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Wenn das Liebe ist...?

12. Mai 2003 um 16:45

Hallo meine Lieben,

Val ist in den Bergen (auf der Alm ) und leider auch dort nicht frei von Gedanken, Grübeleien, Sehnsüchten... Zum Glück gibt's einen Internetanschluss, und den sogar wireless!

Ich habe festgestellt, dass ich, denke ich an einen gewissen Menschen, also an IHN, nicht nur freundliche Gefühle für ihn hege.

Ich oute mich jetzt mal:

Nein, ich will nicht, dass es ihm gut geht, wenn ich leide.
Ja, ich will, dass er sich auch mal besch... fühlt wegen mir.
Nein, ich gönne ihm keine schöne Zeit, wenn er sie ohne mich verbringt.
Ja, ich will, dass er Sehnsucht nach mir hat und deswegen schlecht drauf ist.

Ist das nicht schrecklich? Also, es ist nicht immer so, im allgemeinen wünsche ich ihm schon das Beste, aber manchmal kommen o.g. Gefühle durch. Zum Beispiel: Ich schicke ihm eine Mail oder SMS, in der steht, dass ich ihn liebe. Es kommt keine Antwort. Ich gehe nicht davon aus, dass er strahlend und mit rotem Kopf dasitzt und sich freut und deswegen nicht antwortet. Nein, ich denke mir, dass es ihm egal ist oder ihn sogar nervt. Und dann werde ich tierisch sauer!

Ist das Liebe? Ich weiß nicht. Manchmal fürchte ich, es ist eher eine Mischung aus Verliebtheit, Besitzansprüchen (unerfüllbar und überhaupt total daneben) und Eitelkeit meinerseits.

Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße aus den Bergen,

Val mit schlechtem Gewissen *knirsch*

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12. Mai 2003 um 16:55

Mensch Val!!!!
Auf der Oim da gibts kaaaa Sünd net!

Ich hoffe da oben hat es schönes Wetter! Grüss mir die Schneegämse! "Mei Franzl die ewige Jogd is a soooo faad".


Willkommen im Club. Was Du schreibst kenne ich. Man fühlt sich so, weil man eben nicht dass zurückbekommt, was man gerne hätte. Sehr menschlich. Man stellt eben doch einen Anspruch ans Gegenüber, ob man nun will oder nicht, ob man liebt oder nicht.

Und ist es nicht ganz natürlich, dass man mit der Zeit, wenn man schon viele Male enttäuscht wurde, viele Male wegen dem anderen traurig war , viele schöne Momente nicht wirklich geniessen konnte, weil der geliebte Mensch nicht da war, um es zu teilen, ist dann nicht natürlich auch mal den Kanal voll zu haben davon?

Den Kanal auch voll von der eigenen Liebe zum anderen?? Weil es halt doch zu oft zu weh tut?

Auch deinen Wunsch danach, der andere würde sich vor Sehnsucht verzehren, würde leiden, endlich einsehen, was für ein Schmock er ist, weil er einen nicht anbetet, erhört, diesen Wunsch kenn ich auch nur zu gut.

Ich kenn es aber auch, wie es ist, wenn man der andere ist und einfach nichts denkt oder fühlt. Wenn die Gedanken den anderen nur streifen. Und man dann später erfährt, wie sich der andere gefühlt/verzehrt hat.

Ich kann Dich gut verstehen Val! Habe aber leider keinen Rat.

Grüsse aus dem Tal!

Avalanche!

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12. Mai 2003 um 16:55

Hallo Val
Du hast mir auch schon hier sehr viel geholfen und ein bisschen kann ich Dir jetzt vielleicht zurückgeben.

Was Du denkst ist für mich total normal, diese Gedanken kenne ich. Sogar der Herr Grönemeyer hat darüber mal ein Lied geschrieben "Für Dein Leben nach mir ... wünsche ich Dir viel Pech ich hoffe es geht Dir so richtig schlecht...." Vielleicht kennst Du es ja.

Ansonsten ob das Liebe ist .... schwierig ich bin oft auch nicht in der Lage zu unterscheiden ob ich Liebe nur denke oder fühle.

Liebe Grüße
Sinn68

oder im normalen Leben Simone

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12. Mai 2003 um 17:06

Liebe val
ich verfolge deine 'geschichte' nun schon ein weilchen.. was genau diese geschichte für dich bedeutet, was er dir bedeutet, dass kannst letztendlich nur du wissen.. aber ich habe ein paar fragen an dich:

ungeachtet der geschichte, wie verlief deine letzte beziehung eigentlich? also wie lange warst du single? wie fühltest du dich in einer festen beziehung? war sie dir oft zu eng? fühltest du dich unterfordert?

würde mich interessieren, was du darauf antwortest, ich frage das nämlich aus einem bestimmten grund heraus.. das erklär ich dir dann, wenn sich meine vermutung bestätigt hat


grüsse, day

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12. Mai 2003 um 17:29
In Antwort auf Avalanche

Mensch Val!!!!
Auf der Oim da gibts kaaaa Sünd net!

Ich hoffe da oben hat es schönes Wetter! Grüss mir die Schneegämse! "Mei Franzl die ewige Jogd is a soooo faad".


Willkommen im Club. Was Du schreibst kenne ich. Man fühlt sich so, weil man eben nicht dass zurückbekommt, was man gerne hätte. Sehr menschlich. Man stellt eben doch einen Anspruch ans Gegenüber, ob man nun will oder nicht, ob man liebt oder nicht.

Und ist es nicht ganz natürlich, dass man mit der Zeit, wenn man schon viele Male enttäuscht wurde, viele Male wegen dem anderen traurig war , viele schöne Momente nicht wirklich geniessen konnte, weil der geliebte Mensch nicht da war, um es zu teilen, ist dann nicht natürlich auch mal den Kanal voll zu haben davon?

Den Kanal auch voll von der eigenen Liebe zum anderen?? Weil es halt doch zu oft zu weh tut?

Auch deinen Wunsch danach, der andere würde sich vor Sehnsucht verzehren, würde leiden, endlich einsehen, was für ein Schmock er ist, weil er einen nicht anbetet, erhört, diesen Wunsch kenn ich auch nur zu gut.

Ich kenn es aber auch, wie es ist, wenn man der andere ist und einfach nichts denkt oder fühlt. Wenn die Gedanken den anderen nur streifen. Und man dann später erfährt, wie sich der andere gefühlt/verzehrt hat.

Ich kann Dich gut verstehen Val! Habe aber leider keinen Rat.

Grüsse aus dem Tal!

Avalanche!

Hey Du
...hab Dir gerade gemailt, übrigens.

Einen Rat erwarte ich auch gar nicht. Aber ich finde es beruhigend, dass es nicht nur mir so geht...

Übrigens denke ich nicht, dass "der andere einfach nichts denkt und fühlt". Wenn das so wäre, wäre es leicht, ihn abzuhaken, denn für einseitige Teenager-Schwärmereien bin ich schon zu alt. Dann würde das nicht seit fast zwei Jahren so gehen.

Nein, ich weiß es ja, er liebt mich auch, er ist nur einfach einiges älter als ich, vernünftiger und vor allem konsequenter. Er sagte mal zu mir, dass er sich 99% der SMS und Mails an mich verkneife, mit Gewalt zum Teil... Und ich schicke halt 99% ab - das ist der Unterschied.

Grüße von der Alm!

Val

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12. Mai 2003 um 17:33
In Antwort auf macie_12756795

Hallo Val
Du hast mir auch schon hier sehr viel geholfen und ein bisschen kann ich Dir jetzt vielleicht zurückgeben.

Was Du denkst ist für mich total normal, diese Gedanken kenne ich. Sogar der Herr Grönemeyer hat darüber mal ein Lied geschrieben "Für Dein Leben nach mir ... wünsche ich Dir viel Pech ich hoffe es geht Dir so richtig schlecht...." Vielleicht kennst Du es ja.

Ansonsten ob das Liebe ist .... schwierig ich bin oft auch nicht in der Lage zu unterscheiden ob ich Liebe nur denke oder fühle.

Liebe Grüße
Sinn68

oder im normalen Leben Simone

Hallo Simone
Das beruhigt mich jetzt schon. Und wenn sogar Herbert "Das Leben ist nicht fair" Grönemeyer das singt...

Werde mir einfach weniger Gedanken und das Hier und Jetzt - ganz alleine - genießen!

LG, Val

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12. Mai 2003 um 17:36
In Antwort auf lita_12942047

Liebe val
ich verfolge deine 'geschichte' nun schon ein weilchen.. was genau diese geschichte für dich bedeutet, was er dir bedeutet, dass kannst letztendlich nur du wissen.. aber ich habe ein paar fragen an dich:

ungeachtet der geschichte, wie verlief deine letzte beziehung eigentlich? also wie lange warst du single? wie fühltest du dich in einer festen beziehung? war sie dir oft zu eng? fühltest du dich unterfordert?

würde mich interessieren, was du darauf antwortest, ich frage das nämlich aus einem bestimmten grund heraus.. das erklär ich dir dann, wenn sich meine vermutung bestätigt hat


grüsse, day

Hallo Day
...hm, ich möchte ungern mein halbes Leben hier im Forum ausbreiten, ungern deshalb, weil ich schon konkreter werden müsste und immer in der Panik lebe, dass mich jemand aus meinem "Real Life" hier erkennt.

Aber ich kann es Dir ja vielleicht mailen. Hast Du eine GoFe-Adresse?

LG, Val

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12. Mai 2003 um 17:40
In Antwort auf oxana_12918730

Hallo Day
...hm, ich möchte ungern mein halbes Leben hier im Forum ausbreiten, ungern deshalb, weil ich schon konkreter werden müsste und immer in der Panik lebe, dass mich jemand aus meinem "Real Life" hier erkennt.

Aber ich kann es Dir ja vielleicht mailen. Hast Du eine GoFe-Adresse?

LG, Val

Klar
mail einfach an meinen nick!

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12. Mai 2003 um 17:43
In Antwort auf oxana_12918730

Hey Du
...hab Dir gerade gemailt, übrigens.

Einen Rat erwarte ich auch gar nicht. Aber ich finde es beruhigend, dass es nicht nur mir so geht...

Übrigens denke ich nicht, dass "der andere einfach nichts denkt und fühlt". Wenn das so wäre, wäre es leicht, ihn abzuhaken, denn für einseitige Teenager-Schwärmereien bin ich schon zu alt. Dann würde das nicht seit fast zwei Jahren so gehen.

Nein, ich weiß es ja, er liebt mich auch, er ist nur einfach einiges älter als ich, vernünftiger und vor allem konsequenter. Er sagte mal zu mir, dass er sich 99% der SMS und Mails an mich verkneife, mit Gewalt zum Teil... Und ich schicke halt 99% ab - das ist der Unterschied.

Grüße von der Alm!

Val

Hi Val
das mit dem nur-kurz-an-den-anderen-denken und Gedanken-streifen war nicht auf Deinen Fall gemüntzt. Ich kenns halt nur von mir.

Tja, ich bin für einseitige Teenager-Schwärmereien leider immer noch nicht zu alt!

Alt genug, um immer noch zu schwärmen!

Avalanche!

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12. Mai 2003 um 17:53
In Antwort auf Avalanche

Hi Val
das mit dem nur-kurz-an-den-anderen-denken und Gedanken-streifen war nicht auf Deinen Fall gemüntzt. Ich kenns halt nur von mir.

Tja, ich bin für einseitige Teenager-Schwärmereien leider immer noch nicht zu alt!

Alt genug, um immer noch zu schwärmen!

Avalanche!

Ach so
Dann ist ja gut...

"Tja, ich bin für einseitige Teenager-Schwärmereien leider immer noch nicht zu alt!"

Du bist aber auch ein Mann und bei Dir gibt's keine biologische Uhr, die "tick, tick" macht und noch mehr. Sie sagt auch Sachen wie: "Val, allmählich solltest Du Dein Beziehungsleben mal auf die Reihe kriegen, sonst wird das nix mehr mit der Familie, die Du so gerne hättest..."

Ich glaube schon, dass das eine Rolle spielt...

Val

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12. Mai 2003 um 19:49
In Antwort auf oxana_12918730

Ach so
Dann ist ja gut...

"Tja, ich bin für einseitige Teenager-Schwärmereien leider immer noch nicht zu alt!"

Du bist aber auch ein Mann und bei Dir gibt's keine biologische Uhr, die "tick, tick" macht und noch mehr. Sie sagt auch Sachen wie: "Val, allmählich solltest Du Dein Beziehungsleben mal auf die Reihe kriegen, sonst wird das nix mehr mit der Familie, die Du so gerne hättest..."

Ich glaube schon, dass das eine Rolle spielt...

Val

Find ich nicht...
Ich finde bei uns allen tickt doch die Uhr, oder nicht??

Klar kann man als Mann auch noch mit 70 Kinder zeugen. Aber diese Kinder Heranwachsen sehen, mit ihnen noch schöne Dinge erleben (auf dem Bolzplatz rumkicken am Sonntag mit dem Sohnemann, mit der Tochter am Meer baden, ein Ausflug in die Berge etc. etc.), dass geht dann halt nicht mehr so leicht.

Schau, um endlich auf den Punkt zu kommen, ich könnte der allgemeinen Meinung nach alles machen als Mann (Freundinnen bis ich 50 bin, je älter ich bin, desto jünger die Freundinnen, um mal ein Klischee zu bedienen). Aber ist es das was ich will? Ich glaubs nicht, denn eigentlich träumen wir alle den gleichen Traum: einen Ort haben (Familie) an dem wir sicher sind.

Und ich will es eben auch haben, solange ich noch jung bin. Also tickt für manche Männer auch die Uhr, nur eben nicht die biologische, sondern die psychologische.

Aber ich sehe halt auch, wie es immer schwieriger wird in unserer Welt einen zweiten Menschen zu finden, der das auch will und bereit ist auch die "Schattenseiten", oder sagen wir besser, die wahren "Herausforderungen" anzunehmen: es gibt Schmetterlinge nicht auf ewig, die Sehnsucht brennt nicht immer lichterloh, manchmal schlagen die Herzen nicht im gleichen Takt. Aber wie schön, wenn man dann einen Menschen findet, den man jedes Jahr fragen kann: sollen wir es noch ein Jahr probieren?? Und wie schön kann es sein auch dafür zu kämpfen.


Es grüsst,

Avalanche!

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12. Mai 2003 um 20:09

Liebe Val,
wahrscheinlich ist es ziemlich unerheblich, ob wir Dir hier etwas schreiben, oder nicht, denn Du willst ja leiden!

Du hast Dich für eine Liebe entschieden, die keine Zukunft hat und nun hast Du Dich auch entschieden, zu leiden.

Ja, es gibt solche Lieben, bei denen von beiden Seiten große Gefühle da sind, eine "normale" Beziehung aber nicht möglich ist.

Wie man dann damit umgeht, ist jedem selbst überlassen.
Man kann sich grämen, über das, was man nicht hat und dem anderen wünschen, es möge ihm ähnlich schlecht gehen.
Oder man kann sich an dem erfreuen, was man hat und die realistische Sichtweise dabei nicht aus den Augen verlieren.

Vermutlich ist alleine Deine Anerkennung des Zustandes (nämlich Leid) schon ein guter Schritt, um sich irgendwann abzulösen und das Leben wieder in andere Bahnen zu bringen - selbst, wenn die Liebe noch nicht wirklich erloschen ist.

Ich hab damals beschlossen, mit dem Leiden aufzuhören (weils nämlich einfach ein blödes Gefühl ist, welches mir das Leben versaut), meine Liebe im Herzen zu behalten, jedoch mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen - ohne den Mann, der mit mir nicht konnte/wollte.
Man kann einfach aufhören, sich immer wieder einwickeln zu lassen und in jeden Satz neue Hoffnung auf eine Besserung oder Änderung zu interpretieren.
Sobald man die Mechanismen erkannt hat...

Vielleicht bist Du damit auf gar keinem schlechten Weg?

Liebe Grüße, harter Kern

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12. Mai 2003 um 20:17

Kann ich nachvollziehen................
und warum soll es keine Liebe sein? Die Liebe, die völlig selbstlos ist, bei der man immer wünscht, daß es dem anderen gut geht, daß der andere sich immer wohl und SICHER fühlt, die gibt es meiner Meinung nach nicht. Naja, vielleicht noch bei Mary Poppins, aber wer will das schon sein?
Liebe ist immer auch Tagesform abhängig! Es gibt Zeiten, da wünsche ich dem anderen nur das Beste, da will ich dem mann, den ich liebe, behütet und beschützt und sich meiner selbst sicher wissen. Und dann gibt es Phasen, da will ich, daß er leidet (jetzt zum Beispiel). Ich will, daß er, genau wie ich, das Handy in Reichweite hat, das er an mich denkt, daß er überlegt, ob ich gerade an ihn denke und ob ich mich ohne ihn wohlfühle.
Liebe, das sind immer zwei Seiten einer Medaille. Ich habe einen Freund, den ich manchmal so liebhabe, daß ich ihn sofort in den Arm nehmen und küssen möchte, und manchmal rege ich mich so über ihn auf, daß ich ihn schlagen möchte. Aber eines ist er mir nie, nämlich gleichgültig! Ich habe ihm das mal gesagt, und da hat er mich in den Arm genommen und mir eine Liebeserklärung unter Freunden gemacht.
Und das ist doch wohl der Kern der Sache, nur wenn Dir jemand nicht gleichgültig ist, dann kann er Dich auch verletzen und genauso wünschst Du dir doch auch, ihm manchmal wehzutun - und sei es, damit er sich klar darüber ist, was Du ihm bedeutest.
Besitzansprüche, Eitelkeit, ja, das ist wohl immer dabei. Aber Du bist ja schließlich nicht Mutter Theresa, sondern ein Mensch mit Schwächen und (ganz kleinen) Fehlern.
Liebe Grüße
Jane

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12. Mai 2003 um 20:20
In Antwort auf Avalanche

Find ich nicht...
Ich finde bei uns allen tickt doch die Uhr, oder nicht??

Klar kann man als Mann auch noch mit 70 Kinder zeugen. Aber diese Kinder Heranwachsen sehen, mit ihnen noch schöne Dinge erleben (auf dem Bolzplatz rumkicken am Sonntag mit dem Sohnemann, mit der Tochter am Meer baden, ein Ausflug in die Berge etc. etc.), dass geht dann halt nicht mehr so leicht.

Schau, um endlich auf den Punkt zu kommen, ich könnte der allgemeinen Meinung nach alles machen als Mann (Freundinnen bis ich 50 bin, je älter ich bin, desto jünger die Freundinnen, um mal ein Klischee zu bedienen). Aber ist es das was ich will? Ich glaubs nicht, denn eigentlich träumen wir alle den gleichen Traum: einen Ort haben (Familie) an dem wir sicher sind.

Und ich will es eben auch haben, solange ich noch jung bin. Also tickt für manche Männer auch die Uhr, nur eben nicht die biologische, sondern die psychologische.

Aber ich sehe halt auch, wie es immer schwieriger wird in unserer Welt einen zweiten Menschen zu finden, der das auch will und bereit ist auch die "Schattenseiten", oder sagen wir besser, die wahren "Herausforderungen" anzunehmen: es gibt Schmetterlinge nicht auf ewig, die Sehnsucht brennt nicht immer lichterloh, manchmal schlagen die Herzen nicht im gleichen Takt. Aber wie schön, wenn man dann einen Menschen findet, den man jedes Jahr fragen kann: sollen wir es noch ein Jahr probieren?? Und wie schön kann es sein auch dafür zu kämpfen.


Es grüsst,

Avalanche!

@avalanche
oh mann, schade dass du noch sooo jung bist und ich schon sooo alt

bist echt ein besonderer mensch, so richtig schön tiefgründig aber auch mit ecken und kanten (mal eben den bagger ausgepackt hat, lol)

bleib wie du bist (aber nicht eingebildet werden

lg--kittekatt

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12. Mai 2003 um 20:34

Liebe ist...
Hi Val,

das ist eine frage, an der sich generationen von philosophen schon die zähne ausgebissen haben.

ich versuche es mal hier aufzuschreiben...

aus verschiedenen sichtweisen ist liebe die magnetische anziehungskraft zwischen zwei menschen. man verliebt sich einfach durch den kontakt. aus geheimnisvollen (vielleicht auch biologischen) gründen bemerkt man plötzlich eine person und verliebt sich in sie. allerdings nur, wenn wir dafür empfänglich sind. unsere sensoren sind dann auch dafür offen und gewissermassen auf der suche.
und dann finden wir in diesem menschen etwas, das wir gesucht haben, eine ergänzung sozusagen und diese entdeckung tut so unendlich gut, dass wir diesen menschen immer um uns haben wollen und dass wir unter der entfernung leiden. das ist verliebtsein.

leider neigen wir dazu, dass wir den menschen, der uns so unendlich wohl tut ganz und gar besitzen wollen. und weil wir so sehr unter der entfernung leiden tun wir auch dinge, bei denen wir unser verhalten rational gesehen selbst nicht richtig einordnen können. ja und wie oft erwarten wir etwas für uns selbst. z.b. dass derjenige, in den wir verliebt sind sich von uns besitzen lässt, gerade weil wir in ihn verliebt sind.

diese form von liebe ist sehr wankelmütig, unbeständig und wahrscheinlich auch nicht ganz wirklich, da sie einfach endlich ist.
denn nur wenn wir dieses verliebtsein und damit unsere definition von liebe in etwas selbstloses und menschenfreundliches erweitern, können wir vom geliebten menschen nicht mehr enttäuscht werden, denn dann erwarten wir nichts für uns selbst.

leider beruht liebe nicht immer auf gegenseitigkeit. einfach weil es oft vorkommt, dass ein mensch zwar das verkörpert, was wir suchten, wir selbst aber nicht dem entsprechen was der mensch gerade braucht. manchmal entdecken wir gerade das während einer beziehung. so ist das leiden an der liebe auch vorprogrammiert.

dir liebe grüsse
cosmic.








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12. Mai 2003 um 20:52
In Antwort auf kittekatt

@avalanche
oh mann, schade dass du noch sooo jung bist und ich schon sooo alt

bist echt ein besonderer mensch, so richtig schön tiefgründig aber auch mit ecken und kanten (mal eben den bagger ausgepackt hat, lol)

bleib wie du bist (aber nicht eingebildet werden

lg--kittekatt

Kittekatt
Danke für das tolle Kompliment!

Und vor allem Danke für das mit den Ecken und Kanten! Die hab ich nämlich wirklich!

Ich bleib so wie ich bin, versprochen!

Viele liebe Grüsse,

Avalanche!

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12. Mai 2003 um 23:58

Liebe ist individuell ...
Hallo liebe Val,

ich kann nur für mich sagen, was Liebe ist ...
und was du beschreibst, nenne ich nicht Liebe.
Ich sag dazu Abnabelung.
Gesunden.
Zu mir finden ... über den Umweg, ihm Leid zu wünschen. So richtig schön selbstgerecht sein.
Schrecklich? Nein ... traurig vielleicht. Weil nur so wenig übrig geblieben ist.
Weil es so weh tut.
Aber ich fühle auch fast schon Linderung dabei ... noch nicht, aber ich weiß, dass es bald soweit sein wird.

Liebe Val, ein lieber Gruß auf die Alm von peas

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13. Mai 2003 um 8:42

Guten Morgen meine Liebe Val!!!
Ich habe mir die anderen Beiträge nicht durchgelesen, deswegen verzeih mir, wenn ich mich vielleicht wiederhole, vielleicht hatte jemand schon vor mir diesen Gedanken.

Ich kann dich vollkommen verstehen, denn mir geht es nicht anders. Auf der einen Seite wünsche ich IHM nur alles erdenklich gute und das er endlich seinen Frieden findet, auf der anderen Seite stelle ich mir vor, dass er womöglich mit einer anderen Frau glücklicher sein wird, als er es jemals mit mir war. Und da kommen dann auch die von dir beschriebenen Gefühle hoch. Da kommt dieses häßliche Gefühl von Eifersucht, vielleicht sogar auch Neid, Wut auf mich selbst, dass ich immer noch nicht losgelassen habe, Wut auf ihn, dass er für all diese Gefühle in mir irgendwie verantwortlich ist. Es sind Phasen, wenn ich einen sehr guten Tag hatte, dann denke ich sehr wenig daran, wenn es mir aber wieder schlecht geht, dann geht die alte Geschichte wieder los. Mein Gott, was soll man dazu sagen, es ist wohl nachvollziehbar, und es bringt nichts, diese Gefühle zu analysieren, denn sie sind da und sind wohl menschlich. Es gibt sicherlich Menschen, die so selbstlos sind, dass es schon fast nicht normal ist. Woran das liegt, weiß ich nicht!!!

Aber in diesen Zeiten der Verzweiflung kommen oft andere Gedanken ans Tageslicht. Ich denke mir oft, warum ist man sich der Liebe der Eltern oder seiner Geschwister oder seiner besten Freunde immer bewußt, warum ist diese Liebe so selbstverständlich, ohne dass wir jemals daran zweifeln werden???!!!! Denn diese Liebe ist doch eigentlich nichts anderes, außer, dass man seinem Liebsten körperlich nah sein möchte. Sehe ich das falsch. Was für einen Unterschied gibt es da, gibt es überhaupt welchen???!!!! Das sind nur Gedankengänge, die mich zum Grübeln bringen, warum wir Menschen vielleicht diesen Unterschied machen. Warum machen wir uns so abhängig vom Glück anderer??? Vielleicht gibt es jemanden, der mir dies beantworten könnte!!! Hast du eine Idee!

LG
duschka

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13. Mai 2003 um 11:03
In Antwort auf gena_12107388

Guten Morgen meine Liebe Val!!!
Ich habe mir die anderen Beiträge nicht durchgelesen, deswegen verzeih mir, wenn ich mich vielleicht wiederhole, vielleicht hatte jemand schon vor mir diesen Gedanken.

Ich kann dich vollkommen verstehen, denn mir geht es nicht anders. Auf der einen Seite wünsche ich IHM nur alles erdenklich gute und das er endlich seinen Frieden findet, auf der anderen Seite stelle ich mir vor, dass er womöglich mit einer anderen Frau glücklicher sein wird, als er es jemals mit mir war. Und da kommen dann auch die von dir beschriebenen Gefühle hoch. Da kommt dieses häßliche Gefühl von Eifersucht, vielleicht sogar auch Neid, Wut auf mich selbst, dass ich immer noch nicht losgelassen habe, Wut auf ihn, dass er für all diese Gefühle in mir irgendwie verantwortlich ist. Es sind Phasen, wenn ich einen sehr guten Tag hatte, dann denke ich sehr wenig daran, wenn es mir aber wieder schlecht geht, dann geht die alte Geschichte wieder los. Mein Gott, was soll man dazu sagen, es ist wohl nachvollziehbar, und es bringt nichts, diese Gefühle zu analysieren, denn sie sind da und sind wohl menschlich. Es gibt sicherlich Menschen, die so selbstlos sind, dass es schon fast nicht normal ist. Woran das liegt, weiß ich nicht!!!

Aber in diesen Zeiten der Verzweiflung kommen oft andere Gedanken ans Tageslicht. Ich denke mir oft, warum ist man sich der Liebe der Eltern oder seiner Geschwister oder seiner besten Freunde immer bewußt, warum ist diese Liebe so selbstverständlich, ohne dass wir jemals daran zweifeln werden???!!!! Denn diese Liebe ist doch eigentlich nichts anderes, außer, dass man seinem Liebsten körperlich nah sein möchte. Sehe ich das falsch. Was für einen Unterschied gibt es da, gibt es überhaupt welchen???!!!! Das sind nur Gedankengänge, die mich zum Grübeln bringen, warum wir Menschen vielleicht diesen Unterschied machen. Warum machen wir uns so abhängig vom Glück anderer??? Vielleicht gibt es jemanden, der mir dies beantworten könnte!!! Hast du eine Idee!

LG
duschka

Liebe Duschka!
Es beruhigt mich, dass ich nicht das einzige "Ego-Tier" bin...

Zu Deinen anderen Gedanken: Ich glaube schon, dass es zwei Arten von Liebe sind, die Liebe der Eltern/Geschwister und die des Partners. Leider ist unsere Sprache so arm, es gibt viel zu wenig Worte für dieses Phänomen.

Aber ich versuch's trotzdem mal!

Also - die Liebe der Eltern ist eine Liebe, die naturgegeben ist. Sie lieben Dich nicht, weil Du so toll bist, weil Du ein liebenswerter Mensch bist, sondern weil Du ihr Kind bist. Sie lieben Dich auch, wenn Du ihnen eigentlich gar keinen Grund dafür gibst. Deswegen muss man an dieser Liebe auch nicht zweifeln. Mann muss nicht mal was dafür tun. Sie ist einfach da, grundlos, bedingungslos. (Im Idealfall)

Die Liebe zu einem Mann (in unserem Fall) und von einem Mann ist was anderes. Er liebt Dich, weil die Gene passen und weil Du bestimmte Charaktereigenschaften hast, weil Du Dich auf eine bestimmte Weise verhältst. Weil Du bist, wer Du bist und nicht, weil Du einfach da bist. Das Unberechenbare daran ist der erotische Faktor. Deswegen sind ja auch Freundschaften nicht so kompliziert wie Beziehungen. Durch das Erotische kommt der Wunsch nach Exklusivität, die Eifersucht, die Verlustangst.

Die alten Griechen trennen zwischen AGAPE (freundschaftliche Liebe) und EROS (erotische Liebe). Das ist schon mal ein guter Ansatz. Natürlich kann man auch beides für einen Menschen empfinden.

Was noch einen Unterschied macht bei der Liebe zwischen Mann und Frau zu der Elternliebe: Die Liebe zu einem Mann hat viel mehr mit "sich spiegeln" zu tun. Jeder Mensch braucht eine Reflexionsfläche, um sich selbst sehen zu können. Keiner kann ohne Spiegel existieren. Das ist auch der Grund, warum man sich oft einen Partner sucht bzw. gerade den so faszinierend findet, der Dinge verkörpert, die man an sich selbst vermisst, bewusst oder unbewusst. Deswegen faszinieren mich z.B. die Abenteurer-Typen - weil ich selbst eher vernünftig und realistisch bin und gerne etwas verwegener und mutiger wäre. Ich finde Männer toll, die sich nix drum scheren, was andere denken, weil ich selbst gerne ein bisschen mehr so wäre. Und so weiter.

Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum man sich so verloren und hilflos fühlt, wenn der andere dann plötzlich weg ist. Die Reflexion klappt nicht mehr. Man fühlt sich nur noch halb und das Selbstbewusstsein leidet.

Dazu passt, was eine (neue) Liebe so faszinierend macht: Indem man vom anderen "entdeckt" wird, findet man an sich selbst völlig neue, bisher schlafende Seiten. So ging es mir zumindest. Ich wusste vorher nicht direkt, dass ich Menschen faszinieren kann, dass ich alles andere als langweilig bin (was ich immer dachte - dass ich eher langweilig bin), dass ich oft anders, ja fast quer denke. Das Problem - ich bin süchtig nach dieser Bestätigung geworden...

Das ist alles ziemlich nüchtern, ich weiß. Es ist natürlich nur ein kleiner Teil des Phänomens Liebe. Es gibt noch so viel mehr. Aber daran haben sich schon die größten Philosophen die Zähne ausgebissen...

Lies doch mal Erich Fromms "Die Kunst des Liebens", ein Uraltbuch, aber immer noch gut.

Liebe Grüße an Dich

Val

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13. Mai 2003 um 12:34

Hallo Val,
Du hast dieses Thema also auch immer noch nicht abschliessen können?!

Wie ist denn jetzt der Stand der Dinge bei euch beiden? Ich war schon lange nicht mehr im Forum und bin somit nicht auf dem neusten Stand der Dinge? Aber wie es aussieht, nicht so wirklich gut?!

Ach die Männer. Irgendwie ist es doch ein leidiges Thema, oder?!

Kannst Du die freien Tage denn wenigstens wettertechnisch geniessen?

Ich kann diese Gefühle übrigens super nachempfinden. Geht mir nämlich genauso ! Nur leider habe ich die Befürchtung, dass die Männer uns diesen Gefallen nicht tun. Irgendwie ist es ja auch mehr oder weniger ihre Entscheidung gewesen.

Bei mir gibt es in dieser Beziehung auch nichts neues. Es ist nichts beendet, aber wir sehen uns auch nicht mehr. Es beschränkt sich auch mehr aufs blöde SMS-Schreiben. Ich hasse das!

Wenn ich ihn dann mal mehr oder weniger durch Zufall wiedersehe, heult er mir die Ohren voll, wie doll er mich vermißt und wie gern er mich hat. Das war es dann aber auch wieder. Ich bin völlig entnervt und ich habe wirklich langsam keine Lust mehr. Irgendwann komme sogar ich mir verarscht vor. Ich habe schon gedacht, diese Fähigkeit hätte ich schon total verlernt !

Also Kopf hoch liebe Val! Genieß die freien Tage und tritt ihm endlich in seinen verdammten A... (Entschuldigung).

Ich glaube von Dir kam auch mal der Rat, sich nicht mehr bei dem anderen zu melden ! Willst Du gelten, mach Dich selten!

Ich glaube dieses Hinterherlaufen oder ihnen sagen, dass man sie liebt bringt irgendwann auch nichts mehr.

Kopf hoch, Brust raus und weiter gehts!! Auf dem Standpunkt stehe ich momentan. Wenn sie nicht wissen, was sie an uns haben, haben sie uns auch nicht verdient!

Also liebe Val, melde Dich mal wieder!

Liebe Grüße
sospsrosse


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13. Mai 2003 um 12:43
In Antwort auf oxana_12918730

Hallo Day
...hm, ich möchte ungern mein halbes Leben hier im Forum ausbreiten, ungern deshalb, weil ich schon konkreter werden müsste und immer in der Panik lebe, dass mich jemand aus meinem "Real Life" hier erkennt.

Aber ich kann es Dir ja vielleicht mailen. Hast Du eine GoFe-Adresse?

LG, Val

Val
mail doch lieber an:

die.schreibmaschine@gmx.de

irgendwie will diese mailbox hier nicht so wie ich

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