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Wenn aus Freundschaft plus aufeinmal mehr wird

9. August 2017 um 1:02

Hallo ihr lieben, 

​ich hoffe hier irgendwo Rat bei meiner Lage zu finden.
​Und zwar habe ich mit einem Mann eine Freundschaft plus angefangen. Ich war frisch getrennt, er schon etwas länger single, wir dachten wir probieren es einfach mal. Das Problem ist wir wohnen zusammen in einer Wg mit noch drei weiteren Leuten und es hat sich relativ schnell eine... sagen wir mal andere Beziehung zwischen uns entwickelt als wir es vorhatten. Aus dem "wir haben ab und an mal Sex miteinander und das wars" ist eine intimere Beziehung geworden, bei der Sex eher hintenansteht, das gemeinsame kuscheln und sich nah sein dafür wichtiger.
​Es könnte alles so schön sein, allerdings wann ist es im Leben schonmal einfach.
​Ich habe natürlich schnell gemerkt das ich mehr gefühle für ihn habe als ich es am Anfang zugeben wollte und habe auch gemerkt das er gefühle für mich hat. Gerade wenn wir beide schon ein bisschen was getrunken haben sind wir auch vor anderen sehr Pärchenmäßig unterwegs. 

​Allerdings möchte er im Moment keine Beziehung haben. 
​Wir haben darüber gesprochen und er meinte, dass ihn seine Ex-Ex-Freundin, die ihn mit seinem besten Freund betrogen hat, damals so verletzt hat, dass er immer noch nicht darüber hinweg sei. Als er mit seiner Ex-Freundin zusammenkam war er anfangs noch verliebt in sie, als es dann allerdings eine Beziehung wurde mit der verpflichtung zu Nähe hat er sich schnell emotinal von ihr distanziert. Er sagt, dass er das bei mir nicht möchte. das er gefühle für mich hat und sie nicht durch eine festere Bindung aufs Spiel setzen möchte. Das diese Gefühle mittlerweile stärker sein als für seine Ex. Er sich aber noch nicht diese Nähe und auch den Verpflichtungen einer Beziehung gewachsen fühlt. Er sei mir treu, aber weil er es wirklich wolle und nicht weil er es, aufgrund einer Beziehung müsse. 
Ich habe dem erstmal so zugestimmt, auch aus dem Grund das ich selber gerade erst aus einer Beziehung komme und eigentlich nicht direkt wieder in etwas festes möchte...
Trotzdem komme ich nicht ganz mit der Situation klar, weil ich ihn doch gerne als feste konstante in meinem Leben haben möchte und nicht immer darauf hoffen will, dass er gerade Zeit mit mir verbringen will. Oft frage ich ihn abends ob wir nicht noch ein wenig Zeit zusammen verbringen wollen (wie gesagt, wir wohnen sozusagen Wand an Wand) und werde von ihm abgewiesen. 
​Wie sollte ich mich am besten verhalten? ich möchte ihn auf der einen Seite nicht bedrängen aber auf der anderen Seite auch nicht mehr in der Schwebe stehen. Sollte ich nochmal das Gespräch mit ihm suchen und ihm sagen das ich entweder ganz oder garnicht möchte oder sollte ich lieber abwarten bis er von sich aus ankommt und das Trauma von seiner Ex-Ex endlich überwunden hat? 

​Fragen über Fragen, ich hoffe ihr habt einen Rat für mich
​Eure Jucie

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9. August 2017 um 10:23

Ich verstehe nicht wieso man die Zeit nicht genießen kann so wie es ist, wenn du doch glücklich bist.
Wieso muss alles einen Titel haben?!
Was willst du denn mehr? Er hat Gefühle für dich und sagt dir, dass er dir treu ist. Genieße es doch. Es muss doch nicht immer offiziel den Titel "Beziehung" tragen. 
Damit hättest du bei einer Freundschaft Plus rechnen müssen. 

Genieße die Zeit, hör auf ihn zu nerven und zeige ihm, dass du auch Spaß am Leben hast wenn du nicht mit ihm bist. Mach dich nicht so abhängig. 
Dann wirkst du für ihn direkt viel attraktiver und er wird sich nach und nach schon immer mehr verlieben. Einfach nicht mehr mit dem Thema anfangen. 

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9. August 2017 um 11:11

@lovemeforwhoiam: Ja da wirst du wahrscheinlich recht haben... nerven bringt überhaupt nichts auch wenn es so wunderbar verlockend ist. Ich versuche mich auch schon immer zusammenzureißen und verkneife mir teilweise nen Kommentar, auf dauer ist es aber auch keine Lösung das ich bei jedem Schritt den ich mache nachdenke wie er wohl drauf reagieren könnte..

​@vevlyn:  Bei einer Beziehung spielt noch viel mehr mit rein. Man verbringt seinen Alltag zusammen, das würde man mit seiner F+ niemals tun. Kleine Gesten, kleine Geheimnisse die man teilt.. Gemeinsame Aktivitäten.. das sind all solche Sachen die finde ich kein Aufgeben von Freiheit sondern eher  ein Mehrwert sind. 

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9. August 2017 um 11:24

nun, dass einer mehr Gefühle hat als der andere, kommt auch ohne F+ oft genug vor, oder? Manchmal entwickeln sich Gefühle bei beiden gleich (gleich sehr oder gleich wenig), manchmal beim einen schneller, beim anderen langsamer - was gut gehen kann - aber da auch schon oft genug hakt und manchmal eben nur bei einem stark und beim anderen kaum / gar nicht. Sowohl mit als auch ohne Sex.

F+ ist anyway aus meiner Sicht nur etwas für Menschen, bei denen die Gefühle nicht zwangsläufig so stark am Sex hängen.

Und ehrlich gesagt, wenn man "schon alles voneinander hat", wenn man mit jemandem Sex hat, dann frage ich mich, wie man jemals eine funktionierende Beziehung hinbekommt.

@TE: wenn jemand sagt, dass er keine Beziehung möchte, solltest Du das immer absolut ernst nehmen. Wenn Du den Wunsch nach einer Beziehung hast und Dich die gemeinsame Zeit ohne Beziehung nicht glücklich macht, Dir etwas fehlt, Dir das weh tut - ist es Zeit für Abbruch und auf Distanz gehen. Immer. Egal in welcher Konstellation.

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9. August 2017 um 11:38

ja und wenn das "alles" wäre, gäbe es gar keinen Unterschied zu einer Beziehung, oder?
Oder meinst Du jetzt wirklich, der Unterschied besteht nur in lästigen Pflichten? Wäre ein Widerspruch, denn immer wenn einer Pflichten hat, hat auch einer Rechte.
Außerdem ist es in einer Beziehung eine andere Art Nähe, eine andere Art Gemeinschaft - die man gibt, aber auch erhält. Eine gemeinsame Planung für die Zukunft, der Wunsch, die Zukunft zusammen zue erleben und zu gestalten ...
usw. usw. usw.

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9. August 2017 um 12:29

keine Ahnung, ich kann mir nicht vorstellen, mit jemandem eine Beziehung führen zu wollen, mit dem ich nicht bereits viel Zeit (also 3-6 Monate) so verbracht habe.

Verliebt... habe ich mich schon in Menschen, die ich quasi gar nicht kannte und mit denen ich nie "was hatte" - reiner Hormonfasching und als mehr werte ich das nicht, da habe ich auch ehrlich gesagt gar nicht den Wunsch, dem nachzugehen und "mehr" daraus machen zu wollen.
Aber wie ich an anderer Stelle schon schrieb, fast alle meiner Beziehungen sind aus so etwas entstanden (aber nein, natürlich hat das nicht jedes Mal zu Beziehungen, auch nicht jedes Mal zum Verlieben geführt)
Keine Ahnung, "wie" die Gefühle da gekommen sind. Wenn ich raten sollte, würde ich mal sagen: dadurch, dass genug Vertrauen entstanden ist, dass ich die Menschen näher an mich herangelassen habe (emotional, nicht physisch gemeint, natürlich). Abgesehen von dem reinen Hormonkasper (den ich zudem auch nur sehr, sehr selten habe) brauche ich eine gewisse Vertrauensbasis und eine gewisse bestehende Nähe, um mich so zu verlieben, dass ich das auch ausleben möchte.

Ich bin sicher keine "Normalo - Referenz", gar keine Frage, aber
1) habe ich immer Partner gefunden, mit denen das im "Gleichklang" lief und zwar nicht ohne dabei mehr Probleme mit "Ungleichgewichten" zu haben, als alle anderen auch - also SO exotisch kann das nun auch wieder nicht sein
und 2) kenne ich das auch von anderen, dass sie sich nur Menschen öffnen und öffnen wollen, wo es bereits ein "Grundgerüst" / Fundament gibt und nicht Menschen, die sie eigentlich gar nicht kennen. - noch ein Strich bei "SO exotisch nun auch wieder nicht" (was es noch nicht zur Regel und zum Normalfall macht, falls mir das jemand unterstellen möchte - weiß ich auch.)

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9. August 2017 um 13:15

ist eine Typfrage...

Ich habe eine Freundschaft geschreddert, weil ich plötzlich der Meinung war, einen auf "ich liebe Dich" machen zu müssen. Die Freundschaft bestand da schon 10 Jahre (ohne jedes Plus) - und es hatte von Anfang an immer wieder "geknistert", aber wir waren einstimmig der Meinung, dass wir nur verlieren können, wenn wir irgenwas in diese Richtung machen, was die Schwelle "nur Freunde" überschreitet.
Bis ich irgendwann mal an einem Punkt war, wo meine Zurechnungsfähigkeit irgendwie grundlegend abwesend war, ich noch nicht genug Erfahrung hatte um zu erkennen, dass das keine Zeit für Entscheidungen ist... naja, ich habe die Schwelle überrannt, dadurch, dass ich ihm durch die Freundschaft nah genug war, bin ich damit auch noch durchgekommen, es gab keinen "Schutzwall" für ihn. Bei mir war es ein Strohfeuer, was in 2 Wochen durch war bis auf den letzten Rest - bei ihm leider nicht.
Ich könnte mich immer noch in Grund und Boden schämen deswegen - die Freundschaft ist seit dem auch passe, wir haben nicht einmal mehr Kontakt - seit vielen Jahren schon.

Auch bei anderen Freunden / guten Bekannten hätte und habe ich nie ein "Plus" dran gemacht - das habe ich immer nur dann getan, wenn das der Freundschaft keinen Abrruch tut (außer dem einen Mal halt... ) - passt nicht bei jedem, keine Frage. Aber bei manchen geht das ohne Probleme.

Tja, dann sind wir sehr gegenteilig in dem Punkt, dass ich mich in einen Menschen verliebt habe, den ich noch gar nicht kannte, ist mir... hmmmmmm... so 2 oder 3 mal in meinem Leben passiert.

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