Home / Forum / Liebe & Beziehung / Weiter an Beziehung festhalten, auch wenn sie nur noch platonisch ist?

Weiter an Beziehung festhalten, auch wenn sie nur noch platonisch ist?

14. Februar 2017 um 16:51

Hallo zusammen
Ich suche, wie soll es hier auch anders sein, um Rat.
Ich habe mich von meinem Ehemann (nach ü10 Jahren Beziehung) getrennt, da wir, eigentlich schon lange, nurnoch eine platonische Beziehung führten. Ausgezogen bin ich nun vor einem Monat. Mir selber geht es soweit ok, aber ich bin schulisch auch gut abgelenkt. Trotzdem kreisen meine Gedanken ständig um meinen Mann und ich vermisse ihn sehr.
Ich muss auch erwähnen, dass ich ihn über alles liebe. Aber, und das ist ein sehr grosses aber, es ist nichts anziehendes mehr zwischen uns.
Wir sind ein super Team, passen sehr gut zueinander, haben ähnliche Interessen (wobei sich meine durch meine berufliche Neuorientierung etwas geändert haben) und sind ein super eingespieltes Team. Nun weiss ich nicht, ob ich einfach zu sehr an dem gewohnten hänge (Vertrautheit, Familien- und Freundeskreis, Routine, Einfachheit!) oder ob ich wirklich den schlimmsten Fehler in meinem Leben gemacht habe. Zu erwähnen ist, dass wir inzwischen so verblieben sind, dass wir die Trennung provisorisch nehmen. Sprich, er gibt mir die Zeit, die ich benötige, um einen klaren Kopf zu kriegen und mir meiner Gefühle bewusst zu werden.

War jemand von euch bereits in einer ähnlichen Situation und falls ja, wie ging es aus?
Und falls ihr wieder zusammengefunden habt: lässt sich der "Vertrauensbruch" oder die entstandene Unsicherheit durch die Trennung wieder aus der Welt schaffen?
Danke für eure Rückmeldungen!

Mehr lesen

14. Februar 2017 um 18:57

Wir haben auch keine Kinder.
Wie lange ging es, bis es sich eingependelt hat, sprich dein Alltag normalisiert und es nicht mehr so schmerzte?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. Februar 2017 um 20:36

Wow, ok, das klingt hart. Ich weiss ja nicht, wie es bei dir war, aber abgesehen davon, dass es eine platonische Beziehung war und er diesbezüglich wohl nicht bereit war, sich zu ändern, ist er kein schlechter Mensch. Eigentlich sogar ein richtig guter Kerl, halt einfach nicht im Bezug auf das Körperliche. Deswegen schmerzt es, nicht bei ihm zu sein und zu wissen, dass er leidet...

24 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. Februar 2017 um 20:46

Das ist es eben - das will ich nicht und glaube, kann ich auch nicht. Und eine Affäre will ich nicht....
Ja, Geduld ist hier wohl das Stichwort.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2017 um 7:56
In Antwort auf Kensi90

Hallo zusammen 
Ich suche, wie soll es hier auch anders sein, um Rat.
Ich habe mich von meinem Ehemann (nach ü10 Jahren Beziehung) getrennt, da wir, eigentlich schon lange, nurnoch eine platonische Beziehung führten. Ausgezogen bin ich nun vor einem Monat. Mir selber geht es soweit ok, aber ich bin schulisch auch gut abgelenkt. Trotzdem kreisen meine Gedanken ständig um meinen Mann und ich vermisse ihn sehr.
Ich muss auch erwähnen, dass ich ihn über alles liebe. Aber, und das ist ein sehr grosses aber, es ist nichts anziehendes mehr zwischen uns. 
Wir sind ein super Team, passen sehr gut zueinander, haben ähnliche Interessen (wobei sich meine durch meine berufliche Neuorientierung etwas geändert haben) und sind ein super eingespieltes Team. Nun weiss ich nicht, ob ich einfach zu sehr an dem gewohnten hänge (Vertrautheit, Familien- und Freundeskreis, Routine, Einfachheit!) oder ob ich wirklich den schlimmsten Fehler in meinem Leben gemacht habe. Zu erwähnen ist, dass wir inzwischen so verblieben sind, dass wir die Trennung provisorisch nehmen. Sprich, er gibt mir die Zeit, die ich benötige, um einen klaren Kopf zu kriegen und mir meiner Gefühle bewusst zu werden.

War jemand von euch bereits in einer ähnlichen Situation und falls ja, wie ging es aus?
Und falls ihr wieder zusammengefunden habt: lässt sich der "Vertrauensbruch" oder die entstandene Unsicherheit durch die Trennung wieder aus der Welt schaffen?
Danke für eure Rückmeldungen!

 

Ich sehe es etwas anders als meine Vorredner/innen.

​Ich beneide dich darum, jemanden gefunden zu haben, den du lieb hast und der zu dir steht. Das ist eine Menge wert.
​Heute geht´s den meisten um "Selbstverwirklichung", wozu auch viel Sex, am besten mit wechselnden Partnern, Stellungen, Experimenten, etc.
Meist ist es so, dass die Männer darauf Wert legen und es sehr schwer ist, jemanden zu finden, der wirklich einen selbst als Mensch meint.

​Die Frage ist aber, was genau platonisch bedeutet. Irritiert hat mich der Satz "es gibt nichts anziehendes mehr zwischen uns". Das ist dann schon eher das Problem.
​Ich z.b mag auch nicht gern Penetration ( als Frau muss man ja normalerweise penetriert werden). Was ich aber lieeeebe, ist Petting und Küssen. Ich könnte viele Stunden (!!) am Stück küssen, kuscheln und liebe Worte sagen. Sich angezogen aneinander reiben wie als Teenies ist wundervoll.
​Ein Mann meinte auch mal zu mir, unsere Beziehung sei ja "platonisch", für mich sah das aber ganz anders aus.

​Wenn ihr also überhaupt keine Nähe mehr habt, es gar keine Berührungen mehr gibt, dann wird es eng. Denn irgendwann kommt ein anderer und du verliebst dich vielleicht in ihn. Und wegen eines Anderen verlassen zu werden, wäre doppelt brutal für deinen Mann.

​Dass man jemanden aber "über alles " liebt und es dann nicht anziehendes mehr gibt, ist für mich widersprüchlich. Wen ich liebe, will ich doch zumindest in den Arm nehmen, auf´s Haar küssen und einfach nur lieb haben.

​Der "Vertrauensbruch" läßt sich nicht mehr aus der Welt schaffen, aber wenn man einen guten Draht zueinander hat und klar ist, dass es sich nicht wiederholt ( die Gefahr sehe ich aber bei dir), wird das mit viel Liebe schon gehen...

​Sex im technischen Sinne finde ich aber überbewertet. Anziehung nicht.
 

46 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2017 um 14:56
In Antwort auf Kensi90

Hallo zusammen 
Ich suche, wie soll es hier auch anders sein, um Rat.
Ich habe mich von meinem Ehemann (nach ü10 Jahren Beziehung) getrennt, da wir, eigentlich schon lange, nurnoch eine platonische Beziehung führten. Ausgezogen bin ich nun vor einem Monat. Mir selber geht es soweit ok, aber ich bin schulisch auch gut abgelenkt. Trotzdem kreisen meine Gedanken ständig um meinen Mann und ich vermisse ihn sehr.
Ich muss auch erwähnen, dass ich ihn über alles liebe. Aber, und das ist ein sehr grosses aber, es ist nichts anziehendes mehr zwischen uns. 
Wir sind ein super Team, passen sehr gut zueinander, haben ähnliche Interessen (wobei sich meine durch meine berufliche Neuorientierung etwas geändert haben) und sind ein super eingespieltes Team. Nun weiss ich nicht, ob ich einfach zu sehr an dem gewohnten hänge (Vertrautheit, Familien- und Freundeskreis, Routine, Einfachheit!) oder ob ich wirklich den schlimmsten Fehler in meinem Leben gemacht habe. Zu erwähnen ist, dass wir inzwischen so verblieben sind, dass wir die Trennung provisorisch nehmen. Sprich, er gibt mir die Zeit, die ich benötige, um einen klaren Kopf zu kriegen und mir meiner Gefühle bewusst zu werden.

War jemand von euch bereits in einer ähnlichen Situation und falls ja, wie ging es aus?
Und falls ihr wieder zusammengefunden habt: lässt sich der "Vertrauensbruch" oder die entstandene Unsicherheit durch die Trennung wieder aus der Welt schaffen?
Danke für eure Rückmeldungen!

 

Hallo zusammen.
Ich habe mich gerade erst angemeldet weil ich eigentlich das gleiche Problem habe wie Kensi90.
Wir sind nun mehr 16 Jahre ein Paar, unverheiratet und kinderlos. Er war nie meine große Liebe, es mag sich komisch anhören, ich bin in diese Beziehung reingeschliddert, sie war anfangs auch richtig gut aber ich hatte nie das Gefühl sie würde lange gehen. Ich mag meinen Partner, wir sind ein gutes und harmonisches Team. Vom Charakter her könnten wir nicht unterschiedlicher sein, aber das war nie wirklich ein Problem weil keiner versuchte den anderen zu ändern. Mein Leben mit ihm ist langweilig, eintönig und wir funktionieren beide nur noch. Ich mag ihn nur noch, ich kann ihn gut leiden. Er liebt mich über alles und kann sogar damit leben das wir so gut wie keinen Sex mehr haben. Es genügt ihm das ich bei ihm bin und gut ist.
Vor 3 Jahren, mein Gott schon wieder 3 Jahre vorbei, hatten wir eine ernsthafte Krise. Ich bin ausgezogen, hatte sogar schon eine Wohnung in Aussicht und bin dann wieder zurück. Er tat mir leid, alle anderen taten mir leid. Meine Familie, seine Familie. Es viel mir schwer unser Zuhause hinter mir zu lassen. Außerdem wollte ich nicht so knallhart sein, er sollte seine Chance bekommen um die er gebeten hatte. Nur kurz erwähnt, er hat eine berufliche Entscheidung von mir nicht akzeptieren können und ist total ausgerastet. Er hat nur noch Streit angezettelt oder geschwiegen wie ein Grab, und mich als total dämlich bezeichnet und mir noch ein paar Dinge an den Kopf geworfen. In meiner Abwesenheit hat er sogar in meinem PC geschnüffelt und mir voller Absicht den Schriftwechsel mit meiner Psychologin gelesen. Da standen aber nicht nur unsere Probleme drin sondern auch das ich vor ihm einen anderen Mann abgöttisch liebte, aber ihn leider nicht bekommen habe. Er kennt diesen Mann gut. Er hat es mir gestanden, auch das habe ich ihm verziehen.

Ich muss nun die Kurve kriegen, meine Geschichte werde ich separat erzählen.
Du musst Dir klar machen, liebst Du ihn, oder liebst Du das Leben und die Gewohnheiten mit ihm. Ist es die Sicherheit die ihr euch aufgebaut habt, das Nest, der Freundeskreis, die Familien (Eltern und Geschwister) die zusammen gewachsen sind? Wo siehst Du euch in 2, 5, 10 Jahren? Was wünscht Du Dir für Dein Leben? Du hast nur das eine, wie möchtest Du es gestalten und welcher Mensch darf/kann/soll Dich dabei begleiten? Du bist für Dein Glück verantwortlich, kein anderer Mensch kann Dir diese Pflicht abnehmen. Zufriedenheit ist das eine, sich "damit abfinden" ist leider das falscheste was man tun kann. Was möchte jeder von uns in seinen letzten Lebenstagen sagen können wenn gefragt wird: wie war dein Leben? War es schön? Was würdest du anders machen wenn du die Zeit zurück drehen könntest?
Heute nach 3 Jahren muss ich mir eingestehen, ich hätte es durchziehen sollen und nicht zurück gehen. Meine Familie und meine Freunde hätten mich trotzdem geliebt, bei ihm wäre niemand gestorben, auch er wäre wahrscheinlich nicht gestorben. Ich habe mich zwischenzeitlich verloren und vergessen. Ich mache nicht das beste aus meinem Leben. Ich habe 3 Jahre mit einem "Mitbewohner" vergeudet, der mir meistens auf den Sender geht.
Wenn Du noch mehr Zeit brauchst dann nimm sie Dir. Mach genau das wonach Dir ist und was Dir Freude macht. Wenn er Dir dabei wirklich fehlt, dann gib euch eine Chance. Wenn er Dir nicht fehlt, dann denke über Deine Zukunft nach. Aber bedenke auch, bei allem was Dir Freude macht war er vorher auch nicht involviert, denn ihr habt ja nicht die gleichen Interessen. Als denke und träume Dich nicht in eine Scheinwelt hinein, die es so nicht geben wird. Bleib in der Realität.
Ich bin jetzt 47, absolutes Scheißalter, ich habe 3 Jahre, vielleicht sogar 16 Jahre meines Lebens, meine besten Jahre, in einem Leben verbracht, das ich so nicht wollte.
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2017 um 22:11
In Antwort auf seltsamesangebot

Ich sehe es etwas anders als meine Vorredner/innen.

​Ich beneide dich darum, jemanden gefunden zu haben, den du lieb hast und der zu dir steht. Das ist eine Menge wert.
​Heute geht´s den meisten um "Selbstverwirklichung", wozu auch viel Sex, am besten mit wechselnden Partnern, Stellungen, Experimenten, etc.
Meist ist es so, dass die Männer darauf Wert legen und es sehr schwer ist, jemanden zu finden, der wirklich einen selbst als Mensch meint.

​Die Frage ist aber, was genau platonisch bedeutet. Irritiert hat mich der Satz "es gibt nichts anziehendes mehr zwischen uns". Das ist dann schon eher das Problem.
​Ich z.b mag auch nicht gern Penetration ( als Frau muss man ja normalerweise penetriert werden). Was ich aber lieeeebe, ist Petting und Küssen. Ich könnte viele Stunden (!!) am Stück küssen, kuscheln und liebe Worte sagen. Sich angezogen aneinander reiben wie als Teenies ist wundervoll.
​Ein Mann meinte auch mal zu mir, unsere Beziehung sei ja "platonisch", für mich sah das aber ganz anders aus.

​Wenn ihr also überhaupt keine Nähe mehr habt, es gar keine Berührungen mehr gibt, dann wird es eng. Denn irgendwann kommt ein anderer und du verliebst dich vielleicht in ihn. Und wegen eines Anderen verlassen zu werden, wäre doppelt brutal für deinen Mann.

​Dass man jemanden aber "über alles " liebt und es dann nicht anziehendes mehr gibt, ist für mich widersprüchlich. Wen ich liebe, will ich doch zumindest in den Arm nehmen, auf´s Haar küssen und einfach nur lieb haben.

​Der "Vertrauensbruch" läßt sich nicht mehr aus der Welt schaffen, aber wenn man einen guten Draht zueinander hat und klar ist, dass es sich nicht wiederholt ( die Gefahr sehe ich aber bei dir), wird das mit viel Liebe schon gehen...

​Sex im technischen Sinne finde ich aber überbewertet. Anziehung nicht.
 

Da geb ich dir total recht.
Und wenn es so wäre, dass abgesehen vom Penetrieren, alles stimmen würde, wäre ich auch nicht gegangen. Aber wir waren mehr wie WG-Partner geworden. Am Abend haben wir zwar schon etwas auf dem Sofa gekuschelt (zumindest manchmal), aber das heisst, ich hab meinen Kopf auf seinen Schoss gelegt und er hat mir zwischendurch übers Haar gestrichen. Küsse: naja, das wären so Schmatzer. So richtig küssen oder Knutschen gabs seit langem nicht mehr. Als ich das angesprochen hatte, machte er sich darüber lustig und meinte, er wäre keine 16 mehr und wolle fände Zungenküssen nunmal nicht mehr gut. Er hat einfach wieder nicht verstanden, dass es mir um die Leidenschaft geht, nicht um ne Zunge im Hals

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2017 um 22:14

Also, es war nicht aus heiterem Himmel!
Wir hatten die Probleme schon lange, haben sehr vieles Versucht (wirklich seehr vieles), aber alles auf mein Begehren hin. Von ihm aus kamen zwar manchmal auch Vorschläge (wie z.B. Paartherapie), aber unternommen wurde von ihm dann nichts. Woran es liegt, dass er nicht will, weiss ich leider noch immer nicht. Können tut er sehrwohl....
Keine Ahnung, was ich mir von der Trennung erhoffe.... aber so konnte es einfach nicht mehr weitergehen. Ich fühlte mich einfach leer und als ob ich mich im Kreis drehe...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2017 um 22:21
In Antwort auf himmelnochmal

Hallo zusammen.
Ich habe mich gerade erst angemeldet weil ich eigentlich das gleiche Problem habe wie Kensi90.
Wir sind nun mehr 16 Jahre ein Paar, unverheiratet und kinderlos. Er war nie meine große Liebe, es mag sich komisch anhören, ich bin in diese Beziehung reingeschliddert, sie war anfangs auch richtig gut aber ich hatte nie das Gefühl sie würde lange gehen. Ich mag meinen Partner, wir sind ein gutes und harmonisches Team. Vom Charakter her könnten wir nicht unterschiedlicher sein, aber das war nie wirklich ein Problem weil keiner versuchte den anderen zu ändern. Mein Leben mit ihm ist langweilig, eintönig und wir funktionieren beide nur noch. Ich mag ihn nur noch, ich kann ihn gut leiden. Er liebt mich über alles und kann sogar damit leben das wir so gut wie keinen Sex mehr haben. Es genügt ihm das ich bei ihm bin und gut ist.
Vor 3 Jahren, mein Gott schon wieder 3 Jahre vorbei, hatten wir eine ernsthafte Krise. Ich bin ausgezogen, hatte sogar schon eine Wohnung in Aussicht und bin dann wieder zurück. Er tat mir leid, alle anderen taten mir leid. Meine Familie, seine Familie. Es viel mir schwer unser Zuhause hinter mir zu lassen. Außerdem wollte ich nicht so knallhart sein, er sollte seine Chance bekommen um die er gebeten hatte. Nur kurz erwähnt, er hat eine berufliche Entscheidung von mir nicht akzeptieren können und ist total ausgerastet. Er hat nur noch Streit angezettelt oder geschwiegen wie ein Grab, und mich als total dämlich bezeichnet und mir noch ein paar Dinge an den Kopf geworfen. In meiner Abwesenheit hat er sogar in meinem PC geschnüffelt und mir voller Absicht den Schriftwechsel mit meiner Psychologin gelesen. Da standen aber nicht nur unsere Probleme drin sondern auch das ich vor ihm einen anderen Mann abgöttisch liebte, aber ihn leider nicht bekommen habe. Er kennt diesen Mann gut. Er hat es mir gestanden, auch das habe ich ihm verziehen.

Ich muss nun die Kurve kriegen, meine Geschichte werde ich separat erzählen.
Du musst Dir klar machen, liebst Du ihn, oder liebst Du das Leben und die Gewohnheiten mit ihm. Ist es die Sicherheit die ihr euch aufgebaut habt, das Nest, der Freundeskreis, die Familien (Eltern und Geschwister) die zusammen gewachsen sind? Wo siehst Du euch in 2, 5, 10 Jahren? Was wünscht Du Dir für Dein Leben? Du hast nur das eine, wie möchtest Du es gestalten und welcher Mensch darf/kann/soll Dich dabei begleiten? Du bist für Dein Glück verantwortlich, kein anderer Mensch kann Dir diese Pflicht abnehmen. Zufriedenheit ist das eine, sich "damit abfinden" ist leider das falscheste was man tun kann. Was möchte jeder von uns in seinen letzten Lebenstagen sagen können wenn gefragt wird: wie war dein Leben? War es schön? Was würdest du anders machen wenn du die Zeit zurück drehen könntest?
Heute nach 3 Jahren muss ich mir eingestehen, ich hätte es durchziehen sollen und nicht zurück gehen. Meine Familie und meine Freunde hätten mich trotzdem geliebt, bei ihm wäre niemand gestorben, auch er wäre wahrscheinlich nicht gestorben. Ich habe mich zwischenzeitlich verloren und vergessen. Ich mache nicht das beste aus meinem Leben. Ich habe 3 Jahre mit einem "Mitbewohner" vergeudet, der mir meistens auf den Sender geht.
Wenn Du noch mehr Zeit brauchst dann nimm sie Dir. Mach genau das wonach Dir ist und was Dir Freude macht. Wenn er Dir dabei wirklich fehlt, dann gib euch eine Chance. Wenn er Dir nicht fehlt, dann denke über Deine Zukunft nach. Aber bedenke auch, bei allem was Dir Freude macht war er vorher auch nicht involviert, denn ihr habt ja nicht die gleichen Interessen. Als denke und träume Dich nicht in eine Scheinwelt hinein, die es so nicht geben wird. Bleib in der Realität.
Ich bin jetzt 47, absolutes Scheißalter, ich habe 3 Jahre, vielleicht sogar 16 Jahre meines Lebens, meine besten Jahre, in einem Leben verbracht, das ich so nicht wollte.
 

Hy Himmelnochmal
Danke für deine Mitteilung. Wobei ich sagen muss, mein Problem ist insofern anders, da er wirklich meine 1. grosse Liebe ist (oder war?)!
Deswegen schmerzt die Trennung nun auch so. Aber du hast klar recht: ich muss feststellen, was ich so sehr vermisse. Ob es nun wirklich er ist, oder einfach das Vertraute, Gewohnte und auch "Bequeme".
Wo ich mich genau in 5 Jahren sehe, weiss ich zur Zeit noch nicht. Die Trennung ist noch sehr frisch und ich gehe täglich 10x durch Hoch und Tiefs, schon fast manisch...
Aber fehlen tut er mir.... eigentlich immer. Ich will ihm immer das Erlebte mitteilen. Wenn ich eine Kinowerbung sehe und weiss, er würde den Film sicher klasse finden.... ach, mein ganzes bisheriges Erwachsenenleben besteht nur mit ihm! Und ich glaube, dass genau dies es mir so schwer mach - ich kenne es nicht anderes. Ich kenn kein Leben ohne ihn.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Freund des Ex
Von: victoriassecret123
neu
16. Februar 2017 um 21:59
Wenn man sich mal alles von der Seele reden muss ...
Von: vertretung
neu
16. Februar 2017 um 20:12
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen