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Wenn Wunsch und Realität auseinanderfallen...

8. Mai 2017 um 20:41 Letzte Antwort: 11. Mai 2017 um 17:32

Ich habe mich vor 6 Monaten von meinem Freund getrennt. Vor 4 Wochen habe ich dann einen neuen Mann kennen gelernt, der mir gut gefallen hat und wir haben uns auch schon öfter getroffen und nun bin ich stark am Überlegen ob ich den Kontakt nicht abbrechen soll.
Nach der Trennung von meinem Ex habe ich mir viele Gedanken über mich und meine bisherigen zwei Beziehungen gemacht. Diese Beziehungen bestanden zum guten Teil aus Streit und Machtkämpfen. Ich will das nicht mehr. Ich will keine Verbote innerhalb einer Beziehung, niemand der versucht mich in eine Rolle zu drängen wo ich nicht hinein will, keine Eifersuchtsszenen und niemand der mir gegenüber aggressiv wird.
Nun mach ich mir Gedanken, mich überhaupt auf jemanden wieder einzulassen, weil ich nicht weiß, wie ich unterscheiden soll.
Eigentlich wollte ich schon immer nur einen bodenständigen, zuverlässigen und anpackenden Mann, der mich liebt, auf mich Acht gibt und sich gut um mich kümmert. Und raus gekommen ist dann bei mir so ein Mist.
 

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9. Mai 2017 um 8:17

Ich kann mir schon denken, warum ich dieses Schema habe.
Ich bin bei beiden Männern davon ausgegangen, dass ich bei ihnen das finde, was ich eigentlich suche. Ich weiß noch bei meinem ersten Freund und der ersten Eifersuchtsszene von ihm, dass ich obwohl ich es damals schon übertrieben fand, dass Gefühl hatte, dass ich ihm wichtig bin. Ich habe es gleichgesetzt mit Liebe, was falsch war. Vielleicht hat es viel mit meinem Vater zu tun, sagt man ja immer so.

Schwierig für mich zu beurteilen, da ich im Moment Panik habe, mich zu irren und mich erneut in so einer Beziehung wiederzufinden. Ich weiß zwar, dass ich schnell gehen würde, aber ich glaube je öfter ich es mitmache, desto mehr verfestigen sich die Strukturen bei mir und irgendwann kann mein Unterbewusstsein es vielleicht wirklich nicht mehr trennen.

Es sind Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede da. Am meisten schrillen meine Alarmglocken natürlich, weil er mir direkt gut gefallen hat. Ich springe unglaublich schnell auf Männer an, die nach einem "Beschützer" aussehen und das ausstrahlen, weil ich unbewusst wahrscheinlich denke, dass ich da das bekomme, was ich suche.
So ist der nämlich auch. Aber dezenter als meine Exfreunde. Allgemein wirkt er ruhiger, ausgeglichener und vernünftiger. Aber wer weiß das schon, wie es am Ende wirklich wäre.
 

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9. Mai 2017 um 9:50

Aber ich weiß um meinen Wert und achte mich auch selber. Sonst hätte ich diese Beziehungen überhaupt nicht beendet. Ich bin eigentlich selbstbewusst, weiß was ich will, bin eigenständig und genüge mir auch selber. Also ich komme auch gut alleine zurecht und bin nicht auf einen Mann angewiesen. Aber gerade weil ich weiß, dass ich auch alleine alles meistern kann, wünsche ich mir einen Mann, bei dem ich mich fallen lassen kann und der sich auch um mich kümmert. Es ist ein sehr starker Wunsch von mir, so ein fürsorglicher und starker Mann. Aber ich hab mich nie einfach so hergegeben. Beide Male war ich sicher, dass gefunden zu haben. Und auf eine Art habe ich auch bekommen was ich wollte aber auf ungesunde Art und Weise.

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9. Mai 2017 um 14:43

Wenn ich dich richtig verstehe, dann wäre es ja streng genommen gleichgültig, wie mein Date nun tatsächlich drauf ist und ich könnte es einfach ausprobieren, da ich ja jederzeit und sobald mir etwas nicht mehr gefällt oder mir nicht gut tut, das Ganze beenden könnte. Richtig?
Ja theoretisch macht das auch Sinn für mich. Aber praktisch mache ich mir trotzem Gedanken. Ich weiß nicht ob mein Bauchgefühl gut genug differenzieren kann. Auf der einen Seite habe ich das Gefühl, es trügt mich, weil ich so ein starkes Verlangen danach habe und auf der anderen Seite habe ich ebenfalls das Gefühl, dass ich mich im Moment nicht wirklich auf mein Bauchgefühl verlassen kann, weil ich bei den harmlosesten Sachen schon denke "er ist wie mein Ex". Zumindest bekomme ich meine Gedanken dann schnell wieder in den Griff und hab bisher immer nachgefragt und dann klang es doch anders. Aber sicher bin ich mir nie. Ich weiß, dass ich in vielen Dingen mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann auch was andere Punkte bei Männern angeht, liege ich meistens richtig. Aber was diesen einen Punkt angeht ist bei mir irgendwie bisschen was verkorkst.
Vielleicht kann ich das ganze auch nur umgehen, indem ich die Männer die ich in einer realen Situation ansprechend finde, ignoriere.

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9. Mai 2017 um 16:16

Das war ja das was ich bereits geschrieben habe, dass ich alles sehr gut alleine schaffe und weiß, dass ich auf niemanden angewiesen bin. Mein Wunsch danach besteht nicht aus einer Unfähigkeit meiner selbst, sondern weil ich das schön finde und vermisse. Für mich macht das eine Beziehung aus. ich weiß, dass ich stark bin und sein kann aber ich will es überhaupt nicht immer sein. Vielleicht projeziere ich auch das, was ich nie hatte auf den Mann an meiner Seite. Vielleicht ist dadurch dieses Ideal bei mir entstanden.

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9. Mai 2017 um 16:18

Die Befürchtung hatte ich auch schon. Aber glaubst du das wirklich?
Was ist dann die Alternative? Ein Mann der sich nicht kümmert?
Ich kann mir nicht vorstellen, mit einem solchen Mann nah zu sein, geschweige denn eine Familie zu gründen

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9. Mai 2017 um 17:36

Das habe ich mir auch überlegt, dass ich vielleicht auch sehr sehr langsam schaue und mir viel Zeit fürs Kennenlernen nehme.

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9. Mai 2017 um 19:04

Was hat er denn gesagt oder getan, was dich an deine alten Beziehungen erinnert? Und wie alt seid ihr 2?

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9. Mai 2017 um 20:17
In Antwort auf justsomedude

Was hat er denn gesagt oder getan, was dich an deine alten Beziehungen erinnert? Und wie alt seid ihr 2?

Ich 24, er 29
Manches war sehr harmlos, wie dass er nach einem Date darauf bestanden hat, mich nach Hause zu fahren, bei jedem Date zu bezahlen aber auch sowas, wie dass er mal meinte, dass er es mag, wie ich mich zurecht mache, dass ich immer toll und hübsch aussehe aber nie "billig" wie manch andere Frauen.

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9. Mai 2017 um 21:31

Ich gebe dir in allen Punkten recht, außer in einem: Für mich gehört es zu einer Beziehung dazu, dass man sich auch gegenseitig umeinander kümmert. Ich kann mir nicht vorstellen mit einem Mann, der sich nicht kümmert und nicht fürsorglich ist, eine ernsthafte Beziehung einzugehen und mit ihm Kinder zu haben. Wenn ein Mann so nicht ist, dann kommt es für mich gleich mit emotionaler Kälte.

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9. Mai 2017 um 21:39
In Antwort auf apfelmus11

Ich 24, er 29
Manches war sehr harmlos, wie dass er nach einem Date darauf bestanden hat, mich nach Hause zu fahren, bei jedem Date zu bezahlen aber auch sowas, wie dass er mal meinte, dass er es mag, wie ich mich zurecht mache, dass ich immer toll und hübsch aussehe aber nie "billig" wie manch andere Frauen.

Das Letzte würde ich als Mann jetzt als Kompliment sehen, den Vergleich kann man vielleicht noch besser verpacken, aber wir Männer sind da gerne mal etwas plumper in der Situation, kenne ich von mir selber auch.
Früher habe ich auch mehr oder weniger darauf bestanden zu bezahlen, aber nicht immer. Das muss nichts Schlimmes heißen, bei vielen ist "der Mann zahlt" noch fest verankert. Auch das nach Hause fahren würde ich jetzt nicht negativ auslegen. Oder hast du bei allen Sachen gesagt, dass du das nicht willst und er hat trotzdem darauf bestanden? Dann sieht das wieder anders aus. Wenn eine Frau mit gesagt hat, dass sie es ausdrücklich nicht möchte, dann habe ich es auch gelassen.

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9. Mai 2017 um 22:07
In Antwort auf justsomedude

Das Letzte würde ich als Mann jetzt als Kompliment sehen, den Vergleich kann man vielleicht noch besser verpacken, aber wir Männer sind da gerne mal etwas plumper in der Situation, kenne ich von mir selber auch.
Früher habe ich auch mehr oder weniger darauf bestanden zu bezahlen, aber nicht immer. Das muss nichts Schlimmes heißen, bei vielen ist "der Mann zahlt" noch fest verankert. Auch das nach Hause fahren würde ich jetzt nicht negativ auslegen. Oder hast du bei allen Sachen gesagt, dass du das nicht willst und er hat trotzdem darauf bestanden? Dann sieht das wieder anders aus. Wenn eine Frau mit gesagt hat, dass sie es ausdrücklich nicht möchte, dann habe ich es auch gelassen.

Mich hat die Ausdrucksweise mit dem "billig" stark an meine Exfreunde erinnert.
Bei mir hat sich direkt eine Lawine an Gedanken losgelöst, als er das gesagt hat.
Nein, mir hat sowas immer gefallen aber meine Exfreunde waren auch so und noch viel mehr. Mein erster Freund ist jedes Mal ausgerastet, wenn ich nachts alleine unterwegs war.

Ich habe ihn einfach zahlen lassen bisher und nur einmal darauf bestanden, dass ich ihn einlade. Er wollte erst nicht und hat dann aber nachgegeben und meinte, aber nur auf ein Getränk, weil er sich sonst schämt und dann hat er mich angelacht.
Das paradoxe ist, dass ich sein Verhalten mag und dennoch direkt wieder meine Alarmglocke geschrillt hat, dass er scheinbar eine konservative Einstellung hat und meiner Erfahrung nach hängen da dann auch noch andere Dinge mit dran.

Wegen dem nach Hause fahren, habe ich ihm einmal gesagt, dass er sich keine Umstände machen soll. Daraufhin meinte er, dass er sich schlecht fühlt, wenn er mich alleine nach Hause gehen lässt und dann habe ich eingewilligt, weil ich eigentlich sowieso nicht gerne alleine nach Hause gehe.

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9. Mai 2017 um 23:28

Ich bin mehr oder weniger ohne Vater aufgewachsen. Er hat meine Mutter sitzen gelassen, als sie schwanger war mit mir. Meine Schwester war da 2 Jahre alt. Und sie meine Mutter hat sich immer darum bemüht, dass da Kontakt zustande kommt und später hatte ich auch unregelmäßigen Kontakt zu ihm aber ich hatte immer das Gefühl, dass wir ihm gleichgültig sind. Er hat sich null gekümmert. Alles was ich an Liebe und Unterstützung erfahren habe, kam von meiner Mutter, meiner Oma, meiner Schwester... Ich hab es also früh miterlebt, was passiert, wenn ein Mann nicht fürsorglich ist. Und ich möchte für mich einen Mann der sich kümmert, fürsorglich ist und der mir das Gefühl gibt, dass wenn wir mal eine Familie zusammen haben, dass er auf die aufpasst.

Ich weiß nicht, ob das etwas bringt. Ich habe mit meinem Vater abgeschlossen. Nachdem ich einige Zeit ihm praktisch nachgelaufen bin um irgendwie Kontakt zu haben und alles mögliche versucht habe um irgendwie seine Aufmerksamkeit oder sein Interesse zu erlangen, habe ich den Kontakt zu ihm ganz abgebrochen. Ich habe das mittlerweile so akzeptiert und es geht mir gut damit. Ich kann es nicht ändern, es ist wie es ist, aber ich kann schauen, dass ich mir einen Mann aussuche, der anders ist, so dass meine Kinder sowas nicht mal erleben müssen.

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9. Mai 2017 um 23:41

Das habe ich ja durch meine zwei Beziehungen jetzt auch gelernt. Aber damals habe ich es anders gewertet, als Interesse, Sorge um mich...
Dieses übertriebene Verhalten war für mich ein Zeichen von Liebe. Und ich glaube auch mich selber so gut einschätzen zu können, dass wenn ich meinen Kopf ausschalte, dass ich dann noch immer lieber einen Mann nehme, der mir was verbietet und übertrieben auf mich aufpasst als einen Mann, der mir auch nur annähernd das Gefühl von Gleichgültigkeit gibt oder dass ich für ihn nicht die Eine bin. Aber meine zwei Beziehungen haben mir gezeigt, dass es im Grunde auch nicht das Ideal für mich ist und jedes Mal bin ich an einen Punkt gekommen, wo es mir nicht mehr gut damit ging. Deswegen werde ich meinen Kopf auch nicht mehr ausschalten. 

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9. Mai 2017 um 23:52

Doch, ich habe nachgefragt.
Er meinte, es kommt für ihn auf die Zusammenstellung drauf an. Miniröcke oder kurze enge Kleider mit High Heels hat er als Beispiel genannt.
Ja ich sage ja, dass ich im Moment auch schnell übertreibe und alles als ein Anzeichen werte. Obwohl ich es selber mag, wenn der mann zahlen will und sich darum kümmert, wie ich nach Hause komme.

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10. Mai 2017 um 0:16

Ja, es stimmt, dass ich das immer gleich gesetzt habe aber vom Kopf her habe ich das ja schon gelernt. Jetzt muss ich nur noch danach handeln und den richtigen Mann finden. Aber wahrscheinlich ist dass das Schwierigste. Ich könnte mir vorstellen, dass ich früher einfach auf das angesprungen bin, was mir ähnlich erschien zu dem was ich gesucht habe ohne dabei richtig differenzieren zu können.
Mittlerweile weiß ich theoretisch eigentlich genau was ich will aber hab so einen Mann auch noch nie kennen gelernt (wie mein Date ist, kann ich ja nicht richtig einschätzen). Ich will einen starken Mann aber keinen der dominant ist, einen der fürsorglich ist aber nicht kontrollierend ist, einen "Beschützer" aber keinen der mich einengt, bevormundet oder eifersüchtig ist.
 

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10. Mai 2017 um 10:12
In Antwort auf apfelmus11

Ja, es stimmt, dass ich das immer gleich gesetzt habe aber vom Kopf her habe ich das ja schon gelernt. Jetzt muss ich nur noch danach handeln und den richtigen Mann finden. Aber wahrscheinlich ist dass das Schwierigste. Ich könnte mir vorstellen, dass ich früher einfach auf das angesprungen bin, was mir ähnlich erschien zu dem was ich gesucht habe ohne dabei richtig differenzieren zu können.
Mittlerweile weiß ich theoretisch eigentlich genau was ich will aber hab so einen Mann auch noch nie kennen gelernt (wie mein Date ist, kann ich ja nicht richtig einschätzen). Ich will einen starken Mann aber keinen der dominant ist, einen der fürsorglich ist aber nicht kontrollierend ist, einen "Beschützer" aber keinen der mich einengt, bevormundet oder eifersüchtig ist.
 

Hallo Apfelmus

Nein, ich schreibe nicht, habe ich noch gestern gedacht. Jetzt tu ich es trotzdem. Deine Geschichte, und was daraus in all den posts geworden ist, erinnert mich stark an eine fast identische Situation in meinem Umfeld. Erst einmal möchte ich dir sagen, dass wir alle bestimmten Mustern folgen, die sich meist früh in unserem Leben eingenistet haben. Und das Bild, welches wir uns von Partnern machen, hat immer etwas mit dem familiären, frühkindlichen Background zu tun. Interessant ist aber, dass wir nicht unbedingt Defizite von früher kompensieren wollen, sondern manchmal ganz einfach darauf aus sind, in früheren Erlebnissen und Gefühlen bestätigt zu werden. Ich glaube, dass das, was du in einem Manne suchst, relativ schwierig zu finden ist. Denn das wäre dann eine gleichermassen ambivalente Persönlichkeit wie du, die präzise auf dich und deine Stimmungen einzugehen hat. Das ist, wenn überhaupt, erst möglich, wenn man sich lange und gut, aus unterschiedlichsten Perspektiven kennt und respektiert. Aber es hilft dir vielleicht einfach mal die Strassenseite zu wechseln. Denn du wilderst in einem Umfeld, dem du dich möglicher weise zu zugehörig fühlst. Trotzdem, oder eben gerade deshalb, tun dir die Männer, die dir gefallen, offenbar nicht gut. Auch auf die Gefahr hin, es mir etwas leicht zu machen, vermute ich ganz stark, dass es dir beim Kenenlernen vorallem und zu erst einmal um äusserliche Attraktivität geht. Das ist normal, insbesondere, wenn du ein attraktives Äusseres auch für dich in Anspruch nehmen kannst und daraus bewusst oder unbewusst ein Recht ableitest, dies vom Partner einfordern zu können. Doch das hat seinen Preis. Im Alltag des Zusammenlebens gewinnen sehr schnell andere Qualitäten an Bedeutung und Liebe hat nur dann eine Chance, wenn man in allen Fassetten erkannt und vorallem auch respektiert wird. Es ist immer schön, an der Seite eines attraktiven Menschen stehen zu dürfen. Aber schön bleibt es nur, wenn auch Herz und Seele berührt sind und das Miteienander auf gleicher Augenhöhe geschieht. Damit haben viele Männer ein Problem. Und es verstärkt sich, wenn sich ein bodenständiger Charakter als wertkonservativ und besitzergreifend entlarft. Diesen Typ findest du durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Aber er tritt da häufiger in Erscheinung, wo es um Status geht, um das zur Schau stellen von Männlichkeit, um permanenten Wettberb, Dominanz und Sex als Instrument von Macht und Unterwerfung. Die Strassenseite wechseln würde für dich bedeuten, sich selber nach Hause zu fahren. Und egal ob "Auto oder Motorrad", du gehörst ans Steuer und an deine Seite ein Mann, der sich mit Spass auch mal auf den "Beifahrersitz" begibt. Meine Empfehlung. Du brauchst keinen Bogen um die Männer zu machen die du ansprechend findest. Aber schliesse durchaus mal die Augen, und höre vorallem hin. Und orientiere dich an der Stärke im Charakter eines Mannes, an der Wertschätzung, die er dir und anderen Menschen vom ersten Moment weg gibt.
Mit feinen Bewegungen, Humor, Verstand, Intellekt, Bodenhaftung. Alles Gute.          

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10. Mai 2017 um 21:24

Ja, das ist aber auch schon sehr extrem.
Er hat mir mal eine als Beispiel gezeigt, die sah nicht ganz so aus wie dein Beispiel aber etwas in die Richtung.
Ich empfinde sowas auch als billig und kleide mich überhaupt nicht in diese Richtung. Aber ich will keinen Mann der mir in meine Kleidung reinredet oder etwas verbieten möchte. Und eigentlich könnte man dann ja denken, ok, wenn ich mich sowieso nicht so kleide, dann würde es auch nie zu einem Thema zwischen uns werden aber man weiß nie... mein Ex hat auch irgendwann etwas gefunden, was er zu kurz fand oder was ihm zu transparent war.

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10. Mai 2017 um 21:28

Ja ich weiß, es nervt mich auch selber, dass ich nun so verkopft bin und mir so viele Gedanken mache, weil ich eigentlich nicht so der Mensch dafür bin aber obwohl ich das alles nicht mehr will fühlt es sich dennoch wie eine große Anstrengung und ein Kampf mit mir selber an, nicht doch wieder in diese Richtung zu gehen. Ich hab auch einfach Angst davor vielleicht irgendwann erkennen zu müssen, dass ich mich immer wieder von sowas einfangen lasse.

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10. Mai 2017 um 21:37

Nein, ich will ja auch umsorgt werden, wenn ich krank im Bett liege. Das war auch nie das Problem in meinen Beziehungen. Sowohl mein erster Freund als auch mein Ex haben sich beide auch um mich gekümmert. Wenn ich Hilfe brauchte, haben sie geholfen. Wenn ich angerufen habe, ob sie kommen können, sind sie gekommen. Wenn ich traurig war, wegen etwas, dann haben sie mich getröstet usw.
Aber es waren eben auch diese anderen Seiten da... Eifersucht, Verbote etc.
Das ich auf einer Ebene genau das hatte, was ich gesucht habe, macht es ja auch so schwer für mich diese Dinge voneinander zu trennen. Hätte ich nur Eifersucht, Aggressionen und Verbote in meiner ersten beziehung erlebt, dann wäre ich ja niemals so "blöd" gewesen und hätte mir wieder so einen Mann gesucht, der ähnlich drauf war.

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10. Mai 2017 um 21:57

Du meinst bei meinem Ex? Ja, zweimal. Beide Male hatten wir riesigen Streit danach, wo er mir Sachen an Kopf geknallt hat, wie dass er nicht will dass seine Freundin wie eine S****** draußen rumläuft. Nach dem zweiten Mal habe ich es nicht mehr angezogen.

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10. Mai 2017 um 22:29
In Antwort auf steinundwasser

Hallo Apfelmus

Nein, ich schreibe nicht, habe ich noch gestern gedacht. Jetzt tu ich es trotzdem. Deine Geschichte, und was daraus in all den posts geworden ist, erinnert mich stark an eine fast identische Situation in meinem Umfeld. Erst einmal möchte ich dir sagen, dass wir alle bestimmten Mustern folgen, die sich meist früh in unserem Leben eingenistet haben. Und das Bild, welches wir uns von Partnern machen, hat immer etwas mit dem familiären, frühkindlichen Background zu tun. Interessant ist aber, dass wir nicht unbedingt Defizite von früher kompensieren wollen, sondern manchmal ganz einfach darauf aus sind, in früheren Erlebnissen und Gefühlen bestätigt zu werden. Ich glaube, dass das, was du in einem Manne suchst, relativ schwierig zu finden ist. Denn das wäre dann eine gleichermassen ambivalente Persönlichkeit wie du, die präzise auf dich und deine Stimmungen einzugehen hat. Das ist, wenn überhaupt, erst möglich, wenn man sich lange und gut, aus unterschiedlichsten Perspektiven kennt und respektiert. Aber es hilft dir vielleicht einfach mal die Strassenseite zu wechseln. Denn du wilderst in einem Umfeld, dem du dich möglicher weise zu zugehörig fühlst. Trotzdem, oder eben gerade deshalb, tun dir die Männer, die dir gefallen, offenbar nicht gut. Auch auf die Gefahr hin, es mir etwas leicht zu machen, vermute ich ganz stark, dass es dir beim Kenenlernen vorallem und zu erst einmal um äusserliche Attraktivität geht. Das ist normal, insbesondere, wenn du ein attraktives Äusseres auch für dich in Anspruch nehmen kannst und daraus bewusst oder unbewusst ein Recht ableitest, dies vom Partner einfordern zu können. Doch das hat seinen Preis. Im Alltag des Zusammenlebens gewinnen sehr schnell andere Qualitäten an Bedeutung und Liebe hat nur dann eine Chance, wenn man in allen Fassetten erkannt und vorallem auch respektiert wird. Es ist immer schön, an der Seite eines attraktiven Menschen stehen zu dürfen. Aber schön bleibt es nur, wenn auch Herz und Seele berührt sind und das Miteienander auf gleicher Augenhöhe geschieht. Damit haben viele Männer ein Problem. Und es verstärkt sich, wenn sich ein bodenständiger Charakter als wertkonservativ und besitzergreifend entlarft. Diesen Typ findest du durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten. Aber er tritt da häufiger in Erscheinung, wo es um Status geht, um das zur Schau stellen von Männlichkeit, um permanenten Wettberb, Dominanz und Sex als Instrument von Macht und Unterwerfung. Die Strassenseite wechseln würde für dich bedeuten, sich selber nach Hause zu fahren. Und egal ob "Auto oder Motorrad", du gehörst ans Steuer und an deine Seite ein Mann, der sich mit Spass auch mal auf den "Beifahrersitz" begibt. Meine Empfehlung. Du brauchst keinen Bogen um die Männer zu machen die du ansprechend findest. Aber schliesse durchaus mal die Augen, und höre vorallem hin. Und orientiere dich an der Stärke im Charakter eines Mannes, an der Wertschätzung, die er dir und anderen Menschen vom ersten Moment weg gibt.
Mit feinen Bewegungen, Humor, Verstand, Intellekt, Bodenhaftung. Alles Gute.          

Danke, das du mir dennoch deine Sichtweise mitgeteilt hast.
Ja du schreibst viel wahres, obwohl ich nicht als erstes auf ein attraktives Äußeres anspringe. Ich hab einige Männer kennen gelernt, die vom Äußeren her sehr attraktiv waren aber keiner von denen hat mich weiter interessiert. Meine Exfreunde fand ich auch optisch attraktiv, aber das war nicht in erster Linie das ausschlaggebende. Ich habe bei weitem objektiv attraktivere Männer kennen gelernt. Auch Männer mit mehr Geld und mehr Status und mehr Macht. Die haben mich alle nicht interessiert.
Weil niemand von denen etwas fürsorgliches, beschützendes und gleichzeitig männliches ausgestrahlt haben. Meine Exfreunde schon und genau bei sowas werde ich schwach.

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10. Mai 2017 um 22:47

Ja, ich habe es auf einer gesunden Ebene leider einfach noch nie kennen gelernt.
Vielleicht gibt es solche Männer, ich hoffe es und dass ich eines Tages so einen treffen werde.

Ich weiß nicht, ob meine Exfreunde sich mir unterlegen gefühlt haben. Hatte eigentlich nie den Eindruck. Aber sie hatten ein komplett anderes Mann-Frau-Bild und auch teilweise ein anderes Werteverständnis.

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11. Mai 2017 um 9:07

Er meinte, dass er es nicht verbieten würde, aber zumindest das Gespräch suchen würde und wissen würde wollen, wieso seine Freundin sich so "billig" präsentieren will.
Er meinte aber auch, dass er sowas eigentlich echt nicht an seiner Freundin sehen will, er aber auch noch nie in so einer Situation war, eigentlich nicht der Typ Mann sein will, der seiner Frau da reinredet aber doch auch Verständnis und Entgegenkommen von der Frau erwarten würde.

 

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11. Mai 2017 um 9:10

Ich habe manchmal nicht das Gefühl als wäre mein Wille so frei aber im Endeffekt hast du wahrscheinlich recht.

Danke, ich hoffe es!

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11. Mai 2017 um 17:29

Weiß ich auch nicht genau. Er meinte ihm wären Kompromisse wichtig und dass er der Meinung ist, dass in einer Beziehung sich beide aufeinander zu bewegen müssen, wenn es Uneinigkeiten gibt.
Ich weiß nicht, wie ich das werten soll. An sich ist es ja nicht verkehrt so eine Einstellung. Ich habe auch schon das Gefühl, dass er vernünftig ist aber dass er sich bei sowas niemals einmischen würde, hat er dann eben auch nicht gesagt.

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11. Mai 2017 um 17:32

Danke für deinen Tipp. Ich werde versuchen meinen eventuellen tunnelblick abzulegen.
 

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