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Weiter hoffen, oder damit abschließen?

12. Juni 2017 um 16:06

Hallo an alle Mitlesenden,muss mal mein Herz hier ausschütten und ich hoffe darauf einiges an konstruktivem Input zu erhalten von euch.Ich werde etwas ausschweifen müssen, damit ihr besser verstehen könnt und über den genauen Sachverhalt Bescheid wisst, euch demnach ein richtiges Bild über meine aktuelle Situation machen könnt. Dennoch werde ich versuchen nicht total auszuschweifen (was mir oftmals sehr schwer fällt^^).Vor 14 Monaten habe ich auf der Geburtstagsfeier einer guten Freundin einen sehr guten Freund von ihr kennengelernt. Wir waren zu dem Zeitpunkt beide gerade endgültig aus einer Partnerschaft ausgebrochen, die uns beide sehr geprägt hatte. Beide litten wir an derselben Problematik, sahen uns mit denselben Gefühlen daraus resultierend konfrontiert und verstanden uns blind. Von Anfang an war da dieses tiefe Verständnis füreinander da. Ich denke rückblickend war auch das immer der Grund, warum wir nie voneinander lassen konnten und ich nun so arg meine Schwierigkeit damit habe, ihn möglicherweise gehenlassen zu müssen. Ich schweife aus... Zurück zu der Feier. Wir saßen also den ganzen Abend zusammen, unterhielten uns angeregt, ich war ihm schon 7 Monate Trennung voraus, deshalb versuchte ich ihm Mut zu machen. Zu diesem Zeitpunkt sah ich ihn aber noch überhaupt nicht als potentiellen "Liebes-Kandidaten" für mich. Nachdem wir uns also kurz tiefgründiger ausgetauscht hatten, haben wir noch einen schönen lustigen Abend alle miteinander verbracht und dann bin ich nach Hause. Ich muss zudem noch erwähnen, dass ich zu dieser Zeit auch noch mit dem Kopf bei einem anderen Mann war.Demnach war ich dann ganz überreicht als meine Freundin mich ansprach und fragte, ob sie ihrem Bekannten meine Nummer geben darf. Er habe sie gefragt, ob sie mich nicht mal fragen würde, ob er sie haben darf, weil ihm unsere Gespräche so zugesagt hätten und er mich gerne mal auf einen Kaffee treffen wollen würde. War so unaufdringlich und süß formuliert, dass ich ihr sagte, dass ich kein Problem damit hätte, wenn sie ihm meine Nummer gäbe. Er meldete sich dann auch relativ zügig bei mir und fragte nach einem "Kaffee-Date". Da ich wie eben erwähnt gerade anderweitig involviert war, habe ich ihm das genauso gegenüber kommuniziert und dass mir aktuell nicht nach einem selbst unverfänglichen Treffen sei. Er fand es gut, dass ich so ehrlich war und zeigte Verständnis. Jedoch blieben wir dann über Monate weiterhin sporadisch in Kontakt und irgendwann dann war meine Neugierde geweckt und ich wollte diesen Mann kennenlernen. So kam es dazu, dass ich ihn spontan zu unserer Mädelsrunde einlud; sprich unsere gemeinsame Freundin kam immer wöchentlich zu mir, wir quatschten, hörten Musik, tranken ein Sektchen/Bier. Muss gestehen, dass es mir zu diesem Zeitpunkt ganz lieb war, dass unsere gemeinsame Freundin beim ersten Mal dabei war, denn ich war nach dem Scheitern meiner Ehe nicht bereit dazu mich schon allein zu treffen mit einem Mann... Ich war ganz überrascht, dass er dann auch wirklich zusagte. Es wurde ein wunderschöner, lustiger und auf Anhieb sehr vertrauter Abend zu dritt. Irgendwannn wollte unsere Freundin dann Heim und so saßen wir dann nur noch zu zweit in meinem Wohnzimmer. Absolut schöner Abend. Wir saßen noch da bis in die Nacht, uns angeregt unterhaltend, lachend. Ich habe mich nie so gut gefühlt wie an diesem Abend...Darauf folgten dann etliche Dates. Eines intensiver als das andere. Auch ein Kurz-Trip über's WE fand statt, da er mein Fernweh erkannte und wir beide dringend einen Tapetenwechsel nötigen hatten zu der Zeit, weil unser beider Vergangenheit uns einzuholen drohte... Diesen Kurz-Trip werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Es waren die schönsten, intensivsten und emotionalsten Tage in meinem Leben nach der Geburt meiner Tochter...Kaum waren wir wieder zurück wurden wir beide jeweils mit unserer Vergangenheit-sprich unseren Ex-Partner konfrontiert, denen das ganz und gar nicht schmeckte, dass wir nun anfingen jemanden anderen zu daten. Man muss dazu sagen, dass wir beide da stark vorbelastet sind. Er hat eine Ex-Freundin, die jedes mal die "ich gebe dir deinen Sohn nicht Nummer spielt" wenn es nicht nach Ihrem Kopf geht und ich einen Ex-Mann, der mich emotional unter Druck setzte, weil er genau wusste, wie wichtig es mir immer war, dass unsere gemeinsame Tochter nach wie vor auch nach der Trennung Mama und Papa behielt und auch zu ihm einen intensiven Kontakt aufrecht erhielt... So erblühte quasi eine neue Liebe, wir beide hatten ineinander all das gefunden, wonach wir uns seit jeher gesehnt hatten und konnten dies nicht miteinander leben, weil wir beide das Alte noch nicht richtig hinter und gelassen und neu sortiert hatten. So brach uns das dann irgendwann das Genick. Allerdings sind wir nie böse auseinander gegangen und so war es dann auch, dass es einander immer wieder zusammen getrieben hat.Daraus wurde dann Monate später ein "lockeres Verhältnis". Ich hatte das so angeleiert und ihm vorgeschlagen. Wir beide sehnten uns nach körperlicher Nähe/Zärtlichkeit, wollten dies aber nicht mit irgendwem leben, da wir beide nicht der Typ dafür sind einfach mal loszuziehen und sich jemanden für eine lockere Affäre zu angeln. Wir brauchen da beide eine gewisse Vertrauensbasis. Er war einverstanden und so fing unsere "Freundschaft Plus" an. Quasi eine Win-Win-Situation für uns zu diesem Zeitpunkt. Beide noch nicht bereit eine neue Partnerschaft mit allem was dazu gehört aufzubauen, aber auf der anderen Seite auch nicht bereit aufeinander zu verzichten. Es kam wie es kommen musste; das ganze lief 3 Monate lang gut bis ich merkte, dass unser Verhältnis anfing nicht mehr "unverfänglich" und "anspruchslos" zu werden- von beiden Seiten. Und auch wenn wir zusammen waren, merkte ich, wie intensiver und gefühlvoller der Sex, die Nähe zueinander wurde und wie er anfing mich anzusehen. Irgendwann fing er dann auch immer wieder mal an, wir könnten ja auch mal etwas zusammen unternehmen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch total verwirrt und verunsichert war, lehnte ich das immer direkt ab in dem Versuch alles so locker zu halten wie nur eben möglich. Ja keine gefühlsmäßigen Verstrickungen. Tja, was soll ich sagen. Irgendwann konnte ich mir dann nicht länger vorspielen, dass da nichts weiter ist. Ich musste mir eingestehen, dass ich nach wie vor tief für ihn empfinde und als mir das dann klar wurde, konnte ich das auch nicht mehr für mich behalten; es musste raus. Daraufhin war er total von den Socken- und total überfordert mit der Situation. Er befand sich zu der Zeit mitten in einem großen Umbruch- er stand kurz davor mit den Renovierungen seines Hauses zu beginnen, die Ex hatte sich mittlerweile wieder entspannt, weil er wieder Solo war, demnach lief das Verhältnis zu seinem Sohn auch endlich "entspannt" und dann komme ich um die Ecke und lasse die Bombe platzen. Dass ich ihn liebe und nun das volle Paket mit ihm möchte. Tja. Was machte er. Zog sich zurück in seinen Schutzpanzer, machte dicht, aber hatte wohl das dringende Bedürfnis sich unserer gemeinsamen Freundin anzuvertrauen, die leider in der Woche dann verhindert war. Und so verkroch er sich immer mehr und es kam was kommen musste- ich fühlte mich zurückgewiesen und zog mich selbst wieder in meinem Schutzpanzer zurück. Sagte ihm, er solle es wagen und sich bei mir melden. Zu unserer gemeinsamen Freundin sagte er dann noch, dass auch er für mich empfinden würde, allerdings absolut überfordert wäre mit der Gesamtsituation und nicht wisse, was er tun soll. Was hinten und vorne ist. Ihm wüchse gerade alles über den Kopf. Tja... Das war es dann.Ich lernte in den kommenden zwei Monaten viele unterschiedliche Männer kennen, aber keiner berührte mich so, wie er es getan hatte. Ich realisierte immer mehr, wie sehr ich diesen Mann doch liebe. Und auch wenn es mich verletzte, dass er meine Liebe so zurückgewiesen hat, so habe ich ihn einfach nicht lange dafür verurteilen können, weil ich ihn so gut verstand wie kein anderer. Denn ich war durch dieselbe Gefühlsverstrickung gegangen wie er und auch ich musste mich in dieser Zeit zurückziehen, ihm vor den Kopf stoßen um erstmal mit dem Alten richtig abzuschließen, mich selbst wieder neu zu sortieren und zu finden. Nun war er in meiner Situation. Ich erkannte also, dass mich noch nie davor als auch danach ein Mann so berührt hat wie er und entschied mich dafür zu kämpfen. Ich schrieb ihm also meine Gefühle von der Seele, erinnerte ihn an unsere kurze intensive Zeit zusammen, an das Gefühl des sich verstanden fühlens und miteinander im Einklang zu sein. Ich gab alles. Und hörte Tage nichts von ihm. Das tat weh. Ich bat ihn vor ein paar Tagen darum mich wenigstens von dem "Schwebezustand" zu erlösen, damit ich damit versuchen kann abzuschließen. Einen Tag später schrieb er mir dann endlich, dass ich ihm bitte noch ein bisschen Zeit geben soll, damit er sich erklären kann. Er würde mich verstehen, würde mir nicht weh tun wollen und möchte schon gar nicht, dass es mir schlecht geht. Alles was ich ihm geschrieben hätte würde ihm einleuchten und den Nagel auf den Kopf treffen. Aber ich solle ihm bitte noch ein bisschen Zeit geben. Er habe keine neue Frau an seiner Seite, möchte era uch gerade nicht, oder könne es nicht sei der bessere Ausdruck.Das Ganze ist nun einen Tag her und ich bin genauso ratlos wie davor. Denn diese Antwort sagt mir wieder nichts über seine Gemütslage. Ob ich weiter hoffen darf. Wofür er Zeit braucht... Ich bin einfach nur noch verwirrt und ich leide arg nach innen... Nach Außen schleppe ich mich durch den Tag, funktioniere für meine Tochter, gehe arbeiten. Aber mein Herz tut so unglaublich weh...Meine Frage nun an euch; was meint ihr? Gibt es noch eine reale Chance, oder soll ich besser damit abschließen?Ich danke euch, dass ihr mir bis hierher gefolgt seid. Musste doch etwas ausholen und glaubt mir, da fehlt die Hälfte unserer Geschichte...

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12. Juni 2017 um 16:16

tut es eigentlich sehr weh, beim Schreiben langer Texte auch mal Absätze zu verwenden, das auch jemand lesen möchte?

Grundsätzlich (nein, ich habe mir nicht den ganzen Text angetan): je offener Du bist, also je weniger ein Schwebezustand weh tut, desto mehr "weiter hoffen" kannst Du Dir leisten.
Wenn es Dich schmerzt, kannst Du nicht wirklich gewinnen, wenn Du nicht abschließt.

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12. Juni 2017 um 16:18
In Antwort auf avarrassterne1

tut es eigentlich sehr weh, beim Schreiben langer Texte auch mal Absätze zu verwenden, das auch jemand lesen möchte?

Grundsätzlich (nein, ich habe mir nicht den ganzen Text angetan): je offener Du bist, also je weniger ein Schwebezustand weh tut, desto mehr "weiter hoffen" kannst Du Dir leisten.
Wenn es Dich schmerzt, kannst Du nicht wirklich gewinnen, wenn Du nicht abschließt.

lol, sorry, der Thread ist zwei mal drin und die andere Version ist formatiert ^^. Mea Culpa.

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12. Juni 2017 um 16:25
In Antwort auf avarrassterne1

lol, sorry, der Thread ist zwei mal drin und die andere Version ist formatiert ^^. Mea Culpa.

Ja sorry, habe nach dem Versenden erst gesehen, dass ich den Thread offensichtlich zwei mal gepostet habe.Und du hast Recht; Absätze wären nicht verkehrt gewesen... War jetzt so im Schreiben drin...

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