen noch grundsätzlich von 18-20 Uhr, kurz vor dem zu Bett gehen, die Seele aus dem Leib geschrieen. Hätte mich nicht gewundert, wenn da mal jemand auf die Idee gekommen wäre, das Jugendamt zu verständigen. Aber Kinder schreien nun einmal manchmal...wie soll man da erahnen, ab wann es "normales" schreien ist und ab wann es Misshandlung ist? Und das Geräusch nebenan? Ist da ein Möbelstück umgefallen oder vermöbelt da grad ein Mann seine Frau?

Um diesbezüglich flächendeckend erfolgreich zu sein, müsste man schon wegen jeder Kleinigkeit Polizei bzw. Jugendamt verständigen.

Es gibt sicherlich auch Fälle, in denen man es geahnt hat, aber ich glaube einfach nicht, dass das die Mehrzahl ist.

Liebe Grüße
kratzamkopp

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10. Januar 2006 um 12:02

Hallo powerkatze
ich stimem dir grundsätzlich und aus ganzem herzen zu.

dennoch muss ich anmerken, dass es in der tat sehr schwierig ist zwischen nuancen zu unterscheiden. wann kann ich mit einigermassener sicherheit sagen, dass es eine bedrohliche situation für das kind ist, oder "nur" ein lautstarker konflikt zwischen eltern und rebellierenden (klein)kind?
ich erinnere mich mit einem halblächeln an eine zeit, in der meine jüngere schwester sich auf den boden geworfen und geschrien hat als ob ich sie durch die wohnung prügeln würde, nur weil sie ihr zimmer aufräumen sollte, bevor sie ein weiteres puzzle auspacken darf. dies dann ca. 2x woche wenn ihr irgendwas nicht passte *schauder*.

sicherlich gibt es eindeutige anzeichen, bei denen JEDER hellhörig werden und reagieren sollte, aber gerade die "schattenfälle" sind die, die so schwierig als solche erkennbar sind.

lg

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10. Januar 2006 um 12:57
In Antwort auf miyu_12895279

Hallo powerkatze
ich stimem dir grundsätzlich und aus ganzem herzen zu.

dennoch muss ich anmerken, dass es in der tat sehr schwierig ist zwischen nuancen zu unterscheiden. wann kann ich mit einigermassener sicherheit sagen, dass es eine bedrohliche situation für das kind ist, oder "nur" ein lautstarker konflikt zwischen eltern und rebellierenden (klein)kind?
ich erinnere mich mit einem halblächeln an eine zeit, in der meine jüngere schwester sich auf den boden geworfen und geschrien hat als ob ich sie durch die wohnung prügeln würde, nur weil sie ihr zimmer aufräumen sollte, bevor sie ein weiteres puzzle auspacken darf. dies dann ca. 2x woche wenn ihr irgendwas nicht passte *schauder*.

sicherlich gibt es eindeutige anzeichen, bei denen JEDER hellhörig werden und reagieren sollte, aber gerade die "schattenfälle" sind die, die so schwierig als solche erkennbar sind.

lg

Grundsätzlich
hast du recht wie auch die kleine ente. Ich habe auch nicht gesagt, dass die Nachbarn schuld sind, gott bewahre!
Aber die Familie, die dazu interviewt wurde, sagte einhellig, "Ja, das haben wir schon immer geahnt...das überrascht uns nicht...dem trauen wir das zu..." blabla.
Also mal das Jugendamt darauf aufmerksam machen, ist wohl eine kleine Mühe. Aber nichts tun und dann noch im Fernsehen auftreten, ich weiß nicht...

Mir ging es grundsätzlich darum, wie kann man die Kinder vor den Mißhandlungen der Eltern beschützen? Wahrscheinlich gar nicht. Und das macht mich sehr traurig.

Ich hatte vor Jahren eine Nachbarin, alleinerziehend mit Tochter. Ein richtiges Miststück. Sie hat auch ihre Tochter geschlagen und auch psychisch fertiggemacht. Ich habe daraufhin mit dem Vater des Mädchens gesprochen, weil ich ihn zufällig auch kannte. Er kämpfte schon lange mit dem Jugendamt um das Sorgerecht und war sehr verzweifelt. Ich habe dann eine Aussage beim Jugendamt gemacht und dann lange nichts mehr gehört. Zwei Jahre später traf ich ihn und er erzählte mir, dass er endlich das Sorgerecht bekommen hat. Er war mir sehr dankbar, dass ich mich eingemischt habe, obwohl ich es schon viel früher hätte tun sollen.

Natürlich kann man auch falsch liegen, aber wenn schon so konkrete Anhaltespunkte da sind, bin ich der Meinung, ist es unsere Pflicht etwas zu tun. Kinder können sich nunmal nicht wehren.

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10. Januar 2006 um 13:10

Ich denke
das es daran liegt, das man die nachbarn entweder gar nicht kennt, oder halt arglos ist, weil man sie kennt.
Und wenn man dann wirklich mal die Polizei ruft? Wenn nichts war, dann steht man ziemlich blöd da und das Verhältniss zu den nachbarn ist gestört. Es ist ein sehr zweischneidiges Schwert.

Das große Problem ist, das jeder Kinder kriegen darf, und das es auch staatlich gefördert wird.
Ich meine, selbst wenn man einen Fisch aus dem Wasser ziehen will, brauch man einen Angelschein.
Aber niemand testet werdende Eltern, ob sie mit der Herausforderung "Kind" auch wirklich fertig werden.

Werdende Eltern, und solche, die es werden wollen, sollten eine eingehende Beratung bekommen, was ihnen so bevorsteht. Und das müsste vorgeschrieben sein. Und wenn dann schon erste Aggressionen oder Auffälligkeiten zu Tage treten, sollten diese Eltern besinders betreut werden.

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10. Januar 2006 um 13:15
In Antwort auf espritcologne

Ich denke
das es daran liegt, das man die nachbarn entweder gar nicht kennt, oder halt arglos ist, weil man sie kennt.
Und wenn man dann wirklich mal die Polizei ruft? Wenn nichts war, dann steht man ziemlich blöd da und das Verhältniss zu den nachbarn ist gestört. Es ist ein sehr zweischneidiges Schwert.

Das große Problem ist, das jeder Kinder kriegen darf, und das es auch staatlich gefördert wird.
Ich meine, selbst wenn man einen Fisch aus dem Wasser ziehen will, brauch man einen Angelschein.
Aber niemand testet werdende Eltern, ob sie mit der Herausforderung "Kind" auch wirklich fertig werden.

Werdende Eltern, und solche, die es werden wollen, sollten eine eingehende Beratung bekommen, was ihnen so bevorsteht. Und das müsste vorgeschrieben sein. Und wenn dann schon erste Aggressionen oder Auffälligkeiten zu Tage treten, sollten diese Eltern besinders betreut werden.

Stimme dir zu
aber wer soll das kontrollieren? Du hast recht, jeder kann Kinder in die Welt setzen, aber wnen du eines adoptieren willst, rennst du gegen Mauern.

Übrigens sollten auch zukünftige Hundehalter einen Eignungstest absolvieren. Dann gäbe es nämlich keinen Grund für die schwachsinnigen Hundeverordnungen. Aber das ist ein anderes Thema.

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10. Januar 2006 um 16:17
In Antwort auf lally_11969332

Stimme dir zu
aber wer soll das kontrollieren? Du hast recht, jeder kann Kinder in die Welt setzen, aber wnen du eines adoptieren willst, rennst du gegen Mauern.

Übrigens sollten auch zukünftige Hundehalter einen Eignungstest absolvieren. Dann gäbe es nämlich keinen Grund für die schwachsinnigen Hundeverordnungen. Aber das ist ein anderes Thema.

Danke!
Kontrollieren müsste das das Jugendamt in Zusammenarbeit mit Orginasationen wie ProFamilia o.ä.!
Natürlich würde das wieder viel geld kosten, aber das sollte uns unsere Zukunft schon wert sein.

Und wenn das schon für hunde geht.....

(Bevor mich jemand falsch versteht, ich mag tiere und habe auch selber welche. Aber manchmal habe ich den Eindruck das es den Tieren besser geht als den Kindern)

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10. Januar 2006 um 20:37
In Antwort auf miyu_12895279

Hallo powerkatze
ich stimem dir grundsätzlich und aus ganzem herzen zu.

dennoch muss ich anmerken, dass es in der tat sehr schwierig ist zwischen nuancen zu unterscheiden. wann kann ich mit einigermassener sicherheit sagen, dass es eine bedrohliche situation für das kind ist, oder "nur" ein lautstarker konflikt zwischen eltern und rebellierenden (klein)kind?
ich erinnere mich mit einem halblächeln an eine zeit, in der meine jüngere schwester sich auf den boden geworfen und geschrien hat als ob ich sie durch die wohnung prügeln würde, nur weil sie ihr zimmer aufräumen sollte, bevor sie ein weiteres puzzle auspacken darf. dies dann ca. 2x woche wenn ihr irgendwas nicht passte *schauder*.

sicherlich gibt es eindeutige anzeichen, bei denen JEDER hellhörig werden und reagieren sollte, aber gerade die "schattenfälle" sind die, die so schwierig als solche erkennbar sind.

lg

"dass es eine bedrohliche situation für das kind ist, oder "nur" ein lautstarker konflikt"
Hmm,ist schwierig aber ich bin eher dafür,man tut was.
Als ich noch in dem Mehrparteienhaus wohnte,wohnte unter mir eine junge Mutter,wo es immer solche Zwischenfälle gab......ich rief jedesmal,wenn ich es mitbekam die Polizei .

Als das Jugendamt dann dort auf lief,hatte ich den riesen Krach mit dem Asimann.....komisch,auf einmal,standen alle anderen Nachbarn geballt hinter mir!
Letzten Endes,stellte sich heraus,daß die junge Frau vollkommen überfordert war,sie bekam einen Familienhelfer und dann war auch Ruhe

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10. Januar 2006 um 21:03

Gott
schade, aber das kann niemand machen, pech gehabt ! in eine schl
echte familie geboren sein

eigene eltern sind doch dazu um die kinder zu schuetzen, die haben versagt und frage ist wer sind diese eltern? unverantwortliche personen ...

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11. Januar 2006 um 7:43
In Antwort auf espritcologne

Danke!
Kontrollieren müsste das das Jugendamt in Zusammenarbeit mit Orginasationen wie ProFamilia o.ä.!
Natürlich würde das wieder viel geld kosten, aber das sollte uns unsere Zukunft schon wert sein.

Und wenn das schon für hunde geht.....

(Bevor mich jemand falsch versteht, ich mag tiere und habe auch selber welche. Aber manchmal habe ich den Eindruck das es den Tieren besser geht als den Kindern)

Ja klar
und Arbeitsplätze würde es auch noch schaffen. Wenn wir in der Politik was zu sagen hätten...

Aber was die Tiere angeht, muß ich dir leider widersprechen. Auch wenn vielleicht manchmal der Eindruck entsteht, es ist nicht so leider. Ich arbeite seit vielen Jahre aktiv im Tierschutz und was man da manchmal zu sehen bekommt...

Allerdings haben die Kinder eine geringere Lobby, da geb ich dir recht. Da muß sich unbedingt was tun. Es ist bewiesen, dass Kindesmißbrauch und -mißhandlungen in den letzten 30 Jahren dramatisch angestiegen sind. Sicher gab es schon immer Pädos und Eltern die überfordert waren, aber noch nie so viele wie jetzt.
Woher kommt das nur? Dass wir uns an den schwächsten vergreifen?

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11. Januar 2006 um 8:37
In Antwort auf runa_12850644

Gar nicht so einfach
unser Kleiner hat bis vor ein paar Wochen noch grundsätzlich von 18-20 Uhr, kurz vor dem zu Bett gehen, die Seele aus dem Leib geschrieen. Hätte mich nicht gewundert, wenn da mal jemand auf die Idee gekommen wäre, das Jugendamt zu verständigen. Aber Kinder schreien nun einmal manchmal...wie soll man da erahnen, ab wann es "normales" schreien ist und ab wann es Misshandlung ist? Und das Geräusch nebenan? Ist da ein Möbelstück umgefallen oder vermöbelt da grad ein Mann seine Frau?

Um diesbezüglich flächendeckend erfolgreich zu sein, müsste man schon wegen jeder Kleinigkeit Polizei bzw. Jugendamt verständigen.

Es gibt sicherlich auch Fälle, in denen man es geahnt hat, aber ich glaube einfach nicht, dass das die Mehrzahl ist.

Liebe Grüße
kratzamkopp

Schockierend...
Ich habe die Tage auch den Bericht über dieses arme Kind gehört. Da ist man wirklich geschockt und derartiges ist auch auf keinen Fall zu entschuldigen, auch nicht mit einer eigenen schweren Kindheit der Eltern.

Grundsätzlich ist es schon schwierig zu verstehen. Aber Kinderkriegen darf ja nunmal jeder. Zum Autofahren braucht man einen Führerschein, da gibts wenn man den nicht schafft sogar einen Idiotentest, aber zu dumm zum Kinderzeugen ist dann wohl tatsächlich niemand. Einerseits gebe ich allen Recht, die sagen, da müßte man doch auf "Eignung" überprüft werden. Aber wie wollt ihr das bitte regeln. Und wolltet ihr in so einem Überwachungsstaat leben. Denkt mal an China. Wo man nur eine festgelegt Zahl Kinder kriegen darf. Und alle die hier Eltern sind und sagen wir mal von drei Kindern aufwärts haben, können ihre Jüngsten ja mal angucken und sich vorstellen, sie hätten sie nicht kriegen dürfen.

Ausserdem laufen wir ja ohnehin immermehr auf eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft hinaus. Was glaubt ihr, was für soziale Spannungen es gäbe, wenn man manchem das Kinderkriegen verbieten wollte. Nein... Das ist sicher nicht der richtige Weg. Auch wenn ich manchmal wirklich Mitleid mit Kindern habe, nicht weil sie event. misshandelt werden, sondern alleine schon wenn ich die Eltern sehe und mir vorstellen kann, was im Leben aus diese Kindern werden wird.

Nein. Die einzige Lösung ist Zivilcourage. Verantwortung zu Übernehmen und nicht wegzugucken. Man will keinen falschen Hinweis geben.... Nachher war nichts und das Verhältnis zu den Nachbarn ist im Arsch... ???? Was meint ihr, wie im Arsch ihr seid, wenn herauskommt, dass genau Euer Nachbar sein Kind misshandelt... zu Tode gequält hat. Ihr habt es zumindest vermutet, aber nichts unternommen. Wie lebt man danach noch weiter...? Ausserdem wurde ja schon von vielen hier ausgeführt, dass dein Teil des Problemes die Anonymität in Grossstädten ist. Sorry... Aber wenn ich meinen Nachbarn eh nicht kenne, und auch gar nicht kennen will, was stört mich denn gerade dann, den vielleicht rettenden Hinweis zu geben?

Bzgl. der lautstarken Schreierei. *lach* Wenn ich an meine Kleine denke, bei dem Radau den die veranstaltet wenn sie ihren Willen nicht bekommt, hätte so mancher Nachbar schon oft denken müssen, dass wir sie gerade mit Strom foltern... *GGG* Ich denke, dass es viel auffälliger ist, wenn man das Kind NICHT hört. Oft leiden die Kinder sicher leise, vielleicht auch durch die Eltern gezwungen. Wenn ich KEIN Geschrei höre, aber auch KEIN Lachen, KEIN Singen und ich eigentlich nicht bemerke, dass es dort ein Kind gibt, DANN würde ich hellhörig...

Think about it...

Jerome


P.S. Ich bin froh, dass ich ländlich lebe. Nicht, dass hier sowas nicht vorkommen könnte, aber das gesamte soziale Umfeld ist schon ein ganz anders.

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11. Januar 2006 um 9:17
In Antwort auf paise_12297718

Schockierend...
Ich habe die Tage auch den Bericht über dieses arme Kind gehört. Da ist man wirklich geschockt und derartiges ist auch auf keinen Fall zu entschuldigen, auch nicht mit einer eigenen schweren Kindheit der Eltern.

Grundsätzlich ist es schon schwierig zu verstehen. Aber Kinderkriegen darf ja nunmal jeder. Zum Autofahren braucht man einen Führerschein, da gibts wenn man den nicht schafft sogar einen Idiotentest, aber zu dumm zum Kinderzeugen ist dann wohl tatsächlich niemand. Einerseits gebe ich allen Recht, die sagen, da müßte man doch auf "Eignung" überprüft werden. Aber wie wollt ihr das bitte regeln. Und wolltet ihr in so einem Überwachungsstaat leben. Denkt mal an China. Wo man nur eine festgelegt Zahl Kinder kriegen darf. Und alle die hier Eltern sind und sagen wir mal von drei Kindern aufwärts haben, können ihre Jüngsten ja mal angucken und sich vorstellen, sie hätten sie nicht kriegen dürfen.

Ausserdem laufen wir ja ohnehin immermehr auf eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft hinaus. Was glaubt ihr, was für soziale Spannungen es gäbe, wenn man manchem das Kinderkriegen verbieten wollte. Nein... Das ist sicher nicht der richtige Weg. Auch wenn ich manchmal wirklich Mitleid mit Kindern habe, nicht weil sie event. misshandelt werden, sondern alleine schon wenn ich die Eltern sehe und mir vorstellen kann, was im Leben aus diese Kindern werden wird.

Nein. Die einzige Lösung ist Zivilcourage. Verantwortung zu Übernehmen und nicht wegzugucken. Man will keinen falschen Hinweis geben.... Nachher war nichts und das Verhältnis zu den Nachbarn ist im Arsch... ???? Was meint ihr, wie im Arsch ihr seid, wenn herauskommt, dass genau Euer Nachbar sein Kind misshandelt... zu Tode gequält hat. Ihr habt es zumindest vermutet, aber nichts unternommen. Wie lebt man danach noch weiter...? Ausserdem wurde ja schon von vielen hier ausgeführt, dass dein Teil des Problemes die Anonymität in Grossstädten ist. Sorry... Aber wenn ich meinen Nachbarn eh nicht kenne, und auch gar nicht kennen will, was stört mich denn gerade dann, den vielleicht rettenden Hinweis zu geben?

Bzgl. der lautstarken Schreierei. *lach* Wenn ich an meine Kleine denke, bei dem Radau den die veranstaltet wenn sie ihren Willen nicht bekommt, hätte so mancher Nachbar schon oft denken müssen, dass wir sie gerade mit Strom foltern... *GGG* Ich denke, dass es viel auffälliger ist, wenn man das Kind NICHT hört. Oft leiden die Kinder sicher leise, vielleicht auch durch die Eltern gezwungen. Wenn ich KEIN Geschrei höre, aber auch KEIN Lachen, KEIN Singen und ich eigentlich nicht bemerke, dass es dort ein Kind gibt, DANN würde ich hellhörig...

Think about it...

Jerome


P.S. Ich bin froh, dass ich ländlich lebe. Nicht, dass hier sowas nicht vorkommen könnte, aber das gesamte soziale Umfeld ist schon ein ganz anders.

Recht hast du
Jerome,
natürlich kann man kinderkriegen nicht verbieten, natürlich wollen wir keinen Überwachungsstaat (ich habe in einem solchen gelebt) aber es stört mich schon, dass gerade diejenigen die nicht die nötige geistige Reife haben, ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen. Kann man nicht ändern.

Aber Zivilcourage, das kann man. Kleineente hat natürlich auch irgendwo ein wenig recht. Aber der Satz: Ich bin doch nicht der Platzwart für mein Viertl... naja, sicher kann und soll man sich nicht um alles kümmern. Aber wenn alle nur wegschauen, wirds den Tätern noch leichter gemacht.

Bei meiner Nachbarin war es auch so, dass ich die Sache über einen längeren Zeitraum beobachtet habe und ja ich gebe es zu, ich habe auch schonmal das Ohr an die Wand gelegt. Ich habe das selber durchgemacht, deshalb ging es mir besonders nahe. Und ja, es stimmt, meistens leiden diese Kinder leise. Den Schreihälsen gehts meistens gut (manchmal zu gut).

Und ich scheiß drauf, ob ich es mir mit irgendjemandem verderbe, dafür kann ich aber ruhig schlafen.

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11. Januar 2006 um 10:06

Ich muss hinzufügen
dass ich es nicht korrekt finde, jedesmal wenn etwas passiert, es auf die "schlafenden" behörden + mitmenschen zu schieben. sicherlich trägt der staat und jeder "nachbar" eine mitverantwortung, aber die eigentliche verantwortung liegt in erster linie bei den eltern und in zweiter linie bei deren familie.

man hat IMMER die wahl. egal ob eine frau ungewollt schwanger wird, oder gewollt. egal ob die lebensumstände hart oder bequem sind. überall kann man sich hilfe holen (in interesse des kindes) wenn man nur will. mich kotzt es so dermassen an, wenn ein verbrechen an kindern mit der harten vergangenheit/jugend der eltern entschuldigt wird, und es im zweiten satz heisst, warum die behörden geschlafen haben.
einerseits wehren wir uns mit händen und füssen gegen eine staatliche überwachung (big brother is watching you), andererseits schieben wir gerne alles was schief geht auf den staat ab.
sorry, aber dieses jammern ist so ARMSELIG. und wir/deutschland jammern auf einem verdammt hohen niveau.

sicher MUSS etwas zum schutze von kinder getan werden, aber die hilfeauslösende aktion sollte von den eltern und deren familie kommen. der staat kann nicht hellsehen und trägt auch nicht die verantwortung für unser handeln - er kann nur helfend und unterstützend reagieren, wenn er denn benachrichtigt wird!!!

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11. Januar 2006 um 10:22
In Antwort auf miyu_12895279

Ich muss hinzufügen
dass ich es nicht korrekt finde, jedesmal wenn etwas passiert, es auf die "schlafenden" behörden + mitmenschen zu schieben. sicherlich trägt der staat und jeder "nachbar" eine mitverantwortung, aber die eigentliche verantwortung liegt in erster linie bei den eltern und in zweiter linie bei deren familie.

man hat IMMER die wahl. egal ob eine frau ungewollt schwanger wird, oder gewollt. egal ob die lebensumstände hart oder bequem sind. überall kann man sich hilfe holen (in interesse des kindes) wenn man nur will. mich kotzt es so dermassen an, wenn ein verbrechen an kindern mit der harten vergangenheit/jugend der eltern entschuldigt wird, und es im zweiten satz heisst, warum die behörden geschlafen haben.
einerseits wehren wir uns mit händen und füssen gegen eine staatliche überwachung (big brother is watching you), andererseits schieben wir gerne alles was schief geht auf den staat ab.
sorry, aber dieses jammern ist so ARMSELIG. und wir/deutschland jammern auf einem verdammt hohen niveau.

sicher MUSS etwas zum schutze von kinder getan werden, aber die hilfeauslösende aktion sollte von den eltern und deren familie kommen. der staat kann nicht hellsehen und trägt auch nicht die verantwortung für unser handeln - er kann nur helfend und unterstützend reagieren, wenn er denn benachrichtigt wird!!!

Nur teilweise richtig
Liebe Thinhahh,
es stimmt, dass das Problem bei den Eltern liegt, natürlich wo sonst! Es stimmt, dass man sich Hilfe holen KANN, dass die wenigsten es aber TUN. Oftmals werden Behörden auf Mißstände aufmerksam gemacht, aber sie halten es nicht für nötig etwas zu unternehmen.
Und es kotzt mich genauso an, dass immer nach Entschuldigungen gesucht wird, warum die Eltern so gehandelt haben.

Ich bin in der DDR aufgewachsen, ich weiß was Überwachung heißt. Ich möchte nicht die Totalüberwachung, es hat aber auch sein gutes, gar keine Frage.

Jammern? Wer jammert denn? Ich habe nur festgestellt, daß etwas zum Schutz der Kinder getan werden muß.

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11. Januar 2006 um 11:04
In Antwort auf lally_11969332

Nur teilweise richtig
Liebe Thinhahh,
es stimmt, dass das Problem bei den Eltern liegt, natürlich wo sonst! Es stimmt, dass man sich Hilfe holen KANN, dass die wenigsten es aber TUN. Oftmals werden Behörden auf Mißstände aufmerksam gemacht, aber sie halten es nicht für nötig etwas zu unternehmen.
Und es kotzt mich genauso an, dass immer nach Entschuldigungen gesucht wird, warum die Eltern so gehandelt haben.

Ich bin in der DDR aufgewachsen, ich weiß was Überwachung heißt. Ich möchte nicht die Totalüberwachung, es hat aber auch sein gutes, gar keine Frage.

Jammern? Wer jammert denn? Ich habe nur festgestellt, daß etwas zum Schutz der Kinder getan werden muß.

Das mit dem jammern..
war nicht auf dich bezogen

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16. Januar 2007 um 6:06

Misshandelt..............
wer die kinder schützt darfst du mich nicht fragen.wurde selbst als kleines kind von meiner mutter und stiefvater misshandelt.
obwohl es alle nachbarn gehört haben müssen,hat niemand was unternommen.
ich habe jeden tag damit zu kämpfen und wohne auch seit ich 16 bin allein.
allerdings kannte ich eine familie die auch ein kleines kind hatten ,die mutter und der vater,drogenabhängig und beide arbeitslos,beide am trinken.
ich muss ehrlich gestehn,das ich sie beim jugendamt angeschwärzt habe und das das kind sofort weg war.
das kind lebt jetzt in einer pflegefamilie,die richtig viel geld haben und eine große wohnung.
ich hoffe.das es eines tages ihre alte familie vergessen kann und ein normales leben führen kann.

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16. Januar 2007 um 9:35

Nachbarn mit Kindern
Hi,

kann man eigentlich nicht richtig beantworten, deine Frage.

Als ich in meine neue Wohnung zog und der Nachbarin vorstellte, eine sehr freundliche Türkin mit 3 kleinen Kindern, warnte diese mich direkt vor, dass sie jede Woche einen Wutanfall bekommt und ihre Kinder zusammenschreit. Nur, damit ich mich nicht wundere.

O.k., sie tut es tatsächlich. Fast immer samstags, aber genau genommen werde ich es nie ernst nehmen, wenn dann eines der Kinder mal mehr schreit oder einem Kind mal was passiert ...

Gruß
Tina

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16. Januar 2007 um 9:54

Es ist schon sehr schwierig,
dazu etwas zu sagen.

macht man den mund auf und es war nichts, steht man vor allen dumm da und man wird beschuldigt, sich einfach einzumischen.

macht man es nicht, kann es unter umständen vielleicht schon zu spät sein.

wie man es macht ist es ohnehin nicht richtig. oftmals hält man sich raus, weil man den stress mit den nachbarn vermeiden will. schließlich wohnt man tür an tür - und dann gezanke ? wer will das schon - obwohl es sicherlich nicht richtig ist.....

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