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Wenn ein Psychotherapeut sagt..

21. Mai 2010 um 19:54

die therapie wird eine grosse heraussfordung für sie, aber auch für mich..

bedeutet das, er hatte nie so einen schlimmen fall wie mich ? .)

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21. Mai 2010 um 20:12

..
oh danke für die antwort
ich habe mich heute auch so erschrocken als er sagte, so dauer ungefähr 3 jahre ?? und dann noch dieses : es wird eine herrausforderung auch für mich ..
dachte oh oh, sind bei mir hopfen und malz verloren !?
eine tiefenpsychologie.. und bei dir ?? bzw weiss ich gar nicht was eine verhaltenstherapie ist ? *schäm*

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21. Mai 2010 um 21:18

Naja
aber ein Therapeut sollte auch ehrlich sein.
Und viele glauben, wenn sie dreimal da waren, ist ihr Leben wieder in Ordnung. Genau wie so viele glauben, dass wenn er drei Tage lang, wie Hustensaft, seine Antidepressiva nimmt, sind die Depris verschwunden.
Auf dem Beipackzettel steht allerdings auch die Wahrheit.

Das wollen allerdings die wenigsten hören oder lesen.

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21. Mai 2010 um 21:32

Therapeuten
NICHT ausgelastet??????????

Erzähl mir mehr solche Märchen?

Hast du je versucht einen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen?
Nein, bei deinem Selbstbewußtsein denke ich nicht.

Versuchs doch mal, einfach nur mal einen einzigen überhaupt ans Telefon zu bekommen und danach frag nach einem Termin. Dann weißte Bescheid!

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21. Mai 2010 um 21:53

Man
kann da sicher geteilter Meinung sein.
Ich persönlich halte diese Ehrlichkeit/Aussage nicht unbedingt für Verunsicherung.
Mir ist ein ehrlicher Therapeut nunmal wichtiger als jemand der mir was vormacht und sagt, dass kriegen wir schon hin.

Aber wie gesagt, dass kann jeder anders sehen.

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21. Mai 2010 um 22:11

Ja nee ist klar...
...am besten all den Psychokram abschaffen, dann machen halt noch ein paar mehr Selbstmord und das spart den Krankenkassen und somit dir ja viel Geld.

Vielleicht hast du von vielen Dingen Ahnung, weiß ich nicht aber zu diesem Thema hast du jedenfalls keine

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21. Mai 2010 um 22:19

Nein
diese (deine) Theorie möchte ich auch nicht unbedingt wissen, denn nochmal, ich denke du hast bei dem Thema wenig (das was in jedem Kneipengespräch aufgeschnappt wird) bis gar keine Ahnung.

Slusia hat auch schon versucht dir ansatzweise die Vorgehensweise einer Therapie zu erklären, ist aber wie ich sehe sinnlos.

Mach einfach in den Dingen von denen du was verstehst dein Ding und wenn du zu Themen Stellung nehmen möchtest, von denen du keine Ahnung hast, informiere dich vorher oder lass es einfach.

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21. Mai 2010 um 22:36

Huje..
erstmal vielen lieben dank für eure antworten..
aber so eine diskussion anzuzetteln war gar nicht so in meinen sinne!

ich muss aber dazu sagen, heute war die 5te diagnosestunde, darauf sagte er : die therapie wird eine grosse heraussfordung für sie, aber auch für mich..

eigentlich wollte ich wissen, was er damit genau meinte.. ob er selber nicht weiss ob die erfolgreich wird ? ob ich so ein harter fall bin ? oder was hoert ihr daraus ??

ihr macht mir sehr freude mit den " schlechter therapeut aussage! .) aber ich war selber sehr verunsichert..

nochmals danke euch!

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21. Mai 2010 um 22:48

Nun
das die KK bankrott gehen liegt sicherlich nicht an den Psychotherapeuten, sondern an den KK und ihrem Verwaltungsaufwand. Da guckt aber lieber keiner hin.

Ein Therapeut der beurteilt, wie lange eine Therapie dauert, sagt dies auch aus seiner Erfahrung heraus, wie lange bestimmte Krankheitsbilder brauchen um den entsprechenden Erfolg für die Patienten zu gewährleisten.

Wenn du einen Maler beauftragst deine Wohnung zu streichen, wird der dir auch sagen können, wie lange es dauert, halt weil er das aus Erfahrung weiß. Da erwartest du auch, dass man es dir genau sagt und nicht wischiwaschi, ja mal sehn, kann drei Tage aber auch länger dauern.

Du ziehst dich an diesem einen Satz derartig hoch aber weißt du denn was ein Maximum an Sitzungen überhaupt ist?

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22. Mai 2010 um 11:29

Ich stimme Dir zu...
@slusia

auf jeden Fall kann ich nur sagen Ofi's Aussage ist auch treffend u. gut.
Die Form der Therapie ist zweitrangig - und ein Maximum in der Tasche ist immer besser als ein Minimum.

Außerdem nach Rogers u. Watzlawick kann man präziese und prägnant mit wenigen Buchstaben das gleiche aussagen.
Pamphlete mit km Länge können auch wenig ode nichts sagen.
Soviel zum Thema kommunikation, auch schweigen ist kommunizieren.

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22. Mai 2010 um 12:58

Hm- kann doch alles mögliche heißen...
Hast du nicht gefragt, wie er das meint??
Unprofessionell find' ich das jedenfalls nicht von ihm- er sagt ja lediglich, dass es für beide Seiten womöglich kein Spaziergang werden wird. Finde ich eher gut, wenn man sich darauf von Anfang an einstellen kann... Warum herausfordernd für ihn, hätte ich an deiner Stelle aber auf jeden Fall wissen wollen- aber vermutlich nicht, weil du der schlimmste Fall ever bist. Vllt. ist mit deinem Problem besonderer therapeutischer Aufwand (von der Technik her) verbunden, oder es ist ein Thema, mit dem er selbst mal irgendwie im Privaten zu tun hatte, das empfinden die meisten Therapeuten als emotional anstrengender, glaube ich.
Die These, dass er quasi bloß schon mal von vornherein klar machen wollte, dass er die Höchststundenzahl brauchen wird, halte ich übrigens für Quatsch- die meisten Therapeuten haben doch ewige Wartelisten und sind außerdem für Kurzzeittherapien von der Gutachterpflicht befreit. Der bequemste Weg wäre für die also, immer nur Kurzzeittherapien zu machen, gibt dasselbe Geld und man muss nicht noch endlos Berichte schreiben, die wohl total mau bezahlt sind- glaub' also, die meisten denken sich schon was dabei, wenn sie mehr Stunden für nötig halten.

Ich würde dem aber sagen, dass dich das total verunsichert hat. Psychotherapeuten machen ja den ganzen Tag nix anderes und halten zur Therapie gehen wahrscheinlich für das Normalste der Welt. Vermutlich schneiden die nicht mehr mit, dass manche Formuliereungen, die sie so raushauen, etwas -ähm- missverständlich gewählt sind...

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22. Mai 2010 um 15:23

Hi pacjam
Die maximale Stundenzahl bei der ersten Beantragung sind 25 Stunden. Je nachdem wie oft die Sitzungen stattfinden kann das auf ein Jahr verteilt sein. Wenn man verlängern will, muss ein neuer Antrag gestellt werden, der dann relativ umfangreich ist.

Die Therapiedauer wurde bei mir von drei verschiedenen Therapeuten mit denen ich gesprochen habe gleich auf ungefähr zwei Jahre eingeschätzt.

Für meine Krankenkasse war das eher vorteilhaft. Vor der Therapie war ich kaum noch arbeitsfähig. Mittlerweile - dank der durch meine Krankenkasse bezahlten Therapie - stehe ich wieder voll im Arbeitsleben, verdiene mehr als jemals zuvor (auch dank der Therapie, da ich mich endlich getraut habe vom Arbeitgeber mehr Geld zu verlangen) und zahle auch dementsprechend höhere Beiträge. Wenn ich von 100 pro Therapiestunde ausgehe, hat meine gesetzliche Krankenkasse grad mal die Hälfte von dem ausgegeben, was bei mir an Beirägen in der Therapiezeit eingegangen ist!

Ich denke ein paar Hartz IV Empfänger, bei denen die Arbeitslosigkeit aufgrund von psychischen Problemen herrührt, könnten durch eine gute Therapie auch wieder ins Arbeitsleben integriert werden. Das wäre also eher eine Investition!

btw haben die gesetzlichen Krankenkassen im 1. Halbjahr 2009 einen GEWINN von 1,2 Milliarden eingefahren....


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25. Mai 2010 um 12:07

Herausforderung
tja, dann schätzt der therapeut es wohl direkt so ein das du da eine riesenbaustelle hast,....oder hat eine persönlichkeitsstörung erkannt.

selbst therapeuten stossen manchmal an die grenze ihrer belastbarkeit. mehrere patienten mit persönlichkeitsstörungen zb. kann ein therapeut auch nicht schultern.
an deiner stelle hätte ich einfach gefragt: machen sie es denn? die sache mit den dollarzeichen seh ich gar nicht.
der therapeut muss einfach bereit sein es zu tun, und der patient genauso.
lg

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25. Mai 2010 um 12:41

Hallo pacjam
nun deine Ausführungen mögen Marktwirtschaftlich gesehen richtig sein aber das ist mir nunmal zu kalt, zu wirtschaftlich und zu leblos gesehen angesichts der Tatsache, dass es sich bei einem Patienten der therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt, sehr oft um existentielle Notsituationen handelt.
Denn hinter all diesen Zahlen (Geld oder Stunden) stehen Menschen mit schwerwiegenden Problemen die Hilfe suchen und brauchen.

Ich möchte als Patient eines Therapeuten nicht nur ein Betrag auf seinem Konto sein, ich möchte dort Mensch sein, der sich an ihn wendet, weil ich ein menschliches und kein wirtschaftliches Problem habe. Ein guter Therapeut sieht auch diesen Menschen, obwohl der mit Sicherheit auch sein Konto füllt. Und, wenn ein guter Therapeut es schaft, seinem Patienten wieder zu einem lebenswerteren Dasein zu verhelfen, dann ist er so gesehen auch jeden Cent, den er damit verdient, wert!!!

Du magst in allem oder in sehr vielem immer die wirtschaftliche Seite sehen aber ZUM GLÜCK gibt es auch Menschen, die anders denken und handeln, denn in psychischen Bereichen wird auch sehr viel ehrenamtliche Tätigkeit geleistet. Helfer, deren Konten mit dem was sie machen, nicht gefüllt werden.

Wenn alle nur so wirtschaftlich denken würden wie du, sähe die Welt wesentlich ärmer, kälter und gefühlloser aus, als sie es jetzt schon tut und das liegt vielleicht auch daran, dass es zuviele Menschen gibt, die NUR wirtschaftlich denken!

So und jetzt kannst du gerne meinen Post Satz für Satz auseinander nehmen und Gegenargumente bringen, gespannt wäre ich darauf!!!

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25. Mai 2010 um 14:47

Professionalität
Liebe Jasmin, ich möchte dich jetzt nicht (noch mehr) verunsichern, aber wenn ein Psychotherapeut so etwas sagt, dann ist das äußerst unprofessionell und gäbe mir kein Vertrauen für die doch sehr persönliche weitere Auseinandersetzung mit ihm.

Stell dir vor, ein Ersthelfer am Unfallsort sagt zum Opfer, "Na bumm ,sie schaun aber schön aus! Toi, toi toi."

Und du siehst ja selbst, was diese Bemerkung bei dir - völlig zu Recht - auslöst. Verunsicherung und Sorge.

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25. Mai 2010 um 15:21

Es
ist wohl einfach so, dass wir beide in diesen Dingen in einer unterschiedlichen Sprache sprechen/die Dinge von einer anderen Seite sehen.
Dabei ist weder die eine Seite noch die andere meiner Meinung nach die falsche nur man kommt wohl nicht nicht wirklich auf einen gemeinsamen Nenner.
Du siehst das Ganze rationell ich eher emotional.

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25. Mai 2010 um 15:50

Verteidigung
ist nicht notwendig, da ich dir doch in deinen (wirtschaftlichen) Ausführungen durchaus recht gegeben habe, jedenfalls zum Teil.

Ich denke, du vergisst allerdings in deinen Ausführungen immer wieder, dass hier ein Forum ist, in dem sich sozusagen der Durchschnittsmensch bewegt, seine Probleme offen legt und Rat und Hilfe und auch Verständnis erwartet.
Das mit dem Verständnis für alles und jeden fällt manchmal allerdings durchaus schwer (mir jedenfalls gebe ich zu).
Aber es ist und bleibt nunmal ein Laienforum und es ist keine Diskussionsrunde für die politischen und wirtschaftlichen Probleme unseres Landes.

Solche Ausführungen, wer sich trotzdem die Mühe macht in allen Ehren, werden größtenteils ungehört und effektlos verpuffen.

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