Home / Forum / Liebe & Beziehung / ...wenn man bemerkt einen Fehler begangen zu haben...

...wenn man bemerkt einen Fehler begangen zu haben...

22. Februar 2009 um 15:29

..Hallo ..

ich möchte mich vorab einmal vorstellen... Kathi, 30, eine Tochter und aktuell viel zu viel Chaos in Sachen Liebe, Beziehung und enttäuschte Vorstellungen

Ich glaube der Text könnte etwas lang werden, somit bedanke ich mich für die Zeit um ihn zu lesen.

Ich glaube ich manövrier mich unendlich ins Chaos.. bzw. bin dabei... aber um das zu erklären muss ich etwas ausholen... so ungefähr 8 Jahre zurückgehen und einfach mal beginnen .. im Dezember 2000 lernte ich mit damals 21 Jahren den zukünftigen Vater meines Kindes kennen... unsere Liasion dauerte ca 5 Wochen und als ich mich trennte wusste ich nicht das ich schwanger bin... der Trennungsgrund bestand in der anhaltenden Drogenabhängigkeit meines Freundes... und so teilte ich ihm ganze 7 Jahre nicht mit das er der Vater meines Kindes ist .. im April letzten Jahres erlitt mein Kind einen schweren, folgeträchtigen Unfall mit sehr sehr vielen bangen Stunden auf Intensivstation und einer Reha-Therapie welche im August durch die letzte Op vorerst beendet wurde.

Im September 2008 traf ich durch Zufall den Vater des Kindes wieder und gerührt durch seine Erfahrungen der letzten Jahre sagte ich ihm das er bereits Vater eines Kindes ist...(er hatte Hodenkrebs und litt dadurch an Depressionen - zumindest dachte ich zu dem Zeitpunkt das es der einzige Grund dafür sei)..wir trafen uns kurz darauf mit dem Kind und irgendwie fühlte ich mich auch "Zuhause" bei ihm - zudem verband mein Kind und ihn sofort eine innige Beziehung.

In gemeinsamen Gesprächen versprach er mir keine Drogen mehr angefasst zu haben und auch so ein normales Leben zu führen... nunja, ich glaubte es... aber hätte es lieber nicht tun sollen....in dem Denken und überzeugtem Handeln das Richtige zu tun beendete ich eine Beziehung zu einem Mann, den ich wirklich sehr liebte ( und dummerweise immer noch liebe) mit den Worten das meine Tochter nun an 1. Stelle stehen wird, gab an meinem damaligen Wohnort alles auf und zog zusammen mit ihm in ein gemeinsames Haus.

Nun, am Tage des Einzuges in das Haus fiel mir auf das er keinesfalls von den Drogen weg ist sondern heimlich seiner Sucht weiter fröhnt... und ließ mich überzeugen das er es im Griff hat und sowieso nun einen Sinn im Leben sieht und somit auch aufhört ...er verlor dann recht bald seine Arbeit weil er aus lauter psych. Labiltät und Depressionen nicht mehr in der Lage war zu arbeiten, erklärte mir am heiligen Abend sein Leben habe keinen Sinn und er würde sich demnach umbringen...kurzum, die letzten 7 Monate waren die Hölle...

Nun hat er zwar wieder eine Tätigkeit, pendelt aber in der Labiltät und der Depression nicht minder... erzählt mir zwar das ich das Beste seines Lebens bin... und wenn ich gehe würde er sich umbringen... aber ich bin mittlerweile total am Ende, kann nicht mehr schlafen ...bin nur noch übelgelaunt und versuche herauszufinden was das Beste sei...

Ich habe das Gefühl als sei ich nicht mehr objektiv und bitte somit um Meinungen dazu

LIebe Grüße

Kathi

Mehr lesen

23. Februar 2009 um 6:36

..ohjee... da muss ich doch noch tiefer in die Peripherie gehen
..hier ist das Argument gefallen ich würde das Kind und mich gesundheitlichen Risiken aussetzten - dazu kann ich sagen das ich sehr wohl den med. Aspekt der Sache in Angriff genommen habe und somit auch auf diverse Tests, Untersuchungen etc bestanden habe - die alles in allem negativ (also positiv für mich) ausgegangen sind

.. hier ist das Argument gefallen dass Süchtige sonst wie ihren Nachschub besorgen - ich weiß das seine Nachschuborganisation ein Trip durch die BeNeLuxstaaten beeinhaltet .. da zum Glück die finanzielle Seite übermittelständisch abgedeckt ist.

Manche waren der Meinung das ich nur aus Mitleid mit ihm zusammengekommen bin, dass entspricht so nicht der Wahrheit - ich hatte mich in der Tat verliebt - nur weiß ich nicht mehr ob nun in die Tatsache das meine Tochter einen Vater hat, der mit dieser verdammt liebevoll umgeht .. die Tatsache eine Familie zu haben, denn die letzten Monate des Hoffen und Bangens alleine buchstäblich an der Bettseite meiner Tochter haben doch sehr viel Raum zum Nachdenken gelassen und zum "Klarwerden"

Ich habe einen Mann verlassen, den ich sehr liebe für ihn - einfach weil es damals die Vernunftentscheidung schlechthin war die BEIDE Seiten getroffen haben ..

Den Vater meiner Tochter hab ich in den letzten Monaten dazu gebracht das er aufhört Amphetamine zu nehmen - und ich kann das auch beurteilen ob oder ob nicht, da ich selbst ein knappes Jahrzehnt in der Notfallmedizin tätig bin um das einschätzen zu können

Es ist die Frage aufgekommen was ihn dazu gebracht hat Drogen zu nehmen ... kurzum seine Kindheit, diese war nicht geprägt durch Gewalt oder so - sondern durch Desinteresse - gehobener Mittelstand, Einzelkind ..> viel allein....und er ist ein Narzist, welcher gerne im Mittelpunkt stehen will - sich in diesen reinstellen will, dann nicht so akzeptiert wird - und damit nicht umgehen kann! ..

Seit Monaten kommt in mien Leben schon keine Ruhe mehr rein, nun möchte er am liebsten das wir hier - 3 Monate nach Einzug, neue Arbeitsstelle meinerseits, Schulpflicht des Kindes- wieder alle Zelte abbrechen und zu seinem neuen Arbeitgeber 250km ziehen nur weil er nicht unter der Woche alleine sein kann.

Gestern habe ich ihn ins Krankenhaus einweisen lassen aufgrund einer Schmerztherapie für abartige Rückenprobleme und selbst dem KH-Personal fiel innerhalb weniger Minuten auf das er wirklich auf Beachtung hascht und unendlich herumjammert wenn er diese nicht bekommt.

KUrzum, er raucht nun nur noch Gras und ist als Mensch ein extremer Unruheherd - es ist aber nicht mein Leben - nur habe ich das Recht meinem Kind wieder den Vater zu nehmen- da sich dieser ja ehrlich bemüht, aber irgendwie ned aus seiner Haut rauskann und in dieser narzistisch-depressiven Phase aufgeht


Liebe Grüße

Kathi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. Februar 2009 um 7:15

Meine Tochter ..
hängt zwar sehr an ihrem Vater sagt mir aber immer wieder das sie lieber wieder mit mir alleine leben will... gut, das kann die 7jährige GEwöhnung sein - nur sie und ich allein... andererseits tut er ihr natürlich gut...er liebt sie ja abgöttisch.. das er mich auch abgöttlich liebt weiß ich auch.. nur leider auf eine Art und Weise die mir ned gut bekommt...

Liebe Grüße

Kathi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2009 um 11:03

Assozialer Kindsvater
Liebe Kathi,

ich kann ja verstehen, dass frau dem Papa der Tochter eine zweite Chance gibt. Meiner Meinung nach hat er sie vertan. Du bist doch nicht die Wohlfahrt. Sieh zu, dass es Deiner Tochter gut geht und hake diesen Mann für Dich komplett ab. Seit mindestens 8 Jahren drogenabhängig. Der bleibt das auch noch ne Weile. Und er wird nie einen ordentlichen Job mit angemessenem Gehalt bekommen. Sofort Schlussstrich ziehen und sich nach was besserem umsehen, sonst zieht der Dich GANZ NACH UNTEN!

Viele Grüße
Corona

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Teste die neusten Trends!
experts-club