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"Wenn Frauen zu sehr lieben"...

18. September 2005 um 18:18 Letzte Antwort: 18. September 2005 um 21:33

Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Problem hier in der richtigen "Abteilung" bin aber ich hoffe, das mir vielleicht doch jemand helfen kann.
Ich bin in diesem Forum ein paarmal über die Empfehlung dieses Buches (Titel s.o.) "gestolpert" und da es sich anhörte, als könnte ich daraus etwas über mich lernen, habe ich es mir gleich besorgt.
Ich habe es eben zu Ende gelesen und mußte feststellen, das ich eigentlich zwischen jedem dort geschilderten "Fall" und mir Parallelen ziehen kann. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob es sich bei mir um die gleiche "Gestörtheit" handelt wie bei den Frauen in dem Buch. Diese schienen ihre selbstzerstörerischen Beziehungen einzugehen, um die Kontrolle, die Verantwortung für den (vermeintlich) schwächeren Partner übernehmen zu können - bei mir habe ich das Gefühl, es wäre eher umgekehrt, sprich: ich bin immer auf der Suche nach jemandem, der mir all die Verantwortung (für MEIN Leben) abnimmt. Und ich würde mich auch nicht als Frau bezeichnen, die zuviel liebt...eher das Gegenteil...die gar nicht liebt (lieben kann). Gefühle negativer Art versetzen mich in unglaubliche Panik, positive Gefühle werden entweder übergangen oder verursachen mir Übelkeit.
Das ich nicht "normal" bin weiß ich eigentlich schon länger aber ich kam damit immer ganz gut zurecht und vor allen Dingen auch ganz gut durch's Leben.
Seit geraumer Zeit entwickle ich mich allerdings zu einem furchtbaren Menschen, der ich nicht sein will und ich habe Angst, das meine beiden bildhübschen und intelligenten Jungs, denen vermutlich alles offensteht, die vielleicht alles erreichen könnten, dadurch, das sie mit mir zusammenleben müssen, zu genau solchen Wracks werden, wie ich es bin.
Ich kann nicht fühlen...nur schauspielern.
Ich möchte (und muß) mir helfen lassen...weiß aber nicht wo. Nach was für einer Art Selbsthilfegruppe sollte ich suchen?? Wie nennt man meine "Fehlfunktion"???
Vielleicht kennt sich ja jemand aus und kann mir einen Rat geben.
Das wäre sehr schön.

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18. September 2005 um 18:37

Fehlfunktion???????????
Na, so würd ich das nicht sehen

Wie liefen denn Deine Beziehungen bisher? Seit wann hast Du das Gefühl zu Schauspielern?
Was geht in Dir vor wenn Du schauspielerst?

Denn meist liegt hinter solchen Blockaden, ein Trauma, ein Schmerz, der uns ein Schutzschild aufbauen läßt der uns vor mehr Leid, bewahrt.
Erzähl mir darüber warum Du die Verantwortung für Dein Leben abgeben willst?

Fortunia

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18. September 2005 um 19:28
In Antwort auf kaylyn_12128469

Fehlfunktion???????????
Na, so würd ich das nicht sehen

Wie liefen denn Deine Beziehungen bisher? Seit wann hast Du das Gefühl zu Schauspielern?
Was geht in Dir vor wenn Du schauspielerst?

Denn meist liegt hinter solchen Blockaden, ein Trauma, ein Schmerz, der uns ein Schutzschild aufbauen läßt der uns vor mehr Leid, bewahrt.
Erzähl mir darüber warum Du die Verantwortung für Dein Leben abgeben willst?

Fortunia

Ich kann
nicht sagen, warum ich die Verantwortung für mein Leben abgeben will. Vielleicht, weil ich nie Verantwortung übernehmen mußte. Ich hielt mich früher immer für stark und unabhängig aber als ich neulich (mal wieder) über meine (Lebens-) unfähigkeit nachgrübelte, wünschte ich mir, es käme jemand, der mich an die Hand nimmt und mir sagt und zeigt, wie ich das alles anstellen muß...wie Leben funktioniert.
Schauspielern tu ich wohl schon von klein an. Ist doch toll keine Gefühle zu "haben", denn so war ich bestens vor "Angriffen" geschützt. Niemand konnte mir weh tun da ja alles an mir abprallte.
Auf sexueller Ebene zu schauspielern lernte ich bei meinem 2. Freund und seitdem habe ich es immer weiter "perfektioniert". Ich weiß gar nicht wie sich "echter" Sex anfühlt. Darauf konnte ich mich ja nie konzentrieren.
Meine Beziehungen?! Tja...mein erster Freund war krankhaft eifersüchtig mit einem Hang zu Gewaltbereitschaft und Kriminalität. Er wollte dauernd nur f.... Als ich mal sagte, das andere Paare ja auch mal ins Kino gehen oder sonst was anderes machen, hat er mich am nächsten Tag prompt ins Kino eingeladen und ich...fühlte mich die ganze Zeit sowas von besch...., weil ich ständig daran dachte, das er das nur wegen mir macht und nicht, weil er selbst Spaß daran hätte.
Die Sache hielt 3 Monate, dann hab ich Gott sei dank Schluß gemacht. Es dauerte nochmal drei Monate, bis ich endlich los war.
Danach schwor ich mir, mich niemehr zu verlieben...und das schien zu funktionieren.
Ich glaube, seitdem investierte ich keine "echten" Gefühle mehr in einen Mann.
Mein 2. Freund wurde auch mein erster Mann. Die ganze Beziehung hielt 4 Jahre und das letzte davon waren wir verheiratet. Tja, im Vergleich zum ersten war er wohl eher ein Softie. Gab sich auch im Bett Mühe...erfolglos. Ich weiß noch, das er sich einmal drei Stunden auf mir abmühte, dann hab ich endlich so getan als ob und endlich konnten wir aufhören. Von da an hab ich immer geschauspielert, wenn mir das Ganze zu lange dauerte und ich merkte, das sich bei mir eh nichts tut.
Nach der Heirat machte ich einen Riesenschritt nach vorn in Richtung "erwachsensein" aber er schien sich eher zurück zu entwickeln. Benahm sich albern, wenn mal Freunde zu Besuch kamen u.so. Am Ende habe ich mich nur noch für ihn geschämt, konnte seinen Anblick und erst recht seine Berührungen nicht mehr ertragen. Das war's dann.
Irgendwann in der Mitte unserer Beziehung lernte ich Mann Nr.3 kennen. Ich 18, er 36. Klein, dick, Stiernacken...also eigentlich überhaupt nicht mein Typ. Mit ihm hatte ich etwa ein Jahr lang (mit längeren Pausen dazwischen) eine rein sexuelle Beziehung. Er gab sich keine Mühe sondern nahm sich was er wollte, ohne Rücksicht auf Verluste und das war, glaube ich, der geilste Sex den ich hatte. Bei ihm brauchte ich auch nicht zu schauspielern, denn ich war ihm ja eh egal.
Am Ende meiner Ehe begann die wohl beste Zeit meines Lebens.
Ich bekam nach der Ausbildung, die mir keinen Spaß machte, einen Job der das absolut Tollste war, was ich mir (heute noch) vorstellen kann.
Ich bekam tatsächlich sowas ähnliches wie Selbstbewußtsein. Dort lernte ich Mann Nr.4 kennen. Ein Kollege, 11 Jahre älter und verheiratet. Ein Jahr lang hatten wir eine schöne Zeit zusammen, dann wollte ich nicht mehr die "Ersatzfrau" in seinem Leben sein. Ich sprach ihm all meine Gedanken und Gefühle auf Kassette und gab sie ihm. Danach machte er Schluß. O.k., hatte ich ja eigentlich auch vor gehabt aber da wußte ich noch nicht wie besonders er für mich war und das ich ihn die nächsten 12 Jahre nicht würde vergessen können. Auch mit ihm war der Sex kein Highlight...er wurde halt praktiziert, weil es nunmal dazugehört...dieser Mann faszinierte mich vielmehr durch seine Redegewandheit. Durch seine Art, sich und seine Gefühle auszudrücken. Er wußte soviel und ich konnte von ihm soviel lernen. Ihn zu verlieren tat mir sehr,sehr weh.
Nach der Trennung fiel ich in ein ganz tiefes Loch und die einzige Möglichkeit da raus zu kommen, schien mir eine neue Beziehung zu sein, auf die ich meine Aufmerksamkeit lenken konnte.
Also suchte ich mir via Annonce meinen jetzigen Mann. Ich habe mich nicht in ihn verliebt. Er gefiel...passte in mein Raster von Attrktivität...war nett, freundlich,liebevoll...tja, da bin ich eben mit ihm zusammengekommen. Mitlerweile sind wir seit 10 Jahren zusammen...und seit 10 Jahren hatte er mich nie für sich allein. In Gedanken war ich immernoch bei IHM. Erst vor ein paar Tagen habe ich dem anderen einen endgültigen Abschiedsbrief geschrieben. Der wollte vermutlich schon lange nichts mehr mit mir zu tun haben und gesehen haben wir uns ja auch nicht mehr aber gelegentlich "mußte" ich ihn einfach anrufen oder ihm schreiben. Jetzt habe ich mir die Tür zu ihm selbst zugeschlagen...und bereue es fast.
Mein Mann hat von all dem, was ich hier geschrieben habe keine Ahnung. Im Grunde weiß er gar nicht wer ich bin...und ich fürchte, das ich das selbst nicht mal weiß. Wenn er sagt "ich liebe dich" sage ich das Gleiche zu ihm aber habe ich das jemals für ihn gefühlt??? Habe ich das jemals für irgendjemanden gefühlt??? Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht mal mich selbst lieben. Und es wird immer schwerer für mich mit mir selbst zu leben. Ich will anders sein und weiß nicht wie.
So, und jetzt bist du wieder dran )

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18. September 2005 um 19:47
In Antwort auf an0N_1251575299z

Ich kann
nicht sagen, warum ich die Verantwortung für mein Leben abgeben will. Vielleicht, weil ich nie Verantwortung übernehmen mußte. Ich hielt mich früher immer für stark und unabhängig aber als ich neulich (mal wieder) über meine (Lebens-) unfähigkeit nachgrübelte, wünschte ich mir, es käme jemand, der mich an die Hand nimmt und mir sagt und zeigt, wie ich das alles anstellen muß...wie Leben funktioniert.
Schauspielern tu ich wohl schon von klein an. Ist doch toll keine Gefühle zu "haben", denn so war ich bestens vor "Angriffen" geschützt. Niemand konnte mir weh tun da ja alles an mir abprallte.
Auf sexueller Ebene zu schauspielern lernte ich bei meinem 2. Freund und seitdem habe ich es immer weiter "perfektioniert". Ich weiß gar nicht wie sich "echter" Sex anfühlt. Darauf konnte ich mich ja nie konzentrieren.
Meine Beziehungen?! Tja...mein erster Freund war krankhaft eifersüchtig mit einem Hang zu Gewaltbereitschaft und Kriminalität. Er wollte dauernd nur f.... Als ich mal sagte, das andere Paare ja auch mal ins Kino gehen oder sonst was anderes machen, hat er mich am nächsten Tag prompt ins Kino eingeladen und ich...fühlte mich die ganze Zeit sowas von besch...., weil ich ständig daran dachte, das er das nur wegen mir macht und nicht, weil er selbst Spaß daran hätte.
Die Sache hielt 3 Monate, dann hab ich Gott sei dank Schluß gemacht. Es dauerte nochmal drei Monate, bis ich endlich los war.
Danach schwor ich mir, mich niemehr zu verlieben...und das schien zu funktionieren.
Ich glaube, seitdem investierte ich keine "echten" Gefühle mehr in einen Mann.
Mein 2. Freund wurde auch mein erster Mann. Die ganze Beziehung hielt 4 Jahre und das letzte davon waren wir verheiratet. Tja, im Vergleich zum ersten war er wohl eher ein Softie. Gab sich auch im Bett Mühe...erfolglos. Ich weiß noch, das er sich einmal drei Stunden auf mir abmühte, dann hab ich endlich so getan als ob und endlich konnten wir aufhören. Von da an hab ich immer geschauspielert, wenn mir das Ganze zu lange dauerte und ich merkte, das sich bei mir eh nichts tut.
Nach der Heirat machte ich einen Riesenschritt nach vorn in Richtung "erwachsensein" aber er schien sich eher zurück zu entwickeln. Benahm sich albern, wenn mal Freunde zu Besuch kamen u.so. Am Ende habe ich mich nur noch für ihn geschämt, konnte seinen Anblick und erst recht seine Berührungen nicht mehr ertragen. Das war's dann.
Irgendwann in der Mitte unserer Beziehung lernte ich Mann Nr.3 kennen. Ich 18, er 36. Klein, dick, Stiernacken...also eigentlich überhaupt nicht mein Typ. Mit ihm hatte ich etwa ein Jahr lang (mit längeren Pausen dazwischen) eine rein sexuelle Beziehung. Er gab sich keine Mühe sondern nahm sich was er wollte, ohne Rücksicht auf Verluste und das war, glaube ich, der geilste Sex den ich hatte. Bei ihm brauchte ich auch nicht zu schauspielern, denn ich war ihm ja eh egal.
Am Ende meiner Ehe begann die wohl beste Zeit meines Lebens.
Ich bekam nach der Ausbildung, die mir keinen Spaß machte, einen Job der das absolut Tollste war, was ich mir (heute noch) vorstellen kann.
Ich bekam tatsächlich sowas ähnliches wie Selbstbewußtsein. Dort lernte ich Mann Nr.4 kennen. Ein Kollege, 11 Jahre älter und verheiratet. Ein Jahr lang hatten wir eine schöne Zeit zusammen, dann wollte ich nicht mehr die "Ersatzfrau" in seinem Leben sein. Ich sprach ihm all meine Gedanken und Gefühle auf Kassette und gab sie ihm. Danach machte er Schluß. O.k., hatte ich ja eigentlich auch vor gehabt aber da wußte ich noch nicht wie besonders er für mich war und das ich ihn die nächsten 12 Jahre nicht würde vergessen können. Auch mit ihm war der Sex kein Highlight...er wurde halt praktiziert, weil es nunmal dazugehört...dieser Mann faszinierte mich vielmehr durch seine Redegewandheit. Durch seine Art, sich und seine Gefühle auszudrücken. Er wußte soviel und ich konnte von ihm soviel lernen. Ihn zu verlieren tat mir sehr,sehr weh.
Nach der Trennung fiel ich in ein ganz tiefes Loch und die einzige Möglichkeit da raus zu kommen, schien mir eine neue Beziehung zu sein, auf die ich meine Aufmerksamkeit lenken konnte.
Also suchte ich mir via Annonce meinen jetzigen Mann. Ich habe mich nicht in ihn verliebt. Er gefiel...passte in mein Raster von Attrktivität...war nett, freundlich,liebevoll...tja, da bin ich eben mit ihm zusammengekommen. Mitlerweile sind wir seit 10 Jahren zusammen...und seit 10 Jahren hatte er mich nie für sich allein. In Gedanken war ich immernoch bei IHM. Erst vor ein paar Tagen habe ich dem anderen einen endgültigen Abschiedsbrief geschrieben. Der wollte vermutlich schon lange nichts mehr mit mir zu tun haben und gesehen haben wir uns ja auch nicht mehr aber gelegentlich "mußte" ich ihn einfach anrufen oder ihm schreiben. Jetzt habe ich mir die Tür zu ihm selbst zugeschlagen...und bereue es fast.
Mein Mann hat von all dem, was ich hier geschrieben habe keine Ahnung. Im Grunde weiß er gar nicht wer ich bin...und ich fürchte, das ich das selbst nicht mal weiß. Wenn er sagt "ich liebe dich" sage ich das Gleiche zu ihm aber habe ich das jemals für ihn gefühlt??? Habe ich das jemals für irgendjemanden gefühlt??? Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht mal mich selbst lieben. Und es wird immer schwerer für mich mit mir selbst zu leben. Ich will anders sein und weiß nicht wie.
So, und jetzt bist du wieder dran )

Darf ich mich auch einklinke???
Also, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du bist. Nicht, weil ich gleich bin, sondern weil meine letzte Beziehung (5 Jahre, in Kind) genau so lief.
Meine Partnerin kann auch nicht lieben, warum, weiß ich erst, seit der Trennung.
Ich weiß nicht genau, wie es bei dir ist. Aber bei ihr war die Jugend so, dass sie ständig auf der Suche nach liebe und Anerkennung war. Ihre Eltern, geschieden, gabe ihr aber beide nicht, was sie suchte.
Deshalb holte sie sich die Bestätigung über Männer. Sie hat sehr früh angefangen und hat sich rein über Männergeschichten die Bestätigung, eine tolle Frau zu sein geholt.
Echte Gefühle waren für sie immer ein Tabuthema, da sich sich durch echte Gefühle verletzlich gemacht hätte und wieder dieses Problem der Suche nach Anerkennung und Liebe aufgetreten wäre.
Bei ihr war es eine reine Selbstschutzfunktion, die einfach nur der unverwundbarkeit diente. Dies hat sich, wie bei dir, auch im Bereich Sex niedergeschlagen. Sie ist jetzt 28 und hatte in ihrem Leben noch keinen Orgasmus. Nicht, dass sie nichts spürte, nein, jedes mal, wenn sie kurz davor war, machte ihr Kopf einfach zu, und ließ keine weiteren "gefühle" mehr zu.

Vielleicht kannst du ja in der Geschichte parallelen zu dir entdecken.
Grüße smileman

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18. September 2005 um 19:52
In Antwort auf an0N_1251575299z

Ich kann
nicht sagen, warum ich die Verantwortung für mein Leben abgeben will. Vielleicht, weil ich nie Verantwortung übernehmen mußte. Ich hielt mich früher immer für stark und unabhängig aber als ich neulich (mal wieder) über meine (Lebens-) unfähigkeit nachgrübelte, wünschte ich mir, es käme jemand, der mich an die Hand nimmt und mir sagt und zeigt, wie ich das alles anstellen muß...wie Leben funktioniert.
Schauspielern tu ich wohl schon von klein an. Ist doch toll keine Gefühle zu "haben", denn so war ich bestens vor "Angriffen" geschützt. Niemand konnte mir weh tun da ja alles an mir abprallte.
Auf sexueller Ebene zu schauspielern lernte ich bei meinem 2. Freund und seitdem habe ich es immer weiter "perfektioniert". Ich weiß gar nicht wie sich "echter" Sex anfühlt. Darauf konnte ich mich ja nie konzentrieren.
Meine Beziehungen?! Tja...mein erster Freund war krankhaft eifersüchtig mit einem Hang zu Gewaltbereitschaft und Kriminalität. Er wollte dauernd nur f.... Als ich mal sagte, das andere Paare ja auch mal ins Kino gehen oder sonst was anderes machen, hat er mich am nächsten Tag prompt ins Kino eingeladen und ich...fühlte mich die ganze Zeit sowas von besch...., weil ich ständig daran dachte, das er das nur wegen mir macht und nicht, weil er selbst Spaß daran hätte.
Die Sache hielt 3 Monate, dann hab ich Gott sei dank Schluß gemacht. Es dauerte nochmal drei Monate, bis ich endlich los war.
Danach schwor ich mir, mich niemehr zu verlieben...und das schien zu funktionieren.
Ich glaube, seitdem investierte ich keine "echten" Gefühle mehr in einen Mann.
Mein 2. Freund wurde auch mein erster Mann. Die ganze Beziehung hielt 4 Jahre und das letzte davon waren wir verheiratet. Tja, im Vergleich zum ersten war er wohl eher ein Softie. Gab sich auch im Bett Mühe...erfolglos. Ich weiß noch, das er sich einmal drei Stunden auf mir abmühte, dann hab ich endlich so getan als ob und endlich konnten wir aufhören. Von da an hab ich immer geschauspielert, wenn mir das Ganze zu lange dauerte und ich merkte, das sich bei mir eh nichts tut.
Nach der Heirat machte ich einen Riesenschritt nach vorn in Richtung "erwachsensein" aber er schien sich eher zurück zu entwickeln. Benahm sich albern, wenn mal Freunde zu Besuch kamen u.so. Am Ende habe ich mich nur noch für ihn geschämt, konnte seinen Anblick und erst recht seine Berührungen nicht mehr ertragen. Das war's dann.
Irgendwann in der Mitte unserer Beziehung lernte ich Mann Nr.3 kennen. Ich 18, er 36. Klein, dick, Stiernacken...also eigentlich überhaupt nicht mein Typ. Mit ihm hatte ich etwa ein Jahr lang (mit längeren Pausen dazwischen) eine rein sexuelle Beziehung. Er gab sich keine Mühe sondern nahm sich was er wollte, ohne Rücksicht auf Verluste und das war, glaube ich, der geilste Sex den ich hatte. Bei ihm brauchte ich auch nicht zu schauspielern, denn ich war ihm ja eh egal.
Am Ende meiner Ehe begann die wohl beste Zeit meines Lebens.
Ich bekam nach der Ausbildung, die mir keinen Spaß machte, einen Job der das absolut Tollste war, was ich mir (heute noch) vorstellen kann.
Ich bekam tatsächlich sowas ähnliches wie Selbstbewußtsein. Dort lernte ich Mann Nr.4 kennen. Ein Kollege, 11 Jahre älter und verheiratet. Ein Jahr lang hatten wir eine schöne Zeit zusammen, dann wollte ich nicht mehr die "Ersatzfrau" in seinem Leben sein. Ich sprach ihm all meine Gedanken und Gefühle auf Kassette und gab sie ihm. Danach machte er Schluß. O.k., hatte ich ja eigentlich auch vor gehabt aber da wußte ich noch nicht wie besonders er für mich war und das ich ihn die nächsten 12 Jahre nicht würde vergessen können. Auch mit ihm war der Sex kein Highlight...er wurde halt praktiziert, weil es nunmal dazugehört...dieser Mann faszinierte mich vielmehr durch seine Redegewandheit. Durch seine Art, sich und seine Gefühle auszudrücken. Er wußte soviel und ich konnte von ihm soviel lernen. Ihn zu verlieren tat mir sehr,sehr weh.
Nach der Trennung fiel ich in ein ganz tiefes Loch und die einzige Möglichkeit da raus zu kommen, schien mir eine neue Beziehung zu sein, auf die ich meine Aufmerksamkeit lenken konnte.
Also suchte ich mir via Annonce meinen jetzigen Mann. Ich habe mich nicht in ihn verliebt. Er gefiel...passte in mein Raster von Attrktivität...war nett, freundlich,liebevoll...tja, da bin ich eben mit ihm zusammengekommen. Mitlerweile sind wir seit 10 Jahren zusammen...und seit 10 Jahren hatte er mich nie für sich allein. In Gedanken war ich immernoch bei IHM. Erst vor ein paar Tagen habe ich dem anderen einen endgültigen Abschiedsbrief geschrieben. Der wollte vermutlich schon lange nichts mehr mit mir zu tun haben und gesehen haben wir uns ja auch nicht mehr aber gelegentlich "mußte" ich ihn einfach anrufen oder ihm schreiben. Jetzt habe ich mir die Tür zu ihm selbst zugeschlagen...und bereue es fast.
Mein Mann hat von all dem, was ich hier geschrieben habe keine Ahnung. Im Grunde weiß er gar nicht wer ich bin...und ich fürchte, das ich das selbst nicht mal weiß. Wenn er sagt "ich liebe dich" sage ich das Gleiche zu ihm aber habe ich das jemals für ihn gefühlt??? Habe ich das jemals für irgendjemanden gefühlt??? Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht mal mich selbst lieben. Und es wird immer schwerer für mich mit mir selbst zu leben. Ich will anders sein und weiß nicht wie.
So, und jetzt bist du wieder dran )

Oh, dass ist ja jede Menge meine Liebe
irgendwie denk ich grad an eine Zeit der Selbstfindung und an die Zeit des Hinterfragens nach dem Sinn des Ganzen.

Ich hab mir irgendwie gedacht, dass Du sehr enttäuscht wurdest und einiges dahintersteckt.

Danke Dir auch für Dein Vertrauen.

Weißt Du ich glaube jeder von uns hat diese wichtige Phase vor oder hinter sich

Aus reiner Erfahrung, kann ich Dir sagen, dass die Verantwortung für Dein Leben lieber wieder Du selbst in die Hand nehmen solltest.
Deine Gefühle scheinst Du schon sehr früh nicht ausleben haben dürfen und die lieben Herren der Schöpfung haben Dich sehr verletzt, darum auch Dein Schutzschild hinter dem Du Dich jetzt auch versteckst damit Dir keiner mehr weh tun kann.
Du schreibst Du willst anders sein?

Es ist für Dich an der Zeit - Dein kleines Kind in Dir - wieder hervorzuholen, endlich mal fühlen zu lassen wie es sich anfühlt, zu lachen aus ganzem Herzen, zu weinen aus Ganzem Herzen, Freude zu empfinden, die ganzen Gefühle einfach mal so zulassen können und dürfen wie sie wirklich sind.

Deine Verletztlichkeit ist normal, es ist normal jemanden zu sagen nein ich liebe Dich nicht, genauso ist es normal jemanden zu sagen ich liebe Dich.
Jeder ist verletztbar, der Schutzschild hilft für eine Weile gegen andere, nur leider schaden wir uns damit selbst am meisten.

Wie anders willst Du sein? Was soll anders sein?

Trau Dich Du selbst zu sein, leg Deine Maske ab, Du brauchst sie nicht, denn Du bist liebenswert - da bin ich mir ganz sicher - so wie Du wirklich bist

Hab Mut und etwas Vertrauen
So jetzt wieder Du

alles Liebe
Fortunia

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18. September 2005 um 19:55
In Antwort auf hani_12273206

Darf ich mich auch einklinke???
Also, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du bist. Nicht, weil ich gleich bin, sondern weil meine letzte Beziehung (5 Jahre, in Kind) genau so lief.
Meine Partnerin kann auch nicht lieben, warum, weiß ich erst, seit der Trennung.
Ich weiß nicht genau, wie es bei dir ist. Aber bei ihr war die Jugend so, dass sie ständig auf der Suche nach liebe und Anerkennung war. Ihre Eltern, geschieden, gabe ihr aber beide nicht, was sie suchte.
Deshalb holte sie sich die Bestätigung über Männer. Sie hat sehr früh angefangen und hat sich rein über Männergeschichten die Bestätigung, eine tolle Frau zu sein geholt.
Echte Gefühle waren für sie immer ein Tabuthema, da sich sich durch echte Gefühle verletzlich gemacht hätte und wieder dieses Problem der Suche nach Anerkennung und Liebe aufgetreten wäre.
Bei ihr war es eine reine Selbstschutzfunktion, die einfach nur der unverwundbarkeit diente. Dies hat sich, wie bei dir, auch im Bereich Sex niedergeschlagen. Sie ist jetzt 28 und hatte in ihrem Leben noch keinen Orgasmus. Nicht, dass sie nichts spürte, nein, jedes mal, wenn sie kurz davor war, machte ihr Kopf einfach zu, und ließ keine weiteren "gefühle" mehr zu.

Vielleicht kannst du ja in der Geschichte parallelen zu dir entdecken.
Grüße smileman

Hallo smileman
Gut beobachtet und die Problematik Deiner Partnerin gut erkannt.
Darf ich fragen warum es zur Trennung kam?

lg Fortunia

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18. September 2005 um 20:00
In Antwort auf kaylyn_12128469

Hallo smileman
Gut beobachtet und die Problematik Deiner Partnerin gut erkannt.
Darf ich fragen warum es zur Trennung kam?

lg Fortunia

Klar darfst du...
Zur Trennung kam es letzt endlich durch die Männergeschichten. Am Anfang liefen sie heimlich, und da ich beruflich (internationale Bauleitung) viel unterwegs war, hatte ich keine Möglichkeit, es zu merken. Es kam durch Zufall raus, und wir redeten über alles. Sie gestand mir, dass es sehr viele waren, so 30-50 Stück in den ersten 4 Jahren.
Danach, als wir versuchten, dass Problem zusammen in den Griff zu bekommen, hat Sie es aber sogar offensichtlich gemacht, so dass ich gehen musste.

Es ist schon so, dass bei ihr ab und zu "Gefühle" da waren, aber nie so, wie es eine Beziehung braucht.

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18. September 2005 um 20:11
In Antwort auf hani_12273206

Klar darfst du...
Zur Trennung kam es letzt endlich durch die Männergeschichten. Am Anfang liefen sie heimlich, und da ich beruflich (internationale Bauleitung) viel unterwegs war, hatte ich keine Möglichkeit, es zu merken. Es kam durch Zufall raus, und wir redeten über alles. Sie gestand mir, dass es sehr viele waren, so 30-50 Stück in den ersten 4 Jahren.
Danach, als wir versuchten, dass Problem zusammen in den Griff zu bekommen, hat Sie es aber sogar offensichtlich gemacht, so dass ich gehen musste.

Es ist schon so, dass bei ihr ab und zu "Gefühle" da waren, aber nie so, wie es eine Beziehung braucht.

Oooooooooooooooh wow und Du bist sicher dass das stimmt??
kann es sein dass Deine Exfreundin leicht nymphoman veranlagt war? Bist Du sicher dass sie Dich nicht belogen hat?


also allen Ernstes ich bin jetz erstmal sprachlos

Entschuldige bitte meine Fragen, aber das hat mich eben sehr schockiert

lg Fortunia

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18. September 2005 um 20:36
In Antwort auf kaylyn_12128469

Oooooooooooooooh wow und Du bist sicher dass das stimmt??
kann es sein dass Deine Exfreundin leicht nymphoman veranlagt war? Bist Du sicher dass sie Dich nicht belogen hat?


also allen Ernstes ich bin jetz erstmal sprachlos

Entschuldige bitte meine Fragen, aber das hat mich eben sehr schockiert

lg Fortunia

Nein, bin ich mir sicher
Da sie nie einen Orgasmus erlebt hat und sie sex immer nur gemacht hat, um anderen zu gefallen bin ich mir da sicher.
Sie hat auch Tagebuch geführt, hat es aber nie geschafft, diese wieder zu lesen, da sie sich selbst mit dem Problem konfrontiert hätte.
Es ging ihr nicht um Sex, sondern tatsächlich nur um anerkennung. Das war auch der einzige Grund, warum ich versuch habe, es mit Ihr durch zu stehen. Leider hat sie es trotz Therapie nicht geschafft und ich musste mich von Ihr trennen

LG Smileman

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18. September 2005 um 21:01
In Antwort auf hani_12273206

Darf ich mich auch einklinke???
Also, ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du bist. Nicht, weil ich gleich bin, sondern weil meine letzte Beziehung (5 Jahre, in Kind) genau so lief.
Meine Partnerin kann auch nicht lieben, warum, weiß ich erst, seit der Trennung.
Ich weiß nicht genau, wie es bei dir ist. Aber bei ihr war die Jugend so, dass sie ständig auf der Suche nach liebe und Anerkennung war. Ihre Eltern, geschieden, gabe ihr aber beide nicht, was sie suchte.
Deshalb holte sie sich die Bestätigung über Männer. Sie hat sehr früh angefangen und hat sich rein über Männergeschichten die Bestätigung, eine tolle Frau zu sein geholt.
Echte Gefühle waren für sie immer ein Tabuthema, da sich sich durch echte Gefühle verletzlich gemacht hätte und wieder dieses Problem der Suche nach Anerkennung und Liebe aufgetreten wäre.
Bei ihr war es eine reine Selbstschutzfunktion, die einfach nur der unverwundbarkeit diente. Dies hat sich, wie bei dir, auch im Bereich Sex niedergeschlagen. Sie ist jetzt 28 und hatte in ihrem Leben noch keinen Orgasmus. Nicht, dass sie nichts spürte, nein, jedes mal, wenn sie kurz davor war, machte ihr Kopf einfach zu, und ließ keine weiteren "gefühle" mehr zu.

Vielleicht kannst du ja in der Geschichte parallelen zu dir entdecken.
Grüße smileman

Da kann ich sogar viele Parallelen sehen
Ich denke, das es auch bei mir in erster Linie um Liebe und Anerkennung dreht. Und genau wie deine Ex-Frau habe ich es immer über Sex versucht. Ist ja auch logisch...lernt man doch als junges Mädchen, das Männer eh nur das Eine wollen.
Ich weiß allerdings nicht, warum das bei mir so ist. Ich wurde als letztes von 8 (eigentlich 9) Kindern geboren, noch dazu mit einem gehörigen Altersabstand zu meinen "Geschwistern". Eigentlich habe ich mich immer als verwöhntes Einzelkind gesehen. Ursprünglich war ich gar nicht mehr "vorgesehen", aber da der Bruder, der mir voranging, im Alter von 4 Jahren überfahren wurde, wurde meiner Mutter auch seitens des Arztes empfohlen, noch ein Kind zu bekommen. Tja, das war dann ich. Ich glaube also irgendwie nicht, das es mir an "Liebe" fehlte, kann mich aber natürlich nicht mehr an meine frühe Kindheit erinnern. Vielleicht habe ich ja schon im Mutterleib die Depressionen meiner Ma mit ins Leben genommen?! Später haben meine Eltern auch getrunken. Es war nie so das sie dadurch handlungsunfähig oder gewalttätig wurden aber sie tranken halt. Mein Lieblingsbruder war ein richtiger Alkoholiker, also einer, der morgens schon hochprozentiges in sich reinkippen mußte. Er hatte auch epileptische Anfälle und einmal habe ich so einen auch mitbekommen...das war gräßlich.
Meine Eltern stritten sich "nur" andauernd und heftig. Deshalb schieb ich es gerne darauf "harmoniesüchtig" bzw. "Konfliktscheu" zu sein.
Orgasmen hab ich schon aber eigentlich nur "selbst gemacht".
Ich denke auch darüber nach eine Therapie zu machen, weil ich befürchte, das ich da nicht alleine rausfinden kann.
Für mich ist das ja eigentlich irgendwie normal und hätte ich keine Kinder, wäre es mir vermutlich nie so bewußt geworden oder es hätte mir zumindest nicht soviel ausgemacht. Doch meine bisherige Art und Weise mit Problemen fertig zu werden geht jetzt nicht mehr...ich kann vor ihnen nicht weglaufen. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, ob es nicht doch besser gewesen wäre meinen 2. Sohn abzutreiben. (Das hatte ich mir damals nämlich überlegt). Ganz sicher weiß ich jedoch, das ich, könnte ich die Zeit zehn Jahre zurückdrehen, keine Kinder mehr bekommen würde. Aber das geht nicht und somit muß ich halt zusehen, das ich jetzt irgendwie damit fertig werde.
Aber ich möchte es halt auch GUT machen und da such ich den Weg.

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18. September 2005 um 21:05
In Antwort auf an0N_1251575299z

Da kann ich sogar viele Parallelen sehen
Ich denke, das es auch bei mir in erster Linie um Liebe und Anerkennung dreht. Und genau wie deine Ex-Frau habe ich es immer über Sex versucht. Ist ja auch logisch...lernt man doch als junges Mädchen, das Männer eh nur das Eine wollen.
Ich weiß allerdings nicht, warum das bei mir so ist. Ich wurde als letztes von 8 (eigentlich 9) Kindern geboren, noch dazu mit einem gehörigen Altersabstand zu meinen "Geschwistern". Eigentlich habe ich mich immer als verwöhntes Einzelkind gesehen. Ursprünglich war ich gar nicht mehr "vorgesehen", aber da der Bruder, der mir voranging, im Alter von 4 Jahren überfahren wurde, wurde meiner Mutter auch seitens des Arztes empfohlen, noch ein Kind zu bekommen. Tja, das war dann ich. Ich glaube also irgendwie nicht, das es mir an "Liebe" fehlte, kann mich aber natürlich nicht mehr an meine frühe Kindheit erinnern. Vielleicht habe ich ja schon im Mutterleib die Depressionen meiner Ma mit ins Leben genommen?! Später haben meine Eltern auch getrunken. Es war nie so das sie dadurch handlungsunfähig oder gewalttätig wurden aber sie tranken halt. Mein Lieblingsbruder war ein richtiger Alkoholiker, also einer, der morgens schon hochprozentiges in sich reinkippen mußte. Er hatte auch epileptische Anfälle und einmal habe ich so einen auch mitbekommen...das war gräßlich.
Meine Eltern stritten sich "nur" andauernd und heftig. Deshalb schieb ich es gerne darauf "harmoniesüchtig" bzw. "Konfliktscheu" zu sein.
Orgasmen hab ich schon aber eigentlich nur "selbst gemacht".
Ich denke auch darüber nach eine Therapie zu machen, weil ich befürchte, das ich da nicht alleine rausfinden kann.
Für mich ist das ja eigentlich irgendwie normal und hätte ich keine Kinder, wäre es mir vermutlich nie so bewußt geworden oder es hätte mir zumindest nicht soviel ausgemacht. Doch meine bisherige Art und Weise mit Problemen fertig zu werden geht jetzt nicht mehr...ich kann vor ihnen nicht weglaufen. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, ob es nicht doch besser gewesen wäre meinen 2. Sohn abzutreiben. (Das hatte ich mir damals nämlich überlegt). Ganz sicher weiß ich jedoch, das ich, könnte ich die Zeit zehn Jahre zurückdrehen, keine Kinder mehr bekommen würde. Aber das geht nicht und somit muß ich halt zusehen, das ich jetzt irgendwie damit fertig werde.
Aber ich möchte es halt auch GUT machen und da such ich den Weg.

Hallo zappelmaus und smileman
hätt euch grad a pn geschickt, geht das bei euch beiden nicht?

Fortunia

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18. September 2005 um 21:33
In Antwort auf an0N_1251575299z

Da kann ich sogar viele Parallelen sehen
Ich denke, das es auch bei mir in erster Linie um Liebe und Anerkennung dreht. Und genau wie deine Ex-Frau habe ich es immer über Sex versucht. Ist ja auch logisch...lernt man doch als junges Mädchen, das Männer eh nur das Eine wollen.
Ich weiß allerdings nicht, warum das bei mir so ist. Ich wurde als letztes von 8 (eigentlich 9) Kindern geboren, noch dazu mit einem gehörigen Altersabstand zu meinen "Geschwistern". Eigentlich habe ich mich immer als verwöhntes Einzelkind gesehen. Ursprünglich war ich gar nicht mehr "vorgesehen", aber da der Bruder, der mir voranging, im Alter von 4 Jahren überfahren wurde, wurde meiner Mutter auch seitens des Arztes empfohlen, noch ein Kind zu bekommen. Tja, das war dann ich. Ich glaube also irgendwie nicht, das es mir an "Liebe" fehlte, kann mich aber natürlich nicht mehr an meine frühe Kindheit erinnern. Vielleicht habe ich ja schon im Mutterleib die Depressionen meiner Ma mit ins Leben genommen?! Später haben meine Eltern auch getrunken. Es war nie so das sie dadurch handlungsunfähig oder gewalttätig wurden aber sie tranken halt. Mein Lieblingsbruder war ein richtiger Alkoholiker, also einer, der morgens schon hochprozentiges in sich reinkippen mußte. Er hatte auch epileptische Anfälle und einmal habe ich so einen auch mitbekommen...das war gräßlich.
Meine Eltern stritten sich "nur" andauernd und heftig. Deshalb schieb ich es gerne darauf "harmoniesüchtig" bzw. "Konfliktscheu" zu sein.
Orgasmen hab ich schon aber eigentlich nur "selbst gemacht".
Ich denke auch darüber nach eine Therapie zu machen, weil ich befürchte, das ich da nicht alleine rausfinden kann.
Für mich ist das ja eigentlich irgendwie normal und hätte ich keine Kinder, wäre es mir vermutlich nie so bewußt geworden oder es hätte mir zumindest nicht soviel ausgemacht. Doch meine bisherige Art und Weise mit Problemen fertig zu werden geht jetzt nicht mehr...ich kann vor ihnen nicht weglaufen. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, ob es nicht doch besser gewesen wäre meinen 2. Sohn abzutreiben. (Das hatte ich mir damals nämlich überlegt). Ganz sicher weiß ich jedoch, das ich, könnte ich die Zeit zehn Jahre zurückdrehen, keine Kinder mehr bekommen würde. Aber das geht nicht und somit muß ich halt zusehen, das ich jetzt irgendwie damit fertig werde.
Aber ich möchte es halt auch GUT machen und da such ich den Weg.

Die erfahrung
die du gerade machst, zappel.., ist die,
dass du vor deinen problemen nicht davon laufen kannst, sie holen dich immer wieder ein.
ich freue mich sehr, dass du dich ihnen stellen willst und kann erahnen wieviel überwindung es dich kostet. dass du dafür professionelle hilfe in anspruch nehmen willst ist eine weise entscheidung.

ich wünsche dir einen guten zugang zu dir selbst.

manndel

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