Forum / Liebe & Beziehung

Wenn sexuelle Anziehung fehlt, aber vieles Anderes erfüllend ist.

3. Juni 2012 um 15:23 Letzte Antwort: 3. Juni 2012 um 16:28

Es ist so: Ich fühle mich hin und hergerissen.

Habe mit einem Mann über ein Jahrzehnt verbracht. Wir trennten uns kurz nach der Geburt unseres Kindes.

Ich flammte dann kurz danach voller Leidenschaft in einer anderen Beziehung auf. Diese scheiterte kläglich nach 2 Jahren.

Ich verstehe mich mit dem Kindsvater sehr sehr gut, er hat mir sehr viel Kraft innerhalb der Trennungszeit gegeben und wir verbringen sehr viel Zeit miteinander, was auch unserem Kind sehr gut tut.

So, einerseits gucke ich jetzt schon so ganz langsam mal wieder in andere Richtungen, lasse mir aber Zeit.

Nur oft denke ich, dass der Kindsvater eben auch sehr viele positive Eigenschaften hat. Er ist emphatisch, witzig, steht mit beiden Beinen im Leben, ist einfach der gutherzigste Mensch der Welt.

Ich war aber nie so wirklich verliebt ihn ihn. Gründe für unser Zusammmenkommen lagen im geistigen Bereich, gemeinsame Interessen... Eigentlich wollte cih auch damals nicht so wirklich, er hat aber eine Art jemanden sehr gut überreden zu können und dann ging auch alles ganz schnell. Wir zogen zusammenm, die Zeit lief, es wurde alles zur Gewohnheit. Wir waren irgendwie glücklich, ich aber nie so richtig verliebt. Nahm das so hin. Meine Eltern leben ja auch schon seit Jahrtausenden so zusammen, ohne dass sie jemals richtig verleibt waren. Kenne diese Art der Beziehungsform also irgendwie.

Ich beobachtete nur während unserer Beziehung immer wieder diese "Verliebten Pärchen", bewunderte und beneidetet Geschichten aus meinem Bekanntenkreis.

Mit Grund unserer Trennung war dann auch Verliebtheit zum Neuen (nun wieder ehemaligem) Partner. Ich lebte fast 2 Jahre berauscht und lebte dieses Gefühl in einer unbeschreiblich intensiven Form aus. Andere Probleme, die dann letztendlich zum Eklat führten nahm ich nicht wahr.

Nun merke ich, dass ich für den Vater meines Kindes immer noch irgendwie Liebe empfinde, in einer ganz anderen Form, die von einer viel intensiveren Tiefe geprägt ist, aber NIchts mit Verliebtheit zu tun hat, ja nie hatte.

Aber ich schrecke schon alleine vor dem Hintergrund vor einer Wideraufnahme zurück, da ich nicht sicher sagen kann, ob ich nicht wieder ausbreche, wenn dann mal wieder mit einem anderem Mann, der mir optisch auch mehr entspricht, und das spielt nun mal leider (es stört mich selber) eine gewisse Rolle, Verliebtheit im Spiel ist. Ich schätze den Vater meines Kindes zu sehr, als dass ich ihn je wieder verletzten möchte.

Er bedeutet mir wirklich unglaublich viel. Ich würde alles für ihn tun. Sexuell fühle ich mich aber nicht zu ihm hingezogen. Oh jeh, bin wirklich gerade überfragt.

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3. Juni 2012 um 15:37

Ja
das spüre ich. Er hat in der ganzen Zeit nur eine kurze Beziehung gehabt, vielleicht mal kleine Abenteuer, das weiss ich nicht. Aber er kennt mich bis auf die innerste Faser, eigentlich so gut wie kein anderer Mensch. Er kennt all meine ekelhaften Schwächen auch meine wunderbaren positiven Seiten. Wir haben in den letzten Jahren aufgrund unseres gemeinsamen Kindes zusammengehalten und haben uns weiterhin Respekt auf allen Ebenen entgegengebracht, auch finanziell.

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3. Juni 2012 um 15:41

Das hört sich an wie ein Autokauf
Eigentlich wäre ja ein 911er das Richtige, aber aus Vernunftgründen nehme ich dann doch lieber den VW-Bus, langweilig aber praktisch.....
Beim Auto ist das kein Problem, man kann entweder zwei haben, oder sich beim nächsten anders entscheiden...
Bei Partnern ist das schwierig....

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3. Juni 2012 um 15:55

Ich
weiß das meine Eltern nicht glücklich sind. Ich wollte mit dem Beispiel meiner Eltern erklären, dass ich wahrscheinlich eher als jemand anderes die Bereitschaft zu so einer Beziehung in mir trage.
Und ganz klar: Ich sollte heute einen Schritt weiter sein. Und du hast auch Recht: Nur wenn ich mir der Sache ganz sicher bin, sollte ich überhaupt etwas anfangen. Deshalb versuche ich ja gerade für mich daran zu arbeiten eine Lösung zu finden. Es ist eben nur so verwirrend, weil ich mich einerseits so verbunden fühle, die besagten Dinge aber fehlen.

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3. Juni 2012 um 16:28

Danke
liebe Teilnehmer, finde eure Antworten sehr hilfreich!

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