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Wer hat Erfahrungen mit Antidepressiva oder anderen "Drogen"?

26. Dezember 2008 um 16:23



Ich bin zwar ein ziemlich optimistischer Mensch, verfalle aber auch ab und an in ein tiefes Loch und fühle mich dann wie lebend begraben. Ich habe Depressionen. Gestern, bzw. heute Morgen bin ich wieder mit den Gedanken eingeschlafen, mir die Hände bis zum Ellenbogen aufzuschlitzen... Das passiert automatisch, wenn ich seelische Schmerzen habe, Dinge in meinem Leben einfach nicht so laufen wie sie es sollten...
Eines Tages könnten diese Depressionen mein Ende bedeuten... ich möchte mir das ganze erleichtern und erwäge es Antidepressiva zu nehmen oder andere legale Mittel.

Wie komme ich an solche Tabletten? Gibt es diese auch schon vom Hausarzt verschrieben? Und inwieweit muss er dann über den seelischen Zustand bescheid wissen? Ich will mein Innenleben nicht vor jemand Anderes ausbreiten, den ich ins Gesicht schauen müsste.

Wäre nett wenn jemand mit Erfahrung antworten würde, Danke.

Áine

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26. Dezember 2008 um 16:33

Habe...
zwar keine Erfahrung mit Anti-Depressiva, doch wenn du einen Hausarzt hast, wende dich zuerst an den. Eigentlich verschreiben die heute alles. Wenn er ein besonders korrekter ist, überweist er dich zum Facharzt. Und spätestens da wirst du höchstwahrscheinlich ein Rezept für die Pillen bekommen.

Naja, ein bisschen wird er schon fragen, doch haben die meisten Ärtzte eh' keine Zeit sich sich mit ihren Patienten auseinander zu setzen. Bin selbst kein Pillenfan, doch wenn du meinst es hilft, nur zu.

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26. Dezember 2008 um 20:11

Vielen Dank Waldwesen

ich werde es mit den Passionsblumen versuchen...

Ob ich nichts wert bin ohne ihn? Er gibt mir das Gefühl ein Stück Scheiße zu sein, dass es nicht wert ist geliebt zu werden... Das ist die Spitze auf dem Berg voller Dinge die mich im Leben immer runterziehen...

Schöne Grüße Áine

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26. Dezember 2008 um 20:16

Antidepressiva
Antidepressiva sind nicht so ohne. Die Dosierung und die Auswahl des Medikamentes müssen individuell abgestimmt werden und am Ende der Ausstieg aus überwacht.
Nur ein Psychiater hat die nötige Erfahrung, wende Dich dahin

jaja

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26. Dezember 2008 um 20:47

Sehr sehenswert
Hallo liebes Mädl,
hier hab ich etwas gefunden , was dir eventuell helfen könnte... Psychopharmaka lindern immer nur Symptome , niemals die Ursache deines Leidens.

schaue dir mal die reportage , dauert ungefähr 45 min. und versuche deinen weg ohne diesen schei@ßmittel zu finden. ist sicherlich schwerer aber es bewahrt dich am leben zu bleiben. kein mensch / mann dieser welt ist deinen tränen wert , nicht jetzt und nicht in der zukunft



http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/081219_pharmadoku_f21.asx

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true

F21-Dokumentation.Das Pharma-Kartell

sende dir kraft ...

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26. Dezember 2008 um 20:52

Zunächst...
...einmal kommst du an solche Tabletten nur über einen Arzt. Entweder vom Hausarzt oder der überweist dich an einen Facharzt, der dir diese Medis, falls notwendig und sinnvoll, verschreiben kann. Es kann dir passieren, das du erst mehrere verschiedene AD ausprobieren mußt, bevor du das für dich am besten geeignete Medikament gefunden hast. Außerdem solltest du wissen, dass du AD mindestens! erst einmal drei Wochen eher sechs Wochen nehmen mußt, bevor die gewünschte Wirkung eintritt.
In diesen 3-6 Wochen hast du allerding zum Teil mit heftigen Nebenwirkungen zu kämpfen. Viele Menschen bringen diese Geduld nicht auf. Denken, ach da nehm ich mal eine Pille und schon geht es mir wieder gut, dann kommen die Nebenwirkungen und schon werfen sie es wieder in die Ecke, weil es nichts taugt und nur krank macht.
Solltest du die Geduld aufbringen und 3-6 Wochen AD nehmen verschwinden in den meisten Fällen die Nebenwirungen und die gewünschte Wirkung setzt ein, kann aber auch nur eine unterstützende Maßnahme bzw.Begleittherapie mit einer vollständigen Therapie beim Psychiater/Psychologen (Gesprächstherapie) sein.

AD sind keine Drogen, machen im Prinzip (die Menschen sind verschieden und jeder reagiert anders) nicht abhängig und verursachen keine Persönlichkeitsveränderung.

AD sollten nicht sorglos genommen, abgesetzt, wieder genommen usw. werden ohne Absprache mit dem Arzt.
Solltest du sie, evtl. nach erfolgreicher Wirkung, absetzen wollen auch das nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt, solltest du die Tabletten über einen Zeitraum von ca. 1-2 Wochen ausschleichen.

Das war in Kürze ein sachliche Information über AD.

Wie gesagt es sind keine Wunderpillen, keine Drogen und kein Allheilmittel dafür, wenn es einem schlecht geht. Können aber für einen gewissen Zeitraum eine große und unterstützende Methode zu sein, um wieder ein lebenswerteres Leben zu führen, wenn man unter Depressionen leidet.

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27. Dezember 2008 um 13:46

Es

Es ist unglaublich wieviel Du dir von mir gemerkt hast und wie sehr Du mit deinen Schlussfolgerungen ins Schwarze triffst. Ja, es trifft alles zu. Besser hätte ich es selbst nicht in Worte fassen können, bzw. habe ich so auch nie. Danke dafür.

Ich erzähle niemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis von meinem Zustand. Sie würden es eh nicht verstehen. Einer fremden Person wie einem Psychiater, oder Arzt könnte ich es auch nie erzählen, da gibt es eine zu große Hemmschwelle. Und beim Arzt bin ich 2x im Jahr, dann ist es auch ein Zahnarzt. Ich mag Ärzte oder eher alles was damit zu tun hat nicht und vermeide es deshalb dahin zu gehen...

Es muss sich einiges ändern und diesen Schritt müsste ich gehen.

Danke Dir
Áine

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27. Dezember 2008 um 14:05
In Antwort auf aineshaw

Es

Es ist unglaublich wieviel Du dir von mir gemerkt hast und wie sehr Du mit deinen Schlussfolgerungen ins Schwarze triffst. Ja, es trifft alles zu. Besser hätte ich es selbst nicht in Worte fassen können, bzw. habe ich so auch nie. Danke dafür.

Ich erzähle niemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis von meinem Zustand. Sie würden es eh nicht verstehen. Einer fremden Person wie einem Psychiater, oder Arzt könnte ich es auch nie erzählen, da gibt es eine zu große Hemmschwelle. Und beim Arzt bin ich 2x im Jahr, dann ist es auch ein Zahnarzt. Ich mag Ärzte oder eher alles was damit zu tun hat nicht und vermeide es deshalb dahin zu gehen...

Es muss sich einiges ändern und diesen Schritt müsste ich gehen.

Danke Dir
Áine

Ja
MIt dem Satz "Es muss sich einiges ändern und diesen Schritt müsste ich gehen" wirst Du wohl recht haben ....nur weißt Du welchen Schritt Du wohin tun willst ? Wenn nicht, wie wirst Du herausfinden, welchen Schritt Du gehen willst ?

Die Aufgabe eines Psychotherapeuten ist es, dabei behilflich zu sein. Antidepressiva können helfen, wenn man von der Depression zu sehr gelähmt ist, um irgendwas auf die Beine zu stellen.

jaja

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