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Wenn meine Mutter übers Wochenende zu Besuch kommt...

4. August 2013 um 11:08

Hallo an alle,
ich gerate immer wieder in Konfliktsituationen, wenn meine Mutter sich zum Besuch bei mir und meinem Freund ankündigt. Ich bin 26, mein Freund 28 und wir sind seit 6 Jahren zusammen. Vor 1 1/2 Jahren sind wir in eine andere Stadt gezogen, 3 Autostunden von der Heimat entfernt. Wir haben ein gemeinesames Schlafzimmer, aber auch jeder noch ein eigenes Zimmer.
Meine Mutter und mein Freund verstehen sich ganz ok. Aber wenn sie mich besuchen will, kriegt mein Freund sofort nen panischen Gesichtsausdruck und eine sichtbare Abwehrhaltung. Ich frage ihn immer zuerst: Meine Mutter will dann und dann kommen, ist das ok für dich? Er ist mittlerweile so weit, dass er sagt, er hat nie bock drauf, und wenn ich das will, solle ich das halt machen. Das letzte Mal ist er dann in unsere Heimatstadt "geflüchtet" aus der meine Mutter angereist kam. Dieses Mal, ergibt sich vermutlich eine ähnliche Situation, er überlegt wieder dorthin zu fahren. Nun ist es so, dass meine Mutter dieses Mal kommt, weil sie hier nen Arbeitstermin hat, ein eintägiges Seminar. Jetzt hat sie nochmal nachgehakt, ob sie doch schon ne Nacht früher kommen kann, um nicht morgens fahren zu müssen.

Für mich wäre es grundsätzlich ok, auch wenn mich nervt, dass sie sich das nicht gleich überlegt hat (da sich von den Terminen nichts geändert hat). Nur habe ich überhaupt keine Lust, die Diskussion mit meinem Freund erneut zu beginnen. Und auch wenn ich seine grundsätzliche Einstellung blöd finde, also dass er Mutterbesuch (auch von der eigenen!) immer blöd findet, könnte ich in dieser Situation verstehen, wenn er angepisst ist. Aber ich kann meiner Mutter auch schlecht sagen: Deine Planänderung ist etwas blöd, da mein Freund sich jetzt darauf eingestellt hat, dass du eine Nacht bleibst und plant dann weg zu sein, und jetzt müsste ich erneut mit ihm "verhandeln".

Mein Problem dabei ist, dass ich nicht offen über die eigentlichen Gründe sprechen kann, da ich dann ja die Sitution noch verschärfen würde. Dass ein Freund die Mutter der Freundin nicht immer bei sich haben will, können sicher viele verstehen. Dass der betreffenden Mutter zu erklären, würde sie sicherlich unnötig verletzen.

Noch so als Hintergrund zur Situtation: unsere Wohnung ist für uns zwei Personen groß genug, allerdings auch sehr hellhörig.

Ich weiß auch, dass mein Freund meine Mutter eigentlich nett, aber auch sehr nervig findet (wie das vermutlich häufiger so ist). Seine "Abneigung" hat auch zugenommen, weil er in den letzten Jahren immer wieder Konflikte zwischen mir und ihr mitbekommen hat, die er von ihrer Seite unfair fand. Und zudem war sie beim ersten Besuch sehr, na ja, rücksichtslos!? Sie wohnt halt sonst alleine.

Also lange Rede, kurzer Sinn: Wie kann ich die Situation meistern? Für Vorschläge bin ich sehr dankbar. Würde mich aber auch freuen, wenn ihr euch nicht an einzelnen Details aufhaltet bzw. abwertend werdet (sehe ich immer wieder in Foren). Danke, danke im Voraus!
LG

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4. August 2013 um 11:25

Wie oft...
kommt denn deine Mutter übers Wochenende zu Besuch?

Ich denke, wenn sie 2x im Jahr erscheint, kann dein Freund auch mal die Zähne zusammen beißen.

Wenn sie natürlich ständig kommt, ok dann kann man ihn verstehen.

Alternativ könntest du natürlich anbieten, wenn sie kommen will, dass du einfach sagst, du kommst ab und an mal zu ihr, statt sie zu euch.

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4. August 2013 um 11:39
In Antwort auf ofi21

Wie oft...
kommt denn deine Mutter übers Wochenende zu Besuch?

Ich denke, wenn sie 2x im Jahr erscheint, kann dein Freund auch mal die Zähne zusammen beißen.

Wenn sie natürlich ständig kommt, ok dann kann man ihn verstehen.

Alternativ könntest du natürlich anbieten, wenn sie kommen will, dass du einfach sagst, du kommst ab und an mal zu ihr, statt sie zu euch.

2x
Danke für die schnellen Antworten!
Sie kommt eher 2 x im Jahr. Und in etwa so wie du's sagst habe ich das mit ihm auch schon besprochen. Ich fahre auch zu ihr bzw. meiner Familie. Also wir sehen uns oft genug. Für mich ist jetzt das primäre Problem, dass sie ihre Pläne ändert und ich nicht weiß, was machen. Meinem Freund sagen, sie kommt früher, leb damit. meiner mum sagen, komm dieses mal nur eine nacht und nächstes Mal sagst du's gleich, dass du 2 bleibst? oder ihr einfach sagen, nen Abend vorher geht nicht, da übernachten schon Freunde hier?

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4. August 2013 um 11:41

Danke
An sich ist das eine gute Idee. Aber ich bin mir sicher, sie würde sich unwillkommen fühlen. Muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen... Danke für die Antwort!

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4. August 2013 um 11:47


Eine Beziehung besteht ja zum Glück nicht nur aus den Besuchen der Mutter. Es ist halt ein Konflikt, der mich stresst. Aber ich denke deshalb nicht über eine Trennung nach.

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4. August 2013 um 12:04

Echt?!
Und habt ihr das von Anfang an so gemacht oder wie habt ihr bzw. du das kommuniziert? War das nie ein Thema oder gab es einen Grund? Bin neugierig, aber wenn das zu persönliche Fragen sind, brauchst dus nicht ausführen

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4. August 2013 um 12:43

Danke
Du sprichst einige gute Punkte an. und ich finde es schön auch die Meinung einer Mutter zu hören. Allerdings denke ich, dass der Vergleich mit der Kindheit nicht passt. Kinder haben eine andere Rolle als Mütter! Und wenn Kinder erwachsen werden, ändert sich nun mal (bei vielen) auch die Beziehung zu den Eltern. Aber letztendlich hast du vermutlich Recht mit dem entweder ja oder nein sagen Komme ich wohl nicht drum herum...

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4. August 2013 um 13:00


Man bemüht sich seine Kinder vernünftig zu erziehen und dann kommt sowas dabei raus.....für eine Mutter muss das unglaublich frustrierend und verletzend sein.

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4. August 2013 um 13:06
In Antwort auf robyn_12929330

Danke
Du sprichst einige gute Punkte an. und ich finde es schön auch die Meinung einer Mutter zu hören. Allerdings denke ich, dass der Vergleich mit der Kindheit nicht passt. Kinder haben eine andere Rolle als Mütter! Und wenn Kinder erwachsen werden, ändert sich nun mal (bei vielen) auch die Beziehung zu den Eltern. Aber letztendlich hast du vermutlich Recht mit dem entweder ja oder nein sagen Komme ich wohl nicht drum herum...

Sicherlich kann man die Kindheit
mit früher nicht mehr vergleichen...
Aber Mutter bleibt Mutter . Ich würde niemals so mit meiner Mutter umgehen und mich würde es sehr verletzen, wenn mein Kind das später mal so sehen würde.

Du sagst, Dein Freund versteht sich mit Deiner Mutter.. ich frage mich gerade, wie Du das feststellen konntest, wenn er ständig flüchtet...

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4. August 2013 um 13:38

....
ich versteh nicht ganz wieso du seine einstellung "blöd" findest, das ist ganz normal.
also mal ehrlich, wieso sollte er sich etwa freuen?

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4. August 2013 um 13:43

Danke für die vielen Beiträge
Ich habe einige Denkanstöße bekommen. Und ich denke primär liegt mein Problem darin, dass ich es grundsätzlich gerne allen Seiten recht machen würde, vorallem um Streit zu vermeiden. Das geht aber eben nicht immer. Ich werde versuchen mit beiden eine Lösung zu finden und hoffe, dass sich alle dann mehr oder weniger wohl fühlen. Bisher versuche ich immer so lange wie möglich alleine eine Lösung zu finden.
Also danke für eure Zeit!

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4. August 2013 um 13:50
In Antwort auf min-ho_12158943

....
ich versteh nicht ganz wieso du seine einstellung "blöd" findest, das ist ganz normal.
also mal ehrlich, wieso sollte er sich etwa freuen?

Blöd ist vielleicht das falsche Wort.
Ich möchte nur gerne offene Türen für Freunde und Familie haben.
Da wir da halt unterschiedliche Vorstellungen von haben, ist es für einen von uns beiden dann doof. Ich hätte kein Problem damit, wenn seine Mutter kommt (ist sie auch schon 1x und das hat ihn ja auch schon gestresst).

Ich erwarte nicht, dass er sich freut, wäre aber dankbar, wenn er es in gewissen Maßen "mitmachen" würde, ohne dass es gleich so Spannungen gibt. Aber da ticken die Menschen wohl unterschiedlich...

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4. August 2013 um 14:01

Das verstehe ich.
Ich meine ja nur, dass es in meiner Situation nicht um entweder Mutter oder Freund geht. Ich werde keinem von beiden wegen dieser Situation den Rücken zukehren. ICh sehe ja meine Mutter auch an anderen Orten und telefoniere mit ihr. Das ist auch für sie i.O. sie hat ja auch ihr eigenes Leben und sie will mir sicherlich nicht meinen Freund ausreden. Was wäre sie denn für eine Mutter, die Tochter vor Mutter oder glückliche Beziehung stellen, nur weil die Besuchssituation den freund stresst?
Und dass die Eltern irgenwann sterben (was hoffentlich erst ganz ganz spät nach Geburt der Ur-Urenkel passiert) gehört leider zum Leben dazu. Deshalb muss man ja nicht gleich aufhören an einer gesunden Beziehung zum Freund zu arbeiten. Ich merke gerade, dass ich mich hier viel mehr auslasse, als ich das wollte. Aber dies schwarz/weiß Tips finde ich wirklich nicht hilfreich.

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4. August 2013 um 14:04
In Antwort auf robyn_12929330

Blöd ist vielleicht das falsche Wort.
Ich möchte nur gerne offene Türen für Freunde und Familie haben.
Da wir da halt unterschiedliche Vorstellungen von haben, ist es für einen von uns beiden dann doof. Ich hätte kein Problem damit, wenn seine Mutter kommt (ist sie auch schon 1x und das hat ihn ja auch schon gestresst).

Ich erwarte nicht, dass er sich freut, wäre aber dankbar, wenn er es in gewissen Maßen "mitmachen" würde, ohne dass es gleich so Spannungen gibt. Aber da ticken die Menschen wohl unterschiedlich...

. .,.
also ich kann nur sagen das ich das absolut nachvollziehen kann.
mich würde sowas auch nur stressen

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4. August 2013 um 14:05

Ja,
das mit dem Konflikte offen ansprechen würde vermutlich einige weitere Konflikte ersparen...Ich arbeite daran Und ich glaube sie auch.

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4. August 2013 um 15:31

Haha,
guter Beitrag, @isjagruen

Indirekt bestaetigt sie ja auch all das, ohne es konkret anzusprechen. Sie versteht ihren Freund, sie traut sich nicht es der Mutter zu sagen, sie hat sich selbst eingeladen, das mit dem Seminar erscheint vorgeschoben, um sich mal wieder aufdraengen zu koennen.

Das Problem liegt tatsaechlich tiefer als "er mag meine Mutter nicht, wie damit umgehen?"

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4. August 2013 um 15:33


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4. August 2013 um 16:14

Geschockt...
Ganz ehrlich...eine Mutter, die 2 mal zu Besuch kommt, ist doch wohl nicht zu viel im Jahr? Sie hat dich zig Jahre erzogen und war für dich da als Kind...und nun sobald man einen Freund hat, muss die Mutter sogar rechtzeitig fragen, ob sie mal 2 Nächte bei ihrer Tochter übernachten kann? Was ist denn das für eine Gesellschaft? Familie ist und bleibt doch Familie...oder soll sie sogar noch bezahlen, damit sie bei dir übernachten kann? Am besten mit Vorbestellung des Bettes ein Jahr vorher...und mit Vertrag samt Unterschrift, dass dein Freund darauf vorbereitet ist....echt schade wohin sich diese Gesellschaft bewegt...mein Freund hätte da nichts zu melden, mein Besuch ist immer herzlich willkommen...und vor allem meine Eltern, die jahrelang für mich da waren...ein Freund ist ersetzbar, Eltern nicht!

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4. August 2013 um 16:20
In Antwort auf robyn_12929330


Den " "
würde ich auch gerne erklärt wissen...

In diesem Fall, würde ich genau wie Karin handeln

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4. August 2013 um 17:39
In Antwort auf melba_11886320

Geschockt...
Ganz ehrlich...eine Mutter, die 2 mal zu Besuch kommt, ist doch wohl nicht zu viel im Jahr? Sie hat dich zig Jahre erzogen und war für dich da als Kind...und nun sobald man einen Freund hat, muss die Mutter sogar rechtzeitig fragen, ob sie mal 2 Nächte bei ihrer Tochter übernachten kann? Was ist denn das für eine Gesellschaft? Familie ist und bleibt doch Familie...oder soll sie sogar noch bezahlen, damit sie bei dir übernachten kann? Am besten mit Vorbestellung des Bettes ein Jahr vorher...und mit Vertrag samt Unterschrift, dass dein Freund darauf vorbereitet ist....echt schade wohin sich diese Gesellschaft bewegt...mein Freund hätte da nichts zu melden, mein Besuch ist immer herzlich willkommen...und vor allem meine Eltern, die jahrelang für mich da waren...ein Freund ist ersetzbar, Eltern nicht!

Ganz ehrlich...
... meine Mutter hat meine Wohnung das letzte Mal vor 5 Jahren betreten und in den nächsten 15 +x Jahren wird das nicht wieder vorkommen.

Mein Mann fährt seine Mutter gelegentlich besuche und fährt ab und an den Junior zu meiner Mutter , aber da bin ich ganz froh, dass ich wg. Hund nicht mitfahren kann.

Familie ist Zwangsbekanntschaft.

Wohl den Glücklichen, für die die Familie mehr als Freunde sind, aber für alle gilt das leider nicht.

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4. August 2013 um 17:42

Abschluss
Ich habe diese Diskussion begonnen und einige hilfreiche Antworten bekommen. Andere Antworten zeigen wie unterschiedliche Menschen sind und denken. Für mich kommt bei den letzten Beiträgen nichts Neues mehr hinzu, außer der Wdh., dass mich einige für eine schlechte Tochter und die Gesellschaft für schlecht halten. Damit kann ich leben, da ich weiß, dass meine Mutter mich besser kennt und egal was ich tue nicht verurteilen wird, genauso wenig wie ich sie verurteile, wenn sie mal etwas macht, was mich nervt oder mir nicht passt.
Ich finde den Umgang hier im Forum von einigen allerdings sehr fragwürdig. Sinn des Forums ist doch ein respektvoller Austausch und eben keine Verurteilungen. Mich haben einige Sprüche hier für nen Moment aus der Fassung gebracht und wütend gemacht. Aber da es für mich nur darum ging ein allgemeines Feedback zu bekommen, kann ich damit umgehen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass andere Menschen, die hier Hilfe in ernsteren Fällen suchen und evtl. mehr Selbstzweifel haben von einem solchen Ton nicht unterstützt werden, sondern sich nur noch schlechter fühlen.
Nur weil das hier anonym ist, muss man sich hier nicht abreagieren.
"Auf Wiedersehen"

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Frühere Diskussionen
Nach 25 Jahren betrogen - kämpfen oder aufgeben
Von: zisel_12076854
neu
4. August 2013 um 16:41
Noch mehr Inspiration?
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